Für alle Fragen rund um das Haus

Eigene Frage stellen
  • Ihre Frage an die Experten

    Sie haben eine Frage rund ums Haus? Kein Problem! Unsere Immobilien-Experten beantworten Ihre Frage kostenlos.

  • Ihre Frage an die Experten

    Teilen Sie uns Ihren Namen und Ihre E-Mail Adresse mit. Sobald wir Ihre Frage beantwortet haben, werden Sie per E-Mail benachrichtigt.

  • Frage efrolgreich übermittelt!

    Unsere Experten machen sich nun an die Arbeit, Ihre Frage zu bearbeiten. Sie brauchen nichts weiter zu tun und erhalten eine E-Mail, sobald Ihre Frage beantwortet ist.

    Vielen Dank & bis bald, Ihr Team von Hausfrage.de

    Stellen Sie eine andere Frage

Was muss ich bei einer Zwangsversteigerung beachten?

Zuletzt bearbeitet am

Kurz und knapp

Eine Zwangsversteigerung kann eine Möglichkeit sein, Immobilien zu einem günstigen Preis zu erstehen. Diese Form des Immobilienkaufs birgt allerdings erhebliche Risiken. Sie kaufen die buchstäbliche „Katze im Sack“ und haben häufig nur sehr wenig Informationen über die Immobilie. 

Alleine im Jahr 2018 wurden über 18.000 Immobilien versteigert, davon rund die Hälfte in einem offenen Bieterverfahren. 

Eine Immobilie durch eine Zwangsversteigerung zu erwerben, kann zwar günstig sein, ist aber ein sehr risikoreiches Unterfangen. Denn meistens geht es dabei um den Zuschlag einer Immobilie, die Sie nie von innen gesehen haben.

Setzen Sie vor der Versteigerung in jedem Fall einen maximalen Betrag fest und bewahren Sie währenddessen einen kühlen Kopf. Es kann auch helfen, eine andere Versteigerung zu besuchen, damit Sie sich mit den Abläufen schon einmal vertraut machen können.

Welche Risiken lauern bei einer Zwangsversteigerung?

Studieren Sie das ausliegende Verkehrswertgutachten beim zuständigen Amtsgericht so gut es geht, um einen Eindruck vom Zustand der Immobilie zu bekommen. Wenn Sie die Möglichkeit haben, lassen Sie es auch von einem Fachmann oder Ihrem Anwalt durchsehen und überprüfen Sie, ob die Immobilie alle wichtigen Anforderungen erfüllt.

Aber aufgepasst: Der Eigentümer der Immobilie ist nicht dazu verpflichtet, den Gutachter in das Haus zu lassen. Möglicherweise konnte das Gutachten also nur auf der Basis eines äußeren Eindrucks erstellt werden. Bei der Ersteigerung von Immobilien sind Gewährleistungsrechte kategorisch ausgeschlossen – für Mängel müssen Sie demnach selbst aufkommen.

Auch sind rechtliche Streitigkeiten mit den ehemaligen Besitzern nicht ausgeschlossen, bspw. wenn diese sich weigern auszuziehen. Eine richterlich angeordnete Räumung ist ein langwieriger und anstrengender Prozess.

Diese Risiken lauern bei einer Zwangsversteigerung

  • Ausschluss der Gewährleistung
  • Fehlende Informationen
  • Unterlagen nicht vollständig
  • Probleme bei der Räumung und Übergabe
  • Bieterwettstreit
  • Vermieteraufgaben, wenn Sie eine vermietete Immobilie ersteigern

Sicherheitsleistung an das Gericht

Sollten Sie sich trotz des Risikos dazu entscheiden, bei einer Immobilie mitzubieten, sollten Sie sich vorab gut über Ihre Finanzen informieren.

Vor der Versteigerung müssen Sie bereits 10 % des Verkehrswertes an das Gericht als Sicherheit zahlen. Die Hinterlegung der Gebühr ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Versteigerung. 

Die Form der Sicherheitsleistung bei einer Zwangsversteigerung wird in § 69 des Zwangsversteigerungsgesetzes (ZVG) festgelegt.

Dabei haben Sie die Wahl zwischen drei verschiedenen Formen:

  • Verrechnungsscheck / Bundesbankschecks
    Der Scheck darf dabei maximal drei Werktage vor dem Versteigerungstermin ausgestellt worden sein. Zur Bundesbank gehören auch die Landeszentralbanken, sodass auch Landeszentralbankschecks zulässig sind.
  • Bankbürgschaft
    Eine unbedingte, unbefristete und selbstschuldnerische Bankbürgschaft ist ebenfalls als Sicherheitsleistung zulässig.
    Allerdings muss das Kreditinstitut berechtigt sein eine solche Bürgschaft für den Geltungsbereich des ZVG auszustellen. Ob Ihre Hausbank auch dazu gehört, muss deshalb frühzeitig geklärt werden.
  • Überweisung des Betrags an ein Konto der Gerichtskasse
    Der ominöse Geldkoffer hat ausgedient: Die Sicherheit in Form von Bargeld ist seit einigen Jahren dagegen nicht mehr möglich, um der Gefahr von Geldwäsche und Überfällen vorzubeugen. Inzwischen ist lediglich eine Überweisung zulässig.

Checkliste: Immobilienkauf bei einer Zwangsversteigerung

  • Möglichst viele Informationen zum Objekt sammeln
  • Immobilie selbst besichtigen, wenn möglich auch von innen
  • Finanzierung für das Objekt klären
  • Für den Versteigerungstermin anmelden
  • Sicherheitsbetrag beim Gericht hinterlegen
  • Höchstbetrag für das Objekt bieten und Zuschlag erhalten

War dieser Beitrag hilfreich?

Bewertung: / 5. Abgestimmt:

Schade, dass Ihnen der Artikel nicht gefallen hat

Was können wir verbessern?

Ähnliche Fragen

Wobei dürfen wir Ihnen helfen?

Erhalten Sie kostenlose Angebote zum Vergleich

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch das Nutzen dieser Seite sind Sie mit der Verwendung von Cookies einverstanden (Datenschutzerklärung).