Erschließungskosten: Wie hoch sind sie?

Die Erschließungskosten eines Grundstücks betragen durchschnittlich 12.350 Euro

Stand:

Die Erschließung – ein wichtiger Schritt vor dem Bau. Für die Bebaubarkeit von Grundstücken müssen diese erschlossen sein. Das bedeutet, dass der Anschluss an grundlegende Services wie Wasser und Strom gegeben sein muss. Zwar sind in Deutschland die meisten Baugrundstücke bereits erschlossen, aber es kann dennoch sein, dass Sie diese Arbeit erst noch leisten müssen. Manchmal fehlt zum Beispiel auch eine Gasleitung oder eine hochwertige Telekommunikationsleitung. 

Bei der Erschließung können Sie sich von der zusätzlichen Gemeinde oder vom Amt unterstützen lassen. Diese werden normalerweise die Arbeiten übernehmen und Ihnen dann eine Rechnung zuschicken. Diese Rechnung beläuft sich auf den Erschließungsbeitrag. Schon beim Kauf eines Grundstücks sehen Sie durch das Kennzeichen „ebp.“ (erschließungsbeitragspflichtig), welche Arbeiten Sie bezahlen müssen. 

Bestimmte Faktoren können den Gesamtpreis jedoch beeinflussen:

  • Sonderkosten durch isolierte Lage oder erschwerten Zugang
  • Weniger Kosten, wenn Sie keine Gasleitung benötigen
  • Weniger Kosten, wenn einige Anschlüsse bereits vorhanden sind

      Die Preisspanne für die Grundstückserschließung liegt zwischen 7.700 und 18.000 Euro.

      12350 € 18000 € 7700 €
      Der Kostenrechner lädt ...

      Bevor Sie also mit dem Bau Ihrer Immobilie beginnen, sollten Sie die nötigen Erschließungsarbeiten in Auftrag geben. Gas ist nicht immer nötig, aber Anschlüsse für Wasser, Strom und Telekommunikation, ebenso wie die Anbindung an das Verkehrsnetz, sind unabdingbar. Zudem ist bei einer Erschließung von neuem Bauland meist auch eine Vermessung des Grundstücks nötig, bei der ein amtlicher Lageplan erstellt wird.  Rechnen Sie für die Erschließung des Grundstücks etwa mit diesen Kosten:

      • Anschluss an die Wasserversorgung: 2.000 bis 7.000 Euro
        • Bei Überbrückung längerer Strecken: über 7.000 Euro
      • Strom: 2.000 bis 3.000 Euro
      • Gas: 1.000 bis 3.000 Euro
      • Telekommunikation: 200 bis 1.000 Euro
      • Verkehrsanbindung durch Straßen und Gehwege: stark abhängig von den örtlichen Gegebenheiten
      • Vermessung des Grundstücks bei Erschließung von neuem Bauland: 2.000 bis 3.000 Euro
      • Bodengutachten: 500 bis 1.000 Euro

      Ja, Sie dürfen die Kosten für die Grundstückserschließung von der Steuer absetzen. Dies gilt auch dann, wenn es sich um Ihr Privatgrundstück handelt. Denn dann sind die Erschließungskosten als Handwerkerleistungen absetzbar. 20% dieser Kosten dürfen Sie absetzen – pro Jahr sind das maximal 1.200 Euro.

      Beachten Sie, dass Sie nur die Handwerkerleistungen für die Erschließung absetzen können. Materialkosten werden hier nicht gefördert. Informieren Sie sich zudem über die geltenden Regelungen in Ihrem Bundesland. Der Steuerberater kann weiterhelfen.

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