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Wann muss ich die Spekulationssteuer zahlen?

Zuletzt bearbeitet am

Die Spekulationssteuer wird dann fällig, wenn eine Immobilie innerhalb von zehn Jahren nach dem Erwerb gewinnbringend wieder verkauft wird und in der Zwischenzeitlich nicht entweder ausschließlich oder zumindest im Jahr des Verkaufs sowie den beiden vorangegangenen Jahren selbstbewohnt wurde.

Für eine geerbte Immobilie gelten die gleichen Regeln – es zählt das Datum, an dem der Erblasser die Immobilie erworben hat bzw. inwiefern dieser dort selbst gewohnt hat.

Die Spekulationssteuer nicht zahlen muss, wer

  • die Immobilie schon länger als 10 Jahre besitzt (Datum des Kaufvertrags),
  • die gesamte Zeit von Kauf bis Verkauf dort selbst gewohnt hat,
  • in den vergangenen 2 Jahren sowie dem angebrochenen Jahr die Immobilie selbst bewohnt hat,
  • einen Zweitwohnsitz verkauft, der aus beruflichen Gründen erworben wurde.

Trifft keiner dieser drei Punkte zu, wird die Spekulationssteuer bei einem Verkauf wahrscheinlich fällig. Für anteilig selbstbewohnte Immobilien, etwa ein zur Hälfte vermietetes Doppelhaus, wird die Steuer entsprechend anteilig berechnet. In der Vergangenheit kam es außerdem zu Streitfällen, ob ein Arbeitszimmer anteilig versteuert werden müsste.

Das Finanzgericht Köln hat in einem Urteil von 2018 den Verkäufern Recht gegeben und entschieden, dass das Arbeitszimmer nicht als selbständiges Wirtschaftsgut betrachtet werden könne, da es in den privaten Wohnbereich integriert sei.

Muss die Steuer gezahlt werden, wird der Verkaufsgewinn auf ihr zu versteuerndes Jahreseinkommen hinzugerechnet. Die genaue Höhe der Forderung hängt also von Ihrem persönlichen Steuersatz ab.

Haben Sie in der jüngeren Vergangenheit bereits eine andere Immobilie mit Verlust verkauft, können Sie diesen mit dem Gewinn des aktuellen Verkaufs verrechnen. Mussten Sie für eine Immobilie bereits Erbschaftssteuer zahlen und wollen diese verkaufen, können Sie eine Einkommensteuerermäßigung beantragen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an einen Steuerberater.

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