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Reicht ein Carport oder brauchen wir eine Garage? Was sind die Vor- und Nachteile?

Zuletzt bearbeitet am

Das Wichtigste kurz und knapp

Beide Varianten haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Eine Garage schützt Ihr Auto etwas besser, hat aber häufig Probleme bei der Belüftung. Der größte Vorteil eines Carports ist der Preis, der in der Regel wesentlich niedriger ist als der einer Garage. Außerdem ist der Bau unkomplizierter und weniger stark reguliert.

Sowohl Garagen als auch Carports bieten Ihrem Auto einen Basis-Schutz vor Wind und Wetter. Eine Garage schützt noch etwas besser, dafür trumpft ein Carport mit anderen Argumenten.

Beide haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Was für Sie besser geeignet ist, hängt von Ihren Wünschen, Ihrem Haus bzw. Grundstück und nicht zuletzt auch von Ihrem Geldbeutel ab.

Schutz vor Witterung

Beide Varianten schützen Ihr Auto vor Regen und Schnee. Durch die rundum geschlossene Bauweise bietet eine Garage einen noch etwas besseren Schutz. Gerade bei viel Wind bekommt Ihr Auto unter einem Carport dann doch hin und wieder etwas ab und im Winter muss auch mal gekratzt werden.

Wird der Carport direkt an die Hauswand gebaut, können Sie diesem Problem etwas entgegenwirken. Auf der gegenüberliegenden Seite kann eine gepflanzte Hecke zusätzlichen Schutz bieten.

Es bleibt trotzdem ein Vorteil bei der Garage.

Belüftung

Allerdings gibt es beim Schutz vor Wind und Regen einen weiteren Aspekt zu beachten: Die Belüftung.

Feuchtigkeit, die sich nach der Fahrt am Auto gesammelt hat, kann unter einem Carport wesentlich besser abtrocknen als in einer Garage. Die Folge ist, dass Autos in einer Garage eher dazu neigen, Rost anzusetzen, wenn diese nicht ausreichend gelüftet werden. Zudem bilden sich in einer Garage häufig Pfützen, was das Problem verschärft.

Gerade für unregelmäßige Fahrer, die ihr Auto auch mal tagelang stehen lassen, kann einer Garage also möglicherweise sogar eher zum Witterungsrisiko werden als davor zu schützen. Im Punkt Belüftung ist der Carport also der Sieger.

Vandalismus und Diebstahl

Dieser Punkt geht selbstverständlich ganz klar an die Garage. Durch die offene Gestaltung bleibt ein Carport für ungebetene Gäste frei zugänglich – sowohl für Menschen als auch für Tiere, bspw. Mader.

Verschmutzung

Ob Vogelkot, Laub oder Pflanzenpollen – durch die Überdachung wird vieles abgehalten, doch auch hier hat die Garage durch die geschlossene Bauweise einen leichten Vorteil.

Platz

Grundsätzlich nehmen sich Carport und Garage in diesem Vergleich nicht viel. Der benötigte Platz ist ähnlich und beide Varianten lassen sich um zusätzlichen Raum für Fahrräder oder Gartengeräte erweitern.

Einen wichtigen Unterschied gibt es aber: Eine Garage benötigt zusätzlichen Platz für die Auffahrt. Wie viel genau, ist von den Landesbauordnungen und dem jeweiligen Bebauungsplan abhängig. Es gilt aber die Faustregel, dass weder die Sicherheit der Fußgänger noch der fließende Verkehr durch die Garageneinfahrt gefährdet werden dürfen

Das bedeutet in der Regel, dass vor der Garage mindestens eine Autolänge bzw. etwa 5 Meter Platz sein muss. Ist dies auf Ihrem Grundstück nicht möglich, müssen Sie ohnehin auf einen Carport ausweichen.

Genehmigung

In den Landesbauordnungen und im Bebauungsplan ist ebenfalls vorgeschrieben, wie viel Abstand zum Nachbar eingehalten werden muss und ob eine Baugenehmigung benötigt wird.

Solange sie überdacht sind, müssen auch Carports bei der Baubehörde angemeldet und möglicherweise auch genehmigt werden. Allerdings ist es in der Regel unkomplizierter, die Genehmigung für einen Carport zu bekommen als für eine Garage.

Bau

Hier lässt sich kaum eine allgemeine Aussagen treffen, denn bei Garagen kann der Aufwand des Baus und damit die benötigte Zeit sehr unterschiedlich sein. Je nach Material und Bauweise beträgt die Bauzeit zwischen wenigen Stunden und ein paar Wochen.

Ein Carport ist dagegen vergleichsweise schnell errichtet, wobei man auch hier natürlich nicht pauschalisieren kann. 

Lebensdauer

Bei der Lebensdauer sind Garagen ganz klar im Vorteil. Aber auch hier kommt es auf das verbaute Material an.

Bei einer Betonfertiggarage kann man von einer Nutzungsdauer von mindestens 25 Jahren ausgehen. Für einen Carport aus Holz wird meist eine Lebensdauer von 10 Jahren angegeben. Mit guter und regelmäßiger Pflege lässt sich diese Zeit aber deutlich verlängern.

Zugänglichkeit

Ist das Garagentor nicht elektrisch, werden Sie vor und nach jeder Fahrt jedes mal das Tor per Hand öffnen müssen, was auf Dauer ziemlich nervig werden kann. Bei einem Carport besteht dieses Problem logischerweise nicht. 

Wer sich für eine Garage entscheidet, dem empfehlen wir ein elektronisch gesteuertes Garagentor. Das hat natürlich seinen Preis, erspart Ihnen aber auf lange Sicht viele Mühen.

Design

Design ist bekanntlich Geschmacksache. Ein Carport bietet hier aber eine höhere Flexibilität, da individuelle Designvorlieben beim Grundriss oder Aufbau eher umsetzbar sind als bei einer Garage. 

Auf kleinen Grundstücken wirkt eine Gargae zudem häufig sehr klobig.

Zweckentfremdung

Weder der Carport noch die Garage hört beim Auto auf.

Eine Garage kann gut als Werkstatt, Keller oder Hobbyraum genutzt werden. Ein Carport eignet sich dagegen gut für Grillpartys oder als Überdachung beim Tischtennis spielen.

Einige Fachfirmen bieten Garagenkonstruktionen mit Zusatzraum für Heizanlagen oder Wasserspeicher. Dächer von Garagen lassen sich zudem gut als Terrasse oder Bereich für kleine Solaranlagen zweckentfremden.

Kosten

Zu guter Letzt – die Kostenfrage. Dies ist wohl der größte Trumpf, den Carports in der Hand halten. 

Ein Carport ist schneller und einfacher gebaut und benötigt keine Auffahrt, weshalb die Kosten um ein Vielfaches niedriger ausfallen können.

Wer sich für eine Fertiggarage anstatt einer massiv gemauerten entscheidet, kann die Kosten etwas im Rahmen halten, hat aber auch weniger Gestaltungsmöglichkeiten.

Einfache Carport-Modelle gibt es bereits für wenige hundert Euro. Je nach Material, Platzbedarf und individuellen Design-Wünschen kann der Preis auf bis zu rund 9000 Euro steigen.

Bei einer Garage reicht die Preisspanne von etwa 2.000 Euro bis 20.000 Euro, wobei es auch hier sehr auf die Details und Vorstellungen ankommt. Einen kleinen Bonus bekommen Garagen noch dadurch, dass Kfz-Versicherungen in der Regel einen etwas günstigeren Tarif anbieten, wenn das Auto in einer Garage steht.

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