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Muss ich Freunde und Verwandte, die mir beim Hausbau helfen, anmelden?

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Kurz und knapp

Private Bauhelfer müssen in jedem Fall angemeldet werden, solange es sich nicht um eine reine Gefälligkeit handelt. Wichtig ist, dass der finanzielle Gewinn bei der helfenden Person nicht im Vordergrund steht. 

Ja, private Bauhelfer müssen bei der Bau-Berufsgenossenschaft (BauBG) angemeldet werden – außer es handelt sich um bei der Hilfestellung um eine reine Gefälligkeit. Die Grenze zwischen Gefälligkeit und Schwarzarbeit ist aber leider nicht immer ganz eindeutig. Zur Anmeldung der Helfer haben Sie nach Baubeginn eine Woche Zeit. Wer die Frist nicht einhält, riskiert ein Bußgeld von bis zu 2.500 Euro.

Im Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz definiert der Gesetzgeber, was nicht als Schwarzarbeit zählt. Dazu gehören:

  • Hilfe von Angehörigen oder Lebenspartnern – als Angehörige gelten Kinder, Eltern, Geschwister, Schwiegereltern, Schwiegersohn und -tochter, Stiefelternteil, Onkel, Tante, Nichte, Neffe, Schwager, Schwägerin, und Pflegeeltern mit Pflegekindern.
  • Dienst- oder Werkleistungen, die nicht nachhaltig auf Gewinn ausgerichtet sind
  • Gegenseitig erbrachte unentgeltliche Dienstleistungen (Selbsthilfe)

Punkt 2 beschreibt Gefälligkeiten und Nachbarschaftshilfen. Eine (geringe) Entlohnung macht solche Hilfestellungen aber nicht gleich zur Schwarzarbeit, nur darf eben nicht der Gewinn im Vordergrund stehen. Sie dürfen also sich also mit einer finanziellen Anerkennung bedanken – solange diese nicht unangemessen hoch ausfällt und nicht auf Basis der geleisteten Arbeitsstunden berechnet wird.
Um Schwarzarbeit zu bekämpfen, führt der Zoll auf Baustellen unangekündigte Kontrollen durch. Zudem müssen Sie als Bauherr auf Anforderung einen Nachweis mit den Namen der eingesetzten Helfer einreichen – mitsamt der Art der Arbeiten, der geleisteten Arbeitsstunden und einer eventuellen Entlohnung.

Wer erwischt wird, muss nicht nur Steuern und Sozialabgaben nachzahlen, sondern darf sich auch auf ein hohes Bußgeld gefasst machen. Kann der Arbeitende die von ihm geforderte Sozialabgabe und Lohnsteuer nicht bezahlen, darf das Finanzamt den Bauherrn in Haftung nehmen, denn dieser wird als „Unternehmer nicht gewerbsmäßiger Bauarbeiten“ angesehen.

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