Lohnt sich Photovoltaik?

Der große Ratgeber zum Kauf einer Photovoltaikanlage

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage noch?

Modelle, Anbieter, Kosten, Förderprogramme und was Photovoltaik eigentlich bedeutet


Sonnenenergie ist unbegrenzt verfügbar, umweltfreundlich und vor allem eines:

Kostenlos.

Deshalb setzen immer mehr Hauseigentümer auf Solaranlagen und profitieren von dieser unabhängigen Stromquelle.

Wir beantworten Ihnen alle wichtigen Fragen rund ums Thema Solaranlagen, stellen Ihnen die unterschiedlichen Modelle und Möglichkeiten vor und zeigen Ihnen, worauf Sie beim Kauf besonders achten sollten.

 

Solaranlagen im Überblick: Photovoltaikanlage vs. Solarthermie

Solaranlagen werden immer beliebter. Das liegt zum einen an den stetig steigenden Strom- und Brennstoffpreisen, und zum anderen an der sich immer weiter entwickelnden Technologie und den damit einhergehenden Möglichkeiten – auch für Privatpersonen.

Zurzeit gibt es drei Typen von Solaranlagen

  • Solarthermien als heizungsunterstützendes Wärmesystem
  • Photovoltaikanlagen als Lieferant von Solarstrom
  • Thermische Solarkraftwerke

Solarthermien und Photovoltaikanlagen eignen sich auch bestens für Privathaushalte, während die Solarkraftwerke als Lieferanten von Wärme, Kälte und Strom Großanlagen sind, deren Dimension die Möglichkeiten von Hausbesitzern weit übersteigt.

Was ist denn der Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaikanlage?

Bei der Solarthermie wird die Sonnenenergie mithilfe von Solarkollektoren, zum Beispiel auf dem Dach, aufgefangen und dann in einem Warmwasserspeicher im Gebäude gespeichert – so kann die Energie auch dann verbraucht werden, wenn draußen keine Sonne scheint.

Dabei kann die Solarthermie sowohl zur Warmwasseraufbereitung als auch als unterstützendes Heizsystem genutzt werden. Sie lässt sich gut mit anderen Heizungsanlagen kombinieren und kann somit als umweltverträgliche Ergänzung genutzt werden.

Bei der Photovoltaikanlage wird die Sonnenenergie ebenfalls mithilfe von Solarzellen eingefangen und – anders als bei der Solarthermie – nicht in Wärme, sondern in Strom umgewandelt.

Das Prinzip der Photovoltaikanlage wird mittlerweile in so genannten „Inselanlagen“ in fast jedem Privathaushalt genutzt – sei es beim Taschenrechner, beim Fahrradtacho oder bei der Gartenbeleuchtung mit Solarzellen.

Aber auch auf Dächern werden Solarstromanlagen gerne genutzt. Die Photovoltaikanlagen auf Hausdächern oder in Freiflächen-Solarparks sind in der Regel netzgekoppelte Anlagen; das bedeutet, der gewonnene Solarstrom wird entweder direkt im Haushalt verbraucht, in einem Solarspeicher gespeichert und erst bei Bedarf genutzt oder aber ins öffentliche Stromnetz eingespeist.

Im idealen Fall ist man als Betreiber einer Photovoltaikanlage also weitestgehend unabhängig von den Energieversorgern und ihren Strompreisen und bekommt zusätzlich eine Einspeisevergütung für den überschüssigen Strom.

Ein großer Nachteil der Solarthermie sowie der Photovolataikanlage sind die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten. Da beide Systeme aber dank eines sehr geringen CO2-Ausstoßes die Umwelt entlasten, wird der Einbau staatlich bezuschusst.

Photovoltaik als Geldanlage

Von 2009 bis 2013 boomte das Photovoltaik-Geschäft, da die hohe Einspeisevergütung Kapitalanlegern eine gute Rendite ermöglichte. Mittlerweile hat die Bundesregierung die Vergütungsraten deutlich reduziert, wodurch von Jahr zu Jahr weniger Photovoltaikanlagen gebaut wurden. Heute stehen weniger die Renditemöglichkeiten, sondern eher die Senkung der eigenen Stromkosten im Fokus.

Was ist denn nun besser: Solarthermie oder Photovoltaik?

So ganz pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. Solarthermien sind beschränkt auf die Wärmebereitstellung, während Photovoltaik auch Strom erzeugen kann. Eine Solarthermie benötigt aber auch weniger Fläche.

Welches System sinnvoller ist, hängt von den Beschaffenheit des Hauses und des eigenen Energieverbrauchs ab. Wenn es das Budget zulässt, ist auch eine Nutzung beider Technologien überlegenswert. 

Lassen Sie sich vom Fachbetrieb Ihrer Wahl beraten.

 

Schritt für Schritt zur Solaranlage – Fünf goldene Regeln, die Sie beachten sollten

Rechnet sich eine Solaranlage für mich? Erfüllt mein Haus bzw. mein Grundstück alle baulichen Voraussetzungen? Was kostet mich eine Photovoltaikanlage?

Die inhaltliche Beschäftigung mit dem Thema Solaranlagen wirft viele Fragen auf. Deshalb ist es wichtig, sich vor dem Kauf einer Photovoltaikanlage gründlich zu informieren.

Regel 1: An erster Stelle steht der Eigenbedarf

Der große Vorteil einer Photovoltaikanlage ist die weitestgehende Unabhängigkeit von den Energieversorgern und vom Stromnetz.

Ihre Anlage sollte deshalb im idealen Fall so dimensioniert sein, dass Sie nahezu Ihren kompletten Stromverbrauch über Ihre Anlage beziehen können. Schauen Sie nach, wie hoch Ihr Stromverbrauch in den letzten Jahren im Durchschnitt war.

Je nach Sonneneinstrahlung, Standort, Ausrichtung des Daches etc. kann eine Photovoltaikanlage zwischen 700 bis 1.100 kWh pro Quadratmeter pro Jahr erreichen.

Als Faustregel gilt, dass man für 1 kWp (KiloWatt peak = Spitzenleistung der Anlage) etwa 10 m² Dachfläche benötigt. Normalerweise verbraucht ein 4-Personen-Haushalt im Jahr circa 4.000 kWh Strom, Sie bräuchten also eine Photovoltaikanlage von circa 40 m² Fläche.

4-Personen-Haushalt = 40 m² Fläche

Erkundigen Sie sich aber vorher über die exakten Einstrahlungswerte an Ihrem Standort und lassen Sie diese in die Berechnung mit einfließen.

Zudem sind Sie nur unabhängig vom Energieversorger, wenn Sie die Möglichkeit haben, Ihren Solarstrom in einem Solarspeicher, z.B. einer speziellen Batterie, zu speichern und so den Strom auch dann nutzen zu können, wenn gerade keine Sonne scheint.

Regel 2: Nichts überstürzen – Beratung und Vorbereitung sind das A und O

Möchten Sie eine Insel-Anlage oder eine netzgekoppelte Anlage? Wünsche Sie eine Aufdachanlage, eine Freilandanlage oder eine gebäudeintegrierte Anlage?

Ist es für Sie wirtschaftlicher, den überschüssigen Strom für Ihren Eigenbedarf in einer Batterie oder einem Akku zu speichern oder in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen?

Gibt es in Ihrer Gemeinde eventuell eine kommunal verankerte Bürger-Solaranlage, an der Sie sich beteiligen können?

Erkundigen Sie sich im Vorwege sowohl über die unterschiedlichen Herstellermodelle als auch über die Betreibermodelle und lassen Sie sich ausführlich beraten, welches System für Sie am geeignetsten und am effizientesten ist.

Regel 3: Je mehr Sonne, desto besser

Prinzipiell ist die Sonneneinstrahlung überall in Deutschland stark genug, damit eine Photovoltaikanlage wirtschaftlich arbeiten kann. Dennoch müssen Sie die individuellen Voraussetzungen Ihres Hauses überprüfen.

Liegt ein Großteil Ihres Daches im Schatten, weil hohe Bäume, Häuser etc. eine direkte Sonneneinstrahlung verhindern?

Ist Ihre Dachfläche ausreichend groß? Wie ist Ihr Haus ausgerichtet?

Im idealen Fall sollte Ihr Dach nach Süden ausgerichtet sein, einen Neigungswinkel von 30° haben und direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Je nach Stromverbrauch sollte die Anlage zwischen 30–50 m² groß sein – Ihr Dach sollte also dementsprechend Fläche bereitstellen. Auch die Dachlast muss hinreichend hoch sein.

Regel 4: Rechnen, Rechnen, Rechnen – und Vergleichen

Der Kauf einer Photovoltaikanlage setzt in der Regel ein hohes Investitionsbudget voraus.

Informieren Sie sich ausreichend über die verschiedenen Kostenpunkte wie Anschaffungs- und Installationskosten sowie die laufenden Wartungskosten und berücksichtigen Sie bei der Kalkulation auch die Einspeisevergütung sowie die aktuellen Strompreisprognosen.

Holen Sie sich immer Angebote bzw. Kostenvoranschläge von mehreren Solaranbietern ein. Nur so können Sie die verschiedenen Preise und Leistungen miteinander vergleichen.

Regel 5: Sie müssen nicht alles alleine stemmen

Das Investitionsbudget kann immens verringert werden, wenn Sie sich bei dem Kauf einer Photovoltaikanlage bezuschussen lassen. Dadurch amortisieren sich die Anschaffungskosten wesentlich schneller und die Wirtschaftlichkeit Ihrer Solarstromanlage wird deutlich verbessert.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau fördert mit ihrem Programm 274 „Erneuerbare Energien Standard-Photovoltaik“ die Errichtung von neuen Photovoltaikanlagen mit einem attraktiven Kredit. Auch andere Banken bieten spezielle Solar-Kredite an, die für die Errichtung einer Solaranlage gedacht sind.

Zudem gibt es in einigen Bundesländern, Kommunen oder Städten regionale Förderungsprogramme, die für bestimmte Solaranlagen Investitionszulagen bereitstellen – diese sind meistens an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, zum Beispiel architektonische Gestaltungen etc.

Es lohnt sich also, sich vor dem Kauf einer Photovoltaikanlage bei der KfW-Bank und vor Ort nach regionalen Förderprogrammen zu erkundigen.

In 5 Schritten zu Ihrer Solaranlage

  • Eigenbedarf ermitteln
  • Ausführlich beraten lassen
  • Bauliche Voraussetzungen prüfen
  • Verschiedene Angebote einholen und vergleichen
  • Fördermöglichkeiten prüfen und Anträge stellen

 

Welche Fördermöglichkeiten gibt es für den Kauf einer Solaranlage?

Solaranlagen sind gefragter denn je.

Wer sich schon einmal mit den Prognosen für Strompreise beschäftigt hat, sieht schnell ein, dass es sich lohnt, von den Energieversorgern unabhängig zu werden und mit einer Photovoltaikanlage seinen eigenen Solarstrom zu erzeugen.

Keine Frage: Wären die Anschaffungs- und Installationskosten für Solarstromanlagen nicht immer noch vergleichsweise hoch, würden weitaus mehr Privathaushalte diese Form der Stromerzeugung nutzen – und so nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt schonen.

Dass Photovoltaikanlagen die Umweltbilanz verbessern, indem sie fossile Brennstoffe schonen und Kohlendioxidemissionen reduzieren, weiß auch der Staat zu schätzen und stellt dies mit attraktiven Zuschüssen und Förderprogrammen unter Beweis. So lassen sich die Kosten für die Solaranlagen immens reduzieren!

Selbst produzierten Strom verkaufen – Was ist die Einspeisevergütung?

Die Einspeisevergütung ist im Eneuerbare-Energien-Gesetz festgeschrieben und besagt, dass alle Betreiber einer Photovoltaikanlage einen bestimmten Vergütungssatz für den Solarstrom erhalten, den sie ins öffentliche Stromnetz einspeisen.

Die Höhe der Einspeisevergütung richtet sich nach dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme und nach der Größe der Anlage. Sie ist auf 20 Jahre festgelegt. Zwar ist dieser Satz in den letzten Jahren immens gesunken und liegt mittlerweile nur noch bei circa 8–13 Cent pro kWh, dennoch bietet sie weiterhin eine konstante Sicherheit für Anlagenbetreiber.

Übrigens liegt die Einspeisevergütung damit deutlich unter dem Einkaufspreis von Strom beim Energieversorger – Photovoltaikstrom lohnt sich also primär für die Eigennutzung.

Wie viel ist mein Strom wert?

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht quartalsweise die aktuellen  Vergütungssätze für eingespeisten Solarstrom. Hier finden Sie die aktuellen Zahlen.

Wie sichere ich mir Zuschüsse der KfW-Bank?

Besonders attraktiv ist ein Sonderkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Mit dem Programm 274 „Erneuerbare Energien – Standard – Photovoltaik“ (Link) werden Sie beim Kauf, bei der Erweiterung sowie beim Bau einer Photovoltaikanlage finanziell unterstützt, indem die KfW-Bank Ihnen einen Kredit in Höhe Ihrer 100%igen Investitionskosten gewährt.

Eine wichtige Voraussetzung ist allerdings, dass es sich um eine netzgekoppelte Anlage handelt und Sie einen Teil des Solarstroms ins öffentliche Stromnetz einspeisen.

Der KfW-Kredit lockt mit attraktiven Konditionen wie niedrigen Zinssätzen und variablen Laufzeiten. Je nachdem, wie die Bank Ihre persönliche Bonität einschätzt und abhängig von der Entwicklung auf dem Kapitalmarkt, variieren die Konditionen, sprich die Laufzeit, die tilgungsfreien Jahre, der Soll- und der Effektivzins sowie die Zinsbindung.

Die Antragstellung erfolgt nicht direkt über die KfW-Bank, sondern über Ihre Hausbank oder ein Kreditinstitut Ihrer Wahl.

Erst der Antrag, dann der Kauf

Achtung: Das Antragsformular muss unbedingt eingereicht und bewilligt sein, bevor Sie Ihre Photovoltaikanlage kaufen und installieren.

Welche Modelle werden gefördert?

Das Programm 274 der KfW-Bank gilt sowohl für Photovoltaikanlagen in Neubauten und Altbauten, auf dem Dach, auf der Fassade sowie auf Freiflächen. Unterstützt wird nicht nur der Kauf, sondern auch die Erweiterung und/oder Modernisierung der Anlage.

Wer wird gefördert?

Den günstigen KfW-Kredit können sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen sowie gemeinnützige Organisationen beantragen.

Dabei zu bedenken ist lediglich, dass man ein Gewerbe anmelden muss, also quasi zum Unternehmer wird, wenn man den überschüssigen Strom ins öffentliche Stromnetz einspeisen möchte und dafür eine Vergütung erhält.

Förderprogramme der Kfw-Bank

Auf der Webseite der Kfw finden Sie eine Übersicht über alle möglichen Förderprogramme sowie einen Kreditrechner.

Welche weiteren Förderprogramme gibt es?

Auch viele Hausbanken locken mit attraktiven Solarkrediten, die vom Prinzip her ähnlich wie Baukredite funktionieren, oftmals aber lukrativer sind. Das liegt daran, dass die vorgeschriebene Einspeisevergütung den Banken als eine gewisse Sicherheit dient, die sich positiv auf die Konditionen auswirkt.

Zudem bieten einige Bundesländer Fördermittel zur Finanzierung einer Solarstromanlage an – erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde, Stadt oder bei regionalen Energieversorgern nach Fördermöglichkeiten.

 

Was kostet eine Solaranlage und wie viel kann ich dadurch sparen?

Diese Frage beantworten wir in den nächsten 1-2 Minuten.

Der große Vorteil einer Photovoltaikanlage ist, dass sie Sonnenenergie nutzt, besonders umweltverträglich arbeitet und seit der Energiewende stark auf dem Vormarsch ist.

Aber auch, wenn die Anschaffungskosten aufgrund der großen Nachfrage und der voranschreitenden Technologie immer geringer werden, so sind die Anlagen immer noch vergleichsweise teuer.

Aber sorgen die hohen Anschaffungs- und Installationskosten dafür, dass die Solaranlagen nicht wirtschaftlich sind oder macht sich diese Investition auf lange Sicht doch bezahlt?

Preis-Check: Was kostet mich eine Photovoltaikanlage?

Bei der Frage nach der Finanzierbarkeit einer Photovoltaikanlage spielen neben den Anschaffungs- und Installationskosten auch die Betriebskosten eine Rolle.

Weitere Faktoren, die berücksichtigt werden müssen, sind mögliche Fördergelder und Zuschüsse, die Einspeisevergütung für den ins Stromnetz eingespeisten Solarstrom sowie natürlich die Einsparungen, die man durch Eigennutzung verbuchen kann.

Eine Solaranlage finanziert sich selbst

Man spricht bei der Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage von der Amortisationszeit, also der Zeit, bis sich die Anlage durch Einsparungen finanziert hat. Wesentliche Faktoren dafür sind natürlich der Anschaffungspreis sowie Sonneneinstrahlung und Anteil der Fremdfinanzierung.

Anschaffungs- und Installationskosten

Der Preis für eine Photovoltaikanlage ist natürlich in erster Linie abhängig von der Größe der Anlage. Er setzt sich zusammen aus den Kosten für die Solarmodule, die Elektrik – dazu zählen Wechselrichter, Bezugszähler, Einspeisezähler und Ertragszähler sowie die Verkabelung – und das Montagesystem.

Als Faustregel gilt: Pro kWp (Kilowatt peak) muss man circa 1.500 Euro bezahlen. Unter Kilowatt peak versteht man die Spitzenleistung der Photovoltaikanlage.

Wenn sich eine vierköpfige Familie, die einen ungefähren Strombedarf von 4.000 kWh hat, eine 4 kWp-Anlage kauft, muss sie für die reinen Anschaffungskosten also circa 6.000 Euro zahlen. Das ist allerdings nur ein ungefährer Richtwert, denn die Preise können je nach Ausstattung, Modell und Zusatzleistungen stark variieren.

Im Preis nicht enthalten ist zum Beispiel ein Solarspeicher in Form einer Batterie oder eines Akkus.

Der ist aber sinnvoll, damit Sie den Solarstrom speichern und so bei Bedarf nutzen können (zum Beispiel abends, wenn die Sonne bereits untergegangen ist).

Zusätzlich müssen Sie mit Installationskosten für die Montage der Photovoltaikanlage sowie mit überschaubaren Kosten für Serviceleistungen, wie zum Beispiel die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur etc., rechnen. Zusätzliche Kosten können im Einzelfall auf Sie zukommen, falls der Neigungswinkel Ihres Daches nicht optimal ist, die Dachlast verstärkt werden muss oder besondere Elektroarbeiten zur Installation durchgeführt werden müssen.

Um ein exakten Preis zu erhalten, sollten Sie individuelle Angebote anfordern – am besten bei mehreren Solaranbietern, damit Sie einen Preisleistungsvergleich durchführen können.

Die Anschaffungskosten

Durchschnittliche Kosten
Solarmodule 0,45–0,90 € pro Watt-Peak
Wechselrichter 200 € pro Kilowatt
Verkabelung 1 bis 5 € pro Meter
Montagesystem 100–150 € pro Kilowatt Peak
Installationskosten 200 € pro Kilowatt Peak
Einspeisemanagement ab ca. 150 €
Solarspeicher 6.000–15.000 €

Die Betriebskosten

Bei der Frage, ob Sie sich für eine Photovoltaikanlage entscheiden sollten, spielen natürlich auch die laufenden Betriebskosten eine wichtige Rolle. Die Sonnenenergie ist zwar kostenlos, aber ein kleines Budget sollten Sie dennoch einplanen.

Im Durchschnitt kann man für die Betriebskosten circa 1–1,5 Prozent der Anschaffungskosten pro Jahr als Richtwert nehmen.

Kostenpunkte, aus denen sich die Betriebskosten zusammensetzen, sind die regelmäßige Wartung/Reinigung der Anlage, möglicherweise anfallende Reparaturleistungen, die Stromkosten für den Betrieb des Wechselrichters sowie eventuell für eine Haftpflicht- und/oder Photovoltaikversicherung.

Durchschnittliche Kosten pro Jahr
Wartung 200 €
Reinigung 100 €
Wechselrichter – Stromverbrauch 5–120 €
Wechselrichter – Austausch (circa alle 10 Jahre) Gesamtpreis: circa 10% der Investitionssumme
Haftpflichtversicherung 50 €
Photovoltaikversicherung 200 €

Lohnt sich eine Solaranlage noch?

Durch die stark gekürzte Einspeisevergütung kommt immer häufiger die Diskussion auf, ob sich der Kauf einer Photovoltaikanlage noch rechnet.

Ganz pauschal lässt sich das natürlich nicht beantworten, denn der Ertrag der Anlage hängt immer auch von der Leistung und Größe der Photovoltaikanlage und vom Einstrahlungswert an Ihrem Standort ab.

Ohne Frage lohnt sich eine Photovoltaikanlage immer aus ökologischen Gründen, denn mit Solarstrom leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Aussagen, dass bei der Herstellung einer Photovoltaikanlage mehr Energie verbraucht wird als die Anlage im Laufe Ihrer Lebensdauer erreichen kann, sind falsch:

Die energetische Amortisationszeit liegt bei circa zwei bis maximal fünf Jahren.

Aber auch wirtschaftlich rechnet sich eine Solarstromanlage oftmals. Nicht nur durch die Einspeisevergütung, sondern auch durch die Eigennutzung des Solarstroms lässt sich Geld einsparen. Aufgrund der steigenden Strompreise liegt die Stromkostenersparnis insgesamt deutlich über den Anschaffungskosten, so dass sich beispielsweise bei einem Einfamilienhaus eine Rendite von circa 5 Prozent erzielen lässt.

Mittlerweile haben die Anlagen eine Lebensdauer von bis zu 40 Jahren, während sich die Anschaffungskosten normalerweise bereits nach neun bis 15 Jahren amortisiert haben.

Zudem können Sie die Anschaffungskosten steuerlich geltend machen und auch Wartungs- und Reparaturkosten sowie die Versicherungsbeiträge steuerlich absetzen.

Rechnen Sie selbst

Mit dem kostenlosen SolardachCheck auf co2online.de können Sie selbst berechnen, ob sich die Anschaffung einer Solaranlage für Sie lohnt. 

Solaranlagen-Anbieter im Preis-Leistungs-Vergleich

Eine professionelle Beratung und das Einholen mehrerer Kostenvoranschläge sollten die Voraussetzungen für den Kauf einer Photovoltaikanlage sein. Führen Sie unbedingt einen Preis-Leistung-Vergleich von verschiedenen Solaranbietern durch – und achten Sie darauf, dass Sie sich für einen seriösen Anbieter entscheiden.

Vor allem im Internet kursieren viele Gerüchte über die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen und über die baulichen Voraussetzungen. Ein professioneller Anbieter wird Sie objektiv beraten und Ihnen zu einer für Sie geeigneten Anlage raten.

 

Checkliste: Wie finde ich den richtigen Solaranbieter für mich?

Sie haben bereits Angebote verschiedener Solaranbieter vorliegen?

Diese Checkliste hilft Ihnen dabei herauszufinden, für welches Angebot bzw. für welchen Solarteur Sie sich entscheiden sollten. Stellen Sie sich einfach diese 10 Fragen:

1. Bietet der Solaranbieter vor Vertragsabschluss einen Beratungstermin an?

Bevor der Solarteur Ihnen eine Solaranlage vorschlagen kann, die wirklich zu Ihnen, Ihrem Haus und Ihren Ansprüchen passt, muss er Ihre Wünsche, Ihren Stromverbrauch und Ihr verfügbares Budget kennen. Jede seriöse Firma wird Ihnen deshalb ein Beratungsgespräch anbieten.

2. Berät mich der Solaranbieter darüber, welche Solaranlage für mich geeignet ist bzw. ob sie machbar ist?

Eine professionelle Firma wird mit Ihnen darüber sprechen, welchen Bedarf Sie haben, welches Modell für Sie geeignet und welche Größe der Anlage erforderlich ist.

3. Analysiert der Solaranbieter, ob sich eine Solaranlage für mich rechnet bzw. ob sie wirtschaftlich ist?

Lassen Sie sich unbedingt ausrechnen, mit welchen Ausgaben Sie zu rechnen haben, welche Renditen erzielt werden können, wann sich die Anschaffungskosten amortisiert haben etc. Wichtig ist dabei natürlich, dass es sich bei den Berechnungen nicht um Beispielrechnungen handelt, sondern um Werte, die auf Ihrem Stromverbrauch und auf den Einstrahlungswerten an Ihrem Standort basieren.

4. Schaut sich der Anbieter vor Vertragsabschluss die örtlichen Gegebenheiten an?

Um feststellen zu können, ob bzw. wie sehr sich eine Photovoltaikanlage für Sie lohnt, muss der Solarteur die baulichen Gegebenheiten Ihres Hauses kennen und sie in die Berechnungen mit einfließen lassen.

Reicht die Dachlast aus oder müssen Sie da mit Zusatzkosten rechnen? Ist der Neigungswinkel des Daches optimal? Ist das Haus nach Süden ausgerichtet? Liegt das Dach im Schatten hoher Bäume? All diese Fragen spielen bei der Entscheidungsfindung eine Rolle. Ein seriöser Solarteur wird Ihnen sagen, ob sich Ihr Haus für eine Photovoltaikanlage eignet.

5. Sind alle Kosten im Vertrag/Angebot deutlich aufgelistet?

Schauen Sie genau, ob alle einzelnen Positionen explizit aufgelistet sind oder ob Sie noch mit „versteckten Kosten“, wie zum Beispiel Arbeitsstunden, Anfahrtskosten, Installationsarbeiten, Arbeiten am Dach etc. rechnen müssen.

6. Klärt mich der Solarteur über finanzielle Fördermöglichkeiten auf?

Ein seriöser Solaranbieter wird Ihnen auch bei der Finanzierung beratend zur Seite stehen und Sie zum Beispiel über staatliche Fördermöglichkeiten, Einspeisevergütungen, Solarkredite etc. aufklären.

7. Bekomme ich vom Solarteur eine ausführliche Einweisung in den Betrieb der Solaranlage?

Zu einer korrekten Übergabe einer Photovoltaikanlage gehören natürlich auch eine genaue Erklärung der Technik und eine Einweisung in den Betrieb. Nur, wenn Sie mit Ihrer Anlage vertraut sind, können Sie sie optimal nutzen.

8. Gibt es Garantieleistungen?

Viele Solaranbieter haben die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistungspflicht von zwei Jahren auf fünf Jahre erhöht und bieten zudem noch eine Leistungsgarantie für bis zu 25 Jahre an.

9. Kann der Solaranbieter Qualitätssiegel und Auszeichnungen vorweisen?

Qualitätsmerkmale einer seriösen Firma sind nicht nur eine lange Unternehmensgeschichte und überzeugende Serviceleistungen, sondern auch Zertifizierungen, die auf hohe Qualitätsstandards schließen lassen.

10. Gibt es positive Online-Bewertungen oder andere Referenzen zu dem Solaranbieter?

Erkundigen Sie sich im Vorwege, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt. Bewertungen im Internet können Ihnen dabei ebenso helfen wie Erfahrungswerte und Empfehlungen aus dem Freundeskreis. Fragen Sie auch nach, ob Sie sich Referenzobjekte anschauen können.

 

Solaranlagen mieten vs. kaufen

Wer selber Solarstrom erzeugen möchte, aber kein ausreichendes Investitionsbudget zur Verfügung hat, kann sich eine Photovoltaikanlage auch mieten statt zu kaufen.

Dafür schließen Sie mit einem Anbieter einen Vertrag ab:

Der Anbieter setzt Ihnen die Photovoltaikanlage aufs Dach, übernimmt die Anschaffungs- und Installationskosten, die Kosten für Wartung und Reparatur sowie die Beiträge für die Versicherung; Sie können den Strom nutzen, erhalten die Einspeisevergütung und bezahlen im Gegenzug eine monatliche Gebühr an den Anbieter.

Aus ökologischer Sicht macht dieses Mietmodell durchaus Sinn; der finanzielle Nutzen hingegen ist stark abhängig von den Konditionen, die Ihnen der Vermieter anbietet, in allererster Linie davon, wie viel Prozent des selbstproduzierten Solarstroms Sie auch nutzen dürfen.

Denn Voraussetzung dafür, dass sich die gemietete Photovoltaikanlage für Sie rechnet, ist, dass sie so dimensioniert ist, dass Sie zum allergrößten Teil von den Energieversorgern unabhängig sind und den Großteil Ihres Strombedarfs durch den Solarstrom abdecken können.

Ist dies nicht der Fall, kommen zu der monatlichen Gebühr an den Vermieter der Solarstromanlage noch die Stromkosten an den regionalen Energieversorger hinzu.

Vorsicht bei Mietverträgen

In der Regel haben Verträge über gemietete Solaranlagen eine Laufzeit von 15, 20 oder noch mehr Jahren. Das Mietmodell eignet sich also nicht, um Solarstrom nur mal auszuprobieren.

Ein Rechenbeispiel

Als vierköpfige Familie in einem Einfamilienhaus verbrauchen Sie in etwa 5.000 kWh pro Jahr. Bei einem Bruttostrompreis von 25 Cent/kWh macht das im Jahr 1.250 Euro Stromkosten, sprich circa 105 Euro pro Monat.

Mieten Sie sich hingegen eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 5 kWp, so müssen Sie eine monatliche Gebühr von circa 80 Euro bezahlen und erzielen im Durchschnitt einen Ertrag von circa 4.000 kWh pro Jahr.

In der Regel dürfen Sie bei den meisten Mietangeboten jedoch nur circa 50 Prozent des Solarstroms selber nutzen und müssen den Rest ins öffentliche Netz einspeisen.

Sie müssen demnach noch circa 3.000 kWh bei Ihrem regionalen Energieversorger einkaufen. Das sind bei einem Bruttostrompreis von 25 Cent/kWh zusätzlich 62,50 Euro pro Monat.

Insgesamt bezahlen Sie also 80 Euro an den Vermieter plus 62,50 Euro an den Energieversorger, sprich 142,50 Euro pro Monat.

Davon abziehen müssen Sie allerdings Ihren Gewinn durch die Einspeisevergütung.

Diese liegt 2018 bei einer 5 kWp-Anlage bei 12,2 Cent/kWh, das bedeutet, Sie bekommen für die 2.000 kWh, die Sie ins öffentliche Stromnetz einspeisen, insgesamt 244 Euro im Jahr, macht 20,30 Euro pro Monat. Zieht man diese nun von Ihren Ausgaben ab, kommen immer noch monatliche Kosten von 122,20 Euro auf Sie zu.

Dieses Rechenbeispiel zeigt, dass sich die Ausgaben nicht deutlich unterscheiden, aber sich das Mietmodell finanziell nur rechnen kann, wenn man nahezu seinen kompletten Strombedarf über den Solarstrom abdecken kann und vertraglich auch abdecken darf.

Also: Mieten oder Kaufen?

Der Kaufpreis einer Photovoltaikanlage schwankt natürlich je nach Anbieter und Dachbeschaffenheit. Kann man den Kaufpreis nicht ohne Aufnahme eines Kredits finanzieren, entstehen zusätzliche Kosten durch die Zinsbelastung. Außerdem muss ein Käufer natürlich eventuelle Reparaturkosten zahlen.

Trotzdem lässt sich festhalten:

Das Mieten einer Photovoltaikanlage hat keinen wirtschaftlichen Vorteil gegenüber dem Kauf. Lediglich Komfort und Risikolosigkeit sprechen für das Mietmodell.

 

Verschiedene Modelle im Überblick

Ob auf dem Dach eines Altbaus, integriert in die Fassade eines Neubaus oder auf der Freifläche neben dem Bauernhof, ob als netzgekoppelte Anlage auf dem Eigenheim oder als kompakte Inselanlage auf dem Dach Ihres Wohnmobils – es gibt eine Vielzahl an Photovoltaikanlagen.

Informieren Sie sich genau, welches Modell Ihren Anforderungen entspricht.

Welcher Solaranlagentyp eignet sich für welchen Haustyp?

Bei dem Kauf einer Photovoltaikanlage ist vor allem die Größe der Anlage entscheidend, denn diese ist abhängig von Ihrem Stromverbrauch.

Eine Anlage auf einem Ferienhaus, das auch tagsüber genutzt wird, wenn die Sonne scheint und viel Strom erzeugt wird, kann in der Regel kleiner ausfallen.

Vor allem bei Solaranlagen, die auf Berghütten oder auf Lauben in Schrebergärten etc. montiert werden, handelt es sich meistens um kostengünstigere Inselanlagen, die nicht ans öffentliche Stromnetz angeschlossen sind, sondern nur dem Eigenverbrauch dienen.

Eine etwas größere, netzgekoppelte Anlage, die auf Ihren persönlichen Stromverbrauch abgestimmt sein sollte, benötigen Sie für ein Einfamilienhaus. Empfehlenswert sind Anlagen mit einer Leistung von circa 3–5 kWp. Sind Sie und Ihre Familie werktags aus dem Haus und benötigen Sie deshalb vor allem abends Strom, ist es außerdem ratsam, eine Anlage mit Stromspeicher einbauen zu lassen.

Und bei Mehrfamilienhäusern?

Auch als Besitzer eines Mehrfamilienhauses macht es Sinn, sich eine Komplettanlage inklusive Stromspeicher anzuschaffen. Sie haben dann die Möglichkeit, den produzierten und gespeicherten Solarstrom an Ihre Mieter weiterzuverkaufen.

Bei einem Mehrfamilienhaus mit sechs Parteien sollten Sie sich beispielsweise für eine Solarstromanlage mit einer Leistung von 15–30 kWp entscheiden.

Vor allem Landwirte haben oftmals die Möglichkeit, auf einer Wiese einen Solar-Park einzurichten. Dabei wird in der Regel wesentlich mehr Strom produziert als man selber verbrauchen kann. Mit einer Komplettanlage können Sie den überschüssigen Strom entweder ins öffentliche Stromnetz einspeisen oder aber über Privatkabel an Ihre Nachbarn liefern und verkaufen.

Welche Solaranlage für welches Dach?

Das Dach spielt bei der Montage einer Solaranlage eine entscheidende Rolle.

Egal, ob Flachdach, Satteldach oder Pultdach, ob das Dach eines Einfamilienhauses, eines Schuppens oder eines Wohnmobils, in der Regel gibt es für alle Dachformen Möglichkeiten, eine Solaranlage zu montieren – allerdings steigen die Kosten an, je aufwendiger das Montagesystem konstruiert sein muss.

Außerdem sind die Ausrichtung des Daches sowie der Neigungswinkel wichtig.

Wichtig: Was lässt Ihr Dach zu?

Bevor ein Solarprojekt umgesetzt wird, unbedingt die Statik und Traglast des Daches prüfen lassen.

Je nach Dachart müssen Sie sich zwischen einer Aufdachanlage oder eine Indachanlage entscheiden:

Während die Solarzellen bei einer Aufdach-Montage über die Dachziegel gesetzt und mit speziellen Halterungen fixiert werden, werden die Solarzellen bei einer Indachanlage direkt auf dem Dachstuhl montiert.

Vereinbaren Sie am besten mit einem Solaranbieter einen Beratungstermin vor Ort – dieser kann die örtlichen Begebenheiten überprüfen und Ihnen so eine passende Solaranlage empfehlen.

 

Solaranlage und Steuern: Was muss man dazu wissen?

Von dem Kauf einer Photovoltaikanlage können Sie auch steuerlich profitieren, indem Sie die Anschaffungskosten abschreiben oder entstandene Kosten von der Steuer absetzen.

Dabei gilt es, folgende Punkte zu beachten:

Kann man eine Solaranlage von der Steuer absetzen?

Ja, eine Solarstromanlage lässt sich von der Steuer absetzen, sofern sie nicht ausschließlich dem privaten Eigenverbrauch dient, sondern es sich um eine netzgekoppelte Anlage handelt.

Dabei ist zu beachten, dass man als Besitzer einer Photovoltaikanlage mit Einspeisung offiziell zum Unternehmer eines Gewerbebetriebes wird.

Das heißt, Sie müssen ein Gewerbe anmelden und außerdem eine jährliche Einnahmen-Überschuss-Rechnung, z.B. im Rahmen der Einkommensteuererklärung, erstellen. Der Stromverkauf, sprich die Einspeisevergütung, stellt dabei die Einnahme dar.

Als Ausgaben können neben der Abschreibung der Anschaffungskosten auch die Wartungskosten, die Reparaturkosten, die Kosten für die Versicherung usw. geltend gemacht werden.

Der Gewinn bzw. – vor allem in den ersten Jahren – der Verlust unterliegt dann der Einkommensteuer des Unternehmers. Da es sich in den meisten Fällen bei dem Unternehmer um einen Kleinunternehmer gemäß § 19 UStG. handelt, kann er sich hingegen von der Umsatzsteuer befreien lassen.

Wie viel zahlt der Staat?

Wie viel Geld man tatsächlich vom Staat zurück bekommen kann, hängt natürlich ganz wesentlich von den Kosten der Anlage sowie den Einkommensverhältnissen ab. Es lohnt sich aber in jedem Fall, sich mit dem Thema zu beschäftigen oder sich zumindest von einem Steuerprofi beraten zu lassen.

 

Häufige Fragen und Antworten (FAQ) zum Thema Solaranlagen

Welche Photovoltaikanlage ist für mein Haus geeignet? Rechnet sich eine Solaranlage wirtschaftlich? Wann amortisieren sich die Kosten für die Anlage? Welche staatlichen Förderprogramme gibt es?

Wer an dem Thema „Solaranlagen“ interessiert ist und sich erstmals damit beschäftigt, dem stellen sich schnell viele Fragen:

Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen zusammengestellt und liefern Ihnen die entsprechenden Antworten.

Wie viel kWh erzeugt eine Solarstromanlage im Jahr durchschnittlich?

Wie viele Kilowattstunden eine Photovoltaikanlage pro Jahre erzeugen kann, hängt von vielen Faktoren ab. Entscheidend ist die Ausrichtung Ihres Daches (im optimalen Fall Richtung Süden), der Neigungswinkel des Daches (im optimalen Fall 30°) sowie der Standort Ihres Hauses.

Je nach Region variiert die Sonneneinstrahlung, aber auch dann können hohe Bäume, Gebäude, Antennen und Kamine, die Schatten auf Ihr Dach werfen, Auswirkungen auf die Einstrahlungswerte haben. Im Durchschnitt kann eine Photovoltaikanlage aber zwischen 700 bis 1.100 kWh pro Quadratmeter pro Jahr erreichen.

Kann man eine Photovoltaikanlage selber bauen? Lohnt sich das?

Es gibt viele Hersteller, die Selbstbau-Anlagen verkaufen – diese beinhalten den kompletten Bausatz für eine Photovoltaikanlage und müssen dann selber auf dem Dach installiert werden. In der Regel sind sie wesentlich günstiger, da man sich unter anderem den kompletten Arbeitslohn der Solarteure spart.

Vollständig ohne professionelle Hilfe kommt man allerdings nicht aus – meistens muss zumindest ein erfahrener Elektriker den Anschluss an das öffentliche Stromnetz übernehmen. Ratsam ist der Kauf einer Selbstbau-Anlage aber nur, wenn Sie handwerklich sehr geschickt sind und auch viel Know-how in Sachen Elektrik mitbringen, denn alle Kabel müssen sachgemäß verlegt und angeschlossen werden.

Zu bedenken ist außerdem, dass die Hersteller-Garantie auf die Module nur bei sachgemäßer Installation gilt.

Sind eine Solaranlage und eine Photovoltaikanlage das gleiche?

Der Begriff Solaranlage ist ein Überbegriff für Anlagen, die die Sonnenenergie in eine andere Energieform, zum Beispiel Wärme oder Strom, umwandeln. Es gibt drei Arten von Solaranlagen: Solarthermien, Photovoltaikanlagen und thermische Solarkraftwerke.

Fälschlicherweise wird das Wort Solaranlage häufig synonym für Photovoltaikanlage bezeichnet; richtig hingegen ist das Synonym Solarstromanlage.

Ist eine Solaranlage bei der Wohngebäudeversicherung automatisch mitversichert?

Nein, Ihre Photovoltaikanlage ist nicht automatisch über Ihre Wohngebäudeversicherung mitversichert. Zwar können Sie Ihre Versicherung über die Montage informieren und sie – einhergehend mit einer Beitragserhöhung – ebenfalls über die Wohngebäudeversicherung gegen Schäden durch Feuer, Hagel, Sturm, Leitungswasser oder Diebstahl mitversichern, aber das lohnt sich in der Regel nicht.

Sinnvoller und kostengünstiger ist zumeist eine spezielle Photovoltaikversicherung, die zusätzlich für Konstruktions-, Material- und Ausführungsfehler haftet und auch einen eventuellen Nutzungsausfall versichert.

Kann man als Vermieter die Kosten für eine Solaranlage auf alle Mieter umlegen?

Hat man als Vermieter eine Solarthermie für die Warmwasserbereitung oder eine Photovoltaikanlage für den Strom und nutzt der Mieter das Heizsystem bzw. den Solarstrom, so zählen die Kosten zu den ganz normalen Betriebskosten, an denen sich der Mieter selbstverständlich beteiligen muss. Dazu zählt auch die verbrauchsabhängige Umlegung der Wartungskosten.

Allerdings ist es wichtig, dass die Solaranlage im Mietvertrag als Komponente der Betriebskosten aufgelistet ist. Kauft man sich als Vermieter während des laufenden Mietverhältnisses eine neue Solaranlage, so handelt es sich dabei um eine Modernisierungsmaßnahme. Dabei ist ganz klar zwischen dem Kauf einer Solarthermie und einer Photovoltaikanlage zu unterscheiden.

Der Einbau einer Solarthermie ist eine energetische Modernisierungsmaßnahme, die den Energieverbrauch mindert. Deshalb darf Ihr Vermieter im Normalfall 11 Prozent der Modernisierungskosten auf die Jahresmiete umlegen. Allerdings muss er Ihnen diese Maßnahme drei Monate vor Installation schriftlich mitteilen – in diesem Schreiben muss auch eine eventuelle Mieterhöhung angekündigt werden.

Die Montage einer Photovoltaikanlage berechtigt den Vermieter hingegen nicht zur Mieterhöhung, da diese Maßnahme nur im Interesse des Vermieters liegt.

Für welche Zwecke kann ich eine Solaranlage noch einsetzen?

Während eine Photovoltaikanlage für die Erzeugung von Solarstrom genutzt wird, dient eine Solarthermie zur Warmwasserbereitung und/oder als unterstützendes Heizsystem (zum Beispiel in Kombination mit einer Gas- oder einer Ölheizung).

Beide Solaranlagen machen sich die Sonnenenergie zunutze, arbeiten aber völlig unabhängig voneinander. Natürlich spricht aber nichts dagegen, beide Solaranlagen parallel zu benutzen.

Solaranlage für Warmwasser: Lohnt es sich?

Aus ökologischer und energetischer Sicht rechnet sich eine Solarthermie zur Warmwasserbereitung auf jeden Fall. Aber auch finanziell lohnt sich eine Solarthermie, da der Verbrauch von fossilen Brennstoffen deutlich reduziert wird und die Betriebskosten einer Solarthermie sehr gering sind.

Zudem muss berücksichtigt werden, dass sich die Investitionskosten durch staatliche Förderprogramme deutlich reduzieren lassen.

Muss eine Solaranlage immer auf der Südseite des Daches ausgerichtet sein?

Wenn Ihre Solaranlage nach Süden ausgerichtet ist, kann sie die Sonnenenergie optimal einfangen und liefert das Optimum an Erträgen.

Aber auch Dächer, die nach Südosten oder Südwesten ausgerichtet sind, können einen hohen Ertrag erzielen. Bei einer 30%igen Abweichung nach Osten oder Westen verringert sich der Ertrag gerade einmal um 5 Prozent.

Kann man eine Solaranlage auf einem alten Dach installieren?

Das Alter des Daches ist dabei nicht so entscheidend wie der Zustand und die Stabilität des Daches. Es sollte jedoch immer bedacht werden, dass die Sanierung eines Daches mitsamt Solaranlage in der Regel nicht möglich ist, das heißt, die Solaranlage müsste vorher demontiert und später wieder montiert werden. Das kann teuer werden!

Vermeiden Sie es deshalb, eine Solaranlage auf ein bereits marodes Dach zu installieren. Die kostengünstigere Vorgehensweise ist es, zuerst das Dach zu sanieren und anschließend eine Solaranlage zu montieren – erfolgen Sanierung und Kauf einer Photovoltaikanlage zeitgleich, kann man sich auch problemlos für eine Indachanlage entscheiden, die direkt auf dem Dachstuhl montiert wird.

Wie lange hält eine Solaranlage, ohne dass man mit Reparaturen rechnen muss?

Bei guter Pflege und regelmäßiger Wartung hat eine Solarthermie eine durchschnittliche Lebensdauer von circa 20–25 Jahren.

Die Solarzellen einer Photovoltaikanlage können bis zu 30 oder 40 Jahre halten, allerdings muss in der Regel der Wechselrichter nach etwa zehn Jahren ausgetauscht werden.

Ist der Einbau einer Solaranlage steuerlich absetzbar?

Nicht jede Solaranlage ist steuerlich absetzbar. Wenn Sie sich eine netzgekoppelte Photovoltaikanlage kaufen und einen Teil des Solarstroms ins öffentliche Stromnetz einspeisen, dann werden Sie offiziell zum Unternehmer eines Gewerbebetriebes und können die Anschaffungskosten abschreiben.

Auch die Wartungskosten, die Reparaturkosten sowie die Kosten für die Versicherung usw. können steuerlich geltend gemacht werden. Die Anschaffung für eine Solarthermie, die im Gegensatz ja „nur“ zum Eigengebrauch dient, kann hingegen nicht von der Steuer abgesetzt werden. Hier können Sie nur, wie bei allen Handwerkerleistungen, den Arbeitslohn für die Handwerker von der Steuer absetzen.

Warmwasserabrechnung: Wie wird eine Solaranlage in der Abrechnung berücksichtigt?

Eine Solarthermie deckt übers Jahr verteilt etwa 60 Prozent des Warmwasserbedarfs ab. Dadurch werden die Energiekosten natürlich deutlich gesenkt. Die Warmwasserabrechnung wird dadurch allerdings oftmals zur Herausforderung. Um den genauen Energieanteil zur Warmwasserbereitung ermitteln zu können, empfiehlt sich eine messtechnische Lösung mithilfe eines Wärmezählers, der die Energieanteile für Warmwasser genau feststellen kann.

Übrigens darf der Eigentümer die Stromkosten zum Betreiben der Solaranlage sowie die Kosten für Wartungsarbeiten ebenfalls verbrauchsabhängig auf die Mieter umlegen.

Ab wann amortisiert sich eine Photovoltaikanlage auf dem Dach?

Eine Photovoltaikanlage hat je nach Größe und Ertrag eine Amortisationszeit von neun bis 15 Jahre. Nach wie vielen Jahren die Anlage Gewinn einbringt, kann Ihnen ein professioneller Solaranbieter anhand Ihrer Anlage, Ihres Standorts, der Ausrichtung des Daches, der Einstrahlungswerte vor Ort etc. ausrechnen.

Solaranlage nachträglich einbauen: Was sollte man beachten?

Natürlich lassen sich Solaranlagen auch auf Altbauten einbauen. In der Regel kann man sowohl Solarthermien zur Unterstützung des bestehenden Heizsystems integrieren als auch eine Photovoltaikanlage als Lieferant von Solarstrom montieren. Gerade bei der Modernisierung Ihres Heizsystems werden Sie sogar finanziell vom Staat unterstützt.

Lassen Sie allerdings vorher von einem Fachmann die Qualität Ihres Daches kontrollieren. Hält das alte Dach das Gewicht der Solaranlage aus? Sind die Dachpfannen noch so gut, dass das Dach in den nächsten Jahren nicht saniert werden muss? Ein Solarteur wird Ihnen sagen, ob Ihr Dach die Voraussetzungen für eine Solaranlage erfüllt.

Wie viel Strom verbraucht eine Solarstromanlage an sich?

In erster Linie produziert eine Photovoltaikanlage natürlich Strom. Aber die Elektrik, allen voran der Wechselrichter, der den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt, benötigen ebenfalls Energie. Der Stromverbrauch variiert jedoch sehr stark und liegt bei 5–120 Euro pro Jahr.

Solaranlage für Fischteich: Macht das Sinn?

Mit kleinen Solarmodulen und Solarakkus können Sie den benötigten Strom für die Teichpumpe, einen kleinen Springbrunnen oder die Gartenbeleuchtung erzeugen. Besonders praktisch ist das, wenn Sie keinen Stromanschluss im Garten haben.

Voraussetzung ist allerdings, dass die Solaranlage qualitativ hochwertig und langlebig ist und dass die Solarzellen ausreichend Sonneneinstrahlung einfangen können.

Windgeräusche nach Installation einer Solaranlage: Was tun?

Wenn es draußen stürmt, kann es sein, dass der Wind unter die Solarzellen bläst und dabei einen Pfeifton erzeugt. Grund dafür sind in der Regel Hohlräume, in die der Wind gelangt und dort sprichwörtlich pfeifen kann.

Überprüfen Sie, ob es im Montagesystem der Anlage offene Rohre etc. gibt, die sich problemlos verschließen lassen. Ist dies nicht der Fall, haben Sie die Möglichkeit spezielle Windabweiser zu montieren.

Was ist der Nutzungsgrad?

Der Nutzungsgrad einer Photovoltaikanlage beschreibt die Effizienz der Nutzung, also das Verhältnis zwischen dem praktisch erzielbaren und dem theoretisch erreichbaren Ertrag der Anlage.

Was ist der optische Wirkungsgrad?

Mit dem Wirkungsgrad bezeichnet man den Prozentsatz der Sonnenenergie, den die Solarzellen in elektrische Energie umwandeln können. Der Wirkungsgrad ist von verschiedenen Faktoren abhängig und ist bei den verschiedenen Solarzellen sehr unterschiedlich.

Scheint die Sonne bei uns überhaupt stark genug für eine Solaranlage?

Prinzipiell ist die Sonneneinstrahlung überall in Deutschland stark genug, damit eine Photovoltaikanlage wirtschaftlich arbeiten kann. Ohne Frage ist der Ertrag in sonnenreicheren Regionen aber deutlich höher als in Gegenden, in denen es häufig bewölkt ist.

Sie sollten dennoch immer die individuellen Voraussetzungen Ihres Hauses überprüfen lassen, denn auch die Ausrichtung des Daches, der Neigungswinkel sowie schattenspendende Bäume und Nachbarhäuser haben Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der Anlage.

Was genau ist eine Solarzelle?

Eine Photovoltaikanlage arbeitet mit Solarmodulen auf dem Dach, die wiederum aus vielen Solarzellen bestehen. Die Solarzellen sind sehr dünne Scheiben, die aus Silizium hergestellt werden. Sie fangen die Sonnenenergie ein und wandeln sie in elektrische Energie um. Da die Solarzellen nur Gleichstrom erzeugen, muss dieser anschließend mithilfe eines Wechselrichters in Wechselstrom umgewandelt werden.

Welche Leistung erbringt eine Solarzelle?

Eine 10 x 10 cm Solarzelle erzeugt bei optimaler Sonneneinstrahlung in etwa eine Leistung von 1,2 Watt. Da die Erträge einer einzelnen kleinen Solarzelle so gering ausfallen, berechnet man in der Regel eher die Leistung eines Solarmoduls, sprich mehrerer in Reihe geschalteter Solarzellen.

Ein gewöhnliches Solarmodul in der Größe eines Quadratmeters erreicht bei einem strahlend blauen Himmel eine Leistung von circa 120 Watt. Es gibt allerdings auch schon deutlich innovativere Solarmodule, die bei optimalen Bedingungen eine Höchstleistung von bis zu 300 Watt erreichen können.

Funktioniert eine Solaranlage auch bei bewölktem Himmel?

Ja, eine Photovoltaikanlage funktioniert auch bei indirekter Sonneneinstrahlung, das heißt, auch dann, wenn die Sonne durch Wolken verdeckt ist oder das Licht reflektiert wird. Natürlich ist der Ertrag bei direkter Sonneneinstrahlung wesentlich höher, aber auch die indirekte Sonneneinstrahlung macht in Deutschland einen wichtigen Teil der Ertragsgewinnung aus.

Wie sicher und langlebig ist die Solartechnik?

Die Solartechnik entwickelt sich konstant weiter und lässt noch viel Spielraum für weitere Technologien und Innovationen. Dennoch ist sie auch heutzutage schon sehr zuverlässig und sicher und hat sich in den letzten Jahrzehnten ganz klar bewährt. Die modernen Photovoltaikanlagen haben mittlerweile eine Lebensdauer von bis zu 40 Jahren.

Wie kommt der erzeugte Strom in das Stromnetz?

Bei einer netzgekoppelten Photovoltaikanlage ist die Anlage ans örtliche Stromnetz angeschlossen, so dass der Solarstrom auf Wunsch eingespeist werden kann. Da es sich bei dem in den Solarzellen erzeugten Strom um Gleichstrom handelt, muss dieser zuerst mithilfe eines Wechselrichters in Wechselstrom umgewandelt werden. So kann der komplette Solarstrom genutzt werden und geht auch dann nicht verloren, wenn Sie gerade keinen Bedarf haben.

Photovoltaik auf Gebäuden: Welche baulichen Anlagen sind förderfähig mit Einspeisevergütung für Aufdachanlagen, welche nicht?

Förderfähig sind alle Gebäude, die nicht extra dafür konzipiert wurden, um Strom aus Solarenergie zu nutzen, sondern die zu einem eigenen Zweck erbaut wurden. Laut Musterbauordnung sind Gebäude „selbstständig benutzbare, überdeckte bauliche Anlagen, die von Menschen betreten werden können und vorrangig dazu bestimmt sind, dem Schutz von Menschen, Tieren oder Sachen zu dienen.“ (MBO §2 Abs. 2).

Müssen Anlagenbetreiber einen Einspeisevertrag mit dem Netzbetreiber abschließen?

Nein, laut Erneuerbare-Energien-Gesetz ist der Anlagenbetreiber nicht dazu verpflichtet, einen Einspeisevertrag mit dem Netzbetreiber abzuschließen.

Der Netzbetreiber hingegen ist jedoch dazu verpflichtet, den Strom aus Erneuerbaren Energiequellen vorrangig abzunehmen und entsprechend der Einspeisevergütung zu bezahlen. Zu bedenken ist jedoch, dass ein Vertrag das ganze Procedere in der Regel vereinfacht und beschleunigt.

Können Anlagenbetreiber im Zuge der Abrechnung der Einspeisevergütung frei wählen, mit welchem Netzbetreiber sie abrechnen?

Nein, als Betreiber einer Photovoltaikanlage werden Sie an das wirtschaftlich günstigste Stromnetz in Ihrer unmittelbaren Umgebung angeschlossen. Dementsprechend bekommen Sie die Einspeisevergütung auch von dem entsprechenden Energieversorger, an dessen Stromnetz Ihre Anlage angeschlossen ist.

Was ist das EEG?

Die Abkürzung EEG steht für das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Das Gesetz soll die Energiewende vorantreiben und fördert dementsprechend mit verschiedenen Maßnahmen die Wärme- und Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien.

Habe ich ein Anrecht auf eine Einspeisevergütung, wenn ich auf die Dachfläche meines Hühnerstalls eine Photovoltaikanlage montiere?

Ja, denn laut Erneuerbare-Energien-Gesetz sind Photovoltaikanlagen auf allen Gebäuden förderfähig, die „vorrangig zu anderen Zwecken als der Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie errichtet worden […]“ sind (§ 32 Abs. 1 Nr. 1 EEG 2012), dazu zählen auch Ställe, die zum Schutz der Tiere, in diesem Fall Hühner, erbaut wurden.

Habe ich ein Anrecht auf eine Einspeisevergütung, wenn ich auf die Dachfläche meines Holzschuppens eine Photovoltaikanlage montiere?

Das kommt darauf an, wofür Sie den Schuppen nutzen bzw. bislang genutzt haben. Dient der Schuppen dazu, dass Dinge, wie etwa Gartengeräte, Holz etc., geschützt werden, haben Sie im Einzelfall auch Anrecht auf eine Einspeisevergütung.

Wird allerdings durch den Aufbau, die Konstruktion, die Ausrichtung des Daches etc. klar, dass Sie den Schuppen extra erbaut haben, um ihn zur Gewinnung von Solarstrom zu nutzen, steht Ihnen keine Einspeisevergütung zu. Das legt das EEG ganz deutlich fest.

Wer übernimmt die Kosten einer Netzanbindung?

In der Regel wird vom Netzbetreiber ein wirtschaftlich günstiger Netzverknüpfungspunkt zwischen der Anlage und dem öffentlichen Stromnetz festgelegt, im Normalfall liegt dieser auf dem Grundstück oder der Grundstücksgrenze des Solaranlagenbetreibers.

Bis zu diesem Punkt ist der Anlagenbetreiber für die Kosten verantwortlich, das heißt nicht nur für die Anlage selbst, sondern auch für die Kabel bis zum Verknüpfungspunkt. Ab da muss dann allerdings der Netzbetreiber für alle Kosten aufkommen.

Wie ist der Inbetriebnahmezeitpunkt einer Photovoltaikanlage definiert?

Da die Einspeisevergütungen aktuell zu jedem 1. Tag des Monats gesenkt werden, liegt es im Interesse des Anlagenbetreibers, seine Photovoltaikanlage schnellstmöglich in Betrieb zu nehmen.

Laut Erneuerbare-Energien-Gesetz wird eine Photovoltaikanlage erst dann offiziell betrieben, wenn sie 1. fest an ihrem bestimmungsgemäßen Ort montiert ist, sie 2. an einen Wechselrichter angeschlossen ist, so dass der erzeugte Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt und anschließend ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann/könnte und sie 3. erstmalig Strom verbraucht und Strom erzeugt hat.

Ist eine Photovoltaikanlage erst dann offiziell in Betrieb, wenn sie bei der Bundesnetzagentur registriert wurde?

Nein, Sie sind als Anlagenbetreiber nicht dazu verpflichtet, Ihre Photovoltaikanlage bei der Bundesnetzagentur anzumelden – allerdings haben Sie dann auch kein Recht auf eine Einspeisevergütung.

Diese setzt nämlich eine Registrierung voraus. Sie können Ihre Anlage maximal 14 Tage vor Inbetriebnahme anmelden – die Anmeldung muss zwingend von dem Anlagenbetreiber und nicht vom Solaranbieter oder einem Installateur durchgeführt werden.

Wie werden der erstmalige Stromverbrauch und die erstmalige Stromerzeugung richtig dokumentiert?

Eine Photovoltaikanlage gilt erst dann als offiziell in Betrieb genommen, wenn sie erstmals Strom verbraucht und erzeugt hat. Das ist in der Regel dann der Fall, wenn der Wechselrichter erstmalig Strom umwandeln muss und für diesen Vorgang gleichzeitig Energie benötigt.

Um die Inbetriebnahme zu beweisen, sollte möglichst ein Zeuge anwesend sein und Sie sollten das Procedere mit Fotos oder einem Video dokumentieren.

Wie unterscheiden sich Solarthermieanlagen von Photovoltaikanlagen?

Beide Solaranlagen, sowohl die Solarthermie als auch die Photovoltaikanlage, machen sich die Sonnenenergie zunutze und wandeln diese um – die Solarthermie mithilfe von Solarkollektoren in Wärme und die Photovoltaikanlage mithilfe von Solarzellen in Strom.

Während die Solarthermie zur Warmwasserbereitung oder als heizungsunterstützendes System dient, erzeugt die Photovoltaikanlage Solarstrom, der im Haushalt zur Betreibung elektrischer Geräte genutzt oder aber ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann.

Wie funktioniert Photovoltaik überhaupt?

Ganz einfach formuliert, erzeugt eine Photovoltaikanlage Strom, indem sie die Sonnenenergie nutzt. Dies geschieht über Solarzellen, die zu so genannten Solarmodulen zusammengeschaltet werden.

In der Regel befinden sich die Solarmodule auf dem Dach, wo sie möglichst viel Sonneneinstrahlung einfangen können. Die Solarzellen wandeln die Sonnenenergie in Gleichstrom um. Dieser gelangt dann in einen Wechselrichter, der den Gleichstrom wiederrum in Wechselstrom umwandelt. Den erzeugten Wechselstrom können Sie dann entweder für den Betrieb Ihrer elektrischen Geräte nutzen oder aber über einen Einspeisezähler ins öffentliche Stromnetz einspeisen.

Wann ist mein Haus für eine Photovoltaikanlage geeignet?

Ihr Haus ist dann für eine Photovoltaikanlage geeignet, wenn ausreichend Sonnenlicht auf das Dach fällt. Optimal sind eine südliche Ausrichtung des Daches, ein Neigungswinkel von 30° und möglichst viele Sonnenstunden mit direkter Sonneneinstrahlung.

Das ist in Deutschland vor allem in den südlicheren Regionen der Fall, aber dennoch arbeitet eine Photovoltaikanlage in der Regel auch wirtschaftlich, wenn Ihr Haus im Norden oder in der Mitte Deutschlands liegt und die Anlage hauptsächlich mit indirekter Sonneneinstrahlung arbeiten muss. Die Erträge sind dann allerdings geringer.

Wichtig ist allerdings, dass Ihr Dach eine ausreichende Dachfläche für die Anlage bereithält und diese nicht durch Nachbarhäuser, hohe Bäume, Schornsteine, Antennen etc. dauerhaft im Schatten liegt.

Ein weiterer Punkt ist die Statik Ihres Daches. Diese sollte im Vorwege überprüft werden, denn eine Photovoltaikanlage bringt ein ziemliches Gewicht mit sich. Der Dachtyp ist übrigens nicht entscheidend – Sie können sowohl auf einem Flachdach als auch auf einem Satteldach oder einem Pultdach eine Solarstromanlage montieren. Vereinbaren Sie am besten einen Beratungstermin mit einem Solaranbieter. Dieser kann Ihnen berechnen, ob Ihr Haus für eine Anlage geeignet ist.

Muss ich den Strom ins Netz einspeisen oder kann ich ihn auch selbst verbrauchen?

Sie können selber entscheiden, ob Sie den Solarstrom, den Ihre Photovoltaikanlge erzeugt hat, selber verbrauchen oder aber ins öffentliche Netz einspeisen.

Das hängt natürlich in erster Linie auch davon ab, wie viel Strom Sie verbrauchen bzw. ob Sie den kompletten Strom, den Ihre Anlage erzeugt, auch nutzen können. Dies kann in der Regel nur dann der Fall sein, wenn Sie einen Solarspeicher in Ihrer Anlage haben.

Zu bedenken ist dabei, dass die Einspeisevergütung wesentlich geringer ist als die Kosten für eingekauften Strom – es rechnet sich also, möglichst viel selbstproduzierten Solarstrom für den Eigenbedarf zu nutzen.

Wenn Sie zur Finanzierung Ihrer Photovoltaikanlage einen Solarkredit aufgenommen haben oder die KfW-Bank Sie mit einem speziellen Kredit unterstützt, sind Sie in der Regel dazu verpflichtet, einen Teil des erzeugten Stroms ins öffentliche Netz einzuspeisen.

Muss eine Photovoltaikanlage baulich genehmigt werden?

In der Regel muss eine Photovoltaikanlage nicht genehmigt werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie sich aber vorher in Ihrem zuständigen Bauamt erkundigen.

Eine Ausnahme bilden denkmalgeschützte Häuser, da die Solaranlage das optische Erscheinungsbild des Gebäudes verändert. Auch wenn Sie Mitglied in einer Eigentümergemeinschaft sind, muss über die Montage einer Solaranlage in den meisten Fällen mehrheitlich abgestimmt werden, da das Dach meistens Gemeinschaftseigentum ist.

Verteuern neue Photovoltaikanlagen den Strompreis?

Immer häufiger kommt es zu Diskussionen darüber, ob Solarstromanlagen verantwortlich für den Anstieg der Strompreise sind. Fest steht, dass sich der Strompreis für Privathaushalte aus verschiedenen Faktoren zusammensetzt.

Ein deutlicher Kostenfaktor von circa 21 % ist dabei die EEG-Umlage (siehe Diagramm). Bei einem aktuellen durchschnittlichen Strompreis von 29 Cent/kWh sind das 6,2 ct/kWh, die vom Staat dafür genutzt werden, mithilfe des Erneuerbare-Energien-Gesetzes die Verbreitung von regenerativen Energien, so zum Beispiel auch Solaranlagen zu fördern.

Es ist also tatsächlich so, dass Solaranlagen ein Stück weit mitverantwortlich für den Strompreisanstieg für Privathaushalte sind. Anders formuliert: Mit jeder verbrauchten Kilowattstunde Strom unterstützen Sie die Energiewende und somit die Umwelt.

Quelle: Fraunhofer ISE: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland. Fassung vom 26.3.2017.

Was bedeutet kWp?

KWp ist die Abkürzung für Kilowatt peak. Damit wird die Spitzenleistung beschrieben, die eine Photovoltaikanlage unter Standardbedingungen erreichen kann.

Kann Hagelschlag oder Blitz die Solarmodule beschädigen?

In der Regel sind Photovoltaikanlagen wetterfest. Dennoch kann es passieren, dass große Hagelkörner oder ein Blitzeinschlag die Solarmodule beschädigen. Sie sollten Ihre Anlage deshalb nach jedem größeren Unwetter auf mögliche Schäden überprüfen.

Um sich gegen Schäden durch Blitz, Hagel, Schnee, Wind oder Wasser abzusichern, ist es ratsam, eine Photovoltaikversicherung abzuschließen, die im Schadensfall haftet.

Ist es notwendig, eine Photovoltaikanlage regelmäßig zu warten?

Wenn Sie Ihre Solarstromanlage regelmäßig warten, verlängern Sie nicht nur die Lebensdauer, sondern Sie erhöhen auch die Erträge. Die Solarmodule sind täglichen Witterungsbedingungen ausgesetzt und sollten deshalb regelmäßig von Laub, Moos etc. befreit werden, da diese die direkte Sonneneinstrahlung reduzieren können.

Auch die Technik, wie der Wechselrichter und die Zähler, sowie die Stabilität des Montagesystems sollten regelmäßig überprüft werden. Insgesamt sind Photovoltaikanlagen aber sehr wartungsarm. Im Jahr kommen durchschnittlich 200 Euro Wartungskosten auf Sie zu.

Wer übernimmt die Planung und Montage einer Photovoltaikanlage?

Zwar kann man Photovoltaikanlagen auch als Bausatz bzw. als Selbstbau-Anlage kaufen und selber montieren, aber in der Regel lohnt es sich, einen Solarteur oder Solaranbieter mit dieser Aufgabe zu betreuen.

Dieser errechnet Ihnen anhand Ihres Stromverbrauchs, Ihres Standortes und Ihrer verfügbaren Dachfläche die ideale Größe für Ihre Photovoltaikanlage, stellt Ihnen verschiedenen Modelle vor und übernimmt anschließend Planung und Montage.

Wie kann ich die Lebensdauer und den Ertrag meiner Photovoltaikanlage erhöhen?

Die beste Voraussetzung für eine lange Lebensdauer Ihrer Photovoltaikanlage ist eine regelmäßige Wartung und technische Überprüfung der Anlage.

Außerdem sollten Sie Ihre Anlage mindestens alle zwei bis drei Jahre reinigen, da Verschmutzungen den Ertrag reduzieren können.

Kann eine Photovoltaikanlage auch nachts Erträge erzielen? Kann ich den Strom auch nachts einspeisen?

Eine Solarstromanlage kann nur dann Strom produzieren, wenn sie von der Sonne beschienen wird – und die scheint nachts bekanntlich nicht. Sie können somit nachts weder Erträge erzielen noch Strom einspeisen.

Welche verschiedenen Montagearten gibt es für Dächer?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer Aufdachmontage und einer Indachmontage. Während die Solarzellen bei einer Aufdachmontage über die Dachziegel gesetzt und mit speziellen Halterungen fixiert werden, werden die Solarzellen bei einer Indachanlage direkt auf dem Dachstuhl montiert.

Während die Aufdachanlage den Vorteil einer guten Belüftung bietet, überzeugt die Indachanlage durch Ihre Optik und ein stimmiges Erscheinungsbild. Der Nachteil der Indachanlage ist allerdings zum einen, dass sie in der Regel etwas teurer ist (allerdings sparen Sie das Geld für Dachziegel) und zum anderen, dass die Solarmodule nicht so gut belüftet werden können und sich dadurch der Ertrag etwas verringern kann.

Was ist ein Wechselrichter?

Der Wechselrichter in der Photovoltaikanlage sorgt dafür, dass der Gleichstrom, der in den Solarzellen durch die Sonnenenergie erzeugt wird, in Wechselstrom umgewandelt wird. Dabei arbeiten die modernen Wechselrichter heutzutage so effizient, dass der Gleichstrom nahezu ohne Energieverlust in Wechselstrom umgewandelt wird.

Was ist besser: Einzelkomponenten oder ein Komplettset?

Ob Sie Ihre Photovoltaikanlage in Einzelkomponenten oder als Komplettanlage kaufen, hängt in erster Linie von ihren Vorstellungen und Anforderungen ab. Möchten Sie Ihre Anlage nur erweitern, empfiehlt es sich, nur einzelne Komponenten hinzuzukaufen.

Sind Sie handwerklich sehr geschickt und haben Sie professionelles Fachwissen zum Thema Solaranlagen können Sie auch die Einzelkomponenten kaufen und die Planung Ihrer Anlage selber in die Hand nehmen. Mit dem Kauf einer Komplettanlage inklusive Stromspeicher sind Sie hingegen auch als Laie auf der sicheren Seite und können Planung und Montage in die professionellen Hände einer Fachfirma geben.

Was mache ich bei Schnee auf meiner Photovoltaikanlage?

Wenn sich Schnee auf Ihren Solarmodulen befindet, reduzieren sich die Erträge – zumal diese im Winter sowieso eher gering ausfallen. Deshalb ist es sinnvoll, den Schnee regelmäßig von den Modulen zu entfernen – vorausgesetzt, Sie können die Module ohne großen Aufwand und vor allem ohne Sicherheitsrisiko erreichen!

Sie können den Schnee zum Beispiel durch ein Dachfenster mit einem speziellen Scheeabzieher mit Teleskopstange oder mit einem weichen Handbesen abwischen. Seien Sie aber vorsichtig, damit die Solarzellen nicht zerkratzen.

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