Sollte ich eine kurze oder eine lange Sollzinsbindung für meine Baufinanzierung vereinbaren?

Die Sollzinsbindung legt fest, wie lange der vereinbarte Zinssatz bei einem Kreditvertrag festgesetzt bleibt und sich nicht verändert. Bei niedrigen Zinssätzen lohnt sich eine lange Zinsbindung, bei höheren Zinsen ist meist eine kurze Zinsbindung sinnvoller.

Stand:

Die Zinsbindung gibt an, wie lange der bei Abschluss eines Kreditvertrags vereinbarte Zinssatz gültig bleibt. Ist dieser Zeitraum abgelaufen, der Kreditbetrag aber noch nicht vollständig zurückgezahlt, muss neu verhandelt werden – möglicherweise zu ganz anderen Konditionen.

Dementsprechend ist es für Kreditnehmer lukrativ, sich einen besonders niedrigen Zinssatz für einen möglichst langen Zeitraum zu sichern. Da dies für eine Bank aber weniger lukrativ ist, erhebt sie dafür einen Zinsaufschlag.

Zinsbindungen über 5 Jahre sind ebenso möglich wie solche über 10, 20 oder gar 40 Jahre. Grundsätzlich gilt: Je kürzer die Zinsbindungsfrist, desto günstiger der Zinssatz, aber desto höher ist auch das Risiko.

Sehr einkommensstarke Kreditnehmer können eine kurze Zinsbindung und eine hohe Tilgung vereinbaren und auf diesem Weg eine Menge Zinsen sparen. Für Familien mit begrenztem finanziellen Spielraum sind dagegen eher lange Zinsbindungen attraktiv.

Zwei einfache Faustregeln:

  • Bei niedrigen Bauzinsen eine lange Zinsbindung – bei hohen Zinsen eine kurze Zinsbindung.
  • Je höher die Tilgung, desto kürzer kann die Zinsbindung gewählt werden.

Eine alternative Möglichkeit ist es, auf Risikostreuung zu setzen und zwei Immobilienkredite aufzunehmen – einen mit kurzer und einen mit langer Zinsbindung.

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