Förderungen beantragen: Was ist die BEG?

Ab Januar 2021 finden sich alle Fördermaßnahmen zu Sanierungsarbeiten unter einem Dach, dem BEG wieder.

Stand:

Bund und Länder wollen die Energiewende unterstützen. Dafür finden sich ab Januar 2021 alle Fördermaßnahmen zu Sanierungsarbeiten unter einem Dach wieder.

Das BAFA und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie das Co²-Gebäudesanierungsprogramm und das Marktanreizprogramm (MAP) wurden zur “Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) zusammengeführt. 

Anträge auf Förderungen zur Wärmedämmung, Heizungstausch oder Baubegleitung werden von nun an beim BEG gestellt.

Damit finden sich alle Fördermaßnahmen des Bundes in einer zentralen Behörde als Anlaufstelle, was die innerbehördliche Kommunikation erleichtert und die Energiewende für Verbraucher vereinfachen soll.

Was beinhaltet das BEG?

Aus ehemals zehn Teilprogrammen mit vier Förderstellen werden drei gebündelte Förderprogramme für:

  1. Wohngebäude 
  2. Nicht-Wohngebäude 
  3. Einzelmaßnahmen 

Einzelmaßnahmen umfassen Sanierungen, die allein zwar nicht den Effizienzhausstandard erreichen, jedoch zu einer Verbesserung beitragen.

Wohngebäude und Nicht-Wohngebäude hingegen werden als Ganzes gewertet und müssen den gesamten Effizienzhausstandard heben.  

Was ändert sich für den Verbraucher?

Ziel der BEG ist es, Förderangebote attraktiver zu machen und den Prozess der Sanierung zu erleichtern, indem die Schnittstellen zwischen Förderung, Energieberatung und Baubegleitung effizienter zusammenarbeiten.

Für den Verbraucher vereinfacht sich somit die Antragstellung auf Förderungen und Kredite. Diese werden nur noch in einfacher Ausführung bei nur einem Förderinstitut eingereicht.

Wann genau treten die Änderungen ein?

Zuschussförderungen der Einzelmaßnahmenförderung (BEG EM) durch die BAFA starten am 2. Januar 2021.

Wohngebäude und Nicht-Wohngebäude Förderprogramme, angeleitet durch die KfW, starten am 1 Juni 2021.

Was wird durch die BEG gefördert?

Wie auch seine Vorgänger, fördert die BEG Sanierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz an Gebäuden. Diese Maßnahmen werden entweder durch Förderung oder Kredite unterstützt.

Zu den geförderten Maßnahmen gehören: 

Mit 20 Prozent: 

  • Sanierung der Gebäudehülle (z.B. Außenwände, Dachflächen, Fenster oder Türen)
  • Heizungsoptimierungen 

Mit bis zu 45 Prozent: 

  • Wärmepumpen, Biomasseanlagen, Hybridheizungen, Brennstoffzellen oder Solarthermieanlagen
  • Anschlüsse an erneuerbare Gebäude oder Wärmenetze

    Mit bis zu 50 Prozent: 

    • Baubegleitung und die Fachplanung des Vorhabens (max. 20.000 Euro)

    Darüber hinaus sind auch Digitalisierungsmaßnahmen zur Verbrauchsoptimierung (z. B. Efficiency Smart Home) und für das Vorhaben notwendige Umfeldmaßnahmen wie Ausbau und Entsorgung der Altheizung für eine Förderung berechtigt. 

    Gibt es neue Regeln durch die Änderungen? 

    Ja. Neben der Neuaufteilung der Förderungsprogrammen, ist in gesonderten Fällen das Einbinden von Energieeffizienz-Experten Pflicht.

    Bei diesen Fällen handelt es sich um Änderungen, welche sich auf Einzelmaßnahmen an Gebäudehülle, Anlagetechniken und Kombinationen von Wärmeerzeugern beziehen.

    Darüber hinaus ist das Hinzuziehen eines Energieeffizienz-Experten auf Wunsch möglich. Dieser erstellt eine  technische Projektbeschreibung (TBP), welche die geplanten Maßnahmen präzise erläutert. Dies wird zur späteren Antragstellung benötigt. 

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