Fassade dämmen: Was kostet es?

Die Fassade zu dämmen kostet durchschnittlich 142 Euro pro Quadratmeter.

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Die energetische Sanierung ist ein wichtiges Thema für alle Hausbesitzer. Schon beim Neubau sollte die Fassadendämmung mitgedacht werden. Wenn Sie eine Bestandsimmobilie besitzen, lohnt sich die Fassadendämmung ebenfalls fast immer. Damit erfüllen Sie die Vorgaben der Verordnung für erneuerbare Energien (EnEV), können von staatlichen Förderungen profitieren und viel Energie einsparen.

Die folgenden Kostenfaktoren sollten Sie dabei in Betracht ziehen:

  • Art der Dämmung
  • Materialkosten
  • Handwerkerkosten inklusive Anfahrt
  • Mögliche Förderungen
  • Zusatzkosten durch Sonderwünsche wie
  • Neuanstrich der Fassade

Insgesamt kostet es 15 bis 300 Euro pro Quadratmeter die Fassade zu dämmen.

142 € 300 € 15 €

Eine Fassade von 100 m² soll gedämmt werden. Dazu muss ein Gerüst aufgebaut werden. Für die Dämmung wurde sich für das Wärmedämmverbundsystem entschieden. Die Gesamtkosten der Fassadendämmung betragen 5.960 Euro.

Beispielrechnung Fassadendämmung
Materialkosten1.950 Euro
Gerüst200 Euro für 7 Tage
Wärmedämmverbundsystem (Dämmplatten)250 Euro
Verputzmaterial1.500 Euro
Handwerkerleistungen4.010Euro
Dämmarbeiten1.500 Euro
Putzarbeiten (Bei Wärmedämmung)2.500 Euro
An-/Abfahrt10 Euro
Gesamtkosten5.960 Euro

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Der erste wichtige Kostenpunkt bei der Fassadendämmung ist das Material. Abhängig von der Art der Dämmung, die wiederum von Ihrem Haus abhängt, sollten Sie mit den folgenden Kosten rechnen:

Materialkosten Dämmung
Wärmedämmverbundsystem (Dämmplatten)2,50 bis 18,80 Euro/m²
Verputzen15 bis 25 Euro/m²
Vorhangfassade20 bis 50 Euro/m²
Kern-Einblasdämmung20 bis 28 Euro/m²
Innendämmung50 bis 100 Euro/m²

Hinzu kommt die Gerüstmiete, deren Miete pro Woche je nach Saison und Gebiet stark variieren kann. Durchschnittlich sind 4 bis 15 Euro pro Quadratmeter Gerüst zu erwarten. Als Komplettpreis lassen sich manchmal auch Gerüste für 200 Euro die Woche mieten.

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Zusätzlich zu den Materialkosten fallen Handwerkerkosten für die Dämmarbeiten an. Da schon kleine Fehler drastische Folgen haben können, empfehlen wir Ihnen, die Dämmung nicht selbst durchzuführen. Vertrauen Sie stattdessen auf die Arbeit der Experten.

Für die Handwerker, deren Stundenpreise je nach Qualifikation und Erfahrung etwas variieren können, fallen in etwa diese Ausgaben an:

Materialkosten Dämmung
Dämmarbeiten15 bis 20 Euro/m²
Putzarbeiten (bei Wärmedämmung)25 bis 50 Euro/m²
An- und Abfahrt10 bis 50 Euro

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Um die Gesamtkosten für die Fassadendämmung zu ermitteln, sollten Sie die Materialkosten und die Handwerkerkosten sowie eventuelle Zusatzkosten, etwa für das Gerüst, zusammenzählen. In dieser Übersicht sehen Sie, welche Gesamtkosten auf Sie zukommen, wenn Sie Ihre Fassade dämmen lassen:

Gesamtkosten Fassade dämmen
Kern-Einblasdämmung15 bis 30 Euro/m²
Zusatzdämmung50 bis 100 Euro/m²
Komplettdämmung bei unsanierten Arbeiten90 bis 150 Euro/m²
Hinterlüftete Vorhangfassade100 bis 300 Euro/m²

Die Art der passenden Dämmung hängt wesentlich von der Art und vom Zustand Ihres Gebäudes ab. Am besten lassen Sie sich in einem Vorgespräch vom Energieberater oder Handwerker dazu informieren, welche Art der Fassadendämmung am effizientesten für Sie ist.

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Ja, Sie können die Fassadendämmung vom Staat fördern lassen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt die Kreditprogramme Nummer 151 und 152 für Maßnahmen zur energetischen Sanierung. Sowohl die Einblasdämmung als auch die hinterlüftete Vorhangfassade und ein Wärmedämmverbundsystem lassen sich von der KfW finanziell fördern.

Auf Wunsch können Sie die Fassadendämmung auch mit weiteren Maßnahmen und KfW-Programmen kombinieren. Zusätzlich zum zinsgünstigen Kredit erhalten Sie auf Wunsch auch den Zuschuss Nr. 430. Wenn Sie Ihre Immobilie zum KfW-Effizienzhaus umbauen, beträgt der Zuschuss bis zu 48.000 Euro. Für einzelne Maßnahmen erhalten Sie jeweils 10.000 Euro.

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