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Erste eigene Wohnung: Checkliste für die Unabhängigkeit

Nichts falsch machen, nichts vergessen - So klappt der Start ins neue Leben


Zuletzt bearbeitet am

Endlich die eigenen vier Wände, endlich unabhängig!

Hotel Mama gehört der Vergangenheit an und ein neues Kapitel beginnt. Eines ist sicher – der Weg in die erste eigene Wohnung ist ein bedeutender und aufregender Schritt.

Leider ist dieser Weg gerade in Großstädten nicht ganz stolperfrei und Sie müssen einige Herausforderungen meistern: Welche Versicherungen brauche ich? Wie setze ich mich gegen Mitbewerber durch? Was steht eigentlich alles im Mietvertrag? Wo muss ich mich nach dem Umzug ummelden?

Damit der Traum von der ersten eigenen Wohnung nicht zum Albtraum wird, finden Sie hier die Antworten auf alle wichtigen Fragen vor dem Start in die neue Bleibe.

Die Wohnungssuche – Nadel im Heuhaufen?

Viele Angebote, aber keine Wohnung passt so richtig?

Schon die Wohnungssuche kostet eine Menge Zeit und Nerven. Speziell in Großstädten sind die Angebote für das typische Budget der ersten eigenen Wohnung äußerst rar.

Deshalb heißt es nun: Was will ich eigentlich genau für eine Wohnung? Brauche ich eine Einbauküche? Welche Stadtteile kommen für mich in Frage? Wie viel Miete kann ich mir maximal leisten? Wo bin ich zu Kompromissen bereit?

Diese Möglichkeiten haben Sie bei der Suche:

  • Immobilienportale im Internet
  • Anzeigen in Tageszeitungen
  • Schwarzes Brett in der Universität, Supermärkten etc.
  • Eigene Kontakte (auch in den sozialen Netzwerken)
  • Makler

Gerade in Tageszeitungen – so altmodisch es klingen mag – sind häufig viele Wohnungsanzeigen enthalten, bei denen Sie mit weniger Mitbewerbern konkurrieren müssen als bei der Suche über das Internet.

Haben Sie eine Wohnung gefunden, verlieren Sie keine Zeit: Kontaktieren Sie den Vermieter und zeigen Sie Ihr Interesse an der Wohnung. Im Idealfall vereinbaren Sie direkt einen kurzfristigen Besichtigungstermin.

Doch auch der hat so seine ganz eigenen Tücken…


Die Besichtigung – Wie setze ich mich gegen Mitbewerber durch?

Die Traumwohnung ist gefunden – der Besichtigungstermin vereinbart – doch vor der Wohnung warten schon eine Reihe anderer Interessenten? Kein Grund zur Panik – noch ist die Wohnung nicht anderweitig vermietet.

Für einen erfolgreichen Besichtigungstermin gibt es 3 Grundregeln:

  • Pünktlichkeit
  • Ein gepflegtes Äußeres
  • Gute Vorbereitung ist alles

Bringen Sie eine Bewerbermappe mit den nötigen Unterlagen direkt zur Besichtigung mit und signalisieren Sie dem Vermieter Ihr ernsthaftes Interesse.

Diese Unterlagen möchte der Vermieter sehen:

  • Mieterselbstauskunft / Lebenslauf
  • Kopie des Personalausweises
  • Kopie Ihres Arbeitsvertrages
  • Gehaltsnachweise
  • Nachweis über bisherige Mietzahlungen / Mietschuldenfreiheitsbescheinigung
  • SCHUFA-Selbstauskunft
  • Eventuelle Mietbürgschaft

4 Tipps zur Besichtigung

Tipp 1: Vereinbaren Sie eine Besichtigung bei Tageslicht, um die Lichtverhältnisse der Wohnung besser beurteilen zu können.

Tipp 2: Eine Einzelbesichtigung vereinbaren, um nicht in der Masse an Bewerbern unterzugehen. Die Art der Besichtigung legt in der Realität jedoch meist der Vermieter fest.

Tipp 3: Machen Sie eigene Fotos, um den persönlichen Eindruck auch nach der Besichtigung noch zu erhalten.

Tipp 4: Gefällt Ihnen die Wohnung, zeigen Sie ihr Interesse und bemühen Sie sich um einen guten Eindruck beim Vermieter.


Der Mietvertrag – Auf welche Details muss ich achten?

Verträge sind – das kennen wahrscheinlich alle – oft unübersichtlich und enthalten eine Vielzahl von unverständlichen Klauseln. Bei Mietverträgen ist das nicht anders. Welche Informationen für Sie besonders relevant sind, haben wir für Sie hier festgehalten:

  • Vertragsparteien (Mieter und Vermieter)
  • Mietumfang (Was wird angemietet?)
  • Mietdauer (Wird eine Befristung des Mietvertrages vereinbart?)
  • Miethöhe (Kosten für die Nutzung der Wohnung)
  • Betriebskosten (Kosten für den Verbrauch und sonstige Nebenkosten)
  • Mietkaution (In der Regel 3 Nettokaltmieten)
  • Umgang mit Schönheitsreparaturen (Kleine Renovierungen)
  • Hausordnung (Ruhezeiten etc.)
  • Regelungen zu Haustieren (Was ist erlaubt?)
Warn-Symbol

Wichtig: Mietvertrag checken

Prüfen Sie den Mietvertrag vor der Unterzeichnung genau – im Zweifel bitten Sie einen Experten darum. Einmal unterschrieben ist der Vertrag gültig. Auch bei „Standardverträgen“ sollten Sie nicht auf eine gründliche Prüfung verzichten.

Wie läuft das mit der Kaution?

Die Höhe der Kaution wird individuell mit Ihrem Vermieter vereinbart. Höchstbetrag sind 3 Nettokaltmieten. Häufigste Variante ist die Barkaution, bei der Sie als Mieter die Kaution entweder in bar an den Mieter übergeben oder überweisen.

Sie dürfen die Kaution auch in 3 Monatsraten an den Vermieter zahlen. Der Vermieter ist seinerseits verpflichtet, die Kaution unabhängig und getrennt von seinem übrigen Vermögen auf ein eigens dafür erstelltes Konto zu legen.

Ist das Mietverhältnis beendet und es bestehen keine Ansprüche des Vermieters, muss dieser die Kaution mit den in der Zwischenzeit angefallenen Zinsen zurückzahlen.

Wer das Geld gerade nicht zur Verfügung hat, kann auf eine Bankbürgschaft oder eine Bürgschaft durch Privatpersonen ausweichen.


Übergabe der Wohnung – Brauche ich ein Protokoll?

Die Übergabe der Wohnung ist einer der letzten Schritte, bevor die Möbel an die richtige Stelle getragen werden und Sie endlich einziehen können. Die Übergabe findet spätestens am Tag des im Mietvertrag vereinbarten Einzugstermin statt.

Damit Sie mit der nötigen Ruhe und Zeit die Übergabe durchführen können, bietet sich ein Zeitpunkt nach dem Auszug des Vormieters und vor Ihrem Einzug an. Bestehen Sie in jedem Fall auf die Erstellung eines Übergabeprotokolls und halten Sie etwaige Mängel darin fest.

Inhalt des Übergabeprotokolls

  • Datum der Übergabe
  • Datum des Einzugs
  • Nennung des Objekts inklusive aller Ausstattungsmerkmale
  • Anwesende Personen bei der Übergabe
  • Sämtliche Mängel und Schäden
  • Zählerstände von Gas, Wasser, Strom
  • Festlegung der Mietkaution (Höhe, Zahlungsweise etc.)
  • Vereinbarungen über Schönheitsreparaturen
  • Anzahl der ausgehändigten Schlüssel
Download-Symbol

Übergabe-Musterprotokoll zum Download

Gerne können Sie unsere kostenlose Vorlage für Ihr Übergabeprotokoll nutzen. Einfach herunterladen, ausdrucken und zur Wohnungsübergabe mitbringen.


Essentials der ersten Woche – Was habe ich vergessen?

Gerade wenn der Auszug aus dem Kinderzimmer ansteht, hat man manche Dinge in der neuen Wohnung nicht direkt zur Hand. Was man eigentlich alles braucht, wird meist erst nach dem Einzug klar.

Dies sind die absoluten Einzug-Essentials, die man leicht vergisst:

  • Küchenrolle
  • Dosen- und Flaschenöffner
  • Waschmittel
  • Klopapier
  • Werkzeug
  • Mehrfachsteckdose
  • Kleiderhaken
  • Wäschekorb
  • Klobürste
  • Wasserkocher
  • Fußmatte
  • Müllsäcke
  • Alufolie/Backpapier
  • Abwaschbürste
  • Mülleimer
  • Nudelsieb
  • Zollstock
  • Staubsauger
  • Bügeleisen & Brett
  • Geschirr

Woher kommen die Möbel?

Das Bett aus dem Kinderzimmer ist zu klein, der Schrank soll eigentlich zu Hause bleiben, die Einrichtung aus dem Zimmer im Studentenwohnheim gehört einem sowieso nicht – bei den Möbeln in der ersten eigenen Wohnung fängt man oft bei Null an.

Diese Möbel brauchen Sie unbedingt für die erste eigene Wohnung, damit Sie sich schnell zuhause fühlen:

  • Bett mit Lattenrost und Matratze
  • Kleiderschrank
  • Schreibtisch und Stuhl
  • Sofa
  • Esstisch und Stühle
  • Schuhregal
  • Badezimmermöbel

Es empfiehlt sich, bei der ersten eigene Wohnung auf eine integrierte Einbauküche inklusive aller Elektrogeräte zu achten. Die kostet zwar Geld, erspart Ihnen aber eine Menge Stress.


Mieter sein – Was muss ich wissen?

Mit der ersten eigenen Wohnung sind auch ganz ungewohnte Verpflichtungen verbunden, mit denen Sie sich vorher wahrscheinlich nicht beschäftigen mussten.

Fünf Regeln für Mieter

  • Beachten Sie die Hausordnung
  • Zahlen Sie Ihre Miete pünktlich. Richten Sie zur Sicherheit einen Dauerauftrag bei Ihrer Bank ein
  • Melden Sie Mängel in der Wohnung schnellstmöglich an Ihren Vermieter
  • Untervermietung ohne Erlaubnis des Vermieters ist tabu
  • Führen Sie keine Umbaumaßnahmen durch, ohne diese genau mit dem Vermieter abzusprechen

Sind Mieterhöhungen zulässig?

Grundsätzlich gilt: Die Kaltmiete darf innerhalb von drei Jahren um maximal 20 Prozent erhöht werden. Ist diese Grenze erreicht, muss der Vermieter mit der nächsten Erhöhung drei Jahre warten.

Will Ihr Vermieter die Miete erhöhen, muss er sich dabei an eine Reihe von Bedingungen halten.

Drei mögliche Gründe für eine Mieterhöhung sind:

Anhebung auf die ortsübliche Vergleichsmiete

  • Der Mieter muss per Schreiben über die Erhöhung informiert werden. Darin muss die Begründung dargelegt werden.
  • Die Miete darf erst mit Beginn des dritten Monats nach Erhalt des Schreibens erhöht werden.

Mieterhöhung durch Modernisierungsmaßnahmen

  • Der Mieter muss drei Monate vor Beginn der Umbau-Maßnahmen per Schreiben über Art, Umfang, Beginn und Dauer informiert werden.
  • Die zu erwartende Mieterhöhung muss genannt werden.
  • Es dürfen nicht mehr als 8 Prozent der Modernisierungskosten auf die jährliche Miete umgelegt werden.
  • Der Mieter muss auf die Möglichkeit hingewiesen werden, der Erhöhung zu widersprechen.
  • Die Mieterhöhung darf erst nach Abschluss der Maßnahmen erfolgen, dazu Bedarf es eines weiteren Schreibens durch den Vermieter.
  • Die neue Miete ist erstmalig 3 Monate nach dem zweiten Schreiben zulässig.

Wichtig: Schränken die Arbeiten die Nutzung der Wohnung ein, haben Sie als Mieter für diese Zeit ein Recht auf Mietminderung. Davon ausgenommen sind Maßnahmen zur energetischen Modernisierung.

Vereinbarte Mieterhöhungen

  • Die Erhöhung ist mit einem Staffelmietvertrag festgehalten
  • Die Erhöhung ist im Indexmietvertrag festgeschrieben

Der Einzug – Was gibt es jetzt noch zu tun?

Sie haben es geschafft. Die Möbel sind an der richtigen Stelle und das Leben in der ersten eigenen Wohnung kann beginnen – so schnell geht es aber leider doch nicht.

Gerade das Thema Versicherungen kommt oftmals zum ersten Mal auf. Diese Versicherungen sind bei der ersten eigenen Wohnung für Sie wichtig:

Private Haftpflichtversicherung

Sind Sie nicht mehr über Ihre Eltern in der privaten Haftpflicht versichert, ist eine eigene Haftpflicht für Sie ein absolutes Muss und eine der wichtigsten Versicherungen von allen. Wenn Sie für einen Schaden aufkommen müssen, den Sie verursacht haben, greift die private Haftpflichtversicherung und kann Ihnen eine Menge Kosten ersparen.

Hausratversicherung

Bei einem Wasserschaden kann an Ihrer Einrichtung eine Menge Schaden entstehen. Hier kann eine Hausratversicherung Sie gegen unvorhergesehene Schadensfälle absichern. Dazu zählt auch der Fahrraddiebstahl.

Was muss noch geregelt werden?

Ist der Einzug erfolgreich gemeistert, kann es mit der ersten eigenen Wohnung jetzt richtig losgehen. Einige Dinge müssen aber noch geregelt werden:

  • Ummelden beim Einwohnermeldeamt
  • Neue Adresse an Versicherung, Bank etc. weitergeben
  • Internet und Telefon beantragen
  • Versorgungswerke anmelden (Gas, Strom, Wasser)
  • Rundfunkgebühr (GEZ) anmelden

Wie läuft die Energieversorgung?

Die Energieversorgung umfasst Strom und Wasser. Dazu kommt die jeweilige Versorgung für die Heizung (z.B. Gas oder Öl).

Ziehen Sie in eine neue Wohnung, müssen Sie in der Regel mit den Versorgern einen eigenen Vertrag abschließen. Dazu sollten Sie insbesondere bei den Stromanbietern die verschiedenen Tarife vergleichen, denn hier lauert großes Sparpotential.

Haben Sie sich für einen Stromanbieter entschieden, wenden Sie sich mit folgenden Informationen an den Anbieter:

  • Persönliche Daten
  • Stromzählernummer (steht meist im Mietvertrag oder am Stromzählerkasten)
  • Gewünschter Liefertermin

Wohnungs-Lexikon: Was heißt eigentlich …?

Ablösezahlungen

Oftmals kann es vorkommen, dass Sie von Ihrem Vormieter einen Teil der Einrichtung übernehmen können (oder sogar müssen). Dafür wird in aller Regel eine Ablösezahlung fällig, die Sie an den Vormieter bezahlen. Gerade wenn Sie die Einbauküche übernehmen, ist eine solche Zahlung üblich. Den Vermieter müssen Sie dabei über etwaige Zahlungen informieren.

Bürgschaft

Eine Mietbürgschaft ist eine Möglichkeit, die Kosten für die Mietkaution nicht in Form einer Überweisung an den Vermieter zu tätigen, sondern einen Bürgern als Sicherheit für den Vermieter einzusetzen. In diesem Fall müssen Sie keine Kaution bezahlen.

Eine Mietkautionsbürgschaft wird entweder von Privatpersonen, Versicherungen oder Banken übernommen. Sinnvoll kann eine Mietkautionsbürgschaft besonders dann sein, wenn die Kaution nicht in Ihr finanzielles Budget passt. Privatpersonen sind in der Regel Familienangehörige mit positiver Bonität.

Eigenbedarf

Neben Zahlungsrückständen ist Eigenbedarf der häufigste Grund für eine Kündigung des Mietvertrags seitens des Vermieters.

Eigenbedarf liegt dann vor, wenn der Vermieter die Räume als Wohnung für sich, seine Familienangehörigen oder Angehörige seines Haushalts benötigt. Meldet der Vermieter Eigenbedarf an, muss er die Kündigung innerhalb der vereinbarten Kündigungsfrist einreichen.

Energieausweis

Der Energieausweis kann Aufschluss darüber geben, mit welchem Energieverbrauch Sie später rechnen müssen. Seit Mitte 2014 sind Vermieter verpflichtet, dem potentiellen Mieter bereits bei der Besichtigung der Wohnung den Energieausweis vorzulegen.

Grundsätzlich gilt: Je höher der ausgewiesene Kennwert im Energieausweis, desto höher sind die Heizkosten. Einen noch detaillierteren Aufschluss liefert allerdings die Nebenkostenabrechnung, da diese die Kosten unter Realbedingungen aufzeigt.

Fristlose Kündigung

Der Vermieter hat in bestimmten Fällen ein Sonderkündigungsrecht. Dazu muss allerdings ein wichtiger Grund vorliegen. Eine weitere Bedingung für eine fristlose Kündigung ist eine vorangegangene Abmahnung durch den Vermieter.

Wichtige Gründe sind:

  • Zahlungsrückstand bei der Miete in zwei aufeinanderfolgenden Monaten
  • Unerlaubte Untervermietung der Wohnung
  • Andauernde Lärmbelästigung
  • Vertragswidrige Nutzung, zum Beispiel gewerblich
  • Fehlende Sorgfaltspflicht
  • Störung des Hausfriedens

Hausordnung

Die Hausordnung wird oftmals schon im Mietvertrag festgehalten und sollte von allen Mietern eingehalten werden. Üblicherweise sind darin Regelungen zu folgenden Punkten enthalten:

  • Lärm und Ruhezeiten
  • Regelungen zur Sauberkeit und Ordnung
  • Regelungen zur Haussicherheit
  • Regelungen zur Nutzung von Gemeinschaftsräumen

Indexmiete

Ein Indexmietvertrag koppelt die allgemeinen Lebenshaltungskosten an die Höhe der Miete. Dadurch richtet sich die Mieterhöhung nach der allgemeinen Teuerungsrate, dem sogenannten Preisindex.

Steigen die Lebenshaltungskosten, steigt damit auch die Miete. Theoretisch ist somit sogar eine Mietminderung möglich. Da die Lebenshaltungskosten allerdings stetig steigen, ist dieser Fall sehr unwahrscheinlich.

Kaltmiete/Warmmiete

Die Kaltmiete ist der Betrag, den Sie für die Wohnung ohne die Neben- und Betriebskosten wie Strom, Gas oder auch Müllentsorgung monatlich an den Vermieter zahlen müssen.

Die Warmmiete beinhaltet dagegen alle Nebenkosten, ist also letztlich der Betrag, der jeden Monat von Ihrem Konto abgeht.

Kündigungsfrist

Solange keine kürzere Frist im Mietvertrag festgelegt wurde, gilt für den Mieter immer die gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten. Die Mietdauer hat dabei keinen Einfluss auf die Kündigungsfrist des Mieters.

Der Vermieter darf keine längere Kündigungsfrist als die drei Monate festlegen. Die Kündigung muss spätestens bis zum dritten Werktag eines Monats beim Vermieter eingehen.

Ein konkretes Beispiel: Wenn Sie Ihre Kündigung am 3. April (dritter Werktag) bei Ihrem Vermieter einreichen, endet das Mietverhältnis am 30. Juni. Entscheidend ist der Zeitpunkt, an dem der Vermieter Ihre Kündigung erhält und nicht das Datum des Poststempels.

Makler

Bei der Wohnungssuche kann ein Makler mit seiner Erfahrung und regionaler Marktkenntnis eine große Hilfe sein. Auch organisatorische Aufgaben wie die Vereinbarung von Besichtigungen werden vom Makler übernommen. Gerade bei einer größeren Entfernung zwischen Ihrem aktuellen und dem neuen Wohnort kann ein Makler die Wohnungssuche deutlich erleichtern.

Nachmieterklausel

Die Nachmieterklausel ist eine im Mietvertrag festgelegte Vereinbarung zwischen dem Mieter und Vermieter, die dem Mieter die Möglichkeit gibt, auch vorzeitig aus dem Mietvertrag auszusteigen. Bedingung ist, dass ein Nachmieter vorgeschlagen und akzeptiert wird. Die Klausel ist nur relevant, wenn eine Mindestmietdauer im Vertrag vereinbart wurde.

Dabei unterscheidet man zwischen einer echten- und einer unechten Nachmieterklausel.

Bei der echten Nachmieterklausel ist der Vermieter an die Vorschläge des Mieters für potentielle Nachmieter gebunden. Dies gilt allerdings nur für den Fall, dass dieser den bisherigen Mietvertrag zu gleichen Konditionen übernimmt.

Dagegen kann der Mieter bei einer unechten Nachmieterklausel zwar Vorschläge für einen Nachmieter machen, die Entscheidung über den Nachmieter liegt hier beim Vermieter.
In der Praxis ist eine echte Nachmieterklausel die absolute Ausnahme und in nur sehr wenigen Mietverträgen vereinbart.

Rundfunkgebühren

Wenn Sie in Ihre erste eigene Wohnung ziehen, sind Sie verpflichtet, die Wohnung für den gesetzlichen Rundfunkbeitrag anzumelden. Die Höhe der Rundfunkgebühr wird regelmäßig neu berechnet und festgelegt.

Staffelmiete

Bei einem Staffelmietvertrag wird bereits vorab eine spätere Mieterhöhung fest vereinbart. Zum Beispiel kann festgelegt werden, dass sich die Nettokaltmiete jährlich um 50 Euro erhöht. Maximal darf die Miete dabei um 20 Prozent innerhalb von drei Jahren ansteigen. Erreicht die Mieterhöhung diese Grenze, darf die nächste Erhöhung erst nach drei Jahren erfolgen.

Sonderkündigungsrecht

Grundsätzlich gilt die im Mietvertrag vereinbarte Kündigungsfrist. Es gibt aber eine Reihe von Sonderfällen, in denen Sie als Mieter ein Sonderkündigungsrecht haben.

Das Recht kann vorliegen, wenn

  • die Nutzung der Wohnung Ihre Gesundheit gefährdet,
  • die Wohnung erhebliche Mängel aufweist. Solche Mängel können regelmäßige Stromausfälle, unzumutbare Lärm- oder Geruchsbelästigungen oder auch unzureichende Temperaturen im Winter sein,
  • Ihr Vermieter sich unerlaubt Zugang zur Wohnung beschafft,
  • ein Betrugsfall des Vermieters vorliegt, zum Beispiel bei der Nebenkostenabrechnung,
  • der Vermieter die Kaltmiete außerplanmäßig erhöht.

Unser Rat: Suchen Sie in einem ersten Schritt immer das persönliche Gespräch mit Ihrem Vermieter und schildern Sie die Problematik. So lassen sich viele Probleme bereits frühzeitig aus der Welt schaffen.

Ummelden

Zur Ummeldung Ihrer neuen Adresse haben Sie beim Einwohnermeldeamt eine Frist von 14 Tagen – Danach kann ein Bußgeld drohen. Übrigens: Wenn Sie keine langen Wartezeiten in Kauf nehmen wollen, können Sie online vorab einen Termin buchen.

Umzugsunternehmen

Steht der Umzug in die erste eigene Wohnung bevor, kann ein Umzugsunternehmen eine Menge Aufwand und Stress ersparen. Die Preise und angebotenen Zusatzleistungen sind keinesfalls einheitlich und schwanken stark. Deshalb bietet ein Vergleich der Angebote hier großes Potential zum Geld sparen.

Vergleichsmiete

Die ortsübliche Vergleichsmiete ist ein Orientierungswert, der im Mietspiegel erfasst wird und gibt die aktuelle Durchschnittsmiete am Wohnort an. Die Vergleichsmiete kann als Grundlage für eine Mieterhöhung gelten.

Versicherungen

Ein Versicherungsschutz ist in der ersten eigenen Wohnung unabdingbar. Die meisten Versicherungen müssen Sie bei Ihrem Auszug dabei selbst abschließen. Das umfasst insbesondere folgende Versicherungen:

  • Privathaftpflichtversicherung (ein Muss)
  • Hausratversicherung (kann sinnvoll sein)
  • Krankenversicherung (Pflicht)
  • Berufsunfähigkeitsversicherung (kann sinnvoll sein)

Übrigens: Gerade bei der ersten eigenen Wohnung können Sie sich häufig noch über Ihre Eltern mitversichern lassen.

Wohnungssuche

Wohnungen werden auf unterschiedliche Weise angeboten. Hier sollten Sie Ausschau halten:

  • Immobilienportale im Internet (Immowelt, Immobilienscout 24)
  • Tageszeitungen
  • Schwarzes Brett in Universitäten und Supermärkten
  • Kontakte aus dem Bekanntenkreis und sozialen Medien
  • Makler

Zeitmietvertrag

Zeitmietverträge setzen eine Befristung des Mietverhältnisses bereits im Vertrag fest. Nach Ablauf dieser Zeitspanne endet das Mietverhältnis dann automatisch.

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