Lohnt sich eine Solar- oder Photovoltaikanlage?

Ob sich eine Anlage lohnt, ergibt sich aus der Höhe der Anschaffungskosten, dem Strombedarf und der Effizienz der Anlage.

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Eine Solaranlage klingt durch und durch nach einer guten Idee. Kein Strom ist so günstig wie der selbst produzierte und die eigene Klimabilanz wird auch noch aufgebessert. 

Allerdings sind die Anschaffungskosten relativ hoch und müssen erstmal von den Einsparungen wettgemacht werden. Solaranlagen sind zudem nicht für jede Wohnlage, Dachform und Grundstücksausrichtung geeignet.

Mit kleinen Solarmodulen und Solarakkus können Sie den benötigten Strom für die Teichpumpe, einen kleinen Springbrunnen oder die Gartenbeleuchtung erzeugen. Besonders praktisch ist das, wenn Sie keinen Stromanschluss im Garten haben.

Voraussetzung ist allerdings, dass die Solaranlage qualitativ hochwertig und langlebig ist und dass die Solarzellen ausreichend Sonneneinstrahlung einfangen können.

Natürlich lassen sich Solaranlagen auch auf Altbauten einbauen. In der Regel kann man sowohl Solarthermien zur Unterstützung des bestehenden Heizsystems integrieren als auch eine Photovoltaikanlage als Lieferant von Solarstrom montieren. Gerade bei der Modernisierung Ihres Heizsystems werden Sie sogar finanziell vom Staat unterstützt.

Lassen Sie allerdings vorher von einem Fachmann die Qualität Ihres Daches kontrollieren.

Bei guter Pflege und regelmäßiger Wartung hat eine Solarthermie eine durchschnittliche Lebensdauer von circa 20–25 Jahren.

Die Solarzellen einer Photovoltaikanlage können bis zu 30 oder 40 Jahre halten, allerdings muss in der Regel der Wechselrichter nach etwa zehn Jahren ausgetauscht werden.

Die günstigen Selbstbau-Anlagen beinhalten den kompletten Bausatz für eine Photovoltaikanlage. Sie müssen selber installiert werden – den Anschluss an das öffentliche Stromnetz übernimmt jedoch ein erfahrener Elektriker. 

Da alle Kabel sachgemäß verlegt und angeschlossen werden müssen, ist eine Selbstbau-Anlage nur geeignet, wenn Sie handwerklich geschickt sind und sich mit Elektrik auskennen.

Außerdem wichtig: Die Hersteller-Garantie gilt nur bei sachgemäßer Installation.

Sie haben die Möglichkeit, von attraktiven Förderprogrammen zu profitieren und die finanzielle Belastung bei der Anschaffung einer Photovoltaikanlage zu senken. Insbesondere die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) schafft mit diversen Programmen einen Anreiz für den Umstieg auf Solarenergie.

Zudem können Sie die Anschaffungskosten steuerlich geltend machen und auch Wartungs– und Reparaturkosten sowie die Versicherungsbeiträge steuerlich absetzen.

Erzeugen Sie mehr Energie als Sie verbrauchen, können sie den überschüssigen Strom ins öffentliche Netz einspeisen. Dafür zahlt Ihnen der Staat die sogenannte Einspeisevergütung.

Diese liegt im Jahr 2021 bei ca. 6,2 – 8,2 Cent pro Kilowattstunde. Sie sinkt seit Jahren stetig, wodurch der Stromverkauf nicht lohnenswert ist.

Produzieren Sie mit Ihrer Anlage also nur so viel Strom, wie Sie benötigen. Für eine optimale Ausnutzung benötigen Sie einen Stromspeicher.

Die Größe der Anlage bestimmt maßgeblich, wie viel Strom Sie mit der Solaranlage produzieren können. Bestenfalls wird der Strom komplett aus der eigenen Produktion bezogen – so sind Sie unabhängig von Energieversorgern und Marktveränderungen.

Wie groß die Anlage sein muss, hängt von Ihrem Verbrauch ab. Sollten Sie zusätzliche Energie benötigen, wird dieser ganz normal über einen Stromanbieter bezogen.

Die Preisentwicklung der Anlagen ist sehr positiv. Bei einem Einfamilienhaus liegen die Kosten je nach Größe zwischen 5.000 und 14.000 Euro. Darin sind die Installation und Inbetriebnahme enthalten. Zusätzlich können Kosten für einen Stromspeicher entstehen. 

 

Für ein Einfamilienhaus lohnt sich meist ein Stromspeicher, der zwischen vier und sechs Kilowattstunden speichert. Hier müssen Sie mit 6.000 bis 8.000 Euro rechnen.

Der Stromertrag hängt von Leistung und Größe der Photovoltaikanlage und vom Einstrahlungswert des Standorts ab.

Photovoltaikanlagen haben neben dem Umweltschutz auch wirtschaftliche Vorteile: Die Stromkostenersparnis liegt deutlich über den Anschaffungskosten. Bei einem Einfamilienhaus lässt sich eine Rendite von circa 5-10 Prozent erzielen.

Die Lebensdauer der Anlagen beträgt bis zu 40 Jahre – mit einer Amortisationszeit von neun bis 15 Jahren.

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