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Brauche ich einen Makler, um meine Immobilie zu verkaufen?

Zuletzt bearbeitet am

Das Wichtigste kurz und knapp

Ein Haus ohne Makler zu verkaufen kostet viel Zeit und es besteht ein deutlich größeres Risiko, nicht den optimalen Verkaufspreis zu erzielen. Für die allermeisten Hausbesitzer ist ein Hausverkauf mit Makler daher sehr zu empfehlen.

Es ist durchaus möglich, ein Haus auch ohne Makler zu verkaufen. In beliebten Wohnregionen ist die Nachfrage so hoch, dass die Interessenten wahrscheinlich auch für ein privat geschaltetes Inserat Schlange stehen werden. Ob dies für Sie als Verkäufer die sinnvollere Variante ist, steht aber auf einem anderen Blatt.

Ein Immobilienverkauf ist eine komplexe Angelegenheit, die einen hohen Zeitaufwand erfordert. Das wird leicht unterschätzt und Eigentümern unterlaufen Fehler, die sich durch den gesamten Verkaufsprozess ziehen. Das beginnt schon bei der realistischen Einschätzung des Wertes einer Immobilie und dem damit verbundenen Verkaufspreis.

Wie man Besichtigungstermine veranstalten sollte, worüber man Interessenten aufklären muss (und worüber nicht) und nicht zuletzt die Vertragsverhandlungen sind weitere wichtige Themen.

Dazu kommt, dass ein (seriöser) Makler bei Interessenten Vertrauen fördert. Versetzen Sie sich in die Lage des Käufers: Es geht um viel Geld und da macht es einfach einen guten Eindruck, von einem Experten begleitet zu werden.

Information-Symbol

Ohne Verkauf keine Provision

Schon gewusst? Ein Makler wird nur im Erfolgsfall bezahlt. Kommt es nicht zum Verkauf, muss auch keine Maklerprovision gezahlt werden.

Der große Vorteil eines Hausverkaufs ohne Makler ist, dass keine Provision (auch „Courtage“ genannt) bezahlt werden muss. Diese kann bis zu 7,14 Prozent des Kaufpreises betragen. Bei einem Preis von 300.000 Euro sind das rund 21.000 Euro.

Ob der Käufer oder der Verkäufer den Makler bezahlt, ist nicht festgelegt. Zwar gibt es marktübliche Regelungen, doch bei Immobilien mit hoher Nachfrage ist es nicht unüblich, dass Verkäufer die Maklerprovision komplett in Käuferhand legen.

Häufig teilen sich Käufer und Verkäufer auch die Provision. Doch auch wenn der Makler komplett vom Käufer bezahlt wird, kann ein Verkauf ohne Makler für Sie als Verkäufer vorteilhaft sein: Der Zusatz „ohne Makler“ im Immobilieninserat lockt möglicherweise zusätzliche Interessenten an.

Im August 2019 haben CDU und SPD in einem Koalitionsausschuss festgelegt, dass die Maklerprovision künftig grundsätzlich geteilt werden soll. Wann dies gesetzlich umgesetzt wird, ist aber noch unklar. 

Verkauf ohne Makler? Die Vor- und Nachteile
Sie sparen die Maklerprovision Der Verkauf ohne Makler ist mit großem Zeitaufwand verbunden und wird Sie definitiv Nerven kosten.
Es ist keine Abstimmung mit dem Makler notwendig. Sie müssen die Kosten für die Vermarktung selbst tragen.
Bei der Preisverhandlung haben Sie mehr Spielraum, da die Maklerprovision nicht eingeplant werden muss. Das Risiko, die Immobilie unter Wert zu verkaufen, ist deutlich größer.
Der Makler verfügt meist über eine große Kundenkartei mit potentiellen Käufern und findet in der Regel schneller Interessenten für Ihr Objekt.
Sie lassen sich die Marktkenntnis des Immobilienmaklers entgehen.

Unser Rat daher: Wenn Sie selbst Immobilien-Experte sind, eine gute Übersicht über den Markt haben und viel Zeit mitbringen, kann ein privater Verkauf eine sinnvolle Alternative sein. 

Für alle anderen ist es empfehlenswert, sich die Expertise eines Maklers mit ins Boot zu holen.

Welcher Makler ist der richtige?

Die Auswahl ist groß: Bundesweit sind über 35.000 Immobilienmakler tätig. Leider sind darunter auch einige schwarze Schafe. Woran erkennt man also einen guten Makler?

Ein guter Makler...

  • hat jahrelange Erfahrung
  • kann gute Referenzen und Bewertungen vorweisen
  • kommt aus der Region oder hat eine Niederlassung in der Gegend
  • hat ein ordentlich wirkendes Büro und sachkundiges Personal
  • ist Mitglied in einem Maklerverbund
  • verlangt keine Vorauszahlung
  • versucht nicht, Sie unter Druck zu setzen
  • nimmt sich Zeit für Sie und geht auf alle Ihre Fragen ein
  • macht Sie auf Probleme und Schwachstellen Ihrer Immobilie aufmerksam
  • ist (tagsüber) gut erreichbar

Im besten Fall kann Ihr Makler sogar Auszeichnungen und Preise vorweisen. Bei Bewertungen im Internet sollten Sie aber vorsichtig sein, denn nicht selten wird hier gemogelt.

Was kommt bei einem privaten Hausverkauf auf mich zu?

Möchten Sie Ihr Haus ohne Makler verkaufen, müssen Sie sämtliche Schritte des Verkaufsprozesses selber übernehmen.

  • Einen realistischen Preis festlegen, der nicht zu hoch und nicht zu niedrig ist. Dazu lassen Sie am besten ein Wertgutachten von einem Immobilien-Sachverständigen anfertigen, denn hier spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle.
  • Sämtliche Unterlagen zusammenstellen, die für einen reibungslosen Verkauf benötigt werden (Energieausweis, Lageplan, Flurkarte, Grundriss-Zeichnungen, Grundbuchauszug, Heizkostenabrechnung etc.).
  • Inserate auf verschiedenen Portalen und ein attraktives Exposé erstellen. Gehen Sie dabei auf die Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale Ihrer Immobilie ein und machen Sie ansprechende Fotos.
  • Besichtigungstermine mit Interessenten vereinbaren und durchführen. Bereiten Sie sich auf alle möglichen Fragen vor, die ein Interessent zu Ihrer Immobilie stellen könnte.
  • Verhandlungsgespräche führen.
  • Termine und Verhandlungen mit dem Notar abstimmen und rechtliche Fragen klären.

Über alle Schritte sollten Sie sich im Voraus gründlich informieren.

Checkliste: Sind Sie bereit für den Verkauf ohne Makler?

  • Sie haben ausreichend Zeit für das Projekt.
  • Sie haben die nötige Geduld und Ausdauer, die der private Hausverkauf erfordert.
  • Sie sind fit in bau- und vertragsrechtlichen Angelegenheiten.
  • Sie können ein überzeugendes Exposé mit allen relevanten Informationen erstellen.
  • Sie verfügen über ein ausgeprägtes Verhandlungsgeschick und können gut mit Menschen umgehen.

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