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Bewertung Shopauskunft.de

Treppenlift: Modelle, Preise, Zuschüsse und Tipps zum Kauf 2019

Der Schlüssel zur barrierefreien Unabhängigkeit


Zuletzt bearbeitet am

Auch im Alter noch unabhängig leben – das wünschen sich viele Senioren. Doch was, wenn das eigene Zuhause diesen Traum schon im Ansatz platzen lässt?

Laut dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung sind nur 1 – 2 Prozent aller deutschen Haushalte altersgerecht eingerichtet. Ein selbstbestimmter Alltag ist da kaum möglich.

Die größte Alltags-Barriere: Die Treppe. Wenn ein beschwerdefreier Gang in die nächste Etage nicht mehr möglich ist, bleibt für viele nur noch der Umzug in eine barrierefreie Wohnung oder in ein Altersheim. Doch es gibt noch eine weitere Möglichkeit: Ein Treppenlift.

Treppen wieder ohne fremde Hilfe bewältigen zu können, das bedeutet Unabhängigkeit und Lebensqualität. Doch ein Treppenlift ist eine teure Angelegenheit: Je nach Modell und den Gegebenheiten der Treppe können die Kosten schnell fünfstellig werden.

Die gute Nachricht: Wer sich vorab gründlich informiert kann dank verschiedener Fördermöglichkeiten und steuerlicher Besonderheiten einen großen Teil der Kosten sparen. In diesem Ratgeber lesen Sie, wie das geht und finden Antworten auf alle sonstigen Fragen auf dem Weg in einen weiterhin selbstbestimmten und selbstständigen Alltag.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Pflegeversicherung kann einen Kauf mit bis zu 4.000 Euro fördern.
  • Beim Kauf eines gebrauchten Lifts können Sie bis zu 50 Prozent der Kosten sparen.
  • Die Kosten für einen Treppenlift können von der Steuer abgesetzt werden.
  • Der Vermieter darf den Einbau eines Treppenlifts nicht pauschal verbieten.
  • Bei einer Eigentümergemeinschaft müssen alle Eigentümer dem Einbau eines Treppenlifts zustimmen.
  • Auch die Miete eines Treppenlifts ist möglich – die monatlichen Kosten liegen meist zwischen 50 und 150 Euro.
  • Bei Standardliften sollte die Treppenbreite von 80 Zentimeter nicht unterschritten werden.
  • Viele Treppenlift-Anbieter vermitteln Probefahrten bei ehemaligen Kunden zu Hause.
  • Von der Vertragsunterzeichnung bis zum Einbau vergehen meist nur wenige Wochen.

Die 6 Schritte auf dem Weg zum Treppenlift

  1. Pflegegrad beantragen
    Den Antrag stellen Sie direkt bei der Pflegeversicherung Ihrer Krankenkasse. Ab einer Einstufung in den Pflegegrad 1 unterstützt die Kasse den Kauf eines Treppenlifts mit bis zu 4.000 Euro.
  2. Angebote einholen
    Vergleichen lohnt sich – auch beim Treppenlift. Mit einem Anbietervergleich können Sie einen Teil der Kosten sparen und sich die besten Konditionen sichern.
  3. Beratungstermin und Ausmessung vor Ort
    Lassen Sie sich von einem Fachmann beraten. Bei dieser Gelegenheit wird auch Ihre Treppe ausgemessen, um einen fachgerechten Einbau sicherzustellen.
  4. Fördermöglichkeiten beantragen
    Beantragen Sie zunächst die Förderung der Pflegekasse. Wird Ihnen hier keine Förderung gewährt, beantragen Sie andere Förderprogramme wie zum Beispiel einen Zuschuss der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
  5. Modellauswahl und Probefahrt
    Entscheiden Sie sich für ein Modell und testen Sie den Lift bei einer unverbindlichen Probefahrt in Ihrer Nähe.
  6. Der Lift wird eingebaut
    Haben Sie den Vertrag unterschrieben, erfolgt der Einbau kurze Zeit später und der Lift ist einsatzbereit.

Wozu brauche ich einen Treppenlift?

Ein Treppenlift wird meist als eine Anschaffung abgestempelt, die erst im Alter notwendig wird. Dabei können die Gründe für die Anschaffung eines Lifts sehr unterschiedlich sein.

Ganz falsch ist das Vorurteil allerdings nicht. In vielen Fällen wird der Treppenlift erworben, wenn die körperliche Beeinträchtigung das Leben in den eigenen vier Wänden im Alter nicht mehr erlauben würden.

Für ältere Menschen ist ein Treppenlift daher eine ideale Möglichkeit …

  • möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben zu können,
  • Angehörige und / oder das Pflegepersonal zu entlasten und
  • selbstständig und unabhängig den Alltag zu bestreiten.

Allerdings gibt es auch andere Situationen, in denen die Installation eines Treppenlifts sinnvoll ist:

Wann ist ein Treppenlift eine sinnvolle Investition


Welches Modell ist das richtige?

Treppenlifte gibt es in diversen Ausführungen. Für unterschiedliche Anforderungen und Zielgruppen werden unterschiedliche Modelle angeboten.

Wir stellen Ihnen die verschiedenen Arten von Treppenliften vor:

  • Sitzlift: Der Klassiker unter den Treppenliften ist der Sitzlift. Die Treppe wird hier mit einem Sitz überwunden, der an einem Schienensystem über die Stufen fährt. Der Sitzlift bietet einen hohen Komfort und eignet sich für nahezu jedes Treppenhaus. Sitzlifte sind auf jede Größe verstellbar und für Personen bis etwa 130 Kilo ausgelegt.
  • Plattformlift: Eignet sich besonders für Rollstuhl- und Rollatornutzer. Der Transport erfolgt auf einer Plattform vertikal entlang der Treppe und ist auch für schwere Gegenstände geeignet. Ein Plattformlift ist auch dann sinnvoll, wenn die Person körperlich nicht mehr in der Lage ist, sich auf einen Sitzlift zu setzen. Ein Plattformlift ist nur bei einer breiten Treppe möglich.
  • Hublift: Ein Hublift ist eine senkrechte Hebebühne und damit ebenfalls für Rollstuhl- und Rollatornutzer geeignet, sowohl im Innen- als auch im Außenbereich.
  • Stehlift: Ein Stehlift funktioniert ähnlich wie ein Sitzlift. Der Transport erfolgt bei einem Stehlift allerdings – wie der Name schon sagt – im Stehen. Der Lift eignet sich deshalb besonders für Personen mit verminderter Beweglichkeit, denen das Hinsetzen und Aufstehen Probleme bereitet.
  • Außenlift: Wenn der Wohnraum nur über Stufen zugänglich ist, kann auch ein Außenlift notwendig sein. Diese funktionieren grundsätzlich wie die genannten Arten, sind aber besonders robust gefertigt, um der Witterung standzuhalten.
  • Deckenlift: Bei einem Deckenlift erfolgt der Transport mit Hilfe von Stahlseilen oder Ketten an der Decke, an denen die Person in ein anderes Stockwerk gehoben wird. Der Ein- und Ausstieg erfolgt außerhalb des Treppenbereiches.

So finden Sie das richtige Modell

Für welche Art von Treppenlift Sie sich entscheiden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Im Vordergrund steht Ihre gesundheitliche Verfassung und welche Anforderungen der Treppenlift haben muss, um eine echte Mobilitätshilfe zu sein.

Hilfe bei der Auswahl des Treppenlift Modells

Lassen Sie sich deshalb vor dem Abschluss eines Kaufvertrags fachmännisch beraten, um das Modell zu finden, dass Ihrer gesundheitlichen Verfassung am besten entspricht. Neben der Beratung ist hier eine Probefahrt der beste Weg.

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Welcher ist der richtige?

Wenn kein Rollstuhl transportiert werden muss, ist ein Sitzlift in aller Regel die beste Wahl. Der Lift kann an nahezu jeder Treppe installiert werden und bietet eine sichere und vergleichsweise günstige Möglichkeit, in die gewünschte Etage zu gelangen.

Mit diesen 6 Tipps sind Sie bei der Auswahl eines Treppenlifts auf der sicheren Seite

  1. Lassen Sie sich Zeit bei der Auswahl.
  2. Holen Sie sich professionelle Beratung von einem Fachmann.
  3. Vergleichen Sie Angebote von verschiedenen Anbietern.
  4. Informieren Sie sich über Fördermöglichkeiten.
  5. Prüfen Sie die Möglichkeit, einen Lift gebraucht zu kaufen oder zu mieten.
  6. Vereinbaren Sie eine Probefahrt mit einem Treppenlift.

Machbarkeits-Check: Kann in meinem Zuhause ein Treppenlift eingebaut werden?

Damit ein Treppenlift eingebaut werden kann, müssen einige bauliche Anforderungen gegeben sein. Dazu zählen:

  • Ausreichende Tragfähigkeit der Stufen, wenn die Schienen darauf befestigt werden.
  • Sollen die Schienen an der Wand angebracht werden, muss diese stabil genug sein, um die Last tragen zu können.
  • Neben den Treppenstufen muss ausreichend Platz vorhanden sein.
  • Am Anfang und Ende der Treppe muss genügend Platz zum Ein- und Aussteigen bleiben.

Machbarkeitscheck: Wie wahrscheinlich ist ein Einbau von einem Treppenlift.

Rein rechtlich gelten besonders in Treppenhäusern von Mehrfamilienhäusern mit mehr als 2 Wohneinheiten klare Vorgaben, die in der technischen Baubestimmung DIN 18065 zusammengefasst sind.

Gebäude mit mehr als 2 Wohneinheiten

  • Die Treppe dient dazu, Wohnräume oder Bereiche mit vergleichbarer Nutzung zu erreichen.
  • Die Verkehrssicherheit der Treppe darf nicht beeinträchtigt werden.
  • Die Treppe muss weiterhin als Rettungsweg nutzbar sein. Die Mindestlaufbreite von 100 Zentimeter darf durch die Führungsschiene nicht wesentlich unterschritten werden.
  • Neben dem hochgeklappten Sitz muss eine Restlaufbreite von 60 Zentimeter gewährleistet sein, damit die Treppe weiterhin uneingeschränkt betreten werden kann.
  • Verläuft der Lift über mehrere Etagen und sind auf der Treppe bei runtergeklapptem Sitz weniger als 60 cm Platz, muss auf jeder Etage eine Wartefläche vorhanden sein, die entgegen kommenden Personen ausreichend Platz bietet.
  • Der Handlauf muss weiterhin nutzbar sein, auch dann, wenn der Treppenlift in Warteposition geparkt ist.
  • Das untere Lichtraumprofil der Treppe darf um maximal 20 cm in der Breite und 50 cm in der Höhe eingeschränkt werden, vorausgesetzt, die Lauflinie der Treppe wird nicht verändert.
  • Der Lift darf nicht aus brennbarem Material gebaut sein.
  • Ein Missbrauch des Lifts muss durch technische Maßnahmen verhindert werden (zum Beispiel durch ein Schloss).
  • Im Falle einer Störung muss der Lift manuell in eine Parkposition geschoben werden können.

Gebäude mit 2 oder weniger Wohneinheiten

  • Hier genügt eine Treppenbreite von mindestens 80 Zentimeter.

Bei welchen Treppen ist ein Treppenlift NICHT möglich?

Grundsätzlich gilt: Je kurviger die Treppe, desto komplizierter die Umsetzung.

Die Schienensysteme werden aber individuell angefertigt und an das Treppenhaus angepasst. Daher ist ein Einbau an nahezu jeder Treppe möglich, sogar an einer Wendeltreppe, solange die baulichen Anforderungen erfüllt sind.

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Individuelle Anpassung

Um die Machbarkeit zu gewährleisten, wird Ihre Treppe in der Regel bei einem Termin vor Ort von einem Experten begutachtet und ausgemessen.

Brauche ich eine Baugenehmigung?

Wenn Sie den Treppenlift in Ihrem privaten Treppenhaus einbauen wollen, ist keine Baugenehmigung notwendig, solange Ihr Haus nicht unter Innendenkmalschutz steht. Allerdings müssen Sie die DIN-Normen und alle baulichen Anforderungen einhalten.

Für den Anbau eines Außenliftes oder dem Einsatz im Treppenhaus von Mehrfamilienhäusern gelten aber andere Regeln, die von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind. Ihr Treppenlift-Anbieter wird Sie zu dem Thema beraten können und die gegebenenfalls notwendigen Genehmigungen einholen.

Kann ein Treppenlift über mehrere Etagen verlaufen?

Ja, ein Treppenlift kann problemlos über zwei oder mehr Etagen gebaut werden. Allerdings steigen mit jeder zusätzlichen Etage die Kosten um ein Vielfaches.

Kann ein Lift trotz Türen eingebaut werden?

Ja, ein Treppenlift kann auch an Treppen mit Türen auf beiden Seiten eingebaut werden. Durch spezielle Schwenk-, Gleit- oder Klappschienen lässt sich der Lift optimal an das Treppenhaus anpassen.


Kann ich einen Treppenlift in einem Mehrfamilienhaus einbauen?

Wollen Sie einen Treppenlift im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses einbauen, in dem Sie eine Eigentumswohnung besitzen, sind Sie auf die Zustimmung der anderen Eigentümer angewiesen.

Die Installation eines Treppenlifts stellt eine bauliche Veränderung dar und kann aus diesem Grund nicht ohne gemeinschaftlichen Beschluss durchgeführt werden.

Das bedeutet konkret:

Sie müssen eine Eigentümerversammlung einberufen und die Miteigentümer um die Zustimmung bitten.

Grundrecht auf Erreichbarkeit der eigenen Wohnung

Einen generellen Anspruch auf die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft haben Sie nicht. In Streitfällen muss abgewogen werden, welche Interessen stärker wiegen. 

Gerichte haben in der Vergangenheit geurteilt, dass der Einbau eines Treppenlifts geduldet werden muss, wenn die Miteigentümer dadurch nicht über ein unvermeidliches Maß hinaus beeinträchtigt werden.

Sind Sie auf einen Treppenlift angewiesen, haben Sie äußerst gute Chancen. Moderne (hochklappbare) Treppenlift-Konstruktionen sind so platzsparend, dass Sie die Zustimmung notfalls einfordern können.

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Was gilt bei Aufzügen?

Im Gegensatz zu einem Treppenlift gilt der Einbau eines Personenaufzugs als erheblicher Eingriff in die Substanz eines Gebäudes, der das unvermeidliche Maß der Beeinträchtigung überschreitet. In diesem Fall können die Miteigentümer die Zustimmung verweigern.

Wie überzeuge ich die Eigentümergemeinschaft?

Auch wenn Sie im Recht sind, gerichtliche Streitereien kosten Zeit und Nerven. Häufig führt schon ein klärendes Gespräch zum Erfolg.

Die beiden häufigsten Argumente gegen einen Treppenlift in einem Mehrfamilienhaus sind eine Wertsenkung der Immobilie und die anfallenden Kosten. Beiden Punkten können Sie schnell den Wind aus den Segeln nehmen.

  • Ein Treppenlift senkt den Wert der Treppe und damit der Immobilie als Ganzes: Muss die Treppe für den Einbau angebohrt werden, ist an der Argumentation schon etwas Wahres dran. Mit einem rückstandslos ausbaubaren Treppenlift-System, das nicht mit der Treppe selbst verschraubt werden muss, können Sie dies aber entkräften.
  • Der Einbau muss gemeinschaftlich bezahlt werden: Das ist nicht korrekt. Auch wenn Sie das Recht auf einen Treppenlift haben, den Einbau müssen Sie selbst, bzw. alle Liftbenutzer, finanzieren. 

Das Kosten-Argument können Sie sogar zu einem Vorteil ummünzen: Sollte einer der Miteigentümer in Zukunft einmal auf einen Treppenlift angewiesen sein, ist dieser bereits vorhanden, ohne weitere Kosten zu produzieren.


Habe ich in einer Mietwohnung Anspruch auf einen Treppenlift?

Auch als Mieter haben Sie ein Recht auf einen uneingeschränkten Zugang zu Ihren Wohnräumen. Der Vermieter kann den Einbau des Lifts also nicht einfach verbieten, wenn der Treppenlift für Sie notwendig ist.

Da es sich bei dem Einbau um eine bauliche Veränderung handelt, benötigen Sie allerdings die Zustimmung des Vermieters.

Der Vermieter kann die Zustimmung verweigern, wenn das Interesse an der unveränderten Erhaltung der Wohnung bzw. des Gebäudes überwiegt. Bei dieser Entscheidung müssen auch die möglichen anderen Mieter miteinbezogen werden.

Je stärker dabei die Beeinträchtigung des Mieters, desto klarer ist die Notwendigkeit für den Einbau eines Lifts und desto höher wird das Interesse des Mieters gewertet. Rein ästhetische oder Komfort-Bedenken überwiegen das Interesse der auf den Treppenlift angewiesenen Person in keinem Fall. 

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Wer trägt die Kosten?

Die Kosten für den Treppenlift, den Einbau und auch den eventuellen Rückbau muss in jedem Fall der Mieter tragen.

Solange die Treppe also die baulichen Anforderungen erfüllt, Sie auf einen Treppenlift angewiesen sind und bereit sind, die Kosten zu übernehmen, steht einem Einbau nichts im Wege.


Was kostet ein Treppenlift?

Die Kosten für einen Treppenlift hängen von verschiedenen Punkten ab und lassen sich deshalb nicht pauschal bestimmen.

Folgende Faktoren haben Einfluss auf den Preis:

  • Modelltyp des Treppenlifts
  • Zustand des Lifts
  • Sonderwünsche und Ausstattung
  • Treppenform und Schienensystem (gerade oder kurvig)
  • Zahl der Stockwerke (kann längere Schienenführung bedeuten)
  • Standort des Lifts (Innen oder Außen)

Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die ungefähren Kosten der gängigsten Treppenlift-Modelle.

Lifttyp Bereich Treppenform Kosten in €
Sitzlift innen gerade 3.800 - 9.800
innen kurvig 8.000 - 15.000
außen gerade 4.500 - 7.500
Stehlift innen gerade 2.000 - 6.000
innen kurvig 6.000 - 10.000
außen gerade 4.000 - 13.500
Plattformlift innen gerade 9.000 - 15.000
innen kurvig 12.000 - 25.000
außen gerade 9.000 - 15.000
Hublift innen und außen Höhe bis ca. 1,80 m 5.700 - 15.000
innen und außen Höhe bis ca. 3,00 m ab 17.500

Hat ein Treppenlift laufende Kosten?

Ja, bei einem Treppenlift kommen neben den Anschaffungskosten auch laufende Kosten auf Sie zu. 

Übersicht der laufenden Kosten bei einem Treppenlift

Die Kosten für die regelmäßige Instandhaltung belaufen sich auf etwa 100 bis 300 Euro jährlich.

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Unser Rat: Wartungsvertrag

Schließen Sie einen Wartungsvertrag bereits beim Kauf eines Treppenlifts ab. Damit sichern Sie sich die regelmäßigen Serviceleistungen und können Kosten sparen.

    Kann ich die Kosten für einen Treppenlift von der Steuer absetzen?

    Ja, Sie können die Kosten für einen Treppenlift in der Steuererklärung geltend machen. Allerdings nur in dem Jahr, in dem Sie den Lift angeschafft haben. Ein Aufsplitten auf mehrere Jahre ist nicht möglich.

    Das Finanzamt erkennt einen Treppenlift als „außergewöhnliche Belastung“ an. Den entsprechenden Bereich in Ihrer Steuererklärung finden Sie im Mantelbogen auf Seite drei ganz unten.

    Voraussetzung für die Anerkennung ist, dass der Einbau des Treppenlifts medizinisch notwendig ist.

    Um diese Notwendigkeit zu belegen, benötigen Sie ein ärztliches Attest. Ein Behinderungsgrad ist dagegen nicht erforderlich. Anspruch auf eine Steuerermäßigung haben alle Eigentümer oder Mieter einer Immobilie.

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    Behinderten-Pauschbetrag

    Menschen mit einem anerkannten Behinderungsgrad können in ihrer Steuererklärung den Behinderten-Pauschbetrag für behinderungs-typische und regelmäßige Kosten angeben. Ein Treppenlift ist aber als „medizinische Hilfsmittel im engeren Sinn“ zusätzlich zum Behinderten-Pauschbetrag abziehbar.

    Keine amtsärztliche Bescheinigung erforderlich

    Das Finanzgericht Münster hatte einem gehunfähigen Rentner den Einbau eines Treppenlifts nicht als außergewöhnliche Belastungen anerkannt. Der Mann hatte keine amtsärztliche Bescheinigung vorgelegt, sondern nur ein Attest des behandelnden Arztes (Finanzgericht Münster, 14 K 2520/10 E).

    Die Richter sahen dies als nicht ausreichend an, da sie einen Treppenlift als „medizinisches Hilfsmittel im weiteren Sinne“, dass auch von gesunden Menschen zur Steigerung des Lebensstandards angeschafft werden würde.

    Der Herr zog vor den Bundesfinanzhof und bekam Recht. Diesmal wurde geurteilt, dass ein Treppenlift ein „medizinisches Hilfsmittel im engeren Sinne“ ist, das nicht von gesunden Menschen, sondern ausschließlich von Kranken und Behinderten angeschafft wird. Damit ist ein amtsärztliches Gutachten nicht erforderlich (BFH, 6.2.2014, VI R 61/12).

    Das Finanzgericht Münster fügte sich dieser Entscheidung und erkannte die Kosten für den Treppenlift in Höhe von 18.000 Euro als außergewöhnliche Belastung unter Anrechnung eines „zumutbaren“ Eigenanteils an (Finanzgericht Münster, 3 K 1097/14 E).

    Kann ich das Attest nachträglich einholen?

    Im gleichen Urteil entschieden die Richter, dass der Zeitpunkt der ärztlichen Bescheinigung ebenfalls nicht relevant ist. Entscheidend ist allein, ob der Treppenlift beim Einbau medizinisch notwendig war, was ein Arzt auch im Nachhinein bestätigen kann.

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    Rechnungen unbedingt aufbewahren

    Bewahren Sie sämtliche Belege und Rechnungen zu Ihrem Treppenlift gut auf. Es ist möglich, dass das Finanzamt diese als Nachweis anfordert.

    Wie viel Steuern kann ich sparen?

    Welchen Geldbetrag Sie letztlich zurückerstattet bekommen, ist individuell unterschiedlich.

    Zunächst müssen sämtliche Erstattungen der Krankenkasse / Pflegeversicherung von den Kosten abgezogen werden.

    Außerdem berechnet das Finanzamt eine „zumutbare Belastungsgrenze“, für die das jährliche Haushaltseinkommen, der Familienstand sowie die Anzahl der Kinder berücksichtigt werden. 

    Je nachdem liegt die Belastungsgrenze zwischen 1 und 7 Prozent des Gesamtbetrags Ihrer Einkünfte. Von der Steuer abgesetzt werden kann nur der Betrag, der die Belastungsgrenze übersteigt. Alles darunter müssen Sie selbst tragen.

    Wie viel Geld Sie dann tatsächlich davon wiederbekommen, ist von Ihrem persönlichen Steuersatz abhängig. Wer ein niedriges Einkommen hat, zahlt weniger Einkommenssteuer und kann dementsprechend auch weniger Geld zurückbekommen.

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    Steuertipp: Belastungen kombinieren

    Falls möglich, verschieben Sie weitere anstehende außergewöhnliche Belastungen in das Jahr, in dem Sie Ihren Treppenlift einbauen lassen, da der zumutbare Eigenanteil somit nur einmal angerechnet wird.


    Gibt es Zuschüsse und Fördermittel für Treppenlifte?

    Treppenlifte machen mobil und können ein wichtiger Bestandteil eines selbstständigen und selbstbestimmten Lebens sein.

    Doch sie haben leider einen großen Nachteil: Der Preis. Je nachdem wie aufwendig der Einbau ist, können die Kosten schnell fünfstellig werden.

    Ist Barrierefreiheit ein Privileg für Reiche?

    Nein! Denn es gibt finanzielle Unterstützung.

    Durch diverse staatliche und regionale Förderungen und Zuschüsse ist ein Treppenlift auch für Menschen realisierbar, die die nicht so viel Geld haben.

    Es gelten unterschiedliche Voraussetzungen, die Sie erfüllen müssen, um eine Förderung zu bekommen. Möglicherweise können Sie sogar mehrere Programme kombinieren.

    Wir zeigen Ihnen die verschiedenen Fördermöglichkeiten, mit denen Sie die hohen Kosten für einen Treppenlift meistern können.

    Fördermöglichkeiten für Treppenlifte

    Pflegeversicherung

    Die erste Anlaufstelle ist die Pflegeversicherung. Diese vergibt einen Pflegekostenzuschuss für barrierefreie Umbaumaßnahmen, zu denen auch ein Treppenlift zählt. Die Beantragung erfolgt über Ihre Krankenkasse.

    Voraussetzung ist die Einstufung in einen der 5 Pflegegrade. Wenn Sie noch nicht in einen Pflegegrad eingruppiert sind, müssen Sie dies parallel zu dem Pflegekostenzuschuss beantragen. Den Antrag dafür reichen Sie ebenfalls bei Ihrer Krankenkasse ein.

    Wurde Ihnen mindestens Pflegegrad 1 bewilligt, kann der Kauf eines Lifts mit bis zu 4.000 Euro pro Person gefördert werden. Sind in Ihrem Haushalt noch weitere Personen mit Pflegegrad, können Sie Ihre Zuschüsse „zusammenlegen“.

    Ehepaare mit jeweils anerkannten Pflegegraden können also bis zu 8.000 Euro erhalten. Maximal ist auf diese Weise ein Förderung in Höhe von 16.000 Euro möglich. Sind mehr als 4 Personen anspruchsberechtigt, wird der Förderbetrag anteilig aufgeteilt (siehe § 40 Abs. 4 SGB XI).

    Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

    Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt Zuschüsse und Sonderkredite für Maßnahmen zur Barrierefreiheit. Dazu gehören die Programme:

    Die KfW-Förderprogramme können nicht miteinander kombiniert werden. Sie müssen sich also entscheiden: Möchten Sie lieber einen Teil der Kosten erstattet bekommen oder die gesamten Kosten über einen Kredit finanzieren?

    Für beide Programme gilt: Die Arbeiten müssen von einem Fachunternehmen durchgeführt werden. Eine Eigenmontage wird nicht gefördert. Auch Materialkosten werden nur finanziert, wenn Profis den Lift einbauen.

    Barrierereduzierung – Investitions­zuschuss (KfW 455-B)

    Mit dem Förderprogramm 455-B vergibt die KfW Zuschüsse für Maßnahmen zur Barriere­reduzierung, dazu gehört auch der Einbau eines Treppenlifts.

    Übernommen werden 10 Prozent der Kosten, solange diese mindestens 2.000 Euro betragen. Für einzelne Umbauten gibt es maximal 5.000 Euro pro Haushalt. Wenn Sie durch kombinierte Maßnahmen den KfW-Standard „altersgerechtes Haus“ erreichen, erhöht die KfW die Förderung auf 12,5 Prozent mit einer Obergrenze von 6.250 Euro.

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    Angebot statt Kostenvoranschlag

    Ist die Rechnung der Handwerker am Ende höher als im Kostenvoranschlag angegeben, ist die Kostenersparnis durch den KfW-Zuschuss schnell verpufft. Daher gilt: Lieber ein verbindliches Angebot einholen.

    KfW 455-B: Höhe des Zuschusses pro Wohnung
    Maßnahme Zuschuss in Prozent Maximale Förderung
    Einzelmaß­nahme (nur Treppenlift) 10 % der Kosten 5.000 Euro
    Standard "Alters­gerechtes Haus" (z.B. Treppenlift + Bad) 12,5 % der Kosten 6.250 Euro

    Grundsätzlich kann jede Privatperson den Investitionszuschuss beantragen, das Alter spielt dabei keine Rolle.

    Gefördert werden:

    • Eigentümer eines Ein- oder Zwei­familien­hauses mit maximal 2 Wohn­einheiten oder einer Wohnung,
    • Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften aus Privatpersonen,
    • Mieter (stimmen Sie das Vorhaben im Vorfeld mit dem Vermieter ab).

    Von der Förderung ausgeschlossen sind:

    • Ferienhäuser und -wohnungen,
    • Beherbergungs­betriebe / Boardinghäuser,
    • gewerblich genutzte Flächen/Gebäude
    • Pflege- und Alten­wohn­heime.

    Eine Doppelförderung über die soziale Pflege­versicherung oder die private Pflege-­Pflicht­versicherung und die KfW ist ebenfalls nicht möglich.

    Um den Investitionszuschuss zu beantragen, müssen Sie sich im KfW-Zuschussportal registrieren. Erfragen Sie aber vorher, ob sich der Zuschuss mit anderen von Ihnen ausgewählten Fördermöglichkeiten kombinieren lässt.

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    Wichtig: Erst den Antrag stellen

    Stellen Sie den Antrag unbedingt vor Beginn der Baumaßnahmen und warten Sie auf die Zusage. Eine nachträgliche Förderung ist nicht möglich.

    Altersgerecht Umbauen – Kredit (KfW 159)

    Neben dem Investitionszuschuss bietet die KfW alternativ einen zinsgünstigen Kredit für barrierereduzierende Umbaumaßnahmen an.

    Sie können das Darlehen wahlweise als klassisches Annuitätendarlehen mit monatlichen Tilgungsraten aufnehmen, oder den Gesamtbetrag am Ende der Laufzeit auf einen Schlag zurückzahlen.

    Für ein Annuitätendarlehen bietet die KfW tilgungsfreie Jahre an. In dieser Zeit zahlen Sie nur die anfallenden Zinsen, die Tilgung beginnt erst danach. Möchten Sie das Darlehen vorzeitig zurückzahlen, müssen Sie – wie bei herkömmlichen Bankkrediten auch – eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen.

    Die genauen Konditionen entnehmen Sie der folgenden Tabelle (Stand: Juni 2019).

    Effektivzins pro Jahr Laufzeit Tilgungsfreie Zeit Zinsbindung
    0,78 % 4 bis 10 Jahre 1 bis 2 Jahre 5 Jahre
    0,78 % 4 bis 10 Jahre 1 bis 2 Jahre 10 Jahre
    0,78 % 11 bis 20 Jahre 1 bis 3 Jahre 5 Jahre
    0,78 % 11 bis 20 Jahre 1 bis 3 Jahre 10 Jahre
    0,78 % 21 bis 30 Jahre 1 bis 5 Jahre 5 Jahre
    0,78 % 21 bis 30 Jahre 1 bis 5 Jahre 10 Jahre

    Für ein endfälliges Darlehen bietet die KfW einen Zinssatz von 0,78% bei einer Laufzeit von 4 bis 10 Jahre an.

    Im Gegensatz zum Investitionszuschuss wird der Kredit 159 nicht bei direkt bei der KfW beantragt, sondern über einen Finanzierungspartner. Das kann Ihre Hausbank, Sparkasse oder auch ein Vermittler von Baufinanzierungen sein.

    Regionale Förderprogramme

    Die verschiedenen Bundesländer bieten jeweils eigene Programme zur finanziellen Unterstützung für barrierefreie Umbaumaßnahmen an. 

    Wenden Sie sich an das für Ihren Wohnort zuständige Versorgungsamt, um sich über die konkreten Fördermöglichkeiten zu informieren.

    Die Förderprogramme der Bundesländer:

    • Baden-Württemberg: Das Land Baden-Württemberg fördert landesweit den barrierefreien Umbau von Mietwohnraum mit einem Bonus zu den schon zinsgünstigen Krediten der KfW.
    • Bayern: Die Bayerische Landesbank fördert der behindertengerechte Umbau einer Wohnung und den damit verbundenen Abbau von Barrieren mit bis zu 10.000 Euro.
    • Berlin: Die Investitionsbank der Hauptstadt fördert barrierefreie Wohnkonzepte mit zusätzlichen Vergünstigungen zu den bestehenden KfW-Krediten.
    • Brandenburg: Die Investitionsbank Brandenburgs fördert den Einbau von Treppenliften im Rahmen des Förderprogramms „Behindertengerechte Anpassung von vorhandenem Wohnraum“.
    • Bremen: Die Förderbank des Landes Bremen vergibt Förderkredite für altersgerechte Modernisierungsmaßnahmen.
    • Hamburg: Die Elbstadt fördert Umbaumaßnahmen in Eigentumswohnungen und Häusern mit dem Ziel, alters- und rollstuhlgerechten Wohnraum zu schaffen. Die maximale Summe der Zuschüsse liegt bei 15.000 Euro pro Wohnung.
    • Hessen: Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank des Landes bietet Zuschüsse für barrierefreie Umbaumaßnahmen.
    • Mecklenburg-Vorpommern: Das Landesförderungsinstitut unterstützt mit dem Programm „Reduzierung von Barrieren im Wohnungsbestand“ auch den Einbau von Treppenliften.
    • Niedersachsen: In Niedersachsen fördert die Investitions- und Förderbank altersgerechte Modernisierungsmaßnahmen von Wohneigentum.
    • Nordrhein-Westfalen: Auch in NRW werden Modernisierungsmaßnahmen zum Abbau von Barrieren gefördert. Diese sind in der „Richtlinie zur Förderung der Modernisierung von Wohnraum in Nordrhein-Westfalen“ festgehalten.
    • Rheinland-Pfalz: Modernisierungen, die ein barrierefreies Wohnen ermöglichen, werden in Rheinland-Pfalz sowohl bei selbstgenutztem, als auch bei vermietetem Wohnraum gefördert.
    • Saarland: Mit der „Fördermaßnahme für alters- oder behindertengerechtes barrierefreies Wohnen“ wird eine Installation von Treppenliften im Saarland gefördert.
    • Sachsen: Mitte 2017 trat die „Richtlinie zur Förderung der Anpassung von Wohnraum an Belange von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen“ in Kraft, durch die Betroffene Personen finanziell unterstützt werden.
    • Sachsen-Anhalt: Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt fördert mit dem sogenannten Aufzugsprogramm auch Einbauten von Treppenliften.
    • Schleswig-Holstein: Im Schleswig-Holstein werden altersgerechte Umbauten ebenfalls durch die Investitionsbank des Landes gefördert.
    • Thüringen: Das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft fördert den Einbau von Treppenliften im Programm „Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren und des barrierefreien Umbaus in bestehenden Miet- und Genossenschaftswohnungen in den Programmjahren 2018 bis 2020“.

    Bewohner der Städte Hannover und Mannheim können zudem spezielle Förderungen beantragen:

    • Hannover: Die Stadt Hannover fördert mit dem Programm „Behindertengerechte Wohnraumanpassung“ Mieter und Immobilienbesitzer, damit ein langfristiger Verbleib in der bisherigen Wohnung möglich ist.
    • Mannheim: Die Stadt Mannheim bezuschusst Immobilienbesitzer, die Umbaumaßnahmen für barrierefrei Wohnräume durchführen. 

    Stiftungen

    Unter bestimmten Umständen übernehmen Stiftungen einen Teil der Kosten eines Treppenlifts, beispielsweise Organisationen, die sich für Multiple-Sklerose-Patienten einsetzen.

    Voraussetzung ist in der Regel ein Nachweis, dass die Person den finanziellen Aufwand nicht eigenständig stemmen kann.

    • Die Aktion Mensch fördert Umbaumaßnahmen für Barrierefreiheit gemeinnützigen Einrichtungen, bspw. Wohnheimen. Treppenlifte in Privatwohnungen werden nicht gefördert.
    • Die Elsa-Krauschitz-Stiftung setzt sich besonders für bewegungseingeschränkte Kinder ein.

    Berufsgenossenschaft / Unfallversicherung

    Benötigen Sie einen Treppenlift infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit, kann die Berufsgenossenschaft als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung einspringen und die Kosten in voller Höhe übernehmen.

    Ziel der Förderung ist die Sicherung des bisherigen Arbeitsplatzes und die Förderung der Teilhabe am sozialen Leben.

    Rentenversicherung

    Damit die Deutsche Rentenversicherung sich an den Koszen eines Treppenlifts beteiligt, muss dieser der Aufnahme oder der Weiterführung (nach einer Erkrankung oder Verletzung) einer beruflichen Tätigkeit dienen. 

    Voraussetzung ist, dass Sie zuvor mindestens 15 Jahre lang Beiträge gezahlt haben.

    Die Chancen steigen für Antragsteller, wenn die Notwendigkeit des Lifts für das Fortsetzen oder Aufnehmen der beruflichen Tätigkeit eindeutig ist. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Arbeitsplatz nicht ins Erdgeschoss verlegt werden kann.

    Agentur für Arbeit

    Eine Förderung durch die Agentur für Arbeit ist grundsätzlich nur dann möglich, wenn sich weder Pflegeversicherung noch Rentenversicherung an den Kosten beteiligen.

    Voraussetzung ist, dass der Treppenlift für Ihre Teilhabe am Arbeitsleben notwendig ist, also zum Beispiel, wenn Sie Ihren Arbeitsplatz sonst nicht erreichen können.

    Die Grundlage dafür bildet das Sozialgesetzbuch (SGB IX), das vorsieht, dass technische Arbeitshilfen nach Abwägung der Art und Schwere einer Behinderung gefördert werden. Die Höhe der Förderung wird nach einer Begutachtung der Situation individuell festgelegt.

    Sozialamt

    Das Sozialamt kommt erst dann als Kostenträger in Frage, wenn alle anderen Zuschussgeber eine Förderung abgelehnt haben. Daher sollte das Sozialamt Ihre letzte Anlaufstelle sein.

    Für die Bewilligung ist entscheidend, dass Sie nachweisen können, dass Sie nicht in der Lage sind, die Kosten eines Treppenlifts mit eigenen Mitteln stemmen zu können. Sie müssen bei der Beantragung also Ihre finanzielle Situation möglichst genau darstellen.

    Die Chancen auf eine Zusage steigen, wenn eine langfristige Nutzung des Treppenlifts absehbar ist. Allerdings muss bei einer Bewilligung der günstigste Anbieter gewählt werden, um die Förderberechtigung zu bestätigen.

    Integrationsamt 

    Für Arbeitgeber kommt möglicherweise das Integrationsamt als Unterstützer in Frage.

    Wenn Unternehmen nicht die gesetzlich festgeschriebene Zahl schwerbehinderter Menschen beschäftigen, zahlen sie Ausgleichsabgaben an die Integrationsämter.Aus diesen Mitteln können Finanzierungshilfen an Arbeitgeber gezahlt werden, die sich an die Gesetzesvorgaben halten.

    Dazu zählt auch die Förderung von Treppenliften, bei denen in der Regel 80 Prozent des Kostenaufwands übernommen werden. In Einzelfällen übernimmt das Integrationsamt auch die gesamten Kosten.

    Der Arbeitnehmer muss schwerbehindert oder einem Schwerbehinderten gleichgestellt und unbefristet angestellt sein.


    Pflegeversicherung – Förderung bis zu 4.000 Euro

    Zwar gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten für den Einbau eines Treppenlifts, doch erster Ansprechpartner sollte immer die Pflegeversicherung sein.

    Ein Zuschuss der Pflegeversicherung ist an eine zentrale Bedingung geknüpft: Die Einstufung in einen Pflegegrad.

    Solange Sie diese Voraussetzung erfüllen und der Treppenlift Ihre Wohnsituation verbessert, stehen Ihre Chancen auf eine Bewilligung äußerst gut. Pro beteiligter Person können Sie bis zu 4.000 Euro erhalten. Für Ehepaare mit jeweils anerkanntem Pflegegrad gibt’s 8.000 Euro. Sind noch mehr Personen betroffen, sind sogar 16.000 Euro möglich.

    In einigen Bundesländern kann die Förderung der Pflegeversicherung zudem mit den regionalen Programmen kombiniert werden. In Bayern zum Beispiel können Sie auf diesem Weg bei einer betroffenen Person einen Zuschuss von bis zu 14.000 Euro für Ihren Treppenlift bekommen.

    Wie beantragt man den Pflegekosten-Zuschuss?

    Den Antrag stellen Sie bei Ihrer Krankenkasse. Dies kann formal mit entsprechenden Formularen oder auch mit einem formlosen Schreiben geschehen. Das Formular für einen Zuschuss für „Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes“ erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse.

    In dem Antrag beschreiben Sie Ihre Situation und inwiefern ein Treppenlift eine Verbesserung bedeuten würde. Ein paar Fotos helfen, Ihre Wohnsituation zu verdeutlichen. Lassen Sie sich vorab von Ihrem Treppenlift-Anbieter einen Kostenvoranschlag machen und reichen Sie diesen zusammen mit dem Antrag ein.

    Haben Sie in der Vergangenheit schon einmal Zuschüsse für andere Maßnahmen erhalten, müssen Sie dies ebenfalls angeben.

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    Erst der Antrag, dann der Einbau

    Stellen Sie den Antrag auf den Zuschuss der Pflegeversicherung unbedingt vor Beginn der Baumaßnahmen. Das Datum der Antragstellung ist entscheidend – je früher, desto besser.

    Haben Sie die Zusage, kann der Einbau beginnen. Die Rechnung reichen Sie im Anschluss bei der Pflegekasse ein.

    Wie bekomme ich einen Pflegegrad?

    Wenn Ihnen noch kein Pflegegrad anerkannt wurde, müssen Sie dies zunächst bei der Pflegeversicherung beantragen. Auch hier gilt: Den Antrag unbedingt vor dem Einbau des Treppenlifts stellen! Wird der Pflegegrad erst hinterher beantragt, ist ein Pflegekosten-Zuschuss nicht möglich.

    Rufen Sie bei der Pflegekasse an oder nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Krankenkasse auf. Sie erhalten die notwendigen Formulare im Anschluss per Post.

    Die Pflegebedürftigkeit wird seit Januar 2017 nicht mehr in die bisherigen 3 Pflegestufen, sondern nun in 5 Pflegegrade eingegliedert und nach einem Punktesystem zugeordnet. Je mehr Punkte dem Antragsteller durch einen Gutachter attestiert werden, desto höher ist der Pflegegrad.

    Bis Januar 2017 waren die benötigten Pflegeminuten die Basis der Einordnung. Mit Inkrafttreten des neuen Pflegegesetzes sind nun die Fähigkeiten der Betroffenen das entscheidende Kriterium bei der Einordnung. Der Fokus liegt dabei auf der Selbstständigkeit bei der Bewältigung des Alltags.

    Die Zuweisung der Punkte für den Pflegegrad erfolgt nach dem seit 2017 geltenden neuen Begutachtungsverfahren NBA (Neues Begutachtungsassessment).

    Die Begutachtung erfolgt persönlich durch einen Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) bei gesetzlich Versicherten oder der Medicproof GmbH bei privat versicherten Antragstellern.

    In diesen Bereichen wird die Selbstständigkeit geprüft:

    • Mobilität (10 Prozent der Gesamtpunktzahl)
    • Kognitive und kommunikative Fähigkeiten (7,5 Prozent)
    • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen (7,5 Prozent)
    • Selbstversorgung (40 Prozent)
    • Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen (20 Prozent)
    • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte (15 Prozent)

    Einteilung der 5 Pflegegrade:

    Pflegegrad 1: 12,5 bis unter 27 Punkte
    Wird als „geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“ definiert. Die Betroffenen sind geistig und körperlich in guter Verfassung, in geringem Maße aber auf Unterstützung angewiesen.

    Pflegegrad 2: 27 bis unter 47,5 Punkte
    Die Betroffenen sind „in ihrer Selbstständigkeit erheblich beeinträchtigt“. Die Grundpflege der Versicherten beansprucht zwischen 30 und 170 Minuten.

    Pflegegrad 3: 47,5 bis unter 70 Punkte
    „Schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“. Die Betroffenen sind geistig fit, bei der Fortbewegung aber auf Hilfe angewiesen. Dazu zählen schwere motorische Beeinträchtigungen wie Teil-Lähmungen oder Multiple Sklerose (MS).

    Pflegegrad 4: 70 bis unter 90 Punkte
    „Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit.“ Die Versicherten sind rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen.

    Pflegegrad 5: 90 bis 100 Punkte
    „Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung.“ Dazu zählt beispielsweise, dass die Körperpflege und Nahrungsaufnahme komplett übernommen werden müssen.

    Schritt für Schritt - so gelingt die Förderung der Pflegeversicherung

    • Beantragen Sie den Pflegegrad
      Den Antrag auf einen Pflegegrad stellen Sie direkt bei der Pflegekasse Ihrer Krankenkasse. Nachdem die Kasse das Formular erhalten hat, wird ein Gutachter Ihre Pflegebedürftigkeit vor Ort prüfen. Die Einstufung benötigt anschließend rund 5 Wochen. Vorsicht: Beantragen Sie den Pflegegrad vor dem Einbau des Lifts.
    • Holen Sie Kostenvoranschläge für Treppenlifte ein
      Kostenvoranschläge sind in aller Regel kostenlos und geben Ihnen einen guten Anhaltspunkt über die entstehenden Kosten. Holen Sie immer mehrere Angebote von verschiedenen Anbietern ein. Am einfachsten geht das auf Preisvergleichsportalen.
    • Stellen Sie den Antrag auf Förderung
      Die entsprechenden Formulare bekommen Sie bei Ihrer Krankenkasse. Oftmals finden Sie die Formulare unter dem Antrag auf Zuschuss einer wohnumfeldverbessernden Maßnahme. Auch eine formlose Antragstellung mit einem selbst aufgesetzten Schreiben ist möglich.
    • Reichen Sie die Rechnung nach dem Einbau ein
      Die Erfolgsaussichten sind in der Regel gut. Nachdem Sie den positiven Bescheid erhalten haben, können Sie den Lift bestellen. Nach dem Einbau reichen Sie die Originalrechnung bei der Pflegekasse ein und erhalten bis zu 4.000 Euro erstattet.

    Kann ich einen Treppenlift gebraucht kaufen?

    Ja, ein Treppenlift kann – zumindest in Teilen – auch gebraucht gekauft werden.

    Bei Sitzliften, dem Klassiker unter den Modellen, können der Sitz und der Antrieb gebraucht erworben werden.

    Einen kompletten gebrauchten Lifts zu kaufen, ist nur selten möglich: Die Schienen sind bei einem Treppenlift individuell an die Gegebenheiten vor Ort angepasst und können deshalb bei kurvigen Treppenverläufen in aller Regel nicht gebraucht gekauft werden. Bei geraden Treppen ohne jegliche Besonderheiten kann dies möglich sein.

    Lohnt sich ein Gebrauchtkauf überhaupt?

    Ein gebrauchter Treppenlifte hat zwei wesentliche Vorteile:

    • Der Preis: Gebrauchte Treppenlifte gibt es bis zu 50 Prozent günstiger.
    • Nachhaltigkeit: Durch die Wiederverwendung der Materialien wird die Umwelt entlastet.

    Gut zu wissen: Zuschüsse können auch bei einem gebrauchten Lift beantragt werden und große Teile der gesamten Kosten abdecken.

    Wo kann ich einen gebrauchten Treppenlift kaufen?

    Grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen einem Kauf von Privatpersonen und gebrauchten Geräten von spezialisierten Fachhändlern.

    Das größte Sparpotential liegt definitiv beim Kauf von Privatpersonen, zum Beispiel via Portalen wie Ebay-Kleinanzeigen. Teilweise können Sie auf diesem Weg einen Lift für weniger als 1.000 Euro erwerben.

    Bei einem Fachhändler können Sie dagegen mit Kosten ab ca. 3.000 Euro rechnen.

    Machen Sie sich dabei die verschiedenen Vor- und Nachteile bewusst, die bei einem Privatkauf und beim Kauf bei einem Fachhändler bestehen:

    Vor- und Nachteile beim Privatkauf
    Größte Kostenersparnis Eigenständige Demontage
    Keine fachgerechte Prüfung
    Keine Garantie- und Gewährleistung
    Ungewissheit über den genauen Zustand
    Kleinere Auswahl als bei Fachhändlern
    Vor- und Nachteile beim Kauf vom Fachhändler
    Fachgerechte Demontage Teurer als der Kauf von Privatpersonen
    Austausch von Verschleißteilen
    Geprüfte Sicherheitsausstattung
    Preis für den Einbau ist oft mit inbegriffen
    Sie haben meist Garantie- und Gewährleistungsansprüche
    Ein Rückkauf nach dem Gebrauch ist möglich
    Zuschüsse der Kassen sind leichter zu beantragen

    Wie viel kann ich bei einem Gebrauchtkauf sparen?

    Bei einem gebrauchten Lift können Sie bis zu 50 Prozent der Kosten einsparen.

    Neben den Materialkosten müssen Sie mit zusätzlichen Kosten für einen möglichen Umbau und die Montage rechnen. Dazu kommen wiederkehrende Kosten für Wartungsarbeiten, Reparaturen, Ersatzteile und Energie.

    Beim Kauf eines gebrauchten Sitzlifts mit einer gerade Treppe über eine Etage können Sie mit folgenden Kosten rechnen:

    Kostenpunkt Neuer Lift Gebrauchter Lift
    Summe 4.100 Euro 2.900 Euro
    Schienen 1.400 Euro 1.000 Euro
    Sitz und Antrieb 2.200 Euro 1.400 Euro
    Fernbedienung und Sicherheitsgurt inklusive inklusive
    Montagekosten 500 Euro 500 Euro

    7 wichtige Tipps vor dem Kauf eines gebrauchten Treppenlifts

    • Lassen Sie die baulichen Gegebenheiten für einen Einbau bei Ihnen zu Hause von einem Fachmann begutachten.
    • Achten Sie das mitgelieferte Zubehör und dessen Vollständigkeit.
    • Prüfen Sie, ob im Preis sämtliches Material, Ersatzteile und die Montage inbegriffen sind.
    • Fragen Sie bei dem Anbieter nach der Möglichkeit einer Gewährleistung und Garantie.
    • Fragen Sie nach möglichen Ersatzteilen, die Sie im Schadensfall einsetzen können.
    • Bitten Sie auch bei gebrauchten Liften um eine Probefahrt, sofern dies möglich ist. Damit testen Sie auch gleich die Funktionalität.
    • Auch bei gebrauchten Liften gilt: Unbedingt Preise vergleichen!

    Kann man bei einem gebrauchten Lift die Schienenführung ändern?

    Ja, ein Treppenlift ist nicht an die Schienenführung gebunden und auch bei anderen Treppenverläufen einsetzbar.

    Ein Sitzlift, der bislang an einer Wendeltreppe eingesetzt wurde, kann problemlos auch bei einer geraden Schienenführung eingesetzt werden.

    Allerdings:

    Die Schienen sind individuell gefertigt und können nicht „umgebogen“ werden.

    Es müssen also neue Schienen installiert und gekauft werden, damit der Treppenlift einsetzbar ist.

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    Die Schienen sind der Knackpunkt

    Die Fertigung der individuell an den Kurvenverlauf angepassten Schienen ist einer der größten Kostenfaktoren. Ein gebrauchter Treppenlift ist deshalb vor allem bei geraden Treppen sinnvoll.


    Kann ich einen Treppenlift mieten, statt zu kaufen?

    Ja, Treppenlifte können bei vielen Anbietern auch gemietet werden. Fragen Sie bei Ihrem Anbieter einfach nach den Konditionen.

    Mieten kann eine sinnvolle Alternative zum Kauf darstellen, wenn Sie bereits im Voraus wissen, dass Sie den Lift nur für einen begrenzten Zeitraum benötigen.

    Vorteile der Miete von einem Treppenlift

    Die Mindestmietdauer liegt in der Regel zwischen 3 und 6 Monaten.

    Ein Treppenlift lohnt sich in der Regel bei einer maximalen Mietdauer von 3 Jahren – in Ausnahmefällen auch 4 Jahren. Bei einer längeren Nutzung ist ein Neukauf meistens günstiger.

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    Wie lange sollte ich mieten?

    Die Faustformel lautet: Je kürzer Sie den Treppenlift benötigen, desto lohnenswerter ist eine Miete.

    Wie viel kostet die Miete?

    Die Kosten bei einem gemieteten Treppenlift setzen sich zusammen aus einer Anzahlung und der monatlichen Miete.

    Ein großer Kostenfaktor sind, wie immer bei einem Treppenlift, die Schienen:

    Bei einer geraden Treppe sind keine maßgefertigten Schienen notwendig, sodass die Kosten deutlich geringer ausfallen.

    In diesem Fall können Sie als Richtwert mit diesen Kosten kalkulieren:

    Gesamtkosten 5.500 Euro
    Einmalige Anzahlung 2.500 Euro
    Monatliche Miete 100 Euro (in der Regel zwischen 50 und 150 Euro)
    Laufzeit 30 Monate

    Verläuft Ihre Treppe kurvig, ist eine Miete keine sinnvolle Option, da die Kostenersparniss nur gering ausfällt.

    Welcher Service ist bei der Miete eines Lifts inklusive?

    In aller Regel sind auch bei einem gemieteten Treppenlift die gängigen Serviceleistungen wie die Beratung, Lieferung, Montage, Kundendienst, Erreichbarkeit und eine kostenlose Kontrolle und Wartung inklusive.

    Sprechen Sie dazu in jedem Fall den Anbieter frühzeitig an und sichern Sie sich die Serviceleistungen schriftlich zu, um keine unerwarteten Kosten fürchten zu müssen.

    Fazit: Wann lohnt sich denn nun ein gemieteter Treppenlift?

    Die Entscheidung, einen Treppenlift zu mieten ist nur dann finanziell sinnvoll, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind.

    Treppenlift mieten - ja oder nein?

    • Der Treppenlift sollte für maximal 3 Jahre gemietet werden.
    • Der Treppenverlauf sollte gerade und nicht kurvig sein, damit keine individuell angefertigten Schienen notwendig sind.
    • Die Miete ist besonders bei temporären Einschränkungen sinnvoll. Sie sollten deshalb sicher sein, dass Sie nach der Mietzeit entweder selbstständig die Treppen bewältigen können, oder eine andere Lösung (Umzug, Fahrstuhleinbau) finden.

    Mieten oder gebraucht kaufen – Was ist besser?

    Sowohl beim Kauf eines gebrauchten Treppenlifts, als auch bei der Miete steht die Kostenersparnis im Mittelpunkt.

    Grundsätzlich gilt:

    Je kürzer der Zeitraum in dem Sie den Lift benötigen, umso eher lohnt sich eine Miete.

    Vorteile eines gebrauchten und eines gemieteten Treppenlifts

    Folgende Beispiele können helfen, wenn Sie zwischen der Miete und dem Gebrauchtkauf schwanken:

    • Sie benötigen den Treppenlift für ungefähr ein Jahr und wollen lediglich eine Etage mit geradem Treppenverlauf überwinden → Mieten.
    • Sie wollen im Alter in Ihrer Wohnung bleiben und müssen eine Etage überwinden. Die Benutzung des Treppenlifts ist für mehrere Jahre geplant → Gebraucht kaufen.
    • Sie brauchen einen Treppenlift für etwa 3 Jahre auf einer kurvigen Treppe, wollen Ihn danach aber wieder abgeben → Gebraucht kaufen.
    • Der Treppenlift wird aufgrund einer Verletzung für etwa 2 Jahre auf einer gerade Treppe benötigt → Mieten.

    Kann ich einen Treppenlift Probe fahren?

    Sie haben sich bereits für ein Modell entschieden, möchten den Treppenlift aber vor dem Kauf einmal ausprobieren? Verständlich, die berühmte Katze im Sack kauft keiner gerne.

    Eine Probefahrt bei Ihnen zu Hause ist leider nicht ohne weiteres möglich, da der Lift nicht schnell aufgestellt und montiert werden kann. Viele Treppenlift-Unternehmen bieten aber Probefahrten bei Treppenlift-Besitzern aus der Nähe an. Sprechen Sie Ihren Anbieter darauf an.

    Der Vorteil: Sie können nicht nur den Lift testen, sondern sich auch mit dem Besitzer über die Bedienung und Benutzung austauschen und Fragen stellen.

    Wie läuft eine Probefahrt ab?

    • Erstes Beratungsgespräch mit einem Fachmann.
    • Sie erhalten Informationen über Modelle und Finanzierungsmöglichkeiten.
    • Es wird ein Termin mit einem Treppenlift-Besitzer zur Probefahrt vereinbart.
    • Sie werden von einem Berater des Unternehmens zu Hause abgeholt.
    • Sie testen den Lift und die Bedienung ohne Zeitdruck.
    • Der Berater zeigt Ihnen die Ausstattung und Sicherheitsmerkmale.
    • Sie tauschen sich vor Ort mit dem Besitzer über Benutzung, Einbau, Service etc. aus.
    • Der Berater bringt Sie nach der Fahrt auch wieder nach Hause.

    Checkliste - 6 Fragen zur Probefahrt

    • Fühlen Sie sich auf dem Lift sicher?
    • Kommen Sie mit der Bedienung zurecht?
    • Gefällt Ihnen das Aussehen des Lifts?
    • Ist die Sitzposition während der Fahrt bequem?
    • Sind die Sicherheitselemente (Gurt, Stoppfunktion, Notablass) ausreichend?
    • Wie berichtet der Besitzer über den Lift?

    Wie finde ich den besten Treppenlift-Anbieter?

    Der Markt für Treppenlifte und Mobilitätshilfen in Deutschland boomt, auch bedingt durch den demographischen Wandel.

    Exemplarisch stellen wir Ihnen einige Anbieter für Treppenlifte vor:

    • Lifta: Das 1977 gegründete Unternehmen ist Marktführer und hat nach eigenen Angaben bereits über 130.000 Treppenlifte verkauft.
    • SANIMED: Deutschlandweit agierender Anbieter von Treppen- und Plattformliften.
    • AP+ Treppenlifte GmbH: Das Unternehmen wurde 2004 gegründet und zeichnet sich besonders durch innovative Schienensysteme aus.
    • Der Treppenlift GmbH: Existiert seit über 15 Jahren und ist auf gebrauchte Treppenlifte spezialisiert.
    • sani-trans GmbH: Partner der Lifta GmbH und auf Treppenlifte für Menschen im Rollstuhl (z.B. Plattformlifte) spezialisiert.
    • Acorn: Das Familienunternehmen besteht seit 1992, ist weltweit tätig und bietet ein firmeneigenes Treppenliftsystem.
    • Thyssenkrupp Home Solutions: Einer der größten Anbieter von Treppenliften in Deutschland.
    • Garaventa: Das Unternehmen hat weltweit über 100.000 Aufzüge gebaut und bietet auch Treppenlifte an. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in der Schweiz.
    • HIRO LIFT: Das Unternehmen besteht seit über 120 Jahren und bietet neben Treppenliften auch Personenaufzüge und Rollstuhlaufzüge.
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    Die Testsieger

    In einem Treppenlift-Test der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtVG) aus dem Jahr 2013 ging HIRO LIFT als Testsieger hervor, gefolgt von Garaventa und SANIMED. In einem neueren Vergleich von 5 Anbietern des Deutschen Institut für Servicequalität (DISQ) belegten ebenfalls SANIMED und HIRO LIFT die ersten Plätze.

    Was macht einen guten Anbieter aus?

    Gerade im Internet tummeln sich eine Vielzahl von Anbietern von Treppenliften. Um die seriösen von den unseriösen Anbietern zu unterscheiden, achten Sie auf diese Qualitätsmerkmale:

    Zertifikate 

    Ihr Treppenlift sollte die gängigen TÜV-, GS- und CE-Zertifikate haben.

    TÜV Siegel TÜV: Eine Abnahme durch den TÜV ist nur dann erforderlich, wenn der Lift in einem öffentlichen Gebäude installiert werden soll.
    GS-Prüfzeichen GS: Das GS-Prüfzeichen steht für das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz und wird verliehen, wenn ein unabhängiger Prüfer den Lift untersucht hat und alle Vorgaben aus dem Gesetz umgesetzt wurden.
    CE-Zeichen CE: Das CE-Zeichen bestätigt die Einhaltung europäischer Sicherheitsrichtlinien. Eine vierstellige Zahl nach dem CE-Kennzeichen zeigt, dass ein unabhängiger Prüfer den Lift getestet hat. CE-Kennzeichen selber ist eine Pflichtangabe und daher vielmehr ein Mindeststandard als ein Qualitätsmerkmal.

    ISO-Norm 

    Treppenlift-Anbieter können ihre Modelle in den offiziellen Hilfsmittelkatalog aufnehmen lassen, wenn sie die Vorgaben der Norm EN ISO-9999 (Hilfsmittel für Menschen mit Behinderungen – Klassifikation und Terminologie) erfüllen.

    Ist Ihr ausgewähltes Modell dort gelistet, können Sie dies als Qualitätsmerkmal werten.

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    Treppenlifte mit ISO-9999

    Auf rehadat-hilfsmittel.de finden Sie eine Übersicht der in der ISO enthaltenen Sitzlifte (Bereich 18 30 10) und Plattformlifte (Bereich 18 30 11).

    Garantie

    Ein Treppenlift muss dauerhaft und sicher funktionieren. Eine Garantie ist eine freiwillige Leistung des Anbieters, das Produkt bei Schäden innerhalb der Laufzeit zu reparieren.

    Vergleichen Sie deshalb die Angebote verschiedener Hersteller. Eine lange Garantielaufzeit ist immer ein Pluspunkt..

    Unabhängig von der Garantie haben Sie bei Abschluss des Kaufvertrages einen gesetzlichen Gewährleistungsanspruch.

    Preis

    Schnäppchenjäger können zwar Kosten sparen, die Qualität sollte darunter allerdings nicht leiden.

    Achten Sie deshalb auf realistische Preisangaben und versuchen Sie nicht, ausschließlich das günstigste Angebot auszuwählen.

    Wartung 

    Ein seriöser Anbieter sieht eine regelmäßige Wartung und ggf. Reparatur und Umbau als selbstverständlichen Bestandteil für einen guten Treppenlift-Service an.

    Dieser Service wird in einem Wartungsvertrag vereinbart.

    Notfallservice 

    Entscheiden Sie sich für einen Anbieter, sollte dieser unbedingt einen Notfallservice anbieten.

    Dazu gehört eine stets erreichbare Notfall-Hotline mit Reparaturservice innerhalb von maximal 48 Stunden.

    Rückkauf

    Ein Treppenlift soll eine langfristige Investition sein, die Ihnen auch im Alter Mobilität sichern soll.

    Seriöse Unternehmen bieten dennoch die Möglichkeit eines Rückkaufs an, sollten Sie umziehen oder den Lift nicht mehr benötigen.

    Bauchgefühl 

    So banal es klingen mag – Ihr persönliches Bauchgefühl spielt bei der Wahl des Anbieters eine wichtige Rolle.

    Fühlen Sie sich nicht ausreichend beraten oder sind beispielsweise Mitarbeiter unfreundlich, sollten Sie Ihre Wahl des Anbieters überdenken.

    Checkliste - Ist mein Treppenlift-Anbieter der richtige?

      Wenn die Entscheidung für einen Treppenlift bevorsteht, sollten Sie sich die Angebote noch einmal durch den Kopf gehen lassen und erst einen Kaufvertrag abschließen, wenn Sie die folgenden Fragen mit „Ja“ beantworten können.

    • Haben Sie mehrere Anbieter in Betracht gezogen und Angebote verglichen?
    • Eignet sich der ausgewählte Treppenlift für Ihre Treppe?
    • Konnten Sie den Lift Probe fahren und waren Sie zufrieden?
    • Ist der Lift leicht zu bedienen?
    • Wurden Sie über die Fördermöglichkeiten informiert?
    • Bietet Ihr Anbieter einen Wartungsvertrag an?
    • Gibt es einen 24-Stunden-Notruf für Problemfälle?
    • Erscheint Ihnen der Anbieter vertrauenswürdig?
    • Konnten Sie Ihre Entscheidung in Ruhe und ohne Druck treffen?
    • Stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis?
    • Wurden Ihnen alle Informationen vorgelegt, die Sie für die Entscheidung brauchen?
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    Kein Kauf aus Höflichkeit

    Können Sie nicht alle Fragen mit „Ja“ beantworten, sollten Sie zunächst Abstand vom Kauf eines Treppenlift bei dem betreffenden Anbieter nehmen und sich nach alternativen Angeboten umsehen.


    5 Regeln für den Treppenlift-Kauf

    Haben Sie sich für ein Modell und vielleicht sogar schon für einen Anbieter entschieden? Gut – trotzdem möchten wir Sie an dieser Stelle bremsen.

    Bevor Sie Ihren Treppenlift in Betrieb nehmen können, müssen einige wichtige Punkte abgehakt werden. Diese 5 Regeln sollten Sie bei dem Kauf eines Treppenlifts unbedingt beachten.

    Regel 1: Vergleichen lohnt sich – auch bei Treppenliften

    Nicht umsonst empfiehlt die Verbraucherzentrale:

    „Damit Ihnen Kosten und Aufwand nicht aus dem Ruder laufen, sollten Sie in der Planungsphase mehrere Angebote einholen und die einzelnen Posten akribisch miteinander vergleichen. Denn die Preisunterschiede sind enorm.“

    Zwischen den verschiedenen Anbietern können selbst bei ähnlichen Modellen Preisunterschiede von mehr als 30 Prozent bestehen.

    Doch nicht nur beim Preis unterscheiden sich die Anbieter: Wie die Tests der DtVG und DISQ gezeigt haben, geht auch die Qualität der angebotenen Serviceleistungen auseinander. 

    Bevor Sie also mit einem Anbieter in konkrete Verhandlungen treten, sollten Sie unbedingt verschiedene Angebote einholen und diese sorgfältig in Bezug auf Preis, Garantie und Service-Leistungen miteinander vergleichen. 

    Regel 2: Eine persönliche Beratung ist unersetzlich

    Ein Online-Vergleich ist ein notwendiger erster Schritt, ersetzt aber nicht eine persönliche Beratung.

    Ein Treppenlift wird individuell an Ihre Bedürfnisse und die baulichen Gegebenheiten angepasst. Ein reiner Online-Kauf ist zwar möglich, birgt aber ein enormes Risiko. Dies gilt insbesondere bei einem Privatkauf eines gebrauchten Liftes.

    Deshalb ist unser dringender Rat: Ohne einen persönlichen Vor-Ort Beratungstermin sollten Sie keinen Kaufvertrag abschließen.

    Folgende Punkte sollten bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Treppenlift-Berater besprochen werden:

    • Treppensituation: Welches Modell kommt bei Ihren baulichen Voraussetzungen in Frage? Wo soll der Lift starten und enden? Bevorzugen Sie einen Innen- oder Außenläufer?
    • Anforderungen an den Lift: Wie muss der Lift konstruiert sein? Welchen Belastungen muss er standhalten? Wie ist Ihre gesundheitliche Situation?
    • Finanzierung: Welche Möglichkeiten zur Finanzierung gibt es? Welche Förderungen können Sie in Anspruch nehmen?
    • Wartung und Service: Welche Leistungen bietet der Anbieter im Wartungsvertrag an? Gibt es einen Notfallservice? Welche Garantieansprüche haben Sie?

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die fachgerechte Ausmessung Ihrer Treppe. Ein seriöser Anbieter wird dies als Teil der kostenlosen und unverbindlichen Beratung anbieten, denn ohne konkrete Daten ist ein genauer Kostenvoranschlag gar nicht möglich.

    Wie wird meine Treppe ausgemessen?

    Die Ausmessung der Treppe wird meist mit modernen Lasertechniken durchgeführt, die millimetergenau eine optimale Treppenliftlösung ermöglichen. Vorkehrungen müssen Sie dafür nicht treffen.

    Häufig erfolgt das Ausmessen auch mit der sogenannten Photogrammetrie. Dazu werden die einzelnen Stufen und relevanten Punkte markiert und mit einer speziellen Messkamera abfotografiert.

    Anhand der Aufnahme wird dann ein dreidimensionales Modell der Treppe erstellt, dass als Grundlage für die Fertigung des Schienensystems dient.

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    Selber ausmessen?

    Eine eigenständige Ausmessung der Treppe ist nicht empfehlenswert. Egal ob per Lasertechnik oder Photogrammetrie – so exakt wie die Profis können Sie nicht messen. Schon kleine Messfehler können beim Einbau große Probleme und Mehrkosten bedeuten.

    Regel 3: Ein Treppenlift kann teuer werden – muss er aber nicht

    Ein individuell angefertigter Treppenlift kommt schnell in die Preisklasse eines Kleinwagens. Doch nicht nur mit einem Anbieter-Vergleich können Sie Kosten sparen.

    Informieren Sie sich unbedingt über mögliche Förderungen und Zuschüsse. Das meiste Geld gibt es von der Pflegekasse, vorausgesetzt Sie haben eine anerkannte Pflegebedürftigkeit. Falls dies nicht der Fall ist, können Sie möglicherweise einen Pflegegrad beantragen. Pflegegrad 1 wird schon bei einer „geringen Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“ vergeben.

    Unabhängig davon, ob Sie einen Zuschuss beantragen können oder nicht, bieten einige Treppenlift-Anbieter eine Ratenfinanzierung an. Falls Sie nicht genug Geld zur Verfügung haben oder nicht alle Ersparnisse auf einen Schlag aufbrauchen möchten, können Sie diese Option als Alternative zu einem Sofortkauf wählen.

    Falls dies bei Ihrem Anbieter nicht möglich ist, kommt eine Kreditfinanzierung in Frage. Erste Anlaufstelle dafür ist die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die zinsgünstige Darlehen für Maßnahmen zur Barrierefreiheit anbietet. Die Beantragung läuft über eine herkömmliche Bank, die die Fördersumme noch durch einen normalen Ratenkredit ergänzen kann, falls dies notwendig ist.

    Vorteile einer Ratenfinanzierung:

    • Übersichtliche Zahlung durch konstante Monatsraten.
    • Individuell wählbare Laufzeiten.
    • Eine Finanzierung ist bei Kauf und Miete eines Lifts möglich.
    • Förderungsmöglichkeiten sind auch bei einer Finanzierung möglich.

    Regel 4: Den Kaufvertrag erst unterschreiben, wenn Sie alles verstanden haben

    Wie bei allen anderen Verträgen gilt: Unterschreiben Sie erst, wenn Sie alle Details verstanden haben. Ein seriöser Anbieter wird Ihnen keinen Knebelvertrag unterjubeln, trotzdem sollten Sie alles gründlich durchlesen.

    Der Umfang des Kaufvertrags kann stark variieren. In jedem Fall sollten folgende Punkte im Kaufvertrag vereinbart sein:

    • Kaufpreis (als Festpreis angegeben),
    • Gewährleistungsanspruch,
    • Garantieleistung,
    • Wartung des Treppenlifts.

    Bei einem Treppenlift ist es wichtig, die Service-Leistungen bereits bei Abschluss des Kaufvertrags zu klären. Dafür lohnt sich ein Wartungsvertrag.

    Kann ich vom Kaufvertrag zurücktreten?

    Damit Sie von Ihrem Kaufvertrag zurücktreten können, muss ein gültiger Grund vorliegen.

    Gültige Gründe können vorliegen, wenn…:

    • der Anbieter seine Leistung nicht erbracht hat.
    • die Leistung nicht wie vertraglich vereinbart erbracht wurde.
    • Sie ein Rücktrittsrecht im Vertrag vereinbart haben.

    Liegt mindestens einer dieser Gründe vor, können Sie von Ihrem Kaufvertrag zurücktreten.

    Dafür gelten allerdings bestimmte Bedingungen:

    • Zunächst müssen Sie dem Vertragspartner die Chance zur Nacherfüllung bzw. Nachbesserung der vereinbarten Leistung bieten. Dazu setzen Sie eine angemessene Frist, die zumindest 14-Tage umfassen sollte. Ist diese Frist verstrichen, ohne dass der Vertragspartner tätig wurde, haben Sie ein Recht vom Vertrag zurückzutreten.
    • Weigert sich der Verkäufer dagegen, den Mangel zu beheben oder einen funktionstüchtigen Treppenlift einzubauen, können Sie ohne eine solche Fristsetzung zurücktreten.
    • Ein sofortiger Rücktritt ist ebenso möglich, wenn die Nacherfüllung für Sie als Käufer unzumutbar ist. Unzumutbarkeit liegt unter anderem vor, wenn Sie dafür durch das ganze Land in die Wohnung fahren müssten, in welcher der Treppenlift repariert werden soll.
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    Nur die Schriftform zählt

    Der Rücktritt muss dem Vertragspartner schriftlich mitgeteilt werden. Am sichersten ist es deshalb, ein schriftliches Rücktrittsschreiben per Einschreiben zu verschicken.

    Regel 5: Je komplizierter der Einbau, desto mehr Geduld müssen Sie haben

    Wenn Sie einen Treppenlift bestellen, soll es natürlich möglichst schnell gehen.

    Grundsätzlich lässt sich sagen:

    Je individueller das Modell und je kurviger der Treppenverlauf, desto länger müssen Sie warten, bis Ihr Lift einsatzbereit ist.

    Dennoch müssen Sie keine allzu langen Wartezeiten fürchten. Bei kurvigen Treppenverläufen und Sondermodellen liegt die Lieferzeit in der Regel bei bis zu 5 Wochen.

    Da die Schienen bei einem geraden Treppenverlauf nicht (oder nur geringfügig) maßgefertigt werden müssen, ist die Lieferzeit mit rund 1 bis 2 Wochen deutlich kürzer.


    Wie lange dauert der Einbau eines Treppenlifts?

    Der Einbau eines Lifts erfolgt direkt durch das Fachpersonal des Treppenlift-Anbieters. Wie lange die Montage genau dauert, hängt von der Wohnsituation, dem Modell des Lifts und dem Verlauf der Treppe ab.

    Da die Schienenführung des Lifts schon vorab an die Bedingungen der Treppe angepasst wird, sind im Treppenhaus keine Umbaumaßnahmen notwendig und der Einbau wird in der Regel in rund 3 bis 4 Stunden erledigt.

    Bei schwierigen baulichen Bedingungen und anspruchsvollen Installationen kann der Einbau vereinzelt auch 1 bis 2 Tage dauern.

    In jedem Fall geschieht der Einbau bei erfahrenen und seriösen Unternehmen ohne Schmutz und Lärm

    Die Treppe wird nicht beschädigt

    Der Treppenlift wird beim Einbau mit wenigen Bohrlöchern für die Befestigung an der Treppe oder der Wand montiert. Davon abgesehen müssen Sie keine Beschädigungen der Treppe befürchten.

    Doch es geht auch ohne Bohrlöcher. Mit speziellen Vorrichtungen bleibt die Treppe komplett unversehrt, was zum Beispiel bei Eigentümergemeinschaften von Mehrfamilienhäusern ein wichtiges Argument sein kann.

    Treppenschonende Befestigungen für Treppenlifte:

    • Klemmstützen: Die Stützen der Schienen werden auf die Stufen geschoben und mit Schrauben eingeklemmt.
    • Wandbefestigungen mit aufgestellten Stützen: Die Stützen werden mit Winkeln an der Wand verschraubt.
    • Stützen im Treppenauge: Die Stützen stehen im Luftraum zwischen den Treppen eines Treppenhauses. Dies ist vor allem in Mehrfamilienhäusern mit einer engen und kurvigen Treppenführung eine sinnvolle Alternative.
    • Wangenbefestigung: Die Stützen werden an den Innenseiten der Stufen montiert und sind damit beim Rückbau leichter auszubessern und weniger auffällig.
    • Harfenbefestigung: Die Stützen stehen nur auf den Stufen und werden an den Stangen des Geländers befestigt.
    • Befestigungen ohne Stützen: An einigen Treppen sind auch Wandbefestigungen ohne Stützen möglich, dies ist aber eher die Ausnahme.
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    Mit Bohren oder ohne?

    Treppenlift-Installationen, die mit den Stufen der Treppe verschraubt werden, sind in der Regel unkomplizierter und bieten immer einen stabilen Halt. Bei einem späteren Rückbau werden die Bohrlöcher ohnehin wieder verschlossen. Nur bei wertvollen Treppen (Marmor, edles Holz etc.) sind alternative Befestigungsmethoden sinnvoll.

    Zerstört der Lift das Aussehen des Treppenhauses?

    Ein Treppenlift ist für die meisten erstmal ein ungewohnter Anblick. Doch das Plus an Mobilität und Lebensqualität sollte immer im Vordergrund stehen.

    Mit einem platzsparenden Modell und farblich dezenten Bezügen können Sie den optischen Einfluss des Lifts so gering wie möglich halten.


    Einbau in Eigenregie – Geht das überhaupt?

    Grundsätzlich können Sie einen Treppenlift auch selbst einbauen.

    Empfehlenswert ist das aber eher nicht. Bei vielen Förderungen (zum Beispiel den Programmen der KfW) ist der Einbau von einem Fachunternehmen ohnehin vorgeschrieben. 

    Entscheiden Sie sich dennoch für eine Montage in Eigenregie und verfügen über das nötige handwerkliche Geschick, können Sie damit die Gesamtkosten senken.

    Sie benötigen in der Regel folgendes Werkzeug für den Einbau:

    • Akkuschrauber
    • Schraubenzieher
    • Treppenlift-Set
    • Hammer

    Anleitung: So bauen Sie den Treppenlift selber ein

    • Legen Sie die untere Schiene zunächst auf die Treppe und verbinden Sie die beiden Teile mithilfe von Winkeln und Schrauben.
    • Verlegen Sie alle Kabel, die für die Schalter und Funktionen des Treppenlifts notwendig sind. Das Kabel wird in der Regel von oben nach unten in die Wandschiene eingebracht.
    • Verschrauben Sie anschließend das obere mit dem unteren Schienenteil. Montieren Sie am obere Schienenteil ebenfalls Winkel zur Befestigung. Der Sitz wird später zwischen beiden Schienen angebracht.
    • Installieren Sie die Kette mittig zwischen den beiden Schienen. Die Kette fungiert als Seilzug.
    • Führen Sie das Stromkabel durch den separaten Schacht ein. Das Kabel muss frei beweglich sein und wird später mit dem Stuhl verbunden.
    • Bringen Sie nun den Sitz an und ziehen Sie die Schrauben fest.
    • Montieren Sie abschließend das Stromkabel und verbinden das Gerät mit dem Strom.
    • Die erste Probefahrt kann beginnen und der Lift in Betrieb genommen werden.

    Die 3 häufigsten Fehler beim Einbau eines Treppenlifts

    • Beschädigung des Bodens: Dies tritt zum Beispiel dann auf, wenn die Schiene zu lang ist und auf dem Boden eines Stockwerks aufliegt.
    • Die Schienen sind nicht lang genug: Sind die Schienen zu kurz für das Treppenhaus, kann der Treppenlift nicht alle Stufen überwinden.
    • Die Treppe ist zu eng: Ist der Treppenlift zu breit für das Treppenhaus, ist bei der Planung etwas schief gelaufen. In diesem Fall ist eine Neuplanung meist die einzige Möglichkeit.

    Wie bedient man einen Treppenlift?

    Beim Einbau des Lifts erhalten Sie eine genaue Einweisung in die Bedienung des Lifts. Danach ist der Lift nach einer ersten Testfahrt einsatzbereit.

    Der klassische Sitzlift verfügt über eine Sitzvorrichtung mit Armlehnen, die auf einem Fahrmechanismus befestigt ist. Dieser wird von einem Elektromotor angetrieben.

    Die Bedienung eines Treppenlifts ist darauf ausgelegt, dass auch ältere und in der Mobilität eingeschränkte Personen den Lift problemlos bedienen können. Die Bedienung ist daher sehr einfach und intuitiv gehalten.

    In aller Regel wird der Treppenlift über einen Kippschalter, Hebel oder Joystick bedient, die an der Armlehne des Lifts angebracht sind.

    Viele Treppenlifte verfügen zudem über eine sogenannte Totmannsteuerung: Der Treppenlift bleibt sofort stehen, wenn das Bedienelement nicht mehr betätigt wird. So wird verhindert, dass der Lift unkontrolliert weiterfährt ohne dass dafür ein Stopp-Schalter betätigt werden muss.

    Zusätzlich gibt es entweder eine Fernbedienung oder ein Steuerungselement an der Wand, um den Treppenlift zu sich heranzuholen oder zu parken.

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    Aufladen nicht vergessen

    Die Energiezufuhr des Lifts wird bei vielen Modellen über Akkus sichergestellt. Diese sind nicht an das Stromnetz angeschlossen und müssen somit immer wieder aufgeladen werden.

    Wie schnell fährt ein Treppenlift?

    Treppenlifte sollen vor allem eines bieten: Sicherheit. Deshalb fahren sie so langsam, dass ein sofortiger Stopp jederzeit möglich ist. Die Geschwindigkeit liegt bei etwa 0,15 Meter pro Sekunde.

    Wie sicher ist die Fahrt mit einem Treppenlift?

    Treppenlifte sind äußerst sicher, solange sie gewisse Standards und die gesetzlichen Vorschriften erfüllen. Moderne Treppenlifte bieten diverse Sicherheitssysteme, die einen reibungslosen Fahrbetrieb garantieren sollen.

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    Achten Sie auf das CE-Zeichen

    Ein wichtiges Signal für die Sicherheit ist die CE-Kennzeichnung. Damit bestätigt der Hersteller, dass der Treppenlift nach europäischen Sicherheits-Richtlinien gebaut wurde.

    Sicherheitselemente von Treppenliften:

    • Akku: Damit der Treppenlift bei einem Stromausfall nicht einfach während der Fahrt stehen bleibt, verfügen die meisten Modelle über einen zusätzlichen Akku. Dieser muss regelmäßig aufgeladen werden.
    • Sicherheitsgurt: Ohne Gurt sollte keine Fahrt mit einem Treppenlift stattfinden. Gerade bei Sitzliften ist ein Sicherheitsgurt dringend zu nutzen, um eine sichere Fahrt zu gewährleisten.
    • Sicherheitsbügel: Bei Plattformliften sorgt der Sicherheitsbügel dafür, dass der Rollstuhl oder Rollator nicht von der Plattform rollen kann.
    • Hinderniserkennung/Stoppautomatik: Sensoren sorgen dafür, dass der Lift sofort anhält, wenn Gegenstände oder Personen im Weg sind.
    • Geschwindigkeitsregelung: Wird insbesondere in den Kurven wichtig. Der Lift verlangsamt hier automatisch und sorgt für eine rundum sichere Fahrt.
    • Sanft-Automatik: Mit Hilfe dieser Technik wird verhindert, dass der Lift ruckartig anfährt.
    • Einhandsteuerung: Alle Steuerungselemente, das Hochklappen des Sitzes oder auch das Anlegen des Sicherheitsgurtes können mit einer Hand bedient werden.
    • Totmannschaltung: Der Lift stoppt, sobald der Nutzer die Steuerungstaste loslässt.
    • Ausgleichschiene: Die Ausgleichschiene verhindert eine ruckartige und wackelige Fahrt. Auch die Einhaltung der Spur während der Fahrt wird durch die Ausgleichschiene gesichert.
    • Klappschiene: Befinden sich am Treppenende Türen oder Durchgänge, kann eine dauerhaft aufgeklappte Schiene zur Stolperfalle werden. Bei einer Klappschiene wird dieser Teil nur bei Benutzung des Lifts ausgefahren.
    • Gewichtssensor: Der Treppenlift gibt die Bedienung erst frei, wenn die Person tatsächlich auf dem Lift sitzt und der Sensor die Person registriert hat.
    • Fangvorrichtung: Die Vorrichtung bremst den Lift automatisch in Gefahrensituationen ab.
    • Fußbrett: Durch ein Fußbrett haben Sie während der Fahrt den nötigen Halt. Zusätzlich erleichtert die Fußstütze den Ein- und Ausstieg.
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    Sicherheit geht vor

    Achten Sie beim Kauf eines Treppenlifts darauf, dass möglichst viele der genannten Sicherheitseinrichtungen vorhanden sind.

    Kann ein Treppenlift platzsparend geparkt werden?

    Wenn Sie den Treppenlift nicht nutzen, sollte dieser möglichst platzsparend geparkt werden können, um nicht im Weg herum zu stehen.

    Bei vielen Sitzlift-Modellen lassen sich Sitz, Armlehnen und Fußstützen hochklappen. Zusätzlich bieten einige Anbieter die Möglichkeit, mit einer Verlängerung der Schiene den Lift „um die Kurve herum“ zu parken.

    Damit bleibt die Treppe frei nutzbar und Verletzungsrisiken werden minimiert. Bei besonders engen Treppen kann dies eine Möglichkeit sein, die vorgeschriebene Mindestbreite einzuhalten.

    Was passiert, wenn im gesamten Haus der Strom ausfällt?

    Bleibt der Treppenlift während der Fahrt aufgrund eines Stromausfalls stehen, kann es gefährlich werden.

    Speziell Personen, die ohne fremde Hilfe in einem solchen Fall nicht mehr alleine aussteigen können, sollten auf einen Lift mit zusätzlichen Akkubatterien zurückgreifen. Diese bringen den Treppenlift in einem solchen Fall sicher zum nächsten Haltepunkt. 

    Wie kann ich trotz eines Treppenlifts fit bleiben?

    Ein Treppenlift hilft bei Bewegungseinschränkungen. Naturgemäß sorgt er aber auch dafür, dass man sich weniger bewegt, schließlich fällt das regelmäßige Treppensteigen weg.

    Umso wichtiger, dass man sich im Alter anderweitig fit hält. Mit ein paar einfachen Tipps, schafft das jeder.

    Tipps zum fit bleiben im Alter trotz Treppenlift


    Wartung und Pflege – Kann ein Treppenlift kaputt gehen?

    Wer sich einen Treppenlift einbauen lässt, ist in der Regel darauf angewiesen. Besonders ärgerlich, wenn die teure Technik kaputt geht und ausgetauscht werden muss.

    Die Lebensdauer eines Treppenlifts ist auf etwa 10 bis 15 Jahre ausgelegt, hängt aber natürlich auch von der Benutzung ab.

    Wenn Sie die Lebensdauer Ihres Treppenlifts verlängern wollen, ist eine regelmäßige Wartung notwendig, damit Probleme frühzeitig erkannt und behoben werden können.

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    Tipp: Wartungsvertrag

    Bei den meisten Treppenlift-Anbietern können Sie schon beim Kauf einen Wartungsvertrag abschließen. Auf diese Weise minimieren Sie das Risiko, dass Ihr Lift plötzlich ausfällt und unbenutzbar wird. Außerdem vergeben einige Anbieter eine längere Garantie, wenn Sie einen Wartungsvertrag abschließen.

    Wie hoch sind die jährlichen Wartungskosten?

    Eine regelmäßige Wartung kostet zwar Geld, vermeidet aber Reparaturkosten bei einem plötzlichen Ausfall – und diese sind meist wesentlich höher.

    Die Kosten einer regelmäßigen Wartung liegen  zwischen 100 und 200 Euro im Jahr, hängen aber natürlich auch vom Anbieter und dem Modell ab.

    Im Wartungsvertrag sollten folgende Serviceleistungen enthalten sein:

    • Überprüfung der Elektronik,
    • Überprüfung der Verschleißteile (insbesondere des Akkus),
    • Überprüfung der Bedienelemente, des Sitzes, der Lehnen und Fußstützen,
    • Überprüfung der Sicherheitselemente,
    • Reinigung aller Einzelteile, auch der Elektronik.
    • Schriftliche Protokollierung aller Wartungsarbeiten.

    Die Wartung sollte in jedem Fall von einem Fachmann durchgeführt werden, um späteren Folgekosten vorzubeugen.

    Wie häufig muss ein Treppenlift gewartet werden?

    In Wartungsverträgen wird üblicherweise eine einmalige Wartung pro Jahr vereinbart. 

    Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, individuelle Wartungsintervalle zu bestimmen. Das kann sinnvoll sein, wenn der Lift von mehreren Personen, zum Beispiel in einem Mehrfamilienhaus oder öffentlichen Gebäude genutzt wird.

    Bei Treppenliften in Privathaushalten ist eine jährliche Wartung in aller Regel ausreichend.

    5 Gründe, warum eine regelmäßige Wartung wichtig ist:

    • Sicherheit geht vor – eine regelmäßige Wartung garantiert eine sichere Fahrt.
    • Ohne Lift, keine Mobilität – die Wartung kann Ihren selbstbestimmten Alltag sichern.
    • Verschleiß und Schmutz sind nicht immer sichtbar und kommen erst bei einer Wartung zum Vorschein.
    • Reparaturen können teuer werden. Eine Wartung ist meist die günstigere Alternative.
    • Eine Wartung verlängert die Lebensdauer Ihres Treppenlifts.
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    Wartung in den ersten zwei Jahren

    Wichtig: Lassen Sie den Lift in jedem Fall warten, bevor die Gewährleistungsfrist von 24 Monaten abläuft.

    Wie oft muss ein Treppenlift gereinigt werden?

    Der Treppenlift ist nach dem Einbau ein Teil der Einrichtung und muss dementsprechend auch regelmäßig geregelt werden.

    Die Häufigkeit der Reinigung richtet sich natürlich immer auch nach der Benutzung, sollte aber mindestens alle 2 Wochen erfolgen.

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    Reinigung von Außenliften

    Insbesondere bei Außenliften ist eine regelmäßige Reinigung ratsam, da Schmutz in die Schiene oder den Antrieb gelangen können.

    Zu reinigen sind insbesondere der Sitz, die Rücklehne, die Armlehne und die Fußspitze. Dafür reicht ein feuchtes Tuch, mit dem Sie über die einzelnen Bestandteile wischen.

    Genauso können Sie in regelmäßigen Abständen auch die Schiene säubern, um eine reibungslose Funktion des Lifts zu gewährleisten.

    Wer repariert einen Treppenlift?

    Wenn bei einem Treppenlift Schäden auftreten, müssen diese schnellstmöglichst behoben werden.

    Wichtig ist zunächst, ob die anfallenden Kosten und Ersatzteile durch die Garantie oder Gewährleistungen gedeckt sind. Falls ja, erfolgt die Reparatur durch den Hersteller bzw. Anbieter des Treppenlifts.

    Haben Sie dagegen keinen Anspruch auf Garantie oder Gewährleistung, müssen Sie ein Unternehmen beauftragen. Wenden Sie sich trotzdem an das Unternehmen, dass Ihnen den Lift eingebaut hat und lassen Sie sich einen Kostenvoranschlag machen.

    Zusätzlich können Sie die Meinung einer Fremdfirma einholen, um die Kosten zu vergleichen. Eine Reparatur in Eigenregie ist nicht zu empfehlen, da die Schäden bei fehlerhafter Reparatur sogar noch vergrößert werden können.

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    Reparatur und Wartung

    Haben Sie einen Wartungsvertrag geschlossen, kann darin auch ein Reparaturservice enthalten sein. Informieren Sie sich deshalb beim Kauf, welche Leistungen im Wartungsvertrag enthalten sind.

    Hat ein Treppenlift Garantie?

    Das kommt ganz auf Ihren Kaufvertrag an. Zunächst sollte hier zwischen Garantie und Gewährleistung unterschieden werden, denn eine Garantie ist grundsätzlich etwas anderes als eine Gewährleistung.

    Bei der gesetzlich geregelten Gewährleistung von 24 Monaten versichert der Verkäufer lediglich, dass der Treppenlift frei von Mängeln ist.

    Garantie ist dagegen eine freiwillige und individuelle gestaltbare Leistung des Anbieters, die auch dann greift, wenn der Mangel nicht auf einen Herstellungs- oder Verarbeitungsfehler zurückzuführen ist.

    Im Vertrag wird geregelt, welche Schäden von der Garantie abgedeckt sind und welche Leistungen erbracht werden, wenn es zu einem Schadensfall kommt.

    Garantieleistungen können nicht nur beim Neukauf von Treppenliften vereinbart werden. Auch bei gemieteten und gebraucht erworbenen Liften kann es spezielle Garantie-Konditionen geben, die meist in einem Wartungsvertrag geregelt sind.

    Die 7 größten Fehlerquellen bei einem Treppenlift

    • Sicherheitsmängel
    • Treppenlift passt nicht zum Benutzer
    • Zulassungen und Vorschriften wurden nicht eingehalten
    • Einbaufehler
    • Mangelnde Planung
    • Wartungsmängel
    • Laute Fahrgeräusche

    Der Treppenlift ist kaputt – Was soll ich tun?

    Kommt es trotz regelmäßiger Wartung und Reinigung zu einem Defekt, gehen Sie am besten wie folgt vor:

    • Kontaktieren Sie den Hersteller bzw. Anbieter des Treppenlifts.
    • Nutzen Sie die Notfallnummer. Viele Anbieter bieten eine rund um die Uhr erreichbare Notfallnummern für den Fall eines Defekts an.
    • Reparieren Sie nichts eigenhändig. Damit gehen Sie das Risiko ein, die Schäden womöglich noch zu vergrößern.
    • Machen Sie Ihre Garantieansprüche geltend.
    • Wenn Sie keine Garantie mehr haben, lassen Sie sich einen Kostenvoranschlag des Handwerkers aushändigen, um auf der Rechnung keine böse Überraschung zu erleben.
    • Lässt sich der Treppenlift nicht mehr reparieren, können Sie den Lift dennoch verkaufen, da die Einzelteile immer noch als Ersatzteile dienen können.

    Gibt es einen Vandalismus-Schutz?

    Speziell im Außenbereich und bei Installationen in öffentlichen Gebäuden ist der Treppenlift auch Gefahren von Missbrauch oder Vandalismus ausgesetzt.

    Dazu kann es hilfreich sein, zusätzliche Schutzvorrichtungen wie etwa Schlüsselsysteme einzubauen, um einer unbefugte Nutzung und Zerstörung vorzubeugen.

    Ein zusätzlicher Vandalismus-Schutz ist dagegen in aller Regel nicht notwendig und gestaltet sich bei Treppenliften grundsätzlich schwierig.

    Muss ich meinen Treppenlift versichern lassen?

    Spezielle Versicherungen für Treppenlifte werden nicht angeboten. Ein Treppenlift ist allerdings im Versicherungsschutz der Wohngebäudeversicherung enthalten.

    Die Wohngebäudeversicherung ist für Immobilienbesitzer ein Muss und sollte schnellstmöglich abgeschlossen werden. In der Hausratversicherung ist der Treppenlift dagegen nicht enthalten.

     Der Versicherungsschutz der Wohngebäudeversicherung umfasst das Gebäude selbst sowie alle damit fest verbundenen Ein- und Anbauten. Dazu gehören:

    • Das Dach des Hauses,
    • Das Mauerwerk,
    • Die eingebauten Fenster und Türen,
    • Einbauküchen, Sanitäranlagen, Zentralheizungsanlagen, Treppenlifte, Markisen, Antennen, Terrassen, Überdachungen
    • Optional: Nebengebäude wie Garagen, Carports, Gartenhäuser und Hundehütten
    • Optional: Fußbodenheizungen und Solaranlagen

    Bei den Kosten für eine Wohngebäudeversicherung gilt: Je höher die Versicherungssumme, also der Wert der versicherten Gegenstände, desto höher wird der Beitrag ausfallen. Kalkulieren können Sie mit etwa 180 bis 250 Euro pro Jahr.  


    Kann ich meinen Treppenlift verkaufen? 

    Bei einer temporär eingeschränkten Mobilität oder bei einem Umzug in eine andere Wohnung wird der Treppenlift irgendwann nicht mehr benötigt.

    In diesem Fall wird die Installation des Treppenlifts zunächst zurückgebaut und das Treppenhaus wieder in den ursprünglichen Zustand gebracht. Das ist nicht nur mit zeitlichem, sondern auch mit finanziellem Aufwand verbunden.

    Dabei ist die Art der Montage ausschlaggebend dafür, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

    Je aufwändiger die Konstruktion, desto höher sind in der Regel die Kosten für den Rückbau.

    Der Rückbau erfolgt in der Regel durch einen Fachbetrieb. Dazu gehört neben der Entfernung der Schienen und des Lifts auch das Schließen der Bohrlöcher.

    Wie kann ich meinen Treppenlift verkaufen?

    Ist der Treppenlift ausgebaut, können sie ihn verkaufen. Doch wo bietet man einen Treppenlift an?

    Privatverkäufe auf einschlägigen Plattformen sind oftmals sehr mühsam, da die Schienensysteme individuell an Ihren Treppenverlauf angepasst wurden und nicht einfach an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden können.

    Da ein Lift aber aus vielen Einzelteilen besteht, die nach dem Rückbau als Ersatzteile dienen können, bieten viele Fachhändler einen Rückkauf des Lifts an.

    Erkundigen Sie sich deshalb bei Ihrem Anbieter nach einer Rückkauf-Möglichkeit. Die Kosten für den Rückbau und die Abholung werden von den Firmen meist mit dem Rückkaufpreis gegengerechnet.

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    Auch beim Verkauf lohnt sich ein Vergleich

    Diverse Anbieter haben sich auf gebrauchte Treppenlifte spezialisiert und können den Preis deshalb gut einschätzen. Holen Sie sich also mehrere Angebote ein, um die optimale Lösung zu finden.

    Zu hohe Erwartungen sollten Sie allerdings nicht haben:

    Der Verkaufspreis wird deutlich unter dem Kaufpreis liegen, den Sie einst bezahlt haben.

    4 Tipps für den Verkauf

    • Holen Sie mehrere Angebote ein
      Erster Ansprechpartner beim Verkauf des Treppenlifts ist in den meisten Fällen der Hersteller. Einige Anbieter sind jedoch auch auf gebrauchte Lifte spezialisiert und bieten gute Preiskonditionen.
    • Privatverkauf: Gerade Schienenverläufe sind einfacher
      Bei geraden Schienenverläufen kann der Lift ggf. auch an anderen Treppen verwendet werden. Kurvige Verläufe sind dagegen individuell gefertigt und nur in äußerst seltenen Fällen wiederverwendbar. Ein Privatverkauf ist aus diesem Grund lediglich bei gerader Schienenführung eine Option.
    • Sichern Sie sich beim Kauf bereits den Rückkauf
      Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie bereits beim Kauf des Lifts die Konditionen für einen späteren Rückkauf festlegen.
    • Nutzen Sie mehrere Kanäle
      Entscheiden Sie sich für einen Privatverkauf, lohnt es sich, mehrere Verkaufskanäle zu nutzen, um auf Ihr Inserat aufmerksam zu machen. Dazu zählen Anzeigen im Internet, der Zeitung oder auch auf Schwarzen Brettern.

    Einbau nicht möglich – Welche Alternativen gibt es zu einem Treppenlift?

    Wenn ein Treppenlift nicht eingebaut werden kann oder für Sie nicht in Frage kommt, gibt es glücklicherweise Alternativen, wie Sie dennoch in Ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben können.

    Alternativen zu Sitzliften

    Senkrechtlift 

    Ein eigener Aufzug in der Wohnung – das klingt nicht nur komfortabel, sondern ist auch häufig eine Alternative zum Treppenlift.

    Zur Überwindung einer einzelnen Etage bieten verschiedene Anbieter selbsttragende Lifte an. Über 2 Antriebsschienen wird der Benutzer nach oben befördert. Dafür ist lediglich eine kleine Aussparung in der Decke notwendig. Bei mehreren Etagen wird dagegen ein klassischer Aufzug benötigt.

    Senkrechtlifte können grundsätzlich auch im Treppenauge eines Treppenhauses oder an der Außenwand eines Gebäudes installiert werden, solange die baulichen Anforderungen gegeben sind.

    Zuschüsse der Krankenkasse sind auch bei solchen Lift-Modellen möglich. Die Kosten sind allerdings deutlich höher als bei Treppenliften. Je nach Modell und Schwierigkeit des Einbaus zahlt man rund 25.000 bis 30.000 Euro.

    Hubtreppe 

    Bei dieser Alternative ist jede Stufe der Treppe eine kleine Hebebühne, die den Benutzer Schritt für Schritt die Treppe nach oben- oder nach unten trägt.

    Wenn Sie also noch normal laufen können und Ihnen lediglich das Treppensteigen schwer fällt, kann eine Hubtreppe eine optimale Lösung sein.

    Die Hubtreppe nimmt Ihnen die Stufen ab und bietet Bewegungsfreiraum in allen Etagen. Die einzelnen Treppenstufen werden dabei mit Druckluft auf das nächsthöhere- bzw. nächstniedrigere Niveau gehoben / gesenkt.

    Der Vorteil einer Hubtreppe: Es ist keine sichtbare Installation einer Mobilitätshilfe notwendig und die Treppe integriert sich in das Wohnambiente

    Die Kosten für eine solche Installation liegen bei rund 300 Euro je Stufe zuzüglich eines Grundpreises.

    Stairwalker 

    Im Gegensatz zu einem Treppenlift müssen Sie die Treppe bei dieser Alternative noch selber bewältigen, der Stairwalker unterstützt Sie allerdings dabei.

    Ähnlich wie eine Sitzlehne stützt die Installation den Benutzer beim Treppensteigen und ist besonders für die Vorbeugung von Stürzen geeignet.

    Durch das eigenständige Treppensteigen bleibt ein Trainingseffekt erhalten und es wird lediglich die Belastung verringert.

    Alternative zu Plattformliften für Rollstuhlfahrer

    Rollstuhlrampen 

    Bei kleineren Höhenunterschieden, wie Sie unter anderem bei Hauseingängen häufig vorkommen, bieten sich Rollstuhlrampen an. Man unterscheidet zwischen fest verbauten und mobilen Rollstuhlrampen.

    Der Vorteil: Solche Rampen sind gerade bei einer geringeren Stufenzahl eine kostengünstige Alternative – mobile Varianten sind häufig bereits für unter 100 Euro erhältlich.

    Treppensteigende Rollstühle 

    Die Idee für einen Rollstuhl, der selbstständig Treppen überwinden kann, gibt es schon länger. Durchgesetzt haben sich solche Konzepte aber bislang nicht.

    Treppenraupen

    Eine Treppenraupe wird direkt an dem Rollstuhl montiert, ist also unabhängig von der Treppe. Allerdings wird dafür in der Regel eine Hilfsperson benötigt. Außerdem darf die Treppe nur eine Steigung von maximal 35 Grad besitzen, muss gerade verlaufen und mindestens 70 cm breit sein.

    Die Kosten für eine Treppenraupe variieren je nach Modell und können bei bis zu 10.000 Euro liegen.

    Sicherheit im Alltag – So bleibt das Zuhause auch im Alter sicher

    Auch wenn ein Treppenlift noch nicht notwendig ist oder Sie bereits barrierefrei wohnen, kann der Alltag mit einigen Tipps auch im Alter noch sicherer gestaltet werden.

    Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Sicherheit verbessern können:

    • Hausnotrufsystem: Damit stellen Sie sicher, dass im Notfall ein Notruf abgesetzt werden kann. Der Notrufschalter wird meist an einem Band um den Hals getragen und stellt bei Betätigung eine Telefonverbindung her.
    • Rutschfeste Matten: Im Badbereich bieten solche Matten für wenig Geld eine zusätzliche Sicherheit gegen die Rutschgefahr. Damit können Sie Stürzen vorbeugen.
    • Haltegriffe: Auch solche Helfer können ohne Probleme im Bereich WC, Dusche oder Badewanne angebracht werden und bieten Ihnen zusätzliche Sicherheit im Alltag.
    • Beleuchtung: Lichtschalter oder Bewegungsmelder am Treppenaufgang und -ende sichern eine ausreichende Beleuchtung im Treppenhaus und beugen damit Unfällen vor.
    • Stolperfallen: Entfernen Sie alle Stolperfallen in der gesamten Wohnung. Dazu zählen Kabel, Teppiche oder auch einzelnes Mobiliar. Kabel können meist auch hinter den Möbeln entlang führen, Teppiche mit rutschfesten Unterlagen sicher gemacht werden.

    40 häufige Fragen rund um den Treppenlift – und die passenden Antworten

    Was macht ein Treppenlift?

    Ein Treppenlift bietet Unabhängigkeit für das eigene Zuhause und hilft Ihnen, Etagen zu überwinden.

    Der Klassiker ist der Sitzlift, bei dem Sie auf einer Sitzvorrichtung den Treppenverlauf auf einem Schienensystem entlang fahren.

    Wann brauche ich einen Treppenlift?

    Ein Treppenlift ist meist eine Anschaffung für den Abbau von Barrieren im Alter.

    Treppenstufen können allerdings auch bei Behinderungen, langwierigen Verletzungen oder Erkrankungen zu einem enormen Hindernis und Risiko werden.

    Ein Treppenlift hilft den Betroffenen in den eigenen vier Wänden wieder mobil zu sein und entlastet damit nicht nur die Angehörigen oder das Pflegepersonal, sondern schützt auch vor möglichen Stürzen und Verletzungen.

    Welche Modelle gibt es?

    • Sitzlift
    • Plattformlift
    • Hublift
    • Stehlift
    • Außenlift
    • Deckenlift

    Kann ein Lift bei mir eingebaut werden?

    Ein Lift kann an nahezu allen Treppen eingebaut werden.

    Der Treppenverlauf hat auf die Machbarkeit keine Auswirkung. Auch an kurvigen Verläufen wie bei einer Wendeltreppe kann in der Regel ein Treppenlift installiert werden.

    Allerdings hat die Schienenführung große Auswirkung auf die entstehenden Kosten. Zusätzlich müssen einige bauliche Vorschriften berücksichtigt werden und bestimmte Anforderungen an die Treppe gegeben sein.

    Das wichtigste Kriterium ist, dass neben den Schienen noch ausreichend Platz vorhanden ist, um die Treppe auch ohne den Lift nutzen zu können.

    Was kostet ein Treppenlift?

    Der klassische Sitzlift kostet im Innenbereich und bei einer geraden Schienenführung zwischen 3.800 und 9.800 Euro.

    Verläuft die Treppe dagegen mit einer Kurve, liegen die Kosten bereits bei 8.000 bis 15.000 Euro.

    Die Kosten für einen Treppenlift hängen von folgenden Faktoren ab:

    • Modelltyp des Treppenlifts
    • Zustand des Lifts
    • Sonderwünsche und Ausstattung
    • Treppenform und Schienensystem (gerade oder kurvig)
    • Zahl der Stockwerke (kann längere Schienenführung bedeuten)
    • Standort des Lifts (Innen oder Außen)

    Was muss im Kaufvertrag stehen?

    Grundsätzlich gilt: Alles was Sie mit dem Anbieter des Treppenlifts vereinbaren, sollte im Kaufvertrag festgehalten werden.

    In jedem Fall sollten folgende Punkte im Kaufvertrag vereinbart sein:

    • Kaufpreis (als Festpreis angegeben),
    • Gewährleistungsanspruch,
    • Garantieleistung,
    • Wartung des Treppenlifts.

    Wie hoch sind die laufenden Kosten?

    Die jährlichen Kosten belaufen sich auf etwa 100 bis 300 Euro. Dazu kommen Stromkosten, die jedoch sehr gering und mit denen einer Glühbirne zu vergleichen sind.

    Die laufenden Kosten beinhalten:

    • Wartungskosten
    • Pflegekosten
    • Stromkosten

    Wie viel kann ich beim Gebrauchtkauf sparen?

    Bei einem Gebrauchtkauf können Sie bis zu 50 Prozent der Kosten einsparen. In der Regel können Sie allerdings lediglich die Sitzvorrichtung und den Antrieb gebraucht erwerben.

    Die Schienenführung wird bei kurvigen Treppenverläufen individuell an die Gegebenheiten angepasst und muss somit auch bei einem Gebrauchtkauf maßgefertigt werden.

    Bei einem geraden Treppenverlauf kann gegebenenfalls auch die Schienenführung gebraucht gekauft werden, solange diese auch in Ihrem Treppenhaus eingebaut werden kann.

    Wo kaufe ich einen gebrauchten Lift?

    Einen gebrauchten Lift können Sie sowohl von Privatpersonen, als auch von Fachhändlern erwerben.

    Das größte Sparpotential liegt definitiv beim Kauf von Privatpersonen, zum Beispiel auf Online-Portalen wie Ebay-Kleinanzeigen. Einen Sitzlift können Sie hier bereits ab 1.000 Euro erwerben.

    Bei einem Fachhändler können Sie dagegen mit rund 3.000 Euro kalkulieren.

    Der Nachteil bei einem Privatkauf ist, dass Sie meist eine eigenständige Montage des Lifts durchführen müssen und keine fachgerechte Prüfung des Lifts erfolgt ist.

    Wie viel kostet die Miete eines Lifts?

    Die monatlichen Kosten liegen bei der Miete eines Treppenlifts in der Regel zwischen 50 und 150 Euro. Zusätzlich müssen Sie eine einmalige Anzahlung leisten. Hier können Sie mit 2.500 Euro rechnen.

    Bei einer Laufzeit von 30 Monaten bedeutet dies Gesamtkosten von rund 5.500 Euro für einen gemieteten Sitzlift.

    Ein gemieteter Treppenlift lohnt sich, wenn Sie einen geraden Treppenverlauf überwinden müssen und die maximale Mietdauer nicht mehr als 3 bis 4 Jahre beträgt.

    Kann ich die Kosten von der Steuer absetzen?

    Ja, neben den diversen Fördermöglichkeiten können Sie die Kosten für den Treppenlift auch in der Steuererklärung geltend machen.

    Die Kosten können Sie dabei als außergewöhnliche Belastung auf Seite 3 im Hauptvordruck angegeben.

    Voraussetzung ist, dass der Einbau von einem Arzt als medizinisch notwendig attestiert wird. Dazu reicht ein Attest vom Hausarzt, eine Bescheinigung eines Amtsarztes ist nicht notwendig.

    Welche Fördermöglichkeiten habe ich?

    Erster Ansprechpartner für einen Zuschuss bei einem Treppenlift ist die Pflegeversicherung. Zusätzlich haben Sie folgende Förderungsmöglichkeiten:

    • Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
    • Regionale Förderprogramme
    • Rentenversicherung
    • Stiftungen
    • Berufsgenossenschaft/Unfallversicherung
    • Agentur für Arbeit
    • Sozialamt
    • Integrationsamt

    Wann fördert die Pflegeversicherung?

    Die Pflegeversicherung kann den Kauf eines Treppenlifts mit bis zu 4.000 Euro fördern. Voraussetzung für die Förderung ist, dass Sie einen Pflegegrad beantragt haben und eine Einordnung von mindestens Pflegegrad 1 haben.

    Ist diese Einordnung erfolgt, holen Sie zunächst mehrere Kostenvoranschläge für den Einbau eines Treppenlifts ein. Anschließend können Sie den Antrag über Ihre Krankenkasse einreichen.

    Wird die Förderung bewilligt, erhalten Sie von der Pflegeversicherung bis zu 4.000 Euro pro Person als Zuschuss für den Treppenlift. Ehepaare mit jeweils anerkannten Pflegegraden können bis zu 8.000 Euro erhalten.

    Wie wird der Pflegegrad bestimmt?

    Der Pflegegrad wird mithilfe eines Punktesystems bestimmt, welches die Selbstständigkeit der Betroffenen in sechs verschiedenen Bereichen einordnet. Diese machen jeweils einen Anteil an der Gesamtpunktzahl aus. Pflegegrad 1 wird ab 12,5 Punkten erreicht.

    Folgende Bereiche werden auf die Selbstständigkeit geprüft:

    • Mobilität (10 Prozent der Gesamtpunktzahl)
    • Kognitive und kommunikative Fähigkeiten (7,5 Prozent)
    • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen (7,5 Prozent)
    • Selbstversorgung (40 Prozent)
    • Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen (20 Prozent)
    • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte (15 Prozent)

    Kann ich einen Lift Probe fahren?

    Ja, eine Probefahrt wird von vielen Anbietern angeboten und sollte unbedingt genutzt werden, bevor Sie sich für ein Modell entscheiden.

    Die Probefahrt findet bei anderen Treppenlift-Besitzern in Ihrer Nähe statt. Dabei können Sie sich auch über die Erfahrungen bei der Bedienung und Benutzung mit dem Besitzer austauschen.

    Stellen Sie sich diese Fragen bei der Probefahrt:

    • Fühlen Sie sich auf dem Lift sicher?
    • Kommen Sie mit der Bedienung zurecht?
    • Gefällt Ihnen das Aussehen des Lifts?
    • Ist die Position und die Fahrt bequem?
    • Sind die Sicherheitselemente ausreichend? (Gurt, Stoppfunktion, Notablass etc.)
    • Was berichtet der Besitzer über den Lift? (Einbau, Service, Benutzung)

    Wie kaufe ich einen Lift?

    Einen Treppenlift können Sie nicht einfach online oder im Fachhandel erwerben. Der Kauf ist vielmehr ein Prozess, bei dem eine fachgerechte Beratung im Mittelpunkt steht, zu der auch die Ausmessung der Treppe gehört.

    Wenn Sie einen Treppenlift kaufen wollen, gehen Sie wie folgt vor:

    • Beantragen Sie ggf. einen Pflegegrad.
    • Nehmen Sie Kontakt mit Treppenlift-Anbietern auf.
    • Holen Sie sich mehrere Angebote ein und vergleichen Sie.
    • Vereinbaren Sie einen Beratungstermin und lassen Sie die Treppe ausmessen.
    • Beantragen Sie die Förderungen für Ihren Treppenlift.
    • Entscheiden Sie sich für ein Modell.
    • Testen Sie das Modell bei einer Probefahrt.
    • Schließen Sie einen Kaufvertrag mit dem Anbieter.
    • Lassen Sie den Lift einbauen.

    Wann darf ich einen Lift in einer Eigentumswohnung (Treppenhaus) einbauen?

    Für einen Einbau in einem Mehrfamilienhaus ist eine Eigentümerversammlung notwendig. Der Einbau muss dabei von allen Mitgliedern beschlossen werden.

    Allerdings gilt: Die Eigentümer müssen den Einbau dulden, wenn die Maßnahme die anderen Miteigentümer nicht über das hinzunehmende Maß beeinträchtigt.

    Ihr Interesse an einem uneingeschränkten Zugang zu Ihrer Wohnung wiegt in der Regel schwerer, als die zu erwartenden Einschränkungen für die anderen Eigentümer. Allerdings handelt es sich hier immer um eine Einzelfallentscheidung, die im Zweifel von einem Gericht gefällt werden muss.

    Wann darf ich einen Lift in einer Mietwohnung einbauen?

    Der Vermieter darf Ihnen einen Einbau nicht pauschal verbieten. Ohne die Zustimmung des Vermieters, dürfen Sie einen Treppenlift dennoch nicht einbauen lassen.

    Überwiegt das Interesse des Vermieters an der unveränderten Erhaltung der Wohnung bzw. des Gebäudes, kann der Vermieter den Einbau verbieten. Hier handelt es sich jedoch immer um eine Einzelfallentscheidung, bei der das Gericht die Interessen des Mieters und des Vermieters gegeneinander abwägen muss.

    In jedem Fall werden die Kosten für den Einbau und den Treppenlift selbst vom Mieter getragen.

    Muss ein Fachmann bei mir Zuhause vorbeikommen?

    Ja, ein Termin vor Ort ist notwendig und bietet viele Vorteile. Durch die fachgerechte Ausmessung der Treppe wird ein fehlerfreier Einbau sichergestellt und die Schienenführung kann an die Gegebenheiten angepasst werden.

    Zusätzlich kann der Mitarbeiter Sie auch über Finanzierungs- und Förderungsmöglichkeiten, Wartung und Service informieren.  

    Wie wird die Treppe ausgemessen?

    Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten. Häufig werden einzelne Stufen und relevante Punkte markiert und mit einer speziellen Messkamera abfotografiert.

    Anhand der Aufnahme wird ein dreidimensionales Modell der Treppe erstellt, welches die Grundlage bei der Fertigung der Schienenführung darstellt. Eine weitere Möglichkeit ist die Ausmessung mit moderner Lasertechnik.

    Eine eigenständige Ausmessung ist nicht zu empfehlen, da selbst kleinste Fehler die gefertigten Schienen unbrauchbar machen können.

    Kann ein Treppenlift auch über mehrere Etagen gehen?

    Ja, ein Treppenlift kann auch über mehrere Etagen gebaut werden. Das Schienensystem kann beliebig erweitert werden.

    Allerdings: Je mehr Etagen Sie mit dem Lift überwinden wollen, desto höher sind die Anforderungen an den Lift und damit auch die Kosten.

    Muss das Treppenhaus umgebaut werden?

    Nein, beim Einbau des Treppenlifts müssen Sie nicht mit Umbaumaßnahmen rechnen. Der Treppenlift kann mit einigen wenigen Bohrlöchern entweder an der Treppe oder der Wand montiert werden.

    Auch Beschädigungen der Treppe müssen Sie nicht befürchten. Wenn Sie Bohrlöcher vermeiden wollen, gibt es treppenschonende Varianten, bei denen der Lift mit Klemmschienen oder Stützen installiert wird.

    Wie lange dauert die Montage?

    Die Dauer der Montage hängt von den baulichen Gegebenheiten in Ihrem Treppenhaus und dem Modell des Treppenlifts ab.

    Ein Einbau durch das Fachpersonal des Anbieters dauert bei einem Sitzlift in der Regel aber nicht länger als ca. 3 bis 4 Stunden.

    Anspruchsvolle Installationen können dagegen auch 1 bis 2 Tage in Anspruch nehmen.

    Wie lange ist die Lieferzeit?

    Die Lieferzeit bei einem Treppenlift hängt besonders von der Art der Schienenführung ab.

    Da die Schienen bei einem kurvigen Treppenverlauf individuell gefertigt werden müssen, ist die Lieferzeit mit bis zu 5 Wochen hier deutlich länger.

    Bei einem geraden Treppenverlauf beträgt die Lieferzeit rund 1 bis 2 Wochen, kann aber natürlich auch von Anbieter zu Anbieter variieren.

    Kann ich einen Lift auch selber einbauen?

    Grundsätzlich ist ein eigenständiger Einbau eines Treppenlifts zwar möglich – zu empfehlen ist ein solches Vorhaben allerdings nicht.

    Zwar finden Sie dazu diverse Anleitungen im Internet, allerdings laufen Sie auch Gefahr, den Lift durch einen fehlerhaften Einbau nicht nutzen zu können.

    Die drei häufigsten Fehler beim Einbau sind:

    • Die Laufschiene beschädigt den Boden.
    • Die Schienen sind nicht lang genug.
    • Die Treppe ist zu eng..

    Wie bediene ich den Treppenlift?

    Die Bedienung des Treppenlifts ist besonders einfach gestaltet, damit Sie auch von älteren und in der Mobilität eingeschränkten Menschen intuitiv genutzt werden kann.

    In aller Regel wird der Treppenlift über einen Kippschalter, Hebel oder Joystick bedient, der an der Armlehne des Lifts angebracht sind.

    Viele Treppenlifte verfügen zudem über eine sogenannte Totmannsteuerung – Der Treppenlift bleibt sofort stehen, wenn das Bedienelement nicht mehr betätigt wird. So wird verhindert, dass der Lift unkontrolliert weiterfährt.

    Wie schnell fährt ein Treppenlift?

    Ein Treppenlift soll der Sicherheit im eigenen Zuhause dienen und die Gefahr von Stürzen minimieren.

    Deshalb ist die Fahrt auch nicht auf Geschwindigkeit ausgelegt und die Lifte bewegen sich vergleichsweise langsam. Die Geschwindigkeit beträgt etwa 0,15 Meter pro Sekunde.

    Wie finde ich den besten Anbieter?

    Bei der Wahl des Anbieters sollten Sie nicht zuletzt auf Ihr Bauchgefühl hören.

    Fühlen Sie sich nicht ausreichend beraten oder haben kein gutes Gefühl, ist das keine gute Basis für einen Vertragsabschluss.

    Ob ein Anbieter für Sie der richtige ist, können Sie auch anhand folgender Fragen prüfen:

    • Haben Sie mehrere Anbieter in Betracht gezogen und Angebote verglichen?
    • Eignet sich der ausgewählte Treppenlift für Ihre Treppe?
    • Konnten Sie den Lift testen und waren Sie zufrieden?
    • Ist der Lift leicht und intuitiv zu bedienen?
    • Wurden Sie über die Fördermöglichkeiten informiert?
    • Haben Sie einen Wartungsvertrag geschlossen?
    • Gibt es einen 24-Stunden-Notruf für Problemfälle?
    • Erscheint Ihnen der Anbieter vertrauenswürdig?
    • Konnten Sie Ihre Entscheidung in Ruhe und ohne Druck treffen?
    • Stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis?
    • Wurden Ihnen alle Informationen vorgelegt, die Sie für die Entscheidung brauchen?

    Können Sie nicht alle Fragen mit Ja beantworten, lohnt es sich, noch einmal nach Alternativen zu suchen.

    Was macht einen guten Anbieter aus?

    Beim Kauf eines Treppenlifts gibt es diverse Qualitätsmerkmale, anhand derer Sie seriöse Anbieter erkennen können:

    • Zertifizierungen
    • ISO-Norm EN ISO-9999
    • Garantie
    • Wartungsvertrag
    • Notfallservice
    • Rückkauf-Option
    • Realistischer Preis

    Auf welche Zertifizierungen muss ich achten?

    GS-Prüfzeichen: Wird verliehen, wenn ein unabhängiger Prüfer den Lift untersucht hat und alle Vorgaben aus dem Geräte- und Produktsicherheitsgesetz eingehalten wurden.

    CE-Zeichen: Bestätigt die Einhaltung europäischer Sicherheitsrichtlinien. Eine vierstellige Zahl nach dem Kennzeichen bestätigt die Prüfung durch einen unabhängigen Sachverständigen.

    TÜV: Eine Abnahme durch den TÜV ist ebenfalls ein Qualitätsmerkmal, wird allerdings nur erforderlich, wenn der Lift in einem öffentlich Gebäude installiert werden soll.

    ISO-Norm: Anbieter können die Modelle in die ISO-Norm aufnehmen. Die ISO-9999 gibt einen Überblick der als Hilfsmittel für Menschen mit Behinderung eingesetzten Produkte und wird von der Internationalen Organisation für Normung bestimmt.

    Wie oft muss ein Treppenlift gewartet werden?

    Eine regelmäßige Wartung ist bei einer so wichtigen Mobilitätshilfe wie dem Treppenlift ein Muss.

    In der Regel wird mit dem Anbieter eine jährliche Wartung vereinbart. Dieser Rhythmus ist gerade bei Sitzliften in Privathaushalten in aller Regel ausreichend.

    Sie haben jedoch die Möglichkeit, individuelle Wartungsintervalle zu vereinbaren, wenn der Sitz sehr häufig genutzt wird, beispielsweise in einem Mehrfamilienhaus

    Wie hoch sind die jährlichen Wartungskosten?

    Die Kosten für die regelmäßige Wartung werden im Wartungsvertrag vereinbart und variieren meist zwischen 100 und 200 Euro.

    Die Kosten sind abhängig vom Anbieter, Modell des Lifts und den im Wartungsvertrag vereinbarten Leistungen.

    Was muss im Wartungsvertrag stehen?

    Der Wartungsvertrag sollte folgende Leistungen umfassen:

    • Überprüfung der Elektronik
    • Überprüfung der Verschleißteile
    • Überprüfung der Bedienelemente, des Sitzes, der Lehnen und Fußstützen
    • Überprüfung aller Sicherheitselemente
    • Reinigung aller Einzelteile, auch der Elektronik
    • Schriftliche Protokollierung aller Wartungsarbeiten

    Hat ein Treppenlift Garantie?

    Pauschal hat ein Treppenlift zunächst keine Garantie. Die Garantie ist eine freiwillige Leistung des Anbieters, die greift, wenn der Mangel nicht auf Herstellungs- oder Verarbeitungsfehler zurückzuführen ist.

    Gewährt Ihnen der Anbieter eine Garantie, wird vertraglich geregelt, welche Schäden darin enthalten sind und welche Leistungen im Schadensfall erbracht werden.

    Unberührt von einer möglichen Garantie bleibt Ihr gesetzlich geregelter Anspruch auf Gewährleistung.

    Damit versichert der Anbieter für einen Zeitraum von zwei Jahren, dass der Treppenlift frei von Mängeln ist. Diese beziehen sich jedoch nur auf Herstellungs- oder Verarbeitungsfehler.

    Was ist, wenn ein Treppenlift kaputt geht?

    Im Fall eines Defekts bei Ihrem Treppenlift gehen Sie bestenfalls wie folgt vor:

    • Kontaktieren Sie den Hersteller bzw. Anbieter des Treppenlifts.
    • Nutzen Sie die Notfallnummer.
    • Führen Sie keine eigenständige Reparatur durch.
    • Prüfen Sie, ob Sie Garantieansprüche geltend machen können.
    • Holen Sie einen Kostenvoranschlag ein, wenn Sie keine Garantie mehr haben.

    Muss ich meinen Treppenlift versichern lassen?

    Ein Treppenlift ist nicht in der Hausratversicherung, wohl aber in der Wohngebäudeversicherung abgedeckt.

    Diese ist für Immobilienbesitzer auch ohne Treppenlift eine sehr sinnvolle Investition und kostet jährlich meist zwischen 180 und 250 Euro.

    Eine zusätzliche Versicherung speziell für den Treppenlift ist nicht erforderlich – eine Wohngebäudeversicherung ist ausreichend.

    Wie funktioniert der Rückbau eines Treppenlifts?

    Der Rückbau erfolgt in der Regel durch einen Fachbetrieb. Die Art der Installation ist dabei ausschlaggebend dafür, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

    Je aufwändiger die Konstruktion, desto teurer der Rückbau.

    Beim Rückbau werden nicht nur die Schienen und der Sitz entfernt, sondern auch die Bohrlöcher geschlossen.

    Wie kann ich meinen Treppenlift verkaufen?

    Beim Verkauf Ihres Treppenlifts müssen Sie zwischen einem Privatverkauf und einem Verkauf an einen Fachhändler unterscheiden.

    Diverse Anbieter haben sich auf gebrauchte Treppenlifte spezialisiert und können Ihnen deshalb oftmals bessere Konditionen bieten als das Unternehmen, bei dem Sie den Lift ursprünglich erworben haben. Auch beim Verkauf lohnt es sich deshalb, die verschiedenen Anbieter zu vergleichen.

    Zusätzlich müssen Sie beachten, dass ein Privatverkauf bei einer kurvigen Schienenführung nur schwer möglich ist, da die Schienen für Ihr Treppenhaus maßgefertigt wurden.

    So oder so wird der Verkaufspreis aber deutlich unter dem Preis liegen, den Sie beim Kauf bezahlt haben.

    Brauche ich eine Baugenehmigung?

    Nein, beim Einbau eines Treppenlifts in Ihrem Privathaushalt ist keine Baugenehmigung erforderlich, solange Ihr Haus nicht unter Innendenkmalschutz steht.

    Für den Anbau eines Außenliftes oder dem Einsatz im Treppenhaus von Mehrfamilienhäusern gelten aber andere Regeln, die von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind. Ihr Treppenlift-Anbieter wird Sie zu dem Thema beraten können und die gegebenenfalls notwendigen Genehmigungen einholen.

    Welche Alternativen gibt es zu einem Treppenlift?

    Alternativen zu Sitzliften:

    • Senkrechtlift – eigener Lift für Zuhause.
    • Hubtreppe – Treppe, bei der jede Stufe eine kleine Hebebühne ist und den Benutzer Schritt für Schritt nach oben bzw. unten trägt.
    • Stairwalker – Unterstützende Installation, die Stürzen vorbeugt und Sie beim Treppensteigen entlastet.

    Alternativen zu Plattformliften:

    • Rollstuhlrampen – Kostengünstige Alternative, die sich besonders zur Überwindung geringer Höhenunterschiede eignet.
    • Treppensteigende Rollstühle – Eher zukunftsorientierte Konzepte, bei denen der Rollstuhl selbstständig Stufen überwindet.
    • Treppenraupen – Der Rollstuhl wird eingehakt und die Treppenraupe erklimmt die Stufen.

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