Gärtner: Was kostet er?

Ein Gärtner kostet durchschnittlich 65 Euro pro Stunde

Stand:

Wer ein Haus mit Grundstück hat, weiß, wieviel Arbeit in die Pflege von Garten und Grundstück investiert werden müssen, wenn alles ordentlich und optisch ansprechend erscheinen soll. Jede Jahreszeit bringt ihre typischen Arbeiten im Garten mit sich und in manchen Fällen kann es passieren, dass man diese nicht mehr komplett alleine bewältigen kann.

Dann ist ein Gärtner, der sich um alles kümmert, eine gute Lösung. Wo früher aus solchen Gründen Gärtner direkt eingestellt wurden, werden heutzutage in der Regel Dienstleister mit der Gartengestaltung und Gartenpflege beauftragt.

Welche Kosten dabei entstehen, hängt von ganz unterschiedlichen Faktoren ab:

  • Art und Umfang der Aufgaben
  • Häufigkeit des Einsatzes
  • Preisgestaltung (Stunden, Quadratmeter, etc.)
  • Entsorgung der Gartenabfälle
  • Anfahrt

         Durchschnittlich verlangen die Dienstleister in diesem Bereich zwischen 58 bis 72 Euro pro Stunde. 

        65 € 72 € 58 €

        In der Tabelle sehen Sie eine Beispielrechnung für das Anlegen und Pflegen eines Spielrasens von 20 Quadratmetern.

        Rasenpflege Kostenbeispiel
        Spielrasen Anlegen12 Euro
        Rasen mähen24 Euro
        Rasen düngen2 Euro
        Rasen Fertigstellungspflege20 Euro
        Gärtnerkosten174 Euro
        Gesamtkosten232 Euro

        Tatsächlich sind die Kosten für die regelmäßige Pflege des Gartens als sogenannte “Haushaltsnahe Dienstleistungen” von der Steuer absetzbar. Hier werden vom Finanzamt die reinen Arbeitsleistungen anerkannt. Wichtig dabei ist, dass Sie eine Rechnung vorweisen können und der Betrag überwiesen wurde. Barzahlungen werden nicht anerkannt. Die steuerlichen Obergrenzen für die Anrechnung werden fast jährlich angepasst und sind zudem abhängig von der Art der Beschäftigung des Dienstleisters (Minijob, Angestellter, selbstständiger Dienstleister). So konnte man für den selbstständigen Gärtner im Jahr 2019 rund 20 Prozent der Kosten bei der Steuererklärung geltend machen. 

        Die Neuanlage Ihres Gartens können Sie allerdings nicht steuerlich geltend machen. 

        Vermieter können die Arbeitsleistungen des Gärtners auf Ihre Mieter umlegen. Diese wiederum können einen Teil der Nebenkostenabrechnung als “Haushaltsnahe Dienstleistungen” mit der Steuererklärung einreichen. Eine differenzierte Aufstellung hat der Vermieter dem Mieter kostenlos zur Verfügung zu stellen, denn in den meisten Fällen wird die Nebenkostenabrechnung von den Finanzämtern als alleiniger Beleg nicht akzeptiert.

        Die Arbeiten, welche von einem Gärtner übernommen werden können, sind recht umfangreich und teilen sich in zwei Gebiete auf, zum Einen in die Pflege des Gartens und zum Anderen in dessen Gestaltung.

        Die Gartenpflege schließt viele regelmäßige Arbeiten ein. Hierfür wird von den Unternehmen oftmals ein Abonnement angeboten, was in der Regel günstiger ausfällt, als wenn man den Gärtner jedes Mal einzeln mit bestimmten Aufgaben beauftragt. 

        Zur Gartenpflege zählen eine ganze Menge von unterschiedlichen Arbeiten. Hier ist mit folgenden Kosten zu rechnen:

        Postenaufstellung für die Gartenpflege
        PostenKosten
        Ansaat, Gebrauchsrasen0,30 bis 0,80 Euro/m²
        Ansaat, Spielrasen0,60 bis 2,70 Euro/m²
        Rasen mähen1,20 bis 3,30 Euro/m²
        Rasen düngen0,10 bis 0,70 Euro/m²
        Rasen Fertigstellungspflege1,00 bis 4,00 Euro/m²
        Hecke Pflegeschnitt1,00 bis 2,00 Euro/m²
        Hecke Formschnitt10,00 bis 20,00 Euro/m²
        Unkraut entfernen in Beeten1,00 bis 2,00 Euro/m²
        Unkraut entfernen auf Wegen und Terrassen2,00 bis 3,00 Euro/m²
        Überwinterungsservice50,00 bis 100,00 Euro/m²

        Einige Gärtner bieten ihre Dienstleistungen auch auf Basis eines Stundenlohnes an, welcher ungefähr zwischen 58 und 72 Euro pro Stunde liegt. 

        Rasenmähen und auch der Schnitt von Hecken und Sträuchern trägt nicht nur zu einem ästhetischen Gesamtbild bei, sondern ist auch wichtig um die Pflanzen gesund und kräftig zu halten. 

        Einige Gärtner bieten für tropische oder nicht winterharte Pflanzen einen Überwinterungsservice an, wo diese geschützt gegen die Kälte in Gewächshäusern eingelagert werden. Dieser inkludiert in den meisten Fällen einen entsprechenden Hol- und Bring-Service. 

        Bei der Gartengestaltung ist in den meisten Fällen eine einmalige Beauftragung ausreichend. Hier kann jedoch der eine oder andere Euro gespart werden, wenn man den Kauf der Pflanzen selber übernimmt.

        Egal, ob Sie Ihren Garten ganz neu anlegen lassen oder diesen komplett umgestalten möchten – die Beauftragung eines entsprechenden Landschaftsgärtners macht sich in jedem Fall bezahlt. Dieser kann Sie anhand seiner Kenntnisse zu den geeigneten Pflanzen und pflegeleichten Gewächsen beraten und Ihren Garten an Ihre individuellen Vorlieben anpassen. Auch hinsichtlich bestimmter Stile ist er der perfekte Berater. Zudem verfügt er über ausreichend Kenntnisse, um den Pflegebedarf Ihres neuen Gartens auf Wunsch auf ein Minimum zu reduzieren. 

        Die Kosten für das Anlegen eines Gartens richten sich ganz nach Ihren Wünschen und lassen sich nicht pauschal berechnen. So schwanken die Kosten für das Pflanzen von Bäumen stark zwischen 6 und 87 Euro, zuzüglich der Kosten für den Erwerb der Pflanzen.

        Liegt der Auftragsort außerhalb des Liefergebiets, berechnen viele Handwerker eine Anfahrtspauschale. Diese kann – je nach Region – zwischen 10 und 50 Euro liegen.

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