ÖPNV-Ranking 2019

Hier lohnt sich der Umstieg auf Bus und Bahn

Luftverpestung und verstopfte Städte. Vieles spricht dafür, das Auto stehen zu lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen – die stetig steigenden Preise des ÖPNV jedoch meist dagegen.

Die steigenden Kosten für die Nutzung des ÖPNV löst schon längst keine Verwunderung mehr in der Bevölkerung aus, viel mehr eine Welle der Frustration. Die Frage ist mittlerweile nicht ob, sondern in welcher Höhe die Preise angezogen werden. In diesem Jahr haben allerdings die Verkehrsbetriebe in vielen Großstädten den alljährlichen Trend ausgesetzt: zum Beispiel in Berlin, Stuttgart und München. Hier werden die Fahrkarten weiterhin zu den gewohnten Ticketpreisen verkauft.

Doch wo die einen möglicherweise ein Zeichen setzen, erheben andere einen Aufpreis von 5 % für den Kauf einer Monatskarte: Im Vergleich zum Vorjahr verlangt der Verkehrsbetrieb in Mannheim monatlich ganze 3,80 Euro mehr von seinen Kunden. Während der bundesweite Schnitt bei 1,4 % liegt, hat der VRR in Dortmund die Preise für Monatskarten um 1,8 % angehoben.

Ein Ranking deckt die große Preispanne zwischen den Metropolen auf und zeigt, wo sich der Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr lohnt. Grundlage des Rankings bildet der Kostenkompass des Unternehmens Hausfrage.de. Das Projekt deckt auf, was das Leben in 30 deutschen Großstädten kostet. Verglichen wurden die Kosten sowohl für Monats- als auch für Einzeltickets. Die ausgewählten Tarifzonen decken jeweils das gesamte Stadtgebiet ab. Außerdem wurde berechnet, wie viele Einzelfahrten es bedarf, bis sich die Monatskarte auch bezahlt macht.

Unter Berücksichtigung aller genannten Faktoren führt Freiburg mit dem günstigsten Monatsticket das Ranking an. Sogenannte Vielfahrer können hier monatlich für nur 55 Euro durch die Stadt im Breisgau fahren. Dicht gefolgt von der Stadt mit dem preiswertesten Einzelticket: Magdeburger Verkehrsbetriebe liegen mit ihrer Monatskarte nicht nur 25 % unter den durchschnittlichen Ticketkosten, sondern ermöglichen mit 2,20 Euro auch die günstigste Einzelfahrt.

Platz drei des Rankings belegt eine Großstadt im Norden Deutschlands: Kieler Monatskarten machen sich bereits nach 23 einzelnen Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bezahlt. Die bayerische Stadt Augsburg fährt die gleiche Schiene. Zwar ist hier die Einzelfahrt mit 3,00 Euro kostenintensiver, umso schneller rentiert sich somit jedoch die Monatsfahrkarte in Höhe von 68,40 Euro.

Absolutes Schlusslicht in allen Kategorien bildet die Hansestadt Hamburg. Während sich die Großstädte aus der Nachbarschaft im Norden im oberen Drittel des Rankings ihren Platz verdient haben, belegt Hamburg mit Monatstickets in Höhe von 109,20 Euro und 3,30 Euro teuren Einzelfahrkarten den letzten Platz des Vergleichs. Amortisiert haben sich die Monatskarten erst nach scheinbar endlosen 34 Fahrten.

ÖPNV-Ranking 2019

Marilena Meyer, Hausfrage

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