Haus kaufen oder mieten: Was ist besser?

Für die Einen ist es der größte Traum, für die Anderen der größte Albtraum: eine eigene Immobilie.

Viele erhoffen sich von einem eigenen Haus mehr Freiheiten und eine sichere Altersvorsorge. Andere wiederum bevorzugen es, ein Haus zu mieten.

Welche Vor- und Nachteile beides mit sich bringt und wie Sie herausfinden, was für sie am besten ist, erfahren Sie jetzt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Hauskauf hängt in erster Linie von Ihrer finanziellen Situation ab
  • Wer flexibel bleiben möchte, entscheidet sich für das Wohnen zur Miete
  • Ein eigenes Haus bringt zwar viel Verantwortung mit sich, bietet aber auch eine sichere Altersvorsorge

Entscheidungshilfe: Kaufen oder Mieten?

Am Anfang jedes Hauskaufs steht die Frage, ob Mieten nicht sinnvoller ist.

Natürlich hängt dies ganz wesentlich von Ihrer finanziellen Situation ab.

Mindestens genauso wichtig ist aber Ihre aktuelle Lebenssituation und wie sich diese in Zukunft noch entwickeln soll.

Entscheidungshilfe: Stellen Sie sich diese 4 Fragen

  • Ist mein Arbeitsverhältnis (und Arbeitsort) stabil und wird sich nicht so bald ändern?
  • Werde ich in den nächsten Jahren das gleiche Gehalt (oder mehr) bekommen?
  • Bin ich mir über meine Familienplanung sicher (Lebenspartner, Kinder)?
  • Werde ich in 10 oder 20 Jahren noch die gleichen Anforderungen an meine Immobilie haben (barrierefrei etc.)?

Sie können alle 4 Fragen mit „Ja“ beantworten? Dann bringen Sie gute Voraussetzungen für einen Hauskauf mit.

Mit den eigenen vier Wänden erwerben Sie einen realen Wert, den Sie ganz nach persönlichen Vorlieben gestalten können – ohne dabei von einem Vermieter abhängig zu sein.

Wer sich dagegen noch nicht sicher ist, wo die persönliche Lebensreise hingehen soll, ist in aller Regel mit Mieten besser dran.

Letztlich werden Sie diese Entscheidung selber treffen müssen. Doch eines ist klar: Es gibt kaum eine bessere Geldanlage als eine selbst genutzte Immobilie.

Wie viel Haus kann ich mir leisten?

Wann lohnt sich die Miete?

Wer ortsunabhängig sein und keine Schulden durch ein Immobiliendarlehen anhäufen möchte, der entscheidet sich vermutlich dafür eine Immobilie zu mieten.

Diese Vor- und Nachteile bringt das Mieten einer Immobilie mit sich:

Vorteile

  • Beruflich flexibler, da jeder Zeit ein Wohnortwechsel möglich ist
  • Keine Schulden durch eine Baufinanzierung
  • Man muss sich nicht um die Instandhaltung des Gartens, der Heizung oder sonstiges kümmern
  • Geringere Verantwortung
  • Niedrigere Nebenkosten

Nachteile

  • Steigende Miete
  • Keine Altersvorsorge
  • Abhängigkeit vom Vermieter (bspw. in der Gestaltung)
  • Vermieter kann Nebenkosten auf den Mieter umlegen

Wann lohnt sich der Hauskauf?

Für die meisten Menschen steht das eigene Haus ganz oben auf der Wunschliste. Es verspricht mehr Freiheiten in den Gestaltungsmöglichkeiten und dient als eine gute Altersanlage.

Diese Vor- und Nachteile bringt der Kauf einer Immobilie mit sich:

Vorteile

  • Mehr Freiheit in den Gestaltungsmöglichkeiten
  • Bessere Planbarkeit (keine Mieterhöhungen)
  • Stabile Wertanlage
  • Altersvorsorge
  • Bietet mehr Platz und Freiraum für die Familie
  • Stellt eine Sicherheit dar (keine Kündigung wegen Eigenbedarfs etc.)

Nachteile

  • Geringere Flexibilität, z.B. bei der Arbeitsplatzsuche
  • Anschlussfinanzierung kann teuer werden
  • Instandhaltung die Zeit- und Kostenintensiv sein kann
  • Höhere Nebenkosten
  • Mehr Verantwortung
  • Finanzierungsnebenkosten, wie Grundsteuer, Notar

Was ist günstiger: Haus kaufen oder Mieten?

Bei der Frage, ob ein Hauskauf oder die Miete günstiger ist, spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Dazu gehören:

  • Kaufpreis bzw. Mietkosten der Immobilie
  • Kaufnebenkosten
  • Instandhaltungskosten
  • Kosten für die Finanzierung
  • Wertsteigerung der Immobilie

Um eine grobe Einschätzung zu erhalten, kann Ihnen folgende Faustregel behilflich sein.

Rechnung: Kaufen oder mieten?

Kaufpreis / (monatliche Kaltmiete x 12)

Teilen Sie den Kaufpreis Ihrer Wunschimmobilie durch die Jahreskaltmiete eines Mietobjektes mit ähnlicher Lage, Ausstattung und Wohnfläche.

Liegt das Ergebnis bei ca. 20 lohnt sich ein Kauf. Liegt der Wert bei 25 oder höher, ist die Miete günstiger.

Beispielrechnung: Kaufen oder mieten?

Der Preis Ihrer Wunschimmobilie liegt bei 280.000 Euro. Für ein vergleichbares Mietobjekt in der Nähe zahlen Sie eine Kaltmiete von 650 Euro pro Monat.

280.000 Euro / (650 Euro x 12) = 27,45

In diesem Fall liegt das Ergebnis über 25 – die Miete ist bei diesem Objekt die günstigere Wahl.

FAQ

Fällt die Tilgungssumme höher als die Miete aus, ist diese im Monat günstiger. Oft ist ein Kauf auf lange Sicht günstiger. Bei wenig Eigenkapital beim Kauf müssen Sie aber mit einem höheren Zinssatz rechnen. Es kommt also auf Ihre Eigenkapitalsituation an, ob kaufen oder mieten für Sie günstiger ist.
Ein Hauskauf kommt stärker für denjenigen infrage, dessen Arbeitsverhältnis und Gehalt stabil und dessen Familienplanung sicher ist. Wer sich dagegen noch nicht sicher ist, wo die persönliche Lebensreise hingehen soll, ist in aller Regel mit Mieten besser dran.
Der Mietmultiplikator gibt an, wie viel Miete, abhängig vom Kaufpreis, verlangt werden muss, damit sich der Kauf der Immobilie lohnt. Normalerweise wird ein Maximalwert von 20 angegeben.
Ein Hauskauf ist in der Regel günstiger und weniger zeitintensiv. Der Hausbau bietet dagegen die Möglichkeit, das Haus nach Ihren individuellen Vorstellungen zu gestalten. Bei der Frage, ob man ein Haus bauen oder kaufen sollte, gibt es kein Richtig oder Falsch. Beide Seiten haben Vor- und Nachteile.

Valentin Drießen

CEO

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