Ein Heizungswechsel steht an?

Sie möchten Ihre Heizungsanlage modernisieren und sich über Fördermöglichkeiten, Modelle und Preise informieren?

Dann lesen Sie unseren Ratgeber bis zum Ende. Mit Checklisten, Vergleichen und Tabellen erleichtern wir Ihnen den Heizungskauf.

7 goldene Tipps für den Heizungskauf

Ein Heizungskauf ist eine Angelegenheit, die wohlüberlegt sein sollte.

Statt sich für das erstbeste Angebot zu entscheiden, ist es ratsam, sich ausreichend über die verschiedenen Heizsysteme, die vielfältigen Brennstoffarten und natürlich auch über die Kosten zu informieren und sich professionell beraten zu lassen.

Schließlich ist es wichtig, dass Sie sich für eine Heizungsanlage entscheiden, die zu Ihnen, Ihrem Heizverhalten und Ihrem Energieverbrauch passt.

Unsere Tipps helfen Ihnen dabei, aus der Masse an Möglichkeiten das ideale Heizsystem für Sie zu finden.

Tipp 1: Eigenbedarf ermitteln

Bevor Sie sich konkret nach einer Heizungsanlage umschauen, analysieren Sie erst einmal Ihr bisheriges Heizverhalten.

Welchen Wärmebedarf haben Sie? Wie hoch sind Ihre Heizkosten?

Erfüllt Ihr bisheriges Heizsystem Ihre Anforderungen oder was soll sich zukünftig verbessern?

Erst wenn Sie für sich geklärt haben, welchen Ansprüchen die neue Heizungsanlage gerecht werden muss, macht es Sinn, an die konkrete Planung zu gehen.

Tipp 2: Beraten lassen

Wollen Sie Ihrem bisherigen Brennstoff treu bleiben oder sind Sie auch offen für Neues?

Die Zeiten haben sich geändert – mittlerweile gibt es viele Heizsysteme, die mit erneuerbaren Energien arbeiten, aber auch die „Klassiker“ Öl und Gas haben sich weiterentwickelt. Lassen Sie sich deshalb von einer Fachfirma oder einem Energieberater beraten, welche Heizungsanlage Ihre Anforderungen erfüllen könnte.

Tipp 3: Bauliche Voraussetzungen prüfen

  • Für eine Gasheizung benötigen Sie einen Gasanschluss;
  • für eine Ölheizung oder eine Holzheizung ist in der Regel ein großer Heizungsraum für ein Brennstofflager notwendig;
  • für eine Wärmepumpe muss Ihr Grundstück bestimmte Bedingungen erfüllen;
  • für eine Solarthermie ist die Ausrichtung Ihres Hauses entscheidend.

Jedes Heizsystem setzt unterschiedliche bauliche Gegebenheiten voraus.

Lassen Sie sich unbedingt von einer Fachfirma beraten, für welches Heizsystem überhaupt die nötigen Voraussetzungen gegeben wären bzw. was es kosten würde, diese zu erfüllen.

Tipp 4: Verschiedene Angebote einholen

Holen Sie sich immer Angebote bzw. Kostenvoranschläge mehrerer Heizungsanbieter ein. Nur so können Sie die verschiedenen Preise und Leistungen miteinander vergleichen.

Dabei können Sie viel Zeit sparen, wenn Sie direkt bei uns ein kostenloses und unverbindliches Angebot verschiedener Anbieter anfordern.

Nennen Sie uns in unserem Online-Formular einfach Ihre Wünsche und Vorstellungen bezüglich Ihres Heizsystems, und Sie erhalten bereits nach kurzer Zeit mehrere auf Sie zugeschnittene Angebote geprüfter Anbieter von uns. Anschließend können Sie ganz in Ruhe alle Angebote miteinander vergleichen.

Tipp 5: Energiekosten vergleichen

Was nützt Ihnen eine besonders günstige Elektroheizung, wenn Sie dafür Jahr für Jahr immense Stromkosten haben?

Viele Heizungskäufer legen das Hauptaugenmerk auf die Anschaffungskosten. Dabei sind die Energie- sowie die Instandhaltungskosten mindestens ebenso wichtig.

Und lohnt es sich nicht im Gegenzug auch, vergleichsweise viel Geld in eine Solarthermie zu stecken, wenn Sie dafür fortan kostenlose Sonnenergie verwenden können?

Beim Kauf einer Heizung ist es deshalb wichtig, alle Kosten im Zusammenhang zu berücksichtigen.

Tipp 6: Auf die Umwelt achten

Unsere Umwelt atmet im wahrsten Sinne des Wortes auf, wenn Sie eine Heizungsanlage mit einem möglichst niedrigen CO2-Ausstoß kaufen. Umfragen ergaben, dass besonders mit zunehmendem Alter sowie Einkommen die Frage nach der Umweltverträglichkeit beim Heizungskauf immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Neben Sonnenenergie ist vor allem Holz ein sehr umweltfreundlicher Brennstoff, der beim Verbrennen kaum CO2 abgibt.

Aber auch andere moderne Heizungsanlagen, wie beispielsweise die Öl- oder Gasheizung, arbeiten heutzutage wesentlich umweltfreundlicher und energieeffizienter als veraltete Systeme.

Tipp 7: Förderanträge stellen

Der Umweltgedanke wird auch besonders vom Staat gefördert.

Mit attraktiven Förderprogrammen bezuschussen unter anderem die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle sowie viele regionale Energieversorger die Modernisierung und Neuanschaffung von umweltfreundlichen Heizsystemen.

Dadurch kann das Investitionsbudget immens verringert werden.

Erkundigen Sie sich vor Ort bei Ihrer zuständigen Kommune, den Stadtwerken oder anderen Energieversorgern nach lokalen Förderprogrammen und wenden Sie sich an die KfW oder das BAFA zur Beantragung von Zuschüssen und Darlehen.

Fördermöglichkeiten für den Heizungskauf

Wer in seinem Haus energieeffizient und umweltfreundlich heizt, kann kräftig Geld sparen.

Und das nicht nur, weil sich eine moderne Heizungsanlage sehr deutlich beim sinkenden Energiebedarf und den damit verbundenen niedrigen Heizkosten bemerkbar macht, sondern auch, weil man vom Staat, von der Kreditanstalt für Wiederaufbau sowie gegebenenfalls auch von lokalen Energieanbietern und Banken mit Zuschüssen und günstigen Darlehen unterstützt wird.

Besonders gefördert werden Heizsysteme, die mit erneuerbaren Energien arbeiten, wie zum Beispiel Solaranlagen und Wärmepumpen.

Aber auch der Einbau von anderen modernen und energieeffizienten Heizungsanlagen, wie beispielsweise die Klassiker Öl- oder Gasheizung, wird finanziell bezuschusst.

Wie sichere ich mir Zuschüsse?

Ob Neubau oder Altbau, ob Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus:

Wenn Sie Hausbesitzer sind und sich eine neue und moderne Heizungsanlage einbauen bzw. Ihre bestehende optimieren lassen möchten, können Sie sowohl bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als auch beim Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Antrag auf Förderung stellen.

Der Grund für die staatliche Bezuschussung ist, dass Deutschland sich durch die Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls (Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen) dazu verpflichtet hat, den CO2-Ausstoß zu senken und somit den Klimaschutz deutlich voranzutreiben.

Das ist vor allem dann möglich, wenn in deutschen Haushalten mit umweltfreundlichen Anlagen geheizt wird.

Bei der Antragstellung ist es besonders wichtig, dass Sie sich an die vorgeschriebenen Fristen halten.

Da die Fördermittel für viele Programme begrenzt sind, ist es ratsam, möglichst zu Beginn des Jahres die Anträge zu stellen – sonst können die Fördergelder im schlimmsten Fall zum Ende des Jahres schon voll ausgeschöpft sein.

Wollen Sie Fördergelder bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragen, müssen Sie dies unbedingt vor Beginn der Modernisierungsmaßnahmen erledigen – es ist nicht möglich, sich ohne Absprache eine neue Heizung einbauen zu lassen und anschließend die Quittungen bei der KfW einzureichen.

Anders sieht dies beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle aus – hier reicht es in vielen Fällen, wenn Sie Ihre Belege mitsamt dem Förderantrag bis zu neun Monate nach Umsetzung der Maßnahme einreichen. Sowohl die KfW als auch das BAFA setzen voraus, dass der Einbau oder der Austausch der Heizungsanlage sowie alle anderen Arbeiten von einer Fachfirma durchgeführt werden.

Auch die Anträge müssen in vielen Fällen bereits zusammen mit einer Fachfirma, einem Energieberater oder einem Sachverständigen ausgefüllt und unterzeichnet werden.

Wer wird gefördert?

Den Förderantrag müssen Sie selbstständig bzw. in Zusammenarbeit mit einer Fachfirma oder einem Energieberater ausfüllen und beantragen – nur so können Ihnen die Zuschüsse gewährt werden. Den Antrag darf dabei nur der Hauseigentümer stellen.

Als Mieter dürfen Sie beispielsweise keinen Förderantrag stellen – allerdings lohnt es sich, Ihren Vermieter auf die Förderprogramme aufmerksam zu machen, schließlich bedeutet der Einbau einer modernen Heizungsanlage auch für Sie niedrigere Betriebskosten.

Sowohl bei der KfW als auch beim BAFA können nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen, Kommunen, Vereine, Stiftungen sowie gemeinnützige Organisationen von den Förderprogrammen profitieren und entsprechende Anträge ausfüllen.

Was wird gefördert?

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert vor allem den Einbau von Heizungsanlagen, die zur Wärmeerzeugung erneuerbare Energien nutzen, sprich Sonne, Erdwärme, Holz etc.

Ob Wärmepumpe, Solarthermie oder Pellet-Heizung – der Einbau dieser Heizsysteme wird großzügig bezuschusst und verringert so enorm die in der Regel sehr hohen Anschaffungskosten.

Dadurch wird die Investition in diese umweltfreundlichen und energieeffizienten Heizsysteme besonders attraktiv.

Dabei ist es wichtig zu wissen, dass Sie nicht gleich Ihr komplettes Heizsystem auswechseln müssen.

Die BAFA fördert auch Kombinationslösungen.

Wenn Sie Ihre bestehende Heizungsanlage, zum Beispiel eine Ölheizung oder eine Gasheizung, mit einer innovativen Anlage auf Basis von erneuerbaren Energien erweitern möchten, wird dieser Schritt ebenfalls staatlich bezuschusst. Außerdem können noch diverse Zusatzförderungen beantragt werden – für Optimierungsmaßnahmen oder auch als Bonus für besonders energieeffiziente und schadstoffarme Anlagen.

Seit August 2016 fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle im Rahmen des Förderprogramms „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“ außerdem noch den Austausch der Heizungspumpe sowie andere Optimierungsmaßnahmen wie zum Beispiel einen Hydraulischen Abgleich sowie den Einbau von voreinstellbaren Thermostatventilen und Einzelraumtemperaturregler.

Auch die Beratung durch einen Energieberater kann bezuschusst werden.

Kurz:

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bezuschusst sehr viele Maßnahmen, die dazu führen, dass Ihr Haus den KfW-Effizienzhaus-Standards entspricht.

Zu diesen Maßnahmen zählen nicht nur der Austausch des Heizsystems oder der Einbau einer Solarthermie auf dem Dach, sondern unter anderem auch die Installation eines Brennstofflagers, der Einbau von elektrischen Thermostatventilen, Niedertemperaturheizkörpern oder Pufferspeichern sowie die Dämmung der Heizungsrohre.

Ziel ist es, dass Ihre Immobilie durch diese Maßnahmen einen niedrigeren Jahresprimärenergiebedarf erzielt als ein vergleichbarer Neubau.

Wie wird gefördert?

Die Förderungshöhe des Bundesministeriums für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterscheidet sich je nach Maßnahme.

  • Eine Solarthermieanlage wird beispielsweise einmalig mit circa 100 Euro pro Quadratmeter Solarkollektorenfläche gefördert.
  • Für eine Pelletheizung bekommt man circa 3.500 Euro Fördermittel.
  • Der Einbau einer Wärmepumpe kann mit circa 4.000 Euro vom Staat bezuschusst werden.

Insgesamt können Sie bis zu 30% der Ausgaben für Ihre optimierte Heizung bezuschussen lassen.

Bei der KfW-Bank kann man als Hausbesitzer zwischen Förderprogramm 152 „Energieeffizient Sanieren – Kredit“ und Förderprogramm 430 „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“ wählen. Ersteres ermöglicht einen attraktiven Kredit mit sehr günstigen Konditionen (0,75 % Zinshöhe bei einer Laufzeit von 4 bis 30 Jahren), letzteres einen einmaligen Zuschuss in Höhe von bis zu 15 Prozent der förderfähigen Kosten (maximal 7.500 Euro pro Wohneinheit).

Wo wird gefördert?

Die Förderprogramme der KfW und des BAFA gelten in allen Bundesländern Deutschlands.

Abhängig von Ihrem Wohnort gibt es noch weitere Förderungsprogramme:

So unterstützt in Hamburg zum Beispiel die Hamburgische Investitions- und Förderbank die Modernisierung von Immobilien durch langfristige, zinsgünstige Darlehen; die Investitionsbank Berlin fördert energiesparende Maßnahmen im Berliner Raum und das Bayerische Modernisierungsprogramm unterstützt energieeffiziente Sanierungsmaßnahmen im Süden Deutschlands.

Erkundigen Sie sich vor Ort nach individuellen Fördermöglichkeiten und klären Sie ab, ob sich diese regionalen Förderprogramme mit den Zuschüssen von BAFA oder der KfW kombinieren lassen.

Welche Heizung passt zu mir?

Welche Heizungsanlange eignet sich besonders für Altbauten, welche für gut gedämmte Neubauten?

Welches System ist für ein Mehrfamilienhaus mit großem Wärmebedarf ratsam?

Welches für ein Ferienhaus, das die meiste Zeit leer steht?

Wer sich als Laie eine neue Heizungsanlange kaufen möchte, ist von dem sehr großen und vielseitigen Angebot an Heizsystemen leicht überfordert, denn es wird schnell klar, dass es beim Thema Heizungen keine Standardlösungen gibt.

Nicht jedes Heizsystem ist für jedes Haus gleich gut geeignet und viele Faktoren spielen bei der Entscheidung eine Rolle.

Wir stellen Ihnen hier die gängigsten Heizsysteme ausführlich vor. So können Sie am Ende selber entscheiden, welche Heizungsart perfekt zu Ihnen, Ihrem Haus und Ihrem Wärmebedarf passt.

Wie kann ich mein altes Heizsystem modernisieren?

Jedes Heizsystem hat nur eine begrenzte Lebensdauer und muss irgendwann ausgetauscht werden – entweder, weil die Heizung komplett defekt ist, nur noch eingeschränkt funktioniert oder aus Sicherheitsaspekten nicht weiter betrieben werden darf.

So gibt es beispielsweise die gesetzlich festgelegte Verpflichtung, dass Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, in der Regel ausgetauscht werden müssen.

Aber nicht nur aus dem Sicherheitsaspekt ist ein Heizungsaustausch angebracht, sondern auch aus Kosten- und Umweltgründen.

Neue, moderne Heizungsanlagen arbeiten deutlich energieeffizienter, sparsamer und umweltfreundlicher als veraltete Systeme. Deshalb macht sich eine Modernisierung der Heizungsanlage aufgrund deutlich geringerer Betriebskosten schnell bezahlt.

Auch der Einsatz von Wärmespeichern, wie ihn vor allem neuere Systeme nutzen, lohnt sich und sorgt für eine gleichmäßige und damit effizientere Wärmeverteilung. Dabei ist es übrigens nicht zwingend nötig, dem alten Heizsystem treu zu bleiben. Wenn die baulichen Voraussetzungen gegeben sind, ist ein Wechsel möglich.

Der Trend geht immer mehr dazu, ein klassisches Heizsystem mit einem innovativen zu kombinieren.

So kann man zum Beispiel in erster Linie mit Gas oder Öl heizen, die Warmwasserbereitung kann aber mithilfe einer Solarthermie erfolgen. Beliebt ist auch die zusätzliche Einzelraumbefeuerung – zum Beispiel mit einem Kaminofen im Wohnzimmer.

Wenden Sie sich an einen Heizungsfachmann, lassen Sie Ihren Wärmebedarf ausrechnen und sich umfangreich beraten, wie Sie Ihr altes Heizsystem durch ein neues ersetzen lassen können. Eventuell ist es auch gar nicht nötig, die komplette Heizungsanlage zu erneuern. Manchmal reicht es auch, nur die Heizungspumpe auszutauschen oder andere Optimierungsmaßnahmen durchzuführen.

Heizsysteme im Vergleich

Jedes Heizsystem hat Vor- und Nachteile und jedes hat vor allem auch seinen eigenen Preis. Zudem ist auch nicht jedes Heizsystem mit jedem Haus kompatibel – einige bauliche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit die Heizungsanlage installiert werden kann.

Und jedes noch so moderne Heizsystem kann nur energieeffizient arbeiten, wenn es möglichst voll ausgelastet wird – insofern ist der individuelle Wärmebedarf ebenfalls ein entscheidender Faktor.

Die nachfolgende Tabelle stellt die gängigsten Heizsysteme kurz und knapp vor und erleichtert Ihnen somit die Entscheidung.

Beschreibung Vorteile Bauliche Voraussetzungen
Ölheizung Sehr zuverlässiges, bewährtes und effizientes Heizsystem; gut mit Solarthermie kombinierbar Öl kann auf Vorrat gekauft werden (unabhängiger) Großer Keller für Öltank bzw. Garten für Erdtanks notwendig
Gasheizung Sehr effizientes, vergleichsweise preiswertes Heizsystem, das wenig Platz in Anspruch nimmt und schnell installiert ist Sehr geringer Platzbedarf Gasanschluss notwendig
Pelletheizung Durch automatische Zufuhreinrichtung werden regelmäßig und bedarfsgerecht Pellets, also gepresste Sägespäne, in die Brennkammer geliefert Umweltfreundlich; preiswerter Brennstoff mit Zukunft Platz für Lager in einem trockenen, gut gelüfteten Raum notwendig
Holzheizung Entweder manuell Holz (in Form von Holzscheiten, Briketts oder Hackschnitzel) nachlegen oder Brennstoff (meistens Hackschnitzel) mechanisch zuführen Umweltfreundlich; preiswerter Brennstoff mit Zukunft Großes Holzlager notwendig
Wärmepumpe Nutzt die Wärme aus der Luft, dem Grundwasser oder aus dem Erdinneren und wandelt sie in Energie um; auch für Warmwasser geeignet; sie wird mit Strom betrieben Umweltverträglich und energieeffizient Je nach Art der Wärmepumpe sind Boden, Größe des Grundstücks und Werte des Grundwassers wichtige Kriterien
Elektroheizung Durch Strom wird Wärme erzeugt; einige Formen der Elektroheizung geben diese Wärme direkt ab, zum Beispiel Heizlüfter, Radiatoren und elektrische Fußbodenheizungen Sehr preiswert in der Anschaffung; im Grunde keine Wartungskosten; nimmt sehr wenig Platz weg; leicht zu installieren Keine
Solarthermie Mithilfe von Solarkollektoren wird die Sonnenenergie in Wärme umgewandelt; kann sowohl für Warmwasser als auch als Unterstützung für Heizungen genutzt werden Umweltverträglich; unabhängig von Rohstoffen; kostenlose Nutzung der Solarenergie Das Dach muss die Dachlast der Kollektoren tragen können & geographisch zur Sonne ausgerichtet sein
Brennstoffzelle Funktioniert nach dem Prinzip einer Kopplung von Wärme und Kraft: Sie produziert nicht nur Wärme für die Heizung und Warmwasser, sondern liefert auch Strom Optimale Lösung für die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme; sehr robust, langlebig und wartungsarm Gasanschluss notwendig; mit Brennwerttherme (Gas) kombinierbar

Wer sich eine neue Heizungsanlage anschaffen möchte, sollte am besten vorher eine genaue Wärmebedarfsrechnung durchführen.

Einige Heizsysteme eignen sich gut für Einfamilienhäuser, andere arbeiten nur dann wirklich effizient, wenn der Wärmebedarf sehr hoch ist, also beispielsweise in Mehrfamilienhäusern, großen Bauernhöfen oder Bürogebäuden. Außerdem muss man berücksichtigen, ob es sich um einen Neu- oder um einen Altbau handelt.

Welches Heizsystem für welchen Haustyp?

Viele Heizungsanlagen lassen sich zwar auch nachträglich problemlos in Altbauten installieren, sind aber nur bedingt empfehlenswert. Altbauten sind in der Regel eher schlecht gedämmt, haben sehr hohe Decken und verbrauchen deshalb extrem viel Energie. Aus diesen Gründen sollte ein Heizsystem mit niedrigen Heizkosten gewählt werden.

Beim Neubau hingegen gilt es, sich an die Energiesparverordnung zu halten. Diese schreibt vor, dass man nur Häuser bauen darf, die dem Effizienzhausstandard entsprechen.

Zudem schreibt das Erneuerbare Energien-Wärme-Gesetz vor, dass der benötigte Energieverbrauch in Neubauten wenigstens zum Teil mit regenerativen Energien gedeckt werden muss. Möglich ist zum Beispiel eine Kombination aus Solarthermie und Öl- oder Gasheizung.

Altbau Neubau Idealer Haustyp
Ölheizung Häuser mit großem Heizungskeller für den Öltank
Gasheizung Überall einsetzbar; aufgrund der kompakten Größe besonders auch für kleine Häuser ideal
Pelletheizung In allen Häusern einsetzbar, die Platz für ein Pellet-Lager haben
Holzzentralheizung Große Häuser mit einem hohen Wärmebedarf, z.B. Mehrfamilienhäuser, Bauernhöfe etc.
Elektroheizung Ferienhäuser, die selten genutzt werden
Wärmepumpe Moderne Neubauten, zum Beispiel auch Passivhäuser
Solarthermie Für jedes Haus empfehlenswert, dessen Dachtraglast ausreichend hoch ist und deren Lage geeignet ist
Brennstoffzelle Mehrfamilienhäuser, Hotels und Bürogebäude mit einem sehr hohen Energiebedarf

Was kostet eine neue Heizungsanlage?

Die Entscheidung für eine neue Heizung ist in der Regel immer eine gute, denn moderne Heizungsanlagen benötigen bis zu 30 Prozent weniger Brennstoff als alte Heizsysteme und arbeiten effizienter und umweltschonender.

Die relativ hohen Anschaffungskosten amortisieren sich mit der Zeit durch den sinkenden Energiebedarf und die geringeren Heizkosten.

Außerdem bietet eine gut funktionierende Heizung deutlich mehr Wohnkomfort und steigert dadurch auch den Wert Ihrer Immobilie.

Für welche Heizung Sie sich letztendlich entscheiden, hängt nicht nur von Ihren Vorstellungen und den baulichen Voraussetzungen Ihres Hauses ab, sondern auch von Ihrem verfügbaren Budget.

Dabei sollten Sie nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Betriebs- und Wartungskosten miteinander vergleichen. Außerdem können mögliche Fördergelder das Investitionsbudget immens verringern.

Preisvergleich: Was kostet mich welches Heizsystem?

Die Preise der diversen Heizsysteme unterscheiden sich nicht nur nach Modell, sondern auch von Anbieter zu Anbieter. Auch die Brennstoffkosten sind in der Regel Schwankungen ausgesetzt. Zudem verlangt jede Heizungsfirma für Reparatur- und Wartungsarbeiten unterschiedliche Preise.

Deshalb kann sich die folgende Tabelle nur als Orientierungshilfe verstehen. Die angegebenen Kosten sind Richtwerte, die Ihnen die Entscheidung erleichtern sollen.

Anschaffungskosten (einmalig) Wartungskosten (pro Jahr) Heizkosten (pro kWh)
Ölheizung 5.000–9.000 Euro 120–250 Euro 7–8 Cent
Gasheizung 4.000– 8.000 Euro 100–200 Euro 7 Cent
Pelletheizung 17.000–25.000 Euro 200–300 Euro 4–5 Cent
Holzzentralheizung 20.000–25.000 Euro 200–300 Euro 3 Cent
Elektroheizung 200–1.000 Euro 0 Euro 29 Cent
Wärmepumpe 12.000– 25.000 Euro 50 Euro 5–6 Cent
Solarthermie 8.000–10.000 Euro 20–50 Euro Keine
Brennstoffzelle 25.000–55.000 Euro 300-1.000 Euro 7–10 Cent

Auf niedrige Heizkosten setzen

Beim Heizungskauf ist es wichtig, nicht nur die Anschaffungsksoten im Blick zu haben, sondern vor allem auch auf die Heizkosten zu schauen.

Die Preise für Brennstoffe sind in den letzten Jahren regelmäßig angestiegen, was in erster Linie daran liegt, dass die Vorräte an fossilen Brennstoffen auf lange Sicht immer knapper werden.

Vor allem Gas und Öl unterliegen oftmals großen Preisschwankungen. Überhaupt nicht energieeffizient arbeitet die Elektroheizung, die zwar in der Anschaffung extrem preiswert, dafür aber in den Heizkosten extrem teuer ist.

Vergleichsweise günstig ist Holz – ein nachwachsender Rohstoff, der für günstige Brennstoffkosten sorgt, und zudem sehr umweltfreundlich arbeitet.

Die geringsten Heizkosten verursacht eine Solarthermie, nämlich gar keine! Die Sonnenenergie ist für alle kostenlos und deshalb besonders vielversprechend. Erkundigen Sie sich deshalb vor dem Kauf einer neuen Heizungsanlage nach Kombinationslösungen, nach dem Verbrauch der einzelnen Modelle und nach den aktuellen Brennstoffpreisen.

Heizungsanbieter im Preis-Leistungs-Vergleich

Bevor Sie sich überstürzt für eine Heizungsanlage und eine Heizungsfirma entscheiden, sollten Sie sich mehrere Kostenvoranschläge einholen und einen gründlichen Preis-Leistungs-Vergleich durchführen.

Lassen Sie sich dabei nicht von Schnäppchen-Preisen blenden – nicht jedes Heizungsunternehmen bietet die gleichen Serviceleistungen und die gleiche Qualität an. Prüfen Sie deshalb genau, welche Firma welche Inklusivleistungen anbietet.

Bis zu 30% durch einen Angebotsvergleich sparen

Wenn Sie im Internet und in Branchenbüchern nach Heizungsfirmen in Ihrer Nähe suchen, dann kann das ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Bequemer und schneller geht es, wenn Sie direkt bei uns kostenlose und unverbindliche Angebote verschiedener Heizungsunternehmen anfordern.

Füllen Sie einfach unser Online-Formular aus und Sie erhalten bereits nach kurzer Zeit mehrere auf Sie zugeschnittene Angebote verschiedener Heizungsfirmen von uns.

Die Vorteile: Sie sparen nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Sie können von bis zu 30 Prozent Preisersparnis profitieren, wenn Sie direkt bei uns die Angebote vergleichen. Zudem können Sie sich darauf verlassen, dass wir Ihnen nur qualitätsgeprüfte, seriöse Heizungsunternehmen vermitteln. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie ganz in Ruhe alle Angebote miteinander vergleichen können.

Den richtigen Heizungsanbieter finden: Unsere Checkliste

Sie haben Angebote verschiedener Heizungsanbieter vorliegen?

Diese Checkliste hilft Ihnen dabei, den passenden Heizungsanbieter für Sie herauszufiltern:

Kostenlose Checkliste für den Heizungskauf

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1. Hat die Heizungsfirma ihren Standort in der Nähe?
Nicht nur für die Beratung und den Einbau der Heizungsanlage, sondern auch für spätere Wartungs- und Reparaturarbeiten ist es von Vorteil, wenn Sie eine Heizungsfirma in Ihrer Nähe beauftragen.

2. Gibt es positive Online-Bewertungen oder andere Referenzen zu dem Heizungsanbieter?
Erkundigen Sie sich im Vorwege, ob es sich um eine seriöse Heizungsfirma handelt. Bewertungen im Internet können Ihnen dabei ebenso helfen wie Erfahrungswerte und Empfehlungen aus dem Freundeskreis.

3. Bietet die Heizungsfirma vor Vertragsabschluss einen Beratungstermin an?
Bevor die Heizungsfirma Ihnen ein Heizsystem vorschlagen kann, das wirklich zu Ihnen und Ihrem Haus passt, muss sie Ihre Wünsche, Ihr Heizverhalten und Ihr verfügbares Budget kennen. Jede seriöse Firma wird Ihnen deshalb ein Beratungsgespräch anbieten.

4. Berät mich die Heizungsfirma ausführlich über die verschiedenen Modelle?
Eine professionelle Heizungsfirma wird Sie über die verschiedenen Heizsysteme und Brennstoffarten informieren und zusammen mit Ihnen über Vor- und Nachteile diskutieren.

5. Schaut sich der Anbieter vor Vertragsabschluss die örtlichen Gegebenheiten an?
Die Heizungsfirma kann Ihnen nur eine geeignete Heizungsanlage empfehlen, wenn sie Ihre baulichen Voraussetzungen kennt und weiß, welche Anschlüsse und wie viel Platz zur Verfügung Sie haben etc.

6. Sind alle Kosten im Vertrag/Angebot deutlich aufgelistet?
Schauen Sie genau, ob alle einzelnen Positionen explizit aufgelistet sind oder ob Sie noch mit „versteckten Kosten“, wie zum Beispiel Arbeitsstunden, Anfahrtskosten etc. rechnen müssen.

7. Kümmert sich der Heizungsanbieter auch um die Entsorgung meiner alten Heizungsanlage?
Besonders komfortabel und mit deutlich weniger Aufwand verbunden ist es natürlich, wenn die Heizungsfirma vorm Einbau der neuen Anlage, erst einmal die alte Heizungsanlage ausbaut und entsorgt. Wenn Sie den Ausbau von einer Fachfirma durchführen lassen, bezuschusst Ihnen die KfW-Bank eventuell die Maßnahme.

8. Führt der Heizungsanbieter einen Hydraulischen Abgleich durch?
Ihre neue Heizung kann nur optimal arbeiten, wenn nach dem Einbau ein Hydraulischer Abgleich durchgeführt wird. Außerdem ist der Hydraulische Abgleich eine Voraussetzungen für Förderprogramme der KfW und des BAFA.

9. Klärt mich die Heizungsfirma über finanzielle Fördermöglichkeiten auf?
Durch Fördermöglichkeiten kann sich Ihre Investitionssumme deutlich verringern. Lassen Sie sich von der Heizungsfirma beraten und beim Ausfüllen der Förderanträge unterstützen.

10. Gibt es Garantieleistungen?
Eine professionelle Heizungsfirma bietet Ihnen immer Garantieleistungen an.

11. Kann die Heizungsfirma Qualitätssiegel und Auszeichnungen vorweisen?
Qualitätssiegel, wie zum Beispiel das TüV-Zertifikat, weisen auf Kompetenz und hohe Qualitätsstandards der Heizungsfirma hin.

Lokale Heizungsinstallateure vs. Internetanbieter

Ist es ratsam, den Heizungsfachmann vor Ort zu kontaktieren und sich von ihm einen Kostenvoranschlag einzuholen oder macht es Sinn, den Heizungskauf in die Hände eines Internetanbieters zu legen?

Der Onlinehandel boomt, weil es wesentlich bequemer, spontaner, schneller und oftmals auch günstiger ist, über das Internet einzukaufen.

Warum also nicht auch beim Heizungskauf?

Dass man dabei keine Angst vor schlechtem Service haben muss, beweisen die sehr erfolgreichen Start-Ups dieser Branche „Kesselheld“ und „Thermondo“. Genau wie beim lokalen Heizungsinstallateur bieten sie einen umfassenden Service aus einer Hand:

  • Produktvielfalt
  • 24-Stunden-Notfall-Service
  • eingehende Beratung durch einen festen Ansprechpartner
  • höchste Qualitätsstandards bei den Mitarbeitern und beim Material
  • Hilfe/Beratung bei der Finanzierung und bei den Förderanträgen
  • Installationsteam in der Nähe, das sich um Wartungs- und Reparaturarbeiten kümmert

Es gibt nur einen bedeutenden Unterschied zu dem Handwerker vor Ort:

Der Preis.

Dank der schnellen und vereinfachten Arbeitsabläufe und der effizienten Zusammenarbeit sind die Online-Anbieter in der Regel deutlich kostengünstiger als die ortsansässige Heizungsfirma.

10 hilfreiche Tipps zum Heizkosten sparen

Sie möchten eine warme Wohnung und dennoch möglichst geringe Heizkosten?

Kein Problem! Bei Berücksichtigung dieser unkompliziert umsetzbaren Tipps lässt sich schon mit ein paar Handgriffen eine ganze Menge Geld einsparen.

Tipp 1: Haus gut dämmen

Schaffen Sie die idealen Rahmenbedingungen für Ihre Heizungsanlage.

Die beste Energiebilanz erreichen Sie natürlich in einem gut isolierten Haus mit einer modernen Heizungsanlage.

Doch auch wenn Sie nicht in einem Neubau wohnen, können Sie mit einigen baulichen Maßnahmen für enorme Energieeinsparungen sorgen.

Dazu gehören zum Beispiel eine gute Dämmung der Außenwände und des Daches, innovative Fenster und Türen und abgedichtete, mit Schaumstoff ummantelte Heizungsrohre.

Diese Maßnahmen zur Energieoptimierung lassen sich im Zuge von Renovierungen und Sanierungen sowohl von innen als auch von außen bei Altbauten durchführen – und werden vom Staat und von der KfW-Kreditanstalt großzügig bezuschusst.

Tipp 2: Heizung regelmäßig warten lassen

Wer seine Heizung regelmäßig warten lässt, kann dadurch nicht nur enorme Heizkosten einsparen, sondern auch die Lebensdauer der Heizung deutlich verlängern.

Einmal pro Jahr …

Einmal pro Jahr sollte eine Fachfirma kontrollieren, ob Ihre Heizung effizient arbeitet, ob die Abgaswerte im Normbereich liegen und ob die Sicherheit gewährleistet ist. Schon kleinste Verunreinigungen und Rußablagerungen führen zu einem erhöhten Energieverbrauch.

Tipp 3: Hydraulischer Abgleich durch Fachfirma

Damit Ihre Heizungsanlage optimal und besonders energieeffizient arbeiten kann, sollten Sie von einer Fachfirma einen so genannten Hydraulischen Abgleich durchführen lassen.

Dieser sorgt dafür, dass jeder Heizkörper mit der idealen Menge an Heizungswasser versorgt wird. So kann jeder Heizkörper individuell die optimale Wärmeabgabe für jedes Zimmer leisten – und das zahlt sich am Ende aus.

Der Hydraulische Abgleich muss in der Regel nur einmalig durchgeführt werden; es sei denn, bauliche Maßnahmen oder Zimmerumverteilungen führen zu einer Änderung in der Raumnutzung.

Übrigens fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle diese Maßnahme zur Heizungsoptimierung mit bis zu 30 Prozent – Voraussetzung ist, dass der Hydraulische Abgleich durch einen Fachbetrieb durchgeführt wird.

Tipp 4: Thermostat richtig einstellen

Vermutlich bevorzugen Sie im Schlafzimmer eher kühlere Temperaturen, während es im Badezimmer gerne wohlig warm sein darf?

Nicht jedes Zimmer benötigt die gleiche Raumtemperatur.

Dementsprechend sollten Sie auch die Thermostatventile einstellen:

In dem Flur, dem Schlafzimmer und der Küche reicht es in der Regel, wenn das Thermostat auf 1 oder 2 gestellt ist, im Wohnzimmer sowie im Kinderzimmer auf Stufe 3 und im Badezimmer zwischen 3 und 4.

Besonders energiesparend ist es, wenn Sie das Thermostat morgens einmalig einstellen und anschließend die Raumtemperatur konstant beibehalten.

Wenn man die Heizung jedes Mal abdreht, sobald man das Zimmer verlässt, und beim Reinkommen wieder hochdreht, ist der Energieverbrauch höher, als wenn die Temperatur auch während der Abwesenheit gleich bleibt. Das gilt natürlich nicht für die Nacht.

Hier kann man seine Energiekosten deutlich senken, wenn man die Heizung nachts ein wenig drosselt und so die Raumtemperatur um 2–3 °C verringert. Auch bei längerer Abwesenheit durch Urlaube sollte die Heizung auf 1 gestellt werden, so dass eine Raumtemperatur von circa 12–15 °C erhalten bleibt – ganz ausschalten sollten Sie die Heizung aufgrund der Gefahr von Schimmelbildung nicht.

Eine innovative Lösung sind übrigens programmierbare Thermostate, die neben einem Temperaturfühler auch eine Zeitschaltuhr beinhalten.

So kann man einstellen, zu welcher Uhrzeit ein Heizkörper warm werden soll und wann er wieder abkühlen darf. Da diese elektronischen Thermostate zur Energieoptimierung beitragen, wird ihr Einbau ebenfalls staatlich bezuschusst.

Tipp 5: Richtig lüften

Erfroren sind schon viele, erstunken ist noch keiner – ist eine beliebte Redewendung von Menschen, die ungern ihre Wohnung lüften. Dabei ist regelmäßiges Lüften (hier finden Sie weitere Tipps dazu) natürlich wichtig.

Da wir Menschen eine hohe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung produzieren, würde es andernfalls schnell zu Schimmelbildung an den Wänden und zu Atemwegserkrankungen bei den Bewohnern kommen.

Dennoch sollte man nicht den Fehler machen und ununterbrochen sein Fenster auf Kipp stellen – denn sonst zieht nicht nur Frischluft, sondern auch Kälte ein.

Viel energieeffizienter ist es, zweimal täglich für Durchzug zu sorgen, indem man die Fenster für ein paar Minuten weit aufreißt.

Der Vorteil: Die Wohnung und vor allem auch die Wände kühlen dabei nicht so sehr ab wie beim langen Lüften mit dauergekippten Fenstern. Das bedeutet, die Heizung braucht anschließend weniger Energie, um wieder die optimale Raumtemperatur zu erreichen. Auch nachts sollten die Fenster während der Heizperiode möglichst geschlossen bleiben.

Tipp 6: Heizkörpern Raum geben

Wenn Sie vor Ihren Heizkörper ein wuchtiges Sofa stellen, dann wird nicht Ihr Wohnzimmer warm, sondern die Couch.

Das bringt weder dem Sofa noch Ihnen etwas. Wer die Heizkörper zustellt, sorgt für die Entstehung eines Wärmestaus und verschwendet unnötig Energie, denn so kann die Wärme nur nach oben abstrahlen bzw. unnötig die Einrichtungsgegenstände erwärmen.

Die Heizkörper sollten am besten an einer gut wärmeisolierten Außenwand installiert werden.

Gerade bei älteren Häusern lässt die Fassadendämmung oftmals zu wünschen übrig. Mit einer selbstklebenden Reflexionsfolie, die direkt an die Wand hinter dem Heizkörper angebracht wird, können sie den Energieverlust deutlich reduzieren, da die Folie die Wärmestrahlung des Heizkörpers fast vollständig wieder zurück in den Raum reflektiert.

Tipp 7: Zugluft vermeiden

Stellen Sie eine Kerze auf Ihre Fensterbank und schauen Sie, ob das Kerzenlicht flackert.

Wenn ja, ist das ein Zeichen dafür, dass Ihre Fenster undicht sind. Den gleichen Test können Sie auch vor Haustür und Zimmertür machen.

Zugluft ist ein großer Energieverschwender.

Deshalb sollten schlecht isolierte Fenster möglichst schnell ausgetauscht werden – am besten durch zwei- oder sogar dreifach verglaste Scheiben. Wem dafür das nötige Kleingeld fehlt, sollte sich mit Gardinen behelfen. Diese sorgen wie eine dünne Dämmschicht dafür, dass die kalte Luft durch das Fenster nicht ungebremst in den Raum einziehen kann.

Falls sich unterhalb des Fensters ein Heizkörper befindet, sollten die Gardinen allerdings auf Höhe der Fensterbank enden.

Auch Rollläden können die Wärme im Inneren halten und sollten nachts heruntergelassen werden. Achten Sie jedoch darauf, dass die Rollladenkästen gut isoliert sind – andernfalls sind sie ebenfalls „Energieräuber“.

Auch durch Türen kann warme Luft schnell entweichen.

Denken Sie daran, die Türen – vor allem zu kälteren Räumen – immer geschlossen zu halten. Bei undichten Türen können Bürsten- oder Gummidichtungen, aber auch Zugluftstopper Abhilfe schaffen.

Tipp 8: Heizkörper entlüften

Gerade zu Beginn einer Heizperiode befindet sich oftmals zu viel Luft im Heizsystem.

Das erkennen Sie nicht nur am lautstarken Klackern und Gluckern, sondern auch an der eingeschränkten Leistungsfähigkeit der Heizkörper.

Durch die Luft im Heizsystem kann das Heizungswasser nicht richtig zirkulieren und dadurch auch nicht gleichmäßig Wärme abgeben – die Folge sind erhöhte Energiekosten. Deshalb empfiehlt es sich, alle Heizkörper in der Wohnung regelmäßig zu entlüften.

Das geht ganz einfach und ist mit wenigen Handgriffen erledigt:

Einfach mit einem Entlüftungsschlüssel das Entlüftungsventil eine halbe Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn aufdrehen.

Mit einem Zischen entweicht die Luft. Drehen Sie das Ventil erst wieder zu, wenn ein konstanter Strahl Heizungswasser aus dem Ventil abläuft. Das Wasser können Sie mit einem Handtuch oder einer Schüssel auffangen. Bewohnen Sie ein Haus oder eine Wohnung über mehrere Etagen, dann fangen Sie im Erdgeschoss mit dem Entlüften an, da die Luft immer nach oben steigt.

Tipp 9: Teppiche als Wärmequelle

Teppiche sind nicht nur dekorativ und eine gute Dämmung, sondern sie sorgen in erster Linie auch für warme Füße.

Und das ist wichtig, denn kalte Füße sind extrem unangenehm und vermitteln schnell das Gefühl, dass einem am ganzen Körper kalt sei. Wer keine dicken Socken oder Hausschuhe trägt, gerät deshalb schnell in Versuchung, die Heizung ein wenig höher zu stellen, um diesem Kälteempfinden entgegenzuwirken.

Mit einem warmen Teppich oder kuscheligen Läufern schaffen Sie nicht nur Gemütlichkeit, sondern reduzieren in der Regel auch Ihre Heizkosten.

Tipp 10: Günstigen Brennstoff kaufen

Egal, ob Sie mit Öl, Gas oder mit Holz heizen – Sie sollten sich immer für einen qualitativ hochwertigen Brennstoff entscheiden.

Dennoch kann es nicht schaden, sich stets über die aktuellen Preisentwicklungen zu informieren und die Preis-Leistungs-Angebote verschiedener Brennstoffhändler zu vergleichen. Manchmal kann sich ein Wechsel des Anbieters lohnen.

Häufige Fragen zum Thema Heizungskauf

Welches Heizsystem eignet sich für welchen Haustyp? Wo finde ich eine seriöse Heizungsfirma?

Wer sich intensiv mit dem Thema Heizungswechsel & Heizungskauf beschäftigt, dem stellen sich viele Fragen.

Welche staatlichen Förderprogramme gibt es? Was kostet eine Heizung?

Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen zusammengestellt und liefern Ihnen die entsprechenden Antworten.

Peter Kuhn