Was kostet eine Photovoltaikanlage?

Die Kosten richten sich besonders nach der Leistung der benötigten Anlage. Eine vierköpfige Familie mit einem Strombedarf von 4.000 kWh muss mit Anschaffungskosten von ca. 7.400 Euro rechnen. 

Stand:

Die Kosten richten sich in erster Linie nach der elektrischen Leistung der Photovoltaikanlage. Je höher die Anlagenleistung, desto günstiger ist der Preis pro Kilowatt-Peak

Die Montage einer Photovoltaikanlage berechtigt den Vermieter hingegen nicht zur Mieterhöhung, da diese Maßnahme nur im Interesse des Vermieters liegt.

Hat man als Vermieter eine Solarthermie für die Warmwasserbereitung oder eine Photovoltaikanlage für den Strom und nutzt der Mieter das Heizsystem bzw. den Solarstrom, zählen die Kosten zu den normalen Betriebskosten, an denen sich der Mieter beteiligen muss. Dazu zählt auch die verbrauchsabhängige Umlegung der Wartungskosten.

Es ist wichtig, dass die Solaranlage im Mietvertrag als Komponente der Betriebskosten aufgelistet ist.

 

Was ist wenn die Solaranlage während des laufendes Mietverhältnisses installiert wird?

Kauft man sich als Vermieter während des laufenden Mietverhältnisses eine neue Solaranlage, handelt es sich dabei um eine Modernisierungsmaßnahme. Dabei ist ganz klar zwischen dem Kauf einer Solarthermie und einer Photovoltaikanlage zu unterscheiden.

In der Regel wird vom Netzbetreiber ein wirtschaftlich günstiger Netzverknüpfungspunkt zwischen der Anlage und dem öffentlichen Stromnetz festgelegt. 

Normalerweise liegt dieser auf dem Grundstück oder der Grundstücksgrenze des Solaranlagenbetreibers. Bis zu diesem Punkt ist der Anlagenbetreiber für die Kosten der Anlage und die Kabel bis zum Verknüpfungspunkt verantwortlich. 

Ab da muss dann allerdings der Netzbetreiber für alle Kosten aufkommen.

Ihre Photovoltaikanlage ist nicht automatisch über Ihre Wohngebäudeversicherung mitversichert. Zwar können Sie Ihre Versicherung über die Montage informieren und sie über die Wohngebäudeversicherung gegen Schäden oder Diebstahl mitversichern, aber das lohnt sich in der Regel nicht.

Sinnvoller und kostengünstiger ist zumeist eine spezielle Photovoltaikversicherung, die zusätzlich für Konstruktions-, Material- und Ausführungsfehler haftet und auch einen eventuellen Nutzungsausfall versichert.

Eine Solarstromanlage lässt sich von der Steuer absetzen, sofern sie nicht ausschließlich dem privaten Eigenverbrauch dient, sondern es sich um eine netzgekoppelte Anlage handelt.

Dabei ist zu beachten, dass man als Besitzer einer Photovoltaikanlage mit Einspeisung offiziell zum Unternehmer eines Gewerbebetriebes wird.

Das heißt, Sie müssen ein Gewerbe anmelden und eine jährliche Einnahmen-Überschuss-Rechnung, z.B. im Rahmen der Einkommensteuererklärung, erstellen.

 

Wie wird die Einspeisevergütung versteuert?

Der Stromverkauf, sprich die Einspeisevergütung, stellt eine Einnahme dar.

Neben der Abschreibung der Anschaffungskosten können auch die Wartungskosten, die Reparaturkosten, die Kosten für die Versicherung usw. geltend gemacht werden.

Der Gewinn bzw. der Verlust unterliegt der Einkommensteuer. Da es sich bei dem Unternehmer meist um einen Kleinunternehmer gemäß § 19 UStG. handelt, kann er sich von der Umsatzsteuer befreien lassen.

Information-Symbol

Wie viel zahlt der Staat?

Wie viel Geld man tatsächlich vom Staat zurückbekommen kann, hängt natürlich ganz wesentlich von den Kosten der Anlage sowie den Einkommensverhältnissen ab. Es lohnt sich aber in jedem Fall, sich mit dem Thema zu beschäftigen oder sich zumindest von einem Steuerprofi beraten zu lassen.

Für die Betriebskosten kann man circa 2 Prozent der Anschaffungskosten pro Jahr als Richtwert nehmen.

Die Betriebskosten setzen sich aus verschiedenen Kostenpunkten zusammen:

  • die regelmäßige Wartung/Reinigung der Anlage
  • möglicherweise anfallende Reparaturleistungen
  • die Stromkosten für den Betrieb des Wechselrichters
  • eine Haftpflicht- und/oder Photovoltaikversicherung

Betriebskosten

Durchschnittliche Kosten pro Jahr
Wartung200 Euro
Reinigung100 Euro
Wechselrichter – Stromverbrauch5 bis 120 Euro
Wechselrichter – Austausch (circa alle 10 Jahre)Gesamtpreis: circa 10 Prozent der Investitionssumme
Haftpflichtversicherung 50 Euro
Photovoltaikversicherung 200 Euro

Zusätzliche Kosten können im Einzelfall auf Sie zukommen, falls der Neigungswinkel Ihres Daches nicht optimal ist, die Dachlast verstärkt werden muss oder besondere Elektroarbeiten zur Installation durchgeführt werden müssen.

Um ein exakten Preis zu erhalten, sollten Sie individuelle Angebote anfordern – am besten bei mehreren Solaranbietern, damit Sie einen Preisleistungsvergleich durchführen können.

Wenn sich eine vierköpfige Familie, die einen ungefähren Strombedarf von 4.000 kWh hat, eine 4 kWp-Anlage kauft, muss sie für die reinen Anschaffungskosten also circa 7.340 Euro zahlen. Das ist allerdings nur ein ungefährer Richtwert, denn die Preise können je nach Ausstattung, Modell und Zusatzleistungen stark variieren.

Im Preis nicht enthalten ist zum Beispiel ein Solarspeicher in Form einer Batterie oder eines Akkus.

Ein Solarspeicher ist sinnvoll, um den Solarstrom zu speichern und so bei Bedarf nutzen können (zum Beispiel abends, wenn die Sonne bereits untergegangen ist).

Mit den folgenden Kosten müssen Sie für einen Solarspeicher rechnen:

Speicherkapazität in kWhKosten
47.300 Euro
1013.000 Euro

Der Preis für eine Photovoltaikanlage ist in erster Linie abhängig von der elektrischen Leistung der Anlage. Er setzt sich zusammen aus den Kosten für

  • Solarmodule
  • Elektrik (Wechselrichter, Bezugszähler, Einspeisezähler und Ertragszähler sowie die Verkabelung – und das Montagesystem)
  • Montag und
  • Installation

Als Faustregel gilt: Pro kWp muss man mit 1.417 bis 2.049 Euro rechnen.

Anlagenleistung in kWp
Bruttopreis pro kWp
22.049
41.834
61.719
81.641
101.584
121.538
141.501
161.469
181.442
201.417

 

Bei der Frage nach der Finanzierbarkeit einer Photovoltaikanlage spielen neben den Anschaffungs- und Installationskosten auch die Betriebskosten eine Rolle.

Weitere Faktoren, die berücksichtigt werden müssen, sind mögliche Fördergelder und Zuschüsse, die Einspeisevergütung für den ins Stromnetz eingespeisten Solarstrom sowie natürlich die Einsparungen, die man durch Eigennutzung verbuchen kann.

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