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Sie träumen vom eigenen Zuhause?

Wie Sie Ihren Traum umsetzen, Fehler vermeiden und dabei noch Geld sparen können


Beim Hausbau kann man viele Fehler machen

… oder man macht alles richtig und spart sogar Geld dabei – wenn man sich die richtigen Fragen stellt.

Soll ich Bauen oder Kaufen? Wer baut mein Haus für mich? Wie viel Zeit muss ich dafür einplanen? Was kostet ein Hausbau und welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Mit unserem Ratgeber begleiten wir Sie Schritt für Schritt auf Ihrem Weg zum Eigenheim, damit Ihr Traumhaus kein Traum bleiben muss.

Haus bauen – Kind zeugen – Baum pflanzen

Zugegeben, dieses Sprichwort entstammt einem etwas angestaubten Rollenbild des Mannes. Eine Daseinsberechtigung bleibt aber bestehen, schließlich beschreibt es den Beginn neuer Lebensabschnitte, die für viele zu den wesentlichen Lebenszielen zählen.

Die beiden letzten Punkte übernehmen Sie lieber selbst – beim Hausbau dagegen können wir Ihnen weiterhelfen.

Es gibt vieles zu beachten, Fehler zu vermeiden und haufenweise Fragen. Wir liefern Ihnen Antworten, Informationen, Checklisten sowie wertvolle Tipps rund um Ihr Bauvorhaben.

Fünf gute Gründe fürs Eigenheim

  • Mehr Lebensqualität
  • Freiheit bei der Selbstverwirklichung
  • Planungssicherheit durch Unabhängigkeit
  • Sichere Form der Altersvorsorge
  • Stabile Geldanlage mit guter Aussicht auf Wertsteigerung

Die Grundsatzfrage: Bauen oder Kaufen? 

Der Weg zu den eigenen vier Wänden ist gepflastert mit Entscheidungen, teilweise Kleinigkeiten, teilweise richtungsweisend. Die allererste Frage ist dabei häufig die gleiche: Soll ich ein Haus bauen oder kaufen?

Um dies zu beantworten, müssen Sie sich im Wesentlichen zwei weitere Fragen stellen:

  • Wie möchte ich wohnen?
  • Was kann ich mir leisten?

Wer innerstädtisch leben möchte, für den erübrigt sich die Frage nach Kauf oder Bau häufig. Zentrale Baugrundstücke in beliebten Städten wie München, Berlin, Hamburg oder Köln sind äußerst rar oder extrem teuer.

In ländlicheren Regionen oder an den Stadträndern sieht die Lage im wahrsten Sinn des Wortes anders aus: Sowohl Grundstücke als auch Bestandsimmobilien stehen zum Verkauf. Es bleibt also die Qual der Wahl, denn Möglichkeiten gibt es viele.

Wie finde ich das perfekte Haus zum Kauf?

Die Antwort darauf ist so einfach wie unbefriedigend: gar nicht.

Ein Hauskauf bedeutet immer Kompromisse und Zugeständnisse. Wer schon seit Jahren vom Eigenheim träumt und dementsprechend sehr genaue Vorstellungen hat, wird an einer bestehenden Immobilie immer etwas auszusetzen haben. Das bis in den letzten Winkel perfekte Traumhaus gibt es nicht.

Man muss also nehmen, was der Markt hergibt. Bauliche Veränderungen sind grundsätzlich möglich, aber eben immer nur in begrenztem Rahmen. Eine tragende Wand kann nicht einfach eingerissen, eine Wäscherutsche in den Keller nicht einfach eingebaut werden. Und ohne Schornstein kein Kamin.

Tipp: Grundriss einsehen

Bei der Besichtigung einer Immobilie bitten Sie den Eigentümer oder Makler um einen Grundriss, mitsamt Kennzeichnung tragender Wände. So erhalten Sie einen Überblick, was Sie baulich noch verändern können.

Je mehr Einzelheiten von dem persönlichen Traumhaus abweichen, desto schwieriger ist logischerweise die Kaufentscheidung: Vielleicht findet man ja noch ein passenderes Haus?

Schluss mit der Suche – dann bau ich eben selber!

Wer sich für den Bau eines Hauses entscheidet, hat deutlich mehr Freiheiten in der Gestaltung und Verwirklichung der eigenen Vorstellungen. Das fängt bei der Wahl des Grundstücks an und erstreckt sich über Architektur, Energiekonzept sowie Größe und Ausrichtung von Zimmern und Gesamtimmobilie.

Freilich gelten auch beim Hausbau bestimmte Einschränkungen, etwa durch Bauvorschriften oder Vorgaben des Fertighausanbieters. Grundsätzlich lässt sich aber festhalten: Der freien Entfaltung stehen lediglich finanzielle Grenzen im Weg.

Welche Vor- und Nachteile haben Bau und Kauf?

Oft wird gesagt, dass die Vorteile eines Neubaus immer mit höheren Kosten „erkauft“ werden. Bei vergleichbarer Größe, Lage und Ausstattung ist dies auch meist der Fall.

Ein Neubau entspricht modernen Standards und ist zum Einzug in Top-Zustand – doch das hat natürlich seinen Preis. Zudem kann man bei der Suche nach einer Bestandsimmobilie durchaus mal auf Schnäppchen stoßen, die deutlich unter ihrem eigentlichen Wert verkauft werden.

Ein Hausbau dagegen wird selten günstiger als geplant – im Gegenteil: Bauverzögerungen und mangelhafte Arbeit erhöhen häufig die finanzielle Belastung. Im schlimmsten Fall muss das ganze Projekt mittendrin gestoppt werden und man steht vor dem sprichwörtlichen Scherbenhaufen.

Neun wichtige Fakten zum Hausbau.

Allerdings kommen beim Hauskauf zu dem eigentlichen Kaufpreis auch noch weitere Kosten hinzu, die man nicht vergessen darf. Grunderwerbsteuer, Maklerprovision, und eventuelle Modernisierungskosten können schnell fünfstellige Beträge ausmachen.

Neun wichtige Fakten zum Hauskauf.

Moderne Heizanlagen sind mit hohen Anschaffungskosten verbunden. Auch für neue, gut isolierte Fenster kommen schnell einige tausend Euro zusammen. Möglicherweise ist ein gebrauchtes Haus aber so günstig zu bekommen, dass sich selbst aufwändige, kostspielige Renovierungsarbeiten immer noch gegenüber einem Neubau rechnen.

Es bleibt also ein Abwege- und Rechenspiel, ob man das persönliche Traumhaus lieber baut oder kauft.

Unterschiede bei der Finanzierung?

Entscheidend für Finanzierungspläne von Kreditinstituten ist die Bewertung der vorhandenen bzw. geplanten Immobilie. Ein Neubau in vergleichbarer Lage erzielt dabei meist höhere Werte.

Hat der Hauskauf neben dem Preis noch weitere Vorteile?

Käufer wissen, was sie für ihr Geld bekommen, zumindest oberflächlich. Dies betrifft nicht nur die Immobilie selbst, sondern auch Umgebung und Nachbarschaft. Zum Start eines Bauprojekts in einem Neubaugebiet sieht diese oft noch ganz anders aus als Jahre später.

Architekten und Bauunternehmen bemühen sich, mittels 3D-Modellen und Animationen ein möglichst präzises Bild von der fertigen Immobilie zu präsentieren. Doch die eigene Begehung bietet Laien meist einen anschaulicheren Eindruck.

Neben etwaigen Kostenunterschieden hat der Hauskauf noch einen weiteren großen Vorteil: Ein Bauvorhaben kann sehr lange dauern, eine gekaufte Immobilie ist dagegen in der Regel sofort bezugsbereit. So werden Nerven geschont und eine finanzielle Doppelbelastung verhindert.

Renovierungsarbeiten oder der Einbau eines neuen Bads können auch im Nachhinein noch unternommen werden. Dadurch lassen sich die Kosten aufteilen und über einen längeren Zeitraum strecken.

Nicht zuletzt haben Altbauten einen ganz eigenen Charme: Stuck, Verzierungen oder die Altbau-typischen hohen Decken werden heute einfach nicht mehr gebaut bzw. bedeuten deutliche Mehrkosten.

Warum dann überhaupt bauen?

Ein Neubau kann nicht nur den individuellen Anforderungen und Wünschen optimal angepasst werden, sondern ermöglicht auch die Erfüllung aktueller Standards bezüglich Bausubstanz, Energiekonzept und Sicherheit und führt damit zu einer erheblich höheren Restnutzungsdauer.

Durch moderne Energiestandards lassen sich die laufenden Kosten einer Immobilie drastisch reduzieren, was Einsparungen von mehreren hundert Euro im Monat bedeuten kann. In jegliche Kostenpläne sollte also unbedingt einbezogen werden, wie lange man voraussichtlich im neuen Eigenheim wohnen wird. Bei einer langfristigen Planung wird außerdem ein weiterer Aspekt interessant: das barrierefreie Wohnen im Alter.

Gegen das Älterwerden können wir uns nun mal nicht wehren, von daher ist es ratsam, sich schon frühzeitig darüber Gedanken zu machen und entsprechend zu planen. Barrierefreiheit ist ein wichtiges Thema in der Immobilienbranche. Ihr Bauunternehmen oder Architekt wird Sie sicher gerne beraten.

Vor- und Nachteile beim Hauskauf
    
Haus kann betreten und unter die Lupe genommen werden Kompromisse und Zugeständnisse nötig
Geringere Anschaffungskosten als beim Hausbau Höhere laufende Kosten durch veraltete Energiekonzepte
Sofortiger Einzug möglich Häufig keine barrierefreiheit und nur eingeschränkte Anpassungsmöglichkeiten
Mehr Freiheit bei der Wahl des Wohnortes / Stadtviertels Gebrauchsspuren
Altbaucharme möglich Möglicherweise weitere Kosten für notwendige Modernisierungen
Garten besteht, Pflanzen und Bäume sind schon gewachsen
Vor- und Nachteile beim Hausbau
    
Individuelle Gestaltung möglich Weitestgehend beschränkt auf Neubaugebiete und ländliche Regionen
Neuester Stand der Technik bezüglich Energie und Sicherheit Hohe zeitliche und nervliche Belastung und viele zu klärende Fragen
Geringere laufende Kosten durch aktuelle Energiestandards Baukosten können nachträglich steigen
Höhere Restnutzungsdauer und Wiederverkaufswert Garten muss noch angelegt werden
Barrierefreies Wohnen als Grundkonzept planbar

Was denn nun – Bauen oder Kaufen?

Wer schon lange vom Eigenheim träumt und die eigenen Wünsche und Vorstellungen genau vor Augen hat, sollte sich für einen Neubau entscheiden. Nur so haben Sie die Gestaltungsfreiheit, wirklich alle Ihre Wünsche umsetzen zu können. 

Auf lange Sicht gesehen, ist der Bau vielleicht sogar die günstigere Alternative, da moderne Energiekonzepte die laufenden Kosten deutlich senken können. Zudem ist ein gekauftes Haus nunmal „gebraucht“ und wird sehr wahrscheinlich früher weitere Kosten für Instandhaltungsmaßnahmen produzieren als ein Neubau.

Allerdings erfordert ein Neubau eine große finanzielle Flexibilität. Neben den hohen Anschaffungskosten sollten sich Bauwillige immer noch einen Spielraum für Unvorhergesehenes lassen, denn die wenigsten Bauvorhaben verlaufen problemlos von Anfang bis Ende.

Ebenso müssen Sie viel Zeit einplanen. Der Bau eines Hauses ist ein Mammutprojekt und auf dem Weg zum Ziel müssen haufenweise Entscheidungen getroffen werden. Erwarten Sie in naher Zukunft Nachwuchs und brauchen den zusätzlichen Platz? Dann ist ein Kauf wahrscheinlich die sinnvollere Variante.

Die Lage diktiert den Preis

Mit im Fokus jeder Immobilienentscheidung steht natürlich der Preis. Dieser wiederum wird ganz entscheidend von einem Faktor geprägt: die Lage.

Möchten Sie innerstädtisch leben? Dann stellt sich die Frage für Sie möglicherweise gar nicht. Wer trotzdem neu bauen möchte, dem bleibt häufig nur der Erwerb einer Immobilie zum Abriss und Neuaufbau – in Teilen oder komplett. Wirtschaftlich sinnvoll ist dies natürlich nur, wenn die Immobilie extrem günstig zu haben ist.

Zu bedenken ist außerdem, dass ein solches Vorhaben durch örtliche Bauvorschriften und Bebauungspläne meist wesentlich stärker eingeschränkt wird als der Bau auf dem Land oder in einem Neubaugebiet. Steht die Immobilie oder Teile davon (bspw. Fassade) unter Denkmalschutz, sind Ihnen meist die Hände gebunden.

In strukturschwachen Gegenden mit einem hohen Leerstand ist von einem Neubau aber eher abzuraten. Eine unbeliebte Lage sorgt für ein Missverhältnis von Baukosten und Immobilienwert. Wenn Ihnen die Lage nicht so wichtig ist, da Sie bspw. von Zuhause aus arbeiten, lohnt es sich, in einer solchen Region nach Verkaufsobjekten Ausschau zu halten. Häufig lassen sich hier Schnäppchen ergattern.

Das Wichtigste sind seriöse Anbieter

Egal ob Bau oder Kauf – Bauunternehmen, Architekt oder Makler – es geht um viel Geld. Sparen Sie nicht am falschen Ende!

Besonders günstige Angebote können verlockend wirken, seien Sie aber unbedingt vorsichtig. Bei unseriösen Angeboten oder Baumängeln zahlen Sie im schlimmsten Fall doppelt, müssen weitere Kredite aufnehmen oder stehen vor einer Bauruine.

Gegen Betrug und arglistige Täuschungsversuche sind Verbraucher weitestgehend geschützt und gegen Bauverzögerungen kann man eine Fertigstellungsversicherung abschließen. Die zusätzliche Belastung für den Terminkalender und das Nervenkostüm bleiben aber in jedem Fall bestehen. Fallen Mängel erst Jahre später auf, ist es zudem gar nicht immer so einfach, sein Geld zurück zu bekommen, etwa wenn der Anbieter den Betrieb längst aufgegeben hat.

Daher ist unser dringender Rat:

Vergleichen Sie mehrere Anbieter, lassen Sie sich von Sachverständigen beraten, erstellen Sie einen Kostenplan und entscheiden Sie in Ruhe, welchem Unternehmen Sie den Auftrag geben wollen.

Bei der Suche nach einem Makler oder der passenden Baufinanzierung helfen wir Ihnen gerne. Füllen Sie einfach das jeweilige Formular aus und Sie erhalten innerhalb kurzer Zeit Angebote von geprüften Anbietern aus Ihrer Region, kostenlos und unverbindlich.

Bauen oder Kaufen? Stellen Sie sich diese 6 Fragen

  • Was ist Ihnen wichtiger: Lage oder Haustyp?
  • Wie wichtig ist Ihnen die Nähe zu Restaurants, Bars und vielfältigen Kulturangeboten?
  • Wissen Sie schon genau, wie Ihr Traumhaus aussehen soll?
  • Was spricht Sie eher an: Altbaucharme oder moderne Häuser?
  • Planen Sie, auch im Rentenalter noch in dem Haus zu leben?
  • Haben Sie finanziellen Spielraum oder Absicherungen?

Wer baut mir mein Traumhaus?

Bauen ist nicht gleich Bauen. Verschiedene Wege führen Sie zu Ihrem neuen Eigenheim. Dabei gilt: Je mehr Freiheiten Sie wollen, desto höher ist der zeitliche und finanzielle Aufwand.

Drei Wege zum Neubau

  • Bauen mit Architekt
  • Bauen mit Generalunternehmer
  • Neubaukauf vom Bauträger

Der Klassiker – Was macht ein Architekt für mich?

Für ein selbst organisiertes Bauprojekt ist zunächst mal eine Sache erforderlich: ein eigenes Grundstück.

Da dessen Beschaffenheit ganz entscheidenden Einfluss darauf hat, welche Bau- und Hausformen überhaupt in Frage kommen, hilft Ihnen ein Architekt auch schon bei dem Grundstückskauf.

Sollten Sie schon ein Grundstück besitzen oder geerbt haben, geht es an die Planung. Architekten sind üblicherweise freiberufliche Dienstleister, die Sie unabhängig beraten und Ihnen während des gesamten Bauprojekts zur Seite stehen. Gute Architekten kennen alle Prozesse eines Bauvorhabens, planen mit Ihnen zusammen Ihr Traumhaus und nehmen auf sämtliche Sonderwünsche Rücksicht bzw. beraten Sie, ob diese sinnvoll umzusetzen sind.

Welche Aufgaben übernimmt ein Architekt?

Die Arbeit eines Architekten ist in der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) in neun Leistungsphasen eingeteilt. Welche Aufgaben der Architekt im Einzelfall übernimmt, wird in einem Werkvertrag festgehalten.

Zusammenfassend lassen sich die Leistungsphasen in sechs wesentliche Prozesse einteilen:

  • Beratung: Zunächst einmal müssen sämtliche Rahmenbedingungen geklärt werden: Wie soll das fertige Haus aussehen? Wann soll der Bau starten? Wann würden Sie gerne einziehen? Wie hoch ist Ihr Budget? Haben Sie schon ein Grundstück? Welche Aufgaben soll der Architekt Ihnen im Einzelnen abnehmen?
  • Planung: Im Folgenden wird Ihr Architekt einen ersten Entwurf erstellen und diesen mit Ihnen abgleichen und anpassen. Sind Sie damit zufrieden, wird er Ihnen einen Kostenvoranschlag für das gesamte Bauprojekt berechnen.
  • Genehmigung: Als nächstes gilt es die erforderlichen Genehmigungen, Zustimmungen und Anträge auf Ausnahmeregelungen zusammenzustellen und einzureichen. Ihr Architekt wird abschätzen können, an welchen Punkten es Schwierigkeiten mit den Behörden geben könnte.
  • Auftragsvergabe: Steht das Konzept und sind alle behördlichen Vorbereitungen getroffen, geht es an das Ausschreiben der Bauaufträge. Dazu muss zunächst identifiziert werden, für welche Aufgaben ein Unternehmen benötigt wird. Ihr Architekt hilft Ihnen bei der Auswahl und eventuellen Verhandlungsgesprächen.
  • Bauüberwachung: Endlich kann der Bau beginnen. Der Architekt überwacht den gesamten Vorgang und prüft, ob die Umsetzung mit den Vorgaben durch Genehmigungen, Bauplänen und Leistungsbeschreibungen übereinstimmt.
  • Abnahme: Ist Ihr Haus fertig und die Schlüssel übergeben, sollte als erstes nach möglichen Mängeln geschaut werden. Ein Architekt kennt die üblichen Problemzonen eines Neubaus und vermeidet so spätere Überraschungen.

Was kostet ein guter Architekt?

Natürlich möchte Ihr Architekt für seine Dienste auch bezahlt werden. Die Grundlage für die Berechnung des Honorars bildet die HOAI, welche als verbindliches Preisrecht für Planungsleistungen im Baugeschäft gilt.

Grob geschätzt

Bei einer Vollbeauftragung für ein Einfamilienhaus können Sie von einem Architekten-Honorar von etwa zehn Prozent der Gebäudekosten ausgehen.

Anhand von zwei Faktoren wird dafür erstmal die erbrachte Leistung eingeordnet:

  • Umfang und Schwierigkeit des Bauprojekts, aus dem sich die Einteilung in die Honorarzonen I-V ergibt
  • Höhe der anrechenbaren Kosten

Die Honorarzonen sind gestaffelt nach dem Planungsaufwand – von sehr gering bis sehr hoch. Innerhalb dieser Zonen gelten dann nochmal Mindest- und Höchstsätze, je nach Aufwand.

Beispiele der Honorarzonen
 AufwandGebäude
Honorarzone ISehr geringLagerhallen, Scheunen
Honorarzone IIGeringGaragen, Parkhäuser
Honorarzone IIIMittelEinfamilienhäuser, Wohnheime, Kindergärten
Honorarzone IVHochKomplexe Wohnhäuser, Villen, Kirchen, Museen
Honorarzone VSehr hochInstitute, Kliniken

Was sind denn anrechenbare Kosten?

Als Berechnungsgrundlage dienen die Netto-Baukosten inklusive der technischen Installation. Nicht dazu gehören Kosten für das Grundstück, Außenanlagen, die Erschließung des Objekts, die Umsatzsteuer oder sonstige Honorarzahlungen.

Honorartafel der HOAI

Wie hoch dann das Architektenhonorar genau ist, lässt sich anhand einer Honorartafel ablesen. Liegen die anrechenbaren Kosten außerhalb der Tafelwerte, ist das Honorar frei verhandelbar.

Beispielrechnung

Vollbeauftragung Einfamilienhaus
  
HonorarzoneIII (Mindestsatz)
Gesamtkosten300.000
Anrechenbare Nettokosten200.000
Tafelwert nach HOAI27.863 €
19% MwSt5.293,97 €
Zu zahlendes Honorar33.156,97 €

Bei einer Teilbeauftragung wird von dem Tafelwert ein prozentualer Anteil gebildet, dessen Höhe ebenfalls in der HOAI geregelt ist.

Honoraranteile der 9 Leistungsphasen
  
Leistungsphase 1: Grundlagenermittlung2%
Leistungsphase 2: Vorplanung7%
Leistungsphase 3: Entwurfsplanung15%
Leistungsphase 4: Genehmigungsplanung3%
Leistungsphase 5: Ausführungsplanung25%
Leistungsphase 6: Vorbereitung der Auftragsvergabe10%
Leistungsphase 7: Mitwirkung bei der Vergabe4%
Leistungsphase 8: Bauüberwachung32%
Leistungsphase 9: Objektbetreuung und Dokumentation2%

Rechnen Sie selbst

Mit dem Online-Rechner von hoai.de können Sie ganz bequem die Höhe des fälligen Architektenhonorars selbst berechnen.

Wie finde ich einen guten Architekten?

Einen ersten Ansatz liefern Gespräche mit Bekannten, Anzeigen in Fachmagazinen oder eine Recherche im Adressverzeichnis vom Bund Deutscher Architekten. Achten Sie darauf, regionale Anbieter auszuwählen, die ihren Sitz nicht weiter als 30 – 50 km vom Bauort entfernt haben.

Und woher weiß ich, ob ein Architekt gut ist?

Schon durch die Berufsbezeichnung werden Verbraucher geschützt. In Deutschland darf sich nur Architekt nennen, wer in die Liste der jeweiligen Architektenkammer eingetragen ist. Dort wird in der Regel nur aufgenommen, wer über ein abgeschlossenes Architekturstudium sowie mindestens 2 Jahre Berufserfahrung verfügt.

Sie können sich also darauf verlassen, dass Ihr Architekt ein ausgebildeter Profi ist.

Trotzdem sollten Sie nicht blind auswählen. Machen Sie sich eine Liste von in Frage kommenden Anbietern und bitten Sie diese um Referenzobjekte in der Nähe. Diese sollten Sie dann möglichst ohne den Architekten begutachten und direkt mit den Bauherren sprechen. Äußern sich diese positiv, können Sie die weiteren Schritte angehen.

Keine Festpreisgarantie

Ein seriös arbeitender Architekt wird Ihnen eine ehrliche Berechnung und Einschätzung der anfallenden Kosten aufstellen. Kostensicherheit in Form einer Festpreisgarantie kann er aber nicht bieten, da Sie mit verschiedenen Firmen Verträge abschließen müssen.

Weniger Vertragschaos – Wie läuft der Bau mit Generalunternehmer?

Bei einem Hausbau entstehen im wahrsten Sinne des Wortes viele verschiedene Baustellen. Statik, Elektrik, Sanitär, Dach – es gibt viel zu tun. Doch bevor es losgehen kann, ist erstmal Eines notwendig: Verträge!

Jedes Teilprojekt des Baus muss vertraglich abgestimmt sein. Das bedeutet für Sie ein hohes Maß an Zeitaufwand, Papierkram und auch Risiken.

Wer sich dies ersparen möchte, kann einen Generalunternehmer (GU) oder -übernehmer (GÜ) beauftragen. Dieser dient sozusagen als Baustellenkoordinator und ist Ihr Ansprechpartner für alle Fragen und Probleme. Sie stellen lediglich das Grundstück zur Verfügung, müssen aber für dessen Bebaubarkeit sorgen, sind also unter anderem für das Prüfen der Bodenverhältnisse und eventuelle Grundwasserprobleme zuständig.

Bauherr und Bauunternehmen schließen einen Werkvertrag über sämtliche Leistungen des Baus ab. Die Planung erfolgt dabei meist im Voraus mit einem Architekt. Mit dem fertigen Konzept beauftragt man dann den Generalunternehmer, der alle weiteren Schritte einleitet.

Es ist aber auch möglich, die Planung und Konzeption dem Unternehmer zu überlassen, gegen entsprechenden Aufpreis natürlich. Häufig ist die Gestaltungsfreiheit bei so geplanten Häusern aber geringer als bei Architekt-Entwürfen, da Bauunternehmer standardisierte Bauweisen und Haustypen bevorzugen.

Ganz oder gar nicht

Es ist nicht sinnvoll, die Planungsphase zwischen Architekt und Generalunternehmer aufzuteilen. Der Architekt erhält dann trotzdem seinen Lohn nach HOAI-Tabelle und der GU rechnet ebenfalls ab. Geben Sie die Planung daher am besten in eine Hand.

Der Generalunternehmer kann Subunternehmer für Teilleistungen beauftragen, bleibt aber Ihr einziger Vertragspartner und trägt die volle Verantwortung für den gesamten Bau. Bei auftretenden Mängeln ist dies ein klarer Vorteil, da sich bei einer Einzelbeauftragung die verschiedenen Dienstleister gerne gegenseitig die Schuld zuschieben. Im Gegenzug bedeutet dies allerdings, dass Bauherren nicht mehr direkt weisungsbefugt sind, sondern immer den Weg über den GU gehen müssen.

Was kostet ein Generalunternehmer?

Dem zusätzlichen Komfort und der Absicherung steht ein wesentlicher Nachteil gegenüber: Zusätzliche Kosten.

Im Prinzip übernimmt der GU die gleichen Aufgaben wie ein Architekt, je nachdem was vertraglich vereinbart wird. Das Vergütungsmodell funktioniert allerdings anders: Ein GU wird nicht nach HOAI-Tabelle bezahlt.

Das Honorar eines GU ist grundsätzlich frei verhandelbar und in den Gesamtpreis des Hauses integriert. Für das Engagieren von Subunternehmen wird dabei ein GU-Zuschlag berechnet, meist zwischen 10 und 15 Prozent.

Allerdings kann ein GU durch Marktkenntnis und bestehenden Kontakten wahrscheinlich günstigere Konditionen aushandeln. Die tatsächlichen Kosten müssen also gar nicht so viel höher sein als bei einer Einzelbeauftragung. Welche Variante die günstigere ist, lässt sich nur projektspezifisch beantworten.

Wie finde ich ein gutes Bauunternehmen / GU ?

Verbände oder Gemeinschaften mit einer Qualitätsgarantie wie bei Architekten gibt es für GU und GÜ nicht. Es ist also etwas komplizierter einen guten Anbieter zu finden. Eine einfache Internetsuche oder der Blick in Fachzeitschriften kann trotzdem einen Anhaltspunkt geben.

Ansonsten gelten aber die gleichen Empfehlungen: Fragen Sie im Bekanntenkreis, sprechen Sie mit anderen Bauherren und vergleichen Sie mehrere Angebote. Macht ein Unternehmen einen guten Eindruck, erkundigen Sie sich nach Referenzobjekten.

Nicht von Musterhäusern blenden lassen

Große Bauunternehmen bieten häufig Musterhäuser zur Besichtigung an. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, das persönliche Gespräch mit einem ehemaligen Bauherren ist aber meist wertvoller.

Bau mit Bauträger – Kann ich ein ungebautes Haus kaufen?

Diese Form des Neubaus gilt als die einfachste: Man schließt einen Vertrag mit einem Bauträger ab, dieser kümmert sich dann um die Grundstücksbeschaffung und Planung und baut anschließend das Haus. Im Prinzip kauft man also ein Haus im ungebauten Zustand.

Der Bauträgervertrag ist rechtlich gesehen eine Mischung aus Kaufvertrag (für das Grundstück) und Werkvertrag (für den Bau des Hauses) und unterliegt den Vorschriften der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV).

Grundstückskauf von Dritten

Sucht ein Bauträger nach einem Grundstück, doch Sie müssen es kaufen, wird der Bauträger rechtlich gesehen zum Generalunternehmer und Sie zum Bauherren. Da dies Pflichten und Risiken mit sich bringt, ist von einem solchen Modell abzuraten.

Wer noch keine konkreten Vorstellungen von den eigenen vier Wänden hat, kann sich anhand von Katalogen und Musterhäusern inspirieren lassen. Die individuelle Gestaltungsfreiheit bleibt dabei aber auf der Strecke. Zwar bieten Bauträger durchaus verschiedene Haustypen zur Wahl an, auf Sonderwünsche kann allerdings kaum Rücksicht genommen werden.

Eigentumswohnung vom Bauträger

Wenn das Wohnen in einer Wohnung für Sie grundsätzlich eine Alternative darstellt, finden Sie auf neubaukompass.de ein deutschlandweites Verzeichnis geplanter Bauvorhaben von Eigentumswohnungen.

Was kostet der Bau mit einem Bauträger?

Der Bau mit Bauträger ist in der Regel die einfachste und günstigste Form des Hausbaus. Viele Bauträger bieten zudem eine Festpreisgarantie an, wodurch das finanzielle Risko des Bauvorhabens auf ein Minimum reduziert wird.

Wie finde ich einen guten Bauträger?

Es gelten die gleichen Empfehlungen wie für die Suche nach einem Generalunternehmer: Bekanntenkreis, ehemalige Kunden, Anbietervergleich, Referenzobjekte.

In beiden Fällen ist es ratsam, nur Anbieter auszuwählen, die eine Fertigstellungsversicherung anbieten. Achten Sie zudem darauf, ob das Grundstück bereits voll erschlossen ist.

Kann ich auch selber (mit)bauen?

Grundsätzlich ist es möglich, beim Hausbau mit anzupacken. Dies muss allerdings vertraglich genau festgehalten werden und der Bauträger bzw. Generalunternehmer muss dem Vorhaben zustimmen. Auch in Finanzierungsgesprächen mit Kreditgebern können Eigenleistungen angerechnet werden.

Durch diese sogenannte “Muskelhypothek” lässt sich natürlich potenziell viel Geld sparen. Unser dringender Rat ist aber: Überschätzen Sie nicht Ihre eigenen Fähigkeiten!

Sie sollten nur Aufgaben übernehmen, bei denen Sie sich ganz sicher sind, dass Sie diese fachmännisch erledigen können. Sie sind im entsprechenden Bereich selbst als Handwerker tätig? Gut. Laienhafte Arbeit zahlt sich dagegen nicht aus, weder zeitlich noch finanziell. 

Sie können davon ausgehen, dass Sie selbst für einfache Arbeiten mindestens doppelt so lange benötigen wie ein Fachmann. Ob Ihnen dieser Aufwand die Ersparnis wert ist und ob Sie neben Job und Familie überhaupt die benötigte Zeit freimachen können, müssen Sie selbst entscheiden.

Bedenken Sie, dass Sie im Schaden- und Mangelfall keinerlei Gewährleistung haben und selber für die Behebung aufkommen müssen. Im schlimmsten Fall leidet die Qualität des gesamten Baus, andere Arbeiten werden verzögert oder müssen sogar wiederholt werden.

Einige Arbeiten sind tabu!

Auch wenn Sie sich auskennen oder selbst in dem Bereich tätig sind – Arbeiten, die den Gesamtbau gefährden (Statik, Elektrik, Wasser etc.) bleiben tabu, denn das Risiko durch fehlende Gewährleistung ist einfach zu hoch.

Es ist zwingend erforderlich, dass Sie sich vor Beginn der Arbeiten genau über Ihren Versicherungsschutz bei Eigenleistungen informieren und gegebenenfalls eine entsprechende Unfallversicherung abschließen, insbesondere wenn Sie Hilfestellungen von Freunden oder Verwandten einbringen möchten.

Wege zum Eigenheim im Vergleich

In der folgenden Tabelle haben wir die wesentlichen Unterschiede zwischen einem Bauprojekt mit Architekt, Generalunternehmer und Bauträger zusammengefasst.

Die Angaben sind aber nur als grobe Richtwerte zu verstehen und können im Einzelfall anders ausfallen. Zudem schließen sich die Beauftragung von Architekt und Generalunternehmer nicht gegenseitig aus und das Einbringen von Eigenleistungen wirkt sich auf den Preis, das Risiko und natürlich auch auf den Zeitaufwand aus.

 ArchitektGeneralunternehmerBauträger
Sparpotenzial
Zeitersparnis
Sicherheit
Gestaltungsfreiheit
Grundstück erforderlichJaJaNein
VertragspartnerViele1-21

Mischform – Kann ich ein gebrauchtes Haus umbauen?

Ein Kompromiss zwischen innerstädtischer Lage und Gestaltungsfreiheit oder auch Altbaucharme und Neubaukomfort kann es sein, ein gebrauchtes Haus zu kaufen und umzubauen bzw. zu renovieren und modernisieren, soweit der Bebauungsplan und sonstige Vorschriften (Denkmalschutz) dies zulassen.

Dies bringt die wesentlichen Vorteile eines Immobilienkaufs mit sich, aber eben auch die Nachteile.

  • Sicherheit: Man sieht, was man kauft. Sie können sich vorab einen sehr genauen ersten Eindruck von Ihrem neuen Zuhause verschaffen und schon die Nachbarschaft kennenlernen.
  • Planung: Wird das Haus zu einem festen Termin übergeben und sind die Renovierungsarbeiten nicht zu umfangreich, lässt sich der Umzugstermin wesentlich genauer festlegen als bei einem Neubauprojekt.
  • Kosten: Im ersten Schritt müssen Sie weniger Geld ausgeben und einige Renovierungen können auch nach und nach erledigt werden. Die Kosten dafür sollten Sie aber nicht unterschätzen! Ein baufälliges oder sehr abgewohntes Haus benötigt häufig große Investitionen, um mit den Standards eines Neubaus mithalten zu können. Zudem sollten Sie sich bei komplizierten Vorhaben, wie dem Einreißen von Wänden oder dem Einbau weiterer Fenster, auf jeden Fall professionelle Beratung (Architekt, Statiker etc.) einholen.
  • Gestaltungsfreiheit: Bei dem Umbau einer Bestandsimmobilie müssen Sie sich an Bauvorschriften und Bebauungspläne halten. Diese können Ihre Freiheiten bei der Gestaltung Ihres Traumhauses stark einschränken.

Es hängt also stark vom Einzelfall ab, ob dieses Vorgehen eine sinnvolle Alternative für Sie darstellt.

Vertrauen ist gut …

Egal für welches Vorgehen Sie sich entscheiden – wichtig ist, dass Sie Ihren Vertragspartnern vertrauen und bei diesen ein gutes Gefühl haben.

Achten Sie auf Mitgliedschaften in Berufsverbänden, Online-Bewertungen und schauen Sie sich Referenzobjekte und Musterhäuser an. Gespräche mit ehemaligen Kunden und Bauherren sind zudem immer eine gute Quelle für Erfahrungsberichte aus erster Hand.

Lassen Sie sich verschiedene Angebote machen und vergleichen Sie sorgfältig die Anbieter. Wenn alles passt, überlassen Sie Ihrem Bauch die finale Entscheidung.

Neun wichtige Meilensteine beim Bau eines Hauses.

… Kontrolle ist besser

Sie sollten die Baustelle Ihres zukünftigen Hauses regelmäßig besuchen und sich über den aktuellen Stand informieren. Vor Pfusch und mangelhafter Arbeit sind Sie rechtlich geschützt, trotzdem bedeuten nachträgliche Streitigkeiten immer eine Zeit- und Nervenbelastung.

Bei einem Bau mit Bauträger wird oft nur der Gesamtbau abgenommen. Die Arbeit von Architekten und Generalunternehmern sollte aber Schritt für Schritt vor und nach jedem Meilenstein der Bauphase überprüft werden.

Außerdem empfehlen wir Ihnen, zusätzlich einen Sachverständigen einzuschalten, der die Qualität der Leistungen sowie die Übereinstimmung mit den vertraglich getroffenen Absprachen überprüft. Bestenfalls geschieht dies schon vor Vertragsunterzeichnung. Lassen Sie sich einen Entwurf des Bauvertrags ausstellen und drücken Sie diesen dem Fachmann Ihres Vertrauens in die Hand. Natürlich ist eine solche Beratung kostenpflichtig, ist den Preis aber allemal wert.

Allerspätestens zum Zeitpunkt der Abnahme sollten Sie sich unbedingt professionellen Beistand besorgen, denn damit wird die Leistung des Bauunternehmens als „im Wesentlichen vertragsgerecht“ akzeptiert. Dies hat zur Folge, dass sich die Beweislast umkehrt und der Bauherr dem Handwerker die Verantwortung für später entdeckte Mängel nachweisen muss. 

Bezahlung nach Baufortschritt

Bei einer etappenweisen Vergütung, sollten Sie die Schlussrate erst nach Behebung sämtlicher Mängel überweisen. Rechtlich kann der Zahlungsvorgang sonst als „konkludentes (schlüssiges) Handeln“ ausgelegt werden und einer Abnahme gleichkommen.

Zur Endabnahme wird ein Abnahmeprotokoll erstellt, ähnlich wie bei der Übergabe einer Mietwohnung. Hierin werden sämtliche Mängel festgehalten und wann diese in welcher Form nachzubessern sind. Alle Beteiligten müssen das Protokoll unterschreiben.

Gesetzliche Gewährleistungspflicht

Wenn vertraglich nicht anders vereinbart, gilt eine gesetzliche Gewährleistungspflicht von vier bis fünf Jahren, je nach Vertragsgrundlage.


Der Hausbauvertrag – Was steht drin und worauf muss ich achten?

Wer ein Haus bauen möchte, kommt um den Papierkram nicht drumherum – Unabhängig davon, wer Ihr Haus baut.

Download der Checkliste

Mit unserer Checkliste zum Bauvertrag beugen Sie Fehlern vor und vermeiden Unklarheiten. Jetzt downloaden.

Der Vertrag mit dem Baupartner Ihres Vertrauens ist eines der wichtigsten Dokumente, die Sie in Ihrem Leben unterschreiben, schließlich regelt er die Umsetzung des Hauses, in dem Sie hoffentlich viele Jahre leben werden. Was dabei nicht konkret vereinbart wird, führt häufig zu Problemen und Streitigkeiten.

Um so wichtiger, dass Sie die Inhalte verstehen und sich gegebenenfalls Hilfe besorgen. Jedes Bauprojekt bringt ein Risiko mit sich. Möglichst konkrete vertragliche Formulierungen helfen aber dabei, das Risiko zu minimieren.

Ein Bauvertrag ist ein Werkvertrag und unterliegt damit den Bestimmungen des BGB. Zusätzlich kann die Geltung der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) vereinbart werden.

Besonderheit beim Bau mit Architekt

Beim Bau mit Architekt sind verschiedene Vertragssituationen möglich, je nachdem, ob dieser nur die Planung übernimmt, auch Angebote von Bauunternehmen einholt oder diese sogar eigenhändig beauftragen soll.

Welchen Zweck hat die VOB?

Durch die VOB soll das Fehlen bauspezifischer Regeln im gesetzlichen Werkvertragsrecht des BGB ausgeglichen werden. Bei öffentlichen Bauvorhaben ist die VOB Pflicht, privaten Vertragspartnern steht die Aufnahme in den Bauvertrag frei.

Die VOB besteht aus drei Teilen, A, B und C. Für die Abwicklung von Bauvorhaben ist vorallem Teil B, kurz VOB/B, entscheidend. Für private Auftraggeber sind die Regelungen in Teil A und C in der Regel nicht sinnvoll.

Keine Angst vor der VOB

Um wirksam zu sein, müssen die Klauseln der VOB im Bauvertrag ausformuliert sein. Ein bloßer Hinweis auf die „Geltung der VOB“ oder ein „auf Anfrage zur Verfügung stellen“ genügt nicht.

Seit Januar 2018 gilt das neue Bauvertragsrecht, das die Entwicklungen der Bautechnik berücksichtigt und für mehr Verbraucherschutz sorgen soll. Da die Neuregelungen sich mit den Bestimmungen der VOB teilweise überschneiden, steht eine entsprechende Anpassung noch aus, ist zur Zeit aber auf unbestimmte Zeit aufgeschoben.

Recht gilt nicht für alle

Das Verbraucherbauvertragsrecht von 2018 gilt nur für Verträge über die Errichtung eines kompletten Bauvorhabens oder erheblichen Umbaumaßnahmen, nicht für die Einzelbeauftragung vieler verschiedener Unternehmen.

Welche Angaben müssen im Bauvertrag enthalten sein?

Mit den Neuregelungen des Bauvertragsrechts wurden die gesetzlichen Vorgaben für Bauunternehmen deutlich verschärft – Bauherren erhalten mehr Sicherheit und Transparenz.

Im Folgenden erfahren Sie, was im Bauvertrag geregelt wird, was vorgeschrieben ist und worauf Sie bei Vertragsgesprächen achten sollten.

Inhalte eines Bauvertrags

  • Angaben zu den Vertragsparteien bzw. Vertretungsregelungen
  • Ausführliche Bau- und Leistungsbeschreibung
  • Sonstige Klausel- und Regelwerke (VOB, DIN-Normen)
  • Besonderheiten der Baustelle
  • Termine und Fristen
  • Bestimmungen zur Vergütung und Zahlung
  • Regelungen zur Gewährleistung und Mängelbeseitigung
  • Versicherungs- und Nachweispflichten
  • Angaben zu Vertragsstrafen und Haftung
  • Anspruch auf Änderungen der Bauplanung
  • Regelungen zur Abnahme
  • Widerrufs- und Kündigungsrecht
  • Sonstige Pflichten und Regeln beider Parteien

7 Tipps zum perfekten Bauvertrag

Tipp 1: Beratung lohnt sich

Auch wenn wir uns an dieser Stelle wiederholen: Besorgen Sie sich professionelle Unterstützung.

Beim Hausbau geht es um viel Geld, Fehler und voreilige Entscheidungen können sich zu großen Stolperfallen entwickeln. Auf Basis unserer persönlichen Erfahrung empfehlen wir Ihnen daher dringend, ein paar Euros zu investieren und sich einen Experten ins Boot zu holen.

Die wichtigsten Anlaufstellen für Beratung und Prüfung von Vertragsangelegenheiten sind die Verbraucherzentralen, bundesweite Vereine (zum Beispiel der Bauherren-Schutzbund) sowie TÜV und Dekra. Allgemeine Bauberatung, individuelle Vertragsprüfung oder Begleitung bei Vertragsverhandlungen – möglich ist alles. Die Kosten dafür sind gar nicht so hoch, wie vielleicht befürchtet. Eine Vertragsprüfung wird schon für wenige hundert Euro angeboten.

Ein Bauvertrag sollte außerdem nicht voreilig unterschrieben werden. Viele Vertragsangelegenheiten sind durchaus verhandelbar und dafür ist die Expertise eines Profis extrem wertvoll.

Tipp 2: Ausführliche Bau- und Leistungsbeschreibung

Das Herz jedes Bauvertrags ist die Beschreibung, welche Aufgaben das beauftragte Unternehmen übernehmen soll. Seit der Reform 2018 ist eine genaue Baubeschreibung seitens des Bauunternehmens Pflicht – schwammige Formulierungen sind tabu! „Hochwertig“ oder „von führenden Markenherstellern“ sind Floskeln und Werbesprache und bedeuten gar nichts.

Neben Art und Umfang und Qualitätsmerkmalen der angebotenen Leistungen müssen dem Auftraggeber sämtliche Unterlagen wie Raum- und Flächenpläne, Grundrisse, Ansichten, Schnitte und sonstige Gebäudedaten zur Verfügung gestellt werden – egal ob diese benötigt werden (Vorlage bei Behörden oder Kreditgebern bspw.) oder nicht.

Trotzdem gilt weiterhin: Was nicht detailliert beschrieben ist, kostet im Nachhinein meist extra.

 Um auf Nummer sicher zu gehen, verlassen Sie sich nicht auf mündliche Zusagen. Alles sollte schriftlich festgehalten werden.

Vorsicht bei „schlüsselfertig“

Es ist nicht gesetzlich definiert, was „schlüsselfertig“ bedeutet. Überprüfen Sie daher, welchen Zustand der Hersteller zum Zeitpunkt der Übergabe zusichert. Was nicht ausdrücklich im Vertrag aufgeführt ist, muss das Bauunternehmen auch nicht abliefern.

Tipp 3: Sie dürfen sich umentscheiden

Grundsätzlich haben Sie als Bauherr das Recht auf Änderung des Bauentwurfs. Das Bauunternehmen ist verpflichtet darauf einzugehen und ein Angebot zur Mehr- oder Mindervergütung zu erstellen.

Von diesem Recht ausgenommen sind Leistungen, die für den Werkerfolg nicht zwingend erforderlich oder dem Bauunternehmer nicht zumutbar sind.

Besser ist eine gründliche Planung

Sie können einen Bauauftrag zwar anpassen, das bedeutet aber in der Regel auch zusätzliche Kosten. Also lieber mehr Zeit in die Planung investieren und dabei auch an die Zukunft denken.

Tipp 4: Angaben zur Bauzeit sind Pflicht

Die Baubeschreibung muss verbindliche Angaben zum Zeitpunkt der Fertigstellung beinhalten. Steht der Beginn der Arbeiten noch nicht fest, muss die Dauer der Baumaßnahmen genannt werden. Im Idealfall enthält der Bauvertrag einen präzisen Zeitplan, der das Bauprojekt in einzelne Phasen gliedert und diese jeweils terminiert.

Auch wichtig: Was passiert, wenn Termine verpasst bzw. nicht eingehalten werden? 

Tipp 5: Keine Zahlung per Vorkasse

Üblich sind vom Baufortschritt abhängige Abschlagszahlungen plus einer Schlusszahlung nach Bauabnahme. Wer im Voraus zahlt, geht ein zusätzliches Risiko ein, etwa bei Insolvenz des Bauunternehmens.

Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass Bauherren maximal 90 Prozent des Kaufpreises vor der Abnahme bezahlen müssen. Die restlichen zehn Prozent werden erst nach einer mängelfreien Übergabe fällig.

Tipp 6: Gewährleistung bei Mängeln

Häufig fallen Mängel erst lange nach der Fertigstellung auf. Daher sieht das BGB eine gesetzliche Gewährleistungsfrist von fünf Jahren vor, die VOB/B vier Jahre. Bei kleines Arbeiten wie Reparaturen, Wartung oder dem Austausch einzelner Teile gelten zwei Jahre.

Klassische Mängel, die bei der Abnahme nicht immer auffallen, sind eine schlechte Feuchtigkeits-Abdichtung des Kellers, Risse im inneren Mauerwerk, ein falsch angelegtes Dach-Gefälle oder eine schlechte Dämmung, die sich negativ auf die Energiebilanz auswirkt.

Ist länger immer besser?

Eine lange Gewährleistungsfrist ist natürlich vorteilhaft. Ein zu langer Zeitraum kann allerdings als unangemessene Benachteiligung des Auftragnehmers ausgelegt werden und damit unwirksam sein.

Die gesetzlich vorgesehenen fünf Jahre sollten Sie sich in jedem Fall zusichern lassen.

Tipp 7: Sie können einen Bauvertrag widerrufen

Das Gesetz räumt Verbrauchern ein Widerrufsrecht von 14 Tagen ein. Außerdem müssen Baufirmen ihre Kunden auf dieses Recht hinweisen, ansonsten verlängert sich die Frist auf bis zu 12 Monate und 14 Tage.

So wird vermieden, dass Bauherren zu vorschnellen Entscheidungen gedrängt werden. Bereits erbrachte Leistungen beider Seiten sind zurückzugewähren. Ist dies naturgemäß nicht möglich, etwa für bereits verbautes Material, muss ein Wertersatz erfolgen.

Kann ich einen Bauvertrag auch später noch kündigen?

Ja, Auftraggeber können ihren Vertrag jederzeit kündigen – allerdings mit finanziellen Konsequenzen. Der Auftragnehmer behält seinen vereinbarten Zahlungsanspruch. Eingesparte Kosten für Personal und Material müssen aber abgezogen werden.


Wie plane ich mein Traumhaus?

Sie haben sich entschieden zu bauen? Super! Doch nun geht die Arbeit erst richtig los:

Freistehend oder Reihenhaus? Massivbauweise oder Fertighaus? Brauche ich einen Keller? Wie soll geheizt werden? In welche Himmelsrichtung sollten Haus und Zimmer ausgerichtet sein? Brauchen wir Platz für zusätzlichen Nachwuchs? Wie sieht es in 30 Jahren aus? 

Fragen über Fragen – und die Antworten? Bekommen Sie hier!

Grundstückssuche und Bebauungsplan – Wo will ich leben? 

Als allererstes müssen Sie sich darüber klar werden, wo Sie in Zukunft wohnen möchten. Je präziser Sie dies festlegen können, desto einfacher gestaltet sich die Suche nach einem Grundstück. Meist wird diese Wahl durch die Entfernung zum Arbeitsplatz, zur Schule der Kinder oder anderen regelmäßigen Verpflichtungen diktiert.

Müssen täglich weite Strecken zurückgelegt werden, steigen Lebenshaltungskosten und Zeitaufwand. So ist eingespartes Geld schnell wieder weg.

Vier Fragen, die Ihnen bei der Grundstückssuche helfen

  • Wie weit ist mein Arbeitsplatz vom Wohnort entfernt (Strecke und Zeit)?
  • Wie weit sind Schulen / Kindergärten entfernt?
  • Gibt es öffentliche Verkehrsmittel und Schulbusse?
  • Werden wir ein zweites Auto brauchen?

Denken Sie auch an weniger häufig gefahrene Strecken: Einkaufsmöglichkeiten, kulturelle Angebote, Freunde, Verwandte, Spielplätze oder die Natur.

Bevor ein Grundstück gekauft wird, sollten Sie mit einem Sachverständigen klären, ob Sie Ihr Haus dort überhaupt so bauen können, wie Ihnen dies vorschwebt. Die Größe und der Zuschnitt eines Grundstücks hat zum Beispiel wesentlich Einfluss darauf, wie ein Haus gestaltet werden kann.

Außerdem wichtig: erst die Genehmigung, dann der Bau. Wenn es blöd läuft, macht Ihnen die Behörde einen Strich durch ihr Bauvorhaben. Dies sollte noch vor dem Grundstückskauf geklärt werden. Es ist üblich, sich das Wunschgrundstück für die Übergangszeit zu reservieren.

Bauantrag für fremdes Grundstück?

Es ist durchaus möglich, einen Bauantrag zu stellen ohne mit dem Eigentümer Kontakt aufgenommen zu haben. Möglicherweise verlangt die Behörde aber dessen Zustimmung – wirklich sinnvoll ist ein solches Vorgehen ohnehin nicht.

  • Bauantrag
  • Bauzeichnungen
  • Baubeschreibung
  • Lageplan
  • Flächenberechnung
  • Technische Nachweise (können möglicherweise nachgereicht werden): Standsicherheitsnachweis (Statik), Wärmeschutznachweis, ggf. Schallschutznachweis
  • Entwässerungsplan
  • Eventuell Brandschutznachweis und technische Angaben zu Heizungs- oder Lüftungsanlagen

Welches Grundstück ist das richtige?

Die Wahl des Grundstücks sollten Sie auf Basis von vier Faktoren treffen.

Download der Checkliste

Unsere Checkliste zur Grundstückssuche begleitet Sie auf der Suche nach dem richtigen Untergrund für Ihr Traumhaus. Jetzt downloaden.

Faktor 1: Größe

Logischerweise diktiert die Größe eines Grundstücks auch die Größe des Hauses, das dort gebaut werden kann. Zu dem Platz, den das Haus selbst einnimmt, kommen aber weitere Flächen für Garten, Zufahrtswege, Garage etc. hinzu. Außerdem muss eine Begrenzung zu benachbarten Grundstücken eingerechnet werden.

Wie viel Platz Sie tatsächlich benötigen, hängt von der Art des Hauses ab. Bei einer Doppelhaushälfte muss zum Beispiel nur in drei Richtungen abgegrenzt werden.

Beispielrechnung freistehendes, einstöckiges Einfamilienhaus
   
Grundfläche (Durchschnittswert)10x15 m150 m²
Begrenzung & Zwischenräume (3 m zu jeder Seite)6x6 m + 6x10 m + 6x15 m186 m²
Garten (Hausbreite x 20 m Tiefe)20 x 10 m200 m²
Gesamt536 m²

Dazu kommt noch benötigter Raum für eventuelle Zufahrtswege oder Garagen. Sie können also für ein 150 m² Haus eine Grundstücksfläche von mindestens 600qm einplanen oder müssen eben entsprechende Abstriche bei der Größe des Gartens machen.

Faktor 2: Zuschnitt

Ein kleineres Grundstück kann dank günstigem Schnitt geeigneter sein als ein größeres.

Faktor 3: Ausrichtung

Unterstützt das Grundstück die Orientierung des Hauses in die gewünschte Himmelsrichtung? Üblicherweise werden Zufahrten auf Nord- oder Ostseite angelegt, damit der hinter dem Haus befindliche Garten in Süd- oder Westlage liegen kann und somit zu den Hauptnutzungszeiten dort Sonne einfällt.

Gleiches gilt für Wohnräume, die gerne zur straßenabgewandten Südseite hin ausgerichtet werden und direkten Zugang zum Garten haben sollen.

Faktor 4: Topografie

Eine Hanglage bedeutet häufig eine eingeschränkte Nutzbarkeit oder bautechnische Schwierigkeiten, kann aber auch Potential für besondere Umsetzungen bieten, zum Beispiel einer besseren Aussicht oder unabhängiger Zugangswege für getrennte Wohnbereiche.

Wie groß die Begrenzung zum Nachbargrundstück genau sein muss, ist im Bebauungsplan eines Wohngebiets festgehalten, neben weiteren Vorgaben und Richtlinien.

Was ist denn ein Bebauungsplan und wozu gibt es ihn?

Ein Bebauungsplan (B-Plan) legt fest, was und wie in einem Wohngebiet gebaut werden darf. Damit soll ein einheitlicher Städte- oder Siedlungscharakter gewahrt werden. Er bietet Anwohnern aber auch Schutz, bspw. vor Verschattung durch mehrstöckige Neubauten in der Nachbarschaft.

Wer sich für einen Hausbau interessiert, sollte unbedingt schon vor dem Grundstückskauf einen Blick in den jeweiligen B-Plan werfen. Dieser kann die Umsetzbarkeit des eigenen Traumhauses stark einschränken und hat wesentlichen Einfluss auf den Wert eines Grundstücks.

B-Plan gibt Sicherheit

Über den Bebauungsplan erfahren Bauherren, wie die zukünftige Nachbarschaft aussehen wird: Einfamilienhäuser, Wohnblöcke oder Gewerbeflächen? Wird die Umgebung kinderfreundlich sein?

Bebauungspläne werden von Gemeinden für genau definierte Gebiete aufgestellt, nicht zu verwechseln mit dem Flächennutzungsplan, der für das gesamte Gemeindegebiet gilt. Der B-Plan kann einzelne Stadtteile oder auch nur eine Gruppe von Grundstücken umfassen.

Gesetzliche Vorgaben

Zweck und Inhalt von B-Plänen sind im Baugesetzbuch (BauGB) festgelegt und gelten als „rechtsverbindliche Festsetzungen für die städtebauliche Ordnung“.

Was wird im Bebauungsplan geregelt?

Ein B-Plan besteht meist aus einer (oder mehreren) Planzeichnung (Teil A) und einem erläuternden Textteil (Teil B). Die möglichen Inhalte sind im § 9 BauGB festgelegt.

Bebauungsplan – die wichtigsten Punkte
  
Bauweise und HaustypEinteilung in „offene“ und „geschlossene“ Bauweise, wobei auch Häusergruppen (z. B. Doppelhäuser) als „offen“ gelten können.
Art der baulichen NutzungEinteilung in Wohngebiet, Gewerbegebiet, Mischgebiet und weiteren Differenzierungen.
GebäudelageBaulinien, Baugrenzen, Baufenster und Abstandsflächen zu Nachbargrundstücken.
Maß der baulichen NutzungAngaben, inwiefern die Fläche bebaut werden darf, sowohl in die Breite (Grundflächenzahl / GRZ) als auch in die Höhe (Geschossflächenzahl / GFZ). Die zulässige Anzahl der Geschosse kann aber auch extra definiert sein. Außerdem können Vorgaben zu Wandhöhe und Anzahl der Wohnungen gemacht werden.
NebenanlagenVorschriften für Stellplätze, Garagen, Einfahrten, Grünflächen, Mülltonnen.
DachvorgabenVorgaben für Form, Ausrichtung, Material und auch Farbe des Daches.
BaulastGeh-, Fahr- und Leitungsrechte, zum Beispiel für Nachbarn, die das Grundstück überqueren müssen, um zu ihrem eigenen zu gelangen.

Unterschieden wird zwischen zwei Arten von Bebauungsplänen: „einfach“ und „qualifiziert“. Ein qualifizierter B-Plan muss Angaben zu diesen vier Punkten enthalten:

  • Die Art der baulichen Nutzung
  • Das Maß der baulichen Nutzung
  • Die überbaubaren Grundstücksflächen
  • Die örtlichen Verkehrsflächen

Fehlt mindestens einer dieser Bereiche, spricht man von einem einfachen Bebauungsplan. In diesem Fall wird für die Beurteilung von Bauvorhaben die Bebauung der näheren Umgebung zum Vergleich herangezogen (§ 34 und 35 BauGB), ein Neubau muss sich also in die Umgebung einfügen.

Wo bekomme ich den Bebauungsplan für mein Grundstück?

Bebauungspläne können von jedermann bei dem zuständigen Bauordnungsamt der Gemeinde bzw. dem Stadtplanungsamt eingesehen werden. Häufig wird dort auch eine Beratung zum Bauvorhaben angeboten. Käufer können sich außerdem an den Grundstückseigentümer oder zuständigen Makler wenden.

Geht das auch online?

Ja, viele Gemeinden stellen B-Pläne mittlerweile auch online zur Verfügung. Eine kurze Google-Suche führt Sie zum Ziel.

Was tun, wenn es keinen Bebauungsplan gibt?

Nicht für jedes Grundstück gibt es einen geltenden Bebauungsplan. Das bedeutet aber nicht, dass man dort bei der Gestaltung freie Hand hat.

Wie bei einem einfachen B-Plan gelten die Vorgaben aus Paragraph 34 des Baugesetzbuches: Neubauten müssen sich hinsichtlich Bauweise sowie Art und Maß der Nutzung der Umgebung anpassen.

Ob ein konkretes Bauvorhaben diese Bedingung erfüllt, muss von der Baubehörde im Einzelfall geprüft werden. Auch können sich Bauinteressierte einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan anfertigen lassen, der die Umsetzung eines Bauprojekts innerhalb einer vereinbarten Frist regelt.

Was passiert bei Nichteinhaltung des Bebauungsplans?

Je nachdem, in welchem Umfang gegen die Vorgaben verstoßen wurde, droht ein Bußgeld, ein Baustopp oder im Extremfall der Rückbau. Die Verantwortung dafür trägt der Grundstückseigentümer.

Beim Bau mit Architekt oder Generalunternehmer ist dies in der Regel der Auftraggeber, also Sie selbst. Allerdings gehört es zum Leistungsumfang der Anbieter, den Bebauungsplan gründlich zu prüfen. Beim Neubaukauf mit Bauträger sieht es anders aus, da dieser das Grundstück erwirbt.

Bebauungsplan für Bestandsimmobilien

Bestehende Gebäude stehen unter Bestandsschutz. Das heißt: sie müssen nicht umgebaut werden, wenn sie dem B-Plan nicht entsprechen. Bei einem Abriss und Neubau an gleicher Stelle gilt dies allerdings nicht.

Wie kann ich mich absichern?

Wird der Bauantrag erst nach Abschluss des Bauvertrags eingereicht und von der Behörde abgelehnt, muss der unterschriebene Vertrag rückgängig gemacht werden. Dies ist umständlich und häufig auch teuer, nämlich wenn bereits Kosten entstanden sind, die der Bauherr dann tragen muss.

Um auf Nummer sicher zu gehen, können Sie schon vor dem Erwerb des Grundstücks eine Bauvoranfrage beim zuständigen Bauamt einreichen. Dabei wird geprüft, ob für das Bauvorhaben alle Vorschriften berücksichtigt wurden.

Für ein solches „kleines Genehmigungsverfahren“ erheben die Ämter eine Gebühr, üblicherweise ein Tausendstel der gesamten Baukosten. Günstiger ist eine formlose Bauvoranfrage, für die ca. 15 Euro fällig werden. Anders als bei der förmlichen Variante, ist das Ergebnis aber nicht rechtsverbindlich.

Wann ist eine Bauvoranfrage sinnvoll?

Bei Grundstücken mit einfachen oder gar keinen Bebauungsplänen ist eine Bauvoranfrage sehr zu empfehlen. Gleiches gilt für Bauvorhaben, die den Abriss einer Bestandsimmobilie beinhalten.

Kann ich mich vom B-Plan befreien lassen oder Ausnahmen beantragen?

Grundsätzlich ist das möglich. Die Chance, dass die Gemeinde einem solchen Antrag zustimmt, sind aber eher gering. Auf diesem Weg würde ein Präzedenzfall geschaffen werden und das wollen die zuständigen Behörden in der Regel verhindern.


Bauweise, Material und Ausbaumöglichkeiten – Wie will ich leben?

Ist die Frage nach dem Wohnort geklärt, der Bebauungsplan studiert oder das Grundstück schon vorhanden, geht es mit der Planung weiter.

Einfamilienhaus oder Doppelhaushälfte? Freistehend oder im Häuserverbund? Fertighaus, Massivbauweise, Typenhaus? Und was bedeuten Bungalow, Blockhaus, Stadtvilla, Kubushaus, Pultdach- oder Satteldach-Bauweise?

Die Liste der Möglichkeiten ist lang und kaum zu überblicken. Daher erläutern wir Ihnen hier die wichtigsten Haustypen, Hausformen und Bauweisen, die sich nicht zwangsläufig gegenseitig ausschließen.

Die Planungsweise – Architektenhaus oder Typenhaus?

Mit der Wahl des Hausbau-Anbieters ergibt sich diese Entscheidung sozusagen automatisch. Ein Architektenhaus ist zunächst einmal genau das, was der Name schon sagt: ein Haus vom Architekten.

Für Bauherren bedeutet das im Wesentlichen den schon mehrfach angesprochenen Vorteil der Gestaltungsfreiheit: Ein Architektenhaus entsteht in enger Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber und Architekt und kann sämtliche Vorstellungen, Wünsche und Feinheiten berücksichtigen.

Ob besonders ausgefallene Grundrisse, eine Terrasse auf dem Dach, ein Pool im Keller oder Strom-Selbstversorgung per Photovoltaik-Anlage – lediglich das Budget und eventuelle ortsbezogene Vorschriften schränken die Freiheit ein.

Dieser Vorteil wird im wahrsten Sinne des Wortes „erkauft“, denn für den persönlichen Service möchte der Architekt natürlich bezahlt werden. Die Planungsphase umfasst meist mehrere Entwürfe, die mit dem Bauherren abgestimmt und gegebenenfalls angepasst werden.

Und was ist ein Typenhaus?

Demgegenüber stehen Typen- bzw. Fertighäuser. Diese werden mit einheitlichen Standards, dem gleichen Grundriss und der gleichen Ausstattung gebaut. Zwar bieten Bauunternehmen Kataloge mit Auswahlmöglichkeiten an, individuelle Wünsche können aber nicht berücksichtigt werden.

Der größte Vorteil ist ganz klar der Preis. Ein Haus „von der Stange“ ist wesentlich günstiger als ein individuell geplantes. Außerdem verschlingt der Bau weniger Zeit, da das Bauunternehmen nach Vertragsabschluss direkt loslegen kann.

Fertighäuser werden meist mit Festpreis angeboten, während sich ein Bauprojekt mit einem Architekten zwar kalkulieren, nicht aber sicher festlegen lässt. Zudem hat man weniger Vertragspartner und damit auch größere Sicherheit bezüglich Fertigstellung und Haftung für Mängel und Bauschäden.

Wofür soll ich mich entscheiden?

Ein individuell gestaltetes Traumhaus klingt natürlich attraktiv. Ein Architekt kann einschätzen, was sinnvoll und machbar ist und gibt auch gerne Denkanstöße zur Entscheidungshilfe.

Für Typenhäuser dagegen bestehen sehr genaue Zeichnungen und Konzeptpläne. Große Anbieter haben zudem Musterhäuser gebaut, in denen man das neue Zuhause schon vorab besichtigen kann, oder verweisen zumindest auf Referenzobjekte.

Wenn Sie also noch gar nicht so genau wissen, wie Ihr Haus aussehen soll, ist ein Typenhaus wahrscheinlich die bessere Wahl.

Vorteile – Architekten- vs. Typenhaus
 ArchitektenhausTypenhaus
Gestaltungsspielraum
Kosten
Bauzeit
Kostenkontrolle

Ein Typenhaus vom Architekten?

Die Grenzen sind heute nicht mehr so klar abgesteckt wie noch vor einigen Jahren. Manche Anbieter von Fertighäusern bieten eine individuelle Planung an: Ihr Traumhaus entsteht im Computer und wird im Anschluss entsprechend aufgebaut.

Die Bauweise – Massivhaus oder Fertighaus?

Die Massivbauweise beschreibt die klassische Errichtung eines Hauses: Stein auf Stein. Dies sorgt für eine hohe Qualität und Langlebigkeit. Auch in den Punkten Dämmung, Isolierung und Schallschutz erfüllen Massivhäuser in der Regel hohe Standards. Auch Holz kann beim Massivbau eingesetzt werden.

Fertighäuser bestehen aus einzelnen Bauelementen, die industriell vorgefertigt und auf der Baustelle dann zusammengesetzt werden. Dies geht schneller, ist weniger planungsintensiv und in der Regel deutlich günstiger. Die Bauqualität eines Fertighauses ist tendenziell etwas niedriger. Allerdings ist die Entwicklung mittlerweile so weit, dass die Unterschiede nur noch geringfügig sind.

Fertighäuser entstehen meist in der sogenannten Skelettbauweise und werden aus Holz, Stahl oder Stahlbeton gefertigt. Sie bieten modernste Standards hinsichtlich Energieeffizienz und damit großes Sparpotenzial bei den laufenden Kosten. Auch bei massiv gebauten Häusern ist dies möglich, aber meist mit deutlichen Mehrkosten verbunden.

Wie schon bei der Unterscheidung zwischen Architekt- und Typenhaus gehen die Grenzen auch hier ineinander über. Mischformen, sozusagen Massivfertighäuser, vereinen die Vor- und Nachteile beider Varianten.

Die folgende Tabelle erleichtert Ihnen die Entscheidung. Zu beachten ist allerdings, dass Nachteile mit entsprechendem Aufpreis ausgeglichen werden können und in der Praxis ohnehin meist Mischformen Anwendung finden.

Vorteile – Massivbauweise vs. Fertighaus
 MassivbauweiseFertighaus
Gestaltungsspielraum
Kosten
Entscheidungshilfen
Umsetzbarkeit
Wiederverkaufswert
Nutzungsdauer
Bauzeit
Ernergieeffizienz
Raumklima
Luftdichtigkeit
Schallschutz
Brandschutz
Anfälligkeit
Eigenleistung
Vertragssicherheit

Alles über Fertighäuser

In unserem Ratgeber zum Thema Fertighaus erfahren Sie alles, was es zu beachten gibt sowie Tipps zur Anbietersuche.

Schlüsselfertig, Bausatz- und Ausbauhaus – Wie fertig ist mein Fertighaus?

Fertighäuser werden oft in verschiedenen Ausbaustufen angeboten: schlüsselfertig, Ausbauhaus und Bausatzhaus.

Schlüsselfertig wird meist als „bezugsbereit“ verstanden, der Begriff ist aber nicht genau festgelegt. So können bspw. Wand- und Bodenbeläge oder Malerarbeiten vom Leistungsumfang ausgeschlossen sein. Bauherren sollten daher unbedingt prüfen, was genau vertraglich vereinbart wird.

Bei einem Ausbauhaus wird der witterungsbeständige Aufbau der Haushülle vom Fertighaushersteller übernommen. Außentüren und Fenster sind bereits eingebaut – der Innenausbau liegt jedoch vollständig in der Hand des Bauherren. Dazu zählen auch die Verlegung von Elektro-, Gas-, Wasser- und Abwasserleitungen sowie der Einbau der Heizung.

Und was ist ein Bausatzhaus?

Bei einem Bausatzhaus entfällt auch der Rohbau. Der Fertighaushersteller stellt nur den Bausatz zur Verfügung, also die industriell vorgefertigten Wand-, Decken- und Dachelemente, und liefert diese bis zum Baugrundstück.

Alle weiteren Arbeiten müssen vom Bauherren selbst bzw. von beauftragten Handwerkern übernommen werden. Neben freier Zeit und Organisationsgeschick ist fachliches Know-how eine notwendige Voraussetzung für ein Bausatzhaus.

Ausbaustufe bestimmt den Preis

Logischerweise ist ein Bausatzhaus die günstigste, ein bezugsfertiges Haus die teuerste Variante. Bausätze vergleichbarer Größe kosten ca. ein Drittel des Preises von komplett fertigen Häusern, Ausbauhäuser liegen dazwischen.

Der Haustyp – Freistehend oder Häuserverbund?

Ein freistehendes Einfamilienhaus, umringt von Grünflächen, ist sicherlich die Idealvorstellung der meisten Bauwilligen – aber auch die teuerste Variante. Bei begrenztem Budget müssen Abstriche gemacht werden, damit aus dem Traum trotzdem ein Haus werden kann.

Einfamilienhaus

Ein freistehendes Einfamilienhaus bietet Raum zur persönlichen Entfaltung und genug Platz für die Kinder. Ob Hobbyraum, Sofalandschaft oder Spielgeräte im Garten – Sie haben die freie Wahl der Gestaltung. Auch spätere Anbauten sind kein Problem, solange dies mit dem Bauamt abgestimmt ist.

Dieses Plus an Lebensqualität und Privatsphäre kostet nur eben etwas mehr als andere Haustypen, sowohl im Bau als auch im Unterhalt.

Vor- und Nachteile Einfamilienhaus
    
Freie Entfaltung bei der Gestaltung von Innen- und Außenbereich Hohe Baukosten
Hohes Maß an Privatsphäre Hohe Nebenkosten
Unabhängig von der Zustimmung anderer
Keine Lärmbelästigung durch Nachbarn
Stabiles Wertniveau / Wertzuwachs

Zweifamilienhaus mit Einliegerwohnung

In einem Zweifamilienhaus wohnen zwei Parteien unter einem Dach. Häufig integrieren Bauherren eine Einliegerwohnung in ihr Haus, die eine eigene Wohneinheit bildet, abgetrennt von der Hauptwohnung.

Dadurch lassen sich Kosten senken bzw. Mieteinnahmen erzielen. Ideal ist eine solche Lösung auch, wenn man mit Verwandten (Eltern, Großeltern, erwachsene Kinder) unter einem Dach leben möchte, aber jeder seinen eigenen Wohnbereich braucht. Passen Lebensstile gut zusammen, kann auch das Zusammenleben mit Fremden gut funktionieren, etwa wenn auf beiden Seiten Kinder im ähnlichen Alter leben.

Vor- und Nachteile Zweifamilienhaus
    
Kostenteilung bzw. Mieteinnahmen Weniger Privatsphäre
Ideal für das Zusammenleben mit Eltern, Großeltern oder erwachsenen Kindern Eingeschränkter Wohnraum
Gartenteilung
Guter Schallschutz erforderlich

Doppelhaushälfte

Ein Doppelhaus ist in zwei Wohneinheiten aufgeteilt, jeweils mit eigenem Hauseingang und Garten. Man teilt sich also das Gebäude, ist aber ansonsten unabhängig voneinander. Von außen sehen beide Hälften gleich aus, bei der Innenraumgestaltung hat man aber weitestgehend freie Hand.

Vor- und Nachteile Doppelhaushälfte
    
Kostengünstiger als ein freistehendes Einfamilienhaus Weniger Privatsphäre
Weniger Heizungskosten durch gemeinsame Trennwand Guter Schallschutz erforderlich
Eigener Garten Um- und Anbauten müssen abgestimmt werden

Reihenhaus

Wird Haus an Haus gebaut, spart man nicht nur Grundstücksfläche, sondern auch Nebenkosten, da weniger Heizenergie notwendig ist. Meist gehört zu Reihenhäusern noch ein kleiner Garten.

Vor- und Nachteile Reihenhaus
    
Vergleichsweise niedrige Bau- und Unterhaltskosten Wenig Privatsphäre
Eigener (kleiner) Garten Guter Schallschutz erforderlich
Um- und Anbauten sind meist kompliziert oder nicht möglich

Kettenhaus

Kettenhäuser sind im Grunde Reihenhäuser, die aber mit Zwischenelementen voneinander getrennt werden, bspw. mit einer Garage. Sie werden häufig einheitlich gebaut, können aber durchaus auch individuell gestaltet werden.

Vor- und Nachteile Kettenhaus
    
Mehr Privatsphäre und weniger Lärmbelästigung als bei Reihenhäusern Höhere Kosten als bei einem Reihenhaus
Mehr Gestaltungsfreiheit Um- und Anbauten müssen abgestimmt werden
Eigener Garten

Hier nochmal die verschiedenen Haustypen im Vorteil-Vergleich

 EinfamilienhausZweifamilienhausDoppelhaushälfteReihenhausKettenhaus
Gestaltung
Baukosten
Unterhalt
Privatsphäre
Lärmschutz
Unabhängigkeit
Garten

Die Hausform – Bungalow oder Stadtvilla?

Ein Haus kann in vielen verschiedenen Formen gebaut werden. Neben dem persönlichen Geschmack ist ein entscheidendes Kriterium die Anzahl der Geschosse.

Grundstücke sind teuer und stark verwinkelte oder unebene Flächen schränken die Umsetzbarkeit eines Bauvorhabens häufig ein. Daher kann man sagen: In die Höhe bauen ist einfacher als in die Breite.

Der größte Nachteil: weniger Barrierefreiheit. Eine zusätzliche Treppe kann im Alter schnell zum Problem werden. Daher sollten Sie bei Neubauten an Vorrichtungen für Treppenlifte und stabile Handläufe auf beiden Seiten denken. Das steigert nicht nur den eigenen Wohnkomfort, sondern auch den Wiederverkaufswert eines Hauses.

Die sechs häufigsten Hausformen beim Hausbau.

Fertighaushersteller bieten meist verschiedene Haustypen an. Individualisierungen, Trends und Sonderwünsche machen es manchmal schwer, ein Haus einer genauen Kategorie zuzuordnen. Die meisten Fertighäuser basieren aber auf einer dieser Bauformen:

  • Bungalow: Freistehendes, eingeschossiges Wohnhaus mit einem Flachdach oder Walmdach. Sämtliche Wohnräume befinden sich auf einer Ebene, wodurch das Bungalow komplett barrierefrei gebaut werden kann.
  • Satteldach: Klassiker der mehrstöckigen Bauweise mit dem typischen Schrägdach-Charme.
  • Stadtvilla: Zwei vollwertige Stockwerke in feistehender Lage. Durch die großzügige Wohnfläche ist diese Form besonders für Familien geeignet.
  • Blockhaus: Holz als überwiegend verwendeter Rohstoff sorgt für eine gute Ökobilanz und ein angenehmes Raumklima.
  • Kubushaus: Die würfelartige Form bietet optimale Raumnutzung und lässt viele Sonderwünsche zu, bspw. große Fensterfronten, offene Raumkonzepte oder eine Dachterrasse.

Wer auch in dicht besiedelten Wohngegenden größtmögliche Privatsphäre genießen möchte, für den kommt möglicherweise der Bau eines Atriumhauses in Betracht. Hierbei wird das Gebäude um einen zentralen Innenhof herum gebaut, der als Garten oder Wohnfläche genutzt werden kann. Da auf diesem Weg viel Licht in das Hausinnere fällt, kann das Gebäude nach außen hin fensterlos bleiben. So lässt sich eine unerwünschte Umgebung ein wenig ausblenden und man schafft sich einen privaten Rückzugsort.

Ein Atriumhaus ist allerdings recht planungsintensiv und damit auch kostspielig. Die meist ebenerdige Konzipierung benötigt außerdem ein ausreichend großes Grundstück.

Welche Dachform sollte ich wählen?

Zunächst müssen Sie klären, ob Sie überhaupt über die Dachform entscheiden können. In vielen Fällen ist die Form des Daches im Bebauungsplan vorgegeben oder muss der umliegenden Bebauung angepasst werden.

Wer aber die Wahl hat, hat wie so oft auch die Qual. 

Die fünf häufigsten Dachformen beim Hausbau.

  • Flachdach: Die einfachste Dachform. Durch den Verzicht auf Dachschrägen wird die Grundstücksfläche optimal ausgenutzt. Ein Flachdach kann zudem als Terrasse oder Garten genutzt werden.
  • Satteldach: Die häufigste Dachform in Deutschland. Architektonisch recht einfach, bietet dem Mauerwerk aber guten Schutz und ermöglicht das Anbringen einer Photovoltaikanlage.
  • Pultdach: Ein flaches Dach mit Neigungswinkel – vergleichsweise günstig und besonders geeignet für Photovoltaikanlagen.
  • Walmdach / Zeltdach: Geneigte Dachflächen auf allen vier Gebäudeseiten. Besonders stabile Konstruktion, die die Außenwände optimal schützt. Allerdings relativ teuer.
  • Mansardach: Zusätzlich abgeknicktes Sattel oder Walmdach. Der wesentliche Grund für diese Form ist die Ästhetik. Wirklich hervorstechende Vorteile gibt es nicht.

Brauche ich einen Keller?

Wer sich gegen eine Unterkellerung entscheidet, hat meist einen einfachen Grund dafür: Kostenersparnis.

Dabei ist der finanzielle Mehraufwand häufig gar nicht so hoch wie befürchtet, da das Fundament eines Hauses ohnehin bis in frostsichere Tiefe gelegt werden muss – damit sind die Voraussetzungen für einen Keller schon gegeben.

Eine Unterkellerung bietet zusätzlichen Wohnraum oder Platz für die Haustechnik. Alternativ können Ersatzräume (Garage, Schuppen etc.) auch oberirdisch gebaut werden. Bei kleinen Grundstücken ist dies aber nicht immer möglich oder durch den Bebauungsplan untersagt.

Letztlich ist es eine Frage des Kosten-Nutzen-Verhältnis, ob sich ein Keller für Sie lohnt.

Vorteile einer Unterkellerung

  • Platz für Haustechnik und Stauraum
  • Zusätzliche Wohn- und Nutzfläche
  • Höherer Marktwert des Hauses
  • Möglichkeit des Ausbaus zur Mietwohnung

Achtung vor Überschwemmung

In Gebieten mit hohem Grundwasserstand oder erhöhtem Überschwemmungsrisiko müssen besondere Maßnahmen getroffen werden, um sich vor Wasserschäden zu schützen, was erhebliche Mehrkosten bedeuten kann.

Was kostet ein Keller denn genau?

Das hängt natürlich in erster Linie von der Größe des Hauses bzw. der Unterkellerung ab. Grob geschätzt kann man mit Kosten zwischen 20.000 und 50.000 Euro rechnen. Diese Zahl relativiert sich aber etwas: Verzichtet man auf einen Keller, so muss trotzdem eine Bodenplatte angelegt werden, die ebenfalls Geld kostet.

Als Faustformel lässt sich festhalten:

Für ca. 10% Aufpreis bekommt man 40% mehr Wohnraum, denn ein Quadratmeter Keller ist in der Regel deutlich günstiger als ein Quadratmeter oberirdischer Wohnfläche.

Holz, Ziegel oder Beton – Welches Material ist das beste?

Wer sich für die Massivbauweise entschieden hat, dem stehen verschiedene Materialien zur Auswahl, jeweils mit eigenen Vor- und Nachteilen. Auch Holz wird mittlerweile im Massivbau eingesetzt.

Da es sich nicht pauschal beantworten lässt, welches Material das beste ist und sich Baustoffe auch kombinieren lassen, sollten Sie sich unbedingt vor der Entscheidung fachmännisch beraten lassen. Wir stellen Ihnen hier die gängigsten Baustoffe vor.

  • Ziegel: Wird aus Ton und Lehm gebrannt und ist der Klassiker unter den Baumaterialien. Neben guter Wärme- und Schalldämmung besitzen Ziegel feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften und sorgen damit für ein besonders angenehmes Raumklima. Einfache Lehmziegel müssen aber meist zusätzlich verputzt werden.
  • Porenbeton: Ist ein verhältnismäßig leichter und einfach zu verarbeitender Baustoff mit guter Dämmwirkung. Abstriche gibt es in den Punkten Schallschutz und Feuchtigkeitsaufnahme.
  • Kalksandstein: Durch hohes Gewicht und Dichte sorgt Kalksandstein für sehr guten Schall- und Brandschutz und kann schon mit vergleichsweise geringer Wandstärke für tragende Wände eingesetzt werden. Für die Wärmedämmung ist allerdings eine zusätzliche Dämmschicht notwendig.
  • Leichtbetonsteine: Materialkombination aus Zement, Wasser und entweder Bims oder Blähton. Gute Wärme- und Schalldämmung, aber die mangelnde Frostbeständigkeit erfordert zusätzlichen Witterungsschutz.

Spezialfall Holzhaus

Wer im wahrsten Sinne des Wortes nicht Stein auf Stein bauen will, kann auch mit Holz bauen. Meist wird Holz bei der Leichtbauweise verwendet, etwa beim Bau von Fertighäusern, findet aber auch im Massivbau Anwendung.

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und damit von Natur aus umweltschonend. Bearbeitung und Transport sind weniger aufwändig, Bauzeiten werden reduziert und das Haus ist sofort nach Fertigstellung bezugsbereit, da keine langwierigen Trocknungsphasen benötigt werden. Es eignet sich durch sein vergleichsweise geringes Gewicht zudem sehr gut bei schwierigen Bodenverhältnissen.

Ein weiterer Vorteil ist der gute Wärmeschutz, selbst bei dünnen Hauswänden. Holz hat eine äußerst gute Isoliereigenschaft, hält im Winter die Wärme im Hausinneren und sorgt im Sommer für angenehme Kühle. Die geringe Staubbildung bringt zusätzlichen Wohnkomfort, auch für Allergiker.

Hat Holz als Baustoff auch Nachteile?

Wie so häufig: Was Vorteile hat, hat auch Nachteile.

Holz ist ein Naturprodukt und arbeitet das ganze Jahr über. Darauf muss bei der Planung besonders Rücksicht genommen werden. Rohre und Leitungen brauchen ausreichend Platz, damit es durch die Bewegung des Holzes nicht zu Schäden kommt.

Witterungseinflüsse, Schädlinge und Schimmelpilze sind weitere Gefahren für Holzbauten. Wasserschäden müssen möglichst schnell großflächig saniert werden, sonst riskiert man bleibende Schäden und im schlimmsten Fall die Zerstörung der Bausubstanz.

Holz braucht Zeit und Pflege

Um Schäden vorzubeugen, muss Holz regelmäßig behandelt und mit wasserabweisendem Lack gestrichen werden.

Nicht zuletzt ist Holz bei der Schalldämmung den steinernen Alternativen deutlich unterlegen. Durch das holztypische Knarren entsteht zusätzliche Geräuschbelästigung. Daher ist der Holzbau bei Gebäuden mit mehr als zwei Stockwerken nicht empfehlenswert. Aus Gründen der Statik gibt es dafür meist ohnehin keine Baugenehmigung.


Energieeffizienz – Wie kann ich Energie sparen und lohnt sich der Aufwand?

Der Energiebedarf eines Hauses ist eines der zentralen Themen bei Neubauten. Ein effizientes Energiekonzept schont die Umwelt und den eigenen Geldbeutel.

Bauherren sollten sich frühzeitig informieren und entsprechend planen. Es gelten gesetzliche Standards, die eingehalten werden müssen. Es kann sich aber durchaus lohnen, diese Standards noch zu übertreffen.

Was ist denn gesetzlich vorgeschrieben?

Den rechtlichen Rahmen für energieeffizientes Bauen hat die Bundesregierung mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) und dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) abgesteckt.

Kommt bald ein neues Gesetz?

Ursprünglich sollten EnEV und EEWärmeG Anfang 2018 im Gebäudeenergiegesetz (GEG) zusammengeführt werden. Dieser Plan wurde zunächst verschoben, soll aber noch 2018 umgesetzt werden.

Entscheidendes Kriterium für die energetische Bewertung eines Neubaus ist dessen Primärenergiebedarf. Dieser berücksichtigt nicht nur die Energiemenge, die ins Haus geliefert wird, sondern auch, welcher Energieträger verwendet wird und wie sich dieser auf die Umwelt auswirkt.

So erhalten erneuerbare Energien wie Solar oder Holz günstigere Einstufungen als konventionelle Energieträger wie Öl, Gas oder Kohle. Zur Bewertung der Energieeffizienz spielen auch die Warmwasserbereitung, die Lüftungsanlagen und die für den Anlagenbetrieb (Pumpen, Brenner, Regler) benötigte elektrische Hilfsenergie eine Rolle.

Dies gibt Bauherren einen gewissen Spielraum, wie sie die Vorgaben der EnEV umsetzen wollen, bspw. mit besserer Wärmedämmung oder modernerer Haustechnik.

Um die Mindeststandards der aktuellen EnEV gerade noch einzuhalten, dürfen für Beheizung und Bereitung von Warmwasser maximal 50 bis 60 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter und Jahr verbraucht werden. Häuser, die diese Vorgabe nicht erfüllen, erhalten keine Baugenehmigung.

Wie kann ich energieeffizient bauen?

Der geforderte Wärme- und Energiebedarf eines Hauses wird durch das Zusammenspiel verschiedener Bausteine erreicht. Für jeden einzelnen gelten Mindestanforderung, aber die Energieeffizienz wird immer als Ganzes bewertet. Wer bspw. eine Solaranlage nicht installieren kann oder möchte, kann dies mit einer besseren Dämmung ausgleichen.

Die fünf Bausteine für ein energieeffizientes Haus

  • Heizung: Eine gute Anlagentechnik ist die Basis eines effizienten Energiekonzeptes.
  • Wärmedämmung: Produzierte Wärme sollte möglichst nicht nach außen drängen, dazu müssen Wände und Fenster, speziell an sogenannten Wärmebrücken (Bereiche an denen Wärme typischerweise schnell nach außen transportiert wird, bspw. Balkontür) gut gedämmt und dicht bzw. entsprechend verglast sein.
  • Lüftung: Beim Lüften geht Wärme verloren. Effizienzhäuser besitzen daher eine Lüftungsanlage, die diesen Verlust minimiert bzw. Wärme zurückgewinnt.
  • Stromerzeugung: Das Erzeugen von eigenem Strom aus regenerativen Quellen, bspw. mit einer Photovoltaikanlage, hat starken Einfluss auf die energetische Bewertung eines Hauses.
  • Warmwasserbereitung: Bei veralteten Warmwassersystemen geht viel Energie verloren. Ein moderner Durchlauferhitzer, unterstützt mit Solarenergie, ist die bessere Wahl.

Ein entscheidender Faktor für den Energieverbrauch eines Hauses ist natürlich auch dessen Größe und Form. Je größer ein Raum, desto mehr Energie wird benötigt, diesen zu beheizen. Energieeffiziente Häuser sind daher kompakt und quaderförmig gebaut. Durch günstige Ausrichtung und Nutzung des natürlichen Sonneneinfalls wird weniger Energie benötigt.

Was ist ein Blower-Door-Test?

Die Luftdichtheit eines Gebäudes hat zentrale Bedeutung für dessen Energiebedarf. Um dies zu testen wird das sog. “Differenzdruck-Messverfahren” eingesetzt, mit dem Lecks in der Gebäudehülle aufgespürt werden.

Wie viel Energiesparen ist genug?

Neben dem Erfüllen der gesetzlichen Vorgaben hat energieeffizientes Bauen auch noch einen ganz entscheidenden Vorteil für Bauherren: Geld sparen.

Je weniger Energie verbraucht bzw. je mehr aus kostengünstigen Quellen produziert wird, desto geringer sind die laufenden Kosten eines Hauses. So können sich selbst hohe Anschaffungskosten langfristig auszahlen.

Die Mehrkosten eines energetisch höherwertigen Neubaus sind zudem häufig geringer als befürchtet. Bei Preisangaben ist bspw. gerne das Aufstellen eines Gerüsts enthalten – aber dies ist bei einem Neubauprojekt ja schon vorhanden.

Nicht Neubau und Sanierung verwechseln

Die Kosten für die Umrüstung einer Immobilie auf bessere Energiestandards können ganz anders ausfallen als beim Neubau.

Wer am Rande des gesetzlichen Rahmens baut, läuft Gefahr, dass das neue Haus schon wenige Jahre nach Fertigstellung bautechnisch überholt ist. Die Verbraucherzentrale empfiehlt daher, nach möglichst hohen Effizienzstandards zu bauen.

Das spart nicht nur Energiekosten, sondern sichert Bauherren auch vor Wertverlust, sollten die Effizienzstandards in Zukunft noch weiter verschärft werden. Zudem winken attraktive Fördermittel, wenn die EnEV-Anforderungen übertroffen werden.

Ist mehr immer besser?

Ein sinnvolles Energiekonzept stimmt die einzelnen Hauselemente und die äußeren Gegebenheiten aufeinander ab. Bspw. ist der Einsatz einer Solaranlage bei ungünstiger Hausausrichtung, Dachform oder einer wenig sonnigen Region nicht zu empfehlen.

Welche Fördermöglichkeiten für energieeffizientes Bauen gibt es?

Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt Zuschüsse und zinsgünstige Kredite zur Finanzierung von modernen Energiekonzepten. Die Einteilung der Energieeffizienz erfolgt nach den Modellen der sogenannten KfW-Effizienzhäuser.

Diese sind eingeteilt in drei Klassen: 55, 40 und 40 Plus. Diese Werte geben den Primärenergiebedarf eines Hauses als prozentualen Anteil von einem theoretischen Vergleichsgebäude der EnEV an. 40 Plus beschreibt dabei Energiekonzepte, die den Bedarf eines Effizienzhaus 40 noch unterbieten.

Ein KfW-Effizienzhaus 40 hat einen Jahresprimärenergiebedarf von 40 Prozent des Vergleichshauses, was ca. 30 Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche bedeutet. Je geringer der Energiebedarf, desto bessere Kreditkonditionen in Form eines Tilgungszuschusses kann man beantragen.

Eine andere Bezeichnung eines Hauses im Verbrauchsbereich des KfW-40 Standards ist das „3-Liter-Haus“.

BAFA-Förderung

Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt das Energiesparen, bspw. den Einbau moderner Heizsysteme oder den Einsatz erneuerbarer Energien.

Was ist denn ein 3-Liter-Haus?

Der Name dieses Niedrigenergiehauses nimmt Bezug auf seinen Heizölverbrauch: Ein 3-Liter-Haus benötigt pro Jahr und pro Quadratmeter maximal 3 Liter Heizöl für Heizung und Lüftung. Aber natürlich nutzt nicht jedes Haus Öl als Heizgrundlage. Der Name hat auch eher Marketinggründe. Korrekter wäre die Bezeichnung „30-Kilowattstunden-Haus“, was einem Verbrauch von 3 Litern Heizöl entspricht.

Noch mehr Energie sparen kann man mit einem Passivhaus, welches einen Jahresprimärenergiebedarf von maximal 15 kWh aufweist. Das Besondere an einem Passivhaus ist, dass es im Grunde keine Heizung benötigt, da es komplett luftdicht gebaut ist und über eine exzellente Dämmung verfügt. Das Haus wärmt sich passiv über Elektrogeräte, die Bewohner und die Sonne auf. Dabei sorgen ein Lüftungssystem und ein Wärmetauscher für gleichmäßige, aufgewärmte Frischluftzufuhr.

Die Lage ist entscheidend

Um die Sonneneinstrahlung optimal zu nutzen, sind Lage und Ausrichtung eines Gebäudes besonders wichtig. Häuser mit hoher Energieeffizienz sind daher nach Süden hin ausgerichtet und stehen verschattungsfrei. Die Fenster sind hochwertig verglast und haben einen geringen Rahmenanteil.

Getoppt wird ein Passivhaus nur noch von einem Nullenergiehaus und einem Plusenergiehaus. Bei beiden Varianten ist das Erzeugen von eigenem Strom fest in das Energiekonzept integriert.

Kann ich genug Strom produzieren um mich selbst zu versorgen?

Ein Nullenergiehaus hat per Definition eine ausgeglichene Energiebilanz. Das bedeutet aber nicht, dass man gänzlich ohne externen Strom auskommen muss. Über das gesamte Jahr hinweg gesehen muss die erzeugte Energiemenge aber genauso hoch sein wie der Verbrauch. Monate, in denen besonders viel Energie verbraucht wird, können mit überschüssiger Energie aus anderen Monaten ausgeglichen werden. Das Plus wird gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt genutzt.

Beim Plusenergiehaus ist die Energiebilanz nicht nur ausgeglichen, sondern sogar positiv. Das Bedeutet: Es wird mehr Energie erzeugt als verbraucht. Der Überschuss wird gespeichert oder in das öffentliche Netz eingespeist, also verkauft.

Wie kann man denn so viel Strom produzieren?

An erster Stelle steht die Nutzung der Sonnenenergie per Solaranlagen. Energie kann aber auch durch die Abwärme von Menschen und Geräten, Biomasse, Erdwärme, Wasser- oder Windkraft gewonnen werden. Durch die Kombination verschiedener Energiequellen wird der Energie- und Heizbedarf komplett gedeckt. Über Solaranlagen produzierter Strom kann bspw. nahezu verlustfrei in Wärme umgewandelt werden.

Damit Energie nicht unnötig verloren geht, müssen Null- und Plusenergiehäuser höchste Standards bei der Dämmung und Lüftung erfüllen, luftdicht gebaut sein und energieeffiziente Haushaltsgeräte und Beleuchtung einsetzen.

Wärmedurchgangskoeffizient

Die Dämmung eines Hauses wird mit dem Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) der Außenhülle bewertet. Dieser gibt an, wie viel Wärme bei konstantem Temperaturunterschied zwischen Außen- und Innenfläche durch die Bauelemente pro Quadratmeter strömt. Die Formel lautet: W/(m² K) (Watt pro Quadratmeter und Kelvin).

Lohnen sich Plusenergie- und Nullenergiehaus?

Als Faustregel kann man sagen:

Je besser das Energiekonzept, desto höher die Baukosten – und desto niedriger die laufenden Kosten.

Der Bau eines Plusenergiehauses ist im Vergleich zu einem konventionellen Haus ca. 15 bis 30 Prozent teurer. Demgegenüber stehen niedrigere Nebenkosten, Unabhängigkeit von Veränderungen der Strompreise und maximale staatliche Förderungen. Zudem leistet man einen Beitrag zum Schutz der Umwelt. Durch das Einspeisen von überschüssig produzierten Strom lassen sich die Kosten noch weiter senken. Dies ist allerdings heute nicht mehr so rentabel wie noch vor einigen Jahren.

Auf lange Sicht gesehen lohnt sich die Investition in ein zukunftsorientiertes Energiekonzept meist. Dies muss allerdings im Einzelfall geprüft werden. Eine umfassende Beratung eines Energie-Profis ist also absolut empfehlenswert.


Wohnen im Alter – Wie mache ich mein Haus barrierefrei?

Wer ein Eigenheim baut, möchte dort in der Regel auch eine lange Zeit wohnen. Damit dies überhaupt möglich ist, sollte man schon frühzeitig fürs Alter vorplanen.

Denn Eines ist klar:

Gegen das Älterwerden kann man sich nicht wehren, man kann sich aber darauf vorbereiten.

Das Stichwort für altersgerechtes Bauen ist: Barrierefreiheit.

Was bedeutet „barrierefrei“ eigentlich genau?

Damit Wohnraum als „frei von Barrieren“ eingestuft werden kann, muss dieser weitgehend von jedem ohne fremde Hilfe zugänglich sein, unabhängig von der Art der Einschränkung. Das heißt, es dürfen keine Hindernisse wie Schwellen, steile Treppen oder zu enge Durchgänge vorhanden sein.

Barrierefreiheit ist ein gesetzlich definierter Begriff und in der Baunorm DIN 18040-2 festgelegt. Dies ist wichtig bei dem Bau von Fertighäusern. Achten Sie darauf, dass Ihr Anbieter tatsächlich von „barrierefrei“ bzw. der angesprochenen Norm spricht. Die Bezeichnung „behindertengerecht“ ist weniger hilfreich und auch nicht zeitgemäß. Die Anzahl der möglichen „Behinderungen“ ist groß und die individuellen Anforderungen können ganz unterschiedlich sein.

Berücksichtigungen der Baunorm DIN 18040-2

  • Altersbedingte Einschränkungen
  • Sehbehinderung
  • Hörbehinderung
  • Motorische Einschränkungen
  • Kognitive Störungen
  • Erforderlichkeit von Mobilitätshilfen und Rollstühlen
  • Groß- und Kleinwüchsigkeit
  • Leben mit Kindern und Kinderwagen

Auf die Bezeichnung kommt es an

Begriffe wie „altersgerecht“, „barrierearm“ oder „schwellenreduziert“ sind nicht gesetzlich definiert und bieten keine rechtliche Sicherheit. Zum Beispiel macht eine ebenerdige Dusche alleine ein Badezimmer noch lange nicht frei von Hindernissen.

Heißt barrierefrei automatisch auch rollstuhlgeeignet?

Jein. Zwar macht die DIN 18040-2 Vorgaben, wie „rollstuhlgerechter“ Wohnraum auszusehen hat, die Bezeichnung „barrierefrei“ schließt dies aber nicht zwingend mit ein.

Entscheidend ist die Bezeichnung:

„barrierefrei und uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbar“

Rollstuhlgerechter Wohnraum erfüllt also automatisch den Standard der Barrierefreiheit, nicht aber umgekehrt. So gelten Türdurchgänge mit einer Breite von 80 cm, Bewegungsflächen von 120 x 120 cm (z. B vor Sanitäranlagen) als barrierefrei – rollstuhlgerechte Türen müssen aber 90 cm breit, Bewegungsflächen 150 x 150 cm groß sein.

Warum sollte ich barrierefrei bauen?

Sollten Sie noch überlegen, ob sich ein barrierefreier Bau wirklich lohnt, liefern wir Ihnen hier vier gute Gründe für einen barrierefreien Hausbau.

  • Vorsorge: Das Leben ist nicht immer vorhersehbar – ein Unfall kann die Lebenssituation schlagartig verändern. Sicherlich muss man nicht immer von dem Schlimmsten ausgehen, aber es hilft trotzdem, vorbereitet zu sein. Das betrifft gar nicht mal nur negative Fälle. Auch auf ungeplanten Nachwuchs ist man mit dem Ausschließen von Stolperfallen und anderen Hindernissen bestens vorbereitet.
  • Finanzielle Sicherheit: Ein Haus im Nachhinein barrierefrei umzubauen ist deutlich teurer, oder eventuell gar nicht in vollem Umfang möglich. Niemand möchte gerne aus der vertrauten Umgebung ausziehen müssen.
  • Unabhängigkeit: Wer das eigene Haus zu Rentenbeginn abbezahlt hat und dort weiterhin wohnen kann, sichert sich einen wichtigen Bestandteil der Altersvorsorge.
  • Wiederverkaufswert: Muss das Eigenheim doch vorzeitig verkauft werden, etwa bei einem berufsbedingten Umzug, erzielt ein barrierefreies Haus einen deutlich höheren Verkaufspreis.

Wie sieht ein barrierefreies Haus aus?

Wann ein Haus tatsächlich uneingeschränkt nutzbar ist, hängt immer auch vom Einzelfall ab. Die Anforderungen verschiedener Einschränkungen können schließlich ganz unterschiedlich sein. Eines der häufigsten Themen sind aber Häuser mit mehreren Etagen.

Sechs Faktoren für ein barrierefreies Haus.

Da jede Treppe natürlich ein potentielles Hindernis darstellt, wird für barrierefreies Bauen gerne das Bungalow als einstöckige Hausform empfohlen. Es geht aber auch anders – Ein mehrgeschossiges Haus kann genauso barrierefrei sein, dies sollte nur von Anfang an geplant werden.

Das bedeutet nicht, dass Treppenlifte und Aufzüge von Anfang an eingebaut werden müssen. Der Platz dafür sollte aber schon mal geplant bzw. vorbereitet werden, bspw. mit entsprechenden Schächten in den Wänden.

Tipp: Abstellräume nutzen

Ein eingeplanter Aufzugsschacht kann auf jeder Etage als Abstellraum genutzt werden, bis dann dort irgendwann der Aufzug eingebaut wird.

Sechs Faktoren des barrierefreien Bauens

Faktor 1: Grundriss und Raumplanung

Sämtliche Räume sollten großzügig und offen geplant werden. Das Mindestmaß dafür ist der Wendekreis eines Rollstuhls. Besonders wichtig ist dies in Räumen, die typischerweise eher klein sind, z. B. Badezimmer und Küche. Ein offenes Wohnkonzept bietet Flexibilität und kann leicht auf individuelle Bedürfnisse angepasst werden. Zudem sorgt man so für bessere Lichtdurchflutung, was besonders bei Sehbehinderungen wichtig ist.

Um rollstuhlgerecht zu bauen, sollten robuste Bodenbeläge mit einem niedrigen Rollwiderstand eingesetzt werden. Trotzdem muss der Boden rutschfest sein, auch wenn er mit Feuchtigkeit in Berührung kommt.

Faktor 2: Schwellen, Durch- und Übergänge

Die Zugänglichkeit zu sämtlichen Räumen und Außenbereichen (Terrasse, Balkon) eines Hauses ist ein wichtiges Kriterium für die Barrierefreiheit. Dazu müssen Türen, Über- und Durchgänge schwellenlos und breit genug sein. 

Lässt sich ein Höhenunterschied nicht vermeiden, sollten potentielle Stolperfallen durch den Einsatz von Rampen vermieden werden – sowohl beim Hauseingang als auch bei Treppenstufen, die Niveauunterschiede innerhalb des Hauses ausgleichen.

Gefahrenquellen kennzeichnen

Nicht jede Gefahr lässt sich im Keim ersticken. Mit Hilfe von kontrastreichen Kennzeichnungen kann man aber vorbeugen.

Faktor 3: Treppen

Treppen sollten mit einem stabilen Handlauf ausgestattet, nicht zu steil, ausreichend breit und möglichst gerade sein. Dies spielt auch bei dem späteren Einbau eines Treppenlifts eine Rolle. Bei schmalen, verwinkelten Treppen ist ein Nachrüsten deutlich komplizierter bzw. teurer.

Faktor 4: Schalter und Griffe

Griffe, Schalter, Türklinken, Klingel, Gegensprechanlage und andere Bedienelemente müssen für Rollstuhlfahrer (oder auch Kinder) problemlos erreichbar sein. Ein gutes Maß ist eine Höhe von 85 cm. Eine kontrastreiche Markierung hilft zudem bei Einschränkungen der Sehfähigkeit.

Faktor 5: Haustechnik

Technik erleichtert unseren Alltag, dies gilt auch bei der Barrierefreiheit: Rufanlagen, Raumklima-Steuerung, Fernbedienungen, intelligente Sturzerkennung, Assistenz- und Notrufsysteme – die Elektronikindustrie entwickelt sich permanent weiter. Lassen Sie sich beraten, welche technischen Neuerungen für Ihr Haus in Frage kommen.

Akustische Signale wie Klingel und Telefon können zudem durch optische Signale ergänzt werden, um somit Hörgeschädigte zu unterstützen.

AAL fürs Alter

„Ambient Assisted Living“ (AAL) bedeutet soviel wie „umgebungsunterstütztes Leben“ und steht für Produkte, Konzepte und Dienstleistungen, die neue Technologien in den Alltag einführen, um die Lebensqualität und -sicherheit zu erhöhen, vor allem im Alter.

Faktor 6: Bad und Küche

Aufgrund ihrer zentralen Bedeutung für die Barrierefreiheit werden Bad und Küche hier gesondert hervorgehoben. Grundvoraussetzung ist eine ausreichend große Bewegungsfläche.

Arbeitsflächen, Schränke und Armaturen sollten optimalerweise höhenverstellbar und unterfahrbar sein oder zumindest teilweise in rollstuhlgerechter Höhe angebracht werden. Natürlich ist dies nicht immer möglich bzw. praktisch. Hier lässt sich vieles auch nachrüsten.

Mindestausstattung im Bad sind Montageplatten für Haltegriffe an WC, Wanne, Waschtisch und Dusche. Eine bodentiefe und damit befahrbare Dusche gehört ohnehin zum Standard moderner Sanitärgestaltung.

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Viele Grundstrukturen des barrierefreien Wohnens, wie offener, lichtdurchfluteter Wohnraum, sind ohnehin sehr beliebt und Teil moderner Wohnraumkonzepte.

Was kostet Barrierefreiheit?

Barrierefrei zu bauen bedeutet zusätzlichen Aufwand, sowohl bei Planung als auch Umsetzung eines Bauprojekts. Für Bauherren heißt dies: Höhere Kosten.

Um ausreichend Bewegungsfläche zu gewährleisten, wird mehr Fläche benötigt. Allerdings gehört ein offenes Wohnraumkonzept ohnehin zur modernen Hausplanung. Als tatsächlichen Mehrbedarf an Fläche kann man etwa fünf Prozent rechnen.

Die Kosten, die ein barrierefreier Bau mit sich bringt, sind aber häufig gar nicht so hoch wie befürchtet. Laut einer Studie des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) machen diese nur ca. ein Prozent der Gesamtbaukosten aus. Allerdings beruht diese Rechnung auf ein fünfstöckiges Mehrfamilienhaus. Für Einfamilienhäuser gelten etwas andere Werte und sowieso sind die tatsächlichen Kosten stark vom Einzelfall abhängig.

Ein realistischer Wert, mit dem man auf der sicheren Seite ist, sind 3 – 5 Prozent Mehrkosten.

Ganz sicher ist aber: Ein barrierefreier Umbau ist immer deutlich teurer als wenn die Voraussetzungen dafür schon beim Bau getroffen wurden. So kann das einstige Traumhaus schnell zur Kostenfalle werden oder es droht ein Umzug.

Daher gilt: Bei sorgfältiger und frühzeitiger Planung ist barrierefreies Bauen kein Kostentreiber. Im Gegenteil: Man sorgt für Sicherheit, Komfort, Unabhängigkeit und steigert den Marktwert einer Immobilie.

Checkliste zur Barrierefreiheit

Ist mein Haus barrierefrei? Unsere Checkliste verrät es Ihnen. Hier downloaden.


Smart Home – Macht schlaue Technik das Leben einfacher?

Heizungen, die sich ausschalten, sobald man das Haus verlässt und das Zuhause auf Wohlfühltemperatur bringen wenn man sich nähert, Lampen, die sich der Außenbeleuchtung anpassen und eine Kaffeemaschine, die pünktlich zum Weckerklingeln Kaffeeduft im Haus verbreitet. 

Alles Stoff für Science Fiction-Filme? Mitnichten. Die Gegenwart heißt: Smart Home. Ein intelligentes Zuhause nimmt seinen Bewohnern viel Arbeit ab, spart Zeit und sorgt für mehr Wohnkomfort.

Drei Vorteile der Smart Home Technik: Energiesparen, Sicherheit und Komfort.

Ich kann mein Licht doch auch selber ausschalten?

Es geht bei smarten Häusern längst nicht mehr nur darum, ein paar technische Spielzeuge zu verbauen. Die wachsende Bedeutung von Energieeffizienz und Barrierefreiheit beim Hausbau hat viele sinnvolle Neuerungen hervorgebracht – und zugegebenermaßen auch einige Spielereien.

Um diese zu nutzen, muss man kein Technik-Experte sein. Im Gegenteil: Im Idealfall bekommt man von der Technik gar nichts mit, sondern genießt einfach nur das Ergebnis.

Welche Vorteile hat ein Smart Home?

Damit der Technologie-Einsatz nicht nur smart, sondern auch sinnvoll ist, ist ein intelligentes Haus individuell an seine Bewohner angepasst. Es hilft beim Energiesparen, steigert den Wohnkomfort und sorgt für mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden.

Drei gute Gründe für ein smartes Zuhause

  • Komfort: Ein intelligentes Zuhause kann bequem von der Couch aus gesteuert werden oder erledigt die Arbeit ganz von alleine.
  • Energiesparen: Durch die Vernetzung der Haustechnik und dem Anpassen an äußere Einflüsse lässt sich der Energiebedarf eines Hauses deutlich reduzieren.
  • Sicherheit: Kameras, Warn- und Notrufsysteme schützen vor Einbrüchen und organisieren Hilfe bei häuslichen Unfällen.

Mein Haus hilft mir beim Energiesparen?

Technik benötigt Strom – logisch. Strom kostet Geld – auch logisch.

Der größere Teil der Nebenkosten entfällt in den meisten Haushalten aber auf die Heizkosten. Und hier kommt das smarte Haus so richtig zum Strahlen.

Das automatische Herunterregeln der Heizung in der Nacht ist heute nichts Besonderes mehr. Smart Home Technologie kann aber noch viel mehr: Jedes Zimmer hat eine intelligente Steuerung, die weiß, wann der Raum genutzt wird und entsprechend beheizt werden muss.

Dabei kommt nicht nur die Heizung selbst zum Einsatz. Automatisierte Jalousien sorgen durch optimales Ausnutzen der Sonnenenergie für die individuelle Wohlfühltemperatur – zu jeder Tages- und Jahreszeit – und halten im Winter die Wärme im Raum. In Lüftungsphasen macht die Heizung Pause, um nicht unnötig Energie zu verbrauchen. Wird ein Fenster gekippt, reguliert sich die Heizung automatisch. Und wird die Heizung gar nicht gebraucht, schaltet sie sich einfach ab.

Das gilt auch für andere Energieverbraucher. Verlässt der letzte Bewohner das Zuhause, schalten sich Beleuchtung, Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik aus und die Fenster schließen sich automatisch.

Stromfresser wie Geschirrspüler, Waschmaschine und Trockner arbeiten dann, wenn dies am günstigsten ist, etwa wenn die Solaranlage überschüssigen Strom produziert hat oder zu Zeiten, an denen der Strompreis besonders günstig ist.

Smarter Stromverbrauch

Um zeitvariable Stromtarife nutzen zu können, benötigt man einen „Smart Meter“, einen intelligenten Stromzähler. Dieser misst den Stromverbrauch zu verschiedenen Tageszeiten.

Ist ein intelligentes Haus sicherer?

Ein Einbruch kann großen Schaden verursachen, nicht nur finanziell, sondern auch psychologisch.

Alarmanlagen wehren ungebetene Gäste ab. Kameras mit Bewegungssensoren überwachen die Eingänge und lassen sich vom Smartphone aus steuern. Und Zutrittskontrollsysteme informieren Anwohner per SMS, wenn sich jemand an den Fenstern zu schaffen macht.

Mindestens genauso wirkungsvoll ist die Abschreckung, so dass es gar nicht erst zum Einbruchsversuch kommt. Durch zeitgesteuerte Beleuchtung und dem automatischen Öffnen und Schließen der Rollläden wird Anwesenheit vorgetäuscht und Eindringlinge fern gehalten.

Achtung: Monatliche Kosten

Einige Anbieter von Videoüberwachungssystemen verlangen eine monatliche Gebühr für die zeitweise Speicherung der Daten.

Smarte Technologie kann noch mehr: Kameras und Sensoren informieren, ob die Kinder zuhause angekommen sind und die Großeltern zur gewohnten Zeit das Bett verlassen haben. Notrufsysteme erkennen häusliche Unfälle und Stürze – Rauchmelder lösen zusätzlichen optischen Alarm aus, rufen automatisch Hilfe und entriegeln die Eingangstür.

Wie macht smarte Technologie das Leben angenehmer?

Die ständige Wohlfühltemperatur und ein erhöhtes Sicherheitsgefühl sorgen bereits für ein Plus beim Wohnkomfort – doch das ist längst nicht alles!

Eine smarte Lichtsteuerung passt sich dem individuellen Tagesrhythmus an und sorgt jederzeit für stimmungsvolle Beleuchtung. Kühlschränke helfen Einkaufslisten zu erstellen, Waschmaschinen dosieren und bestellen Waschmittel automatisch, Staubsauger-Roboter werden aktiv, sobald kein Bewohner mehr im Haus ist, das Multimedia-System spielt die passende Musik zur Tageszeit und schaltet sich leise, sobald jemand an der Tür klingelt. Und der Nachwuchs kann den angefangenen Film auf einem anderen Gerät weiterschauen, wenn die Eltern sich im Wohnzimmer unterhalten möchten.

Gesteuert wird das alles per Tablet oder Smartphone – von der Couch oder sogar von unterwegs.

Die drei häufigsten Sorgen bei der Smart Home-Planung

Sorge 1: Die Anschaffungskosten sind so hoch, dass sich die Energieeinsparung gar nicht lohnt!

Durch smarte Gerätesteuerung lassen sich ca. 30 bis 40 Prozent der Energiekosten einsparen. Der genaue Wert und wie viel Geld dies tatsächlich bedeutet, hängt natürlich ganz wesentlich vom Einzelfall ab. Je nach Verbrauch, Energieeffizienz des Hauses und weiteren Faktoren kann der Einsatz verschiedener Technologien mehr oder weniger sinnvoll sein. Ein intelligenter Stromzähler bspw. braucht eine Weile, bis Anschaffungskosten und Tarifaufschlag amortisiert sind – wenn überhaupt.

Sorge 2: Hacker können auf mein Haus zugreifen!

Tauscht man mit einer smarten Haussteuerung physische gegen digitale Einbrecher?

Klar, die Vernetzung der Haustechnik bietet Angriffsfläche, besonders bei einer Verbindung mit dem Internet. Die Hersteller sind sich dieser Gefahr aber bewusst, schirmen ihre Technik vor Angriffen ab und entwickeln sie ständig weiter. Zudem muss ein Smart Home nicht zwingend mit dem Internet verbunden sein – nur, wenn eine Steuerung von unterwegs gewünscht ist. Und auch dafür lassen sich private Netzwerke (VPN) einrichten.

Fünf Fragen zur digitalen Sicherheit

  • Kommunizieren die Geräte untereinander verschlüsselt?
  • Bietet der Hersteller regelmäßige Sicherheits-Updates an?
  • Ist eine Internetverbindung zwingend erforderlich?
  • Kann ich Daten lokal speichern, statt in einer Cloud?
  • Werden Daten an den Hersteller übertragen?

Für die Sicherheit eines Smart Homes ist es von Vorteil, wenn das komplette System aus einer Hand stammt. Umso wichtiger, dass das Konzept dafür schon vor dem Bau erstellt wird. Eine Nachrüstung einzelner Elemente bringt immer zusätzliche Schwierigkeiten mit sich.

Sorge 3: Technik geht kaputt, macht abhängig und ist sowieso unnötig!

Skepsis gegenüber Neuerungen liegt in der Natur des Menschen. Und ob etwas wirklich notwendig oder nur Spielerei ist, lässt sich ohnehin nicht einheitlich beantworten. Viele befürchten, dass Sie von der neuen Technik abhängig und ihr somit ausgeliefert sind. Aber natürlich bleibt die manuelle Einstellung von Heizung und Co. weiterhin möglich.

Der bloße Einsatz von Technik macht ein Haus aber noch lange nicht schlau, sondern das sinnvolle Zusammenarbeiten der einzelnen Elemente. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Smart Home Anbieter regelmäßig Updates sowie Support anbietet.

Was kostet ein intelligentes Haus?

Die wenig befriedigende Antwort lautet: Von sehr wenig bis sehr viel ist alles möglich.

Funkgesteuerte Einsteigersysteme gibt es schon ab 200 – 300 Euro. Eine intelligente Lichtsteuerung zum Beispiel ist damit schon problemlos möglich.

Für die Steuerung eines kompletten Hauses ist aber eine Verkabelung sinnvoll, die schon beim Bau integriert wird. Ein solches System ist zuverlässiger und kann auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten werden. Die Kosten hängen ganz wesentlich vom Umfang des Systems und der Größe des Hauses ab. Die Spanne geht dabei von wenigen tausend bis zu 10.000 Euro und noch mehr.

Für eine Vollausstattung kann man als grobe Faustregel ca. 7 bis 10 Prozent der gesamten Baukosten berechnen.

So viel? Lohnt sich das denn?

Wohnkomfort ist nicht in Zahlen auszudrücken, Sicherheitsgefühl ebenso. Letztlich muss also jeder selbst entscheiden, wie viel Smart Home sich tatsächlich lohnt. Energiekosten lassen sich um ca 30 bis 40 Prozent reduzieren, wobei es hier auf das Gesamtenergiekonzept des Hauses ankommt.

Wirklich intelligent ist smarte Technologie nur, wenn Sie sinnvoll zusammenarbeitet und auf Haus und Bewohner abgestimmt ist.

Smart Home richtig planen

Im ersten Schritt sollten Sie sich überlegen (und aufschreiben), was ihr smartes Haus eigentlich können soll. Alles Weitere besprechen Sie dann mit Ihrem Architekten bzw. Bauunternehmen.


Die 9 häufigsten Baumängel und wie Sie sich davor schützen können

Baumängel sind ärgerlich: Sie kosten nicht nur Zeit und Geld, sondern auch kostbare Nerven. Vom Keller bis zum Dach kann vieles schiefgehen. Doch wenn der Bauherr die größten Gefahrenquellen rechtzeitig erkennt, können diese umgehend behoben werden – oder gar nicht erst entstehen.

Baumangel 1: Feuchter Keller

Ein klassischerweise mangelanfälliger Bereich ist der Keller. Das häufigste Problem: Feuchtigkeit.

Sind Fundament oder Kellerwände nicht ausreichend abgedichtet, kann es zu Schimmelbildung und schwerwiegender Beschädigung der tragenden Wände kommen. Gründe gibt es viele: Fehler bei der Planung, der Materialwahl oder auch der Umsetzung auf der Baustelle. Ein undichter Keller wird schnell zur Kostenfalle.

Am Anfang der Planung müssen die Bodenverhältnisse geklärt und der sogenannte Bemessungswasserstand bestimmt werden. Dieser gibt den höchsten zu erwartenden Grundwasserstand (HGW) an. 

Von oben und von unten

In den HGW fließt neben dem Grundwasser auch die zusätzliche Belastung durch Regen und Schnee mit ein. 

Auskunft über den statistischen Grundwasserstand der letzten 50 – 100 Jahre erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Landesamt. In einigen Bundesländern ist dies auch online möglich. Besser ist aber, noch vor dem Grundstückskauf ein Bodengutachten zu beantragen. Erst nachdem die Wasserverhältnisse geklärt sind, können Abdichtung und Wärmedämmung geplant werden. 

Wohnung, Hobbyraum oder Abstellkammer?

Im Fokus der Kellerplanung: Wie soll das Untergeschoss genutzt werden?

Je nach Nutzung gelten unterschiedliche Anforderungen an die Abdichtung der Außenhülle. Beheizte Räume neigen durch den Temperaturunterschied zum umliegenden Erdbereich eher zu Feuchtigkeitsproblemen und damit Schimmelbildung.

Von innen und von außen

Um Feuchtigkeit durch aufsteigendes Kondenswasser zu verhindern, werden spezielle Folien, sogenannte Dampfsperren, in die Wände integriert.

Wie kann ich mich davor schützen?

Ein Keller entsteht in mehreren Arbeitsschritten, von denen jeder Einzelne genau kontrolliert werden sollte. Für Laien ist dies kaum möglich. Daher ist unser Rat einmal mehr: Holen Sie sich einen Profi mit ins Boot, der ein wachsames Auge auf den Kellerbau wirft.

Baumangel 2: Ungeschützter Sockelbereich

Eine ebenfalls äußerst empfindliche Stelle am Haus ist der Gebäudesockel. Dieser muss Bodenfeuchte, Sonne, Regen und Schnee standhalten.

Doch auch wetterunabhängige Einflüsse sind nicht zu unterschätzen: ein angelehntes Fahrrad, verlegte Steinplatten oder ein Tritt gegen die Wand – Alles, was drückt und stößt, kann die Fassade beschädigen – wenn der Schutz fehlt.

Putz ist häufig von mangelndem Witterungsschutz betroffen und Spritzwasser kann in die Wand eindringen. Beim Anbringen des Schutzes muss unbedingt auf die vorgeschriebene Mindesthöhe der Abdichtung geachtet werden. Auch Grundierungen und zusätzliche Dämmplatten fehlen oftmals oder werden falsch eingesetzt. 

Schutzeinrichtungen werden individuell geplant – man sollte sich jedoch immer an die Vorgaben der jeweiligen Bauweise halten. 

Was ist mit anderen Belastungen?

Drücken, Stoßen, Schürfen – diese Arten von Belastung werden im Bereich des Sockels oft außer Acht gelassen. Eine beschädigte Fassade kann das Gebäude aber nicht ausreichend vor den äußeren Einflüssen schützen. 

Wie kann ich mich davor schützen?

Eine Noppenbahn und andere Schutzmaßnahmen sorgen dafür, dass der Gebäudesockel unbeschädigt bleibt. Da hier zwei Gewerke aufeinander treffen – Bauwerksabdichtung und Fassadenputz – sind gute Absprachen und exakte Ausführungen besonders wichtig.

Baumangel 3: Bröckelnder Außenputz

Die Fassade ist das Gesicht des Hauses – in vielen Fällen bröckelt sie.

Risse im Putz sind nicht zu unterschätzen. Was zunächst nach Schönheitsmakeln aussieht, wird schnell zum ernstzunehmenden Problem: Neben seiner gestalterischen Funktion, dient ein Außenputz als Wetterschutz. Weist dieser Risse auf, sind die Bauteile nicht mehr vor Schlagregen und Wind geschützt. 

Moderne Baustoffe wie Putz und Mörtel sind komplex und fordern eine exakte Verarbeitung – ansonsten sind Baumängel vorprogrammiert. Auch eine Kombination aus womöglich ungeeigneten Produkten verschiedener Hersteller kann zu Rissen in Putz und Mauerwerk führen. 

Wie kann ich mich davor schützen?

Bei Außenputz und Mörtel stets die Herstellervorgaben einhalten. Bei der Beauftragung einer Handwerksfirma sollten Sie zunächst Referenzobjekte anschauen und die Vorstellungen vertraglich festhalten.

Baumangel 4: Undichte Gebäudehülle

Entweicht warme Luft aus dem Inneren des Gebäudes durch die Gebäudehülle, dringt sie in die Wärmedämmung und das Mauerwerk der Außenwände ein. Durch den Temperaturunterschied von Innen und Außen kühlt die Luft ab und kondensiert. Die Folgen: Schimmelbildung, schlechteres Dämmverhalten, Energieverlust und sogar Zerstörung der Bausubstanz.

Die Gebäudehülle muss luftdicht sein. Das bedeutet: die Dampfsperre darf an keiner Stelle der Gebäudehülle unterbrochen werden. Oft wird die Folie aber lückenhaft verklebt oder es werden Klebereste verwendet – eine ausreichende Leistung ist nicht mehr gewährleistet.

Die größte Fehlerquelle liegt im ausgebauten Dachgeschoss: Baumängel finden sich unter anderem an Giebel, Kamin, Entlüftungsrohren und Dachluken. Außerdem häufig unterschätzt: der Einbau einer Bodeneinschubtreppe zum Dachboden. Eine falsch eingebaute Treppe bildet ein großes Leck in der Luftdichtheitsschicht.

Wärme steigt nach oben

Befindet sich über dem beheizten Obergeschoss ein unbeheizter Dachboden, steigt durch den Temperaturunterschied die Schimmelgefahr. Umso wichtiger, dass die verbindende Treppe fachgerecht abgedichtet wird.

Wie kann ich mich davor schützen?

Die Luftdichtheit wird durch sogenannte Blower-Door-Tests überprüft. Bei dem Verfahren wird Luft in das Gebäude geblasen: es kann gemessen werden, wie viel Druck nach außen verloren geht bzw., ob Luft nach Innen strömt.

Baumangel 5: Wärmebrücken an Fenster und Türen

Fenster und Türen sind Teil der Gebäudehülle und bieten damit ein ähnliches Problempotential.

Eine mangelhafte Montage produziert Wärmebrücken, oft auch Kältebrücken genannt. Dies sind Stellen, an denen Wärme schneller nach außen transportiert wird als durch die angrenzenden Bereiche. Oder anders ausgedrückt: Es zieht.

Energie geht verloren und Feuchtigkeit kann eindringen. Die Dichtigkeit der Fenster selbst ist dabei nur selten die Ursache, sondern meist ist es der Übergang zwischen Fenster und Wand. Die energetisch optimale Einbauposition eines Fensters liegt in der Dämmebene. Bei der Montage ist die richtige Fugenausbildung von entscheidender Bedeutung: Diese muss umlaufend luftdicht sein und nach Außen hin vor Schlagregen schützen. 

Der Monteur hat Schuld - nicht immer

Größe und Gewicht eines Einbauelements stellen eine Belastung für die umliegenden Bereiche dar. Daher muss der Einbau sorgfältig geplant sein und zu Dämmkonzept und Bausubstanz der Außenwand passen.

Das alles hilft natürlich nicht, wenn Fenster und Tür nicht richtig schließen. Ein verzogener Rahmen oder Verunreinigungen durch Bauarbeiten beeinträchtigen die Bedienung und produzieren Wärmebrücken. Mit einem einfachen Öffnen und Schließen kann man dies testen.

Wie kann ich mich davor schützen?

Wärmebrücken können durch sogenannte Thermografie-Aufnahmen sichtbar gemacht werden. Mit einer Wärmebildkamera werden kalte und warme Bereiche farblich gekennzeichnet.

Baumangel 6: Risse im Estrich

Der Fußboden setzt sich aus mehreren Schichten zusammen: Der Untergrund für den Fußbodenbelag ist Estrich. Durch Verarbeitungsfehler oder falsche Materialzusammensetzung entstehen Risse. Die Folge: deutlich wahrnehmbare Knarz-Geräusche beim Begehen und Schallbrücken zu tiefer gelegenen Etagen.

Hersteller schreiben eine Mindestdicke vor. Wird diese nicht eingehalten, ist die Schicht instabil und kann brechen. Risse im Estrich können aber durchaus gewollt sein, wenn Sie an der richtigen Stelle entstehen.

Gute und schlechte Risse

Estrich wird schwimmend verlegt, Bewegungen sind unvermeidbar. Dehnungsfugen gleichen dies aus und produzieren Sollbruchstellen. Damit dies nach Plan verläuft, müssen die Fugen ausreichend dimensioniert und korrekt platziert werden.

Eine häufige Quelle für Bodenprobleme ist eine zu geringe Trocknungszeit. Der Einzug rückt näher, die Möbel werden geliefert – doch der Bodenbelag fehlt noch. Estrich kann aber nur vollständig und dauerhaft belastet werden, wenn keine Restfeuchte mehr vorhanden ist. Aus Zeitmangel wird darüber gerne mal hinweg gesehen und der Bodenbelag wird trotzdem verlegt.

Neben der angesprochenen Geräuschbelastung kann sich dadurch auch Schimmel bilden. Fällt dies erst nach Ablauf der Gewährleistungsfrist auf, zahlt man doppelt. Wie lange ein Estrich zum Trocknen braucht, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Verlegeart, Dicke, Raumklima, Lüftungsverhalten und Beheizung.

Wie kann ich mich davor schützen?

Liegt Bodenbelag erst einmal, kann man Mängel am Estrich nicht mehr ohne Weiteres erkennen. Bauherren müssen also schon während der Bauphase aufpassen. Restfeuchte kann mit einem sogenannten Calciumcarbid-Messgerät (CM) ermittelt werden.

Baumangel 7: Undichte Lüftungsanlagen

Mit der Installation der Haustechnik können sich viele Baumängel in das Gebäude einschleichen: fehlerhaft gedämmte Leitungen, undichte Lüftungsanlagen und falsch dimensionierte Heizungssysteme. 

Lüftungsanlagen sind verantwortlich für die Zufuhr von Frischluft und regulieren in Nassbereichen die Luftfeuchtigkeit. Durch Wärmerückgewinnung wird außerdem Energie eingespart. Ungeeignete Materialien oder ein mangelhafter Einbau von Wanddurchführungen sorgen aber für Luftströme an den falschen Stellen. So wird das Energiesparpotential gemindert und über die Luft kann Feuchtigkeit in die Bauteile eindringen. 

Wie kann ich mich davor schützen?

In der Regel ist nicht die Lüftungsanlage selbst das Problem, sondern ein fehlerhafter Einbau. Daher hilft nur eine fachmännische Kontrolle der Montage.

Baumangel 8: Schlechte Entwässerung auf Balkon und Terrasse

Was bei Sonnenschein so schön ist, kann bei Regen so gefährlich sein: Anstauendes Wasser greift die Fassade an. Daher sollte so wenig Wasser wie möglich an die Außenwände gelangen. Ein Gefälle von mindestens 2 % schafft Abhilfe – das Wasser fließt vom Haus weg. Leider wird diese Regel oft missachtet: die Steigung ist zu schwach oder in einigen Fällen sogar in Richtung Gebäude geneigt. 

Wie kann ich mich davor schützen?

Unebenheiten im Gefälle müssen vermieden werden, um für einen konstanten Abfluss zu sorgen. Drainagen unterstützen den Fluss in die richtige Richtung. Entwässerungsrinnen an Türschwellen verhindern, dass dort Wasser ins Gebäudeinnere fließen kann.

Baumangel 9: Undichtes Dach

Noch immer ist das Flachdach das Sorgenkind unter den Dächern. Eine verbreitete Meinung: das Dach ist nicht dicht. Der schlechte Ruf liegt nicht an der Dachform selbst, denn im Grunde ist dieses Dach für absolute Dichtheit konzipiert. Das Problem: kleine Fehler verursachen große Bauschäden. Sind Schweißnähte nicht sachgemäß durchgeführt oder Lichtkuppeln nicht hundertprozentig abgedichtet, kann Feuchtigkeit eindringen.

Wasser auf dem Dach lässt sich nicht vermeiden. Ein Flachdach hat nicht den natürlichen Abfluss eines Satteldaches, sollte aber trotzdem ein leichtes Gefälle von mindestens 5 % aufweisen, damit sich das Wasser nicht sammeln kann.

Bei den Abdichtungsarbeiten auf der Baustelle sollten Dichtungsmassen verwendet werden, die lange haltbar sind. Materialwechsel bei der Dachabdichtung führen zu Materialunverträglichkeiten – eine langfristige Abdichtung ist nicht mehr gewährleistet. Im Bereich der Lichtkuppeln sollten Dämmstoffplatten eingesetzt werden.

Was ist mit anderen Dachformen?

Bei Sattel- und Pultdächern kommt es überwiegend zu Mängeln in Hinblick auf die Luftdichtheit. Die Dampfbremse wird oftmals lückenhaft angebracht, sodass Kondenswasser eintritt und die Dämmschicht feucht wird. In vielen Fällen wird die Dampfbremse auch oberhalb der Sparren angeordnet, sodass sich kein ordnungsgemäßer Anschluss an die Außenwand mehr ergeben kann. 

Wie kann ich mich davor schützen?

Mittlerweile gibt es viele Verfahren, um die Dachabdichtung verschiedener Dachformen zu überprüfen. Kostengünstige Dach-Lösungen stellen sich dabei meist im Nachhinein als teurer heraus. Detaillösungen erfordern viel Sorgfalt und Fachwissen.


Welche Versicherungen sollte ich beim Hausbau abschließen?

Beim Bau kann vieles schief gehen – Unfälle, Naturgewalten oder Fehlverhalten können die Kosten in die Höhe treiben und im schlimmsten Fall den finanziellen Ruin bedeuten.

Wichtige Versicherungen beim Hausbau.

Die gute Nachricht: Vor all diesen Stolpersteinen kann man sich schützen bzw. dagegen versichern. Wir stellen Ihnen die sechs wichtigsten Versicherungen für private Bauherren vor:

Bauherrenhaftpflichtversicherung

Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung schützt Bauherren vor Haftungsansprüchen bei Personen-, Sach- oder Vermögensschäden, die durch die Baustelle entstanden sind. Ist ein Fußgänger auf dem verschmutzten Gehweg ausgerutscht oder aufgrund schlechter Beleuchtung gestolpert? Oder wurde ein Auto durch herabfallendes Werkzeug beschädigt? Das kann schnell sehr teuer werden.

Sie sind für die Absicherung Ihrer Baustelle verantwortlich. Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung ist daher absolute Pflicht für jeden Bauherren. Möglicherweise ist das Risiko bei Bauvorhaben aber bereits durch die private Haftpflicht abgedeckt.

Bauleistungsversicherung

Die Bauleistungsversicherung zahlt bei Schäden am Gebäude selbst, solange sich dieses in der Roh-, Aus- oder Umbauphase befindet. Dazu gehören Schäden durch Naturereignisse wie Sturm und Regen, aber auch Diebstahl und Vandalismus. Erstattet werden die zusätzlichen Material- und Arbeitskosten, die durch den notwendigen Wiederaufbau entstehen.

Wohngebäudeversicherung

Nach dem Einzug schützt die Wohngebäudeversicherung vor Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Explosion oder Hagel. Dies ist nicht nur sinnvoll, sondern wird von einigen Banken für die Kreditbewilligung sogar gefordert. Häufig gehört auch eine Feuerrohbauversicherung zum Angebotspaket einer Wohngebäude- oder Bauleistungsversicherung. Diese erstattet Schäden durch Brände oder Blitzeinschläge während der Bauphase.

Üblicherweise nicht abgedeckt werden Schäden durch Überschwemmungen, Lawinen, Erdrutsche oder -beben. Je nach Wohnort kann sich also ein zusätzlicher Elementarschadenschutz lohnen.

Baufertigstellungsversicherung

Muss das Bauunternehmen während der Bauzeit Insolvenz anmelden, kommt der Bau vorerst zum Stillstand und es entstehen neben der Bauverzögerung auch zusätzliche Kosten. Eine Baufertigstellungsversicherung sorgt dafür, dass der Traum vom Traumhaus weiter geht. Sie deckt den finanziellen Mehraufwand des Bauherren ab, der durch die Beauftragung weiterer Unternehmen zur Fertigstellung des unterbrochenen Baus entsteht.

Bauhelferversicherung

Helfende Freunde und Verwandte müssen bei der Berufsgenossenschaft BG BAU angemeldet werden und versichert werden.

Tut man dies nicht, droht ein Bußgeld. Im Schadensfall eventuell sogar lebenslange Rentenzahlungen. Da die Leistungen der gesetzlichen Pflichtversicherung begrenzt sind, lohnt sich der Abschluss einer privaten Bauhelferversicherung. Im Gegensatz zur Pflichtvariante gilt diese auch für den Bauherren selbst und dessen Ehepartner.

Restschuld- und Risikolebensversicherung

Hohe Kreditsummen müssen häufig über einen langen Zeitraum getilgt werden. Was aber, wenn der Hauptverdiener erwerbsunfähig wird oder sogar stirbt? Entsprechende Versicherungen schützen Familien davor, in Unglücksfällen das Zuhause zu verlieren.


Eine Frage des Geldes: Was kostet ein Hausbau und wie kann ich dabei sparen?

So elementar diese Frage auch ist – so wenig sinnvoll ist sie zu beantworten, denn jedes Bauprojekt ist anders.

Daher sollte zu jedem Hausbau ein individueller Kostenplan erstellt werden – noch vor dem ersten Spatenstich. So wissen Sie, was auf Sie zukommt und haben jederzeit im Blick, ob Sie innerhalb Ihres Budgets liegen.

Die 10 Preisfaktoren beim Hausbau

Faktor 1: Grundstück

Wer ein Haus bauen will, braucht zunächst ein Grundstück. Dieses macht rund 40 Prozent der Gesamtkosten aus.

Der deutsche Durchschnittspreis für ein unbebautes Grundstück mit 850 Quadratmetern liegt bei etwa 90.000 Euro. Das bedeutet allerdings nicht viel, denn die Preise schwanken stark. In Großstädten können die Quadratmeterpreise das zehnfache (und mehr) betragen, in ländlichen Regionen auch weniger.

Einen Anhaltspunkt zum Wert eines Grundstücks bietet der Bodenrichtwert. Dieser wird von einem Gutachterausschuss festgelegt und gibt den durchschnittlichen Wert von unbebautem Boden einer Region an.

Bodenrichtwertkarten

Wer den Bodenrichtwert eines Grundstücks erfahren will, findet hier Links zu den zuständigen Gutachterausschüssen aller Bundesländer.

Beim Kaufpreis bleibt es aber nicht – es kommen noch weitere Kosten hinzu:

  • Steuer und Gebühren: Neben der Grunderwerbssteuer und den Grundbuchgebühren wollen auch Makler und Notar bezahlt werden.
  • Erschließung: Anschluss an das öffentliche Netz – Zufahrtsstraße und Leitungen für Strom, Gas, Wasser und Telefon.
  • Notwendige Maßnahmen: Vermessung, Bodengutachten, Fällen von Bäumen
  • Er- und Einrichtung der Baustelle

Kompliziert heißt teuer

Bei komplizierten Fällen, wie Grundstücken mit Hanglage, erforderlichem Hochwasserschutz oder Bauruinen, können die Kosten für zusätzliche Maßnahmen deutlich höher ausfallen. Ein günstiger Kaufpreis kann sich daher schnell relativieren.

Faktor 2: Typ, Form und Größe

Ein größeres Haus kostet mehr Geld – logisch. Jeder zusätzliche Quadratmeter verschlingt Material und Arbeitszeit.

Zudem gilt: Je aufwändiger der Bau, desto höher die Kosten. Ein verwinkelter Grundriss, eine besondere Dachform, Balkon, Gauben und Erker – alles schlägt sich auf den Preis nieder. Am günstigsten sind daher einfache Standardformen mit durchgehender Dachfläche ohne architektonische Extras. Außerdem ist ein Bau in Massivbauweise immer teurer als ein Fertighaus.

Faktor 3: Material

Qualität hat bekanntlich seinen Preis. Es mag verlockend sein, beim Baustoff zur etwas günstigeren Variante zu greifen, schließlich können sich die Kosten je nach Hausgröße zu beachtlichen Summen multiplizieren.

Stop!

Unser dringender Rat: Das Baumaterial ist nicht der richtige Ort zum Geldsparen!

Mangelhaftes Material sorgt für Feuchtigkeit, Schimmel oder andere Schäden, deren Beseitigung wesentlich mehr kostet als Sie eingespart haben.

Faktor 4: Keller – ja oder nein?

Eine Unterkellerung ist teuer: zwanzig-, dreißig- oder sogar fünfzigtausend Euro können dafür anfallen. Wer den zusätzlichen Platz nicht braucht, kann auf einen Keller verzichten. Allerdings braucht ein Haus in jedem Fall ein stabiles Fundament. Eine alternative Bodenplatte ist zwar deutlich günstiger, kostet aber ebenfalls einen fünfstelligen Betrag.

Faktor 5: Energiekonzept

Ob Niedrig-, Null-, oder sogar Plusenergiehaus – Möglichkeiten gibt es viele.

Es gelten gesetzliche Mindestvorgaben, an die sich Bauherren halten müssen. Meist ist es aber empfehlenswert, an dieser Stelle mehr Geld in die Hand zu nehmen. Durch niedrigere laufende Kosten rentiert sich die Investition häufig schon nach einigen Jahren.

Mehr zum Thema Energieeffizienz, lesen Sie an anderer Stelle in diesem Ratgeber.

Faktor 6: Fenster

Mehr Fenster bedeutet auch mehr Licht im Haus. Dies ist nicht nur für den Wohnkomfort entscheidend, sondern auch für die Energieeffizienz. 

Ein Fenster sollte gut gedämmt sein, ausreichend Schallschutz liefern und muss den Bewohnern natürlich auch optisch gefallen. Material und Einbau sind aber nicht günstig. Extras, wie Sicherheitsglas, Rollläden und Insektenschutz, erhöhen die Kosten.

Als Faustformel kann man sagen: Ein Fenster kostet etwa das Drei- bis Vierfache der normalen Außenwand.

Tipp: Größe statt Menge

Wer viel Licht im Haus haben und trotzdem ein wenig sparen möchte, kann sich für weniger, aber dafür größere Fenster entscheiden.

Faktor 7: Innenausstattung

Beim Innenleben hat man die Qual der Wahl – von einfach bis Luxus – von günstig bis (sehr) teuer.

Um die Kosten für den Neubau etwas zu senken, bieten sich Zwischenlösungen an. Dabei gilt aber: Je fester die Installation, desto investitionsfreudiger sollten Sie sein. Küche oder Badewanne wechselt man schließlich nicht alle Tage.

Idealerweise lassen Sie Ihre Einrichtungswünsche schon in die Grundrissplanung mit einfließen. Dies ist insbesondere bei den Themen Barrierefreiheit und Smart Home Technologie von Bedeutung.

Faktor 8: Außenanlagen

Für die Außenbereiche gelten die gleichen Regeln wie für die Innenausstattung: Es kommt auf Ihre Wünsche an.

Garage oder Carport? Teich, Hecke oder Blumenbeet? Vielleicht sogar ein Pool?

Ein klassisch großer Einzelposten ist dabei der Platz des Autos. Carports zum selber aufbauen gibt es schon für wenige hundert Euro. Eine stabilere, von Handwerkern umgesetzte Lösung kostet schon etwas mehr. Günstige Garagen gehen bei knapp unter 1.000 Euro los, hochwertige Varianten aus Beton sind deutlich teurer.

Faktor 9: Baunebenkosten

Zu den eigentlichen Baukosten eines Hauses kommen noch Nebenkosten hinzu. Diese werden meist mit 15 bis 20 Prozent der Gesamtkosten berechnet.

Neben der schon erwähnten Grunderwerbssteuer und den Maklergebühren gehören dazu:

  • Honorare für Architekt, Statiker, Handwerker etc.
  • Gebühren für Baugenehmigung und Energieausweis
  • Versicherungen – Bauleistungsversicherung, Bauherrenhaftpflichtversicherung, Wohngebäudeversicherung etc.

Die tatsächliche Höhe der Baunebenkosten ist von Projekt zu Projekt unterschiedlich. Sparpotential gibt es hier aber wenig bis gar nicht.

Faktor 10: Reserve

Kalkulieren Sie nicht zu knapp! Um auf Unvorhergesehenes reagieren zu können, sollten Sie sich unbedingt finanziellen Spielraum von einigen tausend Euro lassen. Ein privat durchgeführtes Bauprojekt läuft selten hundertprozentig nach Plan.

Beispielrechnung der Hausbaukosten

Im Folgenden zeigen wir anhand eines fiktiven Beispielhauses, wie sich die Gesamtkosten eines Hausbaus zusammensetzen können.

Wichtig: nur grobe Richtwerte

Die Angaben sind nur grob geschätzt und keineswegs eine verlässliche Referenz. Jedes Bauprojekt verläuft anders und die Kosten schwanken stark.

Unser Haus ist ein freistehendes, zweigeschössiges Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche auf einem 550 m² großen Grundstück am Rande von Berlin.

Beispielrechnung Hausbaukosten
  
Grundstück229.580 €
  Kaufpreis200.000 €
  Maklerprovision14.280 €
  Notar- und Grundbuchgebühren3.300 €
  Grunderwerbssteuer12.000 €
Vorbereitung des Baus28.000 €
  Errichtung der Baustelle  10.000 €
  Gebühren (z.B. Genehmigung)1.000 €
  Notwendige Maßnahmen7.000 €
  Erschließung10.000 €
Rohbau143.000 €
  Bodenplatte15.000 €
  Außenwände30.000 €
  Fassade12.000 €
  Innenwände und Innenputz15.000 €
  Geschossdecke13.000 €
  Dach inkl. Dämmung34.000 €
  Fenster17.000 €
  Haustüren4.000 €
Technik57.000 €
  Elektrik8.000 €
  Heizung22.000 €
  Wärmeverteilung9.000 €
  Sanitärinstallation10.000 €
  Lüftung8.000 €
Innenausbau32.000 €
  Treppe4.000 €
  Türen3.000 €
  Küche10.000 €
  Bad15.000 €
Außenanlagen19.000 €
  Garage8.000 €
  Grünfläche3.000 €
  Zaun / Hecke8.000 €
Architekt / Baufirma35.000 €
Gesamtkosten543.580 €

Unser Beispielhaus kostet also insgesamt 543.580 Euro. Für die Gestaltung des Innenbereichs kommen natürlich weitere Kosten hinzu.

Wer hilft mir bei der Finanzierung?

Wie gerade festgestellt, ist ein Hausbau eine kostspielige Angelegenheit. Nur die wenigsten können eine solche Summe ohne Hilfe aufbringen.

Um Ihr Traumhaus trotzdem verwirklichen zu können, haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

  • Die klassische Baufinanzierung: Die klassische Form der Baufinanzierung ist ein Kredit bei einer Bank, der in festgelegten Raten zurückgezahlt wird. Die Konditionen der verschiedenen Banken können sich durchaus unterscheiden – ein Anbietervergleich lohnt sich. Entscheidend ist auch, wie viel Eigenkapital Sie mitbringen und ob Sie beim Bau selbst mit anpacken (die sogenannte “Muskelhypothek”).
  • Förderprogramme für Energieeffizienz: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützen den Einsatz erneuerbarer Energien und das Bauen energiesparender Eigenheime. Die Basis dafür sind die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV). Mehr dazu lesen Sie an anderer Stelle in diesem Ratgeber.
  • Wohn-Riester: Mit dem Wohn-Riester, auch als Eigenheimrente bekannt, vergibt der Staat Zuschüsse, wenn ein Teil des Einkommens in einen Wohn-Riester-Vertrag eingezahlt wird. Zusätzlich können die Einzahlungen als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden. Voraussetzung ist, dass man in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist. Außerdem muss das Geld für eine Immobilie verwendet wird, in der der Einzahler auch selber wohnt.
  • Baukindergeld: Das Baukindergeld soll Familien mit mittleren Einkommen bei ihrem ersten Hausbau oder -kauf unterstützen. Familien mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von maximal 75.000 Euro plus 15.000 Euro pro Kind können auf diesem Weg eine Förderung von 12.000 Euro pro Kind über einen Zeitraum von zehn Jahren beantragen, also 1.200 Euro pro Jahr. Anträge werden über die KfW gestellt.
  • Unterstützung durch das Wohnraumförderungsgesetz: Das Wohnraumförderungsgesetz soll einkommensschwachen und kinderreichen Familien zum Eigenheim verhelfen. Mit zinsgünstigen Darlehen, Zuschüssen oder vergünstigtem Bauland wird aber nur gefördert, wer zum einen unter der vorgegebenen Einkommensgrenze liegen und zum anderen über ein gewisses Eigenkapital verfügt. Wer diese Anforderungen erfüllt, kann die entsprechenden Anträge einreichen.
  • Regionale Förderprogramme: Auch die Länder und Kommunen vergeben mitunter zinsvergünstigte Darlehen und Zuschüsse an angehende Eigenheimbesitzer. Vor allem in ländlichen Regionen soll so der Zuzug in die Gegend angekurbelt werden. Für individuelle Fördermöglichkeiten kann man sich an die kommunale Behörde oder an die jeweilige Landesbank wenden.

Ratgeber Baufinanzierung

Alles zu Zinsen, Laufzeit und Tilgung und wie Sie den besten Anbieter für Ihr Bauprojekt finden, lesen Sie in unserem Ratgeber zur Baufinanzierung.

15 goldene Spartipps für den Hausbau

Die Kosten eines Hausbaus setzen sich aus vielen Einzelteilen zusammen. Einige davon bieten durchaus Sparpotential – andere eher weniger. Dabei sollte man stets drei Ebenen im Blick haben:

  • Baukosten
  • Folgekosten, zum Beispiel durch entstandene Schäden
  • Laufende Kosten nach dem Bau

Wer wirklich sparen möchte, wägt stets ab, ob Vorteile in einem Bereich nicht zu Lasten eines anderen gehen. Ein günstigerer Bau hilft schließlich niemandem, wenn das Ersparte an anderer Stelle investiert werden muss.

Spartipp 1: Wer vergleicht, gewinnt

Wenn Sie diesen Ratgeber bis hierhin gelesen haben, wissen Sie schon, dass Hausbau nicht gleich Hausbau ist. Es gibt haufenweise Möglichkeiten und Entscheidungen zu treffen.

Massivbau oder Fertighaus? Einfamilienhaus oder Doppelhaushälfte? Architekt oder Bauunternehmen? Alles machen lassen oder selber mit anpacken? Und so weiter…

Die wesentlichen Entscheidungen kann Ihnen keiner abnehmen, wohl aber die damit verbundene Arbeit. Um sicherzugehen, dass dabei alles nach Ihren Vorstellungen verläuft, sollten Sie Ihre Vertragspartner sorgfältig auswählen.

Daher gilt: Unbedingt verschiedene Angebote einholen und diese sorgfältig vergleichen, auch wenn Ihr Architekt die Handwerkersuche übernimmt. Die wichtigste Grundregel dafür:

Treffen Sie keine hastigen Entscheidungen!

Spartipp 2: Gemeinsam bauen, weniger zahlen

Wer gemeinsam baut, kann sich viele Kosten teilen – vom Grundstückskauf über Genehmigungen bis hin zur Heizanlage.

Ob Doppelhaushälfte oder größere Baugemeinschaft, mit anderen zusammen lassen sich häufig Wünsche realisieren, die alleine nicht zu finanzieren wären. Aber: es zählen eben nicht mehr nur die eigenen Wünsche.

Das bedeutet Diskussionen, möglicherweise Kompromisse und mitunter auch Streit. Im Idealfall baut man also mit Leuten zusammen, denen man vertraut, etwa mit einer befreundeten Familie, die sich in einer ähnlichen Lebenssituation befindet.

Spartipp 3: Auf die Größe kommt es an

Der wohl größte Preistreiber bei Neubauten ist die Größe – sowohl vom Grundstück als auch vom Haus selbst. Jeder Quadratmeter mehr kostet bares Geld und multipliziert sich mehrfach – für Material, Bauzeit, Erhaltung, Energieversorgung …

Daher sollten Sie sich genau überlegen, wie viel Platz Sie wirklich benötigen. Ein kleines, gemütliches Haus ist nicht nur im Bau günstiger, sondern auch bei den späteren Heiz- und Nebenkosten.

Ein guter Ansatzpunkt ist zum Beispiel, ob sich die Familiensituation in absehbarer Zeit verändern wird. Ist abzusehen, dass die Kinder ausziehen, kann deren Zimmer dann umfunktioniert werden. Könnte sich die Familie dagegen noch vergrößern, kann ein Dachausbau schon mal vorbereitet werden, ohne diesen gleich umzusetzen.

Spartipp 4: Augen auf beim Grundstückskauf

Grundstückspreise sind in den letzten Jahren regelrecht explodiert. Umso ärgerlicher, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass das Traumhaus dort gar nicht wie geplant umgesetzt werden kann. Schwierige Bodenverhältnisse oder eine Schieflage verkomplizieren ein Bauprojekt und treiben die Kosten in die Höhe. Daher sollte jedes Grundstück vor dem Kauf von einem Fachmann auf Herz und Nieren geprüft werden.

Übrigens: Wer mit einem Bauträger baut spart häufig Grundstückskosten, da diese meist gut vernetzt sind und ihre Beziehungen nutzen, um gute Angebote zu bekommen.

Tipp: Grundstücksteilung

Ein besonders großes Grundstück kann „parzelliert“ werden, um nicht genutzte Teile zu verkaufen oder sich das Grundstück zu teilen. Dies muss allerdings genehmigt werden und ist unter Umständen gar nicht möglich.

Spartipp 5: Einfach ist einfach einfach (und günstig)

Eine Haus in Standardform, ohne komplizierte Vor- und Anbauten kostet weniger, ist schneller gebaut und günstiger im Unterhalt. Ein möglicher Verkauf ist meist einfacher und die geringere Bauzeit verkürzt finanzielle Doppelbelastungen.

Ein großer Kostenfaktor ist dabei das Dach. Am günstigsten ist ein einfaches Flach- oder Pultdach. Bei einem klassischen Satteldach kann man die Kosten in Grenzen halten, wenn man Erker und Gauben mit bloßen Fenstern ersetzt oder ganz darauf verzichtet.

Also kommt nur langweilige Plattenbauweise in Frage? Keineswegs – moderne Häuser können einfach und trotzdem schick sein. Ein Blick in den Produktkatalog eines beliebigen Fertighausherstellers hilft dabei, einen ersten Eindruck zu gewinnen.

Spartipp 6: Im Osten geht die Sonne auf

Die Sonne spendet nicht nur Licht, sondern hilft auch beim Energiesparen. Je mehr Sonnenstrahlen ins Haus fallen, desto weniger muss geheizt werden. Eine intelligente Grundrissplanung ist dafür unabdingbar. Auf welcher Hausseite liegen Schlafzimmer und Kinderzimmer? Wo sollen Fenster hin? Wie groß müssen diese sein?

Süd- und Westseite erhalten im Tagesverlauf die meisten Sonne. Daher ist es sinnvoll, dort Wohnräume zu platzieren und diese großzügig mit Fenster auszustatten. Für die Sommermonate sollte an diesen Fenstern aber ein Sonnenschutz eingerichtet werden, da die Räume möglicherweise stärker aufheizen als gewünscht. Am effektivsten sind fest installierte, außenliegende Lösungen.

Der Ostseite gehören die ersten Sonnenstrahlen des Tages. Für Frühaufsteher bietet es sich daher an, Schlafzimmer und Bad hierhin zu legen.

Die Nordseite bekommt dagegen am wenigsten Sonne ab. Dort finden die Räume ihren Platz, die kein Tageslicht benötigen. Auch Schlafzimmer sind hier denkbar, wenn man es nachts gern kühl hat und auf Morgensonne verzichten kann. Fenster können auf der Nordseite deutlich kleiner ausfallen oder auch ganz weggelassen werden, da Wände in der Regel bessere Dämmeigenschaften haben als Fensterfronten.

Wenn der Nachbar die Sonne blockiert

Bebauung oder Bäume auf Nachbargrundstücken können natürlich Einfluss auf den Sonneneinfall haben. Daher sollten Sie Ihr Baugrundstück mehrfach, jeweils zu unterschiedlichen Tageszeiten besuchen.

Die folgende Tabelle hilft Ihnen bei der Raumplanung. Die optimale Ausrichtung jedes Zimmers hängt aber natürlich immer vom individuellen Nutzerverhalten ab.

ZimmerAusrichtung
ArbeitszimmerJe nach Nutzung
BadezimmerOsten
EingangsbereichNorden
EsszimmerSüden oder Westen
KinderzimmerWesten oder Osten (Morgensonne)
KücheJe nach Nutzung
Medienzimmer / HeimkinoNorden
SchlafzimmerOsten oder Norden
TreppenhausNorden
Vorratskammer / AbstellraumNorden
WohnzimmerSüden oder Westen

Ausrichtung des Dachfirsts

Die Ausrichtung des Hauses gilt natürlich auch für das Dach. Wer eine Solaranlage nutzen möchte, sollte diese auf der Südseite installieren und dort entsprechend Platz einplanen.

Spartipp 7: Vertikale Optimierung

Ein Bau über mehrere Stockwerke erfordert zusätzlichen Planungsaufwand – Wände sollten in einer vertikalen Linie stehen, Geschossdecken gleichmäßig und nicht zu breit angelegt werden. Küche und Bad liegen idealerweise über- oder nebeneinander, um die notwendige Verrohrung so kurz wie möglich zu halten.

Spartipp 8: Zum Lachen in den Keller gehen?

Eine Unterkellerung ist teuer. Je nach Größe können dafür schnell mal 40.000 Euro oder noch mehr zusammenkommen. Wer dort nur Waschmaschine und Fahrräder abstellt, kann vielleicht auf einen Keller verzichten und so eine Menge Geld sparen. Allerdings kostet eine alternative Bodenplatte auch um die 15.000 Euro.

Achtung: Finale Entscheidung

Ein Quadratmeter Keller ist günstiger als überirdische Wohnfläche. Überlegen Sie sich gut, ob Sie darauf verzichten wollen, denn Nachrüsten ist logischerweise nicht möglich.

Spartipp 9: Effizient sparen – Energie und Geld

Eine gute Energieeffizienz spart Heiz- und Nebenkosten. Allerdings treiben moderne Anlagen die Baukosten in die Höhe und nicht jede Anschaffung ist bei jedem Haus wirklich sinnvoll.

Auch die Bausubstanz hat Einfluss auf die energetischen Eigenschaften eines Hauses. So hat Holz auch bei dünnen Wänden eine äußerst gute Isoliereigenschaft, ist aber pflegeintensiv und bei der Schalldämmung den steinernen Alternativen unterlegen.

Es gilt also die richtige Balance zu finden. Ein Überblick über die staatlichen Förderungsmöglichkeiten sowie ein Beratungstermin bei der KfW-Bank sind ein guter Start.

Spartipp 10: Küche und Bad – Bescheidenheit spart

Badezimmer und Küche gehören traditionell zu den teuersten Räumen eines Neubaus. Für Armaturen, Technik, Fliesen und Co. kann man viel Geld ausgeben – oder eben sparen.

Muss es wirklich die Luxusausstattung sein? Braucht man eine Rundum-Vollverfliesung? Bei allen Kompromissen sollte man den Wohlfühlfaktor aber nicht vergessen, dieser ist schließlich nicht mit Geld aufzuwiegen.

Spartipp 11: Was du heute kannst besorgen…

…verschiebe trotzdem auf morgen.

Zuerst kommt das Haus, dann der Rest. Garage und Garten können auch später angelegt werden. Auch innerhalb des Hauses muss zum Einzugstermin nicht unbedingt alles fertig sein. So reduziert man die Baukosten und damit auch die Kreditbelastung.

Spartipp 12: Und Geld macht doch glücklich

Die Wenigsten können einen Neubau einfach so aus der eigenen Tasche finanzieren. Die Wahl der Baufinanzierung und die Kombination mit staatlichen Förderungen tragen entscheidend zum Erfolg eines Bauprojektes bei.

Spartipp 13: Man muss nicht alles selber machen – kann aber

Wer selber anpackt spart Kosten für Handwerker und kann dies bei der Baufinanzierung als Eigenkapital einbringen. Auch Dienste von Freunden können hierbei angerechnet werden. Wer handwerklich besonders geschickt ist, kann ein Fertighaus auch in Ausbau- oder sogar Bausatz-Variante bestellen. Diese sind deutlich günstiger als schlüsselfertige Häuser.

Überschätzen Sie sich nicht

Ein Laie braucht ca. anderthalb Mal so lange wie ein geübter Handwerker. Außerdem ist niemandem geholfen, wenn durch unprofessionelle Arbeit Schäden entstehen. Rechnen Sie nur mit Eigenleistungen, die Sie wirklich ohne Probleme übernehmen können.

Spartipp 14: Weil Kontrolle nun mal besser ist …

Egal, wer Ihr Haus baut – Sie sollten die Baustelle regelmäßig besuchen und sich über den aktuellen Stand informieren, am besten in Begleitung eines externen Sachverständigen. Bestenfalls geschieht dies schon vor Vertragsunterzeichnung, allerspätestens aber zum Zeitpunkt der Abnahme.

Im Wesentlichen vertragsgerecht

Mit der Abnahme wird die Leistung des Bauunternehmens als „im Wesentlichen vertragsgerecht“ akzeptiert, was die Beweislast für später auftretende Schäden umkehrt.

Außerdem kosten nachträgliche Streitigkeiten immer Zeit, Nerven und schlimmstenfalls auch eine Menge Geld.

Spartipp 15: Die Steuer ist teuer

Seit der Abschaffung der Eigenheimzulage wird eine selbstgenutzte Immobilie nicht mehr steuerlich gefördert. Mit einigen Tricks können sich Sparfüchse trotzdem weiterhin Vorteile sichern.

  • Bei dem Kauf eines Grundstücks wird die Grunderwerbssteuer fällig. Sind Kauf und Bau ein gemeinsames Projekt, gilt der Gesamtwert der Immobilie als Bemessungsgrundlage. Werden beide Vorgänge vertraglich voneinander getrennt, reduziert sich die zu zahlende Steuer auf den Prozentsatz des Grundstückswerts.
  • Maklergebühren gehören für das Finanzamt zu den Anschaffungskosten und sind damit nicht abzugsfähig. Gehört zum Leistungsumfang aber auch Unterstützung bei der Finanzierung, kann dieser Teil als Werbungskosten geltend gemacht werden.
  • Handwerksdienste können von der Steuer abgesetzt werden, wenn Sie das Haus bereits bezogen haben. Daher kann es sinnvoll sein, einige Ausbauten ein wenig nach Hinten zu verschieben.
  • Selbstständige sowie bestimmte Berufsgruppen können die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer steuerlich nutzen. Entscheidend ist, ob dieses zur Ausübung Ihrer Tätigkeit tatsächlich förderlich ist.

Andere Regeln für Büromaterial

Auch wenn das Finanzamt das Arbeitszimmer nicht anerkennt, können Sie beruflich benötigte Arbeitsmittel wie Druckerpapier oder einen Computer trotzdem als Werbungskosten absetzen.


In 20 Schritten zum Traumhaus und 10 Fehler, die Sie dabei vermeiden müssen

Jedes Bauprojekt ist anders. Je nachdem, was und wie Sie bauen, gestaltet sich der Weg zum Traumhaus unterschiedlich. Ein Architekt kann Ihnen viele Schritte abnehmen, ein Bauträger baut ohnehin eigenständig.

Trotzdem haben wir hier die Meilensteine eines Bauprojekts zusammengestellt und zeigen, welche Fragen Sie sich stellen sollten und welche Fehler Sie unbedingt vermeiden müssen.

Fehler I: Ein Haus auf die Schnelle

Eines gleich vorweg: Ein Hausbau ist zeitaufwändig – das ist und bleibt so. Treffen Sie keine vorschnellen Entscheidungen und lassen Sie sich nicht von „Sonderangeboten“ ködern.

Planungsphase

Schritt 1: Finanzierung prüfen – Wie viel Geld steht zur Verfügung? Was kann zusätzlich organisiert werden (z.B. durch Verkauf des jetzigen Hauses / Wohnung)? Welche Summe muss kreditfinanziert werden? Wie viel habe ich jeden Monat übrig? Wird sich das in der Zukunft ändern (berufliche Veränderung, Nachwuchs etc.)? Wie viel Miete kann ich sparen?

Schritt 2: Grundstück suchen – Wo will ich leben: ländlich oder in der Stadt? Großer oder kleiner Garten? Passt auch die Mikrolage (Einkaufsmöglichkeiten, Kultur, Schule / Kindergarten etc.)? Kommen noch Kosten für die Erschließung hinzu? Kann ich das Grundstück reservieren vor dem Kauf? Sind Wertveränderungen zu erwarten?

Fehler II: Gekauft wie gesehen

Verlassen Sie sich beim Erwerb eines Grundstücks nicht nur auf den optischen Eindruck. Bodenverhältnisse, Bebauungsplan und regionale Besonderheiten können Ihre baulichen Gestaltungsmöglichkeiten stark einschränken.

Schritt 3: Haustyp wählen – Wie will ich leben? Wie groß muss es sein? Was finde ich schön (Tipp: Hausbaukataloge durchschauen)? Was muss unbedingt sein, was wäre nett, worauf könnte ich zur Not verzichten? Möchte ich einen Keller?

Fehler III: Einfach drauflos

Bevor Sie weitere Schritte einleiten, müssen Sie sich sicher sein, was Sie eigentlich möchten. Planen Sie dabei langfristig, denn schließlich soll Ihr Traumhaus auch in 15 Jahren noch zu Ihnen passen.

Schritt 4: Bau planen – Wie soll gebaut werden? Wer baut mein Haus: Architekt, Generalunternehmer oder Bauträger? Massivbauweise oder Fertighaus? Kann ich selber mit anpacken? Kommt ein Ausbau- oder Bausatzhaus in Frage?

Fehler IV: Sich selbst überschätzen

Mit Eigenleistungen lässt sich Geld sparen – stimmt. Allerdings nur, wenn Sie die Arbeiten in vergleichbarer Qualität erledigen können wie ein Profi.

Schritt 5: Beratungsgespräche führen – Ist meine Planung auf dem Grundstück umsetzbar (Größe, Schnitt, Topographie, Bodenverhältnisse, Altlasten)? Muss ich meine Wünsche anpassen? Welche Kompromisse kann ich eingehen?

Schritt 6: Verträge prüfen lassen – Habe ich alles verstanden? Brauche ich fachmännische Hilfe? Sind sämtliche Bauleistungen umfangreich aufgeführt?

Fehler V: Ungeprüft unterschreiben

Verbraucher sind in vielerlei Hinsicht durch gesetzliche Vorgaben geschützt. Trotzdem sollten Sie Ihren Bauvertrag fachmännisch prüfen lassen. Außerdem sind viele Punkte durchaus verhandelbar.

Schritt 7: Planungsunterlagen erstellen – Sind alle Einzelheiten detailliert beschrieben (Lärmschutz, Energiekonzept, Raumplan, Barrierefreiheit, Haustechnik, Unterkellerung etc.)? Wie lange wird der Bau dauern? Sind alle Bauphasen zeitlich terminiert? Welche Bauvorbereitenden Maßnahmen sind erforderlich?

Fehler VI: Mündlich, statt schriftlich

Egal ob Bauunternehmen, Handwerker oder Bank – verlassen Sie sich nicht auf mündliche Zusagen, sondern lassen Sie sich alles schriftlich zusichern.

Schritt 8: Kosten ermitteln und Kredite beantragen – Habe ich an alle Kostenpunkte gedacht? Reicht mein Budget? Habe ich alle Fördermöglichkeiten geprüft? Welche Kreditoptionen habe ich?

Fehler VII: Kein finanzieller Spielraum

Ein Bau verläuft selten hundertprozentig nach Plan. Unvorgesehenes bedeutet dabei fast immer höhere Kosten. Planen Sie daher immer eine Reserve ein, zehn Prozent ist ein realistischer Wert.

Schritt 9: Anträge einreichen – Habe ich alle Unterlagen zusammen? Wird der Bau von Behördenseite genehmigt?

Schritt 10: Handwerker suchen – Habe ich Anbieter verglichen? Machen alle Vertragspartner einen seriösen Eindruck? Sind alle Absprachen schriftlich festgehalten?

Fehler VIII: Anbieter nicht vergleichen

Holen Sie sich unbedingt Angebote verschiedener Anbieter ein, sprechen Sie mit früheren Kunden und entscheiden Sie sich nicht einfach für den günstigsten. Dies gilt übrigens auch für die Wahl des Kreditinstituts.

Schritt 11: Versicherungen abschließen – Welche sind notwendig, welche sind sinnvoll?

Bauphase

Schritt 12: Baustelle errichten – Welche Maßnahmen müssen getroffen werden (Bäume fällen etc.)? Sind Strom- und Wasserversorgung geregelt? Ist die Baustelle ausreichend gesichert? Sind Zu- und Abfahrten organisiert? Wurde der Baubeginn der Behörde gemeldet?

Schritt 13: Material bestellen – Gibt es lange Lieferzeiten?

Schritt 14: Rohbauarbeiten starten – Bodenplatte, Außenwände, Decken, Treppen, Dach

Schritt 15: Qualitätskontrollen durchführen – Bin ich mit den Arbeiten zufrieden? Gibt es Mängel? Wurde alles dokumentiert (Bautagebuch)? Wird der Zeitplan eingehalten. Habe ich sämtliche Rechnungen und Lieferscheine beisammen? Werden Straßenverschmutzungen regelmäßig entfernt?

Schritt 16: Innenausbau starten

Schritt 17: Bau abnehmen – Sind sämtliche Arbeiten vertragsgerecht umgesetzt worden? Macht das Haus einen guten Eindruck? Muss noch etwas nachgebessert werden?

Fehler IX: Beratung darf nichts kosten

Beim Hausbau kann man vieles falsch machen. Professionelle Unterstützung ist absolut wertvoll, auch wenn dadurch zusätzliche Kosten entstehen. Allerspätestens zum Zeitpunkt der Abnahme sollten Sie sich einen Experten ins Boot holen.

Nach dem Bau

Schritt 18: Umziehen – Wurde der Bauabschluss der Behörde gemeldet? Welcher Papierkram muss noch erledigt werden (Ummelden etc.)

Schritt 19: Arbeiten an der Außenanlage – Was muss noch gemacht werden? Was kann ich selbst erledigen (Garten, einfacher Carport etc), was nicht (Garage, Pool etc.)?

Fehler X: Haus aus dem Blick verlieren

Die Abnahme befreit ein Bauunternehmen noch lange nicht von der Sachmängelhaftung. Häufig tauchen Schäden erst viel später auf. Bei komplizierten Fällen ist es ratsam, einen Anwalt einzuschalten.

Der letzte Schritt

Schritt 20: Genießen Sie Ihr neues Zuhause! – Es ist geschafft – Zeit zur Entspannung! Falls möglich, nehmen Sie sich ein paar Tage Urlaub, um Ihre neuen vier Wände so richtig einzuleben, eine Einweihungsparty zu organisieren oder sich einfach nur zurück zu lehnen.

Weder Kopf noch Bauch abschalten

Trotz der vielen Tipps, die wir Ihnen in diesem Ratgeber geben, bleibt ein Bauprojekt immer eine emotionale Angelegenheit, schließlich geht es um Ihr persönliches Traumhaus. Verstand und Bauchgefühl sollten daher immer eine Einheit bilden.


50 häufige Fragen (FAQ) rund um den Hausbau – und die passenden Antworten

So viele Einzelthemen, so viele Fragen – und hier die Antworten!

Haus bauen oder kaufen?

Ein Hauskauf bedeutet immer Kompromisse und Zugeständnisse. Wer schon seit Jahren vom Eigenheim träumt und dementsprechend sehr genaue Vorstellungen hat, wird an einer bestehenden Immobilie immer etwas auszusetzen finden.

Wer sich für den Bau eines Hauses entscheidet, hat deutlich mehr Freiheiten in der Gestaltung und Verwirklichung der eigenen Vorstellungen. Bei vergleichbarer Größe, Lage und Ausstattung ist der Bau eines Hauses aber in der Regel teurer.

Was sind die wichtigsten Meilensteine eines Bauprojekts?

  • Verlegen der Bodenplatte
  • Verfüllung der Baugrube
  • Errichtung des Mauerwerks
  • Erstellung des Dachstuhls
  • Installation der Haustechnik
  • Putz- und Estricharbeiten
  • Weitere Boden- und Wandbeläge
  • Fertigstellung der Außenanlage
  • Endabnahme

Wie lange dauert der Hausbau?

Das ist immer vom Einzelfall abhängig. Ein Fertighaus kann schon nach drei Monaten gebaut sein. Bauherren sollten mit einer Bauzeit von sechs bis neun Monaten rechnen. Komplizierte Bauvorhaben benötigen teilweise auch über ein Jahr.

Muss ich beim Grundstück nur auf Größe, Lage und Preis achten?

Größe und Lage sind die wesentlichen Kriterien für den Preis eines Grundstücks. Trotzdem gibt es noch andere Faktoren zu beachten: Ausrichtung, Schnitt, Topografie und Bodenverhältnisse können die Umsetzbarkeit eines Bauvorhabens stark einschränken oder sogar unmöglich machen.

Download der Checkliste

Unsere Checkliste zur Grundstückssuche begleitet Sie auf der Suche nach dem richtigen Untergrund für Ihr Traumhaus. Jetzt downloaden.

Wie groß sollte das neue Haus sein? Wie viel Wohnfläche brauche ich?

Das hängt ganz von Ihnen ab. Wichtig bei der Planung: Denken Sie an die Zukunft.

Wer ein Eigenheim baut, plant in der Regel, dort eine lange Zeit zu wohnen. Mit fortschreitendem Alter oder Veränderungen der Lebenssituation können sich die Anforderungen an das eigene Haus aber ändern.

Überlegen Sie sich daher, wie Sie mittel- und langfristig wohnen möchten und beziehen Sie dies in die Planung Ihres Traumhauses mit ein.

Lohnt sich der Bau einer Einliegerwohnung?

Eine Einliegerwohnung ist ein eigenständiger Wohnbereich innerhalb eines Hauses. Durch die Vermietung kann man seine monatliche Belastung reduzieren und schafft sich eine Basis für die Altersvorsorge, allerdings nimmt man Lärmbelästigung und Einschränkungen der Privatsphäre in Kauf. Ob sich dies lohnt oder nicht, hängt ganz vom Einzelfall und Ihren persönlichen Wünschen ab.

Eine andere Möglichkeit ist es, eine Einliegerwohnung familiär weiter zu geben. So bietet sich die Möglichkeit, mit den Eltern, Großeltern oder erwachsenen Kindern unter einem Dach zu leben und ihnen trotzdem genügend Privatsphäre zu lassen.

Ich bin mir unsicher, was ich eigentlich möchte. Wo kann ich mich inspirieren lassen?

Größere Bauunternehmen bieten Musterhäuser zur Besichtigung an. In diesen kann man sich einen Eindruck verschaffen, wie das neue Zuhause aussehen kann. Auch hilfreich sind am Computer erstellte 3D-Pläne. Einen ersten Anhaltspunkt liefert die Durchsicht eines Fertighaus-Katalogs.

Um mit der Planung zu beginnen, schreiben Sie sich am besten erstmal alle Wünsche, Anforderungen und sonstige Gedanken auf. Ihr Architekt oder Bauunternehmer wird Sie beraten können, wie Sie diese umsetzen können.

Welche Hausform sollte ich wählen? Freistehend oder Häuserverbund?

Das liegt ganz an Ihnen. Grundsätzlich kann man sagen: Je mehr Freiheit, desto teurer. Die höchste Form ist also ein von Grünflächen umgebenes Einfamilienhaus, die niedrigste ein Reihenhaus.

Gerade in Großstädten oder viel besiedelten Regionen ist ein freistehendes Haus aber möglicherweise gar nicht möglich oder mit extremen Mehrkosten verbunden. Auch müssen Sie den Bebauungsplan Ihres Wohngebiets beachten, denn dieser macht häufig gestalterische Vorgaben, die eingehalten werden müssen.

Welche Dachform sollte ich wählen?

Auch bei der Wahl des Daches sind die Vorgaben des Bebauungsplans entscheidend. Außerdem natürlich der Preis und die persönliche Ästhetik.

Auch wichtig: Die Dachform hat Einfluss auf die energetische Beschaffenheit eines Hauses. Zum Einen werden Räume direkt unterm Dach in der Regel recht warm, zum Anderen benötigt eine Solaranlage auf dem Dach eine optimal ausgerichtete Fläche.

Brauche ich einen Keller? Was kostet das?

Wer sich gegen eine Unterkellerung entscheidet, hat meist einen einfachen Grund dafür: Kostenersparnis.

Dabei ist der finanzielle Mehraufwand häufig gar nicht so hoch wie befürchtet, da das Fundament eines Hauses ohnehin bis in frostsichere Tiefe gelegt werden muss und damit die Voraussetzungen für einen Keller schon gegeben sind.

Eine Unterkellerung bietet zusätzlichen Wohnraum oder Platz für die Haustechnik. Alternativ können Ersatzräume (Garage, Schuppen etc.) auch oberirdisch gebaut werden, das ist bei kleinen Grundstücken aber nicht immer möglich und eventuell durch den Bebauungsplan untersagt..

Letztlich ist es eine Frage des Kosten-Nutzen-Verhältnis, ob sich ein Keller für Sie lohnt. Grob geschätzt kann man mit Kosten zwischen 20.000 und 50.000 Euro rechnen. Diese Zahl relativiert sich allerdings etwas: Verzichtet man auf einen Keller, so muss trotzdem eine Bodenplatte angelegt werden, die ebenfalls viel Geld kostet.

Außerdem ist zu bedenken: Ein Quadratmeter Keller ist günstiger als ein Quadratmeter oberirdischer Wohnraum und nachrüsten lässt sich ein Keller natürlich nicht.

Aus welchem Material baut man ein Haus?

Ein Haus kann aus verschiedenen Materialien gebaut werden, die sich teilweise auch kombinieren lassen.

Die gängigsten Baustoffe sind:

  • Ziegel
  • Porenbeton
  • Kalksandstein
  • Leichtbetonsteine
  • Holz

Dem gegenüber steht ein schlechter Schallschutz, Statik-Probleme bei mehrstöckigen Häusern und hohe Witterungsanfälligkeit.

Was ist ein Bebauungsplan / B-Plan?

Ein Bebauungsplan (B-Plan) legt fest, was und wie in einem Wohngebiet gebaut werden darf, um so einen einheitlichen Städte- oder Siedlungscharakter zu wahren. Neben Stil-Vorgaben dient dies auch dem Schutz der Anwohner, bspw. vor Verschattung durch mehrstöckige Neubauten in der Nachbarschaft.

Wer sich für einen Hausbau interessiert, sollte unbedingt schon vor dem Grundstückskauf einen Blick in den jeweiligen B-Plan werfen, denn dieser kann die Umsetzbarkeit des eigenen Traumhauses stark einschränken und hat wesentlichen Einfluss auf den Wert eines Grundstücks.

Der B-Plan gibt Bauherren aber auch Sicherheit. Wer einen Neubau plant, erfährt über den Bebauungsplan auch, wie die zukünftige Nachbarschaft aussehen wird, zum Beispiel ob in der Nähe ein Gewerbegebiet oder große Mehrfamilienhäuser entstehen könnten.

Was ist der Unterschied zwischen einfachen und qualifizierten Bebauungsplänen?

Ein “qualifizierter” B-Plan muss Angaben zu diesen vier Punkten enthalten:

  • Die Art der baulichen Nutzung
  • Das Maß der baulichen Nutzung
  • Die überbaubaren Grundstücksflächen
  • Die örtlichen Verkehrsflächen

Fehlt mindestens einer dieser Bereiche, spricht man von einem “einfachen” Bebauungsplan. In diesem Fall wird für die Beurteilung von Bauvorhaben die Bebauung der näheren Umgebung zum Vergleich herangezogen (§ 34 und 35 BauGB). Demnach muss sich ein Neubau in die Umgebung einfügen.

Wo bekomme ich den Bebauungsplan für mein Grundstück?

Bebauungspläne können bei dem zuständigen Bauordnungsamt der Gemeinde, bzw. dem Stadtplanungsamt eingesehen werden. Häufig wird dort auch eine zusätzliche Bauberatung angeboten. Wer ein Grundstück kauft, kann sich auch einfach an den Verkäufer wenden.

Außerdem stellen viele Gemeinden B-Pläne mittlerweile auch online zur Verfügung.

Und wenn es keinen B-Plan gibt? Hat das Vor- oder Nachteile?

Nicht für jedes Grundstück gibt es einen Bebauungsplan. Das bedeutet aber nicht, dass Sie dort freie Hand haben.

Es gelten die Vorgaben aus Paragraph 34 des Baugesetzbuches (wie bei einem “einfachen” B-Plan): Neubauten müssen sich hinsichtlich Bauweise sowie Art und Maß der Nutzung der Umgebung anpassen.

Ob ein konkretes Bauvorhaben diese Bedingung erfüllt, muss von der Baubehörde im Einzelfall geprüft werden. Außerdem können Sie sich einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan anfertigen lassen, der die Umsetzung eines Bauprojekts innerhalb einer vereinbarten Frist regelt.

Welche Unterlagen brauche ich für die Baugenehmigung?

  • Bauantrag
  • Bauzeichnungen
  • Baubeschreibung
  • Lageplan
  • Flächenberechnung
  • Technische Nachweise (können möglicherweise nachgereicht werden): Standsicherheitsnachweis (Statik), Wärmeschutznachweis, ggf. Schallschutznachweis
  • Entwässerungsplan
  • Eventuell Brandschutznachweis und technische Angaben zu Heizungs- oder Lüftungsanlagen

Wofür stellt man eine Bauvoranfrage?

Wird der Bauantrag abgelehnt, der Bauvertrag wurde aber schon unterzeichnet, muss der Vertrag rückgängig gemacht werden. Dies ist umständlich und häufig auch teuer. Bereits entstandene Kosten trägt nämlich der Bauherr.

Um auf Nummer sicher zu gehen, können Sie eine Bauvoranfrage beim zuständigen Bauamt einreichen, auch schon vor dem Erwerb des Grundstücks. Dabei wird geprüft, ob für das Bauvorhaben alle Vorschriften berücksichtigt wurden.

Für ein solches “kleines Genehmigungsverfahren” erheben die Ämter eine Gebühr, üblicherweise ein Tausendstel der gesamten Baukosten. Günstiger ist eine formlose Bauvoranfrage, für die ca. 15 Euro fällig werden. Anders als bei der förmlichen Variante, ist das Ergebnis aber nicht rechtsverbindlich.

Wer baut mein Haus für mich?

Wer ein Haus bauen lässt hat im Wesentlichen drei Varianten zur Auswahl:

  • Bauen mit Architekt: Je nachdem, welche Aufgaben Sie Ihrem Architekt übertragen, unterstützt dieser Sie bei der Planung und Umsetzung Ihres Hauses.
  • Bauen mit Generalunternehmer: Sie haben einen Vertragspartner, der die Koordination der Baustelle und das Engagieren weiterer Handwerker übernimmt.
  • Neubaukauf vom Bauträger: Sie kaufen ein ungebautes Haus, dass dann für Sie errichtet wird.

Als Faustregel gilt: Je mehr Gestaltungsfreiheit Sie wollen, desto höher ist der zeitliche und finanzielle Aufwand.

Was kostet ein Architekt?

Das hängt davon ab, welche Arbeiten Ihr Architekt übernehmen soll. Das Aufgabenspektrum reicht von einer bloßen Beratung, über die Planung bis hin zur Übernahme des kompletten Bauvorhabens inkl. Leitung der Baustelle.

Die Bezahlung für die einzelnen Arbeitsschritte berechnet sich auf Basis der Honrarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI),welche als verbindliches Preisrecht für Planungsleistungen im Baugeschäft gilt.

Grob geschätzt erhält ein Architekt bei einer Vollbeauftragung ein Honorar von etwa zehn Prozent der Gebäudekosten. Die genaue Summe können Sie sich mit einem HOAI-Rechner selber ausrechnen.

Was kostet ein Generalunternehmer?

Ein GU kann sich nicht auf die HOAI berufen, das Honorar ist grundsätzlich frei verhandelbar und in den Gesamtpreis des Hauses integriert. Ob dies günstiger ist oder nicht, lässt sich nur projektspezifisch beantworten.

Wie wird ein Hausbau bezahlt?

Üblicherweise wird ein Haus nach Baufortschritt bezahlt. Nach der Abnahme erfolgt dann noch eine Schlusszahlung. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass Bauherren maximal 90 Prozent des Kaufpreises vor der Abnahme bezahlen müssen.

Massiv- oder Fertighaus - was ist besser?

Ein Massivhaus wird Stein auf Stein gebaut. Der große Vorteil: maximale Gestaltungsfreiheit.

Dies wird allerdings im wahrsten Sinne des Wortes erkauft. Ein Fertighaus ist deutlich günstiger, kann aber nur begrenzt auf individuelle Wünsche und Anforderungen angepasst werden.

Was heißt “schlüsselfertig”?

Schlüsselfertig bedeutet meist: “bezugsbereit”. Aber Vorsicht: Der Begriff ist nicht geschützt und die genaue Bedeutung nicht festgelegt. So können beispielsweise Wand- und Bodenbeläge oder Malerarbeiten nicht zum Leistungsumfang gehören. Prüfen Sie daher unbedingt was genau vertraglich vereinbart wird.

Was bedeutet Ausbau- und Bausatzhaus?

Ein Ausbauhaus beschreibt den Aufbau der witterungsbeständigen Haushülle, inkl. Außentüren und Fenster. Der Innenausbau muss aber vom Bauherren übernommen werden, auch die Verlegung von Elektro-, Gas-, Wasser- und Abwasserleitungen sowie der Einbau der Heizung zählen dazu.

Bei einem Bausatzhaus entfällt auch der Rohbau. Industriell vorgefertigten Wand-, Decken- und Dachelemente werden auf die Baustelle geliefert, alles andere wird dem Bauherren überlassen. Dazu ist fachliches Know-how und viel freie Zeit unbedingt erforderlich.

Logischerweise sind Ausbau- und Bausatzhäuser entsprechend günstiger als schlüsselfertige Häuser.

Woran erkenne ich ein gutes Bauunternehmen und einen guten Architekten?

Die Berufsbezeichnung “Architekt” ist rechtlich geschützt. In Deutschland darf sich nur Architekt nennen, wer in die Liste der jeweiligen Architektenkammer eingetragen ist. Um dort aufgenommen zu werden, ist ein abgeschlossenes Architekturstudium sowie mindestens 2 Jahre Berufserfahrung notwendig.

Für Bauunternehmen oder Generalunternehmen gibt es eine solche Garantie nicht. Neben Erfahrungsberichten ehemaliger Bauherren sind hier Referenzobjekte und Musterhäuser gute Indikatoren für Qualität.

Was passiert, wenn mein Bauunternehmen Insolvenz anmelden muss?

Im schlimmsten Fall stehen Sie mit einem unfertigen Haus da – bis zu diesem Zeitpunkt gezahltes Geld ist weg.

Gegen solche Fälle können Sie sich mit einer Baufertigstellungsversicherung absichern. Diese deckt den finanziellen Mehraufwand des Bauherrens ab, der durch die Beauftragung weiterer Unternehmen zur Fertigstellung des unterbrochenen Baus entsteht.

Eine fest in den Bauvertrag integrierte Fertigstellungsvericherung oder -bürgschaft kostet zwar meist extra, ist aber ein Hinweis auf die Seriösität des Unternehmens.

Wie läuft die Abnahme eines gebauten Hauses ab?

Es wird ein Abnahmeprotokoll erstellt, in dem sämtliche Mängel, deren Umfang und wann diese in welcher Form nachzubessern sind festgehalten werden. Alle Beteiligten müssen das Protokoll unterschreiben.

Wie sieht es mit Gewährleistung nach dem Bau aus?

Im Bauvertrag wird festgelegt, wie lange der Gewährleistungszeitraum ist, Standard sind 5 Jahre.

Eine erfolgte Hausabnahme befreit ein Bauunternehmen noch lange nicht von der Sachmängelhaftung. Allerdings wird mit der Abnahme die Leistung des Bauunternehmens als “im Wesentlichen vertragsgerecht” akzeptiert, womit sich die Beweislast für im Nachhinein entdeckte Mängel umkehrt. Das heißt: Sie müssen nachweisen, dass das Bauunternehmen für einen Schaden verantwortlich ist.

Unser dringender Rat: Spätestens zur Bauabnahme sollten Sie sich professionelle Unterstützung organisieren, auch wenn diese Geld kostet. So können Streitigkeiten über Baumängel im Keim erstickt werden

Kann ich beim Hausbau Eigenleistungen einbringen?

Ja, das ist durchaus möglich und vertraglich aushandelbar. Allerdings sollten Sie nur Arbeiten übernehmen, die Sie in vergleichbarer Qualität und Zeit erledigen können wie ein entsprechender Handwerker. Wer sich überschätzt, sorgt für Verzögerung, Mehrkosten und unangenehmen Haftungs-Streitigkeiten bei später auftretenden Schäden.

Kann ich ein Haus auch komplett im Alleingang bauen?

Grundsätzlich ja – wenn Sie das nötige Fachwissen haben. Aber allein der Fakt, dass Sie diesen Ratgeber lesen, zeugt davon, dass dies keine gute Idee ist.

Muss ich mich beim Hausbau versichern?

Ja, einige Versicherungen sind Pflicht, andere zumindest empfehlenswert. Die wichtigsten Versicherungen sind:

  • Bauherrenhaftpflichtversicherung
  • Bauleistungsversicherung
  • Wohngebäudeversicherung
  • Baufertigstellungsversicherung
  • Bauhelferversicherung
  • Restschuld- und Risikolebensversicherung

Was wird im Bauvertrag geregelt?

Der Bauvertrag regelt die Umsetzung Ihres Bauvorhabens. Seit Januar 2018 gilt das neue Bauvertragsrecht, das die gesetzlichen Vorgaben für Bauunternehmen deutlich verschärft.

Diese Punkte sind im Bauvertrag enthalten:

  • Angaben zu den Vertragsparteien bzw. Vertretungsregelungen
  • Ausführliche Bau- und Leistungsbeschreibung
  • Sonstige Regelwerke (VOB, DIN-Normen)
  • Besonderheiten der Baustelle
  • Termine und Fristen
  • Bestimmungen zur Vergütung und Zahlung
  • Regelungen zur Gewährleistung und Mängelbeseitigung
  • Versicherungs- und Nachweispflichten
  • Angaben zu Vertragsstrafen und Haftung
  • Anspruch auf Änderungen der Bauplanung
  • Regelungen zur Abnahme
  • Widerrufs- und Kündigungsrecht
  • Sonstige Pflichten und Regeln beider Parteien

Download der Checkliste

Mit unserer Checkliste zum Bauvertrag beugen Sie Fehlern vor und vermeiden Unklarheiten. Jetzt downloaden.

Kann ich einen Bauvertrag ändern, widerrufen oder kündigen?

Verbraucher haben ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. Baufirmen müssen ihre Kunden auf dieses Recht hinweisen, sonst verlängert sich die Frist um bis zu 12 Monate.

Ein Vertrag kann auch später noch gekündigt werden, allerdings mit finanziellen Konsequenzen, denn die Baufirma behält ihren Zahlungsanspruch, abzüglich eingesparter Material- und Personalkosten.

Es ist auch möglich, bauliche Einzelheiten im Vertrag zu ändern. Das zuständige Unternehmen muss darauf eingehen, kann aber natürlich einen Mehraufwand berechnen. Außerdem müssen die zusätzlichen Arbeiten der Baufirma zumutbar sein.

Was ist die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB)?

Die VOB ist ein in der Vergangenheit häufig angewandtes Klauselwerk, welches das Fehlen bauspezifischer Regeln im gesetzlichen Werkvertragsrecht des BGB ausgleichen sollte. Für öffentliche Bauvorhaben ist die VOB Pflicht. Privaten Vertragspartnern steht die Nutzung frei.

Mit der Neuregelung des Bauvertragsrechts überschneiden sich einige Bestimmungen mit der VOB. Eine entsprechende Anpassung steht noch aus.

Was kostet ein Hausbau?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten – zu viele Faktoren spielen für den Gesamtpreis eine Rolle. Eine Faustregeln lässt sich aber festhalten: Je mehr gestalterische Freiheit Sie möchten, desto teurer wird der Bau.

Hat die Lage großen Einfluss auf die Gesamtkosten?

Ja, sehr großen sogar. Grundstückspreise sind in den letzten Jahren regelrecht explodiert und machen meist den größten Einzelposten bei den Gesamtkosten eines Hausbaus aus. In besonders begehrten Gegenden ist es nicht ungewöhnlich, dass das Grundstück mehr kostet als das, was darauf gebaut wird.

Was sind Baunebenkosten und wie hoch sind sie?

Zu den eigentlichen Baukosten eines Hauses kommen noch Nebenkosten hinzu. Diese werden meist mit 15 bis 20 Prozent der Gesamtkosten berechnet.

Dazu gehören:

  • Honorare für Makler, Notar, Architekt, Statiker, Handwerker etc.
  • Gebühren für Genehmigungen und Unterlagen
  • Grunderwerbssteuer und Grundbucheintrag
  • Vorbereitung von Grundstück und Baustelle
  • Versicherungen

Wie kann ich Geld sparen?

In diesem Ratgeber finden Sie 15 Spartipps, mit denen Sie Ihre finanzielle Belastung während und nach dem Bau merklich reduzieren können.

Wer hilft mir bei der Finanzierung?

Die klassische Form ist ein Kredit bei der Bank Ihrer Wahl, der über einen festgelegten Zeitraum hinweg zurückgezahlt wird. Daneben gibt es aber auch einige staatliche und regionale Fördermöglichkeiten, die Ihnen bei der Finanzierung Ihres Traumhauses behilflich sind.

Link-Box: Ratgeber Baufinanzierung – Alles zu Zinsen, Laufzeit, Tilgung und wie Sie den besten Anbieter für Ihr Bauprojekt finden, lesen Sie in unserem Ratgeber zur Baufinanzierung.

Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es für den Hausbau?

  • Förderprogramme für Energieeffizienz: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützen den Einsatz erneuerbarer Energien und das Bauen energiesparender Häuser mit zinsgünstigen Krediten.
  • Wohn-Riester: Die “Eigenheimrente” ist ein staatlicher Zuschuss zu einem Bauvorhaben, wenn ein Teil des Einkommens in einen Wohn-Riester-Vertrag eingezahlt wird.
  • Unterstützung durch das Wohnraumförderungsgesetz: Mit zinsgünstigen Darlehen, Zuschüssen oder vergünstigtem Bauland sollen einkommensschwache und kinderreiche Familien unterstützt werden.
  • Regionale Förderprogramme: Einige Gemeinden vergeben Darlehen und Zuschüsse an angehende Eigenheimbesitzer, um so den Zuzug in die Gegend anzukurbeln.

Außerdem wurde 2018 das Baukindergeld eingeführt.

Baukindergeld - was ist das?

Das Baukindergeld soll Familien mit mittleren Einkommen bei ihrem ersten Hausbau oder -kauf unterstützen. Bei einem Jahreseinkommen von maximal 75.000 Euro plus 15.000 Euro pro Kind kann auf diesem Weg eine Förderung von 12.000 Euro pro Kind über einen Zeitraum von zehn Jahren beantragt werden, also 1.200 Euro pro Jahr. Anträge werden über die KfW gestellt.

Was bedeutet Energieeffizienz?

Energieeffizienz beschreibt, wie sinnvoll Energie in einem Haus eingesetzt, bzw. ob produzierte Wärme unnötig verloren geht. Ein effizientes Energiekonzept schont die Umwelt und den eigenen Geldbeutel.

Für Neubauten gelten gesetzliche Standards, die eingehalten werden müssen. Es kann sich aber lohnen, diese noch zu übertreffen, denn es winken attraktive Fördergelder und geringere laufende Kosten.

Die Grundlage für die Bewertung eines Energiekonzeptes bilden die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG).

Der entscheidende Wert ist der Primärenergiebedarf eines Gebäudes. Dieser wird aus einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren bestimmt:

  • Heizung:
  • Wärmedämmung
  • Lüftung
  • Stromerzeugung
  • Warmwasserbereitung

Was besagen Energieeinsparverordnung (EnEV) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)?

EnEV und EEWärmeG bilden den gemeinsamen rechtlichen Rahmen für das Energiekonzept eines Neubaus. Da sich Bauherren an beide Vorgaben halten müssen, ergeben sich diverse Wechselwirkungen bei der Nachweisführung und der Pflichterfüllung. Das EEWärmeG fordert zum Beispiel die anteilige Nutzung erneuerbarer Energien, was sich auf den in der EnEV festgelegten Primärenergiebedarf eines Hauses auswirkt.

Was ist das Gebäudeenergiegesetz (GEG)?

Ursprünglich sollten EnEV und EEWärmeG Anfang 2018 im Gebäudeenergiegesetz (GEG) zusammengeführt werden. Dies wurde vorerst aufgeschoben, soll aber in Zukunft noch umgesetzt werden.

Was bedeuten KfW-Effizienz-, Plusenergie-, Nullenergie-, Passiv- und 3-Liter-Haus?

Bei allen Begriffen handelt es sich um Einstufungen in Effizienzklassen, also wie viel Energie benötigt wird, um das Haus zu betreiben.

Ein Passivhaus hat einen sehr geringen Energiebedarf, ein Nullenergiehaus kann sich selbst versorgen und ein Plusenergiehaus produziert sogar mehr als es verbraucht.

Was kostet energieeffizientes Bauen? Soll ich so viel wie möglich investieren?

Energieeffizienz liegt im Trend. Das hat einen einfachen Grund. Die Anschaffungskosten werden mit der Zeit wieder eingespielt. Die Fördermöglichkeiten von KfW und BAFA unterstützen dies zusätzlich.

Allerdings muss ein Energiekonzept auch sinnvoll und auf den Einzelfall abgestimmt sein. In Regionen mit wenig Sonne oder einem ungünstig gelegenen Grundstück ist eine Solaranlage beispielsweise wenig lukrativ.

Was ist ein Blower-Door-Test?

Ein wichtiger Aspekt für den Energiebedarf eines Gebäudes ist dessen Luftdichtheit. Um dies zu testen wird das sog. “Differenzdruck-Messverfahren” eingesetzt, mit dem Lecks in der Gebäudehülle aufgespürt werden.

Was bedeutet Barrierefreiheit?

Barrierefreiheit bedeutet zunächst einmal genau dies, nämlich “frei von Barrieren”. Das bedeutet, Wohnraum muss weitgehend von jedem ohne fremde Hilfe zugänglich sein, unabhängig von der Art der Einschränkung. Es dürfen also keine Hindernisse wie Schwellen, steile Treppen oder zu enge Durchgänge vorhanden sein

.Barrierefreiheit ist ein gesetzlich definierter Begriff, die Grundlage ist die Baunorm DIN 18040-2. Wer ein altersfreundliches Fertighaus möchte, sollte darauf achten, dass der Anbieter tatsächlich von “barrierefrei” bzw. der angesprochenen Norm spricht.

Ist barrierefreies Bauen sinnvoll?

Wer ein Eigenhaum baut, plant meist, dort auch eine ganze Weile lang zu wohnen. Daher kommt man nicht drumherum, sich schon über die Zukunft Gedanken zu machen. Clever ist, wer Vorsorge betreibt und das Eigenheim auf das Wohnen im Alter vorbereitet.

Viele Grundstrukturen des barrierefreien Wohnens wie offener, lichtdurchfluteter Wohnraum sind ohnehin Teil einer modernen Wohnraumgestaltung.

Die Kosten für barrierefreies Bauen halten sich in Grenzen. Laut einer Studie des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) machen diese nur ca. ein Prozent der Gesamtbaukosten eines Neubaus aus.

Was ist ein Smart Home? Welche Vorteile hat es?

“Smart Home” beschreibt den intelligenten Einsatz von Technik innerhalb eines Hauses, um den Bewohnern das Leben dort angenehmer zu gestalten.

Dies bietet nicht nur zusätzlichen Wohnkomfort, sondern hilft auch beim Energiesparen und sorgt für Sicherheit und Schutz – sowohl vor Einbruch als auch vor den Folgen von häuslichen Unfällen.

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