Fußbodenheizung: Was kostet es?

Eine Fußbodenheizung kostet durchschnittlich 64 Euro pro Quadratmeter.

Stand:

Fußbodenheizungen sorgen durch ihre Konstruktion für eine gleichmäßige und energiesparende Wärmeverteilung. 

Hinsichtlich der Verlegeart unterscheidet man zwischen Trocken- und Nasssystemen. Für die Betriebsart kommen heizwassergeführte und elektrische Varianten zum Einsatz. Trockensysteme und die elektrische Fußbodenheizung eignen sich besonders gut für die Nachrüstung auf bereits bestehenden Böden. 

Unabhängig von Konstruktion und Betriebsart besteht jede Fußbodenheizung aus zentralen Elementen, die gleichzeitig die Kostenfaktoren bestimmen:

  • Die Dämmschicht sorgt für die Isolation nach unten.
  • Heizrohre führen das Heizwasser, bei der elektrischen Fußbodenheizung wird ein dünnes Netz aus Heizdrähten unter den Bodenbelag gelegt.
  • Das Trägersystem nimmt die Heizschlangen auf.
  • Trockenestrichplatten oder ein Heizestrich umhüllen, Heizrohre und Trägersystem.
  • Den Abschluss bildet der Bodenbelag.

          Die fertig verlegte Konstruktion wird anschließend an die Heizungsanlage angeschlossen und in Betrieb genommen.

          Betriebsart, Gesamtfläche und Einbausituation bestimmen, wie teuer eine Fußbodenheizung letztendlich wird. Je nach Verlegeart reicht die Preisspanne von 24 bis 105 Euro.

          64 € 105 € 24 €
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          In der Tabelle sehen Sie eine Beispielrechnung für das Verlegen einer Fußbodenheizung in einem 10 Quadratmeter großen Badezimmer. Bei der Heizung handelt es sich um eine wassergeführte Fußbodenheizung im Nass-System. Berechnet wurden neben den durchschnittlichen Materialkosten die Kosten für die Leistungen des Handwerkers. Insgesamt kostet die Verlegung der Fußbodenheizung 470 Euro.

          Beispielrechnung Fußbodenheizung
          Materialkosten330 Euro
          Nasssystem210 Euro
          Heizestrich120 Euro
          Handwerkerkosten180 Euro
          Nassystem verlegen80 Euro
          Inbetriebnahme70 Euro
          An- und Abfahrt30 Euro
          Gesamt510 Euro

           

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          Fußbodenheizungen gibt es in verschiedenen Bauarten und Aufbauten. Bei der Planung der Fußbodenheizung haben Sie die Auswahl unter folgenden Konstruktionen:

          Das Nass-System ist vor allem für Neubauten geeignet. Die Heizschlangen werden dabei auf einer Trägermatte verlegt und anschließend in Estrich eingebettet. Man spricht hier auch vom sogenannten Heizestrich. 

          Fußbodenheizungen im Trockensystem sind ideal für die Modernisierung und eignen sich dann, wenn möglichst wenig Feuchte in den Raum eingebracht werden soll. Dazu werden vorgefertigte Bodenelemente verlegt, in die die wasserführenden Heizungsrohre bereits integriert sind.

          Eine weitere Unterscheidung besteht in der Wahl der Wärmequelle:

          Wasserführende Fußbodenheizungen werden direkt an die Heizungsanlage angeschlossen, diese versorgt die Heizrohre mit Warmwasser.

          Die elektrische Fußbodenheizung wird mit Strom betrieben. Dieser erhitzt im Boden verlegte Heizdrähte.

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          Bei der Fußbodenheizung im Nasslegeverfahren werden die Rohrleitungen auf einem Trägersystem direkt in den Estrich verlegt, man spricht hierbei auch vom sogenannten Heizestrich.

          Die Fußbodenheizung als Nass-System kostet inklusive Einbau zwischen 41 und 79 Euro pro Quadratmeter. Die Inbetriebnahme der Heizung wird meist mit 70 Euro berechnet. Für die Anfahrt können zusätzlich Kosten von durchschnittlich 30 Euro anfallen.

          Kosten Fußbodenheizung Nass-System
          Heizestrich12 bis 25 Euro
          Nass-System21 bis 40 Euro
          Nass-System verlegen8 bis 14 Euro
          Zusatzkosten
          Inbetriebnahme70 Euro

          Vor- und Nachteile der Fußbodenheizung im Nassverfahren

          Vor- und Nachteile beim Nass-System
          Beste Heizleistung aller Systemelange Trockenzeiten
          Estrich als SpeichermediumNeubaufeuchte
          förderfähigNur begrenzt für die Nachrüstung geeignet

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          Fußbodenheizung als Trockensystem werden in Form von Systemplatten verlegt, in die anschließend die Rohrleitungen eingelegt werden. Abgedeckt werden die Systemelemente mit Trockenestrichplatten.

          Für die Art der Fußbodenheizung können Sie mit Kosten zwischen 77 und 105 Euro pro Quadratmeter inklusive Einbau rechnen. Hinzu kommen Anfahrtskosten, die zwischen 10 und 50 Euro je Anfahrt liegen können und Kosten für die Inbetriebnahme der Heizung mit 70 Euro.

          Kosten Fußbodenheizung Trockenbau-System
          Trockenestrich27 bis 43 Euro
          Trockenbau-System38 bis 42 Euro
          Trockenbau-System verlegen12 bis 20 Euro
          Zusatzkosten
          Inbetriebnahme70 Euro

          Vor- und Nachteile der Fußbodenheizung als Trockensystem:

          Vor- und Nachteile beim Nass-System
          Sofortige Inbetriebnahmegeringere Heizleistung als Nasssysteme
          Geringes FlächengewichtEstrich entfällt als Speichermedium
          Geringe Aufbauhöhe
          Keine Neubaufeuchte
          förderfähig

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          Die elektrische Fußbodenheizung lässt sich einfach und ohne große Aufbauhöhe verlegen und ist deshalb besonders gut für die Nachrüstung geeignet.

          Die Drähte werden als Matten direkt unter den Fußbodenbelag verlegt und anschließend an das hausinterne Stromnetz angeschlossen. Pro m² müssen Sie mit Kosten zwischen 24 und 51 Euro inklusive Einbau rechnen.

          Vor- und Nachteile der elektrischen Fußbodenheizung:

          Vor- und Nachteile bei der elektrischen Fußbodenheizung
          Kurzfristiges Bedarfsheizen möglich
          Hohe Kosten bei Verwendung als Dauerheizung
          Schnellere Reaktion als wassergeführte FußbodenheizungenGeringere Heizleistung als wassergeführte Varianten
          Einfach zu installieren und zu demontierenNicht förderfähig
          Niedrige Aufbaubauhöhe
          Geringes Flächengewicht
          Keine Neubaufeuchte
          Langlebig und wartungsarm

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          Für die Nachrüstung einer Fußbodenheizung eignen sich Trockensysteme oder elektrische Fußbodenheizungen aufgrund der einfachen Verlegung sowie der geringen Aufbauhöhe besonders gut. 

          Im ersten Schritt muss der alte Fußboden inklusive Belag und Estrich entfernt werden. Auch alte Heizkörper müssen entsorgt werden. Anschließend wird die Fußbodenheizung eingebaut. Die Kosten richten sich nach:

          • Umfang der Abrissarbeiten
          • gewählter Fußbodenheizung 
          • Flächengröße
          • Regionales Preisniveau

                Für die Abrissarbeiten und die Entsorgung müssen Sie mit Kosten von 20 bis 40 Euro pro Quadratmeter rechnen.

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                Grundsätzlich sind die Heizkosten für die Fußbodenheizung geringer als bei herkömmlichen Heizkörpern. Je nach verwendetem Brennstoff, Effizienz der Heizungsanlage und aktuellen Preisen variieren die Kosten stark.

                Folgende Tabelle liefert einen Überblick über die jeweils anfallenden Heizkosten für ein Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 150 Quadratmeter pro Jahr. Der Energieverbrauch liegt bei 24.000 kWh.

                Jährliche Heizkosten Fußbodenheizung
                BrennstoffPreis pro kWhKosten HeizkörperKosten Fußbodenheizungg
                Öl0,048 Euro1.156 Euro732 Euro
                Gas0,063 Euro1.512 Euro948 Euro
                Pellet0,049 Euro1.176 Euro738 Euro
                Strom0,200 Euro4.800 Euro3.000 Euro

                Am günstigsten heizen Sie mit Öl: Beim aktuellen Ölpreis von 4,8 ct/ kWh, einer Hausgröße von 150 m² und einem Jahresenergiebedarf für die Heizung von 24.000 kWh zahlen Sie im Durchschnitt 723 Euro jährlich. Verglichen mit dem Betrieb von Heizkörpern sparen Sie rund 420 Euro Heizkosten im Jahr.

                Betreiben Sie Ihre Heizungsanlage bei gleicher Hausgröße und gleichem Energiebedarf mit Gas, fallen bei einem Preis pro Kilowattstunde von 6,3 ct im Jahr 948 Euro an Heizkosten an. Im Vergleich zu Heizkörpern sparen Sie dabei über 560 Euro ein.

                Im Pelletbetrieb mit einem Preis von 4,9 ct/ kWh zahlen Sie für Ihr 150 m² großes Haus pro Jahr etwa 738 Euro Heizkosten. Dies bringt gegenüber Heizkörpern eine jährliche Einsparung von knapp 440 Euro.

                Die höchsten Kosten fallen an, wenn die Heizung elektrisch betrieben ist. Ausgehend von einem Strompreis von 20 ct/ kWh entstehen für 150 m² Wohnfläche Heizkosten in Höhe von durchschnittlich 3.000 Euro, dabei sparen Sie gegenüber elektrischen Heizkörpern 1.800 Euro jährlich.

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                Fußbodenheizungen sind in der Regel wartungsarm, dennoch kann eine regelmäßige Überprüfung die Lebensdauer und Effizienz verlängern. Auch dann, wenn die Heizleistung nachlässt oder sonstige Störungen auftreten, ist eine Wartung erforderlich.

                Nach den Leitlinien des ZVSHK (Zentralverband Sanitär Heizung Klima) umfasst eine vollständige Wartung die Funktionsprüfung und Heizungsdiagnose, Entlüftung, Spülung der Heizkreise und einen hydraulischer Abgleich.

                Kosten Wartung Fußbodenheizung
                Funktionsprüfung/ Diagnose150 bis 250 Euro
                Entlüftung50 bis 100 Euro
                Spülung der Heizkreise5 bis 10 Euro/m²
                Hydraulischer Abgleich650 bis 1.250 Euro
                Inbetriebnahme70 Euro

                Mit der Funktionsprüfung und Diagnose durch den Fachbetrieb wird Ihre Fußbodenheizung gründlich überprüft. Hierfür müssen Sie mit Kosten in Höhe von durchschnittlich 200 Euro rechnen. 

                Etwa 50 Euro müssen Sie für die Entlüftung der Anlage einplanen, hierbei wird Luft aus dem System entfernt und die Effizienz der Heizung optimiert.

                Eine Spülung der Heizkreise entfernt Ablagerungen aus den Rohrleitungen und kostet im Durchschnitt 900 Euro.

                Der hydraulische Abgleich sorgt für eine gleichmäßige Wärmeverteilung und kostet für ein komplettes Einfamilienhaus zwischen 300 und 600 Euro.

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                Für die neue Fußbodenheizung kann eine Förderung beantragt werden, wenn diese im Zuge einer neuen, energieeffizienten Heizungsanlage nachgerüstet wird. Fördermittelgeber ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die die Maßnahme im Rahmen der jeweils aktuellen Förderbedingungen mit einem Zuschuss oder einem zinsvergünstigten Kredit unterstützt.

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