Für alle Fragen rund um das Haus

Eigene Frage stellen
  • Ihre Frage an die Experten

    Sie haben eine Frage rund ums Haus? Kein Problem! Unsere Immobilien-Experten beantworten Ihre Frage kostenlos.

  • Ihre Frage an die Experten

    Teilen Sie uns Ihren Namen und Ihre E-Mail Adresse mit. Sobald wir Ihre Frage beantwortet haben, werden Sie per E-Mail benachrichtigt.

  • Frage efrolgreich übermittelt!

    Unsere Experten machen sich nun an die Arbeit, Ihre Frage zu bearbeiten. Sie brauchen nichts weiter zu tun und erhalten eine E-Mail, sobald Ihre Frage beantwortet ist.

    Vielen Dank & bis bald, Ihr Team von Hausfrage.de

    Stellen Sie eine andere Frage

Was passiert nach einer Scheidung mit dem gemeinsamen Haus?

Zuletzt bearbeitet am

Kurz und knapp

Wurde keine Scheidungsregelungen getroffen, greifen die gesetzlichen Bestimmungen. Danach findet nach einer Scheidung ein finanzieller Ausgleich zwischen den Ehepartnern statt. Häufig ist der Verkauf der Immobilie oder die Auszahlung eines Ehepartners die einfachste Lösung. 

An erster Stelle steht es den Scheidenden natürlich frei, sich zu einigen, wie mit der Immobilie verfahren werden soll. Ist dies nicht möglich, kommt darauf an, ob vertragliche Scheidungsregelungen getroffen wurden. Falls nicht, greifen gesetzliche Bestimmungen.

Ehegatten gelten als Zugewinngemeinschaft. Dies bedeutet, dass nach einer Scheidung ein finanzieller Ausgleich zwischen den Ehepartnern für während der Ehe erworbene Vermögenswerte stattfinden muss, unter anderem Immobilien.

In der Praxis ist dies nicht immer so einfach, schließlich lässt sich ein Haus selten in zwei gleichwertige Teile aufteilen. Einigermaßen unproblematisch ist dies bei Häusern die aus zwei Doppelhaushälften bestehen. Möglich ist auch ein Umbau in zwei abgetrennte Wohneinheiten, wenn die Immobilie die baulichen Vorraussetzungen dafür erfüllt. In diesen Fällen spricht man von einer Realteilung.

Verkauf oder Überschreibung – die einfachsten Lösungen

Einfacher ist in der Regel der Verkauf der Immobilie während des Trennungsjahres oder die Übernahme durch einen Ehepartner mit entsprechender Auszahlung des anderen. Ist die Immobilie noch mit einem Darlehen belastet, muss die Bank in den Entscheidungsprozess zwingend mit eingebunden werden und muss einer Übertragung der Haftungspflichten keineswegs zustimmen, bzw. verlangt beim Verkauf in der Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung.

Warn-Symbol

Tipp: Grunderwerbsteuer sparen

Die Überschreibung der Immobilie sollte vor der rechtskräftigen Scheidung erfolgen, da ansonsten eine Grunderwerbssteuer fällig wird. 

Keine Einigung? Das Gericht entscheidet

Im Zweifels- bzw. Streitfall muss ein Gericht entscheiden, was immer mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Die Folge ist meist eine Teilungsversteigerung: das Haus wird zwangsversteigert. Dabei wird in aller Regel ein deutlich niedriger Verkaufserlös erzielt. Daher ist dies für beide Ehepartner die schlechteste Lösung und sollte nur der allerletzte Lösungsweg sein. 

Sollten beide Ehepartner nicht auf einen finanziellen Ausgleich angewiesen sein, kann eine harmonischere Alternative die Übertragung der Immobilie auf gemeinsame Kinder sein. Einem solchen Vorhaben müssen aber in aller Regel beide Ehepartner zustimmen – es kann nicht nur einer seinen Teil ohne Einwilligung des anderen verschenken.

Information-Symbol

Unser Rat: Frühzeitig Regelungen treffen

Auch wenn es etwas unromantisch erscheint: Regeln Sie die Folgen einer eventuellen Scheidung so früh wie möglich, bestenfalls schon zur Eheschließung. Entsprechende Regelungen können einem Ehevertrag per Scheidungsfolgenvereinbarung auch nachträglich noch hinzugefügt werden.

War dieser Beitrag hilfreich?

Bewertung: / 5. Abgestimmt:

Schade, dass Ihnen der Artikel nicht gefallen hat

Was können wir verbessern?

Ähnliche Fragen

Wobei dürfen wir Ihnen helfen?

Erhalten Sie kostenlose Angebote zum Vergleich

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch das Nutzen dieser Seite sind Sie mit der Verwendung von Cookies einverstanden (Datenschutzerklärung).