Für alle Fragen rund um das Haus

Eigene Frage stellen
  • Ihre Frage an die Experten

    Sie haben eine Frage rund ums Haus? Kein Problem! Unsere Immobilien-Experten beantworten Ihre Frage kostenlos.

  • Ihre Frage an die Experten

    Teilen Sie uns Ihren Namen und Ihre E-Mail Adresse mit. Sobald wir Ihre Frage beantwortet haben, werden Sie per E-Mail benachrichtigt.

  • Frage efrolgreich übermittelt!

    Unsere Experten machen sich nun an die Arbeit, Ihre Frage zu bearbeiten. Sie brauchen nichts weiter zu tun und erhalten eine E-Mail, sobald Ihre Frage beantwortet ist.

    Vielen Dank & bis bald, Ihr Team von Hausfrage.de

    Stellen Sie eine andere Frage

Sollen wir ein gebrauchtes Haus kaufen oder ein neues bauen? Was ist günstiger?

Zuletzt bearbeitet am

Kurz und knapp

Ein Hauskauf ist in der Regel günstiger und weniger zeitintensiv. Der Hausbau bietet dagegen die Möglichkeit, das Haus nach Ihren individuellen Vorstellungen zu gestalten. 

Bei der Frage, ob man ein Haus bauen oder kaufen sollte, gibt es kein Richtig oder Falsch. Beide Seiten haben Vor- und Nachteile. Auf jeden Fall sollten Sie sich gründlich informieren und die zu erwartenden Kosten durchrechnen.

Anhand von 8 Entscheidungshilfen möchten wir Ihnen die Entscheidung, ob Sie Ihr neues Haus kaufen oder bauen sollten, etwas erleichtern.

Lage: Wo will ich leben?

Je nachdem, wie festgelegt Sie bei der Wahl Ihrer Wohngegend sind, stellt sich die Frage nach Bauen oder Kaufen möglicherweise gar nicht.

Bauland in zentraler Lage mit Restaurants, Kultur-Angeboten und der Straßenbahn vor der Haustür ist äußerst selten und meist sehr teuer. Soll es trotzdem ein Neubau in zentraler Lage sein, bleibt häufig gar nichts anderes übrig, als ein baufälliges Haus zu kaufen und abzureißen. Dadurch entstehen aber logischerweise zusätzliche Kosten. Außerdem gelten oft strikte Vorgaben bei der Bebauung

Grundstücke für Neubauten findet man eher am Stadtrand oder in etwas abseits gelegenen Neubaugebieten. Gastronomie, Theater, Kino und Einkaufsmöglichkeiten sind dort eher Mangelware.

Die Abgeschiedenheit hat aber natürlich auch etwas Gutes: Neubaugebiete sind in der Regel sehr ruhig – abgesehen vom zeitweise auftretenden Baulärm. Entscheiden Sie sich für diese Variante, werden Sie wahrscheinlich viele junge Familien in Ihrer Nachbarschaft haben.

Kosten: Was ist günstiger?

Natürlich steht die Frage nach den Kosten für die meisten zukünftigen Immobilienbesitzer im Mittelpunkt der Überlegung. Für Häuser von vergleichbarer Größe, Ausstattung und Lage lässt sich in der Regel sagen: Bauen ist teurer als Kaufen.

Für ein neu gebautes Haus kommt in der Regel nur ein freistehendes Einfamilienhaus oder ein Doppelhaus in Frage. Ein Reihenhaus ist im Vergleich etwas günstiger, kann aber eben meist nur gebraucht gekauft werden.

Dazu kommt, dass ein Hausbau meistens teurer wird als ursprünglich geplant. Irgendetwas Unvorhergesehenes passiert eigentlich immer. Wer baut, sollte daher unbedingt noch einen Puffer einplanen.

Beim Hauskauf lässt sich möglicherweise sogar ein Schnäppchen ergattern – wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Beim Hausbau ist dies allenfalls beim Kauf des Grundstücks möglich.

Auf der anderen Seite der Medaille kann ein Neubau sehr energieeffizient errichtet werden, was im Vergleich zu einer Bestandsimmobilie wesentlich geringere Energiekosten bedeuten kann. Noch dazu gibt es für energiesparende Häuser attraktive Fördermöglichkeiten, zum Beispiel die Kredite und Zuschüsse der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Als Kompromiss zwischen Bau und Kauf können Sie sich für den Bau eines Fertighauses entscheiden. Diese sind deutlich günstiger als massive, Stein-auf-Stein gebaute Häuser.

Zeit: Was geht schneller?

Wenig überraschend geht dieser Punkt ganz klar an den Hauskauf. Je nach Umfang des Projektes kann der Bau eines Hauses ein Jahr und länger dauern.

Ein vom Architekten geplantes und massiv gebautes Haus wird immer viel Zeit in Anspruch nehmen und in der Regel kommt es beim Bau zu Verzögerungen. Ein Fertighaus „von der Stange“ kann dagegen schon nach einigen Wochen oder sogar Tagen einzugsbereit sein.

Beim Kauf einer Bestandsimmobilie fällt lediglich Zeit für Besichtigungstermine und eventuell für Preisverhandlungen an. Eine Einschränkung gibt es aber doch: Muss nach dem Kauf noch saniert werden, verzögert sich der Einzug möglicherweise. 

Aufwand: Was kostet mehr Nerven?

Auch dieser Punkt geht klar an den Hauskauf.

Bei dem Bau eines Hauses müssen viele Entscheidungen getroffen werden, teilweise kleine, teilweise große. Dazu sollte die Baustelle unbedingt regelmäßig mit fachmännischer Begleitung besucht und kontrolliert werden.

Um den Stress etwas zu reduzieren, sollten Sie sich schon vorab genau überlegen, wie Ihr neues Haus aussehen soll. Machen Sie sich Listen und Zeichnungen für jedes Zimmer sowie die Außenhülle.

Gestaltung: Wo habe ich mehr Freiheiten?

Nun ist es endlich an der Zeit, eine Lanze für den Hausbau zu brechen. 

Der große Vorteil, wenn Sie selber bauen: Sie können Ihr Haus nach Ihren individuellen Vorstellungen gestalten.

Die Wahl des Grundstücks, die Raumaufteilung, die Haustechnik, das Energiekonzept – Sie haben es selbst in der Hand, wie Ihr neues Zuhause aussehen soll. 

Wer eine Bestandsimmobilie kauft, ist dagegen immer ein stückweit eingeschränkt und muss nehmen, was der Markt hergibt. Sicherlich kann nach dem Kauf noch renoviert und modernisiert werden (in vielen Fällen auch erforderlich), doch die gleiche Gestaltungsfreiheit wie beim Bau werden Sie nie haben.

Wünschen Sie sich einen besonderen Altbau-Charme, erübrigt sich die Frage allerdings. Die typischen Elemente, die bei Altbau-Fans so beliebt sind (verzierte Fassade, hohe Decken etc.), werden heutzutage nicht mehr oder nur mit hohen Zusatzkosten gebaut.

Risiko: Bei welcher Variante kann mehr schiefgehen?

Eine große finanzielle Entscheidung bringt immer ein gewisses Risiko mit sich, egal ob Sie Kaufen oder Bauen.

Unseriöse Bauunternehmen pfuschen beim Bau, halten sich nicht an Vertragsabsprachen oder müssen im schlimmsten Fall sogar während der Bauzeit Insolvenz anmelden. Gesetzliche Vorgaben schützen Sie bis zu einem gewissen Grad, doch Probleme beim Bau kosten immer haufenweise Zeit und Nerven.

Beim Kauf einer Immobilie bekommt man, was man sieht. Doch genau da liegt auch der sprichwörtliche Hund begraben. Denn man kauft eben auch das, was man nicht sieht. 

Stellt sich nach dem Kauf heraus, dass die Immobilie umfangreich saniert werden muss, kann es für Sie schnell sehr teuer werden. Gerade bei alten Häusern ist es daher besonders wichtig, dass Sie den Zustand der Immobilie sehr genau unter die Lupe nehmen, bzw. sich dafür fachmännische Hilfe organisieren.

Finanzierung: Wofür gibt es den besseren Kredit?

Bei der Finanzierung, nehmen sich Bau und Kauf grundsätzlich nicht viel – Kredite gibt es für beide Varianten.

Natürlich spielen die Gesamtkosten eine entscheidende Rolle, weshalb ein Hauskauf-Kredit möglicherweise etwas einfacher zu bekommen ist. Auch sind in einem solchen Fall die Kosten genauer kalkulierbar – nicht selten muss bei einem Bauprojekt nachfinanziert werden, da der zu Beginn aufgenommene Kredit aufgrund von unerwarteten Ausgaben nicht ausreicht.

Auf der anderen Seite vergeben Banken für den Hausbau häufig etwas höhere Kredite, da Sie den Wert eines Neubaus höher einschätzen als den eines schon älteren Hauses. Aus dem Verkaufswert ergibt sich der Beleihungswert. Wenn Sie der Bank keine anderen Sicherheiten als die Immobilie selbst bieten können, ist der Beleihungswert der Immobilie gleichbedeutend mit dem maximalen Darlehensbetrag, den Sie bekommen können. 

Außerdem kommen beim Hausbau häufig spezielle Förderprogramme in Frage, etwa die zinsgünstigen Kredite und Tilgungszuschüsse von der Kreditanstalt für Wiederaufbau für das Erreichen verschiedener Effizienzhaus-Standards. 

Eine Besonderheit gibt es bei der Auszahlung des Kredits

Für einen Kauf bekommen Sie die Kreditsumme auf einen Schlag.

Ein Baukredit dagegen wird meist in Teilbeträgen nach Baufortschritt ausgezahlt. Die normalen Darlehenszinsen müssen Sie nur für das schon erhaltene Geld zahlen. Allerdings erheben Banken für das Zurückhalten des Restbetrags Bereitstellungszinsen, die mit ca 0,25 % pro Monat ziemlich teuer werden können.

Um dem etwas entgegen zu wirken, können Sie mit Ihrer Bank eine bereitstellungszinsfreie Zeit aushandeln. Üblich sind Zeiträume zwischen 3 und 18 Monaten. Idealerweise rufen Sie das komplette Darlehen innerhalb dieser Zeit ab.

Gefühl: Was sagen Bauch und Herz?

Der vielleicht wichtigste Punkt: Hören Sie auf Ihr Gefühl.

Wenn Geld keine Rolle spielen würde, würden die meisten von uns wohl ein eigenes Haus bauen, mitsamt aller Vorstellungen und Wünsche. Diese finanzielle Kraft haben aber leider nur wenige. Daher müssen Sie sich überlegen, zu welchen Kompromissen Sie bereit sind.

Bedenken Sie dabei, dass Sie sich in Ihren neuen vier Wänden für einen langen Zeitraum wohlfühlen müssen.

Haben Sie Ihr Traumhaus sehr genau vor Augen und träumen schon Ihr Leben lang davon, ist ein Hausbau wahrscheinlich die bessere Wahl. Haben Sie keine festgelegten Vorstellungen und ist Ihnen eine schnelle und vergleichsweise unkomplizierte Lösung wichtiger, sind Sie mit einem Hauskauf besser beraten.

Welche Variante die günstigere ist, lässt sich nur schwer pauschal beantworten, da viele verschiedene Faktoren dabei eine Rolle spielen:

  • Unterkellerung,
  • Anlegen eines Gartens,
  • laufende Energiekosten,
  • zukünftige Modernisierungen,
  • Bau- und Kaufnebenkosten sowie Steuern,
  • Unterschiede in der Finanzierung,
  • mögliche Förderprogramme,
  • regional gefördertes bzw. vergünstigtes Bauland,
  • Garantie.

Wichtig: Die meisten von uns kaufen eine Immobilie genau einmal in ihrem Leben. Versuchen Sie, Ihr Traumhaus so gut es geht zu realisieren und sparen Sie dabei nicht am falschen Ende.

War dieser Beitrag hilfreich?

Bewertung: 5 / 5. Abgestimmt: 4

Schade, dass Ihnen der Artikel nicht gefallen hat

Was können wir verbessern?

Ähnliche Fragen

Wobei dürfen wir Ihnen helfen?

Erhalten Sie kostenlose Angebote zum Vergleich

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch das Nutzen dieser Seite sind Sie mit der Verwendung von Cookies einverstanden (Datenschutzerklärung).