Habe ich bei einem Kreditvertrag ein Widerrufsrecht?

Das BGB sichert Ihnen ein 14-tägiges Widerrufsrecht für Kreditverträge zu. Die Bank muss Sie zudem vor Vertragsabschluss über Ihr Widerrufsrecht aufklären.

Stand:

Ja, das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) gewährt Verbrauchern bei Kreditverträgen mit Unternehmen ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Einige Banken gewähren ihren Kunden aus Kulanz auch eine längere Frist. Dies gilt aber nur bei einer privaten Nutzung – also nicht gewerblich.

Widerrufsrecht gilt nicht für alle Kredite

Natürlich gibt es auch hier Sonderfälle, denn nicht für alle Kredite gilt das gesetzlich zugesicherte Widerrufsrecht. 

Diese Kredite sind vom Widerrufsrecht ausgeschlossen:

  • Kleinkredite bis zu 200 Euro
  • Kredite mit sehr kurzer Laufzeit (bis drei Monate)
  • Arbeitgeberdarlehen
  • Kredite gegen Pfand
  • Günstige Förderdarlehen zum Wohnungsbau oder zur Berufsausbildung, bei denen Sie bessere Bedingungen als marktüblich bekommen

Null-Prozent-Finanzierungen dagegen können (anders als früher) widerrufen werden.

Bank muss über Widerrufsrecht aufklären

Ihre Bank ist dazu verpflichtet, Sie über Ihr Widerrufsrecht aufzuklären. Daher ist dies fester Bestandteil eines Kreditvertrags. Fehlt diese Belehrung oder ist sie oder andere Vertragsinhalte fehlerhaft bzw. unvollständig, verlängert sich Ihre Widerrufsfrist.

Werden fehlerhafte oder fehlende Details korrigiert, beginnt eine verlängerte Frist von einem Monat – aber erst, wenn wirklich alle Pflichtangaben vollständig sind und Sie eine Vertragsurkunde oder etwas Ähnliches erhalten haben. Bei fehlerhaften Klauseln oder unzureichenden Belehrungen ist ein Widerruf des Vertrags auch noch Jahre nach dem Abschluss möglich.

Ab wann beginnt die Widerrufsfrist und wie nutze ich das Widerrufsrecht?

Die Widerrufsfrist beginnt nicht etwa mit Vertragsschluss, sondern zu dem Zeitpunkt, an dem Sie deine Vertragsurkunde oder etwas Ähnliches erhalten haben. 

Möchten Sie von Ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen, müssen Sie dies der Bank schriftlich mitteilen. Empfehlenswert ist ein Einschreiben, da Sie so im Streitfall noch einen Trumpf in der Hand haben. Eine Begründung, warum Sie von Ihrem Vertrag zurücktreten möchten, ist nicht erforderlich.

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