Was ist der Unterschied zwischen harter und weicher Bedachung?

Die Begriffe beziehen sich auf den Brandschutz: Eine harte Bedachung ist gegen strahlende Wärme und Flugfeuer geschützt, die weiche Bedachung nicht. 

Stand:

Die Aufteilung in harte und weiche Bedachung bezieht sich auf den Brandschutz der verwendeten Materialien und die Sicherheit dieser gegen Feuer.

Die Norm DIN 4102 – 4 regelt dabei die Einordnung der Materialien je nach Resistenz gegen strahlende Wärme und Flugfeuer. Als Flugfeuer werden kleine brennende Teile bezeichnet, die hochgewirbelt werden.

Damit soll sichergestellt werden, dass eine Brandausbreitung verhindert werden kann, zum Beispiel wenn ein Nachbargebäude in Brand steht.

Als harte Bedachung wird eine solche Dachkonstruktion bezeichnet, die gegen Flugfeuer und strahlende Wärme geschützt ist. Harte Bedachungen bestehen deshalb aus nicht brennbaren Baustoffen. Beispiele für harte Bedachung sind:

  • Dachziegel
  • Bedachungen aus Steinen
  • Bedachungen aus Metall
  • Betondachsteine

Eine weiche Bedachung gelten Eindeckungen die leichter in Brand geraten können. Hier ist der Schutz gegen Flugfeuer und strahlende Wärme also deutlich geringer.

Bei einer weichen Bedachung müssen die Abstände zum Nachbargebäude größer sein, damit die nötigen Sicherheitsaspekte eingehalten werden. Allerdings sind insbesondere Wohngebäude in aller Regel mit einer harten Bedachung eingedeckt. Beispiele für eine weiche Bedachung sind:

  • Reetdächer
  • Strohdächer
  • Schilfdächer
  • Holzschindeln

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