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Was muss ich bei einem Umzug ins Ausland beachten?

Zuletzt bearbeitet am

Kurz und knapp

Vorbereitung ist bei einem Umzug ins Ausland alles. Informieren Sie sich frühzeitig über die Vorgaben vor Ort. Ein Umzugsunternehmen kann eine Menge Stress ersparen. 

Der Umzug ins Ausland ist ein großer Schritt. Das Allerwichtigste beim Auswandern ist, dass Sie sich frühzeitig über die Besonderheiten der neuen Heimat informieren und sorgfältig planen.

Das richtige Umzugsunternehmen

Für einen Umzug ins Ausland ist ein Umzugsunternehmen absolut empfehlenswert. Idealerweise wählen Sie ein Unternehmen, das mit Ihrer neuen Heimat bereits Erfahrungen hat, Versicherungsschutz im Ausland anbietet, die Zollformalitäten übernimmt und die örtlichen Gegebenheiten kennt. 

Papiere und Versicherungen

Den notwendigen Papierkram sollten Sie so früh wie möglich erledigen.

  • Auslandsgenehmigung (innerhalb der EU) oder Visum und Arbeitserlaubnis (Nicht-EU-Länder),
  • Internationalen Führerschein für Länder außerhalb der EU,
  • Gültigkeit der Ausweispapiere prüfen und gegebenenfalls verlängern,
  • Wichtige Dokumente wie Geburtsurkunde oder Heiratsurkunde mitsamt beglaubigter Übersetzungen zusammenstellen
  • Versicherungsschutz für Haftpflicht, Krankenversicherung usw. prüfen und unnötige Verträge kündigen

Alles gut verpacken

Empfindliche Gegenstände sollten bei jedem Umzug gut verpackt werden. Aber insbesondere bei Langstreckenumzügen oder Umzügen per Flugzeug oder Schiff sollten Sie vorsichtig mit Ihrem Hab und Gut umgehen.

Gesundheit und Impfungen

Informieren Sie sich beim Auswärtigen Amt, der Botschaft oder Ihrem Hausarzt, ob für Ihre neue Heimat spezielle Impfungen erforderlich sind. Nehmen Sie von Ihren benötigten Medikamenten unbedingt einen großen Vorrat mit.

Haustiere

Gleiches gilt für exotische Tiere. Für einige Länder sind spezielle Genehmigungen erforderlich. 

Abmelden

Bevor Sie am neuen Wohnort heimisch werden können, müssen Sie sich in Deutschland bei der zuständigen Meldebehörde abmelden. Das Bundesmeldegesetz sieht dafür eien Frist von zwei Wochen vor. Wer sich nicht daran hält muss mit einem Bußgeld rechnen.

Zur Abmeldung benötigen Sie lediglich Ihre Ausweisdokumente – also Personalausweis oder Reisepass – und das ausgefüllte Abmeldeformular des zuständigen Einwohnermeldeamts.

Fragen Sie bei Ihrem Amt nach, ob Sie das Abmeldeformular auch per Post oder E-Mail verschicken können. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie sich schon im Ausland aufhalten. Lassen Sie sich bei der Abmeldung unbedingt eine Abmeldebescheinigung ausstellen, in einigen Ländern benötigen Sie diese zur Anmeldung.

Was passiert nach der Abmeldung?

Der Wohnsitz ändert natürlich nichts an der Staatsbürgerschaft. Trotzdem ändern sich einige Dinge für Sie, wenn Sie keine deutsche Meldeadresse mehr besitzen.

Passangelegenheiten

Für Sie zuständig ist ab jetzt das deutsche Konsulat/Botschaft am neuen Wohnort.

Auto

Die Anmeldung eines Fahrzeugs benötigt eine deutsche Adresse zur Zustellung von Steuerbescheiden, Strafzetteln etc. Wer diese nicht hat, muss das Auto abmelden und verkaufen oder im Ausland neu anmelden. Es ist aber möglich, einen Zustellbevollmächtigten mit Wohnsitz in Deutschland anzugeben. Dies kann jeder normale Mensch sein, also Mutter, Oma, Kinder, ein Freund etc. Auf diesem Weg kann ein Auto auch ohne eigenen Wohnsitz in Deutschland angemeldet werden.

Wahlrecht

Als Auslandsdeutscher verlieren Sie Ihr Wahlrecht für Kommunal- und Landtagswahlen. Für Bundestagswahlen und Europaparlamentswahlen müssen Sie sich ca. sechs Monate vor dem Wahltermin in das Wählerverzeichnis Ihres letzten Wohnsitzwahlkreises eintragen lassen und dann per Briefwahl abstimmen.

Im Bundeswahlgesetz heißt es: Auslandsdeutsche können dann an Wahlen teilnehmen, „wenn sie entweder nach Vollendung ihres 14. Lebensjahres mindestens drei Monate ununterbrochen in der Bundesrepublik Deutschland gelebt haben und dieser Aufenthalt nicht länger als 25 Jahre zurückliegt oder wenn sie aus anderen Gründen persönlich und unmittelbar Vertrautheit mit den politischen Verhältnissen in der Bundesrepublik Deutschland erworben haben und von ihnen betroffen sind.“

Konto

Ob Sie Ihr deutsches Konto auch ohne deutschen Wohnsitz weiterführen können, hängt von Ihrer Bank ab. Bei vielen Filialbanken ist dies nicht möglich.

Es kann aber sinnvoll sein, Ihr Konto am Leben zu halten, zum Beispiel wenn Sie regelmäßig Einnahmen aus Deutschland beziehen (Rente, Miete) oder zu irgendwelchen Zahlungen verpflichtet sind. Wenn diese Kontobewegungen über ein ausländisches Konto laufen müssen, kann dies zusätzliche Gebühren bedeuten.

Verträge und Abos

Für viele Verträge haben Sie bei einem Umzug ins Ausland ein Recht zur außerordentlichen Kündigung.

Krankenversicherung

Mit der Abmeldung fällt für Sie die gesetzliche Krankenversicherungspflicht weg. Sie können / müssen sich selbst im Ausland um eine Versicherung kümmern.

Sozialversicherung

Sie verlieren sowohl Pflichten als auch Ansprüche auf Leistungen aus den Sozialversicherungen. Mit einigen Ländern bestehen Sozialversicherungsabkommen, die ein Weiterführen der deutschen Versicherung möglich macht. Auf Antrag kann auch die Einzahlung in die deutsche Pflegeversicherung weitergeführt werden.

Steuern

Wer den Wohnsitz in Deutschland aufgibt ist dort auch nicht mehr steuerpflichtig. Für ins Ausland versetzte Arbeitnehmer kann es Sonderregelungen geben.

Kindergeld

Auch ohne deutschen Wohnsitz können Sie Kindergeld beziehen.Voraussetzung ist, dass Sie weiterhin in Deutschland steuerpflichtig sind. Dies ist gegeben, wenn mindestens 90% Ihrer Einkünfte der deutschen Einkommensteuer unterliegen oder Ihre ausländischen Einkünfte den Grundfreibetrag nach § 32a Abs. 1 S.2 Nr. 1 EStG nicht übersteigen.

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