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Kann ich meinen Bausparvertrag zur Renovierung meiner Immobilie einsetzen?

Zuletzt bearbeitet am

Kurz und knapp

Ein Bausparvertrag kann neben dem Bau oder Kauf einer Immobilie auch für Renovierungen oder Umbauten genutzt werden. Entscheidend ist, dass ein Wohnzweck vorliegt.

Laut der Landesbausparkasse gibt es in Deutschland rund 20 Millionen Bausparer. Klassischerweise wird ein Bausparvertrag für den Bau oder Kauf einer Immobilie abgeschlossen. Doch das Darlehen kann auch zur Finanzierung von Umbau-, Modernisierungs- oder Renovierungsmaßnahmen verwendet werden. Entscheidendes Kriterium ist, dass das Bauspardarlehen für Wohnzwecke eingesetzt wird.

Wer eine Immobilie besitzt muss sich darum kümmern. Heizung, Dach, Fassade – Früher oder später geht etwas kaputt oder muss erneuert werden. Auch ein neues Bad oder eine neue Küche soll irgendwann mal her. Die Kosten dafür können schnell fünfstellig werden. Gut, wenn man dann etwas Geld zurückgelegt hat. Wer eine Eigentumswohnung besitzt, ist gesetzlich sogar verpflichtet, eine Instandhaltungsrücklage zu bilden.

Mit einem Bausparvertrag bauen Sie nach und nach eine Rücklage für Ausgaben dieser Art auf. Als Bausparer zahlen Sie regelmäßig einen Betrag ein und sparen damit nicht nur Kapital an, sondern sichern sich zeitgleich einen Anspruch auf ein zinsgünstiges Darlehen. Und genau da liegt der Vorteil gegenüber dem Ansparen auf einem Tagesgeldkonto.

Wenn die Ersparnisse nicht ausreichen, müssen Sie sich zusätzliches Geld leihen. Im Rahmen eines Bausparvertrags bekommen Sie wesentlich bessere Zinskonditionen als bei einem herkömmlichen Kredit. Noch dazu wissen Sie schon bei Vertragsabschluss, welchen Zinssatz Sie für ein späteres Darlehen bekommen können.

Außerdem möchten Banken ein Darlehen ab einer gewissen Grenze im Grundbuch abgesichert haben. Da Ihre Immobilie in der Regel vorrangig mit Ihrer eigentliches Baufinanzierung belastet ist, ist nur ein nachrangiger Eintrag möglich, was den Bankzins zusätzlich erhöht.

Die drei Phasen des Bausparens

Ein Bausparvertrag teilt sich auf in drei Phasen: die Sparphase, die Zuteilungsphase und die Darlehensphase.

  • Sparphase: Nach dem Festlegen einer Bausparsumme wird zunächst mit monatlichen Raten ein Guthaben angespart. Darauf erhalten Sie Zinsen, die allerdings niedriger sind als bei vielen anderen Anlageformen.
  • Zuteilungsphase: Nachdem Sie ein Mindestguthaben angespart haben – in der Regel 40 – 50 Prozent der Bausparsumme – ist Ihr Bausparvertrag zuteilungsreif. Das bedeutet, Sie können Ihr Guthaben und das Darlehen jederzeit abrufen. Wenn Sie kein Geld benötigen, sparen Sie einfach weiter. 
  • Darlehensphase: Sie zahlen Ihr zinsgünstiges Darlehen wie bei herkömmlichen Krediten in monatlichen Raten zurück.

Woher soll ich wissen, wann ich in Zukunft Geld brauche?

Hundertprozentig können Sie nie wissen, wann und vor allem wie viel Geld Sie brauchen werden. Wenn ein Sturm das Dach zerstört oder die Heizung plötzlich den Geist aufgibt, muss sofort Geld her. In der Zuteilungsphase ist das kein Problem, doch wenn Sie noch in der Sparphase stecken, ist Ihr bis dahin angespartes Guthaben noch gebunden. 

Daher ist es ratsam, die Bausparsumme nicht zu hoch anzusetzen, da dadurch die Sparphase verlängert wird. Idealerweise wählen Sie die Höhe der Bausparsumme so, dass die Zuteilungsphase zum frühest denkbaren Zeitpunkt für mögliche Renovierungen beginnt.

Eine sinnvolle Absicherung ist es, zwei Bausparverträge mit unterschiedlichen Größenordnungen abzuschließen. Jeweils einen für mittelfristigen und langfristigen Bedarf. 

Alternativ können Sie ein geringeres Mindestguthaben bzw. einen Bauspartarif mit Wahlzuteilung aushandeln. So kommen Sie schon deutlich früher an Ihr Geld, müssen für das Darlehen aber schlechtere Konditionen hinnehmen. Eine andere Variante ist ein Tarif mit geringerer Bausparsumme aber der Möglichkeit auf Mehrzuteilung – bei Bedarf können Sie sich eine höhere Darlehenssumme auszahlen lassen als geplant.

Kann ich einen Bausparvertrag kündigen?

Sollten Sie Geld brauchen, bevor das Sparziel erreicht ist, können Sie Ihren Bausparvertrag vorzeitig kündigen und sich die angesparte Summe verzinst auszahlen lassen.

Achten Sie aber auf die 3 – 6 monatige Kündigungsfrist des Bausparvertrags, sonst kann eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig werden. Zudem verfällt mit der Kündigung Ihr Anspruch auf das Bauspardarlehen.

In akuten Notfällen lässt sich ein Bausparvertrag zinsgünstig beleihen. Die Bausparkasse zahlt Ihnen dann einen Kredit in Höhe des aktuell vorhandenen Sparguthabens aus. Wenn der Keller also unter Wasser steht oder die Heizung streikt, kommen Sie auf diesen Weg schnell an Geld, ohne den Bausparvertrag kündigen zu müssen.

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