Für alle Fragen rund um das Haus

Eigene Frage stellen
  • Ihre Frage an die Experten

    Sie haben eine Frage rund ums Haus? Kein Problem! Unsere Immobilien-Experten beantworten Ihre Frage kostenlos.

  • Ihre Frage an die Experten

    Teilen Sie uns Ihren Namen und Ihre E-Mail Adresse mit. Sobald wir Ihre Frage beantwortet haben, werden Sie per E-Mail benachrichtigt.

  • Frage efrolgreich übermittelt!

    Unsere Experten machen sich nun an die Arbeit, Ihre Frage zu bearbeiten. Sie brauchen nichts weiter zu tun und erhalten eine E-Mail, sobald Ihre Frage beantwortet ist.

    Vielen Dank & bis bald, Ihr Team von Hausfrage.de

    Stellen Sie eine andere Frage

Was ist der Bodenrichtwert?

Zuletzt bearbeitet am

Das Wichtigste kurz und knapp

Der Bodenrichtwert ist ein Durchschnittswert für Grundstückswerte in einer Region, der sich aus den gesammelten Verkaufspreisen ermittelt. Der Wert wird von einem Gutachterausschuss in regelmäßigen Abständen neu ermittelt und gibt den Grundstückswert pro Quadratmeter an. 

Wenn vom Bodenrichtwert die Rede ist, geht es in den allermeisten Fällen um die Frage, welchen Wert ein Grundstück hat. Der Bodenrichtwert ist dabei ein amtlicher Durchschnittswert, der sich aus den gesammelten Kaufpreisen von Grundstücken ergibt.

Allerdings handelt es sich beim Bodenrichtwert um einen Referenzwert. Das Ergebnis dient lediglich als Orientierung, der tatsächliche Wert des Grundstücks kann stark abweichen.

Wie kommt der Bodenrichtwert zustande?

Die Werte werden von Gutachterausschüssen vor Ort, also in der jeweiligen Gemeinde ermittelt. Die Zahlen aus den tatsächlichen Grundstücksverkäufen innerhalb eines Berechnungszeitraums werden gesammelt und der Durchschnittswert bestimmt. 

Damit die Bodenrichtwerte möglichst aktuell bleiben, werden diese je nach Bundesland mindestens alle zwei Jahre angepasst und in sogenannten Bodenrichtwertkarten oder -tabellen veröffentlicht. Daraus ergibt sich der ermittelte Grundstückswert pro Quadratmeter.

Neben den amtlich gesammelten Kaufpreisen in einer Region gibt es weitere wertbeeinflussende Faktoren:

  • Lage
  • Form und Größe des Grundstücks
  • Bodenbeschaffenheit
  • Erschließungsgrad
  • Art der Bepflanzung
  • Bebauungsmöglichkeiten

Wo kann ich die Bodenrichtwert einsehen?

Die Richtwerte können Sie beim Gutachterausschuss Ihrer Gemeinde vor Ort erfragen. Dies kann mit Gebühren verbunden sein, variiert jedoch je nach Bundesland. Zusätzlich sind für einige Bundesländer auch online Werte zugänglich.

Tipp: Wenn Sie eine Immobilie verkaufen und einen Makler für den Prozess hinzuziehen, kümmert sich dieser um die Abfrage des Bodenrichtwerts.

Gesamtwert des Grundstücks – Bodenrichtwert und Bodenwert

Der Bodenrichtwert wird pro Quadratmeter angegeben. Der Gesamtwert des Grundstücks wird Bodenwert genannt und ergibt sich, wenn die Grundstücksfläche mit dem Bodenrichtwert multipliziert wird.

Bodenrichtwert (€ pro m2) x Grundstücksfläche (m2) = Bodenwert (€)

Information-Symbol

Beispiel: Aus Bodenrichtwert wird Bodenwert

  • Bodenrichtwert für Grundstück bei 120 €/qm  
  • Grundstücksfläche bei 400 qm
  • Bodenwert: 120 €/qm x 400 qm = 48.000 €

Bodenrichtwert und Steuer

Der Bodenrichtwert spielt auch bei der steuerlichen Absetzung von Immobilien eine Rolle. Beim Kauf einer Bestandsimmobilie erwerben Sie neben dem Gebäude auch das Grundstück.

Wenn Sie eine vermietete Immobilie erwerben, können Sie den Anteil des Kaufpreises über die Jahre Nutzung von der Steuer absetzen, der für das Gebäude selbst anfällt. Die Kosten für das Grundstück dagegen sind nicht steuerlich absetzbar.

Hier kommt der Bodenrichtwert ins Spiel. Die Finanzämter setzen den anteiligen Grundstückswert beim Kauf der Immobilie häufig anhand des Bodenrichtwertes fest.

Beispiel: Grundstückswert wird vom Kaufpreis abgezogen
Sie erwerben ein vermietetes Mehrfamilienhaus zu einem Preis von 300.000 Euro. Sie sind dazu berechtigt, den anteiligen Kaufpreis für das Gebäude 40 bis 50 Jahre lang mit jährlich zwei oder 2,5 Prozent abzuschreiben. Nach Einsicht in die Bodenrichtwerttabelle wird vom Kaufpreis ein anteiliger Grundstückswert von 50.000 Euro abgezogen. Abschreiben dürfen Sie also in diesem Beispiel 250.000 Euro.

War dieser Beitrag hilfreich?

Noch keine Bewertungen.

Schade, dass Ihnen der Artikel nicht gefallen hat

Was können wir verbessern?

Ähnliche Fragen

Wobei dürfen wir Ihnen helfen?

Erhalten Sie kostenlose Angebote zum Vergleich

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch das Nutzen dieser Seite sind Sie mit der Verwendung von Cookies einverstanden (Datenschutzerklärung).