Wie erstelle ich ein Immobilien-Exposé?

Das Immobilienexposé dient als das Aushängeschild für den Verkauf Ihrer Immobilie. Daher sollten Sie es so ansprechend wie möglich gestalten.

Wie Ihnen das gelingt und welche Informationen in einem Exposé nicht fehlen dürfen, erfahren Sie jetzt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Exposé soll Interessenten einen ersten Eindruck Ihrer Immobilie vermitteln
  • Neben aussagekräftigen Fotos sollte es noch alle wichtigen Informationen zu Ihrer Immobilie enthalten

Was ist ein Exposé bei Immobilien?

Bei einem Hausverkauf ist das Exposé quasi das Aushängeschild Ihrer Immobilie und sollte daher besonders sorgfältig angefertigt werden.

Es dient dazu, potentiellen Interessenten einen ersten Eindruck Ihrer Immobilie zu vermitteln. Neben den wichtigsten Informationen wie Lage, Größe und Baujahr, gehören auch besonders aussagekräftige Fotos in ein Exposé.

Was steht drin?

Mit einem Text sollten Sie Ihre Immobilie so anschaulich wie möglich beschreiben. Überlegen Sie sich hierzu, wer Ihre Zielgruppe sein soll:

Sind es eher Familien, bei denen Sie die Größe Ihres Gartens für Platz zum Spielen hervorheben sollten, oder sind es eher die Rentner, denen Sie von der besonders ruhigen Umgebung erzählen möchten?

Heutzutage erscheint eine Immobilienanzeige in Form eines Online-Exposés auf einem gängigen Immobilienportal, wie zum Beispiel ImmoScout24.

Da es dort meist keine Möglichkeit gibt, ein PDF Formular hochzuladen oder der Anzeige einen persönlichen Charakter zu geben, verschicken Immobilienmakler das Exposé gerne gesondert an die Interessenten.

Regionalen Makler finden

Welche Angaben gehören in ein Exposé?

Verstehen Sie Ihr Exposé wie ein Bewerbungsschreiben auf eine Arbeitsstelle. Sie wollen Ihrem Gegenüber alle wichtigen und relevanten Informationen geben und gleichzeitig Interesse für das Objekt wecken.

Besonders wichtig dafür sind gute Bilder. Hochauflösende, professionelle Fotos machen einen besseren Eindruck als schnell geknipste Handyfotos.

Natürlich ist es auch nicht hilfreich, wenn Sie bildhafte Versprechungen machen, die Ihre Immobilie gar nicht einhalten kann. Präsentieren Sie Ihre Immobilie also in einem guten Licht, aber vertuschen Sie dabei nichts.

Was macht Ihre Immobilie besonders?

Vielmehr lohnt es sich, die Besonderheiten der Immobilie herauszustellen. Das kann zum Beispiel ein besonders großer Balkon, ein ausgebauter Dachboden oder auch einfach ein Kamin sein.

Auf jeden Fall sollten Sie eine PDF-Datei vorbereiten – bestenfalls bieten Sie Interessenten auch eine gedruckte Variante an.

Damit sich die Interessenten schon vor einer Hausbesichtigung ein erstes Bild von Ihrer Immobilie machen können, sollten alle wichtigen Informationen in dem Exposé enthalten sein.

Diese Angaben gehören in ein Exposé:

  • Kontaktdaten
  • Kaufpreis
  • Ansprechende Fotos
  • Beschreibung der Immobilie und allem was dazu gehört (Außenanlagen)
  • Beschreibung der Umgebung und des Umfelds
  • Besonderheiten / Alleinstellungsmerkmale gegenüber vergleichbaren Objekten der Umgebung
  • Grundrisspläne
  • Lageplan/Flurkarte
  • Raumaufteilung
  • Bauzustand
  • Technische Ausstattung (Alarmanlage, Außenbeleuchtung, Smart Home-System etc.)
  • Aufstellung der Nebenkosten

Besonders die Fotos spielen eine wichtige Rolle in einem Exposé. Schließlich liefern diese dem Interessenten einen ersten Eindruck der Immobilie.

Deshalb sollten die Bilder idealerweise bei Tageslicht aufgenommen werden. Die Räume, die sie fotografieren, sind möglichst aufgeräumt und weitestgehend frei von persönlichen Gegenständen.

Was ist meine Immobilie wert?

Exposé für Grundstücke: Gibt es Besonderheiten?

Möchten Sie ein Grundstück verkaufen, gibt es einige Besonderheiten bei dem Exposé.

Interessenten, die sich für den Kauf eines Grundstücks interessieren, benötigen andere Informationen als Personen, die sich für den Hauskauf interessieren.

Diese Informationen gehören unbedingt in das Exposé für ein Grundstück:

  • Größe des Grundstück
  • Zuschnitt
  • Erschließungszustand
  • Lage (Hanglage, Seegrundstück)
  • Sind kleinere Bauten vorhanden, wie ein Schuppen oder eine Garage
  • Baumbestand
  • Bebauung der Grundstücke in der Umgebung (Einfamilienhäuser etc.)

Oft wollen die Käufer eines Grundstücks dieses für einen bestimmten Zweck nutzen, zum Beispiel als landwirtschaftliches Grundstück oder zum Bebauen.

Daher gehören in ein Exposé für ein Grundstück stehen, um welche Art von Grundstück es sich handelt.

Ist es ein Wald- und Wiesengrundstück, ein Bauerwartungsland, ein Rohbauland oder Bauland?

Haben Sie den Flächennutzungsplan bzw. den Bebauungsplan für das Grundstück zur Hand, können Sie diesen dem Exposé noch hinzufügen.

Dieser informiert darüber, wie das sich das Grundstück nutzen lässt.

Sollten Sie die Dokumente nicht parat haben, können Sie beide bei der Kommune, in der sich Ihr Grundstück befindet, bekommen. Bei manchen Kommunen geht das sogar online.

Ist ihr Grundstück bebaubar, sollten diese Informationen unbedingt in dem Exposé stehen:

  • Die Größe der Grundfläche der Immobilie (Grundflächenzahl)
  • Wie viele Geschosse die Immobilie haben darf (Geschossflächenzahl)

FAQ

Ein Exposé ist die Sammlung aller wichtigen Daten und Fakten einer Immobilie.

Es unterstützt sowohl beim Kauf und auch beim Verkauf, da in ihm alle relevanten Informationen schnell und einfach zu finden sind.

Das Exposé sollte sowohl in gedruckter und digitaler Form vorbereitet und optisch ansprechend gestaltet sein.

Um ein Exposé zu schalten, bieten sich einige Immobilien-Onlineportale an. Für die Verkaufsgespräche bietet es sich an, wenn Sie Broschüren erstellen, oder ein PDF zum Download anbieten.

So hat der Interessent die Möglichkeit, sich in Ruhe alle Informationen zu Ihrer Immobilie durchzulesen. Und denken Sie daran:

Je mehr Informationen im Exposé enthalten sind, desto besser.

Das gehört in ein Exposé

  • wichtige Kontaktdaten
  • der Kaufpreis
  • ansprechende Fotos
  • die Beschreibung der Immobilie
  • die Beschreibung der Umgebung
  • Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale gegenüber vergleichbaren Objekten der Umgebung
  • alle Grundrisspläne
  • der Lageplan und eine Flurkarte
  • die Raumaufteilung
  • der Bauzustand
  • die technische Ausstattung und die Aufstellung der Nebenkosten.

Jenny Häusler

Redakteurin

0/5
Abgestimmt: 0