Für alle Fragen rund um das Haus

Eigene Frage stellen
  • Ihre Frage an die Experten

    Sie haben eine Frage rund ums Haus? Kein Problem! Unsere Immobilien-Experten beantworten Ihre Frage kostenlos.

  • Ihre Frage an die Experten

    Teilen Sie uns Ihren Namen und Ihre E-Mail Adresse mit. Sobald wir Ihre Frage beantwortet haben, werden Sie per E-Mail benachrichtigt.

  • Frage efrolgreich übermittelt!

    Unsere Experten machen sich nun an die Arbeit, Ihre Frage zu bearbeiten. Sie brauchen nichts weiter zu tun und erhalten eine E-Mail, sobald Ihre Frage beantwortet ist.

    Vielen Dank & bis bald, Ihr Team von Hausfrage.de

    Stellen Sie eine andere Frage

Was sind Wohn-Riester und Eigenheimrente?

Zuletzt bearbeitet am

Das Wichtigste kurz und knapp

Beide Begriffe haben die gleiche Bedeutung und meinen eine staatliche Förderung zum frühzeitigen Sparen für die eigene Immobilie. Dabei wird ein Teil des Einkommens eingezahlt, vom Staat mit einer Zulage ergänzt und beim Bau oder Kauf einer Immobilie ausgezahlt. 

Die Begriffe Wohn-Riester und Eigenheimrente haben die gleiche Bedeutung. Es geht um eine staatliche Förderung zur Baufinanzierung. Der Staat will dabei Anreize schaffen, frühzeitig mit dem Sparen für eine eigene Immobilie zu beginnen.

Wie funktioniert Wohn-Riester?

Sie zahlen einen Teil Ihres Einkommens in einen Wohn-Riester-Vertrag ein. Wer die volle Förderung durch Zulagen bekommen möchte, muss jährlich mindestens 4 Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens einzahlen. Dafür gibt es vom Staat eine Zulage von 175 Euro. Dazu kommen 185 Euro für jedes Kind, das vor 2008 geboren wurde und 300 Euro für jedes jüngere Kind. Wer mit dem Riestersparen vor dem 25. Lebensjahr anfängt, erhält weitere 200 Euro als Einmalzahlung. Auch die Kombination mit einem Bausparvertrag ist möglich. 

Wer kann die Förderung in Anspruch nehmen?

Diese Förderung ist allerdings nicht für alle möglich: Die wichtigsten Kriterien sind, dass Sie in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind und dass die Immobilie zur eigenen Nutzung erworben wird.

Nicht zum Riestersparen berechtigt, sind Selbstständige und alle, die über ein berufsständisches Versorgungswerk Altersvorsorge betreiben. Eventuell ist aber ein Riester-Vertrag über den Ehepartner möglich, wenn dieser Beiträge in die Rentenkasse einzahlt.

Wenn Sie sich für den Kauf oder Bau einer selbstgenutzten Immobilie entscheiden, wird der angesparte Betrag ausgezahlt. Das gilt übrigens auch für Immobilien im EU-Ausland. 

Achtung: Steuern beim Riester-Sparen

Ein weiterer Vorteil des Riester-Modells: Die selbst eingezahlten Beträge können bis zu einem Betrag von 2.100 Euro im Jahr von der Steuer abgesetzt werden. 

Beim Riester-Modell gilt allerdings eine nachgelagerte Besteuerung. Das bedeutet, dass bei Rentenantritt die Summe, die bislang mit allen Zulagen, Zinsen und geförderten Leistungen zusammengekommen ist, besteuert werden muss. Dazu registriert das Finanzamt alle Zahlen auf dem fiktiven Wohnförderkonto. 

Die Besteuerung erfolgt über einen Zeitraum von bis zu 25 Jahren, maximal aber bis zum 85. Lebensjahr des Riester-Sparers. 

Alternativ bietet das Finanzamt die Möglichkeit, die Steuerlast bei Renteneintritt auf einen Schlag zu begleichen. Als Anreiz bietet der Fiskus einen Rabatt von 30 Prozent. Entscheiden Sie sich für diese Variante, müssen Sie das Haus allerdings noch mindestens 20 Jahre behalten, ansonsten kann das Finanzamt erneut Forderungen stellen. 

Wie funktioniert die Besteuerung nach Renteneintritt genau? 

Anhand der folgenden Beispiele können Sie die Besteuerung noch einmal nachvollziehen: 

Beispiel 1: Sind bis zum Renteneintritt mit 65 Jahren insgesamt 40.000 Euro auf dem fiktiven Wohnförderkonto zusammengekommen, müssen diese nun bis zum 85. Lebensjahr, also insgesamt 20 Jahre lang versteuert werden. Um auf die 40.000 Euro in 20 Jahren zu kommen, müssen jedes Jahr 2.000 Euro versteuert werden. Bei einem Steuersatz von 20 Prozent ergibt sich eine Steuerlast von 400 Euro im Jahr und somit 33,33 Euro im Monat. 

Beispiel 2: Sie haben bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren insgesamt 60.000 Euro auf dem fiktiven Wohnförderkonto. Bis zum 85. Lebensjahr bleiben also noch 18 Jahre. Das bedeutet, dass Sie jedes Jahr ein Achtzehntel der 60.000 Euro versteuern müssen (3.333,33 Euro). Ihr Steuersatz liegt aufgrund Ihres Einkommens im Rentenalter bei 27 Prozent. Daraus ergibt sich eine jährliche Steuerlast von 900 Euro und somit 75 Euro im Monat. 

War dieser Beitrag hilfreich?

Noch keine Bewertungen.

Schade, dass Ihnen der Artikel nicht gefallen hat

Was können wir verbessern?

Ähnliche Fragen

Wobei dürfen wir Ihnen helfen?

Erhalten Sie kostenlose Angebote zum Vergleich

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch das Nutzen dieser Seite sind Sie mit der Verwendung von Cookies einverstanden (Datenschutzerklärung).