Was bedeutet ein Disagio bei einer Baufinanzierung?

Ein Disagio ist vereinfacht gesagt eine im Voraus getätigte Zinszahlung, die allerdings heute nur noch selten bei Baufinanzierungen angeboten werden. Ein Disagio lohnt sich lediglich, wenn der Zinssatz dadurch deutlich niedriger liegen würde.

Stand:

Ein Disagio (auch Abgeld oder Damnum) ist eine von Banken angebotene Möglichkeit, die Zinsbelastung während der Kreditlaufzeit zu senken, da die Bank einen Teil der Kreditsumme von Anfang an einbehält, sozusagen als voraus gezahlte Zinsen.

Sie bekommen also nicht den vollen Kreditbetrag ausgezahlt. Ein Disagio von 4 Prozent bedeutet beispielsweise, dass Sie nur 96 Prozent der Kreditsumme bekommen. Zurückzahlen müssen Sie aber die vollen 100 Prozent.

Auch wenn das im ersten Moment wenig sinnvoll klingt: Der verringerte Zinssatz kann dafür sorgen, dass das Gesamtpaket Ihres Immobilienkredits günstiger ausfällt als ohne Disagio. Hier kommt es ganz auf das Angebot der jeweiligen Bank an. Lassen Sie sich zu jedem Kreditangebot einen Tilgungsplan aushändigen. An diesem können Sie ablesen, wie genau die Zinsbelastung ausfällt.

Soll die finanzierte Immobilie vermietet werden, kann ein Disagio vorteilhaft sein, weil Kapitalanleger diesen steuerlich als Werbungskosten geltend machen können. Privatkäufer können dies seit 2006 nicht mehr. Daher lohnt sich dieses Vorgehen für sie nur, wenn der Zinssatz deutlich niedriger liegt als ohne Disagio. Ohnehin bieten Banken einen Disagio im privaten Bereich heutzutage nur noch selten an.

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