Sonnenenergie ist unbegrenzt verfügbar, umweltfreundlich und vor allem eines:

Kostenlos. Deshalb setzen immer mehr Hauseigentümer auf Solaranlagen und profitieren von dieser unabhängigen Stromquelle.

Wir beantworten Ihnen alle wichtigen Fragen rund ums Thema Solaranlagen, stellen Ihnen die unterschiedlichen Modelle und Möglichkeiten vor und zeigen Ihnen, worauf Sie beim Kauf besonders achten sollten.

Solaranlagen im Überblick: Photovoltaikanlage vs. Solarthermie

Solaranlagen werden immer beliebter. Das liegt zum einen an den stetig steigenden Strom- und Brennstoffpreisen, und zum anderen an der sich immer weiter entwickelnden Technologie und den damit einhergehenden Möglichkeiten – auch für Privatpersonen.

Zurzeit gibt es drei Typen von Solaranlagen

  • Solarthermien als heizungsunterstützendes Wärmesystem
  • Photovoltaikanlagen als Lieferant von Solarstrom
  • Thermische Solarkraftwerke

Solarthermien und Photovoltaikanlagen eignen sich auch bestens für Privathaushalte, während die Solarkraftwerke als Lieferanten von Wärme, Kälte und Strom Großanlagen sind, deren Dimension die Möglichkeiten von Hausbesitzern weit übersteigt.

Bei der Solarthermie wird die Sonnenenergie mithilfe von Solarkollektoren, zum Beispiel auf dem Dach, aufgefangen und dann in einem Warmwasserspeicher im Gebäude gespeichert – so kann die Energie auch dann verbraucht werden, wenn draußen keine Sonne scheint.

Dabei kann die Solarthermie sowohl zur Warmwasseraufbereitung als auch als unterstützendes Heizsystem genutzt werden. Sie lässt sich gut mit anderen Heizungsanlagen kombinieren und kann somit als umweltverträgliche Ergänzung genutzt werden.

Bei der Photovoltaikanlage hingegen wird die Sonnenenergie ebenfalls mithilfe von Solarzellen eingefangen und – anders als bei der Solarthermie – nicht in Wärme, sondern in Strom umgewandelt.

Das Prinzip der Photovoltaikanlage wird mittlerweile in so genannten „Inselanlagen“ in fast jedem Privathaushalt genutzt – sei es beim Taschenrechner, beim Fahrradtacho oder bei der Gartenbeleuchtung mit Solarzellen.

Aber auch auf Dächern werden diese Solarstromanlagen immer beliebter. Die Photovoltaikanlagen auf Hausdächern oder in Freiflächen-Solarparks sind in der Regel netzgekoppelte Anlagen; das bedeutet, der gewonnene Solarstrom wird entweder direkt im Haushalt verbraucht, in einem Solarspeicher gespeichert und erst bei Bedarf genutzt oder aber ins öffentliche Stromnetz eingespeist.

Im idealen Fall ist man als Betreiber einer Photovoltaikanlage also weitestgehend unabhängig von den Energieversorgern und ihren Strompreisen und bekommt zusätzlich eine Einspeisevergütung für den überschüssigen Strom.

Ein großer Nachteil der Solarthermie sowie der Photovolataikanlage sind die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten. Da beide Systeme aber dank eines sehr geringen CO2-Ausstoßes die Umwelt entlasten, wird der Einbau staatlich bezuschusst.

Fünf goldene Regeln für den Kauf Ihrer Solaranlage

Rechnet sich eine Solaranlage für mich? Erfüllt mein Haus bzw. mein Grundstück alle baulichen Voraussetzungen? Was kostet mich eine Photovoltaikanlage?

Die inhaltliche Beschäftigung mit dem Thema Solaranlagen wirft viele Fragen auf. Deshalb ist es wichtig, sich vor dem Kauf einer Photovoltaikanlage gründlich zu informieren.

Regel 1: Eigenbedarf ermitteln

Der große Vorteil einer Photovoltaikanlage ist die weitestgehende Unabhängigkeit von den Energieversorgern und vom Stromnetz.

Ihre Anlage sollte deshalb im idealen Fall so dimensioniert sein, dass Sie nahezu Ihren kompletten Stromverbrauch über Ihre Anlage beziehen können. Schauen Sie nach, wie hoch Ihr Stromverbrauch in den letzten Jahren im Durchschnitt war.

Je nach Sonneneinstrahlung, Standort, Ausrichtung des Daches etc. kann eine Photovoltaikanlage zwischen 700 bis 1.100 kWh pro Quadratmeter pro Jahr erreichen.

Als Faustregel gilt, dass man für 1 kWp (KiloWatt peak = Spitzenleistung der Anlage) etwa 10 m² Dachfläche benötigt. Normalerweise verbraucht ein 4-Personen-Haushalt im Jahr circa 4.000 kWh Strom, Sie bräuchten also eine Photovoltaikanlage von circa 40 m² Fläche.

4-Personen-Haushalt = 40 m² Fläche

Erkundigen Sie sich aber vorher über die exakten Einstrahlungswerte an Ihrem Standort und lassen Sie diese in die Berechnung mit einfließen.

Zudem sind Sie nur unabhängig vom Energieversorger, wenn Sie die Möglichkeit haben, Ihren Solarstrom in einem Solarspeicher, z.B. einer speziellen Batterie, zu speichern und so den Strom auch dann nutzen zu können, wenn gerade keine Sonne scheint.

Regel 2: Über die verschiedenen Modelle beraten lassen

Möchten Sie eine Insel-Anlage oder eine netzgekoppelte Anlage? Wünsche Sie eine Aufdachanlage, eine Freilandanlage oder eine gebäudeintegrierte Anlage?

Ist es für Sie wirtschaftlicher, den überschüssigen Strom für Ihren Eigenbedarf in einer Batterie oder einem Akku zu speichern oder in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen?

Gibt es in Ihrer Gemeinde eventuell eine kommunal verankerte Bürger-Solaranlage, an der Sie sich beteiligen können?

Erkundigen Sie sich im Vorwege sowohl über die unterschiedlichen Herstellermodelle als auch über die Betreibermodelle und lassen Sie sich ausführlich beraten, welches System für Sie am geeignetsten und am effizientesten ist.

Regel 3: Bauliche Voraussetzungen prüfen

Prinzipiell ist die Sonneneinstrahlung überall in Deutschland stark genug, damit eine Photovoltaikanlage wirtschaftlich arbeiten kann. Dennoch müssen Sie die individuellen Voraussetzungen Ihres Hauses überprüfen.

Liegt ein Großteil Ihres Daches im Schatten, weil hohe Bäume, Häuser etc. eine direkte Sonneneinstrahlung verhindern?

Ist Ihre Dachfläche ausreichend groß? Wie ist Ihr Haus ausgerichtet?

Im idealen Fall sollte Ihr Dach nach Süden ausgerichtet sein, einen Neigungswinkel von 30° haben und direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Je nach Stromverbrauch sollte die Anlage zwischen 30–50 m² groß sein – Ihr Dach sollte also dementsprechend Fläche bereitstellen. Auch die Dachlast muss hinreichend hoch sein.

Regel 4: Verschiedene Angebote einholen

Der Kauf einer Photovoltaikanlage setzt in der Regel ein hohes Investitionsbudget voraus.

Informieren Sie sich ausreichend über die verschiedenen Kostenpunkte wie Anschaffungs- und Installationskosten sowie die laufenden Wartungskosten und berücksichtigen Sie bei der Kalkulation auch die Einspeisevergütung sowie die aktuellen Strompreisprognosen.

Holen Sie sich immer Angebote bzw. Kostenvoranschläge von mehreren Solaranbietern ein. Nur so können Sie die verschiedenen Preise und Leistungen miteinander vergleichen.

Dies können Sie ganz einfach auf Hausfrage tun: Nennen Sie uns in unserem Online-Formular einfach Ihre Wünsche und Vorstellungen bezüglich Ihrer Solaranlage, und Sie erhalten bereits nach kurzer Zeit mehrere auf Sie zugeschnittene Angebote verschiedener qualitätsgeprüfter Solaranbieter von uns. Anschließend können Sie ganz in Ruhe alle Angebote miteinander vergleichen.

Der Service ist komplett kostenlos und unverbindlich.

Regel 5: Förderanträge stellen

Das Investitionsbudget kann immens verringert werden, wenn Sie sich bei dem Kauf einer Photovoltaikanlage bezuschussen lassen. Dadurch amortisieren sich die Anschaffungskosten wesentlich schneller und die Wirtschaftlichkeit Ihrer Solarstromanlage wird deutlich verbessert.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau fördert mit ihrem Programm 274 „Erneuerbare Energien Standard-Photovoltaik“ die Errichtung von neuen Photovoltaikanlagen mit einem attraktiven Kredit. Auch andere Banken bieten spezielle Solar-Kredite an, die für die Errichtung einer Solaranlage gedacht sind.

Zudem gibt es in einigen Bundesländern, Kommunen oder Städten regionale Förderungsprogramme, die für bestimmte Solaranlagen Investitionszulagen bereitstellen – diese sind meistens an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, zum Beispiel architektonische Gestaltungen etc.

Es lohnt sich also, sich vor dem Kauf einer Photovoltaikanlage bei der KfW-Bank und vor Ort nach regionalen Förderprogrammen zu erkundigen.

Fördermöglichkeiten für den Kauf einer Solaranlage

Solaranlagen sind gefragter denn je.

Wer sich schon einmal mit den Prognosen für Strompreise beschäftigt hat, sieht schnell ein, dass es sich lohnt, von den Energieversorgern unabhängig zu werden und mit einer Photovoltaikanlage seinen eigenen Solarstrom zu erzeugen.

Keine Frage: Wären die Anschaffungs- und Installationskosten für Solarstromanlagen nicht immer noch vergleichsweise hoch, würden weitaus mehr Privathaushalte diese Form der Stromerzeugung nutzen – und so nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt schonen.

Dass Photovoltaikanlagen die Umweltbilanz verbessern, indem sie fossile Brennstoffe schonen und Kohlendioxidemissionen reduzieren, weiß auch der Staat zu schätzen und stellt dies mit attraktiven Zuschüssen und Förderprogrammen unter Beweis. So lassen sich die Kosten für die Solaranlagen immens reduzieren!

Was ist die Einspeisevergütung?

Die Einspeisevergütung ist im Eneuerbare-Energien-Gesetz festgeschrieben und besagt, dass alle Betreiber einer Photovoltaikanlage einen bestimmten Vergütungssatz für den Solarstrom erhalten, den sie ins öffentliche Stromnetz einspeisen.

Die Höhe der Einspeisevergütung richtet sich nach dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme und nach der Größe der Anlage. Sie ist auf 20 Jahre festgelegt. Zwar ist dieser Satz in den letzten Jahren immens gesunken und liegt mittlerweile nur noch bei circa 8–13 Cent pro kWh, dennoch bietet sie weiterhin eine konstante Sicherheit für Anlagenbetreiber.

Übrigens liegt die Einspeisevergütung damit deutlich unter dem Einkaufspreis von Strom beim Energieversorger – die Eigennutzung des Photovoltaikstroms lohnt sich also finanziell.

Wie sichere ich mir Zuschüsse der KfW-Bank?

Besonders attraktiv ist ein Sonderkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Mit dem Programm 274 „Erneuerbare Energien – Standard – Photovoltaik“ (Link) werden Sie beim Kauf, bei der Erweiterung sowie beim Bau einer Photovoltaikanlage finanziell unterstützt, indem die KfW-Bank Ihnen einen Kredit in Höhe Ihrer 100%igen Investitionskosten gewährt.

Eine wichtige Voraussetzung ist allerdings, dass es sich um eine netzgekoppelte Anlage handelt und Sie einen Teil des Solarstroms ins öffentliche Stromnetz einspeisen.

Der KfW-Kredit lockt mit attraktiven Konditionen wie niedrigen Zinssätzen und variablen Laufzeiten. Je nachdem, wie die Bank Ihre persönliche Bonität einschätzt und abhängig von der Entwicklung auf dem Kapitalmarkt, variieren die Konditionen, sprich die Laufzeit, die tilgungsfreien Jahre, der Soll- und der Effektivzins sowie die Zinsbindung.

Die Antragstellung erfolgt nicht direkt über die KfW-Bank, sondern über Ihre Hausbank oder ein Kreditinstitut Ihrer Wahl.

Wichtig ist, dass das Antragsformular unbedingt vor Kauf und Installation der Photovoltaikanlage eingereicht und bewilligt werden muss!

Welche Modelle werden gefördert?

Das Programm 274 der KfW-Bank gilt sowohl für Photovoltaikanlagen in Neubauten und Altbauten, auf dem Dach, auf der Fassade sowie auf Freiflächen. Unterstützt wird nicht nur der Kauf, sondern auch die Erweiterung und/oder Modernisierung der Anlage.

Wer wird gefördert?

Den günstigen KfW-Kredit können sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen sowie gemeinnützige Organisationen beantragen.

Dabei zu bedenken ist lediglich, dass man ein Gewerbe anmelden muss, also quasi zum Unternehmer wird, wenn man den überschüssigen Strom ins öffentliche Stromnetz einspeisen möchte und dafür eine Vergütung erhält.

Welche weiteren Förderprogramme gibt es?

Auch viele Hausbanken locken mit attraktiven Solarkrediten, die vom Prinzip her ähnlich wie Baukredite funktionieren, oftmals aber lukrativer sind. Das liegt daran, dass die vorgeschriebene Einspeisevergütung den Banken als eine gewisse Sicherheit dient, die sich positiv auf die Konditionen auswirkt.

Zudem bieten einige Bundesländer Fördermittel zur Finanzierung einer Solarstromanlage an – erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde, Stadt oder bei regionalen Energieversorgern nach Fördermöglichkeiten.

Was kostet eine Solaranlage?

Diese Frage beantworten wir in den nächsten 1-2 Minuten.

Der große Vorteil einer Photovoltaikanlage ist, dass sie Sonnenenergie nutzt, besonders umweltverträglich arbeitet und seit der Energiewende stark auf dem Vormarsch ist.

Aber auch, wenn die Anschaffungskosten aufgrund der großen Nachfrage und der voranschreitenden Technologie immer geringer werden, so sind die Anlagen immer noch vergleichsweise teuer.

Aber sorgen die hohen Anschaffungs- und Installationskosten dafür, dass die Solaranlagen nicht wirtschaftlich sind oder macht sich diese Investition auf lange Sicht doch bezahlt?

Preis-Check: Was kostet mich eine Photovoltaikanlage?

Bei der Frage nach der Finanzierbarkeit einer Photovoltaikanlage spielen neben den Anschaffungs- und Installationskosten auch die Betriebskosten eine Rolle.

Weitere Faktoren, die berücksichtigt werden müssen, sind mögliche Fördergelder und Zuschüsse, die Einspeisevergütung für den ins Stromnetz eingespeisten Solarstrom sowie natürlich die Einsparungen, die man durch Eigennutzung verbuchen kann.

Anschaffungs- und Installationskosten

Der Preis für eine Photovoltaikanlage ist natürlich in erster Linie abhängig von der Größe der Anlage. Er setzt sich zusammen aus den Kosten für die Solarmodule, die Elektrik – dazu zählen Wechselrichter, Bezugszähler, Einspeisezähler und Ertragszähler sowie die Verkabelung – und das Montagesystem.

Als Faustregel gilt: Pro kWp (Kilowatt peak) muss man circa 1.500 Euro bezahlen. Unter Kilowatt peak versteht man die Spitzenleistung der Photovoltaikanlage.

Wenn sich eine vierköpfige Familie, die einen ungefähren Strombedarf von 4.000 kWh hat, eine 4 kWp-Anlage kauft, muss sie für die reinen Anschaffungskosten also circa 6.000 Euro zahlen. Das ist allerdings nur ein ungefährer Richtwert, denn die Preise können je nach Ausstattung, Modell und Zusatzleistungen stark variieren.

Im Preis nicht enthalten ist zum Beispiel ein Solarspeicher in Form einer Batterie oder eines Akkus.

Der ist aber sinnvoll, damit Sie den Solarstrom speichern und so bei Bedarf nutzen können (zum Beispiel abends, wenn die Sonne bereits untergegangen ist).

Zusätzlich müssen Sie mit Installationskosten für die Montage der Photovoltaikanlage sowie mit überschaubaren Kosten für Serviceleistungen, wie zum Beispiel die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur etc., rechnen. Zusätzliche Kosten können im Einzelfall auf Sie zukommen, falls der Neigungswinkel Ihres Daches nicht optimal ist, die Dachlast verstärkt werden muss oder besondere Elektroarbeiten zur Installation durchgeführt werden müssen.

Um ein exakten Preis zu erhalten, sollten Sie individuelle Angebote anfordern – am besten bei mehreren Solaranbietern, damit Sie einen Preisleistungsvergleich durchführen können.

Die Anschaffungskosten

Durchschnittliche Kosten
Solarmodule 0,45–0,90 € pro Kilowatt Peak
Wechselrichter 200 € pro Kilowatt
Verkabelung 1 bis 5 € pro Meter
Montagesystem 100–150 € pro Kilowatt Peak
Installationskosten 200 € pro Kilowatt Peak
Einspeisemanagement ab ca. 150 €
Solarspeicher 6.000–15.000 €

Die Betriebskosten

Bei der Frage, ob Sie sich für eine Photovoltaikanlage entscheiden sollten, spielen natürlich auch die laufenden Betriebskosten eine wichtige Rolle. Die Sonnenenergie ist zwar kostenlos, aber ein kleines Budget sollten Sie dennoch einplanen.

Im Durchschnitt kann man für die Betriebskosten circa 1–1,5 Prozent der Anschaffungskosten pro Jahr als Richtwert nehmen.

Kostenpunkte, aus denen sich die Betriebskosten zusammensetzen, sind die regelmäßige Wartung/Reinigung der Anlage, möglicherweise anfallende Reparaturleistungen, die Stromkosten für den Betrieb des Wechselrichters sowie eventuell für eine Haftpflicht- und/oder Photovoltaikversicherung.

Durchschnittliche Kosten pro Jahr
Wartung 200 €
Reinigung 100 €
Wechselrichter – Stromverbrauch 5–120 Euro
Wechselrichter – Austausch (circa alle 10 Jahre) Gesamtpreis: circa 10% der Investitionssumme
Haftpflichtversicherung 50 €
Photovoltaikversicherung 200 €

Lohnt sich eine Solaranlage noch?

Durch die stark gekürzte Einspeisevergütung kommt immer häufiger die Diskussion auf, ob sich der Kauf einer Photovoltaikanlage noch rechnet (einen Rechner finden Sie hier).

Ganz pauschal lässt sich das natürlich nicht beantworten, denn der Ertrag der Anlage hängt immer auch von der Leistung und Größe der Photovoltaikanlage und vom Einstrahlungswert an Ihrem Standort ab.

Ohne Frage lohnt sich eine Photovoltaikanlage immer aus ökologischen Gründen, denn mit Solarstrom leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Aussagen, dass bei der Herstellung einer Photovoltaikanlage mehr Energie verbraucht wird als die Anlage im Laufe Ihrer Lebensdauer erreichen kann, sind falsch:

Die energetische Amortisationszeit liegt bei circa zwei bis maximal fünf Jahren.

Aber auch wirtschaftlich rechnet sich eine Solarstromanlage oftmals. Nicht nur durch die Einspeisevergütung, sondern auch durch die Eigennutzung des Solarstroms lässt sich Geld einsparen. Aufgrund der steigenden Strompreise liegt die Stromkostenersparnis insgesamt deutlich über den Anschaffungskosten, so dass sich beispielsweise bei einem Einfamilienhaus eine Rendite von circa 5 Prozent erzielen lässt.

Mittlerweile haben die Anlagen eine Lebensdauer von bis zu 40 Jahren, während sich die Anschaffungskosten normalerweise bereits nach neun bis 15 Jahren amortisiert haben.

Zudem können Sie die Anschaffungskosten steuerlich geltend machen und auch Wartungs- und Reparaturkosten sowie die Versicherungsbeiträge steuerlich absetzen.

Solaranlagen-Anbieter im Preis-Leistungs-Vergleich

Eine professionelle Beratung und das Einholen mehrerer Kostenvoranschläge sollten die Voraussetzungen für den Kauf einer Photovoltaikanlage sein. Führen Sie unbedingt einen Preis-Leistung-Vergleich von verschiedenen Solaranbietern durch – und achten Sie darauf, dass Sie sich für einen seriösen Anbieter entscheiden.

Vor allem im Internet kursieren viele Gerüchte über die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen und über die baulichen Voraussetzungen. Ein professioneller Anbieter wird Sie objektiv beraten und Ihnen zu einer für Sie geeigneten Anlage raten.

Durch Anbietervergleich Geld sparen

Lassen Sie sich nicht von Schnäppchenangeboten blenden – gerade bei einer Solarstromanlage zahlt sich gute Qualität aus.

Dennoch können Sie beim Kauf einer Photovoltaikanlage durch einen Angebotsvergleich ordentlich Geld sparen. Füllen Sie ganz bequem, kostenlos und unverbindlich unser Online-Formular aus und Sie erhalten bereits nach kurzer Zeit mehrere auf Sie zugeschnittene Angebote verschiedener Solaranbieter von uns.

Die maßgeschneiderten Angebote können Sie hier unverbindlich einholen.

Die Vorteile: Sie sparen nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Zudem können Sie sich darauf verlassen, dass wir Ihnen nur qualitätsgeprüfte, seriöse Unternehmen vermitteln. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie ganz in Ruhe alle Angebote miteinander vergleichen können.

Checkliste: Wie finde ich den richtigen Solaranbieter für mich?

Kostenlose Checkliste für Ihre Photovoltaikanlage

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Sie haben bereits Angebote verschiedener Solaranbieter vorliegen?

Diese Checkliste hilft Ihnen dabei herauszufinden, für welches Angebot bzw. für welchen Solarteur Sie sich entscheiden sollten.

1. Bietet der Solaranbieter vor Vertragsabschluss einen Beratungstermin an?

Bevor der Solarteur Ihnen eine Solaranlage vorschlagen kann, die wirklich zu Ihnen, Ihrem Haus und Ihren Ansprüchen passt, muss er Ihre Wünsche, Ihren Stromverbrauch und Ihr verfügbares Budget kennen. Jede seriöse Firma wird Ihnen deshalb ein Beratungsgespräch anbieten.

2. Berät mich der Solaranbieter darüber, welche Solaranlage für mich geeignet ist bzw. ob sie machbar ist?

Eine professionelle Firma wird mit Ihnen darüber sprechen, welchen Bedarf Sie haben, welches Modell für Sie geeignet und welche Größe der Anlage erforderlich ist.

3. Analysiert der Solaranbieter, ob sich eine Solaranlage für mich rechnet bzw. ob sie wirtschaftlich ist?

Lassen Sie sich unbedingt ausrechnen, mit welchen Ausgaben Sie zu rechnen haben, welche Renditen erzielt werden können, wann sich die Anschaffungskosten amortisiert haben etc. Wichtig ist dabei natürlich, dass es sich bei den Berechnungen nicht um Beispielrechnungen handelt, sondern um Werte, die auf Ihrem Stromverbrauch und auf den Einstrahlungswerten an Ihrem Standort basieren.

4. Schaut sich der Anbieter vor Vertragsabschluss die örtlichen Gegebenheiten an?

Um feststellen zu können, ob bzw. wie sehr sich eine Photovoltaikanlage für Sie lohnt, muss der Solarteur die baulichen Gegebenheiten Ihres Hauses kennen und sie in die Berechnungen mit einfließen lassen.

Reicht die Dachlast aus oder müssen Sie da mit Zusatzkosten rechnen? Ist der Neigungswinkel des Daches optimal? Ist das Haus nach Süden ausgerichtet? Liegt das Dach im Schatten hoher Bäume? All diese Fragen spielen bei der Entscheidungsfindung eine Rolle. Ein seriöser Solarteur wird Ihnen sagen, ob sich Ihr Haus für eine Photovoltaikanlage eignet.

5. Sind alle Kosten im Vertrag/Angebot deutlich aufgelistet?

Schauen Sie genau, ob alle einzelnen Positionen explizit aufgelistet sind oder ob Sie noch mit „versteckten Kosten“, wie zum Beispiel Arbeitsstunden, Anfahrtskosten, Installationsarbeiten, Arbeiten am Dach etc. rechnen müssen.

6. Klärt mich der Solarteur über finanzielle Fördermöglichkeiten auf?

Ein seriöser Solaranbieter wird Ihnen auch bei der Finanzierung beratend zur Seite stehen und Sie zum Beispiel über staatliche Fördermöglichkeiten, Einspeisevergütungen, Solarkredite etc. aufklären.

7. Bekomme ich vom Solarteur eine ausführliche Einweisung in den Betrieb der Solaranlage?

Zu einer korrekten Übergabe einer Photovoltaikanlage gehören natürlich auch eine genaue Erklärung der Technik und eine Einweisung in den Betrieb. Nur, wenn Sie mit Ihrer Anlage vertraut sind, können Sie sie optimal nutzen.

8. Gibt es Garantieleistungen?

Viele Solaranbieter haben die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistungspflicht von zwei Jahren auf fünf Jahre erhöht und bieten zudem noch eine Leistungsgarantie für bis zu 25 Jahre an.

9. Kann der Solaranbieter Qualitätssiegel und Auszeichnungen vorweisen?

Qualitätsmerkmale einer seriösen Firma sind nicht nur eine lange Unternehmensgeschichte und überzeugende Serviceleistungen, sondern auch Zertifizierungen, die auf hohe Qualitätsstandards schließen lassen.

10. Gibt es positive Online-Bewertungen oder andere Referenzen zu dem Solaranbieter?

Erkundigen Sie sich im Vorwege, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt. Bewertungen im Internet können Ihnen dabei ebenso helfen wie Erfahrungswerte und Empfehlungen aus dem Freundeskreis. Fragen Sie auch nach, ob Sie sich Referenzobjekte anschauen können.

Solaranlagen mieten vs. kaufen

Welche Variante ist besser?

Wer selber Solarstrom erzeugen möchte, aber kein ausreichendes Investitionsbudget zur Verfügung hat, kann sich eine Photovoltaikanlage auch mieten statt zu kaufen.

Dafür schließen Sie mit einem Anbieter einen Vertrag ab:

Der Anbieter setzt Ihnen die Photovoltaikanlage aufs Dach, übernimmt die Anschaffungs- und Installationskosten, die Kosten für Wartung und Reparatur sowie die Beiträge für die Versicherung; Sie können den Strom nutzen, erhalten die Einspeisevergütung und bezahlen im Gegenzug eine monatliche Gebühr an den Anbieter.

Aus ökologischer Sicht macht dieses Mietmodell durchaus Sinn; der finanzielle Nutzen hingegen ist stark abhängig von den Konditionen, die Ihnen der Vermieter anbietet, in allererster Linie davon, wie viel Prozent des selbstproduzierten Solarstroms Sie auch nutzen dürfen.

Denn Voraussetzung dafür, dass sich die gemietete Photovoltaikanlage für Sie rechnet, ist, dass sie so dimensioniert ist, dass Sie zum allergrößten Teil von den Energieversorgern unabhängig sind und den Großteil Ihres Strombedarfs durch den Solarstrom abdecken können.

Ist dies nicht der Fall, kommen zu der monatlichen Gebühr an den Vermieter der Solarstromanlage noch die Stromkosten an den regionalen Energieversorger hinzu.

Ein Rechenbeispiel

Als vierköpfige Familie in einem Einfamilienhaus verbrauchen Sie in etwa 5.000 kWh pro Jahr. Bei einem Bruttostrompreis von 25 Cent/kWh macht das im Jahr 1.250 Euro Stromkosten, sprich circa 105 Euro pro Monat.

Mieten Sie sich hingegen eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 5 kWp, so müssen Sie eine monatliche Gebühr von circa 80 Euro bezahlen und erzielen im Durchschnitt einen Ertrag von circa 4.000 kWh pro Jahr.

In der Regel dürfen Sie bei den meisten Mietangeboten jedoch nur circa 50 Prozent des Solarstroms selber nutzen und müssen den Rest ins öffentliche Netz einspeisen.

Sie müssen demnach noch circa 3.000 kWh bei Ihrem regionalen Energieversorger einkaufen. Das sind bei einem Bruttostrompreis von 25 Cent/kWh zusätzlich 62,50 Euro pro Monat.

Insgesamt bezahlen Sie also 80 Euro an den Vermieter plus 62,50 Euro an den Energieversorger, sprich 142,50 Euro pro Monat.

Davon abziehen müssen Sie allerdings Ihren Gewinn durch die Einspeisevergütung.

Diese liegt aktuell bei einer 5 kWp-Anlage bei 12,3 Cent/kWh, das bedeutet, Sie bekommen für die 2.000 kWh, die Sie ins öffentliche Stromnetz einspeisen, insgesamt 246 Euro im Jahr, macht 20,50 Euro pro Monat. Zieht man diese nun von Ihren Ausgaben ab, kommen immer noch monatliche Kosten von 122 Euro auf Sie zu.

Dieses Rechenbeispiel zeigt, dass sich die Ausgaben nicht deutlich unterscheiden, aber sich das Mietmodell finanziell nur rechnen kann, wenn man nahezu seinen kompletten Strombedarf über den Solarstrom abdecken kann und vertraglich auch abdecken darf.

Verschiedene Modelle im Überblick

Ob auf dem Dach eines Altbaus, integriert in die Fassade eines Neubaus oder auf der Freifläche neben dem Bauernhof, ob als netzgekoppelte Anlage auf dem Eigenheim oder als kompakte Inselanlage auf dem Dach Ihres Wohnmobils – es gibt eine Vielzahl an Photovoltaikanlagen.

Informieren Sie sich genau, welches Modell Ihren Anforderungen entspricht.

Welcher Solaranlagentyp eignet sich für welchen Haustyp?

Bei dem Kauf einer Photovoltaikanlage ist vor allem die Größe der Anlage entscheidend, denn diese ist abhängig von Ihrem Stromverbrauch.

Eine Anlage auf einem Ferienhaus, das vor allem auch tagsüber genutzt wird, wenn die Sonne scheint und viel Strom erzeugt wird, kann in der Regel kleiner ausfallen.

Vor allem bei Solaranlagen, die auf Berghütten oder auf Lauben in Schrebergärten etc. montiert werden, handelt es sich meistens um kostengünstigere Inselanlagen, die nicht ans öffentliche Stromnetz angeschlossen sind, sondern nur dem Eigenverbrauch dienen.

Eine etwas größere, netzgekoppelte Anlage, die auf Ihren persönlichen Stromverbrauch abgestimmt sein sollte, benötigen Sie für ein Einfamilienhaus. Empfehlenswert sind Anlagen mit einer Leistung von circa 3–5 kWp. Sind Sie und Ihre Familie werktags aus dem Haus und benötigen Sie deshalb vor allem abends Strom, ist es außerdem ratsam, eine Anlage mit Stromspeicher einbauen zu lassen.

Auch als Besitzer eines Mehrfamilienhauses macht es Sinn, sich eine Komplettanlage inklusive Stromspeicher anzuschaffen. Sie haben dann die Möglichkeit, den produzierten und gespeicherten Solarstrom an Ihre Mieter weiterzuverkaufen.

Bei einem Mehrfamilienhaus mit sechs Parteien sollten Sie sich beispielsweise für eine Solarstromanlage mit einer Leistung von 15–30 kWp entscheiden.

Vor allem Landwirte haben oftmals die Möglichkeit, auf einer Wiese einen Solar-Park einzurichten. Dabei wird in der Regel wesentlich mehr Strom produziert als man selber verbrauchen kann. Mit einer Komplettanlage können Sie den überschüssigen Strom entweder ins öffentliche Stromnetz einspeisen oder aber über Privatkabel an Ihre Nachbarn liefern und verkaufen.

Welche Solaranlage für welches Dach?

Das Dach spielt bei der Montage einer Solaranlage eine entscheidende Rolle.

Deshalb gilt es, vor der Installation die Statik und Traglast des Daches zu prüfen.

Außerdem sind die Ausrichtung des Daches sowie der Neigungswinkel wichtig.

Egal, ob Flachdach, Satteldach oder Pultdach, ob das Dach eines Einfamilienhauses, eines Schuppens oder eines Wohnmobils, in der Regel gibt es für alle Dachformen Möglichkeiten, eine Solaranlage zu montieren – allerdings steigen die Kosten an, je aufwendiger das Montagesystem konstruiert sein muss.

Je nach Dachart müssen Sie sich zwischen einer Aufdachanlage oder eine Indachanlage entscheiden:

Während die Solarzellen bei einer Aufdach-Montage über die Dachziegel gesetzt und mit speziellen Halterungen fixiert werden, werden die Solarzellen bei einer Indachanlage direkt auf dem Dachstuhl montiert.

Vereinbaren Sie am besten mit einem Solaranbieter einen Beratungstermin vor Ort – dieser kann die örtlichen Begebenheiten überprüfen und Ihnen so eine passende Solaranlage empfehlen.

Solaranlage und Steuern: Was muss man dazu wissen?

Von dem Kauf einer Photovoltaikanlage können Sie auch steuerlich profitieren, indem Sie die Anschaffungskosten abschreiben oder entstandene Kosten von der Steuer absetzen.

Dabei gilt es, folgende Punkte zu beachten:

Kann man eine Solaranlage von der Steuer absetzen?

Ja, eine Solarstromanlage lässt sich von der Steuer absetzen, sofern sie nicht ausschließlich dem privaten Eigenverbrauch dient, sondern es sich um eine netzgekoppelte Anlage handelt.

Dabei ist zu beachten, dass man als Besitzer einer Photovoltaikanlage mit Einspeisung offiziell zum Unternehmer eines Gewerbebetriebes wird.

Das heißt, Sie müssen ein Gewerbe anmelden und außerdem eine jährliche Einnahmen-Überschuss-Rechnung, z.B. im Rahmen der Einkommensteuererklärung, erstellen. Der Stromverkauf, sprich die Einspeisevergütung, stellt dabei die Einnahme dar.

Als Ausgaben können neben der Abschreibung der Anschaffungskosten auch die Wartungskosten, die Reparaturkosten, die Kosten für die Versicherung usw. geltend gemacht werden.

Der Gewinn bzw. – vor allem in den ersten Jahren – der Verlust unterliegt dann der Einkommensteuer des Unternehmers. Da es sich in den meisten Fällen bei dem Unternehmer um einen Kleinunternehmer gemäß § 19 UStG. handelt, kann er sich hingegen von der Umsatzsteuer befreien lassen.

Häufige Fragen und Antworten (FAQ) zum Thema Solaranlagen

Welche Photovoltaikanlage ist für mein Haus geeignet? Rechnet sich eine Solaranlage wirtschaftlich? Wann amortisieren sich die Kosten für die Anlage? Welche staatlichen Förderprogramme gibt es?

Wer an dem Thema „Solaranlagen“ interessiert ist und sich erstmals damit beschäftigt, dem stellen sich schnell viele Fragen:

Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen zusammengestellt und liefern Ihnen die entsprechenden Antworten.

Peter Kuhn