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Bin ich verpflichtet, mein Haus sanieren zu lassen?

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Kurz und knapp

Immobilien müssen die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) einhalten. Bei Bestandsimmobilien gibt es dazu einige Vorgaben, die eine Sanierung erforderlich machen können. 

Bestandsimmobilien sind nach wie vor stark gefragt und auch bei einem schlechterem Gesamtzustand findet sich gerade in attraktiven Lagen schnell ein Käufer.

Wenn es um gesetzlich vorgeschriebene Sanierungen geht, stehen besonders energetische Maßnahmen im Mittelpunkt. Als Eigentümer sind Sie verpflichtet sich an die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu halten. Dafür können gegebenenfalls auch Sanierungen notwenig werden. 

Besonders bei Immobilien, die vor dem 1. Februar 2002 erbaut wurden, können hier für Käufer auch einige Zusatzkosten entstehen. Immobilien die seitdem errichtet wurden oder den Eigentümer gewechselt haben, müssen bereits einige Anforderungen an die Energieeffizienz erfüllen. 

Grundsätzliche Vorgaben zu Sanierungen

Auch wenn die EnEV einige Regelungen für die Sanierungen festlegt, als Eigentümer sind Sie nicht immer zu Sanierungen verpflichtet. Wenn Sie also zum Beispiel die Fassade neu dämmen wollen, müssen Sie sich dabei an die EnEV-Vorschriften halten. Umgekehrt gilt aber genauso: Wenn Sie nicht dämmen wollen, müssen Sie es auch nicht tun.

Sanierungspflichten

Es gibt allerdings auch einige Sanierungspflichten, die von der EnEV vorschreiben werden. Wenn Sie sich nicht daran halten, muss mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro rechnen.

Sanierungspflicht bei der Dachdämmung

Sollte das Dach die Anforderungen der EnEV nicht erfüllen, ist der Eigentümer verpflichtet, die ungedämmte oberste Geschossdecke nachträglich zu dämmen. Nach der Dämmung darf der Wärmedurchgangskoeffizient nicht über 0,24 Watt pro Quadratmeter und Grad Kelvin liegen. Nach dem Erwerb der Immobilie wird Ihnen dazu eine Frist von zwei Jahren eingeräumt, innerhalb derer Sie die Dämmung nachrüsten müssen. 

Es gibt hier allerdings Ausnahmeregelungen, bei denen keine Dämmung notwendig ist: Erfüllt die oberste Geschossdecke den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2, ersparen Sie sich die Dämmung. Dazu sollten Sie einen Sachverständigen zur Prüfung hinzuziehen. 

Eine Dämmung ist außerdem nicht erforderlich, wenn Sie die Immobilie für weniger als vier Monate im Jahr auf über 19 Grad beheizen. Diese Regelung greift häufig bei Ferienwohnungen.

Sanierungspflicht bei der Heizungsanlage

Auch bei der Heizungsanlage macht die EnEV einige Vorgaben, insbesondere für Heizkessel. So müssen Hauskäufer Heizkessel austauschen, die vor 1985 eingebaut wurde. Für alle neueren Kessel gilt: Die Kessel dürfen maximal 30 Jahre in Betrieb sein. Genauso wie bei der Dachdämmung wird Ihnen auch hier eine Frist von zwei Jahren nach dem Kauf zum Austausch eingeräumt.

Natürlich gibt es aber auch hier wieder Ausnahmen. Liegt die Nennleistung Kessel und Anlagen bei unter vier Kilowatt oder über 400 Kilowatt muss kein Austausch stattfinden.

Sanierungspflicht von Heizungsleitungen

Leitungen und Rohre müssen nach der Energieeinsparverordnung gedämmt werden. Wie dick die Dämmung sein muss, ist abgängig vom Innendurchmesser der Leitungen und der Wärmeleitfähigkeit des Dämmmaterials. Auch hier gilt wieder: Ihnen bleiben bis zur Umsetzung zwei Jahre Zeit.

Warn-Symbol

Bußgeld vermeiden

Die Einhaltung der Sanierungspflichten wird vom Schornsteinfeger oder dem örtlichen Bauamt überprüft.

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