Schimmel Gutachten: Was kostet es?

Das Gutachten eines Schimmelgutachters kostet durchschnittlich 480 Euro.

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Immer wieder kommt es in älteren Immobilien zu Schimmelbildung. Handelt es sich um vermieteten Wohnraum, führt dies nicht selten zum Streit bezüglich der Ursachen. Wo dem einen falsches Lüftungs- und Heizverhalten vorgeworfen wird, werden dem anderen die fehlende Bereitschaft für Instandhaltung und Sanierung angelastet.

Die Wahrheit liegt oftmals in der Mitte. Tatsächlich gibt es häufig den Fall, dass zu geringes regelmäßiges Lüften die Schimmelbildung provoziert. Aber auch Baumängel an Gebäuden sind nicht selten die eigentliche Ursache.

Und auch in neuen Gebäuden kann sich aufgrund von Wasserschäden oder viel zu hoher Luftfeuchtigkeit Schimmel bilden. Hier kommen dann üblicherweise Gutachter ins Spiel, welche anhand bestimmter Methoden die Art und Ursache des Schimmelbefalls eindeutig feststellen können.  

Eine aussagekräftige Beurteilung durch einen entsprechenden Gutachter bringt auf alle Fälle Klarheit. Welche Kosten so ein Gutachten mit sich bringt, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Kosten für die Luftkeimuntersuchung
  • Art des Gutachtens
  • Arbeitsstunden des Gutachters
  • Anfahrtskosten

Durchschnittlich ist für ein Schimmelgutachten mit Gesamtkosten zwischen 350 und 600 Euro zu rechnen.

Was kostet der Gutachter?

Der Stundensatz für einen Gutachter liegt in der Regel zwischen 80 und 200 Euro. Der Gutachter fertigt dabei ein ausführliches Gutachten an, indem er folgende Punkte genau untersucht:

  • Analyse von Art und Ursache des Schimmels
  • Feuchtigkeitsmessungen an unterschiedlichen Stellen und deren Auswertung

Welche Zusatzkosten sind möglich?

Für ein aussagekräftiges Gutachten bei Schimmelbefall ist unter anderem noch eine zusätzliche Luftkeimmessung notwendig, welche mit ca. 400 bis 600 Euro zu Buche schlägt.

Bei dieser Messung saugt der Gutachter mithilfe eines Luftkeimsammlers eine bestimmte Menge an Raumluft an und leitet diese anschließend über einen Nährboden. Dabei bleiben die Sporen der Schimmelpilze auf dem Nährboden haften und können zur weiteren Auswertung in ein spezielles Labor eingeschickt und dort untersucht werden.

So kann unter anderem die genaue Schimmelpilzart ermittelt werden. Daran kann man dann Schlüsse auf die Entstehung des Schimmels und seine Ursachen ziehen.

Zusätzlich kommen noch die Kosten für die Anfahrt von 10 bis 50 Euro hinzu, welche entweder als Pauschale oder kilometergetreu abgerechnet werden.

Wie viel kostet ein Gutachten?

Die Kosten für das eigentliche Gutachten hängen vom Umfang und dessen Beweiskraft ab.

Ein einfaches Gutachten bei einer Vor-Ort-Begehung mit mündlicher Stellungnahme kostet ungefähr 100 bis 200 Euro.

Eine gutachterliche Stellungnahme mit schriftlichen Berichten, welche eventuell als Beweis für eine Versicherung oder ähnliches herhalten soll, verursacht dagegen schon etwas mehr Kosten, die sich zwischen 200 und 400 Euro bewegen. 

Ein Beweissicherungsgutachten ist ein ausführliches und kostspieliges Gutachterverfahren, für welches ungefähr 350 – 500 Euro fällig werden. Es dient der Beweisaufnahme und unterstützt im Streitfall vor Gericht die Aussagen der Parteien. 

Ein umfassendes Parteiengutachten wird bei einem Prozess von einer der beiden Parteien in Auftrag gegeben und schlägt mit ca. 800 – 900 Euro zu Buche.

 

480 € 600 € 350 €