Welche Förderungen gibt es für den barrierefreien Umbau eines Hauses?

Barrierereduzierende Umbaumaßnahmen werden unter bestimmten Voraussetzungen von der Pflegekasse bezuschusst. Zusätzlich können Förderprogramm der Länder oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau beansprucht werden.

Stand:

Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert den Umbau zur Barrierereduzierung im Programm 455-B mit einem maximalen Zuschuss von 6.250 Euro je Wohnung. Informationen zur Förderung finden Sie hier. Zusätzlich bietet die KfW mit dem Programm 159 auch einen Kredit für barrierereduzierende Umbaumaßnahmen an. 

Daneben gibt es diverse Förderprogramme zum barrierefreien Umbau durch die Bundesländer In der Regel handelt es sich dabei um günstige Kredite mit einem Gesamtvolumen von rund 40.000 bis 70.000 Euro. Teilweise sind auch Investitionszuschüsse möglich. Informieren Sie sich hier deshalb frühzeitig über die Programme in Ihrem Bundesland. 

Wichtig: Viele Förderprogramme der Länder sind mit der KfW-Programmen kombinierbar. 

Die Pflegekasse kann einzelne Umbaumaßnahmen mit bis zu 4.000 Euro bezuschussen. Voraussetzung für die Bewilligung ist in der Regel, dass ein Pflegegrad vorliegt. Zu den geförderten Maßnahmen zählen beispielsweise der Einbau eines Treppenlifts, Türverbreiterungen für einen Rollstuhl oder die Installation einer bodengleicher Dusche. Dabei müssen Sie allerdings in einer bestimmten Reihenfolge vorgehen, um eine Förderung zu erhalten. 

So gelingt die Förderung der Pflegekasse

  • Pflegegrad beantragen
    Den Antrag auf einen Pflegegrad stellen Sie direkt bei der Pflegekasse Ihrer Krankenkasse. Nachdem die Kasse das Formular erhalten hat, wird ein Gutachter Ihre Pflegebedürftigkeit vor Ort prüfen. Die Einstufung benötigt anschließend rund 5 Wochen.
  • Kostenvoranschläge einholen
    Kostenvoranschläge sind in aller Regel kostenlos und geben Ihnen einen guten Anhaltspunkt über die entstehenden Kosten. Holen Sie immer mehrere Angebote von verschiedenen Anbietern ein. Besonders einfach geht das auf Vergleichsportalen. 
  • Antrag auf Förderung stellen
    Die entsprechenden Formulare für den Antrag bekommen Sie bei Ihrer Krankenkasse. Auch eine formlose Antragstellung mit einem selbst aufgesetzten Schreiben ist möglich.
  • Rechnung einreichen
    Nachdem Sie den positiven Bescheid erhalten haben, können Sie die Maßnahmen in Auftrag geben. Nach der Fertigstellung reichen Sie die Originalrechnung bei der Pflegekasse ein und erhalten bis zu 4.000 Euro erstattet.

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