Wie wird die Vorfälligkeitsentschädigung berechnet?

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Zunächst berechnen Banken ihren finanziellen Schaden durch die wegfallenden Zinseinnahmen. Vertraglich vereinbarte Sondertilgungsoptionen müssen dabei berücksichtigt werden.

Dem gegenübergestellt werden die Einnahmen, die die Bank durch den Erhalt der Restschuld generieren kann. Grundlage dafür kann das Verleihen des Geldes an einen anderen Kreditnehmer (Aktiv-Aktiv Methode) oder die Investition in Hypothekenpfandbriefe (Aktiv-Passiv Methode) sein. 

Die Bank darf entscheiden, welche Berechnungsmethode sie nutzt. In der Regel wird aber die Aktiv-Passiv Methode eingesetzt, da damit höhere Vorfälligkeitsentschädigungen zustande kommen. 

Außerdem wird für das wegfallende Darlehensrisiko ein Faktor zwischen 0,01 und 0,1 Prozent pro Jahr und für entfallende Verwaltungskosten ca. 100 bis 150 Euro abgezogen. Für das Berechnen der Vorfälligkeit erheben Banken aber eine Bearbeitungsgebühr, die bis zu 300 Euro betragen kann.

Ist die Forderung einer Vorfälligkeitsentschädigung rechtens, werden Sie diese akzeptieren müssen. Ihre Bank ist aber dazu verpflichtet, die angewandte Berechnungsmethode und die damit errechnete Summe nachvollziehbar aufzuschlüsseln. Wenn Ihnen der Betrag zu hoch vorkommt, können Sie diesen von einem Fachanwalt oder der Verbraucherzentrale prüfen lassen.

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