Baukindergeld 2019

Aktuelle Infos und wie Sie die staatliche Förderung für junge Familien beantragen


Mit dem Baukindergeld möchte der Staat junge Familien auf ihrem Weg zur eigenen Immobilie unterstützen. Je Kind gibt es bis zu 12.000 Euro – wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind.

Hier erfahren Sie, wie und wo Sie das Baukindergeld beantragen, wer die Förderung bekommt, welche Bedingungen und Fristen dafür eingehalten werden müssen und warum sich Familien in Bayern besonders freuen dürfen.

Die wichtigsten Infos im Überblick:

  • Familien können pro Kind bis zu 12.000 Euro Zuschuss vom Staat für den Bau oder Kauf einer Immobilie erhalten.
  • Über einen Zeitraum von maximal 10 Jahren gibt es 1.200 Euro pro Jahr und Kind
  • Der Zuschuss ist steuerfrei und muss nicht zurückgezahlt werden.
  • Anträge werden online bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gestellt.
  • Die Förderung wird auch rückwirkend gewährt, Stichtag ist der 1. Januar 2018.
  • Gefördert werden sowohl der Kauf als auch der Bau einer Immobilie, An- und Umbauten aber nicht.
  • Größe und Art des Objekts spielen keine Rolle.

Diese Voraussetzungen müssen Sie erfüllen:

  • Zum Zeitpunkt des Kaufvertrags bzw. der Baugenehmigung darf kein weiteres Wohneigentum vorhanden sein.
  • Berechtigt sind Familien mit einem oder mehreren Kindern.
  • Das zu versteuernde Jahreseinkommen darf maximal 75.000 Euro plus 15.000 Euro pro Kind betragen.
  • Die Kinder müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung schon geboren sein, im Haushalt leben, unter 18 Jahre alt sein und kindergeldberechtigt sein.
  • Die Immobilie muss in Deutschland stehen.

Diese Fristen müssen Sie einhalten:

  • Die Immobilie muss zwischen dem 1.1.2018 und dem 31.12.2020 erworben werden. Ausschlaggebend ist das Datum des Kaufvertrags bzw. bei Bauprojekten das Datum der Baugenehmigung.
  • Spätestens 3 Monate nach dem Einzug muss der Antrag für das Baukindergeld gestellt werden.
  • Nach der Beantragung haben Sie maximal 3 Monate Zeit, erforderliche Unterlagen in das Zuschuss-Portal der KfW hochzuladen.
  • Letzter Termin für eine Antragsstellung ist der 31.12.2023. Es gilt aber trotzdem der 31.12.2020 als spätestmögliches Kaufdatum. Eine solche Konstellation kann sich zum Beispiel bei verzögerten Bauvorhaben ergeben.

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Die wichtigsten Infos rund um das Baukindergeld in einem kurzen Video:

Update April 2019: Erste Familien haben schon Geld erhalten!

Nach dem Programmstart im September 2018 wurde das Baukindergeld mittlerweile von rund 83.000 Familien mit insgesamt 143.000 Kindern beantragt. Gut 1,7 Milliarden Euro Fördergelder sind für die Antragsteller reserviert.

Die meisten Baukindergeld-Anträge wurden – wenig überraschend – im bevölkerungsstärksten Bundesland Nordrhein-Westfahlen gestellt (18.264). Es folgen Baden-Württemberg (11.039) und Bayern (10.453). Schlusslicht ist mit 687 Anträgen – ebenso wenig überraschend – das kleinste Bundesland Bremen.

Seit Ende März 2019 können Antragsteller nun auch die benötigten Unterlagen im KfW-Zuschussportal hochladen. Die KfW hat bereits mit der Auszahlung begonnen: Schon Anfang April haben etwa 4.200 Familien ihre erste Baukindergeldrate überwiesen bekommen. 


Was ist das Baukindergeld?

Das Baukindergeld ist eine staatliche Förderung mit dem Ziel, mehr Familien oder Alleinerziehenden in Deutschland Wohneigentum zu ermöglichen. Der Zuschuss ist steuerfrei und muss nicht zurückgezahlt werden.

Die große Koalition hat das Förderprogramm am 18.9.2018 ins Leben gerufen und damit quasi die ehemalige Eigenheimzulage wiederbelebt. Abgewickelt wird das Baukindergeld über die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), bei der auch die Anträge gestellt werden.

Die Rahmenbedingungen sind im KfW-Programm 424 festgehalten. In Bayern kann die Förderung durch das Baukindergeld Plus zusätzlich aufgestockt werden.

Wie viel Geld gibt es beim Baukindergeld

Wie viel Geld gibt es vom Staat?

Pro Jahr und Kind erhält eine Familie 1.200 Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren – insgesamt also 12.000 Euro. Eine Familie mit zwei Kindern bekommt 24.000 Euro, bei drei Kindern 36.000 Euro usw.

Familien in Bayern können mit dem Baukindergeld Plus nochmal 300 Euro pro Kind extra im Monat beantragen. Statt 1.200 Euro gibt es bei einem Kind also 1.500 Euro.

Wer bekommt das Baukindergeld?

Das Baukindergeld soll jungen Familien helfen, sich eine eigene Immobilie leisten zu können.

Wer bekommt das Baukindergeld

Damit Sie die Förderung beantragen können, müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

Antragsteller

  • Es darf kein Wohneigentum vorhanden sein. Bei einer Familie gilt dies für beide Lebenspartner. Häufig wird behauptet, es zähle der Zeitpunkt der Antragsstellung. Das ist falsch! Entscheidend ist das Datum des Kaufvertrags bzw. der Baugenehmigung.
  • Geerbte oder geschenkte Immobilien werden nicht gefördert. Es ist aber kein Problem, wenn Sie in der Vergangenheit schon mal eine Immobilie gekauft und wieder verkauft haben.
  • Das jährlich zu versteuernde Haushaltseinkommen darf nicht über 75.000 Euro plus 15.000 Euro pro Kind liegen.

Immobilie

  • Die Immobilie muss mindestens zu 50 Prozent den Antragsstellern gehören.
  • Sie muss für die nächsten zehn Jahre ohne Unterbrechung selbst genutzt werden. Vermietetes Wohneigentum oder Gewerbeimmobilien werden nicht gefördert.
  • Bei dem Erwerb eines Mehrfamilienhauses wird die von der Familie gemeinsam genutzte Wohneinheit berücksichtigt.
  • Es spielt keine Rolle, ob gekauft oder gebaut wurde. Auch die Größe und ob es sich um ein freistehendes Haus, Reihenhaus, eine Doppelhaushälfte oder eine Wohnung handelt, ist egal.
  • Die Immobilie muss in Deutschland stehen.
  • Der Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) darf nicht niedriger sein als die beantragte Förderung.
  • An- und Umbauten werden nicht gefördert.

Kinder

  • Die Kinder müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung schon geboren sein, im Haushalt leben, unter 18 Jahre alt sein und kindergeldberechtigt sein.
  • Es muss sich nicht zwingend um leibliche Kinder handeln – auch adoptierte Kinder sind förderberechtigt.
  • Ob die Kinder in der Folgezeit ausziehen, hat keine Auswirkung auf das Baukindergeld.
  • Auch ein Wegfall des Kindergeldes – etwa weil die Kinder 25 Jahre alt werden – spielt keine Rolle. Es zählt nur der Tag der Antragsstellung.
  • Eine Obergrenze für die Anzahl der Kinder gibt es nicht.
  • Eine nachträgliche Aufstockung durch weitere Kinder ist nicht möglich.

Kann ich als Alleinerziehender Baukindergeld beantragen?

Ja, das ist möglich – es gelten die gleichen Bedingungen. Sie müssen nicht in einer Partnerschaft leben, um Baukindergeld beantragen zu können.

Dies kann sich sogar als Vorteil erweisen, denn es gilt die gleiche Einkommensgrenze wie für Paare – ein Haushalteinkommen von 75.000 plus 15.000 Euro pro Kind werden die wenigsten Alleinerziehenden überschreiten.

Welche Bedingungen müssen für das Baukindergeld erfüllt sein

Online-Check: Kann ich Baukindergeld beantragen?

Um vor der Antragstellung testen zu können, ob Sie für die Förderung berechtigt sind, bietet die KfW auf ihrer Webseite einen praktischen Baukindergeld-Vorab-Check an.

Wie wird das Haushaltseinkommen berechnet?

Das zu versteuernde Haushalteinkommen ist nicht gleichbedeutend mit dem Bruttoeinkommen. Zu dem Arbeitslohn werden weitere Einkünfte hinzugerechnet.

Dazu gehören beispielsweise Mieteinnahmen, Elterngeld, Unterhaltszahlungen oder Urlaubsgeld. Gleichzeitig können von den Einkünften aber Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und eventuelle Freibeträge abgezogen werden.

Sie finden Ihr zu versteuerndes Einkommen in Ihrem Steuerbescheid. Entscheidend ist der Durchschnittswert des zweiten und dritten Jahres vor der Antragstellung.

Beispiel: Sie wollen den Antrag auf Baukindergeld 2019 einreichen. Zur Berechnung des Haushaltseinkommens müssen Sie die Einkünfte aus 2017 und 2016 als Grundlage nehmen. Addieren Sie beide Summen und teilen Sie das Ergebnis anschließend durch zwei. Das Ergebnis ist Ihr jährliches Haushaltseinkommen.


Wo kann ich das Baukindergeld beantragen?

Anträge werden online im Zuschussportal der KfW gestellt. Nachdem Sie sich dort registriert haben, müssen Sie das Formular ausfüllen und die geforderten Dokumente hochladen.

Diese Unterlagen werden benötigt

  • Der Grundbuchauszug als Nachweis über den Eigentumserwerb.
  • Die Meldebestätigung als Nachweis der Selbstnutzung. Hier muss erkenntlich sein, dass die Immobilie für alle Beteiligten (Antragsteller, angegebene Kinder, Ehe- oder Lebenspartner) der Hauptwohnsitz ist.
  • Der Einkommenssteuerbescheid des zweiten und dritten Kalenderjahres vor Antragstellung. Auch die Bescheide des Lebenspartners werden benötigt.
  • Die letzten Kindergeldbescheide sämtlicher Kinder, die zum Zeitpunkt des Antrags im Haushalt leben.

Im Laufe der Beantragung über das Zuschuss-Portal müssen Sie Ihre Identität nachweisen. Dies geschieht entweder über das PostIdent- oder das VideoIdent-Verfahren.

  • Postidentifizierung: Sie erhalten einen Coupon zum Ausdrucken. Diesen müssen Sie zusammen mit Ihrem Ausweis oder Reisepass in einer Filiale der Deutschen Post vorlegen.
  • Videoidentifizierung: In einem Video-Telefonat werden Sie visuell identifiziert.

Was wird für den Antrag auf Baukindergeld benötigt

Baukindergeld beantragen – Schritt für Schritt

Hier noch einmal zusammengefasst, wie die Beantragung der Förderung abläuft

  • 1. Immobilie kaufen / bauen und einziehen
  • 2. Im Zuschussportal registrieren
  • 3. Formular ausfüllen und identifizieren
  • 4. Unterlagen einreichen
  • 5. Baukindergeld erhalten

Wann wird das Baukindergeld ausgezahlt?

Sie können Baukindergeld grundsätzlich erst beantragen, wenn Sie schon in Ihre Immobilie eingezogen sind.

Wurde Ihr Antrag genehmigt, bekommen Sie eine Auszahlungsbestätigung, in der das Datum der ersten Zahlung genannt wird. Auch in den folgenden Jahren werden Sie Ihren Jahresbetrag zu diesem Datum auf Ihr Konto überwiesen bekommen.

Wird das Baukindergeld auch rückwirkend gewährt?

Ja, wurde der Kaufvertrag nach dem 01. Januar 2018 unterschrieben oder die Baugenehmigung seitdem erteilt, wird das Baukindergeld bis zu dem entsprechenden Tag auch rückwirkend gewährt.

Es gilt aber weiterhin die 3-Monats-Frist nach dem Einzug. Das heißt: Wer schon 2018 eingezogen ist, kann kein Baukindergeld mehr beantragen..

Bei Bauprojekten liegen zwischen Baugenehmigung und Einzug aber in der Regel mehrere Monate, eventuell sogar länger. Wurde die Baugenehmigung also 2018 erteilt, Ihr Einzug ist aber noch keine 3 Monate her, können Sie Baukindergeld beantragen.

Kann ich das Baukindergeld mit anderen Förderprogrammen kombinieren?

Ja, das ist nicht nur möglich, sondern absolut empfehlenswert.

Die KfW selbst bietet weitere Förderprogramme an, die Sie zusätzlich zum Baukindergeld beantragen können – beispielsweise für energieeffiziente oder altersgerechte und barrierefreie Immobilien.

Familien in Bayern können außerdem das Baukindergeld Plus und die Eigenheimzulage beantragen – 300 Euro im Monat sowie einmalig 10.000 Euro zahlt der Freistaat seinen Bewohnern.

Förderprogramme der Kfw-Bank

Auf der Webseite der Kfw finden Sie eine Übersicht über alle möglichen Förderprogramme sowie einen Kreditrechner.

Auch verschiedene Länderprogramme lassen sich mit dem Baukindergeld kombinieren. Alles, was Sie zu weiteren Fördermöglichkeiten wissen müssen, lesen Sie in unserem Ratgeber Baufinanzierung: In 5 Schritten zum besten Immobilienkredit.

Wann endet die Förderung?

Wurde Ihr Antrag angenommen, haben Sie das Baukindergeld für die vollen 10 Jahre sicher – solange Sie die Immobilie weiterhin selbst bewohnen.

Ziehen Sie aus oder wird die Immobilie vorzeitig verkauft oder vermietet, müssen Sie dies der KfW mitteilen und die Förderung endet. Das bis dahin erhaltene Geld dürfen Sie natürlich behalten.

Es gibt aber eine Ausnahme:

Müssen Sie berufsbedingt umziehen, Ihre Immobilie deswegen verkaufen und erwerben dafür eine andere am neuen Arbeitsort, können Sie die Übernahme Ihrer Förderung beantragen. Sie bekommen das gleiche Geld wie bisher – ob Sie mittlerweile mehr verdienen oder weitere Kinder hinzugekommen sind, spielt keine Rolle. Dies hat uns die KfW auf Nachfrage bestätigt.

Was ist, wenn meine Kinder nicht mehr kindergeldberechtigt sind?

Das ist unerheblich – es zählt nur der Zeitpunkt der Antragstellung.

In der Zeit danach hat es keine Auswirkung, ob …

  • die Kinder volljährig werden,
  • die Kinder in eine eigene Wohnung ziehen,
  • Sie kein Kindergeld mehr beziehen,
  • Sie das Sorgerecht verlieren oder
  • die Kinder versterben.

Was passiert nach einer Scheidung?

Nach einer Scheidung oder Trennung endet der Anspruch auf Baukindergeld nicht automatisch. Ganz entscheidend ist, wer von den ehemaligen Lebenspartnern den Antrag gestellt hat. Dieser kann die Förderung weiterhin beziehen.

Dies gilt auch, wenn die gemeinsame Immobilie verkauft und eine neue gekauft wird. Die KfW gibt hier einen „nahtlosen Übergang“ als Bedingung an.

Die Bayerische Extrawurst: Baukindergeld Plus und Eigenheimzulage

Die Regelungen zum Baukindergeld gelten in ganz Deutschland – doch in Bayern gibt es noch einen Bonus obendrauf. Zusätzlich zum normalen Baukindergeld können Bayerische Familien das Baukindergeld Plus beantragen – pro Kind gibt es 300 Euro im Monat dazu.

Bei einem Kind steigt die Fördersumme also auf 1.500 Euro im Monat bzw. 15.000 Euro über die vollen 10 Jahre. Voraussetzung ist, dass Ihnen das Baukindergeld über die KfW bereits genehmigt wurde.

Doch damit nicht genug. Neben der monatlichen Zahlung ist eine Einmalzahlung von 10.000 Euro möglich. Die Bayerische Eigenheimzulage gibt es sowohl für Familien als auch Paare ohne Kinder und Singles.

Beide Extra-Förderungen werden nicht über die KfW beantragt, sondern über die Bayerische Landesbodenkreditanstalt (BayernLabo) – Hier geht’s zu den Antragsformularen.

Das Haar in der Suppe

Eine Einschränkung gibt es aber doch: Das Baukindergeld Plus gibt es nur für Ein- und Zweifamilienhäuser.


Wofür kann ich das Baukindergeld verwenden?

Geschenktes Geld ist toll, keine Frage – aber wie soll man es idealerweise einsetzen?

Baukindergeld als Eigenkapital einbringen

Gleich vorweg schonmal ein großer Dämpfer: Baukindergeld ist kein Eigenkapital.

Da Sie die Zahlung jährlich erhalten und nicht auf einen Schlag, kann sie nicht als Eigenkapital in Ihre Baufinanzierung einfließen.

Baukindergeld für Sondertilgungen nutzen

Dies ist die unkomplizierteste Art, das Baukindergeld sinnvoll einzusetzen. Durch die außerplanmäßige Teilrückzahlung Ihres Darlehens verringern Sie Ihre Restschuld und damit auch die Zinsbelastung.

Dies muss aber in jedem Fall vor der Vertragsunterzeichnung mit Ihrer Bank abgeklärt werden. Sondertilgungen sind bei vielen Kreditverträgen möglich – aber nicht immer kostenlos. Möglicherweise erhebt die Bank dafür einen Aufschlag auf den Zinssatz.

Baukindergeld in einen Bausparvertrag stecken

Bausparen lohnt sich nicht mehr? Stimmt nicht!

Als reine Geldanlage ist ein Bausparvertrag tatsächlich nicht besonders attraktiv – anders als noch vor einigen Jahren. Für die Finanzierung einer Immobilie kann sich Bausparen aber weiterhin lohnen.

Im Grunde legen Sie bei diesem Modell das Baukindergeld zurück, um nach Ablauf Ihrer ersten Zinsbindungsfrist Ihre Restschuld um den angesparten Betrag zu reduzieren. So verringern Sie das Risiko, aufgrund gestiegener Zinsen eine wesentlich teurere Anschlussfinanzierung abschließen zu müssen.

Baukindergeld zur Tilgung eines Eigenkapital-Ersatz-Darlehen

Nun wird es etwas komplizierter: Können Sie in Ihre Baufinanzierung kein Eigenkapital einbringen, sind Sie möglicherweise gezwungen, zur Finanzierung der Nebenkosten einen herkömmlichen Ratenkredit als Eigenkapital-Ersatz-Darlehen aufzunehmen.

Für diese erheben Banken wesentlich höhere Zinsen als für Immobilienkredite. Daher ist es sinnvoll, diese Schulden so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Das Baukindergeld kann hier als regelmäßige Sondertilgung im Kreditvertrag festgehalten werden und die Kreditlaufzeit um mehrere Jahre verringern.


Fazit: Ist das Baukindergeld die Lösung der Wohnungsnot?

Viele Kritiker empfinden das Baukindergeld höchstens als „Tropfen auf den heißen Stein“. Verständlich – bei den hohen Immobilienpreisen in beliebten Wohnregionen macht die Förderung tatsächlich nicht so viel aus.

In ländlichen oder wirtschaftlich schwächeren Regionen ist der Bonus vom Staat aber nicht zu unterschätzen. Und einem geschenkten Gaul soll man ja ohnehin nicht ins Maul schauen.

Noch ein dringender Rat zum Abschluss: 10 Jahre sind eine lange Zeit, doch ein Immobilienkredit läuft in aller Regel noch wesentlich länger. Bedenken Sie also, dass Sie das Baukindergeld zum Zeitpunkt der notwendigen Anschlussfinanzierung möglicherweise nicht mehr zur Verfügung haben, durch ein gestiegenes Zinsniveau aber die gleiche – oder sogar eine höhere – monatliche Belastung stemmen müssen.

Reduzieren können Sie dieses Risiko durch ein Forward-Darlehen oder die schon angesprochene Variante eines Bausparvertrags.

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