Neue Küche: Was kostet es?

Eine neue Küche kostet durchschnittlich 27.500 Euro

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Möchten Sie eine neue Küche anschaffen, gibt es vieles zu bedenken. Von der Wahl der Materialien für Fronten und Korpus über die Anzahl der Schubladen und Schränke bis hin zu den Elektrogeräten können Sie sich unter vielen verschiedenen Möglichkeiten entscheiden. Die Unterschiede liegen in Qualität und Ausstattung, die gleichzeitig auch den Preis für Ihre Küche bestimmen.

Eine Einbauküche besteht aus vielen einzelnen Elementen, hinzu kommen die Kosten für die Küchenmontage. Der Gesamtpreis setzt sich aus folgenden Kostenfaktoren zusammen:

  • Küchenform 
  • Küchenfronten und Montagezubehör
  • Küchenrückwände
  • Arbeitsplatte
  • Küchengeräte
  • Beleuchtung
  • Montagekosten und Zubehör

So breit wie die Auswahl ist auch die Kostenspanne, eine Küche kann zwischen 1.800 Euro und 54.000 Euro kosten.

 

27.900 € 54.000 € 1.800 €

Eine Förderung für Ihre neue barrierefreie Küche können Sie bei der Pflegekasse beantragen, falls im Haushalt eine Person mit Pflegestufe wohnt und der Umbau die Selbstständigkeit der Person verbessert.

Eine weitere Fördermöglichkeit bietet die KfW mit dem Programm 159 „Altersgerecht umbauen“. Zum Teil stellen auch die einzelnen Bundesländer Programme für barrierefreies Wohnen bereit.

 

Ihre neue Küche können Sie wahlweise komplett aus Eigenmitteln finanzieren, alternativ eignen sich auch private Kredite mit günstigen Zinsen, die Sie nach und nach wieder abbezahlen.

Viele Küchenfachbetriebe bieten eigene Finanzierungsmöglichkeiten an. Lassen Sie sich am Besten dazu beraten.

Beim Kauf einer neuen Küche haben Sie an verschiedenen Stellen Einsparmöglichkeiten. Sie können zum Beispiel:

  • hochwertige Elektrogeräte aus Ihrer alten Küche wiederverwenden.
  • für nicht sichtbare Teile wie den Korpus günstige Materialien wählen.
  • eine einzeilige oder zweizeilige Küche wählen (L- und U-Form sind deutlich teurer)
  • die Küche selbst einbauen (Achtung: Der Elektroherd darf nur von einem autorisierten Händler oder dem Elektriker angeschlossen werden, dies gilt auch, wenn Sie einen Gasherd anschließen wollen)
  • mit dem Küchenverkäufer handeln
  • aus mehreren vergleichbaren Angeboten das günstigste Angebot für Ihre neue Küche wählen.

 

Zusätzlich zur eigentlichen Küche entstehen verschiedene Zusatzkosten. Hierzu zählen Kosten für die Anpassung an die Räumlichkeiten, Elektroinstallationen, Wasserinstallationen oder das Verlegen neuer Fliesen an Küchenwand und Boden.

Ein weitere Kostenfaktor kann sich aus Aufmaß und Montage ergeben. Diese Leistungen kosten ab 99 Euro und werden häufig bei Abschluss des Kaufvertrages für die Küche gutgeschrieben.

Entscheiden Sie sich für eine Luxusküche mit gehobener Ausstattung in U-Form inklusive Kochinsel, mit Holzfronten, einer Edelstahlarbeitsplatte und einer Elektroausstattung mit Backofen, Dampfgarer, Side-by-Side-Kühlschrank, Geschirrspüler, Kochfeld mit Dunstabzug und Mikrowelle, können Sie bei einer Küchengröße von 36 m² und einer Frontlänge von 9 Metern mit durchschnittlich 33.500 Euro rechnen.

Die Preisspanne für diese Küchenvariante liegt zwischen 18.300 und 54.000 Euro.

Eine Küche der Mittelklasse als L-Küche, einer Größe von 22,8 m² und einer Länge der Küchenfront von 6 m soll mit Küchenfronten aus Lack und eine Arbeitsplatte aus Vollholz ausgestattet werden.

Integriert werden sollen: Ein Kochfeld und Backofen, ein Dampfgarer, ein Kühlschrank mit Gefrierkombi, ein Geschirrspüler, Dunstabzug und eine Mikrowelle.

Die Preisspanne bewegt sich je nach Ausstattung zwischen ca. 9.000 und 35.000 Euro.

Für eine schlicht eingerichtete einzeilige Küche mit einer Länge von 3 m und einer Raumgröße von 8,4 m², die mit Folienfronten und einer Arbeitsplatte aus Laminatdichtstoff ausgestattet werden soll, bewegt sich die Preisspanne zwischen 1.800 und 8.600 Euro.

Hierin enthalten sind außerdem ein Herd mit Kochfeld und Backofen, ein Einbaukühlschrank, ein Geschirrspüler sowie dem Dunstabzug.

Zu jeder Küche gehört auch eine Spüle. Zur Auswahl stehen Spülen aus Edelstahl, Granit oder Keramik.

Eine einfache Spüle aus Edelstahl kostet zwischen 25 und 50 Euro, wählen Sie für die höhere Ausstattung ein Modell aus poliertem Edelstahl, kalkulieren Sie mit Kosten zwischen 100 und 200 Euro.

Die edle Granitspüle schlägt je nach Ausführung mit Kosten zwischen 120 und 750 zu Buche.

Entscheiden Sie sich für eine Keramikspüle, können Sie diese mit Kosten zwischen 200 und 1.000 Euro einplanen.

Um die Spüle komplett zu machen, brauchen Sie außerdem eine Armatur. Küchenarmaturen kosten in der einfachen Ausführung 20 bis 60 Euro, für die gehobenere Ausstattung entstehen Kosten von 100 bis 300 Euro.

Erst mit den richtigen Elektrogeräten wird eine Küche komplett nutzbar. Zur Grundausstattung gehören Herd, Dunstabzug, Geschirrspüler und Kühlschrank, je nach Wunsch können Sie die Küche um weitere nützliche Elektrogeräte ergänzen. Je nach Anzahl, Qualität und Ausstattung entstehen folgende Kosten:

Ein kompletter Herd mit Backofen und Kochfeld kostet zwischen 223 und 2.820 Euro. Ein Kochfeld mit Dunstabzug, zum Beispiel für eine Kochinsel, kostet zwischen 800 und 5.000 Euro.

Für die Dunstabzugshaube können Sie Kosten zwischen 47 und 1.800 Euro einplanen.

Beim Kühlschrank kommt es auf die Konstruktion an. Einbaukühlschränke kosten zwischen 172 und 2.200 Euro, eine Kühlschrank-Gefrierkombi kalkulieren Sie mit 220 bis 4.300 Euro. Entscheiden Sie sich für einen Side-by-Side Kühlschrank, kostet Sie diese Variante zwischen 487 und 6.500 Euro. 

Für den unverzichtbaren Geschirrspüler entstehen Kosten zwischen 230 und 2.750 Euro.

Zusätzlich zur Grundausstattung können Sie Ihre Küche noch um weitere Geräte ergänzen:

  • Für einen Dampfgarer bezahlen Sie zwischen 700 und 2.500 Euro.
  • Planen Sie eine Mikrowelle als Einbaugerät kostet diese zwischen 43 und 1.600 Euro.
Information-Symbol

Tipp

Meist werden die Elektrogeräte für die Küche günstiger, wenn Sie diese im Rahmen einer Komplettküche beim Küchenfachhändler gleich mitbestellen.

Den oberen Abschluss der Unterschränke in der Küche bildet die Arbeitsplatte, auch hier haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Materialien und Designs, die sich in den Kosten stark unterscheiden. 

Die einfachste und kostengünstigste Variante ist eine Arbeitsplatte aus Laminatdichtstoff mit einem Preis zwischen 10 und 100 Euro pro laufendem Meter. 

Entscheiden Sie sich für eine Arbeitsplatte aus Holz, müssen Sie – je nach Holzart – mit Kosten zwischen 100 und 300 Euro pro Meter rechnen. 

Für eine Küche im Industrial Style eignet sich Beton als Material für die Arbeitsplatte. Dafür können Sie mit Kosten zwischen 200 und 600 Euro pro Meter rechnen.

Weitere Kosten für Arbeitsplatten finden Sie hier.

Küchenrückwände schließen den Raum zwischen Unter- und Oberschränken hinten zur Wand ab, dienen als Spritzschutz und machen aus den Küchenmöbeln eine harmonische Einheit. Mittlerweile stellen sie die moderne Alternative zu den lange üblichen Fliesenspiegeln dar. 

Für die Materialwahl haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

Küchenrückwände aus Holz sind robust und langlebig, die Materialkosten liegen pro Meter zwischen 30 und 84 Euro.

Entscheiden Sie sich für folierte Wände, bezahlen Sie zwischen 25 und 133 Euro pro laufenden Meter.

Eine Küchenrückwand aus Aluminium kostet pro Meter zwischen 51 und 194 Euro.

Ganz extravagant kommt die Küchenrückwand aus Beton daher. Hier können Sie pro Meter 100 bis 250 Euro einkalkulieren.

Eine Küchenrückwand aus Glas ist ebenfalls kostspielig und kostet 81 bis 325 Euro pro Meter.

Entscheiden Sie sich für Mosaikplatten, müssen Sie mit Kosten zwischen 54 und 116 Euro pro Quadratmeter rechnen.

 

Die Küchenfronten werden an einem Korpus montiert, der die Rück- und Seitenwände der Küchenschränke bildet. Die Korpusse werden im Baukastensystem nach Maß und entsprechend der Küchenplanung zusammengesetzt.

Auch der Korpus kann aus unterschiedlichen Materialien gefertigt werden, üblich sind beschichtete Span-, Sperrholz- oder Multiplexplatten. Bei der Vollholzküche bestehen nicht nur die Küchenfronten, sondern auch der Korpus aus Holz.

Eine pauschale Aussage über die Preise lässt sich in diesem Fall nicht treffen. Neben dem Material spielt auch die Qualität der Verarbeitung und die Form der einzelnen Schränke eine entscheidende Rolle bei der Preisgestaltung. 

Hier haben Sie eine große Vielfalt an Designs und Materialien zur Auswahl, optisch wie preislich gibt es gravierende Unterschiede. Melaminfronten gehören mit Preisen ab 100 Euro pro Quadratmeter zu den günstigsten Fronten. Besonders beliebte Fronten aus Holz sind zwischen 210 und 390 Euro erhältlich. Je nach Material reichen die Kosten für Küchenfronten pro Quadratmeter bis zu 450 Euro.

Zu den Küchenfronten gehören passende Griffe. Hier reicht die Auswahl von einfachen Griffen über Griffleisten bis hin zu Griffmulden, die in die Schränke eingelassen werden. Die Kosten liegen zwischen 1 und 100 Euro.

Schließlich kommen noch Scharniere, Türdämpfer und Schubladenauszüge hinzu. Je nach Modell kostet ein Scharnier für die Küchenfront zwischen 4 und 5 Euro. Für die Türdämpfer bezahlen Sie 1,30 bis 35 Euro pro Stück. Die Schubladenauszüge kosten zwischen 12 und 20 Euro pro Auszug.

Für einen sauberen Anschluss der Küche an die Wand, werden Wandabschlussleisten verlegt. Pro Meter kosten diese Zubehörteile zwischen 10 und 26 Euro.

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