Brennstoffzellenheizung: Was kostet es?

Eine Brenstoffzellenheizung kostet durchschnittlich 32.500 Euro

Stand:

Klimaschonend und langlebig ist die innovative Brennstoffzellenheizung die ideale Wahl für Ihre neue Heizungsanlage. Die Anlage erzeugt gleichzeitig Heizwärme und Strom. Letzteren können Sie selbst nutzen oder ins öffentliche Netz einspeisen.

Bei der Brennstoffzellenheizung wird Erdgas in einem sogenannten Reformer in Wasserstoff umgewandelt, dieser dient als Energieerzeuger. 

Die Brennstoffzellenheizung besteht aus folgenden Komponenten:

  • Brennstoffzelle
  • Spitzenlastkessel
  • Warmwasserbereitung und Pufferspeicher 
  • Peripherie-Geräte 
  • Abgassystem 
  • Gasanschluss

            Je nach Modell Größe und Ausstattung kostet eine Brennstoffzellenheizung zwischen 30.000 und 35.000 Euro.

            32.500 € 35.000 € 30.000 €

            Die verschiedenen Komponenten einer Brennstoffzellenheizung erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sind in Abhängigkeit vom Modell bereits in die Brennstoffzelle integriert:

            Die Brennstoffzellenheizung selbst kostet zwischen 8.000 und 20.000 Euro und enthält das Herz der Technologie. Der im Reformer aus Erdgas erzeugte Wasserstoff reagiert mit Sauerstoff, es entsteht Strom und Wärme.

            Ein zusätzliches Gas-Brennwertgerät deckt den Bedarf an Wärmeenergie, die von der Brennstoffzellenheizung nicht erzeugt werden kann. Die Kosten variierien je nach Leistung. Eine Brennwerttherme bis 25 kWh kostet zwischen 3.450 und 7.180.

            Enthält die Heizung nicht bereits einen Spitzenlastkessel, muss dieser zusätzlich angeschafft werden. Der Kessel dient als Reserve in besonders heizintensiven Perioden und kostet zwischen 3.000 und 5.000 Euro.

            Wird ein zusätzlicher Pufferspeicher für die Warmwasserbereitung erforderlich, entstehen in Abhängigkeit von der Größe weitere Kosten in Höhe von 2.930 bis 4.240 Euro.

            Für nötige Peripheriegeräte wie zum Beispiel Ausdehnungsgefäße, Stromspeicher oder Wechselrichter müssen Sie zusätzlich 3.500 bis 5.000 Euro veranschlagen.

            Auch bei der sehr sauberen Brennstoffzellenheizung und durch das zusätzliche Gasbrennwert-Gerät entstehen Emissionen. Für das Abgassystem sollten Sie 2.860 bis 10.880 Euro einplanen.

            Falls noch nicht vorhanden, muss ein Gasanschluss installiert werden. Dieser kostet zwischen 2.000 und 2.500 Euro.

            Alle Komponenten der Brennstoffzellenheizung im Überblick:

            Kosten Gas-Brennwerttherme
            Brennstoffzellenheizung8.000 bis 12.00 Euro
            Gas-Brennwerttherme bis 15 kWh3.280 bis 6.760 Euro
            Gas-Brennwerttherme bis 25 kWh3.450 bis 7.180 Euro
            Gas-Brennwerttherme bis 50 kWh3.810 bis 7.580 Euro
            Spitzenlastkessel3.000 bis 5.000 Euro
            Pufferspeicher 500 Liter2.930 bis 3.980 Euro
            Pufferspeicher 1000 Liter3.020 bis 4.240 Euro
            Peripheriegeräte3.500 bis 5.000 Euro
            Abgassystem2.860 bis 10.880 Euro
            Gasanschluss2.000 bis 2.500 Euro

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            Die Kosten für die Installation einer Brennstoffzellenheizung liegen inklusive des erforderlichen Installationsmaterials zwischen 4.000 und 4.100 Euro. Üblicherweise werden Brennstoffzellenheizung und Montage in einem Paket angeboten.

            Für den optimalen Betrieb sollte an der Brennstoffzellenheizung nach der Erstinstallation ein hydraulischer Abgleich vorgenommen werden, es entstehen dafür Kosten zwischen 350 und 1.500 Euro.

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            Eine Brennstoffzellenheizung verbraucht im Gegensatz zu einer vergleichbaren anderen Heizung um bis zu 40 % weniger Brennstoff und produziert zusätzlich noch Strom.

            Der Wartungsaufwand beschränkt sich auf eine jährliche Durchsicht und eventuell einen Filtertausch. Ist die Anlage KfW-gefördert, muss ein Wartungsvertrag über 10 Jahre abgeschlossen werden. Dieser kostet jährlich zwischen 400 und 700 Euro.

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            Eine Brennstoffzellenheizung arbeitet wirtschaftlich, wenn in Ihrem Wohnhaus ganzjährig Wärme bzw. Warmwasser erzeugt wird, ein nennenswerter Stromverbrauch vorhanden ist und Sie den erzeugten Strom weitgehend selbst verbrauchen.

            Brennstoffzellenheizungen erzeugen Strom und Wärme in fast gleicher Menge. Deshalb können Sie auch im Niedrigenergiehaus wirtschaftlich eingesetzt werden, wenn ein Pufferspeicher vorhanden ist und nicht zusätzlich eine Solarthermieanlage, die zusätzliche Wärmeenergie liefert, betrieben wird.

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            Speisen Sie überschüssigen Strom aus der Heizung in das öffentliche Netz ein, wird dieser vergütet. Die Vergütung erfolgt in Form einer Einmalzahlung (KWK-Zuschlag) oder als monatliche Zahlungen. Die Höhe hängt von der elektrischen Leistung der Heizungsanlage ab.

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            Als regenerative Heizungstechnologie wird die Anschaffung einer Brennstoffzellenheizung staatlich gefördert. Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), das Bundesamt für Wirtschaft und Außenkontrolle (BAFA) sowie regionale Förderprogramme der einzelnen Bundesländer kann die Anlage bei entsprechenden Voraussetzung mit bis zu 40 % der Investitionssumme gefördert werden.

            Für Gewerbe und Körperschaften gibt es weitere Fördermittel, die vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur BMVI ausgezahlt werden.

            Information-Symbol

            Tipp

            Da sich Förderprogramme häufig ändern, sollten Sie sich zu Planungsbeginn über die aktuellen Bedingungen und Förderhöhen informieren.

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            Statt einer Förderung kann die Heizung seit 2020 auch steuerlich angerechnet werden. Die Geltendmachung erfolgt über einen Zeitraum von drei Jahren bis zu maximal 40.000 Euro.

            Darüber hinaus kann der Handwerkerlohn als haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich zu 20 % bis maximal 4.000 Euro direkt von der Steuersumme abgezogen werden.

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            Als Alternative zur Anschaffung einer Brennstoffzellenheizung können Sie diese auch mieten. Beim sogenannten Contracting kümmert sich der Contractinggeber, wie zum Beispiel der Energieversorger, um Anschaffung, Installation, Wartung, Instandhaltung und alle weiteren Arbeiten rund um die Heizung, dafür zahlen Sie monatlich eine Miete von ungefähr 49,90 oder finanzieren die Kosten über die Einspeisung von Strom ins öffentliche Netz.

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