Für alle Fragen rund um das Haus

Eigene Frage stellen
  • Ihre Frage an die Experten

    Sie haben eine Frage rund ums Haus? Kein Problem! Unsere Immobilien-Experten beantworten Ihre Frage kostenlos.

  • Ihre Frage an die Experten

    Teilen Sie uns Ihren Namen und Ihre E-Mail Adresse mit. Sobald wir Ihre Frage beantwortet haben, werden Sie per E-Mail benachrichtigt.

  • Frage efrolgreich übermittelt!

    Unsere Experten machen sich nun an die Arbeit, Ihre Frage zu bearbeiten. Sie brauchen nichts weiter zu tun und erhalten eine E-Mail, sobald Ihre Frage beantwortet ist.

    Vielen Dank & bis bald, Ihr Team von Hausfrage.de

    Stellen Sie eine andere Frage

Brauche ich einen Energieausweis, um mein Haus zu verkaufen?

Zuletzt bearbeitet am

Das Wichtigste kurz und knapp

Ein Energieausweis ist beim Immobilienverkauf verpflichtend und zwingend erforderlich. Den Energieausweis gibt es als Verbrauchsausweis und als umfangreichen Bedarfsausweis. Für Immobilien, die nach 1977 gebaut wurden und maximal über vier Wohneinheiten verfügen, sind beide Arten des Ausweises zulässig. 

Seit 2014 ist ein Energieausweis (auch „Energiepass“ oder „Wärmepass“) für den Immobilienverkauf Pflicht. Wer dies missachtet, riskiert seit Mai 2015 ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro.

Als Verkäufer haben Sie nicht nur die Pflicht, einen Energieausweis ausstellen zu lassen, sondern Sie müssen diesen den Kaufinteressenten bei der Besichtigung unaufgefordert vorlegen. 

Gibt es Ausnahmen von der Ausweispflicht?

Ausgenommen von der Ausweispflicht sind nur kleine Gebäude mit einer Nutzfläche von maximal 50 Quadratmetern, unter Denkmalschutz stehende Immobilien und Abrisshäuser – also Häuser, die nach dem Kauf abgerissen werden sollen.

Möchten Sie eine Eigentumswohnung verkaufen, bekommen Sie den Energieausweis in der Regel von der Hausverwaltung – dieser wird für das gesamte Gebäude ausgestellt. Ob eine Wohnung im Erd- oder im Dachgeschoss liegt, spielt dabei keine Rolle.

Ihre Pflichten als Verkäufer

  • Energieausweis für Ihr Objekt einholen.
  • Energieausweis bei der Besichtigung unaufgefordert vorlegen.
  • Energieausweis an den Käufer bei Vertragsabschluss übergeben.

Was steht im Energieausweis?

Der Ausweis soll Immobilien hinsichtlich Energieverbauch und -kosten vergleichbar machen, Modernisierungsempfehlungen geben und so Käufern bei der Kaufentscheidung helfen.

Bei der Erstellung des Energieausweises werden Immobilien in eine Farbskala von rot bis grün einsortiert, vergleichbar mit der Energieeffizienzklasse einer Waschmaschine oder eines Kühlschranks.

Einen Energieausweis im „grünen Bereich“ können Verkäufer gut als zusätzliches Verkaufsargument einsetzen.

Ein Energieausweis – Zwei Varianten

Energieausweise gibt es in zwei Varianten: Den „kleinen“ Verbrauchsausweis und den umfangreicheren Bedarfsausweis.

Der zu erwartende Energieverbrauch wird anhand von zwei Methoden ermittelt.

Bedarfsausweis

Für einen Energiebedarfsausweis wird die Beschaffenheit des Gebäudes beurteilt. Dazu gehören die Dämmung von Dach und Außenwänden, die Heizung und die Fenster. Aus den einzelnen Faktoren wird ein theoretischer Energiebedarf errechnet.

Der Bedarfsausweis ist relativ aufwändig und liefert eine objektive Bewertung der Immobilie. Tatsächliche Energieverbräuche spielen bei der Bewertung aber keine Rolle. Auch Standort der Immobilie und die Wetterverhältnisse werden nicht mit einbezogen. Außerdem sind die Berechnungsmehtoden der Aussteller nicht hundertprozentig identisch, wodurch unterschiedliche Werte zustande kommen können.

Besitzer von Gebäuden, die vor der Wärmeschutzverordnung von 1977 gebaut wurden und die seitdem nicht energetisch saniert wurden, benötigen einen Bedarfsausweis. Gleiches gilt, wenn weniger als drei Energiekosten-Abrechnungsperioden vorliegen, beispielsweise bei Neubauten.

Ein Bedarfsausweis kostet für ein Einfamilienhaus ca. 400 – 500 Euro.

Verbrauchsausweis

Bei dem Energieverbrauchsausweis wird die Energieeffizienz dagegen anhand von realen Verbrauchswerten berechnet. Dazu wird ein Durchschnitt aus den Energieverbräuchen der letzten drei Jahre gebildet.

Das Ergebnis ist eine Aussage über den tatsächlichen Energieverbrauch des Hauses. Dabei wird das Verhalten der Bewohner allerdings nicht beachtet. Wird ein Haus regelmäßig auf 25 Grad erwärmt, wird logischerweise mehr Energie verbraucht als bei einer Temperatur von 20 Grad.

Dieses Verfahren ist deutlich weniger aufwändig und damit auch günstiger als die bedarfsorientierte Berechnung. Ein Verbrauchsausweis kostet etwa 50 – 100 Euro.

Eine hunderptozentig verlässliche Aussage über zukünftige Energiekosten können beide Varianten nicht liefern.

Bedarfsausweis oder Verbrauchsausweis?
Gebäude Bedarfsausweis Verbrauchsausweis
Wohngebäude
  • mit 1-4 Wohneinheiten
  • Bauantrag vor dem 01.11.1977
  • x
    Wohngebäude
  • mit 1-4 Wohneinheiten
  • Bauantrag nach dem 01.11.1977
  • x x
    Wohngebäude
  • mit 5 oder mehr Wohneinheiten
  • x x
    Neubauten x
    Umfassend sanierte Gebäude x

    Beide Varianten sind 10 Jahre gültig. Werden am Gebäude in der Zwischenzeit energetisch relevante Umbauten durchgeführt, muss ein neuer Energieausweis erstellt werden.

    Ein Verbrauchsausweis wird häufig von den regionalen Energieversorgern angeboten. Ein Bedarfsausweis darf dagegen nur von einem dafür anerkannten Energie-Experten angefertigt werden, beispielsweise Architekten, Ingenieure, Energieberater, Schornsteinfeger oder Heizungsbauer mit Meisterbrief.

    War dieser Beitrag hilfreich?

    Noch keine Bewertungen.

    Schade, dass Ihnen der Artikel nicht gefallen hat

    Was können wir verbessern?

    Ähnliche Fragen

    Wobei dürfen wir Ihnen helfen?

    Erhalten Sie kostenlose Angebote zum Vergleich

    Diese Webseite verwendet Cookies. Durch das Nutzen dieser Seite sind Sie mit der Verwendung von Cookies einverstanden (Datenschutzerklärung).