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Erbvertrag oder Testament - so vererben Sie richtig

Alles zu Formen, Freibeträgen und Steuern


Zuletzt bearbeitet am

Egal ob Immobilien oder anderes Vermögen – mit einem Erbvertrag kann der Umgang mit dem Nachlass klar und verbindlich festgehalten werden. Das ist nicht erst im hohen Alter relevant und kann Streitigkeiten um das Erbe im Keim ersticken. 

Ein Erbvertrag ist laut dem Gesetz eine Verfügung des Todes wegen. Das bedeutet, dass der Erblasser vor seinem Tod seinen letzten Willen bekannt gibt und vertraglich festhält. Eine solche Regelung wird besonders dann wichtig, wenn der natürlichen und gesetzlich festgelegten Erbfolge abgewichen werden soll. 

Unabhängig von der Form – es schafft Sicherheit, den eigenen Nachlass bereits zu Lebzeiten zu regeln. In diesem Artikel beantworten wir alle wichtigen Fragen rund um den Erbvertrag. 

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Erbvertrag ist ein bindender Vertrag zwischen mindestens zwei Vertragspartnern. 
  • Der Unterschied zum Testament liegt vor allem in der Verbindlichkeit. Ein Testament kann jederzeit geändert werden – ein Erbvertrag nicht. 
  • Um den Erbvertrag aufzuheben, müssen alle Vertragspartner zustimmen.
  • Ein Erbvertrag hat keine Auswirkungen auf den gesetzlichen Pflichtteil für erbberechtigte Kinder. 
  • Bei einem Erbe gelten Freibeträge, je nach Höhe des Vermögenswertes und Verwandtschaftsgrades.
  • Die Freibeträge können bei einem Erbe nur einmalig genutzt werden – bei einer Schenkung alle zehn Jahre aufs Neue. 
  • Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer zu sparen.

Was unterscheidet einen Erbvertrag vom Testament und Vermächtnis? 

Auf den ersten Blick scheinen die Begriffe eine sehr ähnliche Bedeutung zu haben. Im Erbrecht macht die Form allerdings einen großen Unterschied.

Testament

Das Testament regelt die Verteilung von Wertgegenständen nach dem Tod des Erblassers. Diese Verteilung kann bis zum Tode jederzeit geändert und widerrufen werden.

Das Testament muss nicht zwingend notariell beurkundet und kann eigenhändig errichtet werden. In diesem Fall muss das Testament vom Testierenden eigenhändig aufgeschrieben, mit einer Orts- und Datumsangabe versehen und unterschrieben sein.

Eine notarielle Beratung ist jedoch bei der Erstellung zu empfehlen, um Unklarheiten und Streitigkeiten zu vermeiden.

Erbvertrag

Ein Erbvertrag ist verbindlicher als ein Testament und stellt einen beidseitig verpflichtenden Vertrag dar.

Der größte Unterschied zum Testament: Änderungen können nicht mehr einfach vom Verfasser geändert werden.

Der Erbvertrag wird zwischen mindestens zwei Personen geschlossen und bedarf der Zustimmung aller beteiligten Parteien. Häufig ist ein Erbvertrag mit Bedingungen für die erbende Person verbunden. 

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Notar unausweichlich

Ohne eine notarielle Beurkundung im Beisein aller Vertragspartner ist ein Erbvertrag nicht rechtmäßig.

Vermächtnis

Bei einem Vermächtnis geht es immer um Wertgegenstände. Entgegen einem Testament oder Erbvertrag wird der Bedachte nicht automatisch mit dem Tod des Erblassers zum Eigentümer der Vermögensgegenstände.

Stattdessen hat der Vermächtnisnehmer einen schuldrechtlichen Anspruch und muss sich zur Verschaffung an die Erben wenden.

Was steht im Erbvertrag?

Grundsätzlich gibt es keine zwingenden Mindestinhalte für einen Erbvertrag.

In aller Regel sind in einem Erbvertrag zunächst die beteiligten Vertragspartner aufgeführt.

Zudem sind alle Rechte und Pflichten der Vertragspartner festgeschrieben. Dazu zählen die Regelungen zum Widerruf, Rücktrittsrecht und der Verwahrung und Kosten.

Die wichtigste Bestandteile des Erbvertrags ist neben den beteiligten Personen die Erbeinsetzung und die daran geknüpften Bedingungen.

Ein Beispiel für eine solche Bedingung ist die Verpflichtung zur Erbringung von Pflegeleistungen. Im Gegenzug wird die Person als Alleinerbe eingesetzt.

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Solche Bedingungen sind nicht zwingend notwendig. Auch zur einfachen Festlegung der Erben kann ein Erbvertrag sinnvoll sein.

Was kostet ein Erbvertrag?

Ein Erbvertrag ist nur mit einer notariellen Beurkundung gültig. Die Kosten für diese Beurkundung richten sich nach dem Wert des Vermögens das vererbt werden soll.

Wert des VermögensKosten der Beurkundung
25.000 €230 €
50.000 €330 €
125.000 €600 €
200.000 €870 €
500.000 €1.870 €
750.000 €2.670 €
1.000.000 €3.470 €

Zu den Kosten für die Beurkundung kommen 18 Euro für die gesetzlich vorgeschriebene Eintragung in das Zentrale Testamentsregister (ZTR) der Bundesnotarkammer.
Entscheiden Sie sich zudem dafür den Erbvertrag vom Notar verwahren zu lassen, kommen weitere 75 Euro auf Sie zu.

Welche Arten von Erbverträgen gibt es?

Bei einem Erbvertrag wird zwischen einseitigen und zweiseitigen Erbverträgen unterschieden.

Bei einem einseitigen Erbvertrag trifft nur einer der Vertragspartner eine bindende Verfügung von Todes wegen. Der andere Vertragspartner – also der Erbe – trifft keine Verfügung des Todes wegen. Bei einem zweiseitigen Erbvertrag treffen dagegen zwei Personen solche Verfügungen.

Beispiel: Ein einseitiger Erbvertrag wird zwischen einem Onkel und Neffen getroffen. Bei einem zweiseitigen Erbvertrag setzen sich zwei Ehepartner gegenseitig als Erbe ein.

Ist der Erbvertrag bindend?

Die im Erbvertrag getroffenen Vereinbarungen sind bindend und dürfen nicht von einseitig gekündigt oder geändert werden. Es können jedoch in beiderseitigem Einverständnis Klauseln zu Ausstiegs- und Änderungsmöglichkeiten im Erbvertrag festgehalten werden.

Gibt es keine Möglichkeit aus dem Erbvertrag zu kommen?

Ein Erbvertrag kann entgegen einem Testament nicht beliebig geändert werden, sondern ist ein verpflichtender und bindender Vertrag, der beiden Vertragsparteien Sicherheit bieten soll.

Aus diesem Grund ist auch ein Aufhebungsvertrag nur möglich, wenn dieser zwischen beiden Parteien einvernehmlich beschlossen wird (§2290 Abs.1 BGB). Zudem regelt das BGB, dass eine Aufhebung nach dem Tod einer Vertragspartei nicht mehr möglich ist.

Auch ein Rücktritt vom Erbvertrag ist nicht möglich.

Ausnahme: Wenn Sie im Erbvertrag ein Rücktrittsrecht vereinbart haben, können Sie von diesem Gebrauch machen. Ein solches Recht muss allerdings explizit im Erbvertrag vereinbart werden.

Allerdings kann ein Erbvertrag für nichtig erklärt werden, zum Beispiel wenn die Erben erbunwürdig sind. Als solches gilt ein Erbe, der den Erblasser getötet hat, dies vorhat oder den Erblasser daran hindert, den Erbvertrag aufzusetzen.

Brauche ich bei einem Erbvertrag einen Erbschein ?

Der Erbschein dient als Legitimationsgrundlage eines Erben nach dem Tod des Erblassers. Das ist dann relevant, wenn kein Testament oder Erbvertrag vorliegt das die Erben eindeutig festlegt. 

So erhalten Sie einen Erbschein:

Wenn Sie doch einmal einen Erbschein benötigen, können Sie den Antrag auf einen Erbschein entweder beim Nachlassgericht oder einem Notar stellen.

Das Erbscheinsverfahren ist mit Kosten verbunden und mit einheitlichen Gebühren verbunden.

NachlasswertKosten für den Erbschein beim Nachlassgericht
bis 10.000 €150 €
bis 50.000 €330 €
bis 110.000 €546 €
bis 200.000 €870 €
bis 500.000 €1.870 €
bis 1.000.000 €3.470 €
bis 1.500.000 €5.070 €
bis 2.000.000 €6.670 €
bis 3.000.000 €9.870 €

Der Notar verlangt zusätzlich die Umsatzsteuer und eine Auslagenpauschale. Dafür erhalten Sie den Erbschein hier in aller Regel deutlich schneller als beim Nachlassgericht.

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Die Antragstellung des Erbscheins bedeutet gleichzeitig eine Erbschaftsannahme.

Welche Auswirkungen hat ein Erbvertrag auf den Pflichtteil des Erbes?

Der Pflichtteil im Erbrecht sichert berechtigten Familienmitgliedern grundsätzlich die Hälfte des gesetzlichen Erbteils zu.

Liegt der gesetzliche Anspruch also bei 50 Prozent liegt der Pflichtteil bei 25 Prozent.

Werden beispielsweise die leiblichen Kinder in einem Erbvertrag nicht berücksichtigt und damit enterbt, steht Ihnen dennoch ein Teil des Erbes zu.

Dieser Pflichtteil kann in aller Regel nicht verhindert werden.

Sie haben aber die Möglichkeit, den Umfang des Pflichtteils zu begrenzen. Wenn Sie den Pflichtteil möglichst klein halten wollen ist die effektivste Möglichkeit die frühzeitige Schenkung Ihres Erbes.

Höhe des Freibetrags: Wie viel Erbschaftssteuer muss ich zahlen?

Die Erbschaftssteuer wird immer fällig, wenn Sie Geld, ein Unternehmen oder eine Immobilie vererbt bekommen.

Die Höhe richtet sich dabei nach dem Vermögenswert und dem Verwandtschaftsgrad. Zusätzlich gibt es einen allgemeinen Freibetrag, bis zu dem Sie keine Erbschaftssteuer zahlen müssen.

Liegt der Vermögenswert unter diesem Freibetrag, müssen Sie keine Erbschaftssteuer zahlen. Zusätzlich werden Sie anhand Ihres Verwandtschaftsgrades in eine Erbschaftssteuerklasse eingeteilt.

VerwandtschaftsgradFreibetragErbschafts-steuerklasse
Ehegatten, Lebenspartner500.000 €I
Kinder, Enkelkinder (wenn deren Eltern verstorben sind), Stiefkinder, Adoptivkinder400.000 €I
Enkelkinder200.000 €I
Eltern und Großeltern100.000 €I
Geschwister, Kinder der Geschwister, Stiefeltern, Schwiegerkinder, etc. 20.000 €II
Nicht verwandte Erben20.000 €III
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Freibeträge mehrfach anwenden

Bei einem Erbe gilt dieser Freibetrag einmalig, bei einer Schenkung können Sie alle 10 Jahre bis zu diesem Wert steuerfrei schenken. 

Gibt es weitere Freibeträge?

Neben den allgemeinen Freibeträgen haben Sie im Todesfall des Erblassers (nicht bei einer Schenkung) eventuell einen weiteren zusätzlichen Freibetrag – den sogenannten Versorgungsfreibetrag (§17 ErbStG).

Dieser steht Ehe- und Lebenspartnern sowie Kindern und Stiefkindern des Erblassers zu.

Der Versorgungsfreibetrag des verbliebenen Ehe- oder Lebenspartners beträgt 256.000 Euro.

Kinder erhalten den zusätzlichen Freibetrag bis zum Alter von 27 Jahren. Der Freibetrag sinkt mit zunehmendem Alter des Kindes:

  • Für Kinder unter 5 Jahren liegt der Versorgungsfreibetrag bei 52.000 Euro
  • Für Kinder zwischen 5 und 10 Jahren bei 41.000 Euro.
  • Kinder zwischen 10 und 15 Jahren, bekommen einen Versorgungsfreibetrag von 30.700 Euro.
  • Kinder zwischen 15 und 20 Jahren können einen Freibetrag in Höhe von 20.500 Euro nutzen.
  • Kinder zwischen 20 und 27 Jahren erhalten 10.300 Euro.

Voraussetzung, dass der Freibetrag in voller Höhe in Anspruch genommen werden kann,

Damit der Freibetrag in voller Höhe in Anspruch genommen werden kann, darf der oder die Hinterbliebene keine weiteren steuerfreien Versorgungsbezüge beziehen. Dazu gehören zum Beispiel eine Witwen- oder Waisenrente. Ist dies der Fall, verringert sich der Freibetrag um den Kapitalwert der Versorgungsbezüge.

Wie hoch ist die Erbschaftssteuer?

Aus der Einteilung in die Erbschaftssteuerklasse und dem Wert des Vermögens, der über Ihren Freibetrag hinausgeht, ergibt sich die Höhe der Erbschaftssteuer.

Steuerpflichtiges Erbe (Wert über Freibetrag)Klasse IKlasse IIKlasse III
bis 75.000 €7%15%30%
bis 300.000 €11%20%30%
bis 600.000 €15%25%30%
bis 6.000.000 €19%30%30%
bis 13.000.000 €23%35%50%
bis 26.000.000 €27%40%50%
> 26.000.000 €30%43%50%

So viel Erbschaftssteuer müssen Sie zahlen

Beispiel 1: Ein Familienvater hinterlässt seiner Frau und zwei Kindern zu gleichen Teilen 1,5 Millionen Euro.

  • Die Frau und beide Kinder erhalten jeweils 500.000 Euro
  • Der Freibetrag der Ehefrau beträgt 500.000 Euro. Deshalb wird keine Erbschaftssteuer fällig.
  • Der Freibetrag der Kinder beträgt 400.000 Euro. Damit müssen 100.000 Euro versteuert werden. Der Steuersatz beträgt in diesem Fall 11 Prozent (Zwischen 75.000 und 300.000 Euro) – damit müssen die Kinder jeweils 11.000 Euro Erbschaftsteuer zahlen.

Beispiel 2: Der Gesamtnachlass im Erbe beträgt 600.000 Euro und wird zu gleichen Teilen an den Bruder und die Schwiegereltern vererbt.

  • Jeder Erbe erhält in diesem Beispiel 200.000 Euro. 
  • Der Freibetrag des Bruders liegt bei 20.000 Euro. Damit müssen 180.000 Euro versteuert werden. Der Steuersatz beträgt in der Erbschaftssteuerklasse II in diesem Fall 20 Prozent. Daraus ergibt sich eine zu zahlende Erbschaftssteuer von 36.000 Euro.
  • Auch der Freibetrag der Schwiegereltern liegt bei 20.000 Euro. Auch hier werden deshalb jeweils 36.000 Euro fällig.

Beispiel 3: Der gleichgeschlechtliche Lebenspartner verstirbt und hinterlässt seinem Partner 500.000 Euro und einem nicht verwandten Freund 100.000 Euro.

  • Lebenspartner sind Teil der Steuerklasse I und haben einen Freibetrag von 500.000 Euro. Hier wird also keine Erbschaftssteuer fällig.
  • Der nicht verwandte Freund ist in der Erbschaftssteuerklasse III und muss damit 80.000 Euro versteuern. Der Steuersatz liegt hier bei 30 Prozent und bedeutet eine Erbschaftssteuer von 24.000 Euro.

Wie kann ich die Erbschaftssteuer und Schenkungssteuer sparen?

Bei der Weitergabe einer Immobilie ist einer der ersten Fragen, ob Sie das Objekt vererben oder verschenken wollen. Der größte Unterschied besteht in den persönlichen Freibeträgen.

Ein Erbvertrag ist für die Weitergabe der Immobilie nach dem Tod gedacht. Mit einem solchen Vertrag können Sie verbindlich die Übertragung des Objekts sichern.

Dabei fällt – genauso wie bei einem Testament oder der gesetzlichen Erbfolge – eine Erbschaftssteuer an. Bei einer Schenkung gibt es dagegen mehrere Möglichkeiten, die Schenkungssteuer zu sparen.

Sparmöglichkeit 1

Bei einer Schenkung gibt es – entgegen der Regelungen bei einem Erbe – alle zehn Jahre einen individuellen Freibetrag, der sich nach dem Verwandtschaftsgrad richtet.

Es kann sich deshalb lohnen, die Immobilie zu lebzeiten Stück für Stück zu verschenken, um die Freibeträge optimal auszunutzen.

Sparmöglichkeit 2

Damit Sie die Immobilie auch bei einer Schenkung zu Lebzeiten weiter nutzen können, lassen Sie sich einen Nießbrauch eintragen.

Der Wert des Nießbrauchs, also des uneingeschränkten Nutzungsrechtes der Immobilie, wird vom Immobilienwert abgezogen und ist abhängig vom Alter des Berechtigten. Damit kann sich die Schenkungssteuer deutlich senken lassen.

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Beispiel

Sie verschenken beispielsweise eine Immobilie im Wert von 600.000 Euro an Ihr Kind – Der Wert des Nießbrauchs beträgt noch 250.000 Euro.
In diesem Fall müssen nur 350.000 Euro der Steuer zugrunde gelegt werden. Dieser Wert liegt innerhalb des Freibetrags – es wird keine Steuer fällig.

Sparmöglichkeit 3

Eine Schenkung ist auch dann vorteilhaft, wenn Sie eine Immobilie an Ihren Ehepartner verschenken wollen und die Immobilie gemeinsam nutzen.

In diesem Fall ist die Schenkung nämlich komplett steuerfrei – unabhängig vom Wert der Immobilie.

Die Immobilie muss allerdings der Lebensmittelpunkt sein. Gemeinsame Ferien- oder Wochenendhäuser sind hier also nicht inbegriffen.

Wie verläuft die gesetzliche Erbfolge?

Die gesetzliche Erbfolge greift immer dann, wenn keine Regelungen für den Nachlass – zum Beispiel in Form eines Testaments oder Erbvertrags – getroffen wurden. 

Die Verwandten werden dazu in 3 Ordnungen eingeteilt, die das Erbe erhalten.

  • In der 1. Ordnung werden Kinder, Enkel und Urenkel zusammengefasst.
  • Die 2. Ordnung vereint Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge.
  • In der 3. Ordnung sind Großeltern, und deren Abkömmlinge.

Es erbt jeweils die höhere Ordnung, wenn keine Angehörigen der jeweils niedrigeren Ordnung vorhanden sind.

Dabei gilt: Hinterlässt der Erblasser einen Ehepartner oder einen eingetragenen Lebenspartner, erbt dieser vor allen anderen Verwandten.

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Ehepartner / eingetragene Lebenspartner erben zuerst

Gibt es noch Verwandte der 1. Ordnung, bekommt der Ehepartner ein Viertel der Erbschaft, bei der 2. Ordnung die Hälfte und bei der 3. Ordnung den gesamten Nachlass.

Fazit und Empfehlung

Der große Vorteil des Erbvertrags ist die Bindungswirkung. Deshalb ist diese Form gerade bei der Unternehmensnachfolge die gängige Praxis.

Der Vorteil der Bindung kann allerdings auch zum Nachteil werden. Die Testierfreiheit wird beschränkt und der Erblasser kann mögliche Änderungen nicht mehr einfach umsetzen.

Entscheiden Sie sich deshalb nur für einen Erbvertrag, wenn Sie mit der vereinbarten Regelung auf lange Sicht einverstanden sind.

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