Grundbucheintrag: Was kostet es?

Die Kosten für einen Grundbucheintrag variieren ja nach Kaufpreis des Objekts.

Stand:

Bei jedem Kauf und Verkauf von Immobilien ist eine Umtragung im Grundbuch nötig. Denn in diesem Buch werden in Deutschland die Eigentums- und Besitzverhältnisse von Immobilien dokumentiert.

Auch Lasten und Pflichten sowie Hypotheken werden hier eingetragen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass im Grundbuch keine Löschungen möglich sind. Alte Einträge werden -inzwischen digital- durchgestrichen, sind aber oft über Jahrhunderte hinweg nachvollziehbar. 

Wenn Sie ein Grundstück oder ein Haus kaufen, benötigen Sie einen aktuellen Auszug der Grundbuchseite. So können Sie sich über den aktuellen Status informieren.

Nach Überweisung des Kaufpreises wird der zuständige Notar die Änderung der Besitz- und Eigentumsverhältnisse veranlassen. Sobald Sie in den entsprechenden Sektionen der Grundbuchseite eingetragen sind, gehört die Immobilie endgültig Ihnen. 

Die folgenden Faktoren können den Gesamtpreis beeinflussen: 

  • Kaufpreis des Objekts
  • Gültiger Gebührensatz 
  • Weitere Services des Notars

Die Kosten für den Grundbuch sind gesetzlich genau geregelt. Das Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) ist hier der Anhaltspunkt. Die aktuell gültigen Gebühren finden Sie in dem Gesetz. Dort sehen Sie auch, dass die Kosten für den Grundbucheintrag vom Wert und vom Verkaufspreis der Immobilie abhängen. Je günstiger Ihr neues Haus, desto weniger Grundbuchgebühren zahlen Sie.

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Im Verkaufsprozess ergeben sich meist mehrere Grundbucheinträge, denn der Prozess hat mehrere Schritte. Je nachdem, um welchen Schritt es sich handelt und wer zuständig ist, können einfache oder doppelte Sätze anfallen. Diese basieren stets auf der Gebührenordnung. 

Rechnen Sie mit den folgenden Schritten für den Grundbucheintrag:

  • Beurkundung des Kaufvertrags: doppelter Satz (Notar)
  • Eintrag des Eigentümerwechsels: einfacher Satz (Grundbuchamt)
  • Beurkundung der Grundschuld: einfacher Satz (Notar)
  • Eintrag der Grundschuld: einfacher Satz (Grundbuchamt)
  • Kaufvollzug: doppelter Satz (Notar)
  • Betreuungsgebühr: halber Satz (Notar)
  • Beglaubigung der Unterschriften: doppelter Satz, aber je Unterschrift maximal 130 Euro (Notar)

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Höhe des halben, einfachen und doppelten Satz:

Wert bis..
halber Satzeinfacher Satzdoppelter Satz
110.000 Euro136,50 Euro273 Euro546 Euro
125.000 Euro150,00 Euro300 Euro600 Euro
140.000 Euro163,50 Euro327 Euro654 Euro
155.000 Euro177,00 Euro354 Euro708 Euro
170.000 Euro190,50 Euro381 Euro762 Euro
185.000 Euro204,00 Euro408 Euro816 Euro
200.000 Euro217,50 Euro435 Euro870 Euro
230.000 Euro242,50 Euro485 Euro970 Euro
260.000 Euro267,50 Euro535 Euro1.070 Euro
290.000 Euro292,50 Euro585 Euro1.170 Euro
320.000 Euro317,50 Euro635 Euro1.270 Euro
350.000 Euro342,50 Euro685 Euro1.370 Euro
380.000 Euro367,50 Euro735 Euro1.470 Euro
410.000 Euro392,50 Euro785 Euro1.570 Euro
440.000 Euro417,50 Euro835 Euro1.670 Euro
470.000 Euro442,50 Euro885 Euro1.770 Euro
500.000 Euro467,50 Euro935 Euro1.870 Euro
550.000 Euro507,50 Euro1.015 Euro2.030 Euro
600.000 Euro547,50 Euro1.095 Euro2.190 Euro
650.000 Euro587,50 Euro1.175 Euro2.350 Euro
700.000 Euro627,50 Euro1.255 Euro2.510 Euro
750.000 Euro667,50 Euro1.335 Euro2.670 Euro
800.000 Euro707,50 Euro1.415 Euro2.830 Euro
850.000 Euro747,50 Euro1.495 Euro2.990 Euro
900.000 Euro787,50 Euro1.575 Euro3.150 Euro
950.000 Euro827,50 Euro1.655 Euro3.310 Euro
1.000.000 Euro867,50 Euro1.735 Euro3.470 Euro
1.250.000 Euro1.067,50 Euro2.125 Euro4.270 Euro
1.500.000 Euro1.267,50 Euro2.535 Euro5.070 Euro

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In dem folgenden Beispiel wird der Kauf eines Einfamilienhauses beurkundet. Der Kaufpreis des Hauses beträgt 320.000 Euro. Die im Grundbuch eingetragene Grundschuld wird im Zuge des Kaufsprozesses gelöscht.

Finanzierungsschuld
Beurkundungsgebühr der Grundschuld
aus 320.000 Euro
1.270,00 Euro
Vollzugsgebühraus 320.000 Euro317,50 Euro
Betreuungsgebühraus 320.000 Euro
317,50 Euro
Beurkundungsgebühraus 320.000 Euro635,00 Euro
USt19 Prozent
482,60 Euro
Summe2.705,10 Euro

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Wenn Sie in Deutschland Einsicht in das Grundbuch nehmen möchten, müssen Sie ein berechtigtes Interesse vorweisen. Das geht beispielsweise mit einer Einverständniserklärung des Verkäufers. Inzwischen lässt sich das Grundbuch auch online einsehen. Wenn Sie direkt beim Grundbuchamt anfragen, ist die Einsichtnahme normalerweise kostenlos.

Darüber hinaus sollten Sie mit diesen Kosten für die Einsicht in das Grundbuch rechnen:

  • Schriftlicher Grundbuchauszug: 10 Euro 
  • Schriftlicher Grundbuchauszug (beglaubigt): 20 Euro

Wenn Sie den Notar damit beauftragen, einen Grundbuchauszug für Sie zu besorgen, sollten Sie mit den doppelten Kosten rechnen. Das gilt auch dann, wenn er für Sie die Beglaubigung vornimmt. Wenden Sie sich für diesen Schritt daher am besten direkt an das zuständige Grundbuchamt.

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