Für alle Fragen rund um das Haus

Eigene Frage stellen
  • Ihre Frage an die Experten

    Sie haben eine Frage rund ums Haus? Kein Problem! Unsere Immobilien-Experten beantworten Ihre Frage kostenlos.

  • Ihre Frage an die Experten

    Teilen Sie uns Ihren Namen und Ihre E-Mail Adresse mit. Sobald wir Ihre Frage beantwortet haben, werden Sie per E-Mail benachrichtigt.

  • Frage efrolgreich übermittelt!

    Unsere Experten machen sich nun an die Arbeit, Ihre Frage zu bearbeiten. Sie brauchen nichts weiter zu tun und erhalten eine E-Mail, sobald Ihre Frage beantwortet ist.

    Vielen Dank & bis bald, Ihr Team von Hausfrage.de

    Stellen Sie eine andere Frage

Sollte ich mein Haus mit oder ohne Keller bauen? Was kostet eine Unterkellerung?

Zuletzt bearbeitet am

Kurz und knapp

Ein Keller ist in der Regel die günstigste Form, den Wohnraum zu vergrößern und steigert den Marktwert einer Immobilie. Sie können dabei mit Mehrkosten zwischen 200 und 400 Euro pro Quadratmeter gegenüber einer herkömmlichen Bodenplatte rechnen.

Die Frage, ob Sie sich zu Ihrem neuen Haus einen Keller bauen wollen oder nicht, müssen Sie sich frühzeitig beantworten. Ein Keller bedeutet einen deutlichen Aufpreis, bringt aber auch viel zusätzlichen Platz mit sich, wodurch eine ganz andere Raumaufteilung möglich ist.

Das größte Argument gegen einen Keller ist der Preis. Je nach Größe und Beschaffenheit liegen die Kosten zwischen 20.000 und 70.000 Euro. Da kann es schon verlockend sein, die Kosten dafür einzusparen.

Sie müssen sich aber bewusst machen, dass Sie Ihr neues Eigenheim (hoffentlich) für eine lange Zeit bewohnen werden. Mehr Platz ist nie verkehrt und ein Keller bietet für einen verhältnismäßig geringen Aufpreis einen großen Zugewinn an Wohn- und Nutzfläche.

Und auch wenn Sie in ein paar Jahren wieder ausziehen sollten: Ein Keller hebt den Marktwert einer Immobilie. Was Sie für den Bau investieren müssen, werden Sie bei einem späteren Verkauf sehr wahrscheinlich zu großen Teilen wieder rausbekommen.

Brauche ich einen Keller?

Ein Keller bedeutet immer zusätzlichen Wohnraum, auch wenn Sie nicht vorhaben, Ihren Keller auf diese Weise zu nutzen. Irgendwo müssen schließlich Haustechnik, Waschmaschine, Fahrräder, Werkzeug und nur selten bzw. saisonal benötigte Dinge (Skiausrüstung, Planschbecken für den Garten etc.) untergebracht werden. 

Doch ein Keller ist nicht nur Stauraum. Auch Wohnräume, die nicht alltäglich genutzt werden, lassen sich wunderbar im Keller unterbringen.

Typische Kellerräume

  • Partyraum für Feiern mit mehreren Besuchern
  • Hobbyraum für platzraubende Freizeitbeschäftigungen
  • Heimkino
  • Fitnessraum
  • Sauna
  • Ablenkungs-freies Arbeitszimmer / Büro
  • Gästezimmer
  • Waschraum
  • Vorratskammer

Falls Sie sich unsicher sind, machen Sie sich einen Plan, wie viel Raum und welche Zimmer Sie in Ihrem Haus haben möchten. Was davon nimmt viel Platz ein, muss aber nicht unbedingt an den Wohnbereich anschließen?

Was kostet ein Keller?

Grob geschätzt kostet ein Keller zwischen 20.000 und 70.000 Euro. Das klingt nach viel, relativiert sich aber etwas: Verzichten Sie auf einen Keller, benötigen Sie eine Bodenplatte. Zudem muss das Fundament eines Hauses ohnehin bis in frostsichere Tiefe gelegt werden.

Für eine einfache Bodenplatte müssen Sie mit Kosten zwischen 70 und 100 Euro pro Quadratmeter rechnen. Soll das Haus besonders energiesparend gebaut werden und bspw. den KfW-Standard „Passivhaus“ erreichen, muss die Bodenplatte aber gedämmt werden, was die Kosten auf 130 bis 170 Euro ansteigen lässt. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus bedeutet dies Kosten zwischen 7.000 und 17.000 Euro.

Die tatsächlichen Mehrkosten einer Unterkellerung gegenüber einer Bodenplatte liegen bei ca. 200 – 400 Euro pro Quadratmeter. Dafür steigern Sie den Wert des Hauses aber merklich – was sich bei einem späteren Verkauf auszahlen wird.

Selbst wenn der Keller nur als Lagerfläche angelegt wird, kann er zu einem späteren Zeitpunkt immer noch in Wohnraum umgewandelt werden. Eine nachträgliche Unterkellerung dagegen ist sehr aufwendig und kostspielig – oder auch gänzlich unmöglich.

Soll der Keller von Anfang an als vollwertiger Wohnraum genutzt werden, wird es für Sie noch etwas teurer. Für einen umfangreich ausgebauten, wasserbeständigen Keller mit guter Dämmung und ausreichender Raumhöhe können Sie mit ca. 700 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Trotzdem gilt: In keine Richtung ist Bauen so günstig wie nach unten. Ein überirdisches Stockwerk oder der Ausbau in die Breite ist immer wesentlich teurer und häufig mit baurechtlich Einschränkungen verbunden.

Gerade bei teuren Grundstücken mit begrenzter Fläche lohnt sich ein Keller in der Regel immer. Lässt der Bebauungsplan gar keine Anbauten zu, erübrigt sich die Frage ohnehin. Mehr als eine Keller-Ebene ist aber selten sinnvoll, da die Kosten dafür um ein Vielfaches ansteigen.

Kann ein Keller auf jedem Grundstück gebaut werden?

Im Grunde schon, allerdings sind je nach Beschaffenheit des Bodens und Lage des Grundstücks unterschiedliche Maßnahmen notwendig, was die Kosten in die Höhe treiben kann.

Bei einem hohen Grundwasserspiegel ist es beispielsweise besonders wichtig, dass der Keller absolut wasserdicht ist. Dazu wird die Unterkellerung als sogenannte „weiße Wanne“ gebaut – Boden und Wände sind eine geschlossene Einheit mit hohem Wassereindringwiderstand. Alternativ kann der Keller auch teilweise überirdisch gebaut werden, sodass das Erdgeschoss des Hauses im Hochparterre liegt.

Wenn nicht schon geschehen, lassen Sie sich zu Ihrem Grundstück ein Bodengutachten erstellen. Nur so können die Kosten für eine Unterkellerung wirklich genau kalkuliert werden.

Wie kann ich beim Kellerbau Kosten sparen?

Wie bei allen Handwerksleistungen können Sie beim Bau eines Kellers sparen, wenn Sie selber anpacken.

Aber: Ein Kellerbau ist nichts für Heimwerker. Laienhafte Arbeit kann große Schäden verursachen. Schon aus Gewährleistungsgründen sollten Sie den Bau Ihres Kellers daher immer Profis überlassen.

Vergleichsweise einfache Arbeiten, etwa das Verputzen einer Wand oder das Verlegen eines Bodenbelags, können schon eher selbst übernommen werden. Wenn sich der Bau des Kellers (und damit der Bau des gesamten Hauses) dadurch aber in die Länge zieht, haben Sie unterm Strich wahrscheinlich nichts gewonnen.

Unsere Empfehlung daher: Der Keller ist nicht der richtige Ort, um Kosten zu sparen.

Vor- und Nachteile einer Unterkellerung
Mehr Wohnfläche Höhere Baukosten
Stauraum für Haustechnik (z.B. für die Heizungsanlage) Kein barrierefreier Zugang
Der Marktwert der Immobilie wird gesteigert Meist höherer Zeitaufwand beim Bau
Der Keller kann zu einer Wohnung ausgebaut werden und vermietet werden Für Tageslicht muss ein Hochkeller gebaut werden

War dieser Beitrag hilfreich?

Bewertung: 5 / 5. Abgestimmt: 2

Schade, dass Ihnen der Artikel nicht gefallen hat

Was können wir verbessern?

Ähnliche Fragen

Wobei dürfen wir Ihnen helfen?

Erhalten Sie kostenlose Angebote zum Vergleich

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch das Nutzen dieser Seite sind Sie mit der Verwendung von Cookies einverstanden (Datenschutzerklärung).