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Wie wird sichergestellt, dass der Käufer den Kaufpreis auch bezahlen kann?

Zuletzt bearbeitet am

Als Immobilienverkäufer stehen Ihnen verschiedene Mittel zur Verfügung, das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit zu minimieren: Auskunfteien, die Finanzierungsbestätigung der Bank oder die komplette Abwicklung über einen Notar. Besonders problematisch wird eine solche Situation dann, wenn der Verkäufer auf den Verkaufserlös angewiesen ist, etwa um eine andere Immobilie zu finanzieren. 

Wichtig zu wissen ist, dass Käufer und Verkäufer gemeinschaftlich für die Zahlung der Nebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notargebühren) haften. Kann der Käufer nicht zahlen, darf der Verkäufer zur Kasse gebeten werden. 

Zwei grundsätzliche Regeln vorab:

  • Erst Geld, dann Schlüssel
  • Nur Schriftliches zählt

Zunächst mal ist entscheidend, ob die Immobilie mit Hilfe einer Bank oder aus Eigenmitteln finanziert wird. Im ersten Fall, bestehen Sie auf eine schriftliche Bestätigung des Kreditgebers. Damit haben Sie in den meisten Fällen schon ein großes Stück Sicherheit gewonnen. Achten Sie aber darauf, ob an die Auszahlung des Darlehens weitere Bedingungen geknüpft sind, die zum Problem werden könnten.

Wird der Kauf eigenfinanziert, ist die Lage etwas komplizierter. Hier können Informationen von Auskunfteien weiterhelfen. Die größte und bekannteste, die Schufa, hat allerdings nur Daten zum Zahlungsverhalten, nicht zu den Einkommens- und Vermögensverhältnissen. Verlangen Sie vom Käufer eine aktuelle Selbstauskunft – einmal kalenderjährlich ist diese kostenfrei. Kaufinteressenten, die es ernst meinen, werden sich ohnehin schon darum gekümmert haben.

Lassen Sie sich außerdem Belege für das Eigenkapital zeigen: Konto- und Depotauszüge oder Geschäftsunterlagen von Selbstständigen. Wichtig: Nur Originale mit einem aktuellen Datum akzeptieren!

Die ganze Arbeit kann Ihnen ein Makler abnehmen. Im Maklervertrag kann festgehalten werden, dass dieser die Bonität des Kaufinteressenten überprüft. In der Regel gehört dies aber sowieso zu dem Service eines guten Maklers.

Um beim Zahlungsvorgang ganz auf Nummer sicher zu gehen, kann mit dem Notar die Abwicklung über ein Notaranderkonto vereinbart werden. Dieses dient als Zwischenkonto und stellt sicher, dass Grundbuch-Prozesse und der Besitzübergang erst dann geschehen, wenn der Kaufpreis angekommen ist.

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