Ein Umzug steht an?

Dann sollten Sie diesen Artikel unbedingt bis zum Ende lesen.

Hier finden Sie nicht nur eine Checkliste und wertvolle Tipps, was Sie beim Umzug bedenken sollten und wie Sie dabei Geld sparen können …

… sondern auch Antworten auf sämtliche Fragen rund ums Thema Umzugsunternehmen und Umzugsplanung.

Im Vergleich: Umzugsunternehmen vs. Do-it-yourself-Umzug

Möchten Sie einen möglichst günstigen oder einen möglichst stressfreien Umzug?

Ein privat durchgeführter Umzug in Eigenregie ist natürlich preiswerter als ein Wohnungswechsel mit einem Umzugsunternehmen.

Allerdings nimmt ein Do-it-yourself-Umzug auch sehr viel Zeit in Anspruch, denn Sie müssen alle Kartons selber packen, die Möbel für den Transport auseinanderbauen und sämtliche Genehmigungen etc. beantragen.

Außerdem benötigen Sie viele freiwillige Umzugshelfer sowie einen geeigneten Transporter. Ein Umzug mit einer professionellen Umzugsfirma bietet da weitaus mehr Komfort – kostet aber auch mehr.

Wann lohnt sich ein Umzugsunternehmen?

Ein Umzug mit einem Umzugsunternehmen ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Umzug

  • möglichst komfortabel oder
  • möglichst schnell durchgeführt werden soll,
  • Sie nur wenig Zeit für den Umzug haben,
  • Sie körperlich und/oder gesundheitlich eingeschränkt sind,
  • Sie keinen Führerschein besitzen, der zur Fahrt mit einem Transporter/Anhänger berechtigt,
  • Sie in einer Wohnung mit mehr als 40 m² wohnen,
  • Sie in einem Mehrfamilienhaushalt leben,
  • Sie wertvolles Umzugsgut besitzen, das durch das Umzugsunternehmen versichert ist, oder
  • Sie sich einfach nur den Umzugsstress ersparen wollen.


Wie viel kostet ein Umzugsunternehmen?

Die goldene Frage, die wir nun beantworten:

Ein Umzug, den man in professionelle Hände übergibt, ist wesentlich komfortabler, schneller und stressfreier als ein Wohnungswechsel in Eigenregie – und vermutlich wesentlich preiswerter, als Sie vielleicht annehmen.

Denn mit der richtigen Vorbereitung und einem günstigen, aber seriösen Anbieter kann auch bei einem Umzug mit Umzugsunternehmen ordentlich gespart werden.

Um einen fairen Preis zu erzielen, raten wir Ihnen, zum besseren Preis-Leistungs-Vergleich unbedingt mehrere Angebote bei verschiedenen Umzugsunternehmen anzufordern.

Das ist wichtig, denn die Preise und die enthaltenen Leistungen der verschiedenen Anbieter unterscheiden sich zum Teil immens voneinander.

Jeder Umzug verläuft individuell, deshalb ist es schwierig, konkrete Preise zu nennen, wie viel Sie Ihr Umzug kosten wird. Außerdem spielt die Quadratmeterzahl der Wohnung ebenso eine Rolle wie die Distanz zur neuen Wohnung.

Mit Eigenleistung lassen sich die Kosten extrem senken.

Mit Eigenleistung lassen sich die Kosten zudem extrem senken. Wenn Sie die Kartons selber organisieren, Ihr Umzugsgut selbständig verpacken und die Möbel eigenhändig ab- und wieder aufbauen, können Sie bis zu 50 % der Kosten sparen.

Die folgende Tabelle dient deshalb nur zur Orientierung und alle Angaben sind als ungefähre Richtwerte zu verstehen.

Bis 80 m² Bis 120 m² Ab 120 m²
Umzugsgut in Volumen 15–40 m³ 35–60 m³ ab 50 m³
Regional (max. 50 km) 500–1.100 Euro 900–1.800 Euro ab 1.400 Euro
Nahbereich (max. 120 km) 600–1.300 Euro 1.000–2.000 Euro ab 1.500 Euro
Fernbereich (ab 120 km) 900–1.800 Euro 1.200–2.200 Euro ab 1.800 Euro
Montage 150–250 Euro 200–300 Euro ab 200 Euro

Wann ist mein Umzugsgut versichert?

Ein großer Vorteil von einem professionell durchgeführten Umzug mit einem Umzugsunternehmen ist die Tatsache, dass er sicherer ist. Soweit es vertraglich nicht anderes geregelt ist, ist Ihr Hab und Gut im Falle einer Beschädigung durch das Umzugsunternehmen versichert.

Laut Gesetz müssen 620 Euro pro Kubikmeter Transportgut veranschlagt werden.

Bei besonders wertvollem Mobiliar, wie zum Beispiel Gemälde, Skulpturen, Erbstücke etc., kann die Haftungssumme über eine Zusatzvereinbarung ausgeweitet werden.

Am besten besprechen Sie mit dem Umzugsunternehmen im Vorwege, um welche wertvollen und/oder empfindlichen Einrichtungsgegenstände es sich dabei handelt.

Achtung: Für manches Umzugsgut gelten allerdings Haftungsausschlüsse, dazu zählen zum Beispiel auch Pflanzen und Tiere.

Auch für Wertgegenstände, wie beispielsweise Bargeld, Schmuck oder Wertpapiere, übernehmen viele Speditionen keine Haftung. Diese müssen Sie am besten privat transportieren oder während des Umzugs sicherheitshalber im Tresor oder im Schließfach einer Bank lagern.

Auch für Schäden in der Wohnung, im Treppenhaus oder im Transporter, die während des Umzugs von den Mitarbeitern der Umzugsfirma verursacht werden, muss das Umzugsunternehmen haften.

Es sei aber darauf hingewiesen, dass die Haftpflichtversicherung nur den Zeitwert der beschädigten Sachen und nicht den Einkaufswert übernimmt.

Anders verhält es sich übrigens bei einem privat organisierten Umzug mit Freunden oder Bekannten als Umzugshelfer. Dabei gehen Sie ein wesentlich höheres Risiko ein. Verursachen Ihre Umzugshelfer einen Schaden, müssen Sie oftmals selber für die Kosten aufkommen.

Die Haftpflichtversicherung der Freunde springt bei „Freundschafts- und Kulanzdiensten“ in der Regel nicht ein.

Das liegt daran, dass Gefälligkeiten freiwillig und unentgeltlich geschehen. Kommt es dabei zu einem Schaden, geschieht dieser aus leichter Fahrlässigkeit – und in diesem Fall besteht kein Haftungsanspruch und somit auch kein Versicherungsanspruch.

Wann lohnt sich ein Umzug in Eigenregie?

Ein Umzug in Eigenregie kostet Sie in der Regel sehr viel Arbeit, Zeit und Stress – aber weniger Geld als einer mit einem Umzugsunternehmen.

Gerade kleine Umzüge, z.B. ins Studentenwohnheim, in ein WG-Zimmer oder in eine bereits möblierte Wohnung, kann man auch gut alleine schaffen, indem man Freunde um Hilfe bittet und sich einen Transporter mietet.

Wie viel kostet ein Umzugswagen?

Holen Sie sich unbedingt Angebote von verschiedenen Autovermietungen ein und machen Sie einen Preis-Leistungs-Vergleich.

Dafür müssen Sie genau planen, für welchen Zeitraum Sie den Transporter benötigen – eine konkrete Planung, gute Vorarbeit und ausreichend Umzugshelfer beschleunigen den Umzug und schonen dadurch Ihr Portemonnaie.

Um die Kosten möglichst gering zu halten, sollten Sie einen Transporter mit passendem Laderaum anmieten.

Denn: Je größer ein Auto ist, desto mehr Miete kostet es und desto größer ist in der Regel auch der Spritverbrauch.

Kleine Transporter bekommen Sie für circa 60 bis 90 Euro am Tag, größere für 120 bis 200 Euro am Tag und für einen Lkw sollten Sie mindestens 200 bis 220 Euro pro Tag einkalkulieren. Dazu kommen die Kosten für gefahrene Kilometer und natürlich die Ausgaben für Benzin.

Einige Autovermietungen verlangen übrigens eine Mietkaution für den Umzugswagen.

Ihr genaues Umzugsvolumen, sprich das erforderliche Ladevolumen, können Sie mithilfe eines Online-Umzugsrechners ausrechnen, den Sie auf den Internetseiten von Autovermietungen finden.

Achtung: Überprüfen Sie vorher unbedingt in Ihrem Führerschein, ob Sie zur Fahrt mit dem Auto oder Anhänger auch berechtigt sind.

Welche weiteren Kosten kommen bei einem Do-it-yourself-Umzug auf mich zu?

Zu der Miete für den Transporter kommen natürlich noch die Kosten für das Verpackungsmaterial und die Umzugskartons – je nach Umzugsvolumen sollten Sie mit circa 30 Euro pro Zimmer rechnen. Außerdem sollten Sie sich für die Verpflegung der Umzugshelfer verantwortlich fühlen, dafür müssen Sie mindestens 50 Euro einplanen.

Brauchen Sie für den Umzug noch Genehmigungen?

Es ist vor allem empfehlenswert, für den Umzugswagen eine Halteverbostzone einrichten zu lassen. Je nach Region müssen Sie dafür zwischen 50 und 150 Euro einkalkulieren.

Unvorhersehbare Kosten können entstehen, wenn beim Umzug etwas zu Bruch geht oder etwas in der Wohnung beschädigt wird. Da Ihre und die Haftpflichtversicherung Ihrer privaten Umzugshelfer in der Regel nicht zahlen, müssen Sie für die Reparatur/Beseitigung der Schäden selber aufkommen – das kann teuer werden.

Die 7 besten Spartipps für einen Privatumzug

  • Günstiges Verpackungsmaterial organisieren
    Leihen Sie sich Umzugskartons von Freunden oder kaufen Sie über lokale Kleinanzeigen gebrauchte Kartons.
  • Doppelmietzahlungen vermeiden
    Schnell umziehen lohnt sich! Kündigen Sie Ihre alte Wohnung so, dass Sie nur für einen überschaubaren Zeitraum zwei Mieten zahlen müssen.
  • Maximal beim Umzugswagen sparen
    Vergleichen Sie Kostenvoranschläge und fragen Sie bei den Autovermietungen nach Sonderrabatten und besonders günstigen Miettagen.
  • Ladevolumen kalkulieren
    Mieten Sie einen Umzugswagen in exakt der Größe, die Sie benötigen – je größer der Transporter, desto teurer wird die Miete.
  • Unterstützung organisieren
    Bitten Sie möglichst viele umzugserprobte Freunde um Hilfe beim Wohnungswechsel.
  • Kündigungsfristen einhalten
    Vermeiden Sie eine Doppelbelastung für Telefon, Internet, Strom und Co.
  • Steuern sparen
    Setzen Sie die Umzugskostenpauschale von der Steuer ab.

Umzugsunternehmen im Vergleich

Nicht jedes Umzugsunternehmen bietet die gleichen Serviceleistungen, die gleiche Qualität und vor allem auch nicht den gleichen Preis an.

Bevor Sie sich überstürzt für ein Unternehmen entscheiden, sollten Sie sich mehrere Angebote einholen und einen gründlichen Preis-Leistungs-Vergleich durchführen.

Wie kann ich einen Preis-Leistungs-Vergleich durchführen?

Statt im Internet und in Branchenbüchern stundenlang nach Umzugsunternehmen in Ihrer Nähe zu suchen und Angebote einzuholen, können Sie viel Zeit sparen, indem Sie direkt bei uns kostenlose und unverbindliche Angebote verschiedener Umzugsfirmen anfordern.

Füllen Sie einfach unser Online-Formular aus und Sie erhalten bereits nach kurzer Zeit mehrere auf Sie zugeschnittene Angebote verschiedener qualitätsgeprüfter Umzugsunternehmen von uns. Anschließend können Sie ganz in Ruhe alle Angebote miteinander vergleichen.

Auf welche Aspekte sollte ich beim Umzugsunternehmen achten?

Neben einem fairen Preis und einem transparenten Angebot sollten vor allem die Zuverlässigkeit und das Leistungsspektrum bei der Wahl des Umzugsunternehmens entscheidend sein.

Welcher Service ist Ihnen besonders wichtig?

Geht es Ihnen nur um den reinen Transport Ihres Umzugsguts oder möchten Sie den Komplettservice in Anspruch nehmen?

Achten Sie darauf, dass das Umzugsunternehmen alle Leistungen, die Sie benötigen, auch anbietet. Wichtig ist außerdem, dass das Unternehmen Ihr Hab und Gut während des Umzugs ausreichend versichert und die Arbeiter qualifiziert sind und routiniert arbeiten.

Ob eine Umzugsfirma seriös ist, erkennen Sie nicht nur an Onlinebewertungen und anderen Referenzen, sondern zum Beispiel auch daran, ob der Betrieb TÜV-zertifiziert oder Mitglied in einem Verband, wie zum Beispiel der AMÖ, ist und dementsprechend gewisse Qualitätsmaßstäbe einhält.

Ein professioneller Anbieter wird bei größeren Wohnungen bzw. einem hohen Umzugsgutvolumen immer einen Besichtigungstermin mit Ihnen vereinbaren, um den Umfang besser einschätzen zu können und auch, um Sie beraten zu können. Bevor Sie einen Vertrag mit der Umzugsfirma unterschreiben, denken Sie unbedingt auch immer daran, das Kleingedruckte zu lesen. Manchmal befinden sich versteckte Kosten in den Angeboten und Verträgen, z.B. eine Anfahrtspauschale und andere Mehrkosten.

Das passende Umzugsunternehmen finden – Unsere Checkliste

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Ihnen liegen mehrere Angebote von Umzugsunternehmen vor?

(Wenn noch nicht, dann können Sie dies hier kostenlos nachholen).

Dann machen Sie den Check, welcher Anbieter für Sie besonders geeignet ist. Unsere Checkliste hilft Ihnen dabei:

1. Hat das Umzugsunternehmen seinen Standort in der Nähe?
Wenn das Umzugsunternehmen seinen Standort in der Nähe hat, sparen Sie die Kosten für lange Anfahrtswege. Egal, ob das Unternehmen am Standort der neuen oder der alten Wohnung sitzt, müssen Sie allerdings so oder so eine Leerfahrt bezahlen.

2. Bietet das Umzugsunternehmen im Vorwege einen Besichtigungstermin zur Einschätzung des Umzugsvolumens an bzw. soll ich eine exakte Umzugsgutliste erstellen?
Nur wenn das Umzugsgut exakt berechnet ist, kann das Umzugsunternehmen auch einen soliden Kostenvoranschlag erstellen.

3. Gibt es positive Online-Bewertungen oder andere Referenzen zu dem Umzugsunternehmen?
Schwarze Schafe gibt es in jeder Branche – erkundigen Sie sich deshalb im Vorwege über das Umzugsunternehmen und prüfen Sie, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt.

4. Bietet das Umzugsunternehmen nicht nur den Transport, sondern auch den Abbau und Aufbau der Möbel an?
Professionelle Umzugsunternehmen bieten einen Full-Service an – dazu gehört der Ab- und Aufbau der Möbel ebenso wie das Packen der Umzugskartons. Ob Sie alle Service-Leistungen in Anspruch nehmen, sollte aber Ihnen überlassen sein.

5. Bietet das Umzugsunternehmen einen ausreichenden Versicherungsschutz an?
Laut Gesetz muss das Umzugsunternehmen im Schadensfall 620 Euro pro Kubikmeter Transportgut veranschlagen. Haben Sie besonders wertvolles Mobiliar sollte Ihnen die Umzugsfirma eine Ausweitung der Haftungssumme über eine Zusatzvereinbarung anbieten.

6. Kann das Umzugsunternehmen Zertifizierungen vorweisen?
Es gibt diverse Verbände, zum Beispiel AMÖ, Euromovers und FIDI, denen sich ein Umzugsunternehmen anschließen kann. Diese Verbände setzen gewisse Qualitätsstandards voraus. Ist Ihr Umzugsunternehmen Mitglied eines solchen Verbandes, können Sie deshalb in der Regel von einer seriösen Firma ausgehen.

7. Besitzt das Unternehmen auch große Transporter (und folglich eine Güterkraftverkehrslizenz)?
Wenn Sie einen großen Haushalt haben oder zum Beispiel mit einem Büro umziehen wollen, empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen, das über große Transporter verfügt. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Benzin.

8. Erfolgt die Bezahlung auf Rechnung (statt Vorkasse)?
Seriöse Umzugsunternehmen werden Ihnen immer nach getaner Arbeit eine Rechnung stellen – und darauf sollten Sie z.B. aus Steuergründen auch bestehen. Vorkasse und auch Anzahlungen sind unüblich.

9. Sind alle Kosten im Angebot deutlich aufgelistet oder muss ich mit versteckten Kosten rechnen?
Achten Sie auf ein transparentes Angebot, das alle Leistungen explizit aufgelistet, damit im Nachhinein keine unerwartete Kosten auf Sie zukommen.

10. Bietet das Umzugsunternehmen Serviceleistungen an?
Kümmert sich Ihr Umzugsunternehmen um das Einrichten einer Halteverbotszone, stellt es Ihnen Umzugskartons zur Verfügung, baut es Ihre Möbel ab? Je umfangreicher der Service ist, desto weniger Arbeit haben Sie!

Günstig umziehen: Die besten Spartipps für Ihren Umzug

Jeder, der schon einmal umgezogen ist, weiß, wie teuer so ein Wohnungswechsel werden kann.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit einer rechtzeitigen und gründlichen Umzugsplanung kräftig Geld sparen können. Ein guter Überblick spart Nerven – und vor allem auch Geld.

Wir geben Ihnen Tipps, an welchen Punkten Sie sparen können und wie Sie Ihren Umzug so günstig wie möglich über die Bühne bringen – ohne auf einen gewissen Komfort zu verzichten.

Tipp 1: Umzugsgut exakt bestimmen

Je genauer Sie den Umfang Ihres Umzugsguts bestimmen, desto besser können Sie auch die Kosten kalkulieren.

Es empfiehlt sich deshalb, sehr exakt eine Umzugsgutliste auszufüllen.

Viele Umzugsunternehmen bieten diese Liste zum kostenlosen Download an.

Falls Sie Ihr Hab und Gut und die Anzahl der Kartons nur grob einschätzen, müssen Sie am Ende mit deutlich höheren Kosten rechnen.

Einige Umzugsunternehmen verhandeln mit Ihnen einen Festpreis – schätzen Sie Ihr Umzugsvolumen zu hoch ein, wird auch der Preis für das Umzugsunternehmen teurer ausfallen als er eigentlich müsste.

Aber auch wenn die Umzugsfirma Ihnen die Arbeitsstunden in Rechnung stellt und Sie bei Erstellung des Kostenvoranschlags deutlich weniger Umzugsgut angegeben haben, müssen Sie am Ende mit einer kostspieligen Überraschung rechnen – denn die geforderte Summe wird aufgrund der Mehrarbeit deutlich über der des Kostenvoranschlags liegen.

Ein weiterer Vorteil einer ausgefüllten Umzugsgutliste ist, dass Sie die Anzahl der benötigten Kartons viel besser einschätzen können.

Die meisten Umzugsunternehmen stehen Ihnen dabei gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Auch für alle, die in Eigenregie und ohne Umzugsfirma umziehen, empfiehlt sich eine genaue Auflistung des Umzugsguts. So können Sie wesentlich besser beurteilen, was für einen Transporter Sie anmieten müssen. Je größer ein Umzugswagen ist, desto höher ist auch die Miete – deshalb sollte der Transporter zum Volumen Ihres Umzugsgutes passen.

Tipp 2: Einen guten Preis mit dem Umzugsunternehmen aushandeln

Natürlich ist ein Umzug mit einem Umzugsunternehmen teurer als ein Do-it-yourself-Umzug mit privaten Umzugshelfern.

Aber ein professionell durchgeführter Umzug erspart Ihnen auch viel Zeit, Arbeit und Nerven und ist vor allem sicherer, da Ihr Umzugsgut durch die Spedition versichert ist.

Wer sich rechtzeitig um ein Umzugsunternehmen kümmert, kann viel Geld sparen. Fordern Sie zum Preis- und Leistungs-Vergleich unbedingt mehrere Angebote von verschiedenen Firmen an. Wenn Sie rechtzeitig buchen, können Sie sicherlich noch attraktive Sonderkonditionen aushandeln.

Wie viel kostet mein Umzug?

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Übrigens ist „Handeln“ sowieso das Stichwort für alle Sparfüchse – trauen Sie sich und fragen Sie die Firmen ganz offen nach einem Preisnachlass.

Oftmals gibt es noch einen recht großen Verhandlungsspielraum. Weitere Sparmöglichkeiten haben Sie, wenn Sie nicht das komplette Full-Service-Angebot buchen, sondern nur Teilleistungen in Anspruch nehmen.

Vielleicht haben Sie Zeit, die Kartons schon selber zu packen, einige der Möbel bereits im Vorwege abzubauen oder einen Teil des Umzugsguts in privaten Pkws mitzunehmen?

Mit diesen Eigenleistungen können Sie den Preis für den Umzugsservice deutlich senken.

Tipp 3: An einem „günstigen“ Tag umziehen

Die meisten Menschen ziehen am Wochenende um – und da die Nachfrage immer das Angebot bestimmt, verlangen Umzugsfirmen und Autovermietungen am Wochenende oftmals höhere Preise als an einem gewöhnlichen Werktag.

Vor allem für die Arbeit am Sonntag fordern viele Umzugsfirmen Wochenendzuschläge.

Überlegen Sie sich deshalb genau, an welchem Tag Sie umziehen möchten. Je früher Sie den Umzugstag bei der Umzugsfirma ankündigen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Wunschfirma an dem Tag freie Kapazitäten hat. Außerdem können Sie bei frühzeitiger Beauftragung nach einem Rabatt fragen.

Tipp 4: Genaue Kostenkalkulation durchführen

Wenn Ihr Budget für Ihren Umzug begrenzt ist, ist es ratsam, im Vorwege eine genaue Kostenkalkulation durchzuführen.

Das ermöglicht Ihnen eine bessere Planbarkeit. Fordern Sie rechtzeitig Angebote an, informieren Sie sich über die anfallenden Kosten für Verpackungsmaterial, das Einrichten einer Halteverbotszone am Umzugstag, Renovierungsleistungen, Möbel etc.

Die Liste der Ausgaben bei einem Umzug ist lang – besser, Sie sind vorbereitet und können abwägen, an welchen Punkten Sie noch sparen sollten.

Mit Eigenleistung, einer frühzeitigen und gründlichen Planung sowie einem gewissen Verhandlungsgeschick gelingt es Ihnen, die Kosten für den Umzug maximal zu senken.

Tipp 5: Umzugsgut ausreichend versichern

Ein großer Vorteil eines Umzugs mit einem Umzugsunternehmen ist, dass Ihr Umzugsgut versichert ist und die Umzugsfirma für entstandene Schäden haftet.

Laut Gesetz müssen 620 Euro pro Kubikmeter Transportgut veranschlagt werden.

Bei besonders wertvollem Mobiliar, wie zum Beispiel Kunstwerke, Erbstücke etc., kann die Haftungssumme über eine Zusatzvereinbarung ausgeweitet werden.

Anders verhält es sich, wenn Sie selber oder Ihre privaten Umzugshelfer etwas fallen lassen oder den Boden zerkratzen. Dann kann ein Umzug schnell teuer werden, weil die private Haftpflichtversicherung bei „Freundschafts- oder Kulanzdiensten“ im Normalfall nicht zahlt – es sei denn, in Ihrer Versicherungspolice steht ausdrücklich, dass Umzugsschäden abgedeckt sind.

Tipp 6: Kosten für den Umzug von der Steuer absetzen

Umzüge von Privatpersonen, die von Umzugsunternehmen durchgeführt werden, zählen zu den „haushaltsnahen Dienstleistungen“ und können deshalb bei der Steuererklärung mit angegeben werden.

Wichtig hierbei ist, dass Sie sich vom Umzugsunternehmen unbedingt eine Rechnung ausstellen lassen, denn nur „unbare Zahlungen“ sind steuerlich absetzbar.

Alle relevanten Quittungen müssen Sie aufbewahren.

Wenn Sie umziehen wollen, weil Ihre neue Wohnung näher an Ihrem Arbeitsplatz liegt bzw. Sie aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt ziehen müssen, dann können Sie die Umzugskosten bei Ihrer nächsten Steuererklärung als „Werbungskosten aus nicht selbstständiger Arbeit“ absetzen.

Sie können entweder die Kosten für das Umzugsunternehmen bzw. für den Transporter absetzen oder aber – zum Beispiel bei einem Umzug ohne Umzugsfirma – auf die Umzugskostenpauschale zurückgreifen.

Handelt es sich um einen spontanen Arbeitsplatzwechsel, so dass Sie Ihre alte Wohnung nicht rechtzeitig kündigen konnten, können Sie zusätzlich bis zu sechs Monatsmieten für die alte Wohnung steuerlich absetzen.

Tipp 7: Clever packen

Wer umzieht, der braucht eine Menge Umzugskartons. Als Faustregel gilt: Anzahl der Quadratmeter ist gleich Anzahl der benötigten Umzugskartons.

Für eine 80 m² große Wohnung benötigen Sie also circa 80 Umzugskartons.

Wenn Sie das Verpacken selber übernehmen möchten, dann durchforsten Sie rechtzeitig Wochenblätter und Online-Kleinanzeigen nach Verpackungsmaterial. Während Sie im Baumarkt zwischen 1-2,50 Euro für einen Umzugskarton ausgeben, bekommen Sie sie gebraucht deutlich günstiger – oder teilweise sogar geschenkt.

Eine gute Alternative ist es auch, Umzugskartons nur zu mieten statt zu kaufen. Das können Sie entweder über Ihr Umzugsunternehmen machen oder über andere Anbieter wie z.B. www.leihbox.com oder www.boxatwork.de.

Beim Packen der Kartons sollten Sie besonders gründlich vorgehen, damit innerhalb des Kartons nichts zu Schaden kommt.

Achten Sie außerdem darauf, dass die Kartons nicht zu schwer sind und dass sich im Karton immer nur Sachen aus einem bestimmten Zimmer befinden – das spart Kraft und Zeit.

Tipp 8: Doppelbelastung vermeiden: rechtzeitig Telefon, Strom & Co. ummelden

Mit einem Wohnungswechsel ist häufig auch ein Wechsel des Telefon-, Internet- und Stromanbieters verbunden.

Sparen kann hier, wer sich rechtzeitig darum kümmert. Viele Anbieter werben bei einem Wechsel mit günstigen Tarifen, Prämien und anderen Sonderangeboten – es lohnt sich also, zu hinterfragen, ob der bisherige Anbieter noch immer auch der günstigste ist. Außerdem ist nicht jeder Anbieter auch überall verfügbar.

Denken Sie unbedingt daran, alle Kündigungsfristen einzuhalten, denn andernfalls kommen finanzielle Doppelbelastungen auf Sie zu, die Sie unnötig viel Geld kosten.

Auch Finanzamt, GEZ, Banken, Versicherungen und Co. müssen über Ihren Wohnungswechsel informiert werden.

Teilen Sie allen zeitnah Ihre neue Adresse mit – andernfalls riskieren Sie Bußgelder und Mahngebühren. Übrigens kann man viele Ummeldungen, wie zum Beispiel beim Einwohnermeldeamt, mittlerweile auch online durchführen – das spart Zeit und Benzin.

Test: Welcher Umzugstyp bin ich?

Jeder Mensch tickt bekanntlich anders – und das gilt auch fürs Umzugsverhalten.

Während einige ganz locker an den Wohnungswechsel herangehen und sich ausreichend Zeit für den Umzug lassen, planen andere den Umzug bis ins letzte Detail, um so schnell wie möglich in die neue Wohnung zu ziehen.

Umzugstyp 1: Der „Aus-zwei-Wohnungen-mach-eine-Umzug“

Sie wollen mit Ihrem Partner Ihre erste gemeinsame Wohnung beziehen, sind jung und haben nur ein überschaubares Umzugsbudget zur Verfügung?

Vermutlich besitzen Sie beide noch nicht viele Möbel oder anderes Hab und Gut. Damit der Umzug kostengünstig über die Bühne geht, sollten Sie zum einen möglichst schnell (doppelte Mietzahlungen vermeiden) und zum anderen mit möglichst vielen privaten Umzugshelfern und einem günstigen Transporter umziehen. Da Sie sicherlich voller Vorfreude auf den Umzug sind, werden Sie sich mit Eifer an die Umzugsplanung setzen.

Ein privat durchgeführter Umzug ist für Sie eine gute Möglichkeit.

Umzugstyp 2: Der WG-Umzug

Sie sind entweder Student und wollen in ein Wohnheim ziehen oder Sie sind der Karrieretyp, der berufsbedingt für einen überschaubaren Zeitraum in einer fremden Stadt ist und deshalb nur ein WG-Zimmer benötigt?

Da Ihr Umzugsgut überschaubar ist, passt es problemlos in einen kleinen Transporter und der Umzug ist schnell erledigt.

Mit einem privat durchgeführten Umzug in Eigenregie sind Sie gut beraten.

Umzugstyp 3: Der Familien-Umzug

Sie wollen mit Ihrer mehrköpfigen Familie umziehen?

Eine gute Umzugsplanung ist bei einem Familien-Umzug das A und O, denn der Umzug soll schnell und möglichst stressfrei durchgeführt werden, ohne den gewohnten Alltagsrhythmus lange zu unterbrechen.

Für Sie empfiehlt sich ein Umzug mit Umzugsfirma, bei dem Sie die Kosten durch Eigenleistung (Kartons packen, Möbel ab- und aufbauen etc.) deutlich senken können.

Umzugstyp 4: Der „Rundum-Sorglos-Umzug“

Sie wollen, dass Ihr wertvolles Hab und Gut schnell und unbeschadet in die neue Wohnung einzieht? Dabei haben Sie weder Zeit noch Lust, viel Arbeit in den Umzug zu stecken? Stattdessen wünschen Sie sich möglichst viel Komfort beim Wohnungswechsel?

Mit dem Full-Service-Umzug einer professionellen Umzugsfirma sind Sie bestens beraten.

Umziehen mit Hartz IV – Welche Umzugskosten werden übernommen?

Ein Umzug ist in der Regel eine teure Angelegenheit.

Wer Hartz IV erhält, stößt da schnell an seine finanziellen Grenzen. Doch mit triftigen Umzugsargumenten und einer guten Vorbereitung werden viele Umzugskosten von der zuständigen Arbeitsagentur übernommen (mehr dazu hier).

Voraussetzung ist allerdings, dass Ihnen Ihr Wohnungswechsel von der Agentur für Arbeit schriftlich bewilligt und Ihnen von Ihrem Sachbearbeiter im Vorwege eine finanzielle Unterstützung zugesichert wurde.

Ausschlaggebend ist dabei zum einen, dass das Arbeitsamt den Umzug als notwendig ansieht, und zum anderen, dass die Größe der neuen Wohnung sowie die Höhe der Miete als angemessen beurteilt werden – die Vorgaben diesbezüglich richten sich nach den örtlichen Gegebenheiten und dem lokalen Mietspiegel.

In welchen Fällen werden die Kosten für meinen Umzug übernommen?

Folgende Umzugsgründe werden in der Regel vom Arbeitsamt anerkannt:

  • Die Agentur für Arbeit hat Ihnen einen Wohnungswechsel nahegelegt, weil die Größe Ihrer bisherigen Wohnung und/oder die Höhe der Miete als unangemessen eingestuft werden.
  • Eine veränderte Familien- bzw. Lebenssituation, wie zum Beispiel Scheidung, Trennung, Heirat oder Familienzuwachs, sorgt dafür, dass Sie eine größere oder kleinere Wohnung benötigen.
  • Ihre bisherige Wohnung wurde Ihnen von Seiten des Vermieters gekündigt (die Kündigung darf nicht durch Sie und Ihr Wohnverhalten verschuldet worden sein).
  • Sie nehmen eine neue Arbeit auf und der Arbeitsweg ist unzumutbar (sprich: eine tägliche Fahrtzeit von 2,5 Stunden wird überschritten).
  • Ihre bisherige Wohnung wird aufgrund Ihres Alters oder einer Erkrankung unzumutbar, weil sie zum Beispiel nicht barrierefrei gebaut/eingerichtet ist oder keinen Fahrstuhl hat.
  • Ihre bisherige Wohnung ist aufgrund ihres Zustandes unbewohnbar (zum Beispiel durch Schimmelbefall, defekte Heizung etc.) – allerdings wird dieser Grund nur anerkannt, wenn Sie 1. nicht für diesen schlechten Zustand verantwortlich sind und 2. Ihr Vermieter sich weigert, den Schaden zu beheben.

Übernimmt das Arbeitsamt die Kosten für ein Umzugsunternehmen?

Die Agentur für Arbeit verlangt von Ihnen, dass Ihr Umzug so wenige Kosten wie möglich verursacht – und das geht am besten bei einem privat durchgeführten Umzug.

Ein Umzugsunternehmen wird nur in den seltensten Fällen genehmigt, zum Beispiel dann, wenn Sie nachweislich (zum Beispiel aus körperlichen und gesundheitlichen Gründen) nicht in der Lage sind, den Umzug alleine durchzuführen.

Wenn Sie die Erstattung eines Umzugsunternehmens beantragen wollen, benötigen Sie deshalb auf jeden Fall ein ärztliches Attest.

Wird der Antrag bewilligt, finanziert Ihnen das Arbeitsamt aber nur das Be- und Entladen des Umzugsgutes sowie den Transport durch ein Umzugsunternehmen – weitere Serviceleistungen, wie das Packen der Umzugskartons und der Abbau der Möbel, werden nicht übernommen.

Voraussetzung ist außerdem, dass Sie sich selbstständig um mehrere (mindestens drei) Kostenvoranschläge von professionellen Speditionen oder Umzugsfirmen kümmern und diese dem Arbeitsamt vorlegen.

Dies können Sie kostenfrei auf unserer Website Hausfrage tun – füllen Sie einfach dieses Formular aus.

Welche finanzielle Unterstützung bekomme ich für meinen Umzug?

In der Regel übernimmt das Arbeitsamt die Kosten für die Umzugskartons und für den Umzugswagen. Für den Transporter müssen Sie ebenfalls mindestens drei Kostenvoranschläge von verschiedenen Autovermietungen anfordern und beim Arbeitsamt einreichen.

Oftmals dienen diese Angebote dann als Berechnungsgrundlage für eine Umzugskostenpauschale.

Eine Pauschale bedeutet oftmals den geringeren Arbeitsaufwand für beide Seiten, kann allerdings auch dazu führen, dass nicht alle Kosten abgedeckt werden.

Berechnen Sie anhand Ihrer Kostenvoranschläge für den Umzugswagen sowie den zu erwartenden Kosten für Umzugskartons, Benzin, Verpflegung der Umzugshelfer etc., ob es nicht lukrativer wäre, eine Einzelabrechnung zu beantragen.

Lässt man sich die Kosten einzeln erstatten, kann man auch die Verpflegung der Umzugshelfer als Kostenpunkt angeben – oder ebenfalls eine Pauschale über circa 50 Euro beantragen.

Bei Bedarf werden Sie übrigens auch bei der Sperrmüllentsorgung, bei Renovierungsarbeiten in der neuen Wohnung und bei der Anschaffung einer Erstausstattung finanziell unterstützt. Außerdem können Sie die Mietkaution als Darlehen beantragen.

Häufige Fragen (FAQ) zum Thema Umzugsunternehmen & Umzüge

Wann muss man ein Umzugsunternehmen buchen? Haftet die Umzugsfirma für entstandene Schäden? Wie viele Kartons brauche ich?

Wer einen Umzug plant und sich intensiv mit der Suche nach einem Umzugsunternehmen beschäftigt, dem stellen sich viele Fragen.

Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen zusammengestellt und liefern Ihnen die entsprechenden Antworten.

Valentin Driessen