Wann gilt in einem Mehrfamilienhaus die Nachtruhe?

In der Hausordnung sind meist die Ruhezeiten festgeschrieben. In der Regel gilt die Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr, an Sonn- und Feiertagen gilt eine ganztägige Feiertagsruhe. 

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Lärmbelästigungen sind in einem Mehrfamilienhaus ein häufiges Streitthema, das nicht selten vor Gericht endet.

Die Ruhezeiten, an die sich die Bewohner halten müssen, sind nicht mehr bundesweit geregelt, sondern werden von den Bundesländern und den einzelnen Gemeinden festgelegt. Teilweise werden zusätzlich Regelungen zu einer Mittagsruhe getroffen.

Die Verordnungen für die Nachtruhe sind allerdings auch auf Landesebene häufig identisch: Die Nachtruhe gilt meist von 22 Uhr bis sechs Uhr morgens. In dieser Zeit sind alle Tätigkeiten verboten, durch die die Nachtruhe gestört wird. In Bayern gilt dagegen eine Ruhezeit zwischen 23 Uhr und sieben Uhr.  

Einen Unterschied zwischen Werktagen und Wochenende gibt es nicht. Allerdings gelten der Sonntag und die Feiertage als ganztägige Ruhezeit.

Damit sich die Nachbarn nicht gestört fühlen, sollten Sie in diesem Zeitraum also besonders auf den Lautstärkepegel achten. Laute Gespräche auf dem Balkon, staubsaugen oder andere laute Geräusche sollten bis zum nächsten Tag warten.

Hausordnung kann strengere Regeln festlegen

Achtung: Überprüfen Sie zunächst immer die Hausordnung, da auch die Hausverwaltung Ruhezeiten vorschreiben kann, denen Sie mit dem Mietvertrag zustimmen. Diese müssen sich nicht zwingend mit den Ruhezeiten aus der Landesverordnung decken.

Insbesondere eine Mittagsruhe wird sehr häufig in der Hausordnung festgelegt und gilt meist von 13 bis 15 Uhr. Wenn für den Samstag keine eigene Ruhezeit vereinbart wurde, gilt dieser als normaler Werktag.

Bei Verstößen droht Ärger

Bei Verstößen gegen die Hausordnung riskieren Sie eine Abmahnung vom Vermieter und bei anhaltenden Beschwerden sogar eine fristlose Kündigung des Mietvertrags.

Kommt es bei Nachbarn mal zu einer Ruhestörung, ist ein freundlicher Hinweis für den Hausfrieden in jedem Fall sinnvoller als der direkte Anruf beim Vermieter. So lassen sich viele Probleme frühzeitig lösen.

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