Was ist die CO2-Bepreisung?

Mit dem “Klimapaket” kommt eine verpflichtende Gebühr auf den CO2 Ausstoß. Ab Januar 2021 zahlen Verbraucher 25 Euro je ausgestoßene Tonne CO2 – mit einer jährlichen Staffelung von weiteren fünf Euro.

Stand:

Um die stetigen Folgen des Klimawandels zu minimieren hat sich die Bundesregierung auf eine CO2 Bepreisung – auch “CO2-Steuer” genannt – geeinigt.

Durch sie wird der Ausstoß von CO2 nun teurer – sei es durchs Auto fahren, Fliegen oder das Heizen in den eigenen vier Wänden mit umweltbelastenden Heizungssystemen.

Wie hoch ist die „CO2 Steuer“?

Für Eigenheimbesitzer bedeutet das: Heizen wird teurer!

Während Verbraucher für Gas- und Ölheizungen in Zukunft tiefer in die Tasche greifen müssen, werden sich die Kosten für Stromverbraucher verringern.

Um den Vorgaben des “Klimapakets” bis 2030 gerecht werden zu können, steigen die Kosten pro Tonne ausgestoßenes CO2 jährlich um fünf Euro.

Das bedeutet 25 Euro pro Tonne CO2 im Jahr 2021 und bereits 55 Euro pro Tonne im Jahr 2025.

Für einen durchschnittlichen Familienhaushalt kann das einen Unterschied von rund 100 Euro allein für das Jahr 2021 bedeuten. 

Wie hoch ist die Co2 Steuer auf Gas?

Allein für den Gasverbrauch belaufen sich die Mehrkosten in 2021 auf rund 0,455 Cent pro Kilowattstunde.

Wer mit Gas heizt, verbraucht pro Kilowattstunde ca. 247 Gramm CO2. Bei einem Jahresverbrauch von durchschnittlich 140 kWh pro Quadratmeter summiert sich das schnell auf.

Wie hoch die Mehrkosten ausfallen, hängt also maßgeblich vom Gasverbrauch ab.

Um die Mehrkosten für Ihren Gasverbrauch zu berechnen, wenden Sie folgende Formel an:

Jährlicher Gasverbrauch in Kilowattstunde x 0,00455 Euro = Mehrkosten für Gas pro Jahr

 

Wie hoch ist die Co2 Steuer auf Heizöl?

Mit einer schlechteren Klimabilanz schlägt das Heizöl etwas stärker zu Buche als das Erdgas.

Der Verbrauch von Heizöl beläuft sich auf eine zusätzliche Befreiung von 7 Cent pro Liter. 

Wird das Heizöl ausschließlich zum Heizen der Wohnfläche verwendet, beläuft sich der Verbrauch auf circa 13 Liter pro Quadratmeter. 

Wird Heizöl zudem für die Warmwasserbereitung benötigt ergibt sich ein durchschnittlicher Verbrauch von insgesamt 15 Litern pro Quadratmeter Wohnfläche.

Um die Mehrkosten für Ihren Heizölverbrauch zu berechnen, wenden Sie folgende Formel an:

Jährlicher Heizölverbrauch in Liter x 0,07 Euro = Mehrkosten für Heizöl pro Jahr

 

Wird der Heizungswechsel gefördert?

Um sauberes Heizen attraktiver zu machen, hat sich das Bundeskabinett dazu bereit erklärt, Sanierungsmaßnahmen steuerlich zu entlasten und weitere KfW Förderungen freizugeben.

Diese werden nun für den Endverbraucher einfacher und unter weniger strengen Auflagen zugänglich gemacht. Bei einem umweltfreundlichen Wechsel des Heizungssystems soll eine Kostenübernahme bis zu 45% angeboten werden. 

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