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Wie viel kostet ein Umzugsunternehmen?

Alles über Preise, Fallstricke, Verträge und Anbieter im Überblick


Ein Umzug steht an? Sie wollen Zeit und Mühen sparen?

Dann sollten Sie diesen Artikel unbedingt bis zum Ende lesen.

In unserem Ratgeber finden Sie Antworten auf sämtliche Fragen rund um das Thema Umzugsunternehmen:

Brauche ich Unterstützung oder kann ich meinen Umzug auch alleine meistern? Ist ein Umzug in Eigenregie wirklich immer günstiger? Worauf muss ich bei der Wahl des Umzugsunternehmens achten? Wie kann ich beim Umzug Geld sparen?

Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, damit Ihr nächster Umzug nicht zur Zeit- und Kostenfalle wird.

Im Vergleich: Umzugsunternehmen vs. Do-it-yourself-Umzug

Möchten Sie einen möglichst günstigen oder einen möglichst stressfreien Umzug?

Ein privat durchgeführter Umzug in Eigenregie ist natürlich preiswerter als ein Wohnungswechsel mit einem Umzugsunternehmen.

Allerdings nimmt ein Do-it-yourself-Umzug auch sehr viel Zeit in Anspruch, denn Sie müssen alle Kartons selber packen, die Möbel für den Transport auseinanderbauen und sämtliche Genehmigungen etc. beantragen.

Außerdem benötigen Sie viele freiwillige Umzugshelfer sowie einen geeigneten Transporter. Ein Umzug mit einer professionellen Umzugsfirma bietet da weitaus mehr Komfort – kostet aber auch mehr.

Wann lohnt sich ein Umzugsunternehmen?

Ein Umzug mit einem Umzugsunternehmen ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Umzug

  • möglichst komfortabel oder
  • möglichst schnell durchgeführt werden soll,
  • Sie nur wenig Zeit für den Umzug haben,
  • Sie körperlich und/oder gesundheitlich eingeschränkt sind,
  • Sie keinen Führerschein besitzen, der zur Fahrt mit einem Transporter/Anhänger berechtigt,
  • Sie in einer Wohnung mit mehr als 40 m² wohnen,
  • Sie in einem Mehrfamilienhaushalt leben,
  • Sie wertvolles Umzugsgut besitzen, das durch das Umzugsunternehmen versichert ist, oder
  • Sie sich einfach nur den Umzugsstress ersparen wollen.

Wann lohnt sich ein Umzug in Eigenregie?

Ein Umzug in Eigenregie kostet Sie in der Regel sehr viel Arbeit, Zeit und Nerven – aber weniger Geld als ein Umzug mit professioneller Hilfe.

Gerade kleine Umzüge, zum Beispiel ins Studentenwohnheim, in ein WG-Zimmer oder in eine bereits möblierte Wohnung, kann man auch gut alleine meistern, indem man Freunde um Hilfe bittet und sich einen Transporter mietet.

Die Entscheidung hängt also im Wesentlichen von einer zentralen Frage ab: Möchte ich Zeit oder Geld sparen?

Viele scheuen sich davor, Ihren Umzug in professionelle Hände zu geben, weil dies unnötige Kosten verursacht. Schließlich kann man die Arbeiten ja auch selber erledigen. 

Da ist natürlich etwas dran, doch die Wenigsten wissen, was ein Umzugsunternehmen eigentlich genau kostet.

Umzüge in Eigenregie sind nicht kostenfrei

Bedenken Sie bei der Entscheidung, dass auch ein privat organisierter Umzug Kosten verursacht. Diese sind in dem Gesamtpreis eines Umzugsunternehmens häufig schon integriert.

 

Wie viel kostet ein Umzugsunternehmen?

Die goldene Frage, die wir nun beantworten:

Ein Umzug, den man in professionelle Hände übergibt, ist nicht nur komfortabler, schneller und stressfreier als ein Wohnungswechsel in Eigenregie, sondern auch preiswerter als Sie vielleicht annehmen.

Denn mit der richtigen Vorbereitung und einem günstigen, aber seriösen Anbieter kann auch bei einem Umzug mit Umzugsunternehmen ordentlich gespart werden.

Gelten bei Umzugsunternehmen einheitliche Preise?

Nein, ganz und gar nicht. Die Preise und die enthaltenen Leistungen der verschiedenen Anbieter unterscheiden sich zum Teil immens voneinander.

Wie so häufig bei der Wahl von Dienstleistern, ist daher der erste Schritt ein sorgfältiger Preis-Leistungs-Vergleich verschiedener Umzugsfirmen. 

Was ist denn ein üblicher Preis?

Jeder Umzug verläuft individuell, deshalb ist es schwierig, konkrete Preise zu nennen, wie viel Sie Ihr Umzug kosten wird. Außerdem spielt die Quadratmeterzahl der Wohnung ebenso eine Rolle wie die Distanz zur neuen Wohnung.

Die folgende Tabelle dient deshalb nur zur Orientierung und alle Angaben sind als ungefähre Richtwerte zu verstehen.

Bis 80 m² Bis 120 m² Ab 120 m²
Umzugsgut in Volumen 15 – 40 m³ 35 – 60 m³ ab 50 m³
Regional (max. 50 km) 500 – 1.100 Euro 900 – 1.800 Euro ab 1.400 Euro
Nahbereich (max. 120 km) 600 – 1.300 Euro 1.000 – 2.000 Euro ab 1.500 Euro
Fernbereich (ab 120 km) 900 – 1.800 Euro 1.200 – 2.200 Euro ab 1.800 Euro
Montage 150 – 250 Euro 200 – 300 Euro ab 200 Euro

Tipp: Mit Eigenleistungen den Preis senken

Auch bei einem Umzug mit Umzugsunternehmen können Sie selber anpacken. Die meisten Anbieter machen Ihnen ein maßgeschneidertes Angebot, je nachdem welche Aufgaben Sie abgeben wollen.

Wenn Sie bspw. die Kartons selber organisieren, Ihr Umzugsgut selbständig verpacken und die Möbel eigenhändig ab- und wieder aufbauen, können Sie bis zu 50% der Kosten sparen.

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Wann ist mein Umzugsgut versichert?

Ein großer Vorteil von einem professionell durchgeführten Umzug mit einem Umzugsunternehmen ist die Tatsache, dass er sicherer ist. Soweit es vertraglich nicht anderes geregelt ist, ist Ihr Hab und Gut im Falle einer Beschädigung durch das Umzugsunternehmen versichert.

Laut Gesetz müssen 620 Euro pro Kubikmeter Transportgut veranschlagt werden.

Bei besonders wertvollem Mobiliar, wie zum Beispiel Gemälde, Skulpturen, Erbstücke etc., kann die Haftungssumme über eine Zusatzvereinbarung ausgeweitet werden.

Am besten besprechen Sie mit dem Umzugsunternehmen im Voraus, um welche wertvollen und/oder empfindlichen Einrichtungsgegenstände es sich dabei handelt.

Nicht alles ist versichert

Für manches Umzugsgut gelten Haftungsausschlüsse, dazu zählen zum Beispiel Pflanzen und Tiere. Auch für Wertgegenstände, wie bspw. Bargeld, Schmuck oder Wertpapiere, übernehmen viele Speditionen keine Haftung.

Was mache ich mit den Schätzen, die nicht versichert sind?

Diese transportieren Sie am besten privat oder lagern sie während des Umzugs sicherheitshalber im Tresor oder im Schließfach einer Bank.

Für Schäden in der Wohnung, im Treppenhaus oder im Transporter, die während des Umzugs von den Mitarbeitern der Umzugsfirma verursacht werden, muss das Umzugsunternehmen aber haften.

Entscheidend ist der Zeitwert

Die Haftpflichtversicherung übernimmt nur den Zeitwert der beschädigten Sachen, nicht den Einkaufswert. Es zählt also, was ein Gegenstand aktuell noch wert ist und nicht, was die Neuanschaffung kosten würde.

Anders verhält es sich übrigens bei einem privat organisierten Umzug mit Freunden oder Bekannten als Umzugshelfer. Dabei gehen Sie ein wesentlich höheres Risiko ein. Verursachen Ihre Umzugshelfer einen Schaden, müssen Sie oftmals selber für die Kosten aufkommen.

Kein Versicherungsschutz beim Privatumzug

Die Haftpflichtversicherung der Freunde springt bei „Freundschafts- und Kulanzdiensten“ in der Regel nicht ein.

Der Grund: Gefälligkeiten sind freiwillig und unentgeltlich. Kommt es dabei zu einem Schaden, geschieht dieser aus leichter Fahrlässigkeit – und in diesem Fall besteht kein Haftungsanspruch und somit auch kein Versicherungsanspruch.

Und was kostet ein Umzug in Eigenregie?

Im Wesentlichen setzt sich der Preis aus vier Bausteinen zusammen: Umzugswagen, Verpackungsmaterial, Halteverbotszone und Verpflegung. Wie hoch die einzelnen Kosten genau sind, ist stark von den individuellen Gegebenheiten abhängig.

Planen Sie genau, was Sie benötigen und für welchen Zeitraum – eine gute Vorarbeit und ausreichend Umzugshelfer beschleunigen den Umzug und schonen dadurch Ihr Portemonnaie.

Wie viel kostet ein Umzugswagen und worauf muss ich achten?

Holen Sie sich unbedingt Angebote von verschiedenen Autovermietungen ein vergleichen Sie diese. Einige Autovermietungen verlangen übrigens eine zusätzliche Mietkaution für den Umzugswagen.

Vorher Führerschein checken

Überprüfen Sie vorher unbedingt in Ihrem Führerschein, ob Sie zur Fahrt mit dem Auto oder Anhänger auch berechtigt sind. Gegebenenfalls müssen Sie einen Helfer als Fahrer engagieren.

Um die Kosten möglichst gering zu halten, sollten Sie einen Transporter mit passendem Laderaum anmieten. 

Je größer ein Auto ist, desto mehr Miete kostet es und desto größer ist in der Regel auch der Spritverbrauch. Ein zu kleiner Wagen bedeutet aber möglicherweise, dass Sie mehrfach hin und her fahren müssen, was zusätzliche Kosten für Sprit, Fahrstrecke und Zeit verursacht.

Kleine Transporter bekommen Sie für circa 60 bis 90 Euro am Tag, größere für 120 bis 200 Euro am Tag und für einen Lkw sollten Sie mindestens 200 bis 220 Euro pro Tag einkalkulieren. Dazu kommen die Kosten für gefahrene Kilometer und natürlich die Ausgaben für Benzin.

Welche Größe ist denn richtig für mich?

Ihr genaues Umzugsvolumen, sprich das erforderliche Ladevolumen, können Sie mithilfe eines Online-Umzugsrechners ausrechnen, den Sie auf den Internetseiten der meisten Autovermietungen finden.

Stellen Sie sich diese Fragen vor der Wahl des Transporters

  • Wie groß muss der Umzugswagen sein? Habe ich sperrige Möbel, die ich nicht auseinander bauen kann?
  • Wie weit ist der neue Wohnsitz entfernt? Kann ich den Transporter vielleicht am neuen Wohnort abgeben?
  • Wie lange brauche ich das Fahrzeug voraussichtlich? Wird mein Umzug den ganzen Tag dauern?

Welche weiteren Kosten kommen bei einem Do-it-yourself-Umzug auf mich zu?

Zu der Miete für den Transporter kommen natürlich noch die Kosten für das Verpackungsmaterial und die Umzugskartons – je nach Umzugsvolumen sollten Sie mit circa 30 Euro pro Zimmer rechnen.

Es ist empfehlenswert, am Umzugstag Halteverbostzonen vor dem alten und dem neuen Zuhause einrichten zu lassen. Je nach Region müssen Sie dafür zwischen 60 und 170 Euro pro Zone einkalkulieren. Schauen Sie vorher nach, wie lang Ihr Transporter ist.

Tipp: Halteverbot online einrichten

Für viele deutsche Städte können Sie eine Halteverbotszone auch online beantragen. Anbieter dafür sind zum Beispiel platzda.de, halteverbotszonen.com oder parkverbot24.de.

Außerdem sollten Sie sich für die Verpflegung der Umzugshelfer verantwortlich fühlen, dafür müssen Sie mindestens 50 Euro einplanen.

Unvorhersehbare Kosten können entstehen, wenn beim Umzug etwas zu Bruch geht oder beschädigt wird. Da Ihre und die Haftpflichtversicherung Ihrer privaten Umzugshelfer in der Regel dafür nicht aufkommen, müssen Sie die Reparatur aus eigener Tasche bezahlen – das kann teuer werden.

Was kostet ein selbst organisierter Umzug?

  • Transporter: Je nach Größe 60 – 220 Euro pro Tag + Wegstrecke + Benzin
  • Verpackungsmaterial: ca. 30 Euro pro Zimmer
  • Halteverbotszonen: 60 – 170 Euro pro Zone
  • Verpflegung für die Helfer: 50 Euro

 

Umzugsunternehmen im Vergleich – Worauf muss ich achten?

Nicht jedes Umzugsunternehmen bietet die gleichen Serviceleistungen, die gleiche Qualität und vor allem auch nicht den gleichen Preis an.

Bevor Sie sich überstürzt für ein Unternehmen entscheiden, sollten Sie sich mehrere Angebote einholen und einen gründlichen Preis-Leistungs-Vergleich durchführen.

Wie kann ich einen Preis-Leistungs-Vergleich durchführen?

Statt im Internet und in Branchenbüchern stundenlang nach Umzugsunternehmen in Ihrer Nähe zu suchen und Angebote einzuholen, können Sie viel Zeit sparen, indem Sie direkt bei uns kostenlose und unverbindliche Angebote verschiedener Umzugsfirmen anfordern.

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Einfach das Formular ausfüllen und Sie erhalten bereits nach kurzer Zeit mehrere auf Sie zugeschnittene Angebote verschiedener qualitätsgeprüfter Umzugsunternehmen von uns. Anschließend können Sie ganz in Ruhe alle Angebote miteinander vergleichen.

Auf welche Aspekte sollte ich beim Umzugsunternehmen achten?

Neben einem fairen Preis und einem transparenten Angebot sollten vor allem die Zuverlässigkeit und das Leistungsspektrum bei der Wahl des Umzugsunternehmens entscheidend sein.

Diese Frage sollten Sie sich als Erstes stellen:

Welchen Service brauche ich und welcher ist mir besonders wichtig?

Geht es Ihnen nur um den reinen Transport Ihres Umzugsguts oder möchten Sie den Komplettservice in Anspruch nehmen?

Achten Sie darauf, dass das Umzugsunternehmen alle Leistungen, die Sie benötigen, auch anbietet. Wichtig ist außerdem, dass das Unternehmen Ihr Hab und Gut während des Umzugs ausreichend versichert und die Arbeiter qualifiziert sind und routiniert arbeiten.

Nicht nur auf Bewertungen verlassen

Ob eine Umzugsfirma seriös ist, erkennen Sie nicht nur an Onlinebewertungen und anderen Referenzen, sondern zum Beispiel auch daran, ob der Betrieb TÜV-zertifiziert oder Mitglied in einem Verband, wie zum Beispiel der AMÖ, ist und dementsprechend gewisse Qualitätsmaßstäbe einhält.

Ein professioneller Anbieter wird bei größeren Wohnungen bzw. einem hohen Umzugsgutvolumen immer einen Besichtigungstermin mit Ihnen vereinbaren, um den Umfang besser einschätzen zu können und Sie beraten zu können.

Bevor Sie einen Vertrag mit der Umzugsfirma unterschreiben, denken Sie unbedingt auch immer daran, das Kleingedruckte zu lesen. Manchmal befinden sich versteckte Kosten in den Angeboten und Verträgen, zum Beispiel eine Anfahrtspauschale und andere Mehrkosten.

Ich habe mehrere Angebote, die für mich alle gleich aussehen. Wie soll ich mich entscheiden?

Machen Sie den Check, welcher Anbieter für Sie besonders geeignet ist. Unsere Checkliste hilft Ihnen dabei, anhand von 9 Fragen den für Sie besten Anbieter zu ermitteln.

Checkliste: Worauf Sie bei einem Umzugsunternehmens achten sollten

Hier die Checkliste downloaden

1. Hat das Umzugsunternehmen seinen Standort in der Nähe?
Wenn das Umzugsunternehmen seinen Standort in der Nähe hat, sparen Sie die Kosten für lange Anfahrtswege. Egal, ob das Unternehmen am Standort der neuen oder der alten Wohnung sitzt, müssen Sie allerdings so oder so eine Leerfahrt bezahlen.

Idealerweise ist das Unternehmen an beiden Standorten aktiv und bietet an, den Transporter bei der alten Wohnung zu mieten und bei der neuen wieder abzugeben.

2. Bietet das Umzugsunternehmen im Vorwege einen Besichtigungstermin zur Einschätzung des Umzugsvolumens an bzw. soll ich eine exakte Umzugsgutliste erstellen?
Nur wenn das Umzugsgut exakt berechnet ist, kann das Umzugsunternehmen auch einen soliden Kostenvoranschlag erstellen.

3. Gibt es positive Online-Bewertungen oder andere Referenzen zu dem Umzugsunternehmen?
Schwarze Schafe gibt es in jeder Branche – erkundigen Sie sich deshalb im Vorwege über das Umzugsunternehmen und prüfen Sie, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt.

4. Bietet das Umzugsunternehmen nicht nur den Transport, sondern auch weitere Serviceleistungen an?
Professionelle Umzugsunternehmen bieten einen Full-Service an – dazu gehört der Ab- und Aufbau der Möbel, das Packen der Umzugskartons oder das Einrichten der Halteverbotszone. Je umfangreicher der Service ist, desto weniger Arbeit haben Sie. Ob Sie aber alle Service-Leistungen in Anspruch nehmen, sollte Ihnen überlassen sein.

5. Bietet das Umzugsunternehmen einen ausreichenden Versicherungsschutz an?
Laut Gesetz muss das Umzugsunternehmen im Schadensfall 620 Euro pro Kubikmeter Transportgut veranschlagen. Haben Sie besonders wertvolles Mobiliar sollte Ihnen die Umzugsfirma eine Ausweitung der Haftungssumme über eine Zusatzvereinbarung anbieten.

6. Kann das Umzugsunternehmen Zertifizierungen vorweisen?
Es gibt diverse Verbände, zum Beispiel AMÖ, Euromovers und FIDI, denen sich ein Umzugsunternehmen anschließen kann. Diese Verbände setzen gewisse Qualitätsstandards voraus. Ist Ihr Umzugsunternehmen Mitglied eines solchen Verbandes, können Sie deshalb in der Regel von einer seriösen Firma ausgehen.

7. Besitzt das Unternehmen auch große Transporter (und folglich eine Güterkraftverkehrslizenz)?
Wenn Sie einen großen Haushalt haben oder zum Beispiel mit einem Büro umziehen wollen, empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen, das über große Transporter verfügt. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Benzin.

8. Erfolgt die Bezahlung auf Rechnung (statt Vorkasse)?
Seriöse Umzugsunternehmen werden Ihnen immer nach getaner Arbeit eine Rechnung stellen – und darauf sollten Sie z.B. aus Steuergründen auch bestehen. Vorkasse und auch Anzahlungen sind unüblich.

9. Sind alle Kosten im Angebot deutlich aufgelistet oder muss ich mit versteckten Kosten rechnen?
Achten Sie auf ein transparentes Angebot, das alle Leistungen explizit aufgelistet, damit im Nachhinein keine unerwartete Kosten auf Sie zukommen.

9 Kriterien des für Sie besten Umzugsunternehmens

  • Standort in der Nähe
  • Besichtigungstermin zur Einschätzung des Umzugsvolumens
  • Positive Online-Bewertungen oder andere Referenzen
  • Weitere Serviceleistungen neben dem Transport
  • Ausreichender Versicherungsschutz mit möglichen Erweiterungen
  • Zertifizierungen und Mitgliedschaft in Berufs-Verbänden
  • Angebot von großen Transportern (+ Güterkraftverkehrslizenz)
  • Bezahlung auf Rechnung (statt Vorkasse)
  • Deutliche Auflistung aller Kosten im Angebot
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Günstig umziehen: Was sind die besten Spartipps für meinen Umzug?

Jeder, der schon einmal umgezogen ist, weiß, wie teuer so ein Wohnungswechsel werden kann. 

Wir zeigen Ihnen, wie Sie bei der Wahl Ihres Umzugsunternehmens kräftig Geld sparen können. Eine rechtzeitige und gründliche Planung legt dafür den Grundstein.

Mit diesen Tipps bringen Sie Ihren Umzug so günstig wie möglich über die Bühne – ohne auf einen gewissen Komfort verzichten zu müssen.

Tipp 1: Umzugsgut exakt bestimmen

Je genauer Sie den Umfang Ihres Umzugsguts bestimmen, desto besser können Sie auch die Kosten kalkulieren. Falls Sie Ihr Hab und Gut und die Anzahl der Kartons nur grob einschätzen, müssen Sie am Ende mit deutlich höheren Kosten rechnen.

Es empfiehlt sich deshalb, eine sehr exakte Umzugsgutliste zu erstellen.

Viele Umzugsunternehmen bieten Vordrucke dafür an. Im Internet finden Sie zahlreiche Angebote, zum Beispiel hier.

Tipp: Nutzen Sie Excel Listen

Sie finden im Internet nicht nur Umzugsgutlisten zum Ausdrucken (pdf), sondern häufig auch Excel-Listen. Diese haben den Vorteil, dass sämtliche Berechnungen automatisch geschehen und sie nur Eintragen müssen, welche Gegenstände Sie mitnehmen möchten.

Einige Umzugsunternehmen verhandeln mit Ihnen einen Festpreis – schätzen Sie Ihr Umzugsvolumen zu hoch ein, wird auch der Preis für das Umzugsunternehmen teurer ausfallen als er eigentlich müsste.

Aber auch wenn die Umzugsfirma Ihnen die Arbeitsstunden in Rechnung stellt und Sie bei Erstellung des Kostenvoranschlags deutlich weniger Umzugsgut angegeben haben, müssen Sie am Ende mit einer kostspieligen Überraschung rechnen – denn die geforderte Summe wird aufgrund der Mehrarbeit deutlich über der des Kostenvoranschlags liegen.

Ein weiterer Vorteil einer ausgefüllten Umzugsgutliste ist, dass Sie die Anzahl der benötigten Kartons viel besser einschätzen können.

Auch für alle, die in Eigenregie und ohne Umzugsfirma umziehen, empfiehlt sich eine genaue Auflistung des Umzugsguts. So können Sie wesentlich besser beurteilen, was für einen Transporter Sie anmieten müssen.

Je größer ein Umzugswagen ist, desto höher ist auch die Miete – deshalb sollte der Transporter zum Volumen Ihres Umzugsgutes passen.

Tipp 2: Einen guten Preis mit dem Umzugsunternehmen aushandeln

Natürlich ist ein Umzug mit einem Umzugsunternehmen teurer als ein Do-it-yourself-Umzug mit privaten Umzugshelfern.

Aber ein professionell durchgeführter Umzug erspart Ihnen auch viel Zeit, Arbeit und Nerven und ist vor allem sicherer, da Ihr Umzugsgut durch die Spedition versichert ist.

Wer sich rechtzeitig um ein Umzugsunternehmen kümmert, kann viel Geld sparen. Fordern Sie zum Preis- und Leistungs-Vergleich unbedingt mehrere Angebote von verschiedenen Firmen an. Wenn Sie rechtzeitig buchen, können Sie sicherlich noch attraktive Sonderkonditionen aushandeln.

Tipp für alle Sparfüchse: Handeln

Trauen Sie sich und fragen Sie die Firmen ganz offen nach einem Preisnachlass. Oftmals gibt es noch einen recht großen Verhandlungsspielraum.

Weitere Sparmöglichkeiten haben Sie, wenn Sie nicht das komplette Full-Service-Angebot buchen, sondern nur Teilleistungen in Anspruch nehmen.

Vielleicht haben Sie Zeit, die Kartons schon selber zu packen, einige der Möbel bereits im Vorwege abzubauen oder einen Teil des Umzugsguts in privaten Pkws mitzunehmen?

Mit diesen Eigenleistungen können Sie den Preis für den Umzugsservice deutlich senken.

Tipp 3: An einem „günstigen“ Tag umziehen

Die meisten Menschen ziehen am Wochenende um – und da die Nachfrage immer das Angebot bestimmt, verlangen Umzugsfirmen und Autovermietungen am Wochenende oftmals höhere Preise als an einem gewöhnlichen Werktag.

Vor allem für die Arbeit am Sonntag fordern viele Umzugsfirmen Wochenendzuschläge.

Überlegen Sie sich deshalb genau, an welchem Tag Sie umziehen möchten. Je früher Sie den Umzugstag bei der Umzugsfirma ankündigen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Wunschfirma an dem Tag freie Kapazitäten hat.

Außerdem können Sie bei frühzeitiger Beauftragung nach einem Rabatt fragen.

Tipp 4: Genaue Kostenkalkulation durchführen

Wenn Ihr Budget für Ihren Umzug begrenzt ist, ist es ratsam, im Vorwege eine genaue Kostenkalkulation durchzuführen.

Das ermöglicht Ihnen eine bessere Planbarkeit. Fordern Sie rechtzeitig Angebote an, informieren Sie sich über die anfallenden Kosten für Verpackungsmaterial, das Einrichten einer Halteverbotszone am Umzugstag, Renovierungsleistungen, Möbel etc.

Die Liste der Ausgaben bei einem Umzug ist lang – besser, Sie sind vorbereitet und können abwägen, an welchen Punkten Sie noch sparen sollten.

Mit Eigenleistung, einer frühzeitigen und gründlichen Planung sowie einem gewissen Verhandlungsgeschick gelingt es Ihnen, die Kosten für den Umzug maximal zu senken.

Tipp 5: Umzugsgut ausreichend versichern

Ein großer Vorteil eines Umzugs mit einem Umzugsunternehmen ist, dass Ihr Umzugsgut versichert ist und die Umzugsfirma für entstandene Schäden haftet.

Laut Gesetz müssen 620 Euro pro Kubikmeter Transportgut veranschlagt werden.

Bei besonders wertvollem Mobiliar, wie zum Beispiel Kunstwerke, Erbstücke etc., kann die Haftungssumme über eine Zusatzvereinbarung ausgeweitet werden.

Anders verhält es sich, wenn Sie selber oder Ihre privaten Umzugshelfer etwas fallen lassen oder den Boden zerkratzen. Dann kann ein Umzug schnell teuer werden, weil die private Haftpflichtversicherung bei „Freundschafts- oder Kulanzdiensten“ im Normalfall nicht zahlt – es sei denn, in Ihrer Versicherungspolice steht ausdrücklich, dass Umzugsschäden abgedeckt sind.

Tipp 6: Kosten für den Umzug von der Steuer absetzen

Umzüge von Privatpersonen, die von Umzugsunternehmen durchgeführt werden, zählen zu den haushaltsnahen Dienstleistungen“ und können deshalb bei der Steuererklärung mit angegeben werden.

Belege unbedingt aufbewahren

Lassen Sie sich von Ihrem Umzugsunternehmen eine Rechnung ausstellen, denn nur „unbare Zahlungen“ sind steuerlich absetzbar. Ohnehin sollten Sie sämtliche Belege, die die Kosten für den Umzug betreffen, unbedingt aufbewahren.

Wenn Sie umziehen wollen, weil Ihre neue Wohnung näher an Ihrem Arbeitsplatz liegt bzw. Sie aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt ziehen müssen, dann können Sie die Umzugskosten bei Ihrer nächsten Steuererklärung als „Werbungskosten aus nicht selbstständiger Arbeit“ absetzen.

Sie können entweder die Kosten für das Umzugsunternehmen bzw. für den Transporter absetzen oder aber – zum Beispiel bei einem Umzug ohne Umzugsfirma – auf die Umzugskostenpauschale zurückgreifen.

Handelt es sich um einen spontanen Arbeitsplatzwechsel, so dass Sie Ihre alte Wohnung nicht rechtzeitig kündigen konnten, können Sie zusätzlich bis zu sechs Monatsmieten für die alte Wohnung steuerlich absetzen.

Umzugskosten vom Arbeitgeber

Bei einem beruflich bedingten Umzug springt eventuell auch Ihr Arbeitgeber ein. In einigen Fällen ist dieser sogar gesetzlich verpflichtet, Ihnen die Umzugskosten zu erstatten. Klären Sie dies mit Ihrem Vorgesetzten und lassen Sie sich beraten.

Tipp 7: Clever packen

Wer umzieht, der braucht eine Menge Umzugskartons. Als grobe Faustregel wird häufig genannt: Anzahl der Quadratmeter ist gleich Anzahl der benötigten Umzugskartons. Für eine 80 m² große Wohnung benötigen Sie also circa 80 Umzugskartons.

Einen schnellen (und präziseren) Richtwert zur benötigten Anzahl Kartons liefert einer der vielen Kartonrechner im Internet, zum Beispiel bei immobilienscout24.

Woher bekomme ich so viele Kartons?

Wenn Sie das Verpacken selber übernehmen möchten, dann durchforsten Sie rechtzeitig Anzeigen in Zeitungen und aus Online-Portalen, bspw. ebay Kleinanzeigen, nach Kartons und anderem Verpackungsmaterial

Im Baumarkt kosten Umzugskartons zwischen 1 und 2,50 Euro, gebraucht bekommt man diese wesentlich günstiger, teilweise sogar geschenkt.

Es lohnt sich auch im Freundes- und Bekanntenkreis zu fragen. Häufig stehen dort noch Kartons vom letzten Umzug im Keller.

Kartons mieten, statt kaufen

Eine Alternative ist es, Umzugskartons nur zu mieten, statt zu kaufen. Das geht entweder über ein Umzugsunternehmen, oder über Anbieter wie zum Beispiel leihbox.com oder boxatwork.com.

Beim Packen der Kartons sollten Sie besonders gründlich vorgehen, damit innerhalb des Kartons nichts zu Schaden kommt.

Achten Sie außerdem darauf, dass die Kartons nicht zu schwer sind und dass sich im Karton immer nur Sachen aus einem bestimmten Zimmer befinden – das spart Kraft und Zeit.

Tipp 8: Gutscheine nutzen

Bei Anbietern wie Groupon oder DailyDeal gibt es häufig Gutscheine für Umzugsunternehmen oder andere Dienstleistungen.

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Test: Welcher Umzugstyp bin ich und brauche ich ein Umzugsunternehmen?

Jeder Mensch tickt bekanntlich anders – und das gilt auch fürs Umzugsverhalten.

Während einige ganz locker an den Wohnungswechsel herangehen und sich ausreichend Zeit für den Umzug lassen, planen andere den Umzug bis ins letzte Detail, um so schnell wie möglich in die neue Wohnung zu ziehen.

Umzugstyp 1: Der „Aus-zwei-Wohnungen-mach-eine-Umzug“

Sie wollen mit Ihrem Partner Ihre erste gemeinsame Wohnung beziehen, sind jung und haben nur ein überschaubares Umzugsbudget zur Verfügung?

Vermutlich besitzen Sie beide noch nicht viele Möbel oder anderes Hab und Gut. Damit der Umzug kostengünstig über die Bühne geht, sollten Sie zum einen möglichst schnell (doppelte Mietzahlungen vermeiden) und zum anderen mit möglichst vielen privaten Umzugshelfern und einem günstigen Transporter umziehen.

Da Sie sicherlich voller Vorfreude auf den Umzug sind, werden Sie sich mit Eifer an die Umzugsplanung setzen.

Ein privat durchgeführter Umzug ist für Sie eine gute Möglichkeit.

Umzugstyp 2: Der WG-Umzug

Sie sind entweder Student und wollen in ein Wohnheim ziehen oder Sie sind der Karrieretyp, der berufsbedingt für einen überschaubaren Zeitraum in einer fremden Stadt ist und deshalb nur ein WG-Zimmer benötigt?

Da Ihr Umzugsgut überschaubar ist, passt es problemlos in einen kleinen Transporter und der Umzug ist schnell erledigt.

Mit einem privat durchgeführten Umzug in Eigenregie sind Sie gut beraten.

Umzugstyp 3: Der Familien-Umzug

Sie wollen mit Ihrer mehrköpfigen Familie umziehen?

Eine gute Umzugsplanung ist bei einem Familien-Umzug das A und O, denn der Umzug soll schnell und möglichst stressfrei durchgeführt werden, ohne den gewohnten Alltagsrhythmus lange zu unterbrechen.

Für Sie empfiehlt sich ein Umzug mit Umzugsfirma, bei dem Sie die Kosten durch Eigenleistung (Kartons packen, Möbel ab- und aufbauen etc.) deutlich senken können.

Umzugstyp 4: Der „Rundum-Sorglos-Umzug“

Sie wollen, dass Ihr wertvolles Hab und Gut schnell und unbeschadet in die neue Wohnung einzieht? Dabei haben Sie weder Zeit noch Lust, viel Arbeit in den Umzug zu stecken? Stattdessen wünschen Sie sich möglichst viel Komfort beim Wohnungswechsel?

Mit dem Full-Service-Umzug einer professionellen Umzugsfirma sind Sie bestens beraten.

Für wen ist ein Umzugsunternehmen sinnvoll?

  • Mehrköpfige Familien
  • Vollzeit-Berufstätige
  • Wer besonders wertvolles Hab und Gut besitzt
  • Alle, die maximale Zeit und Nerven sparen wollen

Für wen ist ein selbst organisierter Umzug sinnvoll?

  • Junge Paare, die zusammenziehen und nicht viel Geld haben
  • Studenten
  • Alle, die maximale Kosten sparen wollen

 

Umziehen mit Hartz IV – Finanziert das Jobcenter eine Umzugsfirma?

Ein Umzug ist in der Regel eine teure Angelegenheit.

Wer Hartz IV erhält, stößt da schnell an seine finanziellen Grenzen. Doch mit triftigen Umzugsargumenten und einer guten Vorbereitung werden viele Umzugskosten von der zuständigen Arbeitsagentur übernommen.

Voraussetzung ist allerdings, dass Ihnen Ihr Wohnungswechsel von der Agentur für Arbeit schriftlich bewilligt und Ihnen von Ihrem Sachbearbeiter im Vorwege eine finanzielle Unterstützung zugesichert wurde.

Erst die Genehmigung, dann der Umzug

Die Zustimmung des Leistungsträgers muss vor der Unterzeichnung des Mietvertrages vorliegen, ansonsten kann das Amt die Erstattung verweigern.

Ausschlaggebend ist dabei zum einen, dass das Arbeitsamt den Umzug als notwendig ansieht, und zum anderen, dass die Größe der neuen Wohnung sowie die Höhe der Miete als angemessen beurteilt werden – die Vorgaben diesbezüglich richten sich nach den örtlichen Gegebenheiten und dem lokalen Mietspiegel.

Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema Umzugsplanung.

In welchen Fällen werden die Kosten für meinen Umzug übernommen?

Folgende Umzugsgründe werden in der Regel vom Arbeitsamt anerkannt:

  • Die Agentur für Arbeit hat Ihnen einen Wohnungswechsel nahegelegt, weil die Größe Ihrer bisherigen Wohnung und/oder die Höhe der Miete als unangemessen eingestuft werden.
  • Eine veränderte Familien- bzw. Lebenssituation, wie zum Beispiel Scheidung, Trennung, Heirat oder Familienzuwachs, sorgt dafür, dass Sie eine größere oder kleinere Wohnung benötigen.
  • Ihre bisherige Wohnung wurde Ihnen von Seiten des Vermieters gekündigt (die Kündigung darf nicht durch Sie und Ihr Wohnverhalten verschuldet worden sein).
  • Sie nehmen eine neue Arbeit auf und der Arbeitsweg ist unzumutbar (sprich: eine tägliche Fahrtzeit von 2,5 Stunden wird überschritten).
  • Ihre bisherige Wohnung wird aufgrund Ihres Alters oder einer Erkrankung unzumutbar, weil sie zum Beispiel nicht barrierefrei gebaut/eingerichtet ist oder keinen Fahrstuhl hat.
  • Ihre bisherige Wohnung ist aufgrund ihres Zustandes unbewohnbar (zum Beispiel durch Schimmelbefall, defekte Heizung etc.) – allerdings wird dieser Grund nur anerkannt, wenn Sie 1. nicht für diesen schlechten Zustand verantwortlich sind und 2. Ihr Vermieter sich weigert, den Schaden zu beheben.

Tipp: Sprechen Sie mit Ihrem Sachbearbeiter

Auch wenn anerkannte Umzugsgründe nur teilweise (oder gar nicht) vorliegen, kann das Jobcenter den Umzug trotzdem genehmigen. Dies sollte mit dem zuständigen Sachbearbeiter besprochen werden. Ein gutes Verhältnis zu diesem kann die Chancen erhöhen.

Übernimmt das Arbeitsamt die Kosten für ein Umzugsunternehmen?

Die Agentur für Arbeit verlangt von Ihnen, dass Ihr Umzug so wenige Kosten wie möglich verursacht – und das geht am besten bei einem privat durchgeführten Umzug.

Ein Umzugsunternehmen wird nur in den seltensten Fällen genehmigt, zum Beispiel dann, wenn Sie nachweislich (zum Beispiel aus körperlichen und gesundheitlichen Gründen) nicht in der Lage sind, den Umzug alleine durchzuführen.

Wenn Sie die Erstattung eines Umzugsunternehmens beantragen wollen, benötigen Sie deshalb auf jeden Fall ein ärztliches Attest.

Wird der Antrag bewilligt, finanziert Ihnen das Arbeitsamt aber nur das Be- und Entladen des Umzugsgutes sowie den Transport durch ein Umzugsunternehmen – weitere Serviceleistungen, wie das Packen der Umzugskartons und der Abbau der Möbel, werden nicht übernommen.

Das Jobcenter verweist hier auf die sogenannte Selbsthilfe, also dem Aktivieren des eigenen Freundes- und Bekanntenkreises.

Voraussetzung ist außerdem, dass Sie sich selbstständig um mehrere (mindestens drei) Kostenvoranschläge von professionellen Speditionen oder Umzugsfirmen kümmern und diese dem Arbeitsamt vorlegen.

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Welche finanzielle Unterstützung bekomme ich für meinen Umzug?

In der Regel übernimmt das Arbeitsamt die Kosten für die Umzugskartons und für den Umzugswagen. Für den Transporter müssen Sie ebenfalls mindestens drei Kostenvoranschläge von verschiedenen Autovermietungen anfordern und beim Arbeitsamt einreichen.

Oftmals dienen diese Angebote dann als Berechnungsgrundlage für eine Umzugskostenpauschale.

Eine Pauschale bedeutet den geringeren Arbeitsaufwand für beide Seiten, kann allerdings auch dazu führen, dass nicht alle Kosten abgedeckt werden.

Berechnen Sie anhand Ihrer Kostenvoranschläge für den Umzugswagen sowie den zu erwartenden Kosten für Umzugskartons, Benzin, Verpflegung der Umzugshelfer etc., ob es nicht lukrativer wäre, eine Einzelabrechnung zu beantragen.

Lässt man sich die Kosten einzeln erstatten, kann man auch die Verpflegung der Umzugshelfer als Kostenpunkt angeben – oder ebenfalls eine Pauschale über circa 50 Euro beantragen.

Bei Bedarf werden Sie übrigens auch bei der Sperrmüllentsorgung, bei Renovierungsarbeiten in der neuen Wohnung und bei der Anschaffung einer Erstausstattung finanziell unterstützt. Außerdem können Sie die Mietkaution als Darlehen beantragen.

Ihr Sachbearbeiter hat einen Ermessensspielraum

Ob und in welcher Höhe das Jobcenter Umzugskosten übernimmt, liegt zu großen Teilen im Ermessen des zuständigen Sachbearbeiters. Erläutern Sie diesem Ihre Lage. Möglicherweise erhalten Sie auf diesem Weg sogar Unterstützung, die üblicherweise nicht gewährt wird.

 

Die häufigsten Fragen (FAQ) zum Thema Umzugsunternehmen

Wann muss man ein Umzugsunternehmen buchen? Haftet die Umzugsfirma für entstandene Schäden? Wie viele Kartons brauche ich?

Wer einen Umzug plant und sich intensiv mit der Suche nach einem Umzugsunternehmen beschäftigt, dem stellen sich viele Fragen.

Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen zusammengestellt und liefern Ihnen die entsprechenden Antworten.

Wie lange vor meinem Umzug sollte ich ein Umzugsunternehmen buchen?

Wann Sie ein Umzugsunternehmen beauftragen müssen, hängt von vielen Faktoren ab:

Möchten Sie in einen weit entfernten Ort umziehen? Leben Sie in einer Großstadt oder in einem Dorf? Wollen Sie am Wochenende umziehen? Benötigen Sie einen großen Lkw oder nur einen kleinen Sprinter?

Jede Umzugsplanung ist individuell und bedarf einer unterschiedlich langen Vorbereitung. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie sich aber circa vier Wochen vor geplantem Umzugstermin mit einer Umzugsfirma in Verbindung setzen.

Wer zahlt den Schaden, wenn das Umzugsunternehmen Kartons oder Umzugsgegenstände beschädigt?

Ein großer Vorteil von einem professionell durchgeführten Umzug ist die Tatsache, dass er sicherer ist. Denn Ihre Sachen sind im Falle einer Beschädigung durch das Umzugsunternehmen versichert.

Auch für Schäden in der Wohnung, im Treppenhaus oder im Transporter, die während des Umzugs passieren, muss das Umzugsunternehmen haften. Das gilt aber nur, wenn diese Schäden von dem Spediteur und seinen Mitarbeitern verursacht werden.

Haben Sie selber die Umzugskartons gepackt, dann sind Sie auch dafür verantwortlich, dass das darin befindliche Umzugsgut sicher und ordnungsgemäß für den Transport geschützt ist.

Geht beim Transport innerhalb der Kartons etwas kaputt, weil Sie die Kartons nachlässig gepackt haben, haftet die Spedition nicht – es sei denn, der Karton ist sichtbar von außen beschädigt. Außerdem sei darauf hingewiesen, dass die Versicherung nur den Zeitwert der beschädigten Sachen und nicht den Einkaufswert übernimmt.

In sehr seltenen Fällen muss das Umzugsunternehmen nicht haften, nämlich dann, wenn ein Schaden durch ein so genanntes „unabwendbares Ereignis“ entsteht.

Dazu zählen zum Beispiel unvorhersehbare Naturgewalten wie ein starker Sturm, ein Erdbeben oder Blitzeis, aber auch Unfallschäden, für die der Spediteur keinerlei Verantwortung hat, zum Beispiel, wenn ein anderes Auto aus Fahrlässigkeit in den Umzugswagen fährt. Mit einer zusätzlichen Umzugstransportversicherung kann man sein Umzugsgut auch gegen solche unabwendbaren Ereignisse versichern lassen.

Wie viele Umzugskartons brauche ich?

Als grobe Faustregel gilt: Anzahl der Quadratmeter ist gleich Anzahl der benötigten Umzugskartons.

Für eine 80 m² große Wohnung benötigen Sie also circa 80 Umzugskartons. Wenn Sie sehr viele Bücher haben oder Sie als mehrköpfige Familie in der Wohnung leben, sollten Sie ruhig ein paar mehr Kartons kalkulieren, mindestens 30 Stück pro Person.

Für eine genauere Angabe nutzen Sie einen Online-Kartonrechner, zum Beispiel bei immobilienscout24.

Wie viele Umzugskartons passen in einen Sprinter?

Die Standardvariante des Mercedes Benz Sprinter mit Normaldach verfügt über ein Ladevolumen von 9 m³. Angenommen, Sie beladen den Sprinter nur mit Umzugskartons, dann passen – je nach Größe der Kartons – circa 70 bis 90 Kartons in einen Sprinter.

Da sicherlich auch Möbel zu Ihrem Umzugsgut zählen, empfiehlt es sich aber, eine genaue Umzugsgutliste auszufüllen oder sich von einem Online-Umzugsrechner die passende Transporter-Größe berechnen zu lassen.

Muss ich die Umzugskartons selber kaufen oder übernimmt das das Umzugsunternehmen?

Das können Sie selber entscheiden. Entweder Sie besorgen die Kartons selber oder Sie mieten sich Kartons und andere Verpackungsmaterialien bei Ihrem Umzugsunternehmen.

In der Regel bieten alle Umzugsfirmen diesen Service an. Sie können die Kartons wahlweise für einzelne Tage oder für mehrere Wochen mieten. Der Mietpreis ist abhängig von Dauer, Anzahl und Größe der Kartons.

Bekommt man Umzugskartons und Verpackungsmaterial schon vor dem Umzug geliefert?

Ja, wenn Sie die Kartons direkt bei Ihrem zuständigen Umzugsunternehmen mieten, können Sie aushandeln, wie viele Tage oder Wochen vor Umzugstermin Sie die Kartons gerne hätten.

Mit der Dauer der Ausleihe hängt natürlich der Mietpreis für die Kartons zusammen: Je länger Sie die Kartons behalten, desto teurer wird es für Sie.

Wo bekomme ich günstige Umzugskartons her?

Wenn Sie umziehen wollen, sollten Sie sich rechtzeitig um Umzugskartons kümmern.

Regelmäßig werden in lokalen Wochenblättern und per Online-Kleinanzeigen Umzugskartons für wenig Geld oder sogar umsonst angeboten. Besonders viel Geld können Sie einsparen, wenn Sie im Freundes- und Bekanntenkreis nach Umzugskartons fragen – meistens hortet noch jemand ein paar Umzugskartons im Keller.

Weniger gut zu stapeln, aber völlig kostenlos und recht stabil sind Bananenkisten aus dem Supermarkt. Fragen Sie nach, ob Sie sich einige der Kisten mitnehmen können.

Eine gute Alternative ist es auch, Umzugskartons nur zu mieten, statt zu kaufen. Das können Sie entweder über Ihr Umzugsunternehmen machen oder über andere Anbieter, zum Beispiel leihbox.com oder boxatwork.com.

Sollte ich die gepackten Umzugskartons beschriften?

Ja, es empfiehlt sich, alle Kartons genau zu beschriften.

Zum einen sollten Sie auf alle Kartons schreiben, was sich darin befindet, und zum anderen, in welches Zimmer in der neuen Wohnung der Karton gestellt werden soll. Das spart sehr viel Zeit und Arbeit.

Wenn Sie sich von Freunden oder von einem Umzugsunternehmen Kartons geliehen haben, die Sie nicht beschriften dürfen, können Sie einen Zettel nehmen und vorsichtig mit Kreppband auf die Kartons kleben. Übrigens ist es auch empfehlenswert, die Möbel dementsprechend zu kennzeichnen, damit Ihre Umzugshelfer wissen, in welches Zimmer sie gehören.

Wie viel darf in die Umzugskartons gepackt werden?

Bedenken Sie beim Packen der Kartons immer, dass sie auch noch getragen werden müssen. Deshalb sollten gepackte Kartons nie schwerer sein als 20-25 Kilogramm.

Die meisten Umzugskartons sind zwar so stabil, dass sie eine Traglast von mindestens 40 kg haben, aber praktisch ist so eine schwere Beladung nicht. Versuchen Sie deshalb, clever zu packen. Kartons mit schweren Büchern können Sie zum Beispiel mit leichter Kleidung auffüllen.

Wann sollte ich mit dem Einpacken der Kartons beginnen?

Viele Dinge, wie zum Beispiel Kleidung und Geschirr, benötigt man noch bis kurz vorm Umzugstermin. Deshalb ist es nicht empfehlenswert, diese Dinge schon zu früh in Umzugskisten zu verstauen. Bedenken Sie auch, dass zu viele herumstehende Kartons die Wohnung sehr ungemütlich machen.

Damit der Umzug aber nicht in Stress ausartet, sollten Sie circa 3-4 Wochen vor dem Umzug damit beginnen, die ersten Sachen einzupacken. Fangen Sie mit Gegenständen an, die Sie in der nächsten Zeit nicht mehr zwingend benötigen, wie zum Beispiel Bücher, saisonale Kleidung, Dekoelemente etc.

Wie lange darf man die geliehenen Kartons des Umzugsunternehmens behalten?

Das müssen Sie individuell mit Ihrem Umzugsunternehmen aushandeln.

Ob für einzelne Tage oder über mehrere Wochen lang – in der Regel sind die Umzugsfirmen bezüglich der Dauer der Ausleihe sehr flexibel, schließlich berechnen sie die Mietkosten abhängig von der Mietdauer. Einige Umzugsfirmen legen auch pauschal fest, bis zu welchem Tag Sie die Kartons ausgepackt und wieder zurückgegeben haben müssen.

Gibt es spezielle Umzugskartons für Bücher, Kleidung, usw.?

Ja, es gibt eine sehr große Auswahl an Umzugskartons.

Ob kleine, große oder Umzugskartons im XXL-Format, ob Bücherkartons, Aktenkartons, Gläserkartons oder Kleiderkartons, ob mit einfachem, doppeltem oder dreifachem Boden, ob mit oder ohne Griffverstärkung – es gibt Umzugskartons in sämtlichen Größen und mit vielerlei Besonderheiten.

Je nachdem, welches Volumen, welche Traglast und auch welchen Schutz Sie für Ihre Gegenstände benötigen, können Sie die passenden Kartons auswählen.

Welcher Inhalt gehört in welchen Umzugskarton?

Es gibt spezielle Umzugskartons, die sich für einige Gegenstände besonders eignen.

Für schwere Gegenstände wie Bücher oder Aktenordner empfehlen sich beispielsweise Bücher- oder Aktenkartons, die sich durch eine besonders hohe Traglast, einen dreifachen Boden und eine dreifache Griffverstärkung auszeichnen.

Für leicht zerbrechliche Gegenstände, wie zum Beispiel Gläser, Vasen oder Flaschen, sind spezielle Gläserkartons mit einem Gläsereinsatz aus Pappe sinnvoll. Zudem mahnt der Schriftzug „zerbrechlich“ die Umzugshelfer zu besonderer Vorsicht.

Auch Kleiderkartons sind zweckmäßig. Da sie über eine integrierte Kleiderstange verfügen, bleibt die Kleidung während des Transports größtenteils knitterfrei. Der Großteil des Umzugsguts kann aber in gewöhnlichen Umzugskartons aus einwelliger Pappe verpackt werden.

Was mache ich, wenn ich im Besitz sehr vieler Bücher (oder ähnlichem) bin?

Am besten, Sie sortieren einmal kräftig aus!

Vor jedem Umzug ist es sinnvoll, sich zu überlegen, was man gerne behalten möchte und von was man sich trennen kann. In Zeiten von E-Books, MP3-Playern und kostengünstigen Mitgliedschaften bei Streaming-Diensten kann man ernsthaft darüber nachdenken, ob sich ein Umzug sämtlicher Bücher, CDs und DVDs überhaupt noch lohnt.

Alles, was Sie nicht mehr behalten möchten, können Sie verkaufen – zum Beispiel auf dem Flohmarkt, über Amazon, Ebay, Momox, rebuy oder ZOXS. Reich werden Sie durch den Verkauf dieser Medien in der Regel nicht, aber wer weiß, vielleicht befindet sich in Ihrem Regal doch die eine oder andere vergriffene Auflage oder eine wertvolle CD. Wenn nicht, haben Sie zumindest Ihr Umzugsgut reduziert! Die restlichen Bücher sollten Sie dann in speziellen, sehr stabilen Bücherkartons in die neue Wohnung transportieren.

Muss ich einen Parkplatz für das Umzugsunternehmen sichern?

Kurze Wege zwischen Umzugswagen und Wohnung erleichtern Ihnen und Ihren Umzugshelfern die Arbeit und sparen Zeit und Kraft. Verlassen Sie sich besser nicht darauf, dass Sie vor der alten und der neuen Wohnung einen freien Parkplatz finden werden – zumal ein Transporter mehr Platz in Anspruch nimmt als ein gewöhnlicher Pkw.

Sie können sich für Ihren Umzug extra eine Halteverbotszone einrichten lassen. Dafür müssen Sie beim zuständigen Straßenverkehrsamt, dem Ortsamt oder dem Landratsamt eine Genehmigung beantragen und entsprechende Schilder zur Markierung ausleihen. Die Bearbeitung kann bei den Behörden einige Zeit dauern, also kümmern Sie sich am besten darum, sobald Sie den genauen Umzugstermin kennen.

Wenn Sie mit einem Umzugsunternehmen umziehen, übernimmt dieses in der Regel die Formalitäten und das Aufstellen der Schilder, aber fragen Sie lieber noch einmal nach. In vielen Städten gibt es auch spezielle Anbieter, die sich gegen eine Gebühr um das Einrichten der Halteverbotszone kümmern.

Gebe ich dem Umzugsunternehmen Trinkgeld?

Ob und wie viel Trinkgeld Sie geben, sollten Sie vom Verlauf des Umzugs und Ihrer Zufriedenheit mit dem Umzugsunternehmen abhängig machen. Verlief alles nach Plan, sind circa 10-20 Euro pro Möbelpacker angemessen.

Bin ich für die Verpflegung der Umzugsarbeiter zuständig?

Es ist zwar eine nette Geste, Kaffee und belegte Brötchen für die Arbeiter des Umzugsunternehmens hinzustellen oder beim Lieferdienst Pizzen zu bestellen, aber verpflichtet ist man dazu natürlich nicht.

Einige Arbeiter verbringen ihre Frühstücks- und Mittagspause sowieso lieber ungestört in der Fahrerkabine des Transporters – deshalb fragen Sie lieber nach, bevor Sie etwas servieren.

Anders verhält es sich übrigens bei einem privat durchgeführten Umzug – da sollten Sie sich für die Verpflegung der Umzugshelfer verantwortlich fühlen und genügend Getränke und Proviant vorrätig haben.

Kann ich die Kosten für das Umzugsunternehmen von der Steuer absetzen?

Ja, Umzüge von Privatpersonen, die von Umzugsunternehmen durchgeführt werden, zählen zu den „haushaltsnahen Dienstleistungen“ und können deshalb steuerlich abgesetzt werden. Dafür müssen Sie aber unbedingt die Rechnung der Umzugsfirma beim Finanzamt vorlegen.

Wollen Sie umziehen, weil Ihre neue Wohnung näher an Ihrem (neuen) Arbeitsplatz liegt? Dann können Sie die Umzugskosten bei Ihrer nächsten Steuererklärung als „Werbungskosten aus nicht selbstständiger Arbeit“ absetzen: Entweder Sie setzen die Kosten für das Umzugsunternehmen ab oder Sie greifen – bei einem privat durchgeführten Umzug – auf eine Umzugskostenpauschale zurück.

Was ist der Unterschied zwischen einem Umzugsunternehmen und einer Spedition?

Oftmals werden die Begriffe Spedition und Umzugsunternehmen im alltäglichen Sprachgebrauch synonym verwendet.

Wenn man es ganz genau nimmt, ist eine Spedition aber nur für den Transport von Gütern zuständig, dabei übernimmt der Spediteur den Transport oftmals noch nicht einmal selbst, sondern beauftragt so genannte Frachtführer.

Das Umzugsunternehmen oder auch der Möbelspediteur hingegen ist klassischer Dienstleister und führt den Umzug selber durch, was im Fachdeutsch als „Selbsteintritt“ bezeichnet wird. Wer zusätzlich zum Transport auch den Ab- und Aufbau von Möbeln und das Packen der Kartons in Auftrag geben möchte, sollte sich also lieber an ein Umzugsunternehmen wenden.

Was versteht man unter einer Beiladung?

Wenn Sie umziehen möchten, aber nicht allzu viel Umzugsgut haben, zum Beispiel, weil Sie in ein WG-Zimmer oder in eine größtenteils möblierte Wohnung ziehen wollen, empfiehlt es sich, bei einer Spedition eine Beiladung in Auftrag zu geben. Gerade bei kleineren Umzügen lohnt es sich oftmals nicht, ein Umzugsunternehmen zu beauftragen oder einen Transporter zu mieten.

Viele Transportunternehmen bieten auf Fahrten, auf denen ihre Lkws nicht voll beladen sind, so genannte Beiladungen an, um die Ladefläche vollständig zu füllen.

Das ist nicht nur eine günstige Alternative für Umzüge mit wenig Umzugsgut, sondern auch eine umweltfreundliche.

Wie entsorge ich meinen Müll vor dem Umzug?

Bei einem Umzug fällt in der Regel viel Müll an. Alles, was nicht in den normalen Hausmüll gehört oder zu sperrig für die Abfalltonne ist, muss ordnungsgemäß entsorgt werden.

Möbel, Elektrogeräte, altes Geschirr etc. können Sie entweder zu einem Recyclinghof/Wertstoffhof in Ihrer Nähe bringen oder Sie melden Sperrmüll an und lassen die Sachen von der Stadtreinigung abholen.

Was ist günstiger: Umzugsunternehmen oder private Umzugshelfer?

Natürlich ist ein Umzug mit einem Umzugsunternehmen teurer als ein privat durchgeführter Umzug, bei dem Sie nur einen Transporter mieten müssen. Im Gegenzug bedeutet ein Umzug mit Umzugsfirma aber auch wesentlich weniger Arbeit, Stress und Zeit. Zudem ist das Umzugsgut versichert.

Wenn Sie Pech haben und Ihre Freunde beim Umzug den Fernseher oder die Kiste mit dem Geschirr fallen lassen und zudem noch Kratzer im Parkett verursachen, bleiben Sie auf den Reparaturkosten sitzen, die im schlimmsten Fall höher ausfallen können als die Kosten für ein Umzugsunternehmen.

Wann lohnt sich ein Umzug mit einem Umzugsunternehmen?

Ein Umzug mit einem Umzugsunternehmen lohnt sich fast immer, denn ein professionell durchgeführter Umzug bietet wesentlich mehr Komfort, spart Zeit und Kraft und schont Nerven und Bandscheiben. Zudem ist das Umzugsgut versichert und die Umzugsarbeiter arbeiten so routiniert, dass es äußerst selten zu Schäden, wie Kratzern, Dellen oder Lackschäden, kommt.

Wenn Sie allerdings nur sehr wenig Umzugsgut haben, weil Sie in ein WG-Zimmer oder in eine möblierte Wohnung ziehen, können Sie auch problemlos in Eigenregie umziehen oder bei einer Spedition eine Beiladung in Auftrag geben.

Lohnt sich ein Umzugsunternehmen für einen Umzug innerhalb einer Stadt?

Wenn man innerhalb einer Stadt umzieht und die Wege zwischen der neuen und der alten Wohnung nicht so lang sind, ist man schnell versucht, die Umzugskartons „mal eben“ mit dem Pkw zur neuen Wohnung zu bringen.

Dabei bedenken sollten Sie allerdings, dass nicht alle Ihre Möbel in Ihren Pkw passen werden – einen Transporter brauchen Sie also so oder so. Und dann rechnet es sich – auch bei kurzen Strecken – das Benzingeld zu sparen und lieber das gesamte Umzugsgut im Umzugswagen zu transportieren.

Vor allem, wenn Sie nicht viel Zeit für den Umzug haben, aus gesundheitlichen Gründen nicht dazu in der Lage sind oder Ihre Freunde am Wunschtermin nicht können, empfiehlt es sich, auch bei einem Umzug innerhalb der Stadt ein Umzugsunternehmen zu beauftragen.

Ein Pluspunkt ist auch, dass sich das Umzugsunternehmen um den Auf- und Abbau der Möbel kümmern kann und alle Serviceleistungen, wie zum Beispiel die Beantragung einer Halteverbotszone etc., für Sie erledigt.

Wie lange dauert ein Umzug mit einem Umzugsunternehmen?

Das hängt natürlich davon ab, wie viel Umzugsgut Sie haben, in welchem Stockwerk sich die Wohnung befindet und welche Distanz bzw. Fahrtzeit zwischen der alten und der neuen Wohnung liegt.

Als Richtwert kann man sagen, dass ein Möbelpacker in einer Dreiviertelstunde circa 1 m³ Umzugsgut be- und wieder entladen kann (ohne Fahrtzeit).

In der Regel stellt eine Umzugsfirma circa 3-5 Mitarbeiter für den Umzug bereit. Für das reine Be- und Entladen von 20 m³ Umzugsgut benötigen vier Möbelpacker knapp 4 Stunden, für 40 m³ Umzugsgut benötigen fünf Möbelpacker circa 6 Stunden.

Kann ich durch Eigenleistung beim Umzug Geld einsparen?

Ja, auf jeden Fall! Wer beim Umzug Geld sparen möchte, sollte auf keinen Fall das Rundum-Sorglos-Paket mit sämtlichen Extras buchen.

Wenn Sie Ihre Möbel selber ab- und wieder aufbauen, die Kartons selbstständig packen und einige Kartons und Möbel in privaten Pkws zur neuen Wohnung transportieren, können Sie mit dem Umzugsunternehmen einen deutlichen Preisnachlass von bis zu 50% aushandeln.

Außerdem werden in der neuen sowie in der alten Wohnung sicherlich einige Renovierungsarbeiten notwendig sein – mit etwas handwerklichem Geschick können Sie diese in Eigenleistung erbringen.

Wie viel kann ich durch einen Preisvergleich bei Umzugsunternehmen wirklich einsparen?

Die Preisspanne von Umzugsunternehmen ist sehr groß. Es ist kein großes Geheimnis, dass vor allem unseriöse Firmen oftmals mit besonders günstigen Angeboten locken. Doch das Leistungsspektrum dieser Firmen ist sehr eingeschränkt, die Arbeiter sind ungeschult und die Qualität ist schlecht.

Aber auch der Preisvergleich von seriösen Umzugsunternehmen ist immens. Wenn Sie sich in Onlineportalen mehrere Kostenvoranschläge von qualitätsgeprüften Firmen einholen, können Sie bis zu 30% einsparen.

Muss ich zahlen, wenn das Umzugsunternehmen zu spät kommt oder handelt es sich dann um Vertragsbruch?

Wenn das Unternehmen zu spät kommt, danach aber mit der Arbeit beginnt, müssen Sie die Umzugsfirma für die geleisteten Stunden auch bezahlen.

Kommt es durch die Verspätung zu Verzugsschäden, zum Beispiel, weil Handwerker bestellt wurden und diese ihre Arbeit aufgrund der Verzögerungen noch nicht beginnen können, dann ist es möglich, dass das Umzugsunternehmen für die Verzögerungsschäden haften muss.

Kann ich zurücktreten, wenn ich ein Umzugsunternehmen plötzlich nicht mehr benötige?

Nein, wenn in Ihrem Vertrag mit dem Umzugsunternehmen oder in den AGBs des Unternehmens nicht ausdrücklich steht, dass Ihnen ein Rücktrittsrecht gewährt wird, steht Ihnen das sowohl vertraglich als auch gesetzlich nicht zu. Sie und auch das Umzugsunternehmen sind dann an den Vertrag gebunden.

Baustelle vor der Tür und/oder Sauwetter angesagt – Und nun?

Sie können natürlich mit dem Umzugsunternehmen darüber sprechen, ob es möglich ist, den Umzugstermin zu verschieben (ohne zusätzliche Kosten). Eventuell ist in Ihrem Vertrag oder in den AGBs des Unternehmens auch festgelegt, dass Sie ein Rücktrittsrecht haben.

Falls nicht, sollten Sie Regenjacke und Gummistiefel anziehen, das Umzugsgut besonders schützen und dann trotzdem umziehen! Wenn sich eine Baustelle vor der Tür befindet und die Möbelpacker dadurch längere Wege in Kauf nehmen müssen, kann es sein, dass der Umzug länger dauert als geplant und somit teurer wird.

Kann jedes Umzugsunternehmen mein Klavier transportieren?

Ein Wohnungswechsel mit Klavier oder Flügel ist wohl der Albtraum eines jeden Umzugshelfers. Groß, gut 250 kg schwer und vor allem sehr empfindlich ist dieses kostbare Instrument und erfordert höchste Ansprüche beim Transport durch das Treppenhaus.

Ein Klavierumzug mit einem Umzugsunternehmen ist nicht gerade günstig – dennoch sollten Sie sich in bestimmten Fällen überlegen, ob es nicht sinnvoll ist, eine Firma mit dem Transport zu beauftragen. Gerade wenn Sie in einer Altbauwohnung mit engen Treppen wohnen, ist ein Transport durchs Treppenhaus eine sehr riskante und manchmal sogar unmögliche Angelegenheit.

Umzugsunternehmen bieten dann die Möglichkeit, das Klavier mithilfe eines Krans durch das Fenster oder über den Balkon nach unten abzuseilen. Eine Alternative ist es auch, das Klavier von einem Fachmann auseinanderbauen zu lassen.

Achten Sie bei der Auswahl der Umzugsfirma aber unbedingt darauf, dass das Personal für diesen Spezialtransport geschult ist. Einige Speditionen sind extra auf den Transport von Musikinstrumenten spezialisiert.

Was muss ich beim Umzug mit einem Aquarium bedenken?

Ein Wohnungswechsel mit einem Aquarium ist eine ziemliche Herausforderung, bei der es einiges zu beachten gilt. Da es sowohl für das gläserne Behältnis als auch für die Fische viel zu riskant wäre, einfach das gefüllte Aquarium in den Transporter zu stellen, bedarf der Umzug einer zeitaufwendigen Vorbereitung und vor allem auch einer geeigneten Ausrüstung.

Die Fische sollten schon einige Tage vor dem Umzug möglichst gesund und abwechslungsreich gefüttert werden, damit sie ein kräftiges Immunsystem haben. Pflanzen, Dekoelemente, Kieselsteine und Filter sollten feucht und getrennt voneinander in geeigneten Plastiktüten und Eimern in die neue Wohnung gebracht werden. Die Fische sollten Sie in ausreichend Aquariumswasser in speziellen Transportbeuteln und Styroporboxen transportieren.

Außerdem ist es gut für die Fische, wenn möglichst viel Wasser aus dem Aquarium mit umzieht – so bleibt der vertraute Lebensraum erhalten. Das alte Wasser kann in Plastikkanistern transportiert werden. Ist nach dem Umzug noch zu wenig Wasser im Aquarium, können Sie es nach und nach mit abgestandenem Wasser auffüllen.

Das leere Aquarium sollten Sie für den Transport sehr gründlich verpacken. Besonders geeignet sind weiche, dicke Packdecken, Styropor oder Luftpolsterfolie, da diese keine Kratzer auf dem empfindlichen Glas hinterlassen. Im Transporter sollte das Aquarium am besten auf einer Antirutschmatte stehen, damit es während der Fahrt nicht ins Wanken gerät. Zusätzlich ist es ratsam, es mit gepolsterten Spanngurten zu fixieren.

Übrigens sind Haustiere selten über eine Umzugsfirma mitversichert. Am besten wird die Styroporbox mit den Fischen in einem privaten Pkw zur neuen Wohnung kutschiert – verzögert sich der Transport dann, weil man unerwartet im Stau feststeckt etc., dann kommt man schnell an die Fische heran und kann sie notfalls mit Sauerstoff versorgen.

Kann ich einem Umzugsunternehmen bedenkenlos meinen Haustürschlüssel geben?

In der Regel ist es nicht notwendig, am Umzugstag anwesend zu sein, wenn man den Komplettservice eines Umzugsunternehmens in Anspruch nimmt. Dann ist es aber erforderlich, der Umzugsfirma den Haustürschlüssel anzuvertrauen.

Bei einem seriösen Unternehmen ist das auch bedenkenlos möglich – erkundigen Sie sich also im Vorwege nach Referenzen und Erfahrungsberichten von anderen. Wer dennoch skeptisch bleibt, kann nach dem Einzug einfach – für circa 70 Euro – das Wohnungsschloss austauschen.

Im Grunde aber gilt: Wenn Sie der Umzugsfirma Ihr gesamtes Hab und Gut anvertrauen, können Sie ihr auch den Wohnungsschlüssel überlassen.

Sollte ich beim Umzug mit Umzugsunternehmen anwesend sein?

Sie bekommen am Umzugstag keinen Urlaub oder haben keine Zeit oder auch keine Lust beim Umzug anwesend zu sein? Kein Problem!

Die einfachste Möglichkeit ist es, die ganze Arbeit einem Umzugsunternehmen zu überlassen. Wenn Sie das Full-Service-Angebot buchen, übernimmt die Umzugsfirma neben dem Transport sogar das Packen der Umzugskisten sowie den Möbelab- und aufbau und erledigt den Wohnungswechsel völlig eigenständig.

Für Rückfragen sollten Sie jedoch telefonisch erreichbar sein oder einen Nachbar um Unterstützung bitten. Am übersichtlichsten ist es, wenn Sie die Möbelstücke und Kartons vorher genau beschriften und in der neuen Wohnung einen Grundriss aufhängen, auf dem markiert ist, in welches Zimmer welche Möbel sollen – das spart viel Zeit und Kraft.

Habe ich Anspruch auf Sonderurlaub für meinen Umzugstag?

Auch wenn sich Gerüchte bei diesem Thema schnell verbreiten und deshalb viele glauben, dass sie einen gesetzlichen Anspruch auf Sonderurlaub haben, so stimmt das leider nicht.

Weder das Bundesurlaubsgesetz noch das Bürgerliche Gesetzbuch sieht einen Sonderurlaub aufgrund eines Umzugs vor.

Dennoch ist es gut möglich, dass Ihnen ein Tag Umzugsurlaub zusteht – schauen Sie einfach in Ihren Arbeitsvertrag, die Betriebsvereinbarung oder den geltenden Tarifvertrag, vielleicht finden Sie hier einen Hinweis darauf, wie das in Ihrer Firma geregelt wird.

Eine Ausnahme, in der Ihnen normalerweise ein Tag gezahlter Sonderurlaub gewährt wird, ist, wenn Sie betriebsbedingt umziehen müssen, weil Sie an einen anderen Standort versetzt werden oder Sie aufgrund einer Standortverlegung des gesamten Unternehmens umziehen müssen.

Zahlt das Jobcenter das Umzugsunternehmen, wenn ich Sozialleistungen beziehe?

Wurde Ihr Wohnungswechsel vom Arbeitsamt bewilligt, können Sie einen Antrag auf Erstattung der Umzugskosten stellen. Die Agentur für Arbeit finanziert im Normalfall nur selbst organisierte Umzüge, die mit privaten Umzugshelfern durchgeführt werden.

Ein Umzugsunternehmen wird nur in den seltensten Fällen genehmigt, zum Beispiel dann, wenn Sie nachweislich (zum Beispiel aus körperlichen und gesundheitlichen Gründen) nicht in der Lage sind, den Umzug alleine durchzuführen.

Ein entsprechendes Attest müssen Sie vor dem Umzug beim Arbeitsamt vorlegen. In diesem Fall wird das Be- und Entladen des Umzugsgutes sowie der Transport durch ein Umzugsunternehmen finanziert. Finanziell nicht unterstützt werden Sie hingegen beim Packen der Kartons und beim Auf- und Abbau Ihrer Möbel.

Die Kostenübernahme für ein Umzugsunternehmen ist aber eine Ausnahme. Wenn Sie körperlich gesund sind, übernimmt das Arbeitsamt in der Regel nur die Kosten für die Umzugskartons und für den Umzugswagen sowie eine Pauschale für die Verpflegung der Umzugshelfer. Bei Bedarf werden Sie auch bei der Sperrmüllentsorgung finanziell unterstützt.

Kann das Jobcenter ein Umzugsunternehmen aus Kostengründen ablehnen?

Voraussetzung für die Kostenübernahme eines Umzugsunternehmens ist 1., dass Sie körperlich und gesundheitlich nicht in der Lage sind, Ihren Umzug alleine durchzuführen und 2., dass Sie selbstständig mehrere (mindestens drei!) Kostenvoranschläge von professionellen Umzugsunternehmen einholen und diese dem Arbeitsamt vorlegen.

Bei vergleichbaren Leistungen muss immer das günstigste Umzugsunternehmen gebucht werden, da die Ausgaben für den Umzug so gering wie möglich zu halten sind – entscheiden Sie sich dennoch für ein teureres Angebot und missachten Sie so die Forderung des Arbeitsamtes, kann das Arbeitsamt eine Zahlung verweigern.

Umzug als Hartz-IV-Empfänger – Welche Gründe führen zur Kostenübernahme durch das Arbeitsamt?

Das Arbeitsamt übernimmt nur dann sämtliche bzw. einen Teil der Umzugskosten, wenn es diesen als notwendig ansieht. Deshalb ist es wichtig, dass Sie vor dem Umzug mit dem zuständigen Sachbearbeiter über den geplanten Wohnungswechsel sprechen und sich die Übernahme der Umzugskosten schriftlich bewilligen lassen.

Insbesondere Gründe, wie zum Beispiel Scheidung, Nachwuchs, unverschuldete Kündigung der bisherigen Wohnung oder auch Unbewohnbarkeit der bisherigen Wohnung aus gesundheitlichem Anlass, werden in der Regel vom Arbeitsamt anerkannt.

Das Umzugsunternehmen kündigt kurzfristig den Vertrag – Was tun? Ist das überhaupt möglich?

Schauen Sie in die AGBs des Umzugsunternehmens bzw. in den unterzeichneten Vertrag. Darin steht, ob die Firma vom Vertrag zurücktreten darf.

Es ist allerdings äußerst unwahrscheinlich, dass ein seriöses Umzugsunternehmen kurzfristig den Vertrag kündigen wird – die Gefahr, den guten Ruf zu ruinieren, ist dem Unternehmen häufig zu groß.

Hinterlässt das Umzugsunternehmen die ausgeräumte Wohnung besenrein?

Nein, es ist in der Regel nicht Aufgabe des Umzugsunternehmens, die leergeräumte Wohnung durchzufegen.

Einige Umzugsunternehmen bieten diesen Service jedoch gegen einen Aufpreis an. Wenn Sie keine Lust oder keine Zeit haben, die leergeräumte Wohnung zu reinigen, können Sie eine Reinigungsfirma beauftragen.

Transportiert ein Umzugsunternehmen auch Haustiere?

Nein, in der Regel transportiert ein Umzugsunternehmen keine Haustiere, da für Haustiere auch Haftungsausschlüsse gelten, sprich: Sie sind im Schadensfall nicht versichert.

Und das ist auch gut so, denn für Haustiere bedeutet ein Umzugstag viel Stress und ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Ob Nagetiere, Vögel oder Hunde – am besten sollten Haustiere während des Umzugs bei Freunden oder Nachbarn untergebracht werden.

Transportiert ein Umzugsunternehmen auch Pflanzen?

Für manches Umzugsgut gelten Haftungsausschlüsse, dazu zählen zum Beispiel auch Pflanzen und Tiere.

Pflanzen sind sehr empfindlich und vertragen den Transport in einem Umzugswagen meistens nicht so gut. Wenn möglich, transportieren Sie Ihre Blumen und Grünpflanzen deshalb vorsichtig in einem privaten Pkw. Tüten um den Blumentopf verhindern, dass die Erde sich im Auto verteilt.

Muss ich ausreichend Verpackungsmaterialien für das Umzugsunternehmen zur Verfügung stellen?

Nein, in der Regel gehört es zu den Serviceleistungen des Umzugsunternehmens, ausreichend Verpackungsmaterial zur Verfügung zu stellen. Manche Firmen berechnen dafür einen Aufpreis – klären Sie das am besten im Vorwege ab.

Kann man das Haus/die Wohnung auch im Vorfeld vor Schmutz schützen?

Vermutlich werden sich Ihre Umzugshelfer am Umzugstag nicht ständig ihre Schuhe gründlich an der Fußmatte abputzen oder gar an- und ausziehen. Deshalb entsteht an einem Umzugstag in der Regel viel Schmutz.

Der aufgewirbelte Staub und der von der Straße hereingeschleppte Schmutz verteilen sich dann auf Parkett, Laminat und Teppich und sorgen dort für Flecken und Kratzer.

Aus diesem Grund ist es ratsam, empfindliche Fußböden wie Teppiche, Parkett und Laminat mit Pappen oder Malervlies zu schützen.

Muss ich die Fußböden am Umzugstag ausreichend schützen oder kommt das Umzugsunternehmen für Schäden (Kratzer im Parkett, Risse oder Flecken im Teppich) auf?

Ja, das Umzugsunternehmen muss zwar für Schäden in der Wohnung, im Treppenhaus oder im Transporter, die während des Umzugs passieren, haften, dennoch ist es ratsam, die Fußböden im Vorwege zu schützen.

Die Haftpflichtversicherung der Umzugsfirma übernimmt immer nur den Zeitwert der beschädigten Sachen und nicht den Einkaufswert – wenn Sie sich Ärger mit dem Vermieter oder den neuen Mietern/Hausbesitzern ersparen wollen, achten Sie deshalb auf einen gründlichen Schutz des Fußbodens.

Baut das Umzugsunternehmen meine Möbel ab und wieder auf?

Ja, fast jedes Umzugsunternehmen bietet an, die Möbel auch ab- und wieder aufzubauen – natürlich gegen einen Aufpreis. Wer handwerklich etwas geschickt ist und über das nötige Werkzeug verfügt, kann hier mit Eigenleistung kräftig Geld sparen.

Bei komplexen Möbeln, wie zum Beispiel großen Schrankwänden, empfiehlt es sich, vor dem Abbau eine genaue Skizze anzufertigen und die Einzelteile durchzunummerieren. Nicht alle Möbelstücke müssen für einen Umzug auseinandergebaut werden. Gerade bei kleineren Einrichtungsgegenständen, die sich gut transportieren lassen, ist es oftmals möglich, sie an einem Stück in die neue Wohnung zu befördern.

Das schont Schrauben, Scharniere und Holzdübel und erspart auch eine Menge Zeit und Arbeit. Auch bei Antiquitäten ist es oftmals ratsam, die Finger vom Abbau zu lassen und so das alte und doch wertvolle Holz zu schonen.

Zahlt meine Haftpflicht für Schäden am Umzugsgut?

Wenn am Umzugstag etwas kaputt geht oder beschädigt wird, dann stellt sich schnell die Frage, wer für den Schaden haftet. Erfolgt der Umzug durch ein Umzugsunternehmen, dann ist der Fall einfach geklärt: Haben die Arbeiter der Umzugsfirma den Schaden verursacht, dann haften sie auch dafür.

Anders verhält es sich, wenn Sie selber oder Ihre privaten Umzugshelfer etwas fallen lassen oder den Boden zerkratzen. In den meisten Fällen zahlt Ihre private Haftpflichtversicherung nicht und Sie bleiben auf den Kosten sitzen – es sei denn in Ihrer Versicherungspolice steht ausdrücklich, dass Umzugsschäden abgedeckt sind. Beschädigen Sie jedoch aus Fahrlässigkeit das Eigentum Dritter, so greift in diesem Fall Ihre eigene Haftpflichtversicherung und übernimmt den Schadensersatz.

Das kann bei einem Umzug zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie versehentlich mit Ihrem sperrigen Regal die Tür Ihres Nachbarn oder Vermieters zerkratzen oder aus Fahrlässigkeit für eine Beule im Auto sorgen, das neben dem Transporter parkt. Sie sollten den Schaden unverzüglich Ihrer Haftpflichtversicherung melden und die Schäden genau dokumentieren.

Buchen Sie über ein Online-Portal Möbelpacker oder haben Sie zum Beispiel an der Uni ein Gesuch ans Schwarze Brett gehängt, auf das sich einige Studenten beworben haben, dann ist die Lage wieder anders, da diese Personen für ihre Arbeit bezahlt werden. In diesem Fall muss die Haftpflichtversicherung bei verursachten Schäden zahlen – vorausgesetzt, diese engagierten Umzugshelfer haben auch eine.

Wer hundertprozentig auf Nummer sicher gehen möchte, kann auch einen schriftlichen Vertrag mit den Umzugshelfern und Möbelpackern abschließen.

Ist mein Hausrat in der neuen und in der alten Wohnung gleichzeitig versichert?

Ja, ab Umzugsbeginn sind beide Wohnungen übergangsweise (für maximal zwei Monate) versichert.

Voraussetzung ist allerdings, dass es sich um einen richtigen Wohnungswechsel mit Aufgabe der alten Wohnung handelt und Sie die neue Wohnung in der gleichen Art und Weise nutzen wie die alte.

Das heißt zum Beispiel, dass die neue Wohnung nicht nur ein Zweitwohnsitz sein sollte oder dass Sie in der neuen Wohnung nicht plötzlich auch Ihren festen Arbeitsplatz integriert haben. Für Ihren Hausrat beginnt der Versicherungsschutz in der neuen Bleibe ab dem Tag, in dem er sich dauerhaft in der neuen Wohnung befindet. Informieren Sie Ihre Versicherung aber rechtzeitig über den Wohnungswechsel, denn Ihre Versicherungssumme kann sich ändern.

Vergrößert sich Ihre Wohnfläche oder einfach nur Ihr Hausrat, steigt auch Ihr Beitrag – andernfalls kann es passieren, dass Sie unterversichert sind. Für den Umzugstag selber empfiehlt es sich übrigens, wenn Ihre Hausratversicherung eine so genannte Außenversicherung beinhaltet, die Habseligkeiten, die sich außerhalb Ihrer Wohnung befinden, mit abdeckt. Im Normalfall können das Gartengeräte, Kinderspielzeug etc. sein. Am Umzugstag ist dann aber auch Ihr Umzugsgut, das sich im Transporter (auf Ihrem Grundstück) befindet, mit versichert und Ihre Hausratversicherung greift bei Diebstahl.

Wieso gibt es so große Preisunterschiede zwischen den einzelnen Umzugsanbietern?

Der Preis der einzelnen Umzugsunternehmen errechnet sich nur nicht aus Dauer und Umfang des Umzugs, sondern auch aus der Qualität der Umzugsfirma. Geschulte Mitarbeiter mit jahrelanger Erfahrung, eine gute Ausrüstung und professionelle Serviceleistungen haben ihren Preis.

Achten Sie deshalb unbedingt darauf, dass Sie nicht nur den Preis, sondern auch die inbegriffenen Leistungen vergleichen.

Umzug für unter 500 Euro – Ist das möglich?

In Zeitungen werben einige Umzugsunternehmen immer wieder mit Umzügen unter 500 Euro. Bei solchen Angeboten muss man leider davon ausgehen, dass die Unternehmen entweder nicht besonders seriös und zuverlässig sind, oder dass viele versteckte Kosten und Aufpreise auf Sie zukommen.

Erkundigen Sie sich deshalb immer nach Referenzen und lesen Sie sich die Verträge ganz genau durch. Ob Sie auf ein „schwarzes Schaf“ in der Branche hereingefallen sind, werden Sie leider erst nach dem Umzug wissen.

Kann man Verpackungsmaterialien mieten oder muss man sie kaufen?

Ebenso wie Umzugskartons kann man auch andere Verpackungsmaterialien wie Malervlies oder Matratzenhüllen sowie auch Gurte, Sackkarren und Co. ausleihen – entweder beim Umzugsunternehmen, in Baumärkten oder bei speziellen Anbietern.

Welchen Service bietet eine Umzugsfirma eigentlich in der Regel an?

Vom Kartonverleih bis zum Full-Service – professionelle Umzugsunternehmen bieten in der Regel sowohl einzeln buchbare Serviceleistungen als auch das komplette Rundum-Sorglos-Paket an, zu dem das Packen der Kartons, das Einrichten einer Halteverbotszone, der Ab- und Aufbau der Möbel, der Schutz der Möbel durch Verpackungsmaterialien sowie der Transport zählen.

Kann ich bei einer Umzugsfirma auch nur Verpackungsmaterial ausleihen?

Ja, viele Umzugsunternehmen bieten unabhängig vom Transport Ihres Umzugsguts auch die Vermietung von Umzugskartons und Verpackungsmaterialien an.

Was ist ein MWM?

Die Abkürzung MWM steht für Möbelwagenmeter. Damit gibt man das Volumen des Umzugsguts an. Ein MWM entspricht 5 Kubikmeter.

Wie funktioniert das Einrichten einer Halteverbotszone?

Sie können beim zuständigen Straßenverkehrsamt, dem Ortsamt oder dem Landratsamt gegen eine Gebühr eine Genehmigung für eine Halteverbotszone beantragen und entsprechende Schilder zur Markierung ausleihen.

Kümmern Sie sich rechtzeitig darum, denn die Bearbeitung kann bei den Behörden einige Zeit dauern. Wenn Sie mit einem Umzugsunternehmen umziehen, kümmert sich dieses in der Regel gegen einen Aufpreis um die Beantragung der Zone und das Aufstellen der Schilder.

Wie viel kostet das Einrichten einer Halteverbotszone?

Jede Stadt und jede Region verlangt unterschiedliche Gebühren für die Beantragung der Halteverbotszone und das Aufstellen der Schilder.

Erkundigen Sie sich im Vorwege beim Straßenverkehrsamt oder bei speziellen Anbietern, die sich gegen eine Gebühr um das Einrichten der Halteverbotszone kümmern. Insgesamt müssen Sie aber durchschnittlich mit 50-150 Euro rechnen.

Was ist, wenn ich am Umzugstag doch mehr Umzugskartons und Umzugsgut habe als vorher angegeben?

Wenn sich der Umfang des Umzugsvolumens nicht maßgeblich erhöht und das gesamte Umzugsgut dennoch in den Transporter der Umzugsfirma passt, ist das in der Regel kein Problem. Durch die Mehrarbeit kommen vermutlich nur etwas höhere Kosten auf Sie zu.

Damit es aber gar nicht zu einer Fehleinschätzung kommt, ist es ratsam, sein Hab und Gut vorher in einem Umzugsrechner anzugeben und das Umzugsvolumen exakt berechnen zu lassen.

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