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Ist ein Arbeitgeberdarlehen sinnvoll bei einer Baufinanzierung?

Zuletzt bearbeitet am

Das Wichtigste kurz und knapp

Ein Arbeitgeberdarlehen kann für beide Seiten Vorteile haben und eine Ergänzung oder sogar Alternative zur klassischen Baufinanzierung sein. Dabei müssen allerdings auch Risiken berücksichtigt werden und vertragliche Regelungen getroffen werden. 

Ein Arbeitgeberdarlehen, auch Mitarbeiterdarlehen oder Personalkredit genannt, ist ein Kredit vom Arbeitgeber und kann als Alternative oder Ergänzung zur klassischen Baufinanzierung aufgenommen werden. Da dies für beide Seiten Vorteile mit sich bringt, ist es auf jeden Fall empfehlenswert, sich beim Arbeitgeber über die Möglichkeiten zu informieren.

Hat ein Arbeitgeberdarlehen für beide Seiten Vorteile?

Unternehmen nutzen Personalkredite häufig als eine Form der Mitarbeiterbindung und Wertschätzung. Arbeitnehmer kommen auf diesem Weg in der Regel an günstigere Kreditkonditionen als bei einer Bank. Einige Unternehmen gewähren ihren Angestellten sogar zinsfreie Kredite.

Da sich auf diesem Weg für den Arbeitnehmer in den Augen des Finanzamtes ein „geldwerter Vorteil“ ergibt, muss der Differenzbetrag von marktüblichem Zins und dem vereinbarten Zinssatz versteuert werden. Dabei gelten allerdings zwei Ausnahmen:

  • der Betrag liegt unterhalb der Freibetragsgrenze von 44 Euro im Monat oder
  • das gesamte Darlehen beträgt nicht mehr als 2.600 Euro.

Ist nichts davon der Fall, ist der gesamte Zinsvorteil zu versteuern.

Zur Berechnung des geldwerten Vorteils wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte marktübliche Effektivzinssatz als Maßstab angesetzt, reduziert um vier Hundertstel. Alternativ kann auch ein reales Angebot für ein vergleichbares Darlehen am Markt herangezogen werden.

Zahlt der Arbeitnehmer das Darlehen nicht in vollem Umfang zurück oder verzichtet der Arbeitgeber auf die Rückzahlung, gilt der Restbetrag als einmalig gezahlter Arbeitslohn und unterliegt damit in vollem Umfang der Lohnsteuerpflicht.

Vorteilhaft für Arbeitnehmer ist, dass Arbeitgeber meist weniger Sicherheiten als Kreditinstitute fordern, etwa das Eintragen einer Grundschuld oder eine makellose SCHUFA-Auskunft. Auch tilgungs- oder ratenfreie Zeiträume sind möglich.

Bekommt jeder Angestellte eines Unternehmens die gleichen Konditionen?

Generell gilt: Ein Arbeitgeber muss seine Angestellten bei der Vergabe von Arbeitgeberdarlehen gleich behandeln. Allerdings können individuelle Details wie eine bestehende Verschuldung zu Unterschieden oder einer Ablehnung führen.

Den Chef um Geld fragen – ja oder nein?

Ob es sich für Arbeitnehmer lohnt, beim Arbeitgeber einen Kredit aufzunehmen, hängt vom Gesamtpaket ab. Die genauen Details müssen immer im Einzelfall abgestimmt werden. Wenden Sie sich an Ihren Chef oder in größeren Betrieben an die Personalabteilung oder den Betriebsrat und erfragen Sie Ihre Möglichkeiten.

Um rechtlich abgesichert zu sein und Streitigkeiten mit dem Finanzamt zu vermeiden, müssen sämtliche Vereinbarungen und Kreditkonditionen mit dem Arbeitgeber in jedem Fall schriftlich festgehalten werden.

Eine generelle Darlehens-Obergrenze gibt es nicht, aber Arbeitnehmer sollten bedenken, dass Sie sich durch den Kredit von ihrem Arbeitgeber abhängig machen, noch mehr als dies ohnehin schon der Fall ist. Als Ergänzung zu einer Bankfinanzierung ist ein Arbeitgeberdarlehen aber meist eine gute Idee, denn Banken rechnen den Kredit vom Chef häufig als Eigenkapitalersatz an, was sich positiv auf die Kreditkonditionen auswirken kann.

Was passiert mit einem Arbeitgeberdarlehen nach einer Kündigung?

Wird ein Arbeitsverhältnis aufgelöst, bedeutet dies nicht, dass automatisch auch der Kreditvertrag zwischen beiden Parteien endet. Wie auch bei einem Bankkredit ist zunächst entscheidend, was vertraglich für einen solchen Fall vereinbart wurde.

Je nachdem, kann der Vertrag unverändert weiter laufen, abgeändert werden oder mit einer sofortigen Fälligkeit des Restbetrags beendet werden. Im letzten Fall ist der Kreditnehmer also möglicherweise zu einer Umschuldung gezwungen.

Ist dies nicht möglich, kann der Kreditgeber seine Forderungen mithilfe eines Gerichtsvollziehers durchsetzen – übrigens auch bei Zahlungsunfähigkeit in einem noch laufenden Arbeitsverhältnis. Ist der Arbeitgeber im Grundbuch eingetragen und dient das Haus als Sicherheit für den Kredit, kann es sogar zu einer Zwangsversteigerung kommen.

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